Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
77
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Wenn nach einem Druck in die Hand, z. B. mit einem Geld-stück, eine Empfindung davon zurückbleibt, als ob es noch vor-handen wäre, so ist dies keine Täuschung, sondern in geringeremGrade dasselbe, was in stärkerem Grade der Schmerz ist. Wennman mit zwei über einander gekreuzten Fingern derselben Handeinen erhabenen Gegenstand berührt, und man nun zwei Körperzu fühlen glaubt, so täuschen nicht unsere Tastorgane, wie manes gewöhnlich ausdrückt, sondern es fällt die Action der Fingernicht wie sonst zusammen, so bei dem Doppelsehen u. s. w.Von der Täuschung des Tastsinns im Schwindel, wie sie Pur-kinje nennt, werde ich späterhin reden.

§ 277 .

Die am Kopf befindlichen Sinne haben sammt*lieh aufser den eigentlichen Sinnesnerven noch Hülfs-nerven. Bei dem Sinn des Gesichts und Geruchsist ein Sinnes- und ein Hiilfsnerve, die , sich auchnirgends untereinander zu vereinigen scheinen. Beidem Gehörorgan sind dem einen Sinnesnerven zweiHülfsnerven zugetheilt, die unter sich, aber nichtjnit ihm verbunden sind. Das Geschmacksorganhingegen hat zwei Sinnesnerven, die vielleicht nir-gends Zusammengehen, während der Hülfsnerve sichmit dem einen derselben vereinigt. Bei dem Tast-organ sind mehrere Nerven so untereinander ver-bunden, dafs jeder kleine Nervenzweig aus ihnengemeinschaftlich zu bestehen scheint.

Der Hülfsnerve des Gesichts- und Geruchs-Organs ist das fünfte Paar; bei dem Gehörorgantritt es als solches ebenfalls auf, doch aufser ihmder Antlitznerve. In der Zunge hingegen ist derfünfte Nerve der Hauptnerve, doch ist ihm das