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2,1 (1823)
Entstehung
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Empfindungen erregen. Jenes ist das allgemein«Gefühl (Sensatio, aesthesis), dieses hingegenentweder Tasten (Tactus), oder Schmecken(Gustus), oder Riechen (Olfactus), oder Hören(Auditus) oder Sehen (Visus). Wollen wir dasGemeinschaftliche aller Sinne (Sensus) oder Sin-nesorgane (organa sensuum) zusammenfassen, sokommen wir freilich auf die Empfindnng zurück,allein strenger genommen haben sie doch nur dasallgemeine Gefühl gemeinschaftlich, das allen Nervenzukommt, denn die Sinne' selbst sind ( mit Ausnahmedes eng verbundenen Geschmacks und Geruchs)unter einander so verschieden, dafs wir ihre Em-pfindungen nie zusammenstellen können, und dieVergleiche zwischen Farben und Tönen, oder Ge-rüchen u. s. w. führen zu nichts.

Man hat auch das Lebensgefühl, wie esLeidenfrost (Ueber den menschl. Geist, S. 18.u, 293.) nennt, oder das Gern ein gef ühl (coe-naesthesis) Reifs, das auch Lebenssinn, Individua-litätssinn, Selbstgefühl genannt ist, von dem Gefühlüberhaupt getrennt, und es läfst sich dies allerdingsinsoferne vertheidigen, als sich die Empfindung beijenem, auf innere Zustände bezieht, die anscheinlichaus dem Inneren selbst hervorgegangen sind, wäh-rend sich bei diesem alles auf äufsere Reize zubeziehen scheint. Allein es ist doch besser, jeneEintheilung, wenigstens nicht strenge geltend machenzu wollen, weil die Empfindung in beiden Fällendieselbe ist, so verschieden sie scheinen mag.