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2,1 (1823)
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Im kranken Zustande hingegen kann in einemjeden Organ, ohne Rücksicht auf seine Nerven-menge, die Empfindlichkeit vielfach gesteigert oderauch vermindert werden.

I

Anm. 1. Vgrtrefflicli, ja classisch über diesen Gegenstandist die Diss. von Adolph Murray de sensibilitate ossiummorbosa. Ups. 1780. 4. Wieder abgedruckt in Ludwig Script.( NeuroI. min. T. IV. \

Anm. 2. Dafs im Alter mit allen übrigen Tbeilen auchdie Nerven weniger ernährt und viel dünner werden, ist eine'längst bekannte Sache, obgleich Desmoulins (De le'tat duSysteme nerveux sous ses rapports de volume et de masse danale marasme non senile et de l'influence de cet e'tat sur lesfonctions nerveuses. Journ. de Phys. 1820- Suite des recberclies.ib.) sie für neu hält. Dafs bei jungen abgezehrten Leuten dieNerven gewöhnlich nicht geschwunden sind, ist auch bekannt;doch zeigt die Rückenmarksdarre schon oft das Gegentlieil, sodafs die Fäden des Pferdeschweifs zuweilen nur leere Scheidendärbieten, grade wie man es an den Sehnerven bei solchenLeuten findet, die lange den schwarzen Staar gehabt haben.

Ich traue auch seinen Beobachtungen über die Abnahmedes specifisclien Gewichts des Gehirns alter Leute sehr wenig,da dasselbe gewöhnlich eben so grofs und' schwer als bei jün-geren ist f ja zuweilen noch schwerer. Ich verweise hierüberauf die vergleichenden Tafeln in dem Werk der GebrüderWenzel de penitiori cerebri structura.

§. 269 .

Die Empfindlichkeit bezieht sich entweder atifallgemeine, von allen mit Nerven versehenen Thei-len aufzunehmende Reize, oder auf specielle Gegen-stände, die nur mittelst eigener Vorrichtungenin besonderen (Sinnes-) Organen eigenthümliche