und wo er die Thätigkeit des Herzens durch denmit einem Theil des Rückenmarks in Verbindungstehenden sympathischen Nerven erklären wollte,keineswegs die Unabhängigkeit der einzelnen Theiledes Rückenmarks erwiesen. Wir wissen nämlich,dafs jene Thätigkeit bei Thieren nicht sogleich er-lischt, selbst wenn ihr ganzes Rückenmark zerstörtwird.
§. 266 .
Auch die Eintheilungen der Nerven, welcheman bisher aufzustellen versucht hat, lassen sichnicht durchführen.
Hieher gehört zuvörderst die von vielen Seitenin Schutz genommene Annahme der thierischen imGegensatz der organischen (oder reproductiven)Nerven. Zu jenen rechnet man alle dem Gehirnund Rückenmark untergeordneten, und zu den or-ganischen den sympathischen Nerven, oder, w r ieman sich auch wenig bestimmt ausdrückt, dieGangliennerven. Man hat zu diesem Zweck dieGanglien als für sich bestehende Theile (eigneGehirne) hinstellen wollen, und wohl gar behauptet,einzelne Ganglien könnten von einander getrenntseyn und so isolirt wirken. Allein wie bei durch-schnittenem Rückenmark die unterhalb des Schnittsbefindlichen Ganglien ohne Wirknng sind, so findenwir auch im natürlichen Zustand nie eine solcheTrennung. Bei den Vögeln übersah man ehemalswohl den wichtigeren Halstheil des sympathischenNerven, weil er !im Kanal der Wirbelarterie liegt;