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2,1 (1823)
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sehen ein viel gröfseres Verhältnifs zu dem gänzlich/ oben von ihm bedeckten kleinen Gehirn, obgleichdieses sonst durch die grofse Entwickelung seinerSeitenmassen das kleine Gehirn der Thiere beiweitem übertrifft, auch daher viel grüfsere Fort-sätze zum starkgewcilbten Hirnknoten (Pons Varolii)sendet, da er bei allen Thieren hingegen viel klei-ner und platter erscheint.

Anm. 1. Wenn bei den Blödsinnigen der vordere Theildes Gehirns fehlt, so wird ihr Ansehen ganz thierisch, wie dieAbbildungen solcher Köpfe bei Pinel, Blumenbach, Gailu. s. w. beweisen. Das verkrüppelte Gehirn eines solchenBlödsinnigen hat Willis (Cerebri anatome p. 14* Fig. IV.in Opp. omn. Amst. 1682» 40 abgebildet. Mit jenen verdienenauch die §. 41* Anm. 1.2* genannten Abbildungen von Schcdelnverschiedener Nationen, so wie die §. 63* Anm. 2* citirten vonkünstlich verunstalteten Schedein der Karaiben verglichen zuwerden.

Anm. 2. Durch das Zurücktreten des Gehirns verliert dieStirne bei den Thieren die Wölbung, welche sie bei uns zeigt,und der Gesichtswinkel (§. 30» Anm.~l.) wird um so vielkleiner, als jenes Zurücktreten beträgt. Doch mufs man nichtvergessen, dafs der Anblick des Kopfs zuweilen täuschen kann,indem ihm bei den Säugthieren die grofsen Stirnliölen, oderbei den Vögeln die Luftzellen der Schedelknochen u. s. w.eine ganz andere äufsere Gestalt geben können, als die Holebei ihnen zeigt, -welche das Gehirn umfafst, so dafs Cuviermit Recht auf den ProlÜschnitt des Schedels den gröfserenWerth legt.

Nach Peter Camper (Ueber den natürlichen Unterschiedder Gesichtszüge S. 6L) beträgt der Gesichtswinkel idealischerSchönheit 95 « 100 Grad; was darüber Steigt, wird zur Fratze;von 95 bis 90 oder 85 Grad ist der Gesichtswinkel woblgebil-