Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
398
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tencl ist, da fehlt es an Kraft, und auf die kleinsteBewegung folgt Erschöpfung. Ich habe die Cyanoseaus vielen Ursachen gesehen, am stärksten bei ei-nem achtjährigen Knaben, nach dessen Tode dieLungenarterie fast ganz geschlossen gefunden ward;bei jedem Schritt hustete er, ward er, schwarzblauund hinfällig; zuletzt lag er immer. Dieses dunkel-rothe oder venöse Blut belebt die Theile nicht, zudenen es geht: daher schon Cyanose von den Kranz-arterien, wenn sie venöses Blut führen und das Herznicht zu erfrischen vermögen. Alle Blausüchtige,die ich sah, fühlten sich kalt an, und im Wechsel-fieber zeigen sich im Frost analoge Erscheinungen,nämlich blaue Nägel; die Geflechte unter den Nä-geln, in der äufsersten Entfernung, haben nun wohldas am mehrsten venöse Blut, daher auch die ano-male Absonderung, wie wir an den immer misge-stalteten Nägeln der Blausüchtigen sehen, die be-kanntlich auch bei Schwindsüchtigen dick und kol-big werden.

Wie also kohlensaures Gas Thiere und Men-schen asphyctisch macht und tödtet, so sehen wirhier dasselbe mit geringen Modificationen entstehen,wenn organische Fehler oder Krankheiten die Ver-änderung des Bluts verhindern, die durch das Ath-men geschehen soll.

Mag man bei der Analyse des arteriellen undvenösen Bluts nur geringe Unterschiede, oder garkeine finden: wir wissen, wie wenig die Chemiebis jetzt diesem Stoff gewachsen ist: wir sehen die