242
sogenannten Pancreas Asellii) vereinigten Gekrös-driisen zwar den Milchsaft aulnähmen, allein dafs ihnnicht andere efnsaugende Gefäfse wieder aus. ihnenweiter führten, sondern dafs blos Venen daraus her-vorträten und also auch den Milchsaft daselbst em-pfingen. Diefs wäre unstreitig die stärkste Anoma-lie gewesen, die man sich nur hätte denken können,allein die Annahme ward bald vollständig widerlegt.• Rosenthal (in Froriep’s Notizen. B. 2.1822. S. 5.) fand bei einem Seehunde, dafs alleeinsaugenden Gefäfse des dünnen Darms in jeneDrüse gingen, und nachdem sie sich theils an derOberfläche, theils im Parenchym derselben verzweigthatten, sich in einen weiten Ausführungsgang, vondem Durchmesser eines Viertelzolls, vereinigten,welcher aus einer flachen Spalte am hintern Randeder Drüse hervorkommt, und hierauf, ohne sichweiter zu verzweigen, zwischen der Arteria undVena mesenterica, an der hintern Seite der Aortaunmittelbar in den Brustgang übergeht. Rosen-thal setzt hinzu, dafs sich diese Milchgefäfse undder Ausführungsgang leicht anfüllen, und dafs die In-«jectionsmasse nie in die ’Blutmasse übergeht. DiefsAlles kann ich bestätigen, jedoch in beiden Beobach-tungen, die ich hier darüber in frischen Thieren an-zustellen Gelegenheit hatte, und wo sich die einfüh-renden Saugadern der Drüse leicht mit Quecksilberfüllten, ging dasselbe nicht in jenen Gang über, derhöchst merkwürdig und billigerweise seinem Entdek-ker zu Ehren, Ductus Rosenthalianus zu nennen ist;