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Bei dem Menschen ist gewöhnlich nur ein Aus-führungsgang (Ductus pancreaticus s. Wirsungianus)vorhanden, der sich in der Regel vor seinem Ein-tritt in den Zwölffingerdarm mit dem gemeinschaft-lichen Gallengange vereinigt, so daß sie darin durcheine gemeinschaftliche Oeffnung ihre Feuchtigkeitenausfliefsen lassen, doch ohne dafs hier, wie ehmalsAbr. Vatar (resp, Paul Gottlob Berger Diss.qua novum bilis diverticulum circa orificium ductuscholidochi proponit. Viteb. 1720. recus. in Hall.Disp. Anat. III. p. 259 — 273.) annahm, eine sol-che Erweiterung wäre, die einen eigenen Namenverdiente.
Zuweilen kommen auch Fälle vor, wo der Wir-sungische Kanal sich einen bis ein Paar Zoll vondem Gallengang entfernt in den Darm einsenkt;nicht selten finden sich aber auch zwei Gänge desPancreas, besonders, wenn dessen Kopf sehr breitist, so dafs dieser einen zweiten kleineren Gangbildet; der grofsere verläuft dann wie gewöhnlichzum Gallengange, der kleine tritt aber in einigerEntfernung in den Darm. Tiedemann (Meckel'sArchiv IV. S. 403 — 411.) hat eine gute Zusam-menstellung der Abweichungen dieser Gänge beidem Menschen und den Säugthieren geliefert. Au-tenrieth (in Ileil’s Archiv VII. p. 300.) sprichtvon dem feiner- und gröber-körnigen Bau desPancreas in männlichen und weiblichen Körpern,welches mir nie aufgefallen ist.
Bei den Vögeln und Amphibien kommen ge-