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Friedrich des Großen Anschauungen vom Kriege in ihrer Entwickelung von 1745 bis 1756
Entstehung
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382
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Anhang.

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lassen. Das Fernere hing dann ab bon der Tapferkeit der Führer nnd derTruppen und von einzelnen Zwischenfällen, deren sich der Feldherr in der Un-ordnung der Schlacht zur Wendung derselben bediente. Nachdem nämlich diesebeiden Massen an einander gebracht waren, mußten sie nothwendig bald aus denFugen der ursprünglichen Ordnung weichen, und es entstand also eine unabsicht-liche und unvollkommene Gliederung derselben, eine wahre Anomalie gegen dieursprüngliche Idee, aber eine llonns kortnns für den überlegenen der beidenFeldherren, der nun in dem Chaos nach Einzelnem griff, um auf den Erfolgdes Ganzen zu wirken."

Nr. I« zu S. 266.

Die Empfindung von der Unzulänglichkeit der Kricgstheorie nnd desKriegsgebrauchs war zur Zeit des Auftretens Friedrichs allgemein. Manempfand, daß es etwas Höheres nnd Entscheidenderes im Kriege geben müsseals langjährige Dienst- und Kriegserfahrung. Moritz von Sachsen suchte diesesHöhere in der Taktik der alten Welt. Puyssgur äußert sich dazu in der Vor-rede zu seinem Werk, wie folgt:Vst art (die Kriegskunst) . . . sst somws

allg. näonvs an llaasrll st ä. uns pratigns avsnZIs: U ssmllls gns nonsu's.zmn8 snzonrä'llui ä'antrss mo^sns lls nons psrtsstionnsr, gn'uns longusst psrillsnss sxpsrisnss, gn'nns simpls rontins llsnuss lls piinsipss. IIn'/ s. parmi nons anouns sools ou I'on puisss s'instruirs llans I'art mili-tsirs, ansuu mattes gui sn snssiZns Iss rsglss konäamsntalss: il a plus,on sst prss^ns persnnlls c^ns lls parsillss rsssouross sont inntilss, gns laAnsrrs ns s'apprsoä czns äans 1s tumnlts äss oamps st llans Is mouvsmsntllss arinsss, oomms si tons'Iss arts n'avalsnt pas äss rsZIss sürss st unstllsoris koullss sur llss priusipss solillss . . . O'sst ponr llösallnssr Iss mili-tairss ä'nn prsznAv si soutrairs ä Isur avanssmsnt gus 1'antsur s'stoitllstsrmiuv n, kairs part an pnlllis llss sonnoissaness gu'il avoit aognisss . . .tsl sst Is plan äs son onvraAS c^n'il a äiviss sn äsnx partiss. Ua prsmivrssoinlnsnss par äivsrsss ollssrvations sur Iss antsurs tllrsos st Romains guiont ssrit lls I'art äs la Knsrrs, st ess rsmarc^nss tsnllsnt ü. pronvsr gusäs Isur tsms sst art s'svssiZnoit mstlloäignsment st par uns tllsorisllstsrminss ..." Ganz in demselben Sinne äußert sich z. B. Khevenhüller.

Die Zeit war reif für einen Kriegskünstler großen Stils, der durch scharfesErfassen weniger großer Grundgedanken und durch deren rücksichtslose Anwendungeine Wiedergeburt des Krieges herbeiführen mochte, ohne selbst eigene lange Er-fahrung im Kriege zu besitzen. Daß Friedrich die Divinationsgabe besaß, dieauch ohne eigene Erfahrung das Richtige im Kriege ohne Weiteres und gleich-sam spielend trifft, daß ihm die echte nnd eigentliche Feldherrngabe angeboren

war, hatte er schon in seinen ersten Feldzügen ahnen lassen, und daher kam diemächtige Wirkung seiner Persönlichkeit ans die Zeitgenossen.

Nr. 11 zu S. 287.

Die Forderung, Schlachten auf jede Gefahr hin mit Einsatz des letztenMannes bis zur Entscheidung durchzufechten, den Kampf aufeine totalevsstruotion" seiner Feinde anzulegen, findet sich in der gesammten Litteraturvor Friedrich nicht. Die Kriegsschriftsteller gehen um die Frage, wann eineSchlacht abzubrechen sei, gemeiniglich mit allerlei Redensarten herum. So