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Friedrich des Großen Anschauungen vom Kriege in ihrer Entwickelung von 1745 bis 1756
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2. Die Entwickelung des Königs auf taktischem Gebiet.

jener Seite des Lagers verfolget werden, und man luoüiret die gantzcOuvullsiis auf ihn um von seiner ääsorärs und von seiner soukusiou zuproütirsu . . . man muß sich nicht mit Plündern aufhalten, sondern viel-mehr den Feind mit aller nur ersinnlichen Hitze verfolgen, und zwar um somehr, als man nicht leicht eine so schöne Gelegenheit wiederfindeu kann, diefeindliche ^Lriuss gäntzlich zu ruiuirsu. . . . . . "*> Der König sprichtdie Schlacht von Mollwitz durch und legt dar, daß er damalsnicht genugEinsicht" gehabt habe, um rasch über die ahnungslos in den Ortschaftenumherliegenden Oesterreicher herznfallen. . . .Ich bin versichert, daß ihregantze L.rmäs alsdann verlohren gewesen seyn würde. ..." Das ist seinStandpunkt in dieser Sache 1748. 1755, ohne neue persönliche Erfahrungenin der Zwischenzeit, ist sein Glaube an die Möglichkeit von Ueberfällen feindlicherLager nahezu ganz verblaßt, sein Siegesdurst, mit dem er 1748 dem unvor-bereiteten Feinde rücksichtslos auf den Hals gehen will, hat sich stark verflüchtigt.In denUsusäss st rsg'lss" heißt es darüber:II sst, pour uiusi äirs, iiu-possidls eis surprsuärs los uutrioläsus äaus Isur sumps; ils outtrop Ai'uucl uoiudrs cio troupss IckZerss ... Io liusurä ssponänutpourruit kuirs räussir uu pursil ässssiu; wuis il uZ' u gus los kous(.fui somptsut sur 1s üusurä. ..."

Noch geringer denkt der König von den Aussichten eines Ueberfalls aufein feindliches, im Marsche begriffenes Heer, ein Gegenstand, mit dem ersich erst 1755 in denUsusäss st rs^lss" befaßt.Ou äit äuus losuusoupäs livrss äs gmsrrs, <guo 1s momsut kuvoruldls cis prsuärs l'suusmi uuääpoürvu, s'sst äs 1'uttugusr äuus su muroüs; muis s'sst llsuuooupplus äiktioils <gus 1'ou us psuss; su voisi Iss ruisous . . Lagere

mau nahe voneinander, eine halbe Meile etwa, wie es die Regel sei, undfinde sich zwischen beiden Heeren offenes Gelände, so komme es ohne Weitereszur Schlacht, d. h. zur regelrechten Schlacht in der Ordre de Bataille.Befinde sich aber schwieriges Gelände zwischen beiden Heeren, d. h., sei nichtvon-beiden Seiten sofort ein Kampf beabsichtigt, so sei es eben nicht möglich,zum Zwecke des Ueberfalls an den Gegner heranznkommen, sobald er ab-marschire. Man muß hier die ganz eigenthümlichen Verhältnisse des 18. Jahr-hunderts im Auge haben. Die Feldherrn trugen stets Sorge, daß das Lagergeschützt war, aber auch die Wege aus dem Lager, die neuen Marschstraßenfür das Heer, wurden so gewählt, daß sie gegen eine Ueberraschnng währenddes Marsches gesichert blieben. Nur mit größter Behutsamkeit marschirteein Heer aus dem Lager ab; deshalb waren Ueberfälle gerade in diesemAugenblick ganz besonders schwer. Lagerten die Heere aber weiter ausein-ander, zwei bis drei Meilen etwa, und marschirte das feindliche nach rechtsoder links ab, so entfernte es sich vom Gegner, und dieser konnte den Vor-

Siehe S. 273, *).

U. e. R, ckitbeultö ckvs surpi'isvs ckvs cuunps etc.