L. Schlachtentaktik.
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zu seinen Zeitgenossen die Maßregeln, die in solchen Fällen zum Siege führen,meisterhaft hervor. Die Zeitgenossen glaubten, bei einem Angriff auf einenverschanzten Feind müßten die „prooautions inkinios^ sein, und die ge-naueste Erkundung stattfinden, ehe mau dergleichen unternehme. So willz. B. Feuquiores, bevor er eine verschanzte Armee angreift, regelrechte Batterienund Trancheeu bauen, um einen Theil der Verschanzungen niederzulegen, erstdann dürfe der Sturm, die gewaltsame Wegnahme, versucht werden; unterallen Umständen aber seien solche Unternehmungen mißlich und bedürftengroßer eigener Ueberlegenheit an Zahl, genauester Kenntnis; der Oertlichkeitund glücklicher Wahl der Angriffsrichtung.*) Auch Friedrich sagt „ehe Ihraber uttulMrot, so roooAllosoirot selbst des Feindes Doston; die ersteDisposition, nach welcher Ihr Eure uttacfno gewählet haben werdet, wirdden 8N6068 von Eurem Vornehmen lstoilitiron, oder aber schwer machen".Es klingt aber ganz anders, wenn er gleichzeitig lehrt „Wann Ihr oi>U-»'irot seid, einen rstranoüirton Feind zu uttuczuirsu, so thut solches gleich,und laßt ihn nicht die Zeit seine Arbeit zu porlootioniron, denn was denersten Tag gut war, wird ösiters den zweyten Tag schlecht."**) In denweiteren Ausführungen desselben Artikels schwindet die Abneigung gegen denopfervollen Angriff auf Verschanzungen etwas, der König zählt die Schlachtenvon Turin und Malplaquet- als Beweise dafür auf, daß Verschanzungenregelmäßig weggenommen wurden, und lehrt nun in Uebereinstimmung mitder landläufigen Theorie, daß man „rotranodoinonts^ von der schwächstenSeite, und sind sie sehr ausgedehnt, an verschiedenen Stellen angreifen müsse„und bemeistert sich gantz gewiß des rotrunoüomsuts^. Diesen Vorschriftenwurde noch ein Beispiel des schrägen Angriffs auf Verschanzungen angehängt,dessen weiterhin im Zusammenhänge zu gedenken sein wird. Die „Donssosot rsZios" vertiefen und entwickeln den Angriff auf verschanzte und befestigteStellungen sehr, hier wird es beinahe als die Regel hingestellt, daß sich derFeind verschanzt. Deshalb legt der König nun den Hauptnachdruck auf denAngriff gegen des Feindes Schwäche und die richtige Benutzung des Geländes.„On voit äono elaii'omont cpus ko gwunä urt cl'uu Zänörai oonsistoü bion oonnuitro Is torrain, ä prokitor äo tont oo <gu'il z? u cko kavorudlopour lui, g, savoir kuiro sa. eiisposition oonvonudlo pour eüucpus oooa-sion . . Das Neue in diesen Gedanken gegenüber den Ansichten der Zeit-genossen liegt in der Entschiedenheit, womit Friedrich raschen Entschluß undrücksichtslose Durchführung verlangt. Oft kam es vor, daß sich die Heere,nachdem sich das eine verschanzt hatte, wochenlang unthätig gegenüberlagcn.Nach langen Vorbereitungen und Versuchen, das verschanzte Lager anzugreifen,zog dann nicht selten der eine Gegner, ohne irgend etwas Ernstes unter-
st Llömoirvs, III, 123.
**) G. P., Von denen Treffen nnd von llntnitlsii; von der ^ttngns vonliotrrmobsinsnis.