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1 (1821)
Entstehung
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§ 94.

Die Gefäfsfaser (fibra vasorum) giebt sichvorzüglich als Arterienfaser (fibra arterialis) zuerkennen, welche die mittlere Haut der Pulsadernbildet; sie ist weifs, platt, hart und brüchig, unddadurch von der Muskelfaser hinlänglich unterschie-den; sie zeigt aber auch im Leben keine Oscilla-tion, bei der chemischen Untersuchung andere Be-standteile, und gekocht giebt sie einen anderenGeschmack. Vergl. §.150. Anm. 1. §. 172.

Anm. 1. Die Venenfaser (fibra venosa) ist so zart undao sparsam vorhanden, dafs sich wenig oder nichts mit Be-stimmtheit von ihr sagen läfst. Vergl. §. HO-

Anm. 2- Die Enden zerrissener Muskelfasern sind weichund beinahe zerfliefsend; Arterienfasern lassen zerrissen ungleicheharte Ränder sehen. Zu jenen Kennzeichen konnte mannoch hinzusetzen, dafs die Arterien bei den mehrsteu Thierenganz gleich, das Muskelfleisch hingegen unendlich verschie-den ist.

§ 95-

Da es ausser Zweifel scheint, dafs Arterien,selbst in warmblütigen Thieren neu gebildet werden,so springt auch dadurch die Einfachheit der Arte-rienfasern und ihr Unterschied von den Muskelfa-sern hervor, die nie bei warmblütigen Thieren anfremden Stellen erzeugt, auch nie wiedererzeugtwerden,

Anm. Allerdings erzeugen sich nicht <]ie Arterien in demMaafs, wie Parry und Andere glauben, sondern was sie fürneue Gefäfse hallen, sind nur entwickelte, mehr Blut als sonstführende Arterien, welche daher neu scheinen, wie ich in der