sonders wenn es Caralben wären, deren Schedelform ausgezeich-net ist.
Anna. 2. Der Baron v. Sclilotlieim bat in einem ebenerschienenen Werk (Die Petrefactenkunde auf ihrem jetzigenStandpunkte. Gotha 1820- 8- S. XLIII — LXI.) die in I.uhm-kliiften des Gypses bei Köstritz unter Ueberresten von Elefan-ten, Rhinoceros u. s. w. gefundenen Menschenknochen be-schrieben, welche ich auch (im Herbst 1820) in seiner reichenSammlung von Petrefacten gesehen habe: ein Stirnbein , Ober-kieferknochen mit gut erhaltenen Zähnen, Stücke vom Becken,vom Arm- und Schenkelbein. Sie sind nicht versteinert, undvon gewöhnlicher Bildung. Oken machte mich in Jena aufein im dortigen Museum befindliches Skelett eines alten Wen-den aufmeiksam, und zeigte mir am äufseren Gelenkknotren'eine starke seitliche Hervorstehuug, dergleichen er auch an ei-nem von Scliottien in Köstritz ihm mitgetiieilten Stück desSchenkelbeins gefunden habe, sb" dafs er die fossilen Menschen-kuochen von Köstritz für Ueberreste eines alten Wenden hält.Schlotheim stützt sich besonders darauf, dafs so oft schonbei fossilen Thierknochen auch Menschenknochen gefundensind, und hält es daher für sehr wahrscheinlich, dafs auchdiese Ueberresle einer früheren Schöpfung sind.