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Grundprobleme der Philosophie : Methodologie, Ontologie, Anthropologie
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nicht vermeiden. Deshalb sind wir genötigt, in der Philosophievon etwas zu handeln, das niemals Objekt werden kann.

Damit tritt zugleich die Schwierigkeit des Problems, vor demwir stehen, zutage, und es ist notwendig, sie zu sehen, da mansonst meinen könnte, wir kämen mit dem Ich-Subjekt nicht zuetwas, das den bisher schon behandelten ontologischen Seins-arten gegenüber als „neu“ bezeichnet werden dürfte. Das Ich-Subjekt, wird man vielleicht sagen, stecke schon im Begriff derpsychophysischen Realität als einer ihrer Teile. Es sei stets etwasPsychisches, und ihm gegenüber werde dann das Physische zumObjekt. In gewisser Hinsicht trifft diese Behauptung zu. Dassinnlich-reale Ich-Subjekt muß, wenn es als Ganzheit betrachtetwird, stets auch ein psychisches Gebilde sein, denn wo in derSinnenwelt nur Körper sind, können wir von einem Ich-Subjektüberhaupt nicht reden. Aber dabei, daß wir das Subjekt als psy-chisch bezeichnen, dürfen wir nicht stehen bleiben. Wollten wirsagen, das Subjekt sei nichts anderes als ein Bestandteil der psycho-physischen Realität, so würden wir damit einen Gegenstand be-zeichnen, der sich auch objektivieren läßt, und die ontologischeHauptsache käme noch gar nicht zum Ausdruck. Das Subjekt,welches das eigene ebenso wie das fremde Ich objektiviert, bliebevöllig unbeachtet, und gerade diesem Subjekt haben wir jetztunsere Aufmerksamkeit zuzuwenden, um zu erkennen, wie dieErfahrungswelt als Ganzes zu denken ist.

Schon in den erkenntnistheoretischen Erörterungen war vondem Subjekt, das uns jetzt interessiert, die Rede. Der ontologischeGedankenzusammenhang hat uns auf ein Problem geführt, daseng mit dem Begriff, den wir damals erörterten, zusammenhängt.Das nicht-objektivierbare erkenntnistheoretische Subjekt muß auchin seiner ontologischen Selbständigkeit betrachtet werden, und eskann dann mit dem psychischen Ich ebensowenig zusammen-fallen wie mit den anderen Bestandteilen der psychophysischenRealität. Das gesamte Seelenleben, das aus zeitlich ablaufendenVorgängen besteht, läßt sich objektivieren. Aber diese Objekti-vation setzt ein Subjekt voraus, welches ihr entzogen ist, und diesSubjekt allein meinen wir, wenn wir von ihm als einer „Voraus-setzung“ der erkannten Erfahrungswelt sprechen.