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selbstverständlich zunächst nur zu einem neuen Terminus gelangt,der ungewohnt ist, und dessen Bedeutung wir daher noch genauerzu bestimmen haben, bevor wir zur Sache kommen. Er ist im An-schluß an das Wort Metaphysik gebildet und braucht den Begriffder „Physis“ in weitestem Sinne, also nicht nur für die Körper alsTeil der Sinnenwelt, auch nicht nur für die gesamte psychophy-sische Realität, sondern für die gesamte diesseitige Welt der sinn-lichen und der unsinnlichen „Gegenstände“, die sich objektivierenlassen. Wir fragen also: gibt es eine wissenschaftliche Lehre, dieein Sein vor aller erfahrbaren, gegenständlichen Welt zu begrei-fen vermag?
Dabei ist entscheidend, daß wir das Wort „vor“ richtig verstehen.Es ist nicht zeitlich zu nehmen, sondern wir denken dabei an einebegriffliche Voraus-Setzung, d. h. wir sehen in der Erfahrungsweltder Objekte etwas, dessen Begriff noch etwas anderes vor-aus-setzt, als sie selbst ist, und das daher als Vor-Bedingung des Seinsder objektivierten Erfahrungswelt zu gelten hat. Das läßt sichauch so zum Ausdruck bringen, daß wir fragen: stellt nicht diegesamte objektivierte und dadurch zugleich gespaltene Welt derErfahrung schon etwas Vermitteltes dar, das zu seinemBestände eines Unvermittelten bedarf? Dann würde das Problemder Prophysik zugleich das Problem des Unmittelbarensein.
Dadurch sind wir auf einen früher schon vielfach behandeltenBegriff geführt, und es ist nötig, zu verstehen, inwiefern auch dasUnmittelbare zu erkennen sei. In gewisser Hinsicht wird derGedanke daran keinen Widerspruch erregen. Man ist längst ge-wöhnt, zu sagen, daß das Erste, womit die Wissenschaft vomWelt-all beginnt, den Charakter der Unmittelbarkeit tragen müsse. Esgibt auch zweifellos etwas, das unvermittelt in sich ruht, und aufihm — kann man sagen — läßt sich erst alles vermittelnde Er-kennen aufbauen. Besonders der „Intuitionismus“ wird geneigtsein, in der unmittelbaren Anschauung die Grundlage aller wissen-schaftlichen Erkenntnis zu sehen, und insofern kann er den Begriffdes Unmittelbaren nicht entbehren.
Wir wollen hier jedoch gerade eine intuitionistische Richtungnicht einschlagen. Es gilt vielmehr zu zeigen, daß die „unmittel-