VI. Die vorliegende Ausgabe.
Aus welcher der drei bekannten Handschriften unsererChronik der Text zu entnehmen sei, konnte nicht zweifelhaftsein: natürlich aus der Weimarer Handschrift (J), welchevon Ebran selbst durchgesehen wurde, am vollständigsten istund am weitesten reicht. Die von ihm in dieser Handschrifteigenhändig gemachten Zusätze (s. oben S. XXXIII) fanden,soweit dies ohne Störung der Satzkonstruktion geschehenkonnte, Aufnahme in den Text, ausserdem in den Varianten,und die ersteren wurden, wie alle Stellen, die (H W gegenüber)in der Weimarer Handschrift neu sind, am Anfange und amSchlüsse mit Asterisken bezeichnet. Die wenigen Worte, dieder Herausgeber zum besseren Verständnis einer fehlerhaftenStelle einschieben musste, sind in eckige Klammern gestellt.Von den drei Blättern der Stammtafel stammt das erste ausder Weimarer Handschrift, während die beiden anderen, die,wie oben erwähnt, in dieser fehlen, aus der Handschrift H,die sie allein enthält, entlehnt wurden; sie sind alle drei daeingefügt, wo sie in H stehen.
Bezüglich der äusseren Form des Textes ist zubemerken, dass ursprünglich beabsichtigt war, die abgeleitetenStellen in kleinerem Drucke zu geben, wie dies bei der imersten Bande dieser Sammlung erschienenen Ausgabe desAndreas von Regensburg durchgeführt wurde; dochglaubte man schliesslich davon absehen zu sollen, da es sichin vielen Fällen bei der grossen Freiheit, mit der Ebranseine Quellen benützte, als unmöglich erwies, Satz für Satzund Wort für Wort das Entlehnte von dem, was sein Eigentumist, zu unterscheiden.
In den Varianten wurden alle grösseren und kleinerenstofflichen Abweichungen der Handschriften HW aufgenommenund zwar musste dabei H zu Grunde gelegt werden, dainfolge der oben dargelegten Beschaffenheit von W eine genaueWiedergabe, namentlich der längeren Stellen, nicht möglich