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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
Entstehung
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111. Der Inhalt, die Anlage und Formder Chronik.

Es ist bekannt, dass die wittelsbachischen Fürstender Geschichte Bayerns und ihres Hauses von jeher warmesInteresse entgegengebracht und auf die Pflege derselben frucht-bar eingewirkt haben; so wissen wir, dass von den ein-heimischen Geschichtswerken des XV. Jahrhunderts 1 mindestenszwei einer unmittelbaren Anregung bayerischer Herzogeihre Entstehung verdanken, nämlich das Chronikon dedueibus Bavariae des Andreas von St. Mang inßegensburg, zu dem Ludwig der Bärtige vonIngolstadt den Anstoss gab, 2 und die Gesta illustriumdueum Bavariae des Abtes Georg Hauer von Nie der-altaich, die auf einen Wunsch des Herzogs Georg vonL a n d s h u t entstanden/'

Die Beziehungen, in denen unser Ebran zu mehrerenfürstlichen Persönlichkeiten des Landshut er Hofes stand,legen den Gedanken nahe, dass auch er zur Abfassung seinerChronik durch derartige Antriebe veranlasst worden sei, aberes findet sich keine Spur, wodurch eine solche AnnahmeBestätigung fände. Es scheint einzig die Lust und Liebe zurSache gewesen zu sein, die ihm die Feder in die Handdrückte, vielleicht eine in der Familie liegende Neigung zurErforschung der Vergangenheit, wie wir denn auch seinenBruder Heinrich als Autor der ältesten geschichtlichenAufzeichnungen über die Geschichte der den E brauen,

1 S. hiezu den AbschnittRichtungen der Historiographie" beiie2 ' e L'e?di C h gtr tC s SsgTbe £ SdÄ-ten Bande der neuen^»TIlS^eo'rg^Hauer in Niederaltaich, Äxch. Zeitseh,,Jahrg. 1002 S. 215 ff.