B ULB Düsse I dor f +4137 020 01 BUOHU iQERil CARL SCHULTZ! fiÜCSELQQRF QUELLEN und ERÖRTERUNGEN ZUR BAYERISCHEN UND DEUTSCHEN GESCHICHTE. T NEUE FOLGE, ZWEITER BAND. ERSTE ABTEILUNG. DES RITTERS HANS EBRAN VON WILDENBERG CHRONIK VON DEN FÜRSTEN AUS BAYERN. HERAUSGEGEBEN VON FRIEDRICH ROTH. MÜNCHEN. M. RIEGER'SCHE UNIVERSITÄTS-BUCHHANDLUNG. (G. H IMMER.) 1905. Verlag fler M. .Bieger'" 1 *" 1 MijjjMj (&• ffimmer) München. Briefe und Akten zur Geschichte des 30jährigen Krieges. Herausg. von der Histor. Commission bei der k. Akademie der Wissenschaften. I. Band: Die Gründung der Union 1598—1608. Bearbeitet von M. Ritter. gr 8. 47 Bogen. 1870. JI 10.—. II. Band: Die Union und Heinrich IV. 1607-1609. Bearbeitet von M. Ritter. gr. 8. 40 Bogen. 1874. M 12.—. III. Band: Der Jülicher Erbtolgekrieg. Bearbeitet von M. Ritter, gr. 8. 35'/, Bogen. 1877. Ji 10.—. IV. Band: Die Politik Bayerns 1591—1607 I. Hälfte. Bearbeitet von F. Stieve. gr. 8. 37 Bogen. 1878. Ji 10.80. V. Band: Die Politik Bayerns 1591—1607. II. Hälfte. Bearbeitet von F. Stieve. gr. 8. 62 Bogen. 1883. Ji 18.—. VI. Band: Vom Keichstag 1608 bis zur Gründung der Liga. Bearbeitet von F. Stieve. gr. 8. 497 2 Bogen. 1895. Jt 20.—. VII. Band: Von der Abreise Erzherzog Leopolds nach Jülich bis zu den Werbungen Herzog Maximilians von Bayern im März 1610 von F. Stieve. Bearbeitet von Karl Mayr. gr. 8. 27 Dogen. 1905. ca. Ji 11.—. IX. Band: Vom Einfall des Passauer Kricgsvolks bis zum Nürnberger Kurfürstentag. Bearbeitet von A. Chroust. gr 8. 58'/, Bogen. 1903. Ji 24.— Briefe und Akten zur Geschichte des 16. Jahrhunderts. Herausg. von der Histor. Commission bei der k. Akademie der Wissenschaften. I. Band: Beiträge zur Reichsgeschichte 1546 — 1551. Bearbeitet von Aug. von Druffel. gr. 8. 58 Bogen. 1873. Ji 18.—. II. Band: Beiträge zur Reichsgeschichte 1552. Bearbeitet von Aug. von Druffel. gr. 8. 55'/ 4 Bogen. 1880. Ji 16.80. Hl. Band, 1. Abth.: Diejenigen Akten aus der Zeit von 1546—1551, auf welche im I. Bande verwiesen. Bearbeitet von Aug. von Druffel. gr. 8. 22 Bogen. 1875. Ji 6.70. III. Band, 2. Abth.: Die grösseren Aktenstücke aus der Zeit von 1552. Bearbeitet von Aug. von Druffel. gr. 8. 20 Bogen 1882. Jh. 6.— IV. Band: Beiträge zur Reichsgeschichte 1535—1555. Von Aug. von Druffel, ergänzt und bearbeitet von Karl Brandt. gr. 8. 52 Bogen. 1896. Jt 20.— V. Band: Beiträge zur Geschichto Herzog Albrechts V. und des Landsberger Bundes von Walter Goetx. gr. 8. 59 Bogen. 1898. 7/5 24—. r----------- ' LANDESUND STADT- BIBUOTHEK DllSSELDORF % ö^ 11^. QUELLEN und ERÖRTERUNGEN zur BAYERISCHEN UND DEUTSCHEN GESCHICHTE. NEUE FOLGE, ZWEITER BAND. ERSTE ABTEILUNG. AUF VERANLASSUNG UND MIT UNTERSTÜTZUNG SEINER MAJESTÄT DES KÖNIGS VON BAYERN HERAUSGEGEBEN DURCH DIE HISTORISCHE KOMMISSION BEI DER KÖNIGLICHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN. MÜNCHEN. M. RIE GE R'SCHE UNIVERSITÄT^- BUCHHANDLUNG. (G. HIMMER.) 1905. DES RITTERS HANS EBRAN VON WILDENBERG CHRONIK VON DEN FÜRSTEN AUS BAYERN. HERAUSGEGEBEN VON Dr. FRIEDRICH ROTH. AUF VERANLASSUNG UND MIT UNTERSTÜTZUNG SEINER MAJESTÄT DES KÖNIGS VON BAYERN EERAUSGEGEBEN DURCH DIE HISTORISCHE KÜMMISSION BEI DER KÖNIGLICHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN. MÜNCHEN. M. R I E G E R'SCHE UNIVERSITÄTS-BUCHHANDLUNG. (G. H 1 M M E R.) 1905. "Z. Vorwort. In dem ersten Bande der „Quellen und Erörterungen zur bayerischen und deutschen Geschichte", neue Folge, wurden von Dr. Georg Leidinger die gesamten Werke des Andreas von Regensburg veröffentlicht; in dem vorliegenden ersten Teil des zweiten Bandes folgt des Ritters Hans Ebran von Wildenberg „Chronik von den Fürsten aus Bayern", die zum guten Teile auf des Andreas „Chronik von den Fürsten zu Bayern" zurückgeht, und der zweite Teil dieses Bandes wird die von "Dr. Reinhold Spiller besorgte Ausgabe von Fürtrers „HistOri, Gesta und Getat" der bayerischen Fürsten, die in vielen Stellen auf Ebran s Werk beruhen, enthalten. Indem der Unterzeichnete seine Arbeit aus der Hand gibt, erübrigt es ihm noch, die Pflicht der Danksagung zu erfüllen : zunächst gegen den dermaligen Präsidenten der k. b. Akademie der Wissenschaften, Herrn Geheimrat Di-. Karl Theodor von Hei gel, der sie ihm übertrug, dann gegen alle B'örderer derselben, insbesondere gegen Herrn Dr. Georg Leidinger, Sekretär an der k. Hof- und Staatsbibliothek in München, der ihm auf das bereitwilligste mit. Rat und Tat behilflich war. München, im März 1905 Dr. Fr. Roth. Inhaltsverzeichnis. Vorwort,. Inhaltsverzeichnis. Einleitung: Seite I. Biographisches............. 1 II. Die Handschriften.......... XXIV III. Der Inhalt, die Anlage und die Form der Chronik XXXX1II IV. Die Quellen.............. LVIU V. Die ersten Benutzer der Ebranscheu Chronik und die Würdigung des Werkes..... LXXIX VI. Die vorliegende Ausgabe......... LXXXV1 Die Vorrede zur Chronik............. ' Die Chronik................. "' Die Fortsetzung der Chronik in der Weimarer 1 landschritt l. r >1 Stammtafel der bayerischen Herrschergeschlechter, Bl. I . 40 Stammtafel der bayerischen Herrschergeschlechter, Bl. II nach Seite ............... : '' Stammtafel der bayerischen Herrschergeschlechter, Bl. 111 nach Seite................ 10ü Glossar................... "'- Personen- und Ortsregister....... ... L85 Berichtigungen ................ 21 )0 I. Biographisches. Hans Ebran 1 von Wildenberg', dessen Chronik in diesem Bande zur Veröffentlichung kommt, wurde Ende der zwanziger Jahre des XV. Jahrhunderts geboren, 3 sodass er ein Knabe von etwa zehn Jahren war, als Andreas von Regensburg das Zeitliche segnete. 3 Er stammt aus einer niederbayerischen Adelsfamilie, die zwar nicht zu den reichsten und führenden, aber zu den alten tournier- und stiftsfähigen 1 Der Name Ebran (Ebram, Ebron, Abron, Evran, Ebro; bei Aventin: Eb u rones- Ebrane) war ursprünglich Nomen proprium und wurde später zum Familiennamen. Die Wiege des Geschlechtes soll Ebrans- hausen (Eberzhausen) bei Mainburg gewesen sein. Hund, Bayerisches Stammenbuch, Band II (1598) S. G3; Einzinger von Einzing, Bayerischer Low, Band II (17(12) S. 20<). — Die ältesten biographischen Daten über Hans Ebran bietet, abgesehen von dem ganz Wenigen, was aus seiner Chronik über ihn zu entnehmen ist, Hund, der aber gerade über die Familie der Ebrane weniger unterrichtet ist als über die vieler anderer bayerischer Geschlechter; er erzählt (1, c. S. 68), es habe ihm „Christoph Ebran ein Stammen oder Paum seines Geschlechts bei 200 Jarn vngefärlich angezeigt, der aber in keiner rechten Ordnung, auch zum theil gar vngerecht" gewesen sei. Auf den von Hund S. 6G über Hans Ebran gemachten Angaben beruht dann grösstentails das, was Oefele in der Präfatio zu der im ersten Bande der Herum Boi- carum Scriptores (1763) abgedruckten Chronik desselben (S. 301— .'104) von ihm zu berichten weiss, und auch Dalhammer hat in seiner Canonia Kohrensis (Katisbonae 1784), wo sich im Anhang als Tafel VI ein Arbor Gentilitia Ebranorum etc. rindet, nicht viel Neues hinzugefügt. Erst dem Beneliziaten Heinrich und dem Pfarrer Er inner gelang es, durch ihre Forschungen, die jedoch nicht zum Drucke kamen, den Kreis des Bekannten zu erweitern, und Keller hat das bei ihnen Vorgefundene mit anderen Materialien, die er selbst sammelte, zu einer inhaltsreichen. Biographie Hans Ebrans in den Verhandlungen des historischen Vereins für Niederbayern (31. Band, Landshut 1895, S. Sil ff.) verwendet. Die dort niedergelegten Ergebnisse dienten dann als Grundlage für Kiezler in seinem über Hans Ebran handelnden Artikel in der allgemeinen deutschen Biographie. Das Mannscript Krinners lag auch dem Schreiber dieser Zeilen vor, und er gestattet Sich, dem Freiherrn von Kes 1 ing, dem Besitzer desselben, der es ihm freundlichst zur Einsichtnahme übersandte, auch an dieser Stelle hiefür seinen Dank zu sagen. 2 Seine Geburtszeit kann nur annährend bestimmt werden; Oe tele, !• c. 8. 301, setzte sie in das Jahr 1437, Keller, dem wir hierin folgen, in eines der nächsten Jahre nach 1420. , , . ü Andreas von Regensburg starb Ende 1438 oder bald daraut. — II — Geschlechtern des Landes 1 zählte und den bayerischen Herzogen schon manch treuen Diener gestellt hatte. Sie war in die Hauptlinien Lau terbach und Wiltlenberg gespalten, welch letzterer unser Chronist angehörte. Sein Vater war Ulrich, jener Ulrich Ebran, der nach der Erzählung Aventins bei der Aufdeckung der gegen Herzog Heinrich von Landshut im Jahre 1410 gerichteten Verschwörung der Landsh uter Bürgerschaft eine Rolle spielte.'-' Dieser vermählte sich in erster Ehe mit einer von Degenberg, in zweiter Ehe, im Jahre 142G, mit Elisabet, der Tochter des Hans von Gumppenberg, der sich am Hofe Ludwigs des Bärtigen grossen Ansehens erfreute, das wichtige Marschallamt des Herzogtums erblich an seine Familie brachte und seinem Landesherrn im Krieg und Frieden die wichtigsten Dienste leistete/' Nachdem bereits im Jahre 1411 die Hofmark Pattendorf an die Ebran e gekommen war, 4 legte dieser Ulrich den Grund zu einer neuen wichtigen Erwerbung, indem er im Jahre 1447 von seinem Schwager Konrad von Gumppenberg, der ein schlechter Haushalter war, die Hälfte des Schlosses Scherneck käuflich an sich brachte/' Doch konnte er seines neuen Besitzes nicht recht froh werden, da er durch diesen infolge der Händelsucht Konrad von Gumppenbergs in unaufhörliche Streitigkeiten wegen der für das Schloss aufzubringenden Baukosten, der „Verwahrung" desselben und ähnlicher ' S. Einzinger, 1. c. S. 200. — Johann Holland von Eggen- felden, „Persevant und Ehrenhold" Ludwigs den Gehärteten, erwähnt in seinem zu Ehren des bayerischen Tournieradels verfassten „Spruch" (bei Hund, Stammenbuch I, Einleitung, zuletzt - etwas abweichend — gedruckt in der Verli. des h. Ver. für Niederbayern, Bd. VII, 1860, S. 125) der Ebrane mit den Worten: „Es kamen zu derselben Frist, Do man Tournierens pflegen ist, Geritten die frommen Ebran Von Wildenberg." Bezüglich der „Stiftsfähigkeit" der Ebrane s. Dalhainmer, 1. c. S. 129. - Aventin (Riezlers Ausgabe) III S. 487. — Hans Ebran schweigt in seiner Chronik ganz von diesen Landshuter Vorgängen, vielleicht, wie Kiezler (Geschichte Bayerns) III S. 205 Anm. 3 bemerkt, wegen des unerfreulichen Zusammenhangen seinei Familiengeschichte mit denselben. : ' S. zu diesen zwei Ehen Ulrichs Hund S. 60; die Geschichte der Familie von Gumppenberg (München 1881) S. 102. Ueber die Persönlichkeit des Hans von Gumppenberg ebenda S. 88 ff. 4 Siehe die Abhandlung über die Grafen von Abensberg in den Verhandlungen des Hist. Vereins für Nieder!)., Bd. XIV S. 120. — Der Kaufbrief datiert vom 26. Mai 1411. 'Hund S. 66; die Gum ppenbergsche Fami liengesc h. S. 106; der „Gerichtsbrief" trägt das Datum des 4. Dez. 1447; die Kauf- summe betrug 1432 Gulden; die Wiedereinlösung war vorbehalten. — in — Dinge geriet. Als der dadurch hervorgerufene Zustand unerträglich geworden war, wurden „Theidigungsverhandlungen" zwischen den Parteien eingeleitet, deren Ergebnis Ulrich nicht mehr erlebte. 1 Er starb am Lorenztage (10. Aug.) des Jahres 1455 und wurde in dem Ebr an sehen Erbbegräbnisse zu Rohr bestattet;-' ein ewiges Licht in der Kirche zu Ebrans hausen bewahrte bis in die Gegenwart herein das Andenken an ihn und seine zweite Gattin. 3 Unter den sechs Söhnen, die aus der zweiten Ehe Ulrichs entsprossen, war Hans der älteste. Sein Heranwachsen zum Jüngling und Mann fällt in die verhältnismässig ruhige Periode der bayerischen- und Reichsgeschichte zwischen ^Hussitenkriegen und den grossen Kriegen der Jahre 1458 bis 14(52. über seinen Bildungsgang wissen wir nichts, doch ist nach allem anzunehmen, dass sich seine Schulkenntnisse — von wissenschaftlichen wollen wir nicht reden — über das bescheidene Mass, mit dem sich damals die meisten seiner Standesgenossen zu begnügen pflegten, nicht hinausgingen. Gas Schwergewicht der Erziehung von seinesgleichen ruhte in der Anleitung zum Tummeln des Bosses, zur Führung der Waffen, zum fröhlichen Weidwerk und zu höfischer Sitte, und es ist anzunehmen, dass er, wie viele andere jungen Leute von „altem, edlem Stammen", diese Schule an einem Fürstenoder Herrenhofe durchmachte; vielleicht zu Landshut, Er vermählte sich, wann ist nicht bekannt, mit Barbara, einer Tochter Wilhelm von Paulsdorfs zu der Küren, 4 mit der er in glücklicher Ehe lebte." ' Gumppenbergsohe Fa milienge seh. S. 108. ,.,'"' £ ein Epitaph in Mon. Boic., Bd. XVI, Tab. V nach S. 98 und bei Dalhammer, Tab. IV nach S. L34. -- Am Montag nach St. Urbanstag 1 155 (26. Mai) stiftete er eine ewige Messe, die in der Georgskapelle des Schlosses Wildenberg gelesen werden sollte. Mitgesiegelt haben von seinen Söhnen Hans und Heinrich. Die in dem Stiftungsbrief genamite „Hausfrau" Ulrichs, „die Gewolf in", ist seine erste Gattin, die Degenbergin (Gebwolf und Degenberg sind „eins Geschlechts"). Gedruckt ist die Urkunde bei Dalhammer S. 130 f. —■ Eine archivalische Notiz über diese Messe dd. 8. Sept. 1873 von Dr. K-ar] Roth lindet sich in den Krinnerschen Papieren. " Gumppenbergsche Farn i lien gesch. S. 102. — Äusserten! war von Ulrichs Söhnen Hans, Heinrich, Sebastian und •lobst im Karmeliterkloster zu A bensbe rgfiirihn ein ewiger .lahrtag (mit vigu und Seelamt) im Jahre 1458 gestiftet worden. Dalhammer S. 129. Hund S. I>(>; Priinbs, Gesch. und Genealogie der Pauls- u orl er in den Verhandlungen des bist. Vereins von Oberpfalz und Kegensburg, Bd 40 (188G) S. 61. 6 Keller S. 96. I* — IV — Bei der Erbteil ung erhielt er zusammen mit seinem Bruder Peter das mit einer Hofmark verbundene Schloss Wildenberg, 1 das von den Bisehöfen von Regensburg zu Lehen ging, während seinem Bruder Heinrich ausser anderem die vom Vater erkaufte Hälfte von Scherneck zufiel. 2 Nachdem der Zwist mit den Gumpp enb ergern endlich im Jahre 1457 durch einen Vertrag beseitigt worden, 11 erwarb Hans in Gemeinschaft mit Heinrich im Jahre 1468 auch die andere Hälfte von Sehern eck,' 1 verkaufte aber seinen Anteil daran bereits nach zwei Jahren an diesen. 5 Im Jahre 1486 wurde nach Peters Tode die Hälfte von Wildcuberg, die diesem gehört hatte, zwischen Hans und Heinrich zu gleichen Teilen geteilt, sodass Hans nun drei Viertel davon besass. 11 Wir finden ihn auch im Besitz von Pattendorf, das er wahrscheinlich von seinen Brüdern Job st und Sebastian erbte oder erkaufte. Von diesen beiden wurde der erstere bei einem zu Mühldorf im Jahre 14<>0 abgehaltenen Tournier „ungefärlich errannt", der andere, „wie die Fürsten auf dem Lechfeld gelegen, erschossen"; 7 der fünfte Bruder, Christoph, wandte sich dem geistlichen Stande zu und wurde Domherr in Salzburg/ Die einzige Tochter Ulrichs, Margareta, war in erster Ehe mit Christoph 1 Das Schloss Wildenberg, das im Jahre 1272 erbaut worden sein soll, liegt auf dem ziemlich hohen, mittels Durchstichs zu einem Kegel gebildeten Vorsprung eines Bergrückens und war durch Gräben und Wälle, sowie durch hohe, nieist zweifache Ringmauern so wohl „verwahrt", dass es als eines der festesten Schlösser der Gegend galt. Es gehört zur Pfarrei I'irkwang und in das Bezirksamt Uottenburg an der Laber. 2 Keller S. 92. 3 Dieser Vertrag, ein „Burgfrieden", kam zugleich mit einem andern zustande, dem gemäss das dem Konrad von Gumppenberg zugesicherte Wiedereinlösungsrecht (S. oben S. II Aura. 5) erneuertund näher normiert wurde. Heide Urkunden datieren vom 13. Mai 1157 und sind gesiegelt von Heinrich Ebran, dem seine Brüder Hans und Sebastian „mitsiegeln halfen". Hund S. 67; die Gumppenberg sehe Eamiliengeseh. S. 108. Spätere bezüglich dieses Burgfriedens entstandene Uneinigkeiten zwischen den G u m ppenbergern und Heinrich Kbran wurden durch einen „Spruchbrief" im Jahre 1466 geschlichtet. G. Farn.-Gesch. S. 111 mit Anm. 2. 4 Kaufbrief vom IS. Nov. 1468 (G. Kam.-Gesch. S. 111). — Bezüglich der Erwerbung verschiedener mit Sc her neck verbundener ,,Pertinentien" durch Heinrich s. ebenda S. 101), 110, 111; Hund S. CT; Geiss im Oberb. Archiv Bd. TX >S. 899. ' Hund S. 67. " Vertrag vom Mittwoch nach Antoni (18. Jan.) MHii. Die Teilung wurde vorgenommen durch den Dompropst Christoph Ebran. Hund S. 06; Keller S. 92. T Hund S. CT. s Kbcnda S. 66. — V — Z eng er, in zweiter mit Christoph von Braitenstein vermählt. 1 An den Kriegen des Herzogs Ludwig von Bayern- Landshut, in dessen Landesteile die Ebran sehen Besitzungen lagen, 2 nahm Hans thätigen Anteil, und er diente dem Herzog, der in der äuseron Erscheinung und seiner ritterlichen Gesinnung die von seinem Zeitalter am meisten geschätzten Eigenschaften in seltenem Masse vereinigte, mit Eifer und aufrichtiger Anhänglichkeit. „Siebenmal", sagt Ebran in seiner Chronik, „ist der Fürst aufgewesen mit Wagenburgen und oft mit ganzer Macht , . . „und ich bin allzeit dabei und mitgewesen".' 5 i» der Schlacht bei Giengen war er einer der fünf adeligen Hauptleute der bayerischen Reiter.' Er wird auch genannt unter der Zahl derer, die vor der Schlacht von Thomas von i'roysmg, dem Pfleger zu Kranzborg, nebst dem Herzoge selbst den Ritterschlag empfingen;"' man hiess sie scherzhaft die Wagenritter, wohl weil sie sofort auf die feindliche Wagenburg ansprongten. Damit hatte Ebran das höchste und begehrenswerteste Ziel, nach dem ein adeliger Kriegsmann streben konnte, in noch jungen Jahren erreicht. Dieses erhebende Gefühl wurde etwas getrübt durch die Verheerungen, von denen auch die Wi 1 de n borg isch en Besitzungen während des Krieges heimgesucht wurden; doch konnte er immerhin noch froh sein, dass wenigstens das bei einem Streifzugo der Augsburger, die auf gegnerischer Seite standen, aufs äussersto gefährdete Scherneck, welches schon in einem früheren Kriege einmal von ihnen verbrannt worden war," sich zu erwehren vermochte, während die Besitzungen Anderer wie das in der Nähe stehende Schloss Affing und die benachbarten Dörfer Rohling, Müh! hausen und Ainling zerstört wurden. 7 1 Dalhammer S. 130; Hund S. 66, 39-1. 2 Hans Ebran ist in der LandtafeJ aus den Jahren 1486—1492, die bei Kremier, Bayerische Landtagshandlungen(1429—1513) Bd. XII gedruckt ist, (auf S. 125) aufgeführt. '■' BL 105'' . ... 1 Fugger-Birken, Spiegel der Ehren des etc. Hauses Oestorre ich (Nürnberg 1668) S. 682. — Würdinger, Kricgs-Gescb. Bayerns, TI S. 53. •' Avo.ntiii (Riezlers Ausgabe), Bd. V S. 598; Eiezler. Gesch. Baierns, III S. 41!). 8 S. die Mülichsche Chron. in St.-Chron. Bd. XXII H. 30; die Gumppenbergische Familiengeschichte S. 89. 7 Mülichsche Chron. J. c. 8. 180; Gum jipcnbergschc l'aniilicn-Gcscb. S. 108. — VI - Mit dem Ende dieses Krieges war die kriegerische Laufbahn Ebrans abgeschlossen. Und er wird dies nicht bedauert haben, denn zeigte er sich auch als tüchtiger Kriegsinann, so war er doch weit davon entfernt, am Kriege und den damit verbundenen Greueln Gefallen zu linden wie etwa der Markgraf Albrecht von Brandenburg, den er übrigens wegen seiner hervorragenden Eigenschaften hoch bewunderte. Fast mitleidig sagt er, indem er später einen Rückblick auf dessen Leben wirft: „Was ward dem Fürsten zu Lohn um seine schwere Mühe und Arbeit V Nicht mehr, dann dass sein Leib hertiglich zerschossen, gestochen und zerschlagen war worden". 1 Nach dieser Seite hin also stand Ebrans Ehrgeiz nicht. Vom Jahre 1464 an bekleidete er, vom Rate der Stadt Landshut praesentirt, 2 daselbst das Amt eines Oberrichrcrs, welches bekanntlich keine Rechtsgelehrsamkeit, sondern nur die Kenntnis des heimischen Rechtes erforderte, die allgemein verbreitet war; und auch als Beisitzer dos Hofgerichtes wird er genannt/ 1 Unter ihm und in seinem Namen amtierte „an der Schranne" ein Unterrichter, als welcher im Jahre 1467 Steffan Awor von Grämlkaym in Urkunden erscheint. Einige derselben stehen im Zusammenhange mit den weithin Aufsehen erregenden Prozessen, welche damals Herzog Ludwig zu Ingolstadt und Landshut gegen „Verräter" führen liess, die der Rat der Stadt Augsburg und einige besonders bezeichnete Mitglieder desselben gegen das Leben des Herzogs und dessen Land und Leute „angestiftet" haben sollten. Wer die über diese Händel erwachsenen Akten kennt, wird sich des Eindruckes nicht erwehren können, dass hier unter dem Einfluss des leidenschaftlich drängenden Herzogs mehrere auf recht schwachen Grundlagen stehende Todesurteile, die unser Ebran unterzeichnen nuisste, gefällt wurden. 1 1 Ebranschc Chron. Bl. L07 a . * S. die Landshuter Ratechronik in St.-Ohmn. XV. S. 311: „Item Hanns Putzner obgenannt ist gestorben in dein Padt der Gastein supra Michaeli; darnach wa rd t, Hanns Ebran von Wildnbcrg zum Oberrichter gesetzt". — lieber das Oberrichter-Amt überhaupt s. Rosenthal, Gesch. des Gerielits- wesens und der Verwaltungsorganisation Baieros, Bd. 1 (Würzb. 1889) S. 153 ff.; über das in Landshut insbesondere Heigcl Einleitung zur Landshuter „Ratschronik", I. c. S. 255 ff. : < Rosenthal, 1. c. S. 141 Anni. 1 (ad. a. 1468). 1 S. zu der feindseligen Haltung, die der Herzog Ludwig von Bayern-Landshut der Stadt Augsburg gegenüber seit dem Jahre 1463 einnahm, Riezlcr, Gesch. Baierus III S. 440 ff.; Gemeiner Stadt Itegensburgische.IalirbücherBd.III (Regensburg 1821) S. 405 ff, 118 ff, 430 ff. — Hie betreffenden Abschnitte der Chroniken von Hektor Mülich und Zink sind reich an Notizen und Erzählungen, die darauf Bezug nehmen. - VII — Am Stephanstage des Jahres 1463 war Ebran zum herzoglichen Rate ernannt worden, 1 und wir kennen ein paar Fälle, in denen er als solcher mit einer wichtigeren Kommission betraut war. Das eine Mal handelte es sich um die unter bayerischer Kastenvogtei stehenden Regensburger Klöster Obermünster, Niedermünster und Sankt Paul, deren adelige Insassinnen sich der klösterlichen Zucht entzogen hatten und auf Betreiben des Herzogs Ludwig und seines Vetters Albrecht IV. reformiert werden sollten. Bei den deshalb mit der Stadt und dem Bischof gepflogenen Unterhandlungen wurde auch Ebran vorwendet, der sich im Jahre 1470 mehrmals nach Regens bürg verfügen musste. 2 Der zweite Fall spielt ebenfalls in Regensburg und betrifft den jüdischen Vorsänger Kaiman, der sich den Anschein gab, zum Christentum übertreten zu wollen, dann aber auf Andrängen seiner Freunde und Verwandten bei seinem (Hauben beharrte. „Und wenn er ein Christ werden miisste", soll er nun gesagt haben, „so würde er es nicht länger sein, als bis er wieder auf freien Fuss gestellt würde." Man legte dieses Verhalten als einen Versuch aus, die Grundsätze und Gebräuche der christlichen Religion auszuforschen, und erblickte darin eine Lästerung des Christentums, die nicht ungestraft bleiben dürfte. So wurde die Sache an das in solchen Dingen zuständige Propstoigericht verwiesen, und vor diesem erschien nun Ebran im Namen seines Herzogs, dem die R ege ns b urger Juden von dos Reichs Pfandschaft wegen angehörten, um die Anklage gegen den Unglücklichen zu erheben. 1 Neuburger Copialbuch Nro. 82, Bl. 16 a (Keichaarchiv München): „Anno 1463 an sand Stephans tag ist her Pauls Hawn- perger meines gnedigen horrn rate worden und den geschworen in forma eonsuota, praesentibus magistro Martino Mayr und Christophoro Dorner, cancellario. Hanns Ebran hat auch den rat gesworn." '-' Dio Schriftstücke, aus denen wir die von Ebran in dieser Sache im Auftrage des Herzogs Ludwig und seines Kanzlers Dorncr entfaltete Tätigkeit entnehmen, haben sich im Nenburgor Kopial- buch Nro. 27 (Kcichsarchiv München) erhalten. Es sind dies Instruktionen vom 31. März 1470 (an Ebran und an Kaspar Westendorf er, den Pfarrer von St. Jobst in Landshut, gerichtet), vom 23. April 1470, vom 2. Mai 1470 (nebst Memorial), drei Schreiben an Ebran vom 4. Mai, vom 8. Mai und vom 11. Mai 1470, ein Schreiben Ebrans und des Straubinger Vizedoms an den Herzog vom 7. Mai 1170. — Die Instruktionen vom 23. April und vom 4. Mai sind aufgeführt bei Geiss, „zur Regierung Herzog Ludwigs von Bayern- Landshut" im Oberb. Archiv, Bd. TX (1848) S. 111 - S. zur Sache Gemeiner, 1. c. III S. 443 ff.; Janner, Geschichte der Bisch, von Iiegensburg, Bd. III (1880) S. 540 ff.; Biezler, Gesch. Bayerns, III S. 838. — VIII — „Was ist nun einem solchen Lästerer Recht?" fragte er durch seinen „Fürsprech", nachdem der Angeklagte und die Zeugen verhört waren, „und was Todes hat er verdient?" Die Antwort des Richters war die Verurteilung Kaimans zum Tode durch Ertränken.' Ein entsetzlich hartes Verfahren, bei dem Ebran natürlich nur den Willen des Herzogs vollzog; aber es ist wohl ohne Zweifel, dass er ganz damit einverstanden war, sonst hätte er sicher Wege gesucht und gefunden, einen solchen Auftrag von sich abzuwenden. Im Jahre 1472 wird Ebran zum letzten Male in der Reihe der Lan dshutor Oberrichter aufgeführt;- er zog damals, wie es scheint, von Landshut, wo er seit 1467 ein eigenes Haus hesass, :i weg und taucht in den nächsten Jahren in anderer Stellung in 13 u r g h a u s c n auf. Der Name dieser Stadt weckt die Erinnerung au manches dunkle Blatt in der Geschichte der Landshuter Herzoge. Hier hauchte der Ingolstädter Ludwig sein an wechselvollen Geschicken so reiches Leben als Gefangener aus; hier verbrachte der Landshuter Ludwig am Hofe seiner in einer Art Verbannung lebenden Mutter 4 eine freudlose Jugend, hieher hatte im Jahre 1463, also nach der Heimkehr aus dem grossen Kriege, eben dieser Ludwig, um ungestört seinen Neigungen fröhnen zu können, seine Gemahlin — Frau Ameloy — verwiesen,' 1 deren Hofhält nun unser Ebran als Nachfolger 1 Gemeiner, 1. c. 155. '-' Landshuter Ratschronik, I. c. unter 1472 S. 318: Hans Ebran von W. Oberrichter; 8. 319, unter 1473, Georij: Walthasar Notthafft zum Podnstain Oberriohter. 3 Heigel, Landshuter Ratschronik, 1. c. S. 311 Anm. *. — Von einem Verkauf, den Ebran während seines Aufenthaltes in Lands- Ii u t abschloss, berichtet ein Regest zur Gesch. der Paulsdorfcr von Primbs, 1. c. S. 165, wonach H. Ebran und seine Frau am 19. Juni 1 169 einen Hof zu Kirchberg und Anderes an Jan II olup veräusserten. 4 Dass sie mit ihrem Aufenthalt in Burghausen sehr unzufrieden war, zeigt eine Notiz des Verfassers der vierten bayerischen Fortsetzung der sächsischen Weltchronik in den Mon. Germ., Deutsche Chron. Bd. II S. 377: „(Die Herzogin) wegert (begehrt) an dem todbet', man solt si begraben zu herzog Ludwig, der irs gemacheis, herzog Hainrichs, gefangen was und auch in seiner vanknüss starb, also sprach si an irem end und an dem todped, si war auch ain gefangene irs gemacheis, wann sie in eh ain sloss irs gemach eis nie ehom, wann in daz sloss zu Purkausen. aus dem do chom si nie piz an ir end des todes." 5 Veit Arnpeck sagt in seiner lateinischen Chronik (I'cz, Thesaurus Anecdotorum novissimus, Bd. III (Augsburg 1721) S. 1<>(>: „Lucio vicu s primum vehementer am av it suam u xorem coha- bitantem sibi in Landshuta, deinde locavit eam in Burck- hausen, ubi cum eafilius ej us Georgi us educatus est." — Sie — IX — des berühmten Ritters Hans von T r e n b e c k ' und AV i 1 h o 1 m Truchtlingers 2 leiten sollte."' Dass gerade er zu dieser Stellung ausorsehen wurde, ist ein Zeichen, wie hoch Herzog Ludwig seine Verlässigkeit, Geschäftstüchtigkeit und seinen höfischen Takt zu schätzen wusste. Und vielleicht hatte der Herzog noch einen Hintergedanken, nämlich den, sich durch Bbrans Vorsetzung nach Burghausen einen unbequemen Zeugen seines Treibens vom Halse zu schaffen,' 1 denn dieser war bekannt als ein sittenstrenger, ernster Mann, der von den Pflichten eines Landesherren eine hoho Auffassung hatte. „(), ihr Fürston", ruft Bbran in der Vorrede zu seiner Chronik aus, „o, ihr Fürsten, geistlich und weltlich, wendet die grossen Sünden, dass nicht der Zorn Gottes auf die Christenheit falle. Ihr müsst wahrlich dafür Antwort geben vor dem letzten Gericht, so Himmel und Erden vor dem ernstlichen Richter erzittern"! Ein Mann von so strengen Anschauungen, mochte der Herzog meinen, passe besser in das ernstere Burghausen als in die fröhliche Dreihelmestadt. im übrigen war Burghausen damals kein stiller und entlegener Ort wie jetzt, sondern der Mittelpunkt eines aushalle noch unmittelbar vorher, während des Krieges, riihronde Beweise ihrer Teilnahme für die Geschicke ihres Gemahles an den Tag gelegt: „Sua (Ludovici) uxor dovotissima Omelia hac lenipestato plures jioregrina ti oncs nu d i s pedibus ardentcr u na cum aliis Deo devotis perfecil" (sc um für ihren Gatten den Sieg zu erflehen). Arnpeck ebenda. 1 Jlans von Trenbeck, der Erzieher Herzog Ludwigs. S. über ihn die Aufzeichnungen seines Dieners Wenzel Gruebcr hei Freyberg, Sammlung bist. Schriften und TIrk. Bd. lli (Stuttg. und Tab. 18:«)) S. 72;i ff. Vgl. Huber, (fesch, der Stadt Burghausen (Burg- liausen 1861) S. 88 ff. Wilhelm Trucli tlingo r als Hofmeister der Gemahlin Lud w i gs aufgeführt in einem Spruchbrief des Jahres 1469, durch welchen ein um das Schloss Wasen zwischen den Ebranen und dem genannten Tr uch tun gor geführter Prozess zu gunsten des Letzteren entschieden wird. E braus eher Familienakt im Reichsarchiv zu München. Vgl. Koller 8. 04. 8 Wir wissen nicht, welche Stellung Ebran unmittelbar nach seinem Ausscheiden aus seinem L a ndsh u te r Oberrichteramt einnahm. Doch wird er bereits im Jahre 1474 als Hof meistor bezeichnet (in einer im Geh. b. Hausarchiv aufbewahrten Beschreibung der Hochzeit des- Pfalzgrafen Philipp), 1175 ausdrücklich als der Hofmeister der Herzogin Amalia genannt (Wes ten rieder, Beitrage zur vaterländischen Historie etc. Bd. II S. 148); ebenso erscheint er im Ncub. Kopialbuch uro. 90, Bl. 260 (Reichsarehiv München) unter dem Jahre 1178, also vor Herzog Ludwigs Tod, als Hofmeistor in Burghausen. Wir glauben daher annehmen zu dürfen, dass P^bran bald, vielleicht sofort nach seinem Weggänge von Landshut nach Burghausen kam, und zwar als Hofmeister der Herzogin Amalia. 1 Vgl. Riozler, Gesch. Baicrns, fll S. 910, wo aber auf Herzog Georg Bezug genommen ist. — X - gedehnten Verwaltungsbezirkes und lohnender Handelsbeziehungen, die zweite Residenz der Landshuter Herzoge, welche nach Landshut, München und Ingolstadt die bedeutendste Stelle unter den bayerischen Städten einnahm. 1 In aller Mund aber war der einen Teil des hochragenden Schlosses bildende Turm mit den Schatzgewölben, in denen die Landshuter Herzoge ihre mit Geld gefüllten Pässer aufgespeichert hatten, von denen sie den Namen „die Reichen" führten. Für einen Geschichtsforscher war die alte Herzogsstadt kein ungünstiger Boden, und es war dort Manches zu finden, das einem solchen zustatten kommen konnte. Unter anderem war in Burghausen eine Handschrift entstanden, die den Text zweier älterer Fortsetzungen der sächsischen Weltchronik mit einer Anzahl auf Ludwig den Bayern bezüglicher Zusätze enthielt, 2 und im Jahre 1466 war hier eine Abschrift des Chronikons generale von Andreas von St. Mang zum Abschlüsse gekommen/' Auch war die Stadt in geringerer oder grösserer Entfernung von einem Kranz alter Klöster umgeben, nach denen der grosso Avontin, der etwa ein Jahrzehnt nach Ebrans Tod als Prinzenerzieher auf der Burg weilte, erfolgreiche Streifzüge zur Auffindung von Quellen unternahm. 1 Als Hofmeister hatte Ebran in Verbindung mit der Hofmeisterin alle auf die Obhut über die Fürstin sich erstreckenden Verpflichtungen zu üben und, unterstützt von dem auf dem Schlosse eine wichtige Stellung einnehmenden Küchenmeister, die Oberleitung dos fürstlichen Haushaltes und die Aufsicht über das zahlreiche Hofgesinde, das edle und unedle, in Küche, Keller, Kammer und Marstall zu führen."' Eine auf die kleinsten Einzelnheiten des täglichen Dienstes eingehende Hofordnung sorgte dafür, 1 ' dass sich das Leben auf der Burg ' Kl uck h oli n , Ludwig der Reiche (1865) S. 2li, Rumpier bei Oefele I. S. 127 ff. - >S. hiezu Riezlors Aventinausgabc, Bd. III S. 546, 587; Riezler, Gesch. Baierns III >S. 885. '■' S. Oef ele, 1.c. Bd. I S. 7 ; Loidi nge r, Andreas S. XXI nro. 4. 4 ßiezlcrs Aventinausgabe, III, 5tö. "' Vgl. bei Seliger, Das deutsche Hofmeisterarat im spateren Mittelalter (Innsbruck 1885) S. 45 ff., die auf die „Frauenhofmeister" sich beziehende Stelle. — Ueber das Hofgesinde in Burghausen s. Huber, 1. c. 8. 134 ff. 8 8. Herzog Ludwigs Ordnung für die Eysenhoferin, Hofmeisterin seiner Gemahlin, „was sie im Frauenzimmer anrichten, und wie sie sich mit den Jungfrauen und Andern halten soll"; Herzog- Ludwigs Haus- und Hofhaltungs-Ordnung für den Hof seiner Gemahlin etc., beide aus den im Münchener Reicbsarchiv liegenden Neuburger Kopialbüchera mitgeteilt im Obcrb. Archiv, Bd. .'Sü (München 1877) S. 28 ff, 34 ff. — XI - in strengster Regelmässigkeit abspielte, die nur dann und wann bei den kurzen Besuchen des Herzogs durch einige Abwechselung unterbrochen wurde. Die Herzogin, die nach höfischer Sitte keinen Augenblick allein gelassen worden durfte, sollte in allen Dingen als die gebietende „Frau und Fürstin mit aller Reverenz, die einer Fürstin gebühret", geehrt, dabei aber von jeder Berührung mit der Aussenwelt zurückgehalten worden, sodass ihr Dasein auf der Burg einer glänzenden Gefangenschaft glich, 1 in der ihre oberston Diener und Dienerinnen ihre Wärter waren. Neben diesen Funktionen hatte Ebran den mit dem Hof- meisteramto häufig verbundenen Vorsitz im Hofgerichte zu führen, 2 und da er auch Schlosshauptmann war, so lastete ausserdem auf ihm noch die Sorge oder wenigstens Mitverantwortlichkeit für die „Behütung" und Instandhaltung des Schlosses, das schon wegen der darin aufbewahrten Schätze von ganz ausserordentlicher Wichtigkeit war. So fällt in die Zeit seiner Burghausener Amtsthätigkeit der im Jahre 1484 durchgeführte Umbau des Schatzgewölbes 3 und die Verstärkung der Befestigungen des Schlosses, die im Jahre 1480 begann und 1488 beendet wurde. In welchem Umfange diese Arbeiten betrieben wurden, mag daraus ersehen werden, dass in dem letztgenannten Jahre längere Zeit ungefähr 4000 Arbeiter thätig waren und an hunderttausend Gulden verbaut wurden. 1 Da Ludwig die Trübung seines ehelichen Verhältnisses nach aussen hin nicht in Erscheinung treten lassen wollte, pflegte er seine Gemahlin zu den grossen Familien- und Hoffesten beizuziehen, und dann hatte sie natürlich unser Ebran von Amts wegen zu begleiten. So finden wir ihn unter den Festgäston bei der in Amberg auf Fastnacht 1474 gefeierton Vermählung von Ludwigs Tochter Mar gare ta mit dem Pfalzgrafen Philipp 0 und bei der berühmten Landshut er Hochzeit des jungen Georg auf Allerheiligen des nächsten 1 Ladislaus Suntheim bei Ocfclo II 8. 5(iS a : Amelia . ., quam (Ludovicus) quasi captivam in Castro Burckhausen tenuit. 3 Verb, des bist. Ver. für Niederbayern, Bd. XXX S. 172, 174; über die Verbindung des Holmeisteramtes mit dem Präsidium des Hof- geriehtes s. Kosentbai, 1. c. S. 134 II'. :l II über, 1. e. S. Hl. 4 Kremier, 1. c. Bd. XII S. 190 ff; Huber, 1. e. S. 112, 116; Obernborg, Zur Gesch. des Schlosses Burghausen im Oberbayenscbcn Archiv, Bd. II K. 120. — Arnpeck bei Poz, 1. c. 8. 421. 6 S. oben S. IX Anm. 3. — XII — Jahres, die an verschwenderischer Prachtentfaltung und freigebigem Aufwand in der Bewirtung alle ähnlichen Feste in den Schatten stellte. Ehr an ritt mit „acht Pferden" in dem die Braut in die Stadt einführenden Zuge mit, stand der Herzogin Mutter beim Kirchgang nebst dem Markgrafen Friedrich von Brandenburg zur Seite und hatte ihr hei dem Festmahl zu dienen. Sein Bruder Heinrich versah dabei das Amt eines Schenken. 1 Vier Jahre später finden wirEbran wieder in Landshut hei prunkvoller Feier, doch war es diesmal eine Totenfeier, die am 20. April 1479 stattfindende „Besingnus" dos Herzogs Ludwig, der am 18. Januar gestorben war. Die Herzogin Amalia und ihre Schwiegertochter Hedwig waren dabei auch zugegen, prachtvolle Kerzen im Werte von dreihundert Gulden opfernd,-' und Ebrau hat gewiss ebenfalls seiner Trauer, die eine herzliche und aufrichtige war, entsprechenden äusseren Ausdruck verliehen. Dieser Todesfall rief in dem Dasein beider Frauen einen tiefgehenden Wandel hervor; Ama I ia verliess nun Burghausen und verbrachte den Best ihres Lebens ausserhalb Bayerns 8 Hedwig aber, deren ihr Gemahl bald überdrüssig geworden, trat jetzt in Burghausen an die Stelle ihrer Schwiegermutter,' und Ebran wurde auch ihr Hofmeister; er hat sicher alles gethan, um ihr das traurige Geschick, dem sie ohne Verschulden verfiel, 1 so erträglich wie möglich zu machen. Zeitweise wenigstens versah er auch das Hofmeisteramt bei Herzog Georgs Tochter Elisabeth, 6 die, wie es scheint, den grössten Teil ihrer Jugend in Burghausen bei der Mutter verbrachte. 1 Westcnricdcr, 1. c. 139, L48, 171. - Arnpeck, I. c. S. 413. ". Arn Samstag nach sant Juliana tag (I!). Febr.) II. so stellte die Herzogin Amalia in Landshut eine Quittung aus, das sv irs Vermächtnis entricht sei (Oefele II, 8. 255»), und begab sich zu dm Ihren nach .Sachsen. (Amelia . . . post obituin Ludovici repa- triavit in Misnam. Suntheim bei Oefele II S. 568»). 4 Staindl: Matrona honesta etvenusta, omniumde- Iiciarum e.xpors partim solatii praeter solitudinem habuit altera Danae m arce Burghausen latuit et resedit ra- rissime a marito consolata. Oefele I S 542* • Landshu te r Ratschronik, I. c. 8. 341:' „I tem darnach kam sein Oenaden tochter, die hochgeborn Fürstin und tr ?V, , ISac , ; bergen Lannätshuet am Freitag ", V Äk &k }) \ '' W , ! V S 1Ic11 ' HansEbran Hofmaister« etc. - Ob Ebran in diesem Falle nur Reisehofmeister der Prinzessin war, oder ob er, wenn sie slc h in Burghausen aufhielt, auch bei ihr das Hofmeisteramt standig versah, ist aus nichts zu ersehen; doch ist das letztere sehr wahrscheinlich. — XIII — Welch vortrefflichen Rufes sich der von E b r a n geleitete Hof erfreute, zeigt eine Stelle in der Z i m ra e r n seh e n Chronik, aus der zu ersehen ist, dass Herzog Georg für die Erziehung eines jungen Adeligen, der ihm besonders wann empfohlen war, nicht besser glaubte sorgen zu können, als dass er ihn in die Zucht des Burghauser Hofmeisters gab.' Es war dies Gottfried Werner von Zimmern, der dem herzoglichen „Frauenzimmer" als Page zugeteilt wurde. Drei Jahre lang unterwies ihn Ebran „mit allen Trewen" . . . „so böst er möcht," wobei er sich besonders viel Mühe gab, seinen Zögling auch in religiöser Beziehung auf gute Wege zu führen und zur Sittsamkeit zu erziehen. Er mochte deshalb sehr erzürnt sein, als er trotzdem eines Tages eine unerlaubte Annäherung des Jünglings an eines der Hoffräulein entdeckte,-' und so lieb ihm das Junkerlein geworden, suchte er es nun von seinem Hofe auf gute Art weg zu bringen, indem er ihm „zur Beförderung" an den des Markgrafen Georg von Brandenburg behilflich war. Die Eindrücke aber, die der junge Freiherr von dem „weisen, alten, gottesfürchtigen Ritter" empfangen, waren unverwischbar. „Nachdem er zu seinem Alter kommen," sagt der Verfasser der Zimmernschen Chronik, „hab ich ihn vielmals solcher Leer," wie sie ihm von Kbran zuteil geworden, „volgen sehen" . . . „deshalben nit schaden mag, das die Jungen von gotzförchtigen Breceptoren und Hofmeistern uferzogen und gelernet werden; denn, wie man spricht, was in der Jugendt gewonet, das behangt und bleibt mersteils im Alter". :! Der Grundzug in Ebrans Wesen ist echt mittelalterliche Frömmigkeit mit ihren Licht- und Schattenseiten. Sein Wahlspruch, den er über seinen Namen setzte, war „Dein und got Ebig". 4 Was er that, begann und endete er unter An- ' Zimmern sehe Cliron., ed. Barack, Bd. II (Tübingen 18S1I S. 378. 2 Kumpler berichtet ein anderes in die Zeit Ebrans fallendes, allerdings bedenklicheres Geschichteben, dessen Schauplatz das Scbloss in Burghausen war; es geliel Huber so, dass er es ziemlich breit in seiner Gesch. von Burghausen nacherzählte. (1. c. S. 135 ff.) :l Zimmern sc he Chron., 1. c. S. :S78. ' Kr lindet sich unter einer für die Wärter des Georgsthores in der Burg Burghausen erlassenen „Ordnung" vom 3. Febr. 1494 („Ver- raerekt, wie das thor, genant sand Georgen thor, aus bevelh meines gen cd igen herren her tzog Georgen etc., dir, Thoman Maynbcrger, und dir, Hanns Vogler, bevolhen worden ist." (Orig. Urk., Keichsarchiv München. Die Unterschrift lautet: Bein vnd got Ebig. H. E. tzv b. hofmaister. Vgl. Hu bor, Gesch. v. B. S. 121. - XIV — rufung Gottes, wie er auch die Vorrede seiner Chronik anfängt „im Namen des Herren, gegen dem sich alle Kniee biegen," und mit der Bitte schliesst um die ewige Ruhe für die Toten und um die Gnade des heiligen Geistes für die Lebenden, dass „sie erkennen den Weg des Friedens". So wenig er im allgemeinen geneigt ist, seiner Erzählung subjektive Bemerkungen beizumengen, so versagt er es sieh doch nicht, dann und wann eine erbauliche Redensart anzufügen, vergisst nicht leicht, einen Sieg oder sonstigen Erfolg als ein Geschenk der göttlichen Gnade und Güte zu preisen und auf die Strafe des Himmels hinzuweisen, die den Übermütigen und Frevler, namentlich den gegen die Kirche sich versündigenden, trifft. Klostergründungen und Kämpfe gegen die Heiden sind in seinen Augen besonders hochverdienstliche, Gott wohlgefällige Werke. Die Hussiten stehen ihm natürlich auf derselben Stufe wie die Heiden, und er findet, wie es scheint, den Backenstreich, mit dem Herzog Ernst seine Schwester Sophie wegen ihrer Hinneigung „zur Husserei" züchtigte, 1 ganz in der Ordnung. Im Gebet und in Andachtsübungen kann er sich kaum genug thun. „Herr Hans Ebran", sagt ein Augenzeuge, „ist ein gar gotzförchtiger Ritter gewest; gemainlich alle Nacht ist er nach dein Nachtessen spat in die Kirche zu Burghausen gangen. Daselbst hat er zum wenigsten uf ain Stunde vor dem Sacra- ment knieendt gebettet mit zerthonnon Armen". 2 Dass ein so frommer Mann in der Betätigung der mannigfachsten „guten Werke", durch die man gerade damals mehr als vielleicht irgendwann vorher für das eigene Seelenheil und das der Familienmitglieder zu sorgen suchte, nicht zurück- bliob, versteht sich von selbst. Beschränken wir uns in diesem Funkte nur auf das Wichtigste, so ist zuerst des von ihm in Gemeinschaft mit seiner Gattin unternommenen Neubaues der Andreas Kirche in der am Fusse des Wildenberge r Schlosshügels gelegenen Hofmark Pirkwang zu gedenken. Der Bau soll um das Jahr 1462 aufgeführt worden sein, :! vielleicht zum Dank Ebrans gegen Gott für den seinem Herzog verliehenen Sieg und für die eigene glückliche Heimkehr aus den Gefahren des Krieges. 1 Ebrans Chronik Bl. 99 l >. - Zimmernsche Chronik, 1. c. S. 378. — Die Kirche, von der hier die Rede ist, ist jedenfalls die innere Schlosskapelle. II über, 1. c. S. 155. ' Dal harn in er, 1. e. S. 129: Ecclesia parochialis in Pirkwang a Joanne Ebran eiusdem conjuge Barbara . . . circa annuni I 102 in honorem S. Apostoli Andreae exstrueta dicitnr, atque ad instantiani — XV — Ein noch grösseren Verdienst erwarb er sich, indem er, ebenfalls unter Mitwirkung seiner Frau, am Donnerstag nach Ostern (11. April) 1493 in der Hofmark Pattendorf mit Einwilligung des Regensburger Bischofs Ruprecht II. als Lehensherrn ein Spital stiftete, in dem mindestens „zwölf arme notdürftige Menschen" ihren Unterhalt finden sollten.' Die Vogtei darüber sollte nach dem Tode des Stifters von dem Bischof zunächst einem Ebran von W i 1 d enb e rg „er sei geistlich oder weltlich, der dazu nutz und tauglich ist" verliehen werden, dann an einen Paulsdorf er von Küren und Falken fels übergehen und so fortan abwechslungsweise an einen Angehörigen der beiden Geschlechter fallen. Von den zwölf Pfründnern wären vier von dem jeweiligen Altesten der Paulsdorfer aufzunehmen, zwei von dem Bischof von Regensburg, je einer von den Märkten Rotten bürg und Pfef fenhausen; die noch übrigen vier Stellen sollten von dem ältesten Ebran zu Wildenberg aus den Hofmarken, die zu Wildenberg gehören, besetzt werden. Würden „auch andere Christen" noch etwas zum Spital steuern, so dass mehr Arme aufgenommen und ernährt werden könnten, so sollten diese von dem Bise hof von Regensburg bestimmt werden. Die Leitung des Spitals wurde einem Spitalmeister übertragen, der alljährlich auf Pauli Bekehrung (25. Januar) dem Vogt und dessen Beisitzern Rechnung zu stellen hatte. Die Spitaler sollten ihre Dankbarkeit bezeugen, indem sie täglich für den Stifter und dessen Verwandte acht Vaterunser und Ave Maria samt dem Glauben beteten. In den nächsten Jahren schenkte Ebran dem Spital die Hofmark Patten dort' und machte, zum teil in Gemeinschaft mit seinem Bruder Heinrich, noch mehrere „Zu- Christophori Ebran, canonici Salisburgensis, anno 1469 Indulgcntiae pro eertis diebus festivis dietae ecclesiae fuerunt eoncessae. (Der Indulgenzbriel abgedruckt bei Dalhammer, l. c. S. 131, § IX). — Im .lalire 1487 Hess Ebran und seine Gemahlin den Cboraltar in dieser Kirche errichten, 1490 stifteten die beiden ein salve Regina. K rinner. 1 S. zu der Stiftung den Aufsatz „Spital und Kindererziehungsanstalt" Pattendorf in Niederbayern im Kalender für kath. Christen, (Sulzbaeh 18%) S. 60 ff.; Hund II S. 66; Keller S. '.16; Dalhammer, 1. c. S. 129; Primbs, die Paulsdorfer, 1. C. S. 61. — Der Inhalt der Stiftungsurkunde, die gesiegelt ist von Heinrich, des Stifters Bruder, von Hans Paulsdorfer, der Stifterin Bruder, von Hans Ebran und dessen Gattin, sowie von dem Bischof Ruprecht von Regensburg ist ihrem Inhalt nach ausführlich mitgeteilt in dem citierten Kalenderaufsatz S. GU-62. Ein Regest des bisch. Confirmations- briefes vom 11. April 1493 bei Ried, Cod. chronol.-dipl. episcopatus Ratisb., Bd. II (Ratisb. 181Ü) S. 1090 uro. 1141. — XYI — Stiftungen"; 1 die letzte im Jahre 1498, indem er und Frau Barbara für die Elspeth-Kapello, die er im Spitale hatte bauen lassen, ein Messbeueficium errichtete,'-' damit die Spitaler, um den täglichen Guttosdienst zu besuchen, nicht mehr den verhältnismässig weiten Weg in die Pfarrkirche zu Rottenburg machen mtissten. 8 Das Besetzungsrecht des Beueficiums stand dem E brau sehen Pamilienhaupte zu und sollte nach dem etwaigen Aussterben des Geschlechtes an die P a u 1 s d o r f e r ko niraen. Es hat ein günstiges Geschick über dieser Stiftung des edlen Paares gewaltet. Sie hat sich, obwohl sie in den Stürmen der Zeit, namentlich im dreissigjährigen Kriege, manche schwere Schäden erlitt, bis in die Gegenwart erhalten, und im Jahre 1893 konnte das Spital das vierhundertjährige Jubiläum seines Bestehens feiern.* 1 Es ging im Jahre 1812 nach der Säkularisation des Bistums Regensburg als „Zubehör" desselben an den bayerischen Staat über und hat seinen Stiftungszweck noch bedeutend zu erweitern vermocht, indem es gegenwärtig ausser zweiunddreissig hilfsbedürftigen alten Leuten auch noch dreissig arme, verwaiste oder verwahrloste Mädchen ernährt. Hier lebt noch heute Hans Ebran und seine Gattin, die zu dem allen deu Grund gelegt, in dankbarem Andenken, und in clor neu erbauten Spitalkirche erinnern zwei Tontafeln an sie, auf denen sie in knieender, betender Haltung dargestellt sind/' Auch dem in der zweiten Hälfte des XV". Jahrhunderts immer mehr um sich greifenden Trieb, nach fernen Stätten, die im Volksglauben als besonders wunder- und gnadenkräftig galten, zu pilgern und dort Heilung für körperliche Gebrechen und Gewissensnot zu suchen, vermochte sich unser Ritter nicht zu entziehen. Wir entnehmen einer Stelle seiner Chronik, 1 Keller S. 97. 2 S. das Nähere in dem Kalenderaufsatz S. lil ff. — Reg. des bisch. Conf.-Briefes bei Ried, 1. e. 8. 10!) 1 nr. 1111. 3 Es gab in Pattendorf selbst eine zur Pfarrei Rottenburg gehörige Nebenkirche zu St. Phil. u. Jak. und zur Hl. Walburga, aber dort fand nur selten Gottesdienst statt. ' Kalenderaufsatz S. 67. 6 S. die Abbildung derselben, die nach einer uns von Herrn Administrator Scliinbanl gütigst übersandten Photographie gefertigt ist, unten, am Knde dieser biographischen Skizze. — Herr Konservator Dr. Hager, dem wir die Photographie vorlegten, ist der Ansicht, dass diese Bildnisse unter Benützung eines etwa um 1500 erstandenen Epitaphs oder eines Glasgemäldes in der ersten Hälfte des XVII. Jahrhunderts gefertigt worden. Wir erstatten dem Genannten für diese Feststellung auch liier unsern Dank. — XVII — dass er in Monte Cassino gewesen, 1 wohl gelegentlich einer Romfahrt, und aus einer anderen Quelle wissen wir, dass er auch eine Pilgerreise ins heilige Land unternahm. Er trat sie au nach dem Tode des Herzogs Ludwig im Frühling 1480, wohl in der Zeit zwischen der Auflösung des Hoi'haltes der Herzogin Amalie und der Einrichtung des neuen, der für die Herzogin Hedwig bestimmt war. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die um diese Zeit erfolgte Abschliessung [der ersten Redaktion] seiner Chronik mit dieser Wallfahrt im Zusammenhang steht, denn vor einer derartigen Reise, von der so mancher nicht wiederkehrte, ordnete man seine zeitlichen Angelegenheiten, und es wäre nur natürlich gewesen, wenn Ebran damals auch sein literarisches Testament gemacht hätte. Die Kriegsläufe waren ohnehin gerade in diesem Zeitpunkte für eine Palästinafahrt so ungünstig als möglich, denn so eben war eine aus hundertundsechzig Schiffen bestehende türkische Flotte ausgelaufen, welche die Johanniter von der Insel Rhodus verdrängen sollte und alle Teile des östlichen Mittelmeeres unsicher machte. Ebran bestieg in Venedig im Mai des Jahres dieselbe „Male" auf der sich der bekannte ülmer Dominikaner Felix Faber als „Kaplan" des Ritters Jörg vom Stain einschiffte, und diesem Ordensmann verdanken wir die Beschreibung der Fahrt,'- aus der wir die Beschwerlichkeiten und Gefahren, denen unser Ritter ausgesetzt war, ersehen können. Schon vor der Abfahrt hatte man die Pilger, unter denen sich zwei 1 Ebran sagt am Schlüsse seiner Erzählung von der Heilung des an Steinschmerzen leidenden Kaisers Heinrich II. durch den Hl. Benedikt (Bl. r>8 b ): Das zeychen (der durch den Heiligen dem Kaiser aus dem Leib genommene Stein) wirt noch bis auf den hewtigen tag in dem gemelten closter gezeigt, als ich auch des wahrlich bericht worden bin in genantem closter. — Bei dieser Reise scheint er auch das Kaiserbildniss (Otto IL, wie er sagt) in Capua (Gapa) gesehen zu haben, von dem er Bl. 55 b spricht. " Eaber beschreibt die Reise vom Jahre 1480 als eine Art Einleitung zu der Beschreibung der vom Jahre 1183, die er auch mitmachte. Es ist dies bekanntlich ein sehr umfangreiches Werk, das Hassler unter dem Titel „Fratris Felicia Fabri Evagatorium in Terrae Sanctae, Arabiae et Egypti Peregrinatione m" in der Bibl. des Litt. Ver. in Stuttgart in drei Bänden herausgab. Dort steht die Schilderung der Pilgerfahrt, an der sich Ebran beteiligte, im I. Bunde (Stuttgart 1843) S. 28-110 mit der Aufschrift „Conipendiosa des- CJiptio primae evagationis in terram sanetam". Letztere fand eine Bearbeitung in Versen, die Birlinger als „Bruder Felix Fabers gereimtes Pilgorbüchleht" (München 18(11) nach einer Handschrift der Münchener Hof- und Staatsbibl. (Cgm. chart. 359) herausgab. II — XTIIt — französische Bischöfe, 1 sowie die Herren Jörg vom Stain, Adrian von Bubenberg, Ach atz von Liechtenstein, Christoph von Chamer, Christoph von Layming, Hans von Pienzenau und Philipp von Höllenstein befanden, 2 geradezu beschworen, von ihrem Vorsatz abzustehen, da sie sonst unfehlbar in die Gefangenschaft der Ungläubigen, die schlimmer sei als der schlimmste Tod, geraten würden, und wo sie auf ihrer Reise landeten, gab man ihnen den dringendsten Rat umzukehren. Wirklich gaben, als auch der Kapitän des Schiffes immer schwieriger wurde, die zwei Bischöfe und eine Anzahl französischer Pilger — im ganzen vierzig — in Korfu die Fahrt auf, aber „die edel, starck Titsch bilgerschaft sind unarschrockon bliben, befalhent Got ir sach". :1 Ihr Vertrauen wurde belohnt, und die Waghälse, wie man sie nannte, gelangten wie durch ein Wunder über Modon, Creta und Cypern unangefochten nach Jaffa. Und nun begann eine aufreibende Wanderung zu den verschiedenen heiligen Orten, die durch merkwürdige Begebenheiten des alten Testamentes und durch das Leiden Christi geweiht sind. Der Hauptmoment war natürlich der Besuch des heiligen Grabes, an dem sie sich „mit Weinen, Betten, Inikait" zu Boden warfen. Faber hält diesen erhebenden Augenblick fest mit den Worten: „Unser freid was gröszo, as wer's der Ostertag; Wir jubiliertend fast ser vnd sungend alleluja! All vnser loid vnd trurikait Ist vns dö verwandlet in ein frelikait'V 1 Hier in der heiligen Grabeskirche empfing wohl unser Ebran, nachdem er von dem Ritt nach Bethlehem zurückgekehrt war, wie die andern Pilger von edler Geburt zu feierlicher Nachtstunde den Ritterschlag, der ihn aufnahm in den Orden der Ritter des heiligen Grabes. 6 Nach nur neuntägigem Aufenthalt im heiligen Lande traten die von Mühseligkeiten, Hitze und Krankheiten erschöpften Pilger die Heimfahrt an und hatten dabei die unbeschreibliche Freude, von den Leuten eines ihnen entgegen- 1 Episcopus Gebennensis et Senomanensis. 2 Die Genannten und p]bran aufgeführt bei Hund S. 66, daraus bei Oefele 8. 302. - Faber nennt von diesen nur Jörg vom Stain, das gereimte l'ilgerbüchlein ausser ihm noch Adrian von Bubenberg- ■ Birlinger S. 7, 171. 4 Ebenda 8. 18, 621. 6 Die Ceremonien, unter denen dieser Kitterschlag vor sich ging, s. in der Zimmernschen Chron. I 8. 497 ff. — XIX - kommenden Schiffes zu hören, dass die Türken, nachdem sie drei furchtbare Sturmangriffe auf Rhodus gemacht und die Stadt fünfunddreissig Tage lang beschossen hätten, unverrichteter Dingo abgezogen seien. Nun liefen sie die Stadt an, um sich dort die Einzelnheiten des gewaltigen Kampfes erzählen zu lassen, die Schauplätze der Kriegstaten zu sehen und die Siegesfesto mitzufeiern „mit oszon vnd mit trincken, mit trew vnd gutem mut; sie lieszonts iber's gelt gaun, im sus wol leptend sy". 1 Dies dauerte vier Tage, dann setzte das Schiff die Fahrt bei anfänglich flauem, dann starkem Winde fort und hatte zuletzt noch einen so heftigen Sturm zu bestehen, dass alles verloren schien, als sich in der entsetzlichsten Not der Himmel plötzlich erhellte und die empörten Wogen sich glätteten. Bald darauf lief man in den Hafen von Venedig, dem Ausgangspunkt der Fahrt, ein, wo sich die Pilger zerstreuten und mit Dank gegen Gott, ihren Erretter, der Heimat zueilten. Auch unser Ebran wird, als er nach etwa halbjähriger Abwesenheit, wohl mit manchem schönen Stück „Heiltum" beladen, 2 wieder in Burghausen einritt, gedacht haben, was Bruder F a b o r als Schlussgedanken bei der Beschreibung dieser Reise aussprach: „Pervenire ad loca sancta et redire vivum et sanum ad propria speciale donum Dei est". 1 ' Leider erwarteten ihn zu Hause trübe Nachrichten über Vorgänge, die sich in den nächsten Jahren immer schlimmer auswuchsen. Sein Bruder Christoph, der Domherr, ein energischer, harter, unbeugsamer Mann, der Typus eines echten „Gottesjunkors" dieser Zeit, war im Spätherbst des Jahres 1478 zum Dompropst von Salzburg gewählt worden und war einer derjenigen, die am meisten dazu beitrugen, den Erzbischof Bernhard von Rohr mit dem Kaiser zu entzweien und zum Krieg mit diesem wie zum Bündnis mit dem Ungarnkönig Matthias zu veranlassen, was nicht nur für das Erzstift, sondern auch für weite Gegenden in Steyer und Kärnthen namenloses Elend nach sich zog. Nach der Resignation des Erzbischofs griff das Kriegsfeuer in diesen 1 Birlinger S. 27, 980, 988. 2 Huber, Gesch. von Burghausen: „Die innere Schlosskirche besass .... viele und mannigfaltige Heiligtümer, wohl meist in künstlerischer Fassung, von denen sich nicht wenige aufs heilige Land beziehen und wohl durch Ebran von Wildenberg und Andere herausgebracht wurden. Wir besitzen noch ein mageres Verzeichnis davon, aber sonst nichts mehr". :l Kassier, 1. c. I S. CO. II* — XX - Gegenden nur noch verderblicher um sich, und Christoph wurde im Jahre 1487 von den mit dem neuen Erzbischof Johann unzufriedenen Domherrn selbst auf den Stuhl des hl. Eupert erhoben. 1 Die Folge davon war, dass er und seine Anhänger vom Papste mit dem Bannflüche belegt und aller Würden und Pfründen entsetzt wurden. Wie peinlich müssen diese Dinge den mit Leib und Seele der Kirche ergebenen Hans Ebran berührt haben! Bei seinem Landesherren schadete ihm die Bannung seines Bruders nicht, denn Herzog Georg stellte sich aus verschiedenen Gründen auf dessen Seite 2 und unterstützte ihn, solange er dies ohne die Gefahr, selbst in den Bann zu fallen, thuu konnte. Im Jahre 1491 starb Christoph, fast von allen seinen Anhängern verlassen, in der von Burghausen nicht allzu weit entfernten Stadt Mühldorf. Um diese Zeit wurde Ebran zu den Ämtern, die er bis dahin schon inne hatte, auch das eines Pflegers zu Burghausen übertragen, wodurch sich der Kreis seiner Wirksamkeit noch erweiterte. Sonst wissen wir von ihm nicht mehr viel zu berichten. Er scheint seine Tage in stiller Thätigkeit hingebracht zu haben, deren Spuren sich fast ganz verwischten; doch finden wir seinen Namen öfter in Urkunden ihm befreundeter Adelsfamilien, in denen er bald als Siegler, bald als „Thädigungsmann" bei Streitigkeiten genannt wird. 3 Seine Stellung brachte es mit sich, dass er bei manchen Gelegenheiten, bei denen der Landshuter Hof nach aussen hervortrat, in der Umgebung seines Landesherren erschien, wie dies auch der Fall war bei dem Regensburger Turnier im Jahre 1487. 4 Er stand bei demselben unter den vornehmen Edelleuten, die bei Herzog Georg an der linken Seite des Turnierplatzes hielten. Auch seine Gemahlin und sein Bruder 1 Zauner, Chronik von Salzburg, Bd. ril (Salzburg 1796) 8. 161, 202; Arnpeck bei Pez S. 419. 2 Christoph Ebran war am Mittwoch nach Jakobi (28. Juli) 1479 zum Rate des Herzogs G e o r g ernannt worden. Neub. Kopial- buch nro. 79 S. 24^. : ' So in den Nothaftschen Urkunden im Reichsarchiv München. — Eine Urkunde vom 24. Februar 1500, in der er und sein Bruder Heinrich durch Schenkung einer Taferne und mehrerer Lehen in Helchenbach einen Jahrtag im Kloster Geisenfeld stifteten, ist aufgeführt von Trost, Gesch. des Marktes Geisenfeld im überb. Archiv Bd. XXXVII S. 126. 4 S. zu diesem Turnier Gemeiner, 1. c. III S. 751 ff; das „Regensburger Tournierregister von 1 187" bei Freyberg, Samml. histor. Schriften und Urk , Bd. III S. 71 ff. — XXI — Heinrich waren anwesend, und des letzteren „Hausfrau" verteilte „den dritten Dank". 1 Doch Hess sich Ebran durch seine Beziehungen zum Herzog so wenig wie andere seinesgleichen davon abhalten, diesem gegenüber, wenn es darauf ankam, die landständischen Rechte mit Nachdruck auszuüben und zu verteidigen. So sehen wir Ebran im nächsten Jahre (1488) als Mitglied eines Bundes niederbayorischer Adeliger, der sich einer von Georg den Ständen vorgelegten Forderung einer neuen „unerhörten" Steuer widersetzte.-' Als äusseres Bundeszeichen stifteten sie in der Martinskirche zu Landshut ein Fenster, in das sie ihre Wappen setzten. Als der Herzog am 19. September 1496 zu Friedrichsburg in Hessen sein Testament machte, 3 das, für den Fall er keine männlichen Erben mehr erhielte, seine Tochter Elisabeth als Erbin bestimmte, wurden als Testamentvollstrecker mehrere Fürsten, Grafen, Herren sowie die Rentmeister und Pfleger an den bedeutendsten Plätzen des Herzogtums aufgestellt, unter letzteren unser Hans Ebran und sein Bruder Heinrich, der zuerst Pfleger in Rain, dann in Schroben- hausen, zuletzt in dem wichtigen Ingolstadt war. Die nächsten Jahre vergingen in der dumpfen Schwüle, die dem Ausbruche eines Gewitters vorauszugehen pflegt. Die kriegerischen Vorbereitungen, die der Herzog allenthalben traf, erstreckten sich natürlich auch auf Burghausen und schufen Ebran noch in seinen letzten Tagen neue, schwere Sorgen. Den Tod des Herzogs Georg und den Beginn des Krieges erlebte er nicht mehr, sodass ihm die schwere Wahl, welcher der beiden Parteien er sich anschliessen solle, erspart blieb. Wann er aus dieser Welt schied, ist nicht bekannt, doch muss es zwischen dem März 1501 und dem Sommer 1503 gewesen sein, da er laut einer Urkunde vom 22. März des 1 „Tournierregister" S. 81, 83; die den Dank verteilende Gemahlin des Heinrich Ebran war dessen dritte Frau Anna von W eis spr lach. 2 Arnpeck bei Pez S. 421. : ' Vollständig gedruckt bei K r c n n e r , Baverische Landtagsverhandlungen in den Jahren 1429 bis 1513 Bd. XIV S. 63 ff; der Schluss des Testamentes mit den Namen der Testamentsexekutoren in dem Specimen Diplomatarii Bojoarici bei Oefele II S. 269, wo infolge einer Kommaverschiebung Hans Ebran als Pfleger zu Kufstein (statt zu Burghausen) und Heinrich P2bran als Pfleger zu Wasserburg (statt Ingolstadt) aufgeführt ist. — XXII — erstgenannten Jahres noch einen Verkauf abschloss, 1 im August 1503 die Regensburgischon Lehengüter, die er noch innegehabt, auf seinen Bruder H einrich übergingen. 2 Ebensowenig wie sein Todesjahr ist uns seltsamerweise der Ort überliefert, wo seine Gebeine ruhen.' 1 Ziemlich gleichzeitig mit ihm wurden die fürstlichen Frauen abgerufen, denen er solange seine treuen Dienste gewidmet hatte: die Herzogin Hedwig starb am 18. Februar 1502 zu Burghauson, 1 die Herzogin Amalio genau dreiviertel,]ahr später zuRochlitz in Sachsen/' und zwei Jahre darauf folgte die noch in jungen Jahren stehende Pfalzgräfin Elisabeth nach. Seine Gemahlin Barbara muss ganz kurz vor ihm oder nach ihm gestorben sein. ,; Da Hans Ebr ans Ehe kinderlos gebliehen war, so fielen seine Güter, soweit er nicht darüber verfügt hatte, an seinen Bruder Heinrich,' den Begründer der Linie Scherneck, der von allen Söhnen Ulrich Ebrans allein noch am Leben war. Er hatte unter den Drangsalen des Landshute r Erbfol krieges, bei dem er eine zweideutige Stellung einnahm, schwer zu leiden. Anfangs Juli (3. Juli) 1504 wurde die Burg Wildenberg von dem in Diensten Herzog Albroch ts stehenden Thomas von Löffel holz erobert und ein Sohn Heinrichs, der Freisinger Kanonikus Ulrich, gefangen genommen. 8 Die Auslösung des Gefangenen und dos Schlosses sowie die mancherlei Opfer, die der Krieg sonst noch von Heinrich forderte, verursachten ihm empfindliche Eiubussen an Yermögen, die er nie mehr ersetzen konnte. Seine Söhne 1 Hans Ebran verkauft an diesem Tage seinem Bruder Heinrich, Pfleger zu Ingolstadt, zwei Güten auf der r Jaferne zu Wildenberg und auf der Pfarrkirche zu Lindkirchen. (Nothaft- sches Urkundenreg. Bcichsarchiv München.) 2 Keller 8. 1)9. 3 Wahrscheinlich wurde er in Pattendorf bestattet. Vgl. oben S. XVI Anm. 5. 4 Bei der Notiz von ihrem Tode sagt Staindl (.Oefolo 1 S. 5-12 a ): „Li berat a ex carcere, inaliumsaeculum transi vit". 5 Sie ist begraben im Dome zu Meisson, wollte also auch im Tode nicht mehr auf die bayerische Erde, von der sie sich gleich nach dem Hinscheiden ihres Mannes abgewandt, zurückkehren. ,; Wir werden Hans Ebrans Tod in das Jahr 1502 setzen dürfen; in diesem Jahre scheint auch Barbara gestorben zu sein, da um diese Zeit von einem ihrem Vetter Sigmund von Paulsdorf vermachten Legat die Rede ist. Primbs, 1. c. IM. 7 S. über ihn Hund, S. 67. 8 S. die Ephemerides Belli Palat. Boici bei Oefele II S. 481 a und die im I. Bd. der Verhandlungen des bist. Ver. von Niederb, gedruckte „Geschieht und Kriegshandlung" vom St. Georgstag 1504 bis Weihnachten J 505, S. 48 ff. — XXIII — waren die einzigen Stammhalter dos alten Geschlechtes, das ungefähr hundert Jahre nach Heinr i ch s Tod (15. Nov. löO'J), 1 im Jahre 1605, mit Hans Heinrich, eichstettischem Pfleger in Obermässing, 3 nachdem diesem fünf Söhne im. Tod vorausgegangen, erlosch; und ehe zwei Jahrzente vollendet waren, im Jahre 1623, war auch die mit den Ebranen so eng verbundene Familie der Paulsdorfer im Mannsstamme ausgestorben. Hans Ebran von Wildenberg und seine Gemahlin Barbara. 1 Sein Testament vom 31. August 1509 im Ebranschen Familienakt dos Keicbsarchi vs in M ii n c h e n. — Bestattet ist Heinrich in der Kirche zu Bohr, nahe am Turm. Sein Epitaph ist abgebildet bei V&l- liammer, 1. c. Tafel V nach S. 134 und in Mon. Boic. Bd. XVI, Tafel VI nach S. 98. „ . -' Da lha mm er, 1. c. S. 133. Die Inschrift an seiner Grabstätte in Pirkwang lautet: Ao. Hilßstarb der woh 1 cd11 v nd ge- strenge Herr Johan Hainrich Ebron von und zu Willtcn- berg, kl. Eysstetiseher Pfleger zu Obormäsing, der lezste seines Namens und stamens. dem Godt gnadte. IL Die Handschriften. Die Chronik Ebrans hat sich nur in drei Handschriften erhalten, von denen zwei in der k. Hof- und Staatsbibliothek zu München aufbewahrt werden, eine dritte sich in der grossherzoglichen Bibliothek zu Weimar befindet. Sie wurden von Keller 1 mit H, W und J benannt, und wir wollen, um keine Verwirrung anzurichten, diese Bezeichnungen beibehalten. i. Die Münchener Handschrift H. Wir beginnen mit der Handschrift H, Cod. germ. 1557, die sich im XVIII. Jahrhundort im Besitze des Augsburger Ratskonsulenten Johann Heinrich Prieser befand. 2 Es ist diese einer der vielen Sammelbände des Augsburger Ratsdieners Paul Hektor Mair, 8 der mit grossem Eifer und mit Verständnis Abschriften von Chroniken und geschichtlichen Dokumenten aller Art anfertigen liess, um sie seiner an Prachtwerken, Handschriften, Wallen und sonstigen Kostbarkeiten reichen Sammlung einzuverleiben, eine Liebhaberei, die eine der Hauptursachen wurde, dass er sich an städtischem Golde vergriff und trotz der eindringlichsten Fürbitten von allen Seiten den schmählichen Tod eines Diebes erleiden mussto. Der Codex (Pap. Fol.) ist in Pergament gebunden und trägt die Aufschrift: „Au entin us vom Jamer / vnnd Noth des Türckhen halben, wo es herkome vnd /wie Ihmzu begegnen: Itom von der statt Rogen-/ spurg vnd Hertzogon Inn Baiern / nr. 3. /Von Paulo Hectormaior." Auf der Vorderseite des Vorschla. 3 S. über ihn die Biogr. bei Stetton (der Jüngere), Lebens, heschreibungen zur Erwockung und Unterhaltung bürgerlicher Tugend. Zweite Sammlung, Augsburg 1782; Vogt in der Allg. d. Biogr. Bd. XX S. 121. — XXV — Mattes finden sich vier von der Hand des letzteren eingetragene Keimsprüchlein, 1 die für den unglücklichen, misstrauisch gewordenen Mann bezeichnend sind. Den Inhalt des Bandes bilden dio Schriften Auentins vom Jamer etc. (Bl. T — 33 b ), vom Kriegsregiment (Bl. 33 b ■- 48 b ), vom Herkommen der Stadt Regensburg (Bl. 49 a — 76 b ),„die Chronika von den Fürsten aus Bairen" des Andreas von Regensburg (Bl. 77 a — 123''), die Chronik Ebrans (Bl. 124 a — 180 b , in eigener Foliierung Bl. l a - 56 b ), die Chronik „Von den hertzogen In Bairen, vnnd wie die Pfaltz an Sic komen ist" (Bl. 182 a — 197 a ), dann nach einigen unbeschriebenen Blättern die Chronik „Vom Closter Scheuren vnd andern Bairischen handlungen (Bl. 200" — 203 b ), die „Chronika von dem Ilailigen Berg, da die grafen von Andechs gesessen seind (Bl. 203 b — 213 a ), ein „Epistel oder Sandbrieff" Kaiser Friedrichs III. (1470)" und eine andere mit der Aufschrift: „Das ist die Copi, wie hertzog Sigmund von Osterreich gcappelliort hat" (213 a - - 220 b ). Die Überschrift der Eb ran sehen Chronik lautet (auf Kl. l a der eigenen Foliierung): Diso nachuolgondo histori ist gosamlet vnd ge- sohriben zu der zeit, Als gehorschet hat Friderich der drit, Römischer Kaiser, sagend von den landen Bauaria oder genant Nordgaw vnd von dem aller Bdiesten stammen ainem vnder allen forsten der Welt, die gewachsen seind auss dem edlen samen des sighafften, starken uberwinder, Kaiser Carols, a m Geschlecht ain Kinig von Franckreich. Und in was Ordnung vnd m a s s aber diso histori gesetzt ist, wirt hernach mit kurtzen worten zuerkennen geben. Darunter: Autho r, ut ex Auentino, 1 i bro seeundo, c °lügitur, est Joannes Ebram a. Wilenberg, vir Nobilis et Praofectus Burckhusiane Ar eis sub "riderico tertio, Romanorum Imperatori. 1 a. Es macht gar offt ain falscher grus, Das man dargegen felsehlich dannckhen muss. b. Das senndt falsch vnnd helcekatzen, So farnne leckhen vnd binden kratzen. c. Sehnrpff distlen stechen mich, falsch zungen noch vi 11 mer; Noch will ich lieber inn scharpffen distlen baden, Thann das ich wer mit falschem her tzen belad on. d. Her vi 1 vnd an tw urt ni t behend t darauf f, Damit man dich inn deinen warten nit greiff. — XXVI — Bl. l b beginnet dann der Text mit den Worten: Von erst wirt gesagt von der statBabilon vnd von der stat Trier, die ain haubt ist in Gallia vnd Germania etc. und scbliesst Bl. 56 1 ' mit der "Notiz von dem Tode und dem Begräbnis Herzog Ludwigs des Höckerigen von B ay er n -Ingolstadt, der von P. Hektor Mairs Hand das Wort „amen." bei- gefügtist. Auf Bl. 12", 13 a , 13 b , 14 a sind gemutete Wappenschilder eingezeichnet mit den Beiscbriften: Bauarus (darunter Bauaria) — Nordgau (Norix), Boamundus — Ingeramus, Adalgerus — Theodo, P hilippus, ain Kömer, landuogt in Bairn etc. Die drei Blätter des noch zu besprechenden Stammbaumes sind eingereiht auf Bl. 14", Bl. 19" -21 a , Bl. 39 b — 41 a . Die Chronik ist von dem gleichen Schreiber wie die übrigen Stücke des Codex in sehr schöner, sicherer und gleich- massiger Schrift gefertigt und weist nur sehr wenige Korrekturen auf. Hektor Mair selbst hat keine Änderungen an dem Text vorgenommen, dagegen ihn dann und wann mit kurzen, meist nur aus ein paar Worten bestehenden Bandbemerkungen begleitet. Wann diese Abschrift der Ebran- schen Chronik hergestellt wurde, ist nicht, angegeben, dagegen ist am Schlüsse der Chronik des Andreas bemerkt: „Durch mich paulus hector Mair zu samen gedragen jm 155U jar vnd auff denn 17 augusti v ölen dt." Um diese Zeit, also etwa 1560, wird wohl auch die Abschrift der Ebranschen Chronik zustande gekommen sein. 2. Die Münchener Handschrift W. Die zweite Münchener Handschrift, Cod. gcrm. 1597 (Folio) ist ebenfalls ein in Pergament gebundenes Papiercodex. Die Innenseite der Decke zeigt das eingeklebte kurfürstliche Wappen mit dem Vermerk: „Ex Electorali Bi b 1 i o th ec a Sereniss. Vtriusq. Bavariae dueum". Auf der Vorderseite des Vorschlagblattes steht: „Cronick von den Fürsten auss Bayrn, beschriben von hern Johan Ebram von Wilnberg"; die Rückseite trägt in roher Federzeichnung das Wappen der Wildenberger mit der Beischrift: „Die Eberan zu Wilnberg vnd Schärneckh". 1 1 Einziger von Einzig, 1. c. S. 200: „Das Ebranschc wapen hat in einem links schreggethcilten sehild 3 silberne Zinnen im blauen Felde: das obere Feld zu rechter Hand ist von Silber, das _ XXVII — Der Codex enthält nur das Werk Ebrans und bestellt aus 86 von alter Hand numerierten Blättern, denen noch zwei unbeschriebene folgen. Die Chronik beginnt hier ohne jegliche Überschrift mit den gleichen Worten wie in H und schliesst ebenso wie dort. Der Verfertiger dieser Handschrift war seiner Aufgabe sichtlich nicht gewachsen. Nur mit Mühe vermochte er die Vorlage zu entziffern und setzte manchmal zwei bis dreimal an, bis er ein ihm schwierig erscheinendes Wort endgültig zu Papier brachte. Infolge der dadurch entstehenden Korrekturen u nd Ausstreichungen lieferte der Schreiber, dessen Handschrift ohnehin schon äusserst unbeholfen, unsicher und plump ist, ei ne sehr unschöne, fehlerhafte, an vielen Stellen geradezu unleserliche Arbeit, die ihm jedoch relativ immer besser gerät, je mehr er sich in diese hineinfindet, und schliesslich einiger- massen leidlich wird. Wo in der Handschrift H Wappenschilde eingezeichnet sind, begnügt sich der Schreiber von W in einem Falle mit Kreisen, in die er die dort beigeschriebenen Namen einschreibt, in den übrigen Fällen erspart er sich auch diese Mühe. Von den Stammtafelblättern in II findet sich in W keines; doch ist an den betreffenden Stellen Raum gelassen für späteren Nachtrag derselben. Was die Zeit der Entstehung von W betrifft, so scheinen sowohl die Schrift als die Wortformen auf den Schluss des XV. oder den Anfang des XVI. Jahrhunderts hinzuweisen; 1 jedenfalls ist die Handschrift etwa u "i ein halbes Jahrhundert älter als H. Dieser Codex kam später in die Hand des gelehrten Augsburger Domherren Johann Georg von Werdenstein, 2 der i m Jahre 1609 starb, und wurde dann von Herzog Albrecht V. für seine Bibliothek erworben. Wordenstein unterzog den Text der Chronik einer sorgfältigen Korrektur, :i welche darauf ausging, die vorgefundenen Lücken auszufüllen, verdorbene Wörter und Stellen sinnentsprechend zu verbessern und offenbare Fehler, besonders in Namen, richtig zu stellen. untere zur linker Hand ist bliiu. Auf dem Helme stehen zwey schwarze Büffelshörner, an welchen aussenher überall 21 Pfauenfedern stecken. Die Helmdecke ist rechterseits inwendig blau: auswendig von Silber: linkerseits inwendig von Silber und auswendig schwarz. Sonst haben die Eh ran noch mehrere Zinnen geführt, aufs wenigst diejenigen, so in ^Österreich gestanden". S. das Wappen (ohne Helm) in der Apianschen Sammlung in Apians Topogr. (München 1880) nro. 232. 1 Das ist auch üefeles Ansicht. L. c. S. 303: Nostor codex Vetustus ille quidem ita, ut coaevus haberi possit. 2 Oefele, 1. c. S. 303. 3 Ebenda. — XXVIII — Auch machte sich der Korrektor die Mühe, schlecht geschriebene Worte nachzufahren und auszugestalten, sowie weggelassene Endungen zu ergänzen, sodass in sehr vielen Fällen die ursprüngliche Form eines Wortes oder einer ganzen Gruppe von Wörtern nicht mehr zu erkennen ist. Bei all diesen Korrekturen, die wir mit W 1 bezeichnen wollen, erweist sicli Werden stein als ein gelehrter, geschichtskundiger Mann, der, wo er sachliche Korrekturen vornimmt, zumeist das Richtige trifft, sich bisweilen aber auch bedeutend vergreift. Die von ihm gemachten sprachlichen Änderungen zeigen, dass er manche Ausdrücke und Wendungen des ihm vorliegenden Textes nicht mehr verstand, was sich auch leicht erklärt, wenn man bedenkt, dass zwischen der Abfassung der Chronik und der Zeit der Korrektur mehr als ein Jahrhundert lag, und zwar ein Jahrhundort, in dem die Sprache gewaltige Wandlungen durchgemacht hatte. 3. Der Druck bei Öfele. Aus diesem Codex W hat bekanntlich Öfele im ersten Bande der Rerum Boicarum Scriptores (S. 301—341) unter dem Titel „Joannis Ebran de Wildenberg equitis Bavari, Chronicon Bavariae, ab origine gentis ad tempora usque Guilieimi et Ernesti diicum fratrum deduetum" den zweiten Teil unserer Chronik — von der Regierung der Witteisbacher an — abgedruckt, und dieser Brück ist es, der den Historikern, soweit sie nicht auf die Handschriften zurückgriffen, bis jetzt die Kenntnis der Chronik unseres Ritters vermittelte. Von einer verlässigen Wiedergabe des Textos konnte bei dem Zustand der Handschrift W natürlich keine Rede sein, da Öfele vielfach die ursprünglichen Wortformen nicht mehr zu entziffern vermochte und sich mit dem Ablesen dessen begnügen musste, was Werdonstoin daraus gemacht hatte;' dazu liess ersieh noch verleiten, manchmal auch dann die Werdenstein sehe Korrektur in den Text aufzunehmen, wenn das in W Geschriebene zwar deutlich zu lesen war, aber einen sachlichen Fehler enthielt oder zu enthalten schien.» So kennzeichnet sich also die vor! Ä t2 , bei ° n f u°' e abcr a,1(:h Lesefehler an Stellen vor, nit körnen statt er wurd nit lebendig! £'** «$'" "*" " * in W M^ s li ^»^"18« — XXIX — der Druck bei Üfele als eine Mischung des Textes von W und W. 1 Warum öfele sich auf den Abdruck des zweiten Teiles der Chronik beschränkte, 1 hat er in der Vorrede hiezu selbst auseinandergesetzt, und wir werden in anderem Zusammenhange darauf zu sprechen kommen. 4. Vergleich von H und W. Vergleichen wir die beiden Münchener Handschriften miteinander zunächst in Bezug auf den Inhalt, so ergibt sich, dass sie sicli ursprünglich vollständig decken. Was in W mehr steht, ist von dem Korrektor nachgetragen, und zwar sind es nur zwei Stellen, 2 die er der noch zu beschreibenden Handschrift J entnahm. In der Form dagegen unterscheiden sich diese zwei Handschriften sehr wesentlich v on einander. Der Schreiber von H schrieb seine Vorlage mit Verständnis ab und besass die grammatischen Kenntnisse, Elisabeth und Ocfele nimmt dies in seinen Text auf (8. 310«) i ebenso heiast der Gemahl dieser Prinzessin in W fälschlich Loya (iJ 1. 91 ), Werdenstein und Oefole (S. 310") hat Carl .Auch kleine Umgestaltungen, Auslassungen von Wörtern und dergleichen erlaubte sich 0e feie, wo ihm der Text verdorben schien. 1 Ein schwerer Irrtum ist in Bezug auf diesen Druck A r et 1 n in meinem literarischen Handbuch für die bainsche Geschichte «Li (München 1810) begegnet, wo es in der Aufzählung bayerischer Chroniken 8- 148 heisst: „Cronick von dem (l) Fürsten ans Bayern, beschriben v °n Herrn Johan von Wilnberg (Wildenberg); so ist der litel e 'nes in der Münchener Centralbibliothek befindlichen Manuskripts, (Pol. 86 Seiten). Dieses Werk ist auch zu Lands hu t durch N. Wurm !» steht; H und — XXXI — 5. Die Weimarer Handschrift J. Während die Ebransehe Chronik in der Fassung der München er Handschriften von jeher bekannt war, wurde J erst vor einigen Jahrzehnten für die Wissenschaft wieder ans Licht gezogen. Es ist dies bekanntlich ein Verdienst Kluckhohns, der bei seiner Suche nach Quellen für die Geschichte Ludwigs des Reichen auf eine Notiz in dem Prellerschen Katalog der Woimarschen Handschriften aufmerksam wurde, in dem unser Codex (Pap. Fol. nro. 78) ohne Nennung des Autors erwähnt wird. 1 Da Kluckhohn die Münchener Handschriften der Ebranschen Chronik kannte, war es ihm nicht schwer festzustellen, dass ihm in diesem eine neue Handschrift derselben vorlag. Auf der ersten beschriebenen Seite steht unten am Rande: Hannss Ernst Jageman, Jhogor capitain. München am h. pfingstabendt (19. Mai) a. etc. 1632 — ein vielsagendes Datum: am 1(5. Mai waren die Schweden in München einmarschiert. Wie die Chronik nach Weimar kam, ist damit angedeutet. 2 Der in Pergament gebundene Codex ist von alter Hand fehlerhaft paginiort, von neuer mit 1 — 112 foliiert und enthält nichts als die Chronik, in schöner, grosser, regelmässiger Schrift, die einen berufsmässigen Schreiber verrät. Die meisten Überschriften, viele W hat in der Datierung dos sog. kleinen österreichischen Privilegs -.15. Kleto - sie habuit exemplar« - statt Kaiende (in J Bl. 71M; II und W lassen an Stolle des Wortes Pompeyus (J) ßl. 12») eine Lücke; \l und W hat die sinnlose Ueberschrift: Philippus, am Romer, landvogt in Bairn nach der er erst Ohrist Kaiser (J Bl. 27''). Aber es findet sich eine ganze Anzahl von Stellen, die ganz deutlich auf verschiedene Vorlagen hinweisen wenn man ni cht, was doch etwas willkürlich wäre, annehmen Will, dass der Verfertiger der einen Handschrift Korrekturen, die in die Vorlage angetragen waren, berücksichtigte, der andere aus Unachtsamkeit oder mit Absicht über diese hinwegging. Wir führen als Beispielean: H: Trier ist erbaut nach der Sintflut sieben hundert und fünfzig iar W- «m iiriin T Bl 6°); H: die zehen und am halb geschieh t,' W:' Jy ^. ( g schlecht in .1 Bl. »»); H: die ail fthalbon gCBchl'echt/w: die zehen (in J Bl. 23 ); H:mit den fünf iorchen, W: fünf adlern oder lerchen. (J. Bl. 16 ). ' S. Kluckhohn, „lieber die bayrischen Geschichteschreiber Hans Ebran von Wildenberg und Ulrich *utrer « in den Forschungen zur Deutschen Geschichte, Bd. Vit (Göttingen 1867) S. 206 2 Bei der Anwesenheit der Schweden in München erlitt sowohl die kurfürstliche Bibliothek als die K.instka.iimer eine Plünderung - ^e man wohl annehmen muss, auf Befehl Gustav Adolfs. (Sezier Gesch. Baierns Bd. V S. 417, 418.) Dabei blieb auch natürlich manches »n den Händen der ausführenden Organe. — XXXII — Anfänge von Absätzen und einzelne Namen sind mit roter Tinte geschrieben ; die in H sich findenden Wappenschilder sind durch rote Kreise ersetzt. Forgeheftet ist dem Text als einzige der Handschrift die Stammtafel der ältesten bayerischen Herzoge und der ältesten Karolinger, die, abgesehen von einer allerdings bemerkenswerten Abweichung, die gleiche ist, wie die erste der Stammtafeln in H. Sie ist jedoch in J viel zierlicher gestaltet als dort, indem die rotgesclmebenen Namen der Fürsten in farbige Ringe gestellt sind, und zwar der Theodos „des andern" in einen rotweissen, die der andern Herzoge in blauweisse, die der Karolinger in blaugelbe. Die Überschrift auf Bl. 1* lautet; „Diese nach- volget Histori hat gesamblt ein Ritter, des namen hernach geschrieben stet, und aus den Büchern getzogen, die man nennet in Latein Cronikn in dem Namen des Hern, gegen dem sich alle knye piegen". Dann folgt Bl. 1» .. _ 3 a die „Vorrede dieser Histori" und Bl. 3 a — 4 a eine Art Einleitung. Noch auf derselben Seite beginnt dann der Text, der auf Bl. 112 a mit einer Aufzählung der Söhne des Herzogs Albrocht III von Bayern-München schliesst. Die letzten sieben Blätter des Codex sind nicht beschrieben. Leider erweist sich die Handschrift, trotz des gefälligen Lindruckes, den die Schrift und die äussere Ausstattung derselben hervorbringt, als eine sehr flüchtige, die von zahlreichen, dem Schreiber zur Last fallenden Fehlern entstellt igt* und vermuten lässt, dass sie rasch für einen bestimmten Zweck hergestellt wurde und zu einem bestimmten Zeitpunkte fertig sein musste. Dem Teil des Textes, der über den Text in H und W hinausreicht, sieht man es, wie noch gezeigt werden wird, an dass ihm auch von Seite des Autors die letzte Ausgestaltung und Feilung nicht zu teil geworden ist; auch scheint ein Schlusssatz, ein „Explicit," zu fehlen, denn der Name des Verfassers, dessen Nennung doch in der Überschrift in Aussicht gestellt ist, war wohl, nachdem er in der Chronik nirgend vorkommt, einem solchen vorbehalten. ainer kimls statt ai " Ä ' ß ' ( ^ r''"^ '7? '^ '' |BI n»> KAStStfnmK <- ^ l 7.. *■ ' ■"' '< »ilW|> Statt hllWIlt (Di. in'), Destattumb statt bestä t tu n o- /Ri ur-u i u ■* 1*11 ac-lim-if h-iii M*i m\>\ f -i . ,, u n S ( B1 -oö a ), sc h amha 11 statt acliraach.Mt (Hl. 03"), freihält statt frei hart (Bl. 8Qt>) usw. - XXXIII - Korrekturen von der Hand des Schreibers kommen nur wenige vor. Dagegen hat eine zweite, gleichzeitige, Hand sowohl über der Linie als auch an den breiten Rändern, die offenbar von vornherein für Nachträge bestimmt waren, Wörter und Sätze hinzugefügt, die sich teils als sachliche oder stilistische Verbesserungen, 1 teils als Ergänzungen und subjektive Bemerkungen zu dem im Texte Gesagten erweisen. Ausserdem ist ein die deutsche Übersetzung einer römischen Inschrift enthaltender Zettel eingeheftet 2 und ein Blatt mit einer von der zweiten Hand geschriebenen Kritik über ein im Texte genanntes Buch eingelegt. 3 Schon Kluckhohn hat der Vermutung Raum gegeben, dass die Korrekturen der zweiten Hand von Ebran selbst herrühren ;' dieselbe Meinung wurde von Keller ausgesprochen und näher begründet/ 1 und der Schreiber dieser Zeilen konnte s '°h durch den Vergleich der unter einer Urkunde des *■ Reichsarchives in München stehenden charakteristischen Unterschrift des Ritters überzeugen, 0 dass es damit unzweifelhaft seine Richtigkeit hat. "Wir haben demnach in dein Weimarer Codex zwar kein Autograph 7 vor uns, aber 1 8. bezüglich der stilistischen Verbesserungen Keller S. 102 Anm. 2. 2 Den gottern vnd tenfeln. — Dem erbermlichistcn Tyberio Cassius Constantino dem jungem, der gelebt hat drey jar, vier manet, ** tag, hat gemacht diss gedächnus Tyberius Claudius Constantimis, s ci)> brueder, dem geliebsten süne, von dem im tzu machen geordnet, 'Od Oassie, seiner waren muttcr, vnd Claudio Janario, vberwünder, vnd Marcellino, lebendigen, getrewesten gefreyten, gemacht vnd dem ge- tr ewcn etwan Caio modesto, seinen geliebsten. (Zwischen Bl. 13 b Und ]4 a ). Eine ungeschickte Uebersetzung einer in M. Welseri op. hist. (Norimbergae 1682) 8. 41<> aufgeführten Inschrift. Sie lautet: T.TR. OASSJO. CONSTANTJNO. .TVN.TOBJ. MJSERBJMO. QV.T. X J XJT. ANNOS. III. MEN. IV. D. XXT1. FEC.TT. TJB. CL. pONSTANTJNVS. PATER. FJL.TO. DULCJSS.TMO. A. QVO. ? J B.T. FACJENDUM. OPTAVEEAT. ET. CASSJAE. VERAE. fATRl. E.TVS. ET. CLAUD.T.TS. .TANVARJO. VJCTORJ. ET MAROELL.TNO. L.1BERTJS. FJDELJSSJMJS. VJVJS. FEC.TT. •JTEM. F.IDEL.T. QVONDAM. ET. CARO. ET. MODESTO. b VlS. KAR.TSSJMJS. (Gefunden zu Neuburg a./D.) a Abgedruckt unter den Varianten zu Bl. (>3 a . " L. c. S. 207. 0 L. c. S. 102 Anm. 2. 6 S. oben 8. XIII Anm. 4. 7 Es ist ein Glück, dass wir unsern Text nicht nach einem Autograph Ebrans herstellen müssen, denn dieser erweist sich in den eben Besprochenen Korrekturen als einen so ungeübten Schreiber, dass er kaum ein einziges Wort zu Papier bringt, das nicht durch Auslassung von Buchstaben oder eine andere Ungeschicklichkeit entstellt ist. Er schreibt: geschlach (Geschlecht 1 , Franos (Franzose), Franreich Frankreich), Sasch (Sachsen), angofanen (angefangen), erstanen III — XXXIV — eine Handschrift, die aller Wahrscheinlichkeit nach auf die Urschrift oder wenigstens das Handexemplar E braus zurückgeht, von diesem selbst durchgesehen und mit dem Gepräge, das sie schliesslich erhalten, aus seiner Hand gegangen ist. Ein Fragment unserer Chron. mit Marginalien hat sich in der Münchener Hof- und Staatsbibliothek als Cod. germ. 5757 erhalten. Es umfasst 9'/, Blätter und ist (nach 1612) von der Hand des herzoglichen Archivars Johann Lieb (Libius) geschrieben; der Text bricht hier ab mit den Worten: Der landvogt, so in Beyrn geherschet haben, hab ich sechs gesetzt nach den zweien fürsten Woamundus und Ingeroman dus, als du hernach findest [= J Bl. 15 a ]. Von da an folgen nur noch teils in lateinischer, teils in deutscher Sprache abgefasste kurze Inhaltsangaben der wichtigeren Chronikstollen mit Verweisung auf die betreffende Seitenzahlen der Ebranschen Chronik, aus denen zu ersehen ist, dass das Lieb vorliegende Exemplar das jetzt in Weimar aufbewahrte gewesen. Eine vollständige Abschrift des Weimarer Textes wurde, wie es scheint auf Veranlassung Klucfb.ob.ns, angefertigt und als Cod. germ. 5129 der M unebener Hof- und Staatsbibliothek einverleibt. 6. Vergleich der Handschrift J mit den Handschriften H und W. Kluckhohn scheint den Unterschied zwischen dem Weimarer Codex und den Münchener Handschriften im wesentlichen darin gesehen zu haben, dass ersterer voll- s t a n d i g e r ist, indem er eine Vorrede enthält und den Text weiter fuhrt als diesem wenigstens spricht er sich über andere Verschiedenheiten nicht aus. Ein Vergleich lehrt aber bald, dass solche sehr zahlreich sind und durch die ganze Chronik hindurch vorkommen, sodass sich J als eine ziemlich tiefgreifende Umarbeitung von H W erweist. Daraus folgt aber, wie bereits Keller bemerkt hat/ dass die Münchener Handschriften et? a Wo n) i n ro f Kn" (Bon i filciua >> tsbaia (zwei), Pvrhart (Burkart) war er auch im rl/n sch r eibt " Dewtzschland. — Wahrscheinlich riehtals KnZ Ät Z"^" k ° in b <*<^]erer Held, da er dies als^Knabe erlernte, sondern erst als Mann erlernen konnte. 2 L. c. s! 102! — XXXV — der Handschrift J gegenüber sich insoforn in ihrem Werte behaupten, als sie uns die Fortschritte wahrnehmen lassen, die Ebran in seinen Forschungen und in seiner Darstellungs- weiso inzwischen machte. Sehen wir zunächst auf die sachlichen Abweichungen von J gegenüber H W, so ergibt sich, dass diese in Weg- ■assungen, stofflichen Bereicherungen, wirklichen oder vermeintlichen Verbesserungen und Umarbeitungen bestehen, und zwar ini Grossen wie im Kleinen; 1 so erfuhr die ziemlich ausführliche Geschichte der Karolinger von L u d w i g dem Frommen aD - bis Arnulf weitgehende Umgestaltungen, als deren bedeutendste die Streichung mehrerer Partieen hervorzuheben ist, die mit der bayrischen Geschichte in keinem oder nur ganz losem Zusammenhange stehen. . ' Keller S. 102. — Es hätte keinen Sinn, hier alle Abweichungen clor Hdschr. H W von ,T aufzuführen, da diese ja in den Varianten zu er- Benen sind; wir beschränken uns deshalb hier darauf, nur einige besonders charakteristische Verschiedenheiten hervorzuheben. Die Stadt ^orcoa, die Norix gegründet haben soll, ist in H W Regensburg, in •' Nürnberg. Die bezüglich der Herzoge Adaiger und Theodo in J i W schüchtern vorgebrachten Zweifel werden in J entschiedener ausgesprochen. Das zweite „Geschlecht" der bayerischen Herzoge beginnt •n H W mit Garibald und Theodo, in J mit Th eodo und Garibald. Dieser Theodo ist in H W Theodo „der ander", in .1 Theodo der '•ritt. Die Zahl der von Tassilo gegründeten Klöster ist in H W geringer als in .1. Die ziemlieh breite kritische Erörterung in H W über die Vermählung Adelhaids, der Tochter des bayerischen Herzogs g-Mlulf, mit einem sächsischen Fürsten wird in J weggelassen. Die "teile über Heinrich den Vogler und die Kaiserin Adelhai d wird i^kürzt, ebenso die über die Familie und den frommen Wandel der ^aiserin Kunigunde etc. — Von den Stellen, die in J den Handschriften H W gegenüber ein Plus bilden, wollen wir nur die durch u mfang oder Inhalt wichtigeren anführen: Die Unterjochung Deutsch- ands durch Tiber ins und die Flucht des Herzogs Theodo zu den Ustergothen (Bl. 14 b ). Die Taufe Chlodwigs und die dabei sich ^eignenden Wunder (Bl. 19 b ). Der in Helfenburg aufgefundene ^»mische Denkstein (Bl. 21 i >). Die Wahl Attilas zum König der fj u »nen und die Verheerung Bayerns durch dieses Volk (Bl. 29»). Die wschüttung des Salzbrunnens zu Reichenhall durch die Hunnen ,,?i die Ausbreitung des arianischen Glaubens bei den Gothen u j . ""■)■ Die Ernennung des Boni facius zum Erzbischof von Mainz ,i ,'1'° Begründung der Bistümer Eichstett und Würzburg (Bl '' h " ^ B1 " 3!)a ) - 1>cr glückliche Zug Tassilos gegen die Winden Vor! *p a )- Die in Rom erfolgte Weihung des Arn zum Erzbischof jij Salzburg und seine Erhebung zum päpstlichen Legaten (Bl. 43 a ). Di° V "i? n ^ ar l dem Grossen eingesetzten bayerischen Landvögte (Bl. 4.'i b ). bp G , u * ;el ? des Herzogs Arnulf in Regensburg und die durch ihn fliffl a "^* Ueberführung des „grossen Heiltums St. Dionysii" in ese Stadt (Bl. 18 1 '). Die Erhebung seines Sohnes Zwentibold zum ,ierzog von Lothringen (Bl. 48"). Das in der Kirche von Maur- ffci k on all1 gestellte Bild König Heinrichs und seines Hauptmanns \ai. öib), Die Vermählung Adelhaids mit König Otto (Bl. 53b). III* — XXXVI — In formaler Beziehung strebte Ebran in der zweiten Redaktion darnach, seiner Chronik eine mehr buchartige Ausstattung zu verleihen, als dies in der ersten der Fall war. Er versah sie mit der schon erwähnten Vorrede, zielte auf grössere Übersichtlichkeit ab durch Vermehrung der Überschriften, beseitigte einige Wiederholungen, Undeutlichkeiten und Unebenheiten des Stiles und suchte manche Einzelheit durch schärfere Betonung oder Verschiebung an eine andere Stelle besser zur Geltung zu bringen, was freilich nicht immer so ausfiel, wie es beabsichtigt war. Auch verfuhr er bei der genealogischen Aneinanderreihung und Gruppierung der Witteisbacher in J systematischer als in H W, sodass er statt der sechs Staffeln, die er hier aufbaut, in der zweiten Redaktion auf noun kommt, die er dann in der Fortsetzung noch um eine weitere vormehrt. 1 7. Die Entstehungszeit der beiden Redaktionen (H W und J). Was der Chronist in der Überschrift zur ersten Redaktion darüber sagt, 2 ist zur Aufklärung dieses Punktes wenig dienlich. Wir erfahren daraus nur, was ohnehin selbstverständlich, dass Ebran seine „Histori gesamlet", d. h. zusammengetragen „und geschrieben" habe zur Zeit Kaiser Friedrichs III. Etwas bestimmter schon ist, was er in der Vorrede zu der Handschrift J sagt, dass er die Chronik „gesamblt" zu des löblichen, tugendhaften Herzog Ludwigs Zeiten, Die Krankheit Kaiser Heinrichs II. und seine Heilung durch den Hl. Benedikt (Bl. 58 b ). Die Zusammcnrechnung der Zeit, während deren die Grafen von Scheyern ihrer herzoglichen Würde beraubt waren (Bl. 72 1 '). Zusatz zu der Geschichte von der Ermordung Ludwigs des Kelheimers (BL 74»). Die Stiftung des Klosters Selden- thal durch Ludmilla (Bl. 74 b ). Beispiele zur Veranschaulichung des glänzenden Hofhaltes, den Ludwig der Bärtige in Paris führte, und der Volksmenge in dieser Stadt (Bl. 91»). Das Auftreten der Jungfrau von Orlean s (Bl .92»). Die Verhandlungen Ludwigs des Bärtigen mitdem König von Frankreich zur Erlangung von Geld zur Besoldung eines Kriegsheeres (Bl. 93 a ). Die Wahl des J agi cl lo von Litauen zum König von Polen und seine Taufe (Bl. 98»). Die letzten Lebensjahre und der Tod Sophias, der Gemahlin des Königs Wenzel (Bl. 99H 'InHW sind alle Wittclsbacher bis zu Ludwig dem Strengen und seinem Bruder Heinrich (einschliesslich) zu einer Staffel zusammen- gefasst, wahrend sie in J, wie es auch richtig ist, auf vier verteilt sind. Wo also in J die fünfte beginnt, hat H W erst die zweite, und so kommt es, dass der letzten Staffel in H W, der sechsten, in J die neunte entspricht. 2 S. oben S. XXV. - XXXVII — der sein Fürst gewesen sei, denn damit kommen wir auf den Anfang des Jahres 1479 als zeitlichen Endpunkt, der jedoch, wie der Inhalt der beiden Redaktionen sofort erkennen lässt, nur für die erste passt. Setzen wir nun, dass Ebran, der die Kriege seines Herrn mitmachte, jedenfalls erst nach Beendigung derselben Ruhe und Müsse für seine historischen Arbeiten fand, so ergibt sich, da er lange Zeit damit beschäftigt gewesen sein soll, dass seine Chronik in ihrer ersten Fassung wohl um die Mitte der sechziger Jahre begonnen und um das Jahr 1479 beendet wurde. 1 Das stimmt auch mit unserer Annahme, dass Ebran vor der im Jahre 1480 unternommenen Wallfahrt ins heilige Land seine Chronik fertiggestellt, 2 und mit der Tatsache, dass er dem Ulrich Fürtrer, der seine Arbeit im Jahre 1478 begann, Stücke seiner Sammlung überliess, ;! weil er ihrer eben nach Abschluss seines Werkes nicht mehr bedurfte. Nur eine einzige Stelle der ersten Redaktion schliesst ein über den Tod des Herzogs Ludwig hinausgehendes Datum in sich, nämlich die, in der or von der Erhebung des Propstes Friedrich Maur- kir ebner zum Bischof von Passau spricht,' 1 denn dieser wurde erst am 18. Oktober 1479 erwählt, während die päpstliche Bestätigung gar erst im Jahre 1482 erfolgte. Aber diese Notiz ist von Ebran wohl erst, als er nach seiner Rückkehr von Palästina sich wieder mit seiner Chronik beschäftigte, in der Urschrift nachgetragen worden. Und dies gilt auch für den in der Handschrift H sich findenden Stammbaum, soweit in ihm das Jahr 1479 überschritten ist. 5 Für die Bestimmung der Fertigstellung der zweiten Redaktion bietet uns der Text derselben verschiedene 'Genauer: zwischen 1477 und 1179, da Ebran in der Chronik e »ne Quelle benützt, nämlich die in Anmerkung 4 angeführte „Uiston , aie dnn erst im Jahre 1477 mitgeteilt wurde. '■' 8. oben S. XVII. , . 3 Davon wird unten S. LXXIX noch gesprochen. 4 Die Stelle lautet Bl. 101»: „Dise In stör i von herUog Johannsen und frawen Jakoba hat in ir an s H olanit ge Pracht der würdig doctor Friderich Mawrk ireher, dieselbe ««yt brobst zu Altenötting, nachmalen bischof zu Bassaw«. Dieser Passus steht ganz am Schlüsse der langen t fe l ' n( l trägt schon durch diese Stellung sowie durch die unvermittelte Art der Anfügung den Charakter eines Nachtrages an sich. 6 Vgl. Keller, 1. c. S. 108. Es fallen über die angegebene^Zeit fenze bloss die auch in der zweiten Redaktion nicht mehr «wähnten Kinder Philipps des Aufrichtigen hinaus (mit Ausnahme des un Jahre l «8 gebornen ersten Sohnes). E*bra n hat an Stalle der Namen derselben Sechs leere Kreise eingestellt, wie er für die Söhne F Iie dr10 h s 1. £***££ K »nig Kupprechts) und Ludwigs von Veldentz je vier gesetzt hat. — XXXVIII — brauchbare Anhaltspunkte. Es ist dort die Kede von Papst Innocenz VIII., der am 29. August 1484 gewählt wurde, von dem Tode des Markgrafen Albrecht von Brandenburg am 11. März 148G, von dem des Augsburger Dompropstes Herzog Johann von Bayern am 4. Oktober 1486, und da von dem Herzog Ludwig von Veldentz gesprochen wird wie sonst von Toten, 1 kommen wir bis zum 19. Juli 1489. Dagegen wird Herzog Christoph, der am 8. August 1493 bekanntlich auf der Insel Rhodus starb, als noch Lebender aufgeführt. Hätte Bbran von dessen Ende Kenntnis gehabt, er hätte sicher, zumal es unter so traurigen Umständen erfolgte, davon berichtet, wie er dies bei dem erwähnten Herzog Johann that, der auch auf einer Kreuzfahrt in der Ferne den Tod fand. So ergibt sich, dass unsere Chronik in der Fassung der Handschrift J etwa um 1490, sicher vor 1493 beendet wurde, zu welchem Resultate, auch Keller auf Grund anderer Erwägungen gelangt.- 8. Die bayerische Regententafel und ihr Verhältnis zu der Ebranschen Chronik. Ausser den aufgeführten drei Handschriften und dem Fragment Liebs haben sich noch Bruchstücke der Ebranschen Chronik in einem alten wittelsbachischon Stammbaum erhalten, welcher auf der dem Freiherrn von Hallberg- Broich gehörenden Burg Brach len bei Linnig (im Herzogtum Jülich) aufgefunden wurde und im Jahre 1814 in das Jv. b a y e r G e h e i m e H a u s a r c h i v überging. Dieser Stamm- Daum nndet sich auf dreizehn zusammengefügten Pergament- Diattern, die bei einer Breite von ungefähr einem halben Meter eine Lange von siebthalb Meter aufweisen, und ist zum Teil mit prachtigen, kolorierten Zeichnungen, darunter eine Menge von iurstenbildern, ausgestattet. Auf diesen Stammbaum machte zuerst Bockinger in der zweiten Abteilung seiner Abhandlung-' „Über ältere Arbeiten zur bayerischen und pfa ziehen Geschichte im Geheimen Haus undStaatsarchive" S. 167 nro. 50 aufmerksam. Ergedenkt genannt SÖS ÄT»j " "^ ™* Keller, 1. c . S. 124 ff K '' xv. Bd r n d T b S u ^fer ÜT- Akadcmic der Wiss ' tn -° i - XXXIX — dabei (S. 169) historischer Notizen, kleinerer und grösserer, die auf diesem Stammbaum bei einer Anzahl von Fürsten als „Beischrift" angebracht sind, ebenso (S. 171 nro. öl) eines auf der Tafel unten aufgeklebten, quer gelegten Pergamentblattes, das von Kaiser Philipp us und seinen Söhnen handelt und von ihm als ein Ausschnitt aus der Chronik E b r a n s erkannt wird. Es ist hier auch bemerkt, dass die ganze Tafel aus drei Hauptbestandteilen zusammengesetzt ist, von denen der erste von Garibald und Arnulf (dem Bischof von Metz) bis auf Kaiser Otto III., der andere von Otto von Wittels- bach bis zu den letzten Sprossen des niederbayerischen Zweiges (1340), sowie den Söhnen Kaiser Ludwigs und seines Bruders Rudolf reicht, während der dritte, später hinzugefügte in der bayerischen Linie sich bis zu den Herzogen Wilhelm, Ludwig und Ernst, in der pfälzischen bis zu den Söhnen des Pfalzgrafen Philipp des Aufrichtigen erstreckt. In der dritten Abteilung seiner Abhandlung 1 veröffentlichte dann Rockinger die erwähnten „Beischriften", 2 die nur auf den beiden ersten Stücken des Stammbaumes vorkommen, und glaubte als deren Quellen Otto von Freising, die Chronik von Scheyern und Andreas von Regensburg annehmen zu dürfen. Diese Mitteilungen Rockingers gaben Anlass zu einer vom Geheimen Haus- und Staatsarchiv ausgehenden Publikation,» die näher auf die künstlerische Gestaltung des Stammbaumes eingeht, eine genaue Darstellung seiner Anordnung enthält und sämtliche darin aufgenommenen Fürstennamen nebst den dazu gehörenden „Beischriften" unter Zugabc historischer Anmerkungen aufführt. Bezüglich der Quellen der „Beischriften" wird lediglich die Annahme Rockingers wiederholt. Erst Kellor erkannte die Verwandtschaft dieser „Beischriften" mit der Ebranschen Chronik, auf die übrigens schon durch das von Rockinger als Bruchstück derselben identifizierte Pergamentblatt hingedeutet war, und in seiner Abhandlung über Ebran 4 wies er in einer grösseren Anzahl von Parallelstellen eine so grosse Ähnlichkeit, ja vielfach wört- Ebenda S. 165. . , „ -„„u^ttcT," 5 S. über solche mit prosaischen und poetischen „Beiseln Uten versehene Stammbäume llockinger, S. 125 ff. .. v t : ' Bayerische Kegcnten-Tafel von Herzog Ganbad I ,554 bis Kurfürst ()tto Heinrich (155!)), herausgegeben vom k. B. Geheimen «ausarchive etc. (Ohne Jahrzahl). 4 L. c . S. 111 ff. - XXXX — liehe Übereinstimmung nach, dass an der unmittelbaren Abhängigkeit der beiden voneinander nicht mehr gezweifeldt werden konnte. Es war nur noch zu untersuchen, ob Ebran die Kegententafel oder der Verfertiger derselben Ebran ausgeschrieben. Keller entschied sich aus Gründen, die als stichhaltig bezeichnet werden müssen, für Letzteres, und wir können uns hier auf einige Zusätze zu seinen Ausführungen beschränken. Wir knüpfen an die Bemerkung Rockingers an, dass sich mog icherweise der Stammbaum von unten her nicht vollständig erhalten habe und vielleicht ein die älteste, fabelhafte Genealogie der bayerischen Herrscher betreffendes Stück fehle.' Er stutzt sich dabei auf die Beischrift zu dem an der Spitze des Ganzen stehenden Herzoge Garibald, welche lautet: „An disem Ganbaldus vahet an der ander stam oder ge schlächt," wie dann weiterhin bei Herzog Odilo vom dritten, bei Ludwig dem Deutschen vom vierten „Geschlechte« die Rede ist. Und nun fragt Rockinger: „Soll hienach nicht auch das erste irgend einmal vorhanden gewesen sein ?" Sehen wir nun in der E b ra n seh e n Chronik nach, so finden wir (bei J) in der Einleitung den Passus: Es wird gesagt von dem Land Bavaria oder genant Norica und von den Fürsten, die darin geherrsch t haben, die geteilt sind in vier Stamen oder Gesuchte bei Cristus geburde: Der erst Stamen erhebt sich an dem König Woaniundus und seinem Bruder Ingeromandus, der ander erhebt sich an den Hertzogen Theodo und Garvwaldo, der drit erhebt sich an dem Fürsten Ottilo und der viert Stamen erhebt sich anKeyser Karl dem ersten" etc - eine Gliederung, auf der der ganze Aufbau der Eb rauschen Chronik in den betreffenden Abschnitten beruht. Das fuhrt na urheh zu dem Schlüsse, dass nicht die in der Regenten- tafel sich findende dürftige Erwähnung des zweiten, dritten, vierten Stammes die Quelle der Ebran sehen Chronik gewesen ist, sondern umgekehrt diese der Regententafel zur Vorlage gedient haben muss, zumal da wir die Quellen, aus denen Ebran wirklich schöpfte, soweit diese Dinge in betracht kommen ja kennen. Im übrigen möchten wir aus dem Umstände, dass sich in der Ebranschen Chronik ein „erster Stamen findet, noch nicht schliessen, dass auch in der Regententafel ursprünglich ein solcher verzeichnet gewesen sei, ' L. c. 8. 171. — XXXXI — und zwar aus dem einfachen Grunde, weil auch in der Stammtafel Ebrans, die sichtlich neben der Chronik bei Anfertigung der ersteren mit herangezogen wurde, 1 nicht auf die Sagenhelden Eoamundus und Ingerom andus zurückgegangen, sondern Qüt Garibald und Theodo (in H) begonnen wird. Wie gedankenlos der Hersteller der Regententafel verfuhr, zeigt sich noch ein zweites Mal weiter oben, wo von den Söhnen Karl Martells gesprochen und dabei auf eine Stelle verwiesen w ird, die sich nicht in der Eegententafel, aber bei Ebran findet. Es heisst nämlich im letzten Satze der „Beischrift": „Pipinus w ird ein Kunig in Eranckreich gemacht durch Und er w e i sun g Papst Stephani des andern und ward Kunig Hildrudis in ain Kloster Verstössen, der die selben Zeit den kuniglichen Namen hat, als in s einer Histori nier gesagt wird" — nämlich bei Ebran auf Blatt 37. Und nun noch ein anderer Punkt. Keller hat nicht nur Übereinstimmungen in den von ihm vorgeführten Parallelen nachgewiesen, sondern auch auffallende Abweichungen und hat dargethan, dass die Regcntontafel Fehler enthält, die der Ebranschon Chronik, wie wir sie kennen, fremd sind. 2 Daraus hat er gefolgert, dass die letztere in ihrer ursprünglichen Fassung eine andere Gestalt hatte als der Text in H W oder gar in J, und er spricht von dieser ältesten Fassung der Chronik als von der ersten Redaktion derselben. Wir sind aber der Meinung, dass damit zu viel gesagt wird, denn wir glauben, dass die Chronik zu der Zeit, in der ihr "'° „Beischrii'ten" der Regententafel entnommen wurden, n °ch nicht vollendet, sondern erst im Werden begriffen war; J a ) es ist möglich, dass sie damals überhaupt noch nicht Weiter vorgeschritten war als bis zu den Stellen, die den ietzten Beischriften der Tafel als Quelle dienten. Für wen die Regententafel hergestellt wurde, wissen wir nicht. Man könnte an eine der fürstlichen Persönlichkeiten denken, mit denen Ebran in persönlichem Verkehr stand; ' I>io „Kegententafel" ist vielleicht überhaupt nichts anderes als .JJJ* genaue Nachbildung des Ebranschen Stammbaumes in dessen '»hester Gestalt. Durch die im Laufe der Zeit an letzterem vorgenommenen l en derungen dürfte dieser dann so geworden sein, wie er sich uns in J, ^•w. II erhalten hat. Es blieben auch die „Beischriften" nicht in der si>rüngii c | len Fassung, sondern wurden zumeist gekürzt oder ganz Bestrichen, Dj 0 i ctetc nm i e t sieh in II bei Otto II., dem Hohn ijua wi g8 des Kelheimers. " L. c. 8. 116. — xxxxn — doch liegt am nächsten anzunehmen, dass sie für ihn selbst angefertigt worden ist, weil er wohl eine solche „Figur", die ja das Gerippe seiner Chronik bildet, bei der Ausarbeitung derselben immer als Wandschmuck, zugleich als Quelle und Beleg vor Augen haben wollte. Und es scheint, dass dieser Stammbaum eines des Vorbilder für die die bayerischen Herrscher darstellenden „Riesenstammbäume" geworden ist, denen man in neuerer Zeit die Aufmerksamkeit zugewendet hat. 111. Der Inhalt, die Anlage und Form der Chronik. Es ist bekannt, dass die wittelsbachischen Fürsten der Geschichte Bayerns und ihres Hauses von jeher warmes Interesse entgegengebracht und auf die Pflege derselben fruchtbar eingewirkt haben; so wissen wir, dass von den einheimischen Geschichtswerken des XV. Jahrhunderts 1 mindestens zwei einer unmittelbaren Anregung bayerischer Herzoge ihre Entstehung verdanken, nämlich das Chronikon de dueibus Bavariae des Andreas von St. Mang in ßegensburg, zu dem Ludwig der Bärtige von Ingolstadt den Anstoss gab, 2 und die Gesta illustrium dueum Bavariae des Abtes Georg Hauer von Nie der- altaich, die auf einen Wunsch des Herzogs Georg von L a n d s h u t entstanden/' Die Beziehungen, in denen unser Ebran zu mehreren fürstlichen Persönlichkeiten des Landshut er Hofes stand, legen den Gedanken nahe, dass auch er zur Abfassung seiner Chronik durch derartige Antriebe veranlasst worden sei, aber es findet sich keine Spur, wodurch eine solche Annahme Bestätigung fände. Es scheint einzig die Lust und Liebe zur Sache gewesen zu sein, die ihm die Feder in die Hand drückte, vielleicht eine in der Familie liegende Neigung zur Erforschung der Vergangenheit, wie wir denn auch seinen Bruder Heinrich als Autor der ältesten geschichtlichen Aufzeichnungen über die Geschichte der den E brauen, 1 S. hiezu den Abschnitt „Richtungen der Historiographie" bei ie2 ' e L'e?di C „ h gtr tC s SsgTbe £ SdÄ-ten Bande der neuen ^»TIlS^eo'rg^Hauer in Niederaltaich, Äxch. Zeitseh,, Jahrg. 1002 S. 215 ff. — XXXXIV — wie wir sahen, verwandten Familie Gumppenborg kennen lernen. 1 Hans Ebran sagt in der Vorrede zu seiner Chronik selbst, dass er von einer „sondern Begier" erfüllt gewesen sei, „etwas zu wissen von den herrliehen Taten und Geschichten und besonders von dorn hochlöblichen Haus Bavaria oder genannt Norcoa und den durchleuchtigen Fürsten, die in dem Land geherrschet haben", und dass ihm die Beschäftigung mit den alten Historien, die er zu diesem Zwecke durchsehen musste, eine „gar lustige und kurzweilige Arbeit gewesen". Zu dieser Freude an der vaterländischen Geschichte überhaupt gesellte sich dann noch die Anhänglichkeit an das wittelsbachische Herrscherhaus, „den hohen, edlen Stammen bei allen Fürsten der Welt", dessen Sprösslinge „so viele Jahre dem Haus Bayern unverwandelt angehangen" und „viel Zeit in grossem Pracht und Reichtum und viel Zeit in Armut gesehen" wurden, jedoch „nie ganz von dem Haus geschieden" waren. Und unter den Herrschergestalten, die ihm dabei vorschwebten, ist es vor allen die Persönlichkeit seines nächsten Herren, des Herzogs Ludwig, dem zu Ehren er sein Geschichtswerk schreiben will; denn, sagt er, „dieser Fürst war gar ein hochgepreister Fürst in allem römischen Reich: sollt' des Lob, ritterliche und streitbare Händel nicht in zukünftigen Zeiten gedacht werden, kränket's mein Gemüt." Ein zweites Mal erwähnt er in seiner Vorrede Herzog Ludwig in einer Stelle, in derer von dem Kurfürsten Friedrich von der Pfalz spricht, der „ein sonder Freund", mehr als zu sagen, „ein Helfer im Kriegen und Streiten gewesen" seines Herren, „des grossen Herzogs Ludwigs in Bayern", welche zwei Fürsten „grosse Ding mit Mannheit und Streit erstanden" und damit, „ihrem fürstlichen Namen und Geschlecht Ehre und Preis erworben haben". Weiter unten ein drittes Mal, indem er, wieder unter Zusammenstellung Ludwigs und Friedrichs, einer beiden Fürsten gemeinsamen Tugend gedenkt, die in den Augen unsere Chronisten besonders viel gegolten zu Di,. '^-/^"'»PPenbergache Familiengesch. S. 13, wo es heis8t : Karnil, i .6?? c V ch * liche Darstellung über unsere r„ '?' dl .V v } rf ' nden > 'steine kurze Beschreibung, welche IcWi^V 5»'«ehntea Jahrhundert Heinrich Ebran zu ei, u'h F ? c V ung8 . te ? ohn der Elsbeth zu Gumppenberg, Wfcrihv desba y".schen Chronisten, verfasgt hat. Diese nur \ f v ,V h- Z u 8 . cher ?eck, scheint sich indessen mehr S • m l\ro 1 T VT 80 I 08 Gutes Scherneck und auf die Stammfolge der Inhaber desselben bezogen zu haben". - xxxxv - haben scheint, nämlich Selbstbeherrschung und feine Sitte. „Nie ward erhört aus ihrem Mund keinerlei Scheltwort, als dann zu dieser Zeit Gewohnheit ist an den Fürstenhöfen, nicht allein Scheltwort, sondern auch übel Schwören bei dem Fronleichnam, Blut und Marter unsers Herrn Jesu Christi". Und da unser Chronist bei der Erwähnung Friedrichs auf das Werk des Matthias von Kemnat 1 hinweist, in dem des Helden Leben und Thaten beschrieben seien, so möchte man erwarten, dass er in seiner eigenen Chronik ein die Person Ludwigs in den Mittelpunkt stellendes Seitenstück hiezu bieten wollte. Das ist aber in Wirklichkeit durchaus nicht der Fall, sondern sie stellt, wenn wir das Gerippe biossiegen, einfach eine Aneinanderreihung der „Geschlechto" und der diesen angehörenden einzelnen Regenten dar, die Bayern y on den frühesten Zeiten bis zum Ende des XV. Jahrhunderts »besessen" haben. Für derartige Arbeiten hegte man, wie die verschiedenen damals und etwas später entstandenen Stammbäume und genealogischen Versuche erkennen lassen, besondere Vorliebe, und zwar legte man Wert darauf, die Wurzeln des „Stammen" bis in die dunkelsten Tiefen der Vergangenheit hinabzuverfolgen, wobei das Gewirre von Mythen und Fabeln, auf das man schliesslich stiess, nicht abschreckend sondern anziehend wirkte. 2 Ebran wird bei seinen Nachforschungen zurückgeführt bis auf Noah, springt von ihm rasch über auf den babyionischen Turmbau und auf die Zerstreuung des Menschengeschlechtes über die Erde, dann auf König Ninus und dessen Nachfolger bis zur Königin Semiramis. Diese notigt ihren Stiefsohn Trebeta durch dio unnatürliche Liebe, die sie zu ihm hegt, zur Flucht übers Meer, und er baut nun in Gallien eine Stadt, die er nach sich Trier benennt; seine Nachfolger sind „die Grossen des Hauses zu Tnel", die Stammlern der Karolinger (Bl. 7*). Die aufeinanderfolgenden Weltreiche werden nur kurz erwähnt, mit Ausnahme des letzten, des römischen, dessen Geschichte Ebran durch Hervorhebung einer Anzahl ihm besonders charakteristisch erscheinender Momente von semer Begründung an durch trojanische Flüchtlinge bis zu den Kaisern Oktavianus und Tiberius, unter welchen Christus geboren wurde und gestorben ist, verfolgt (Bl. 17 ). B . ' „Des Ma tthia■ to n K emn at Chronik F ri edri oh» L des «■egreichen« veröffentlicht im II. Bande der Quellen zur bayr. und Putschen Gesch., Bd. II (München 1802) S. 1». 2 S. hiezu Riezler, Gesch. Baierns, III S. Jl<ä H- — XXXXVI — Dann wendet er sich zu den ebenfalls von den Trojanern abstammenden Franken und findet so den Weg nach Germanien (Bl. 25 a ) und den von den Norikern oder Bayern bewohnten Gebietssteilen. Dass diese unter ihrem Führer Bavarus aus Armenien eingewandert sind, betrachtet Ebran als eine unbestreitbare Thatsache, denn „darüber sind die Kronickenschreiber einhellig"; ebenso dass der Nachfolger des Bavarus Norix gewesen sei, der Erbauer von Nürnberg oder, wie er zuerst meinte, von Regensburg; dagegen bereitet ihm die Bestimmung der auf Nor ix folgenden Fürsten des Bayerlandes grosse Schwierigkeit. Zwischen B o a m u n- dus und Ingeromandus, 1 die ihm in den Chroniken als die nächsten genannt werden, und diesem Norix liegt, wie er erkennt, ein gewaltiger Zeitraum, denn Norix hat nach Angabe der Quellen „geherrschet zu der Zeit, als G e d e o n richtet die Kinder von Israel", während die ersteren zur Zeit des Julius Caesar gelebt haben sollten, „mit dem sie einen herten Streit gethan". Er setzt diese beiden zwar als „das erst Geslächt" im Bayer lande, weist aber darauf hin, dass „vor auch König und Fürsten im Beyrnland gelierrschet haben", deren „Gepurt und Sipschaft" man leider „so warlich nit geschrieben findet". An die Herzoge Adaiger und T h e o d o, die als spätere Fürsten in Bayern erwähnt werden, ohne dass eine Zeit angegeben würde, wann sie „tot gewesen", will er nicht recht glauben, da ja in den Jahrhunderten nach Caesar „die landt in Germ an i mit landt- fögten, geborn Römern" besetzt gewesen seien; die in Bayern das Regiment geführt, meint er zu kennen und nennt ihre Namen. Einer derselben war Philipp us, der nachmals auf den römischen Kaiserthron erhoben wurde, und mit seinen Söhnen Philippus und Quirinus zum Christentum übertrat; ein anderer Aquilinus, von dem der hl. Florian in Zeisselmaier um seines Glaubens willen getötet wurde. So führt uns Ebran zu den Anfängen des Christentums in Bayern, das zur Zeit der Hunnenstürme unter Attila in schwere Bedrängnis gerät (Bl. 29 b ). Dann aber beginnt für Bayern eine neue Zeit. In den Chroniken finden sich nun die Namen der Herzoge The od o und Garibald — Ebran nennt sie ursprünglich in umgekehrter Folge - und dem ersteren gelingt es, der Römerherrschaft durch eine Schlacht bei Ütting ein Ende zu 1 Vgl. oben S. XXXX. — XXXXVII - bereiten und Bayern zu einem freien Land zu machen. Mit diesen beiden Fürsten fängt „der ander Stamen im B a y r n 1 a n d e" an. In Anknüpfung an den Namen G a r i b a ] d erzählt nun Ebran von dessen Tochter Theodolinde, der Gattin des Longobardenkönigs Authari, die durch „den heyligcn babst sant Gregori" zum Christentum bekehrt wird und in ihrer neuen Heimat eine erspriessliche, gottselige Wirksamkeit entfaltet; dann sehr ausführlich von der Ausbreitung des Christentums in Bayern durch den heiligen Ruprecht unter der Regierung des Herzogs Theodo „des dritten' 1 oder wie „etlich histori sprechen" „des andern" und durch den heiligen Emmeram unter demselben Theodo und hinein Sohne Theo dobertus. „Etlich sprechen" meint er da nn, „dass diser Stamen an dem Hertzogen Theodoberti ein Endt genomen hat", andere aber nehmen an, dass er ein Vater der drei „Hertzogen Landfried, Waldram und Eliland gewesen sei", und nun berichtet er über die Klostergründungen dieser drei Fürsten und die Thaten ihres Nachfolgers Albrecht und dessen Bruders Ockarus, der Burgund »besass". Alb recht ist der Gründer mehrerer Klöster und b ringt das „Heiltum" St. Quirini nach Tegernse (Bl. 35 b ). Hier unterbricht Ebran die Geschichte Bayerns und s etzt die der Franken fort, indem er, beginnend mit dem Bischof Arnulf von Metz, dem eigentlichen Begründer "der Grossen des Hauses von Triel", die Entwicklung und das Erstarken der Hausmeier oder, wie es in der Chronik heisst, »der Ausrichter des Palatii" verfolgt, bis sie dazukommen, de n merovingisohen Schattenkönig Childerich zu stürzen (Bl. 37"). An diesem Punkte angelangt, nimmt E b r an in geschickter Weise wieder den Faden der bayerischen Geschichte auf und verbreitet sich nun über die Regierung des Herzogs °dilo, von dessen genealogischem Zusammenhang mit den früheren von ihm genannten Herzogen er nichts weiss. Er bezeichnet deshalb Odilo als „den ersten des dritten Stamen in Ba varia", der, von königlichem Geschlecht geboren, „das Herzogtum Bavaria vom König Pipinus in Frankreich v erliehen" erhielt; sonst wird über das „Herkommen" Odilos m chts bemerkt. Noch eingehender behandelt er dann — wie schon bei Odilo unter besonderer Betonung des kirchengeschichtlichen Stoffes — die Taten und Schicksale von ^dilos Sohn Thassilo und legt ausführlich die Vorgänge dar , die den unglücklichen Fürsten zu Fall brachten (Bl. 40 b ). - XXXXVIII — Bayern wird nun zu einem „Kamniergut" Karls des Grossen, und so erhebt sich denn mit ihm „der viert Stamen" der bayerischen Herrscher. Das veranlasst Ebran der „Histori von kaiser Karolo" und dessen Nachfolgern eine verhältnissmässig sehr umfangreiche Darstellung zu widmen. Dabei verweilt er am längsten bei dem ersten Kaiser dieses Geschlechtes und bei dem letzten, bei Karl, für dessen Grösse und geschichtliche Bedeutung er offenen Sinn und Verständnis zeigt, und bei Arnulf, der ihm wie Karl schon wegen seiner Kämpfe gegen die Heiden als eine besonders hervorragende Persönlichkeit erscheint. Auf diesen Arnulf aber blickt Ebran auch in genealogischer Hinsicht mit grösstem Interesse, denn dieser ist, wie er meint, der Begründer der Grafschaft Scheyern, und von ihm stammen ja, wie in den Chroniken zu lesen war, nicht nur König Ludwig und violleicht auch Konrad von Hessen (der spätere König K o n r a d [.), sondern auch Arnold (A r n u 1 f I.) und Werner, von denen der erstere das Herzogtum Bayern bekam, der letztere „Graf zu Scheyern" ward. (Bl. 50 a ). Arnold stirbt ohne männliche Nachkommen, aber "Werner pflanzt das Geschlecht fort, und er ist der, von dem es bei Ebran heisst, dass von ihm „unsere herrn hie", die Herzoge von Bayern, abstammen. Nach dem Tode Arnolds hätte das Herzogtum Bayern kraft Erbrecht an dessen Bruder Graf Werner fallen sollen, aber das geschah nicht, sondern das Land wurde, da eine Tochter Arnolds sich mit einem Sprossen des sächsischen Herzogshauses vermählt hatte, von König Heinrich und seinem Bruder Otto „eingenommen", die es als „ir Erib muterhalben" beanspruchten. (Bl. 52 b .) Da es dem Grafen Werner nicht gelingt, sein besseres Erbrecht zur Geltung zu bringen, verbindet er sich mit den Ungarn und führt bei dem Abfall des schwäbischen Herzogs Ludolf von seinem Täter Otto „ein unzallich Volck ins Land", wird aber nach der für dieses unglücklichen Schlacht auf dem Lechfelde „als einer, der sie gefährlich verfürt hiet" von ihnen erschlagen. Mit der Verdrängung Werners aus Bayern beginnt die 227 Jahre lang währende Periode, in der „die edelen, gefürsten Grafen von Sc heim von irem Vaterlandt Verstössen gewesen", denn auch die bei Konrad IL und Kaiser Heinrich dem dritten — „etlich sprechen dem vierten" — auf die Wiedergewinnung des — XX XXIX — Herzogtums gerichteten Versuche des Grafen Eckart, eines Nachkommen Werners, blieben vergebens (Bl. 63 a ). Was wir hier zusammengestellt, musste aus einer Menge von kirchen- und reichsgeschichtlichen Begebenheiten herausgeschält werden, die zum guten Teile noch dazu nur aus der Sage und der Legende geschöpft sind. Von dem Aussterben der sächsischen Kaiser an wird die Darstellung immer lückenhafter und verschwommener, und von den späteren Herzogen in dieser Zeit nennt Bbran nur im Vorbeigehen einen Herzog Heinr ic h (Heinrich V., den Lützelburger) — von dem er aber nicht sagen kann, „wer der von Geschlächt gewesen, oder ob ihm das Land ein Teil oder alles verlihen ward von dem Keiser, oder ob er ein Vogt oder Stathalter des Keisers im Beirnland gewesen sei", — dann ähnlich Herzog Kuno und ebenialls nur kurz die Kaiserin Agnes. Otto von Nord heim bleibt unerwähnt. Erst von der Zeit der Weifen an gewinnt Ebran für die Geschichte der bayerischen Herzoge wieder festeren Boden, aber auch hier ist die Erzählung recht unvollständig und, besonders soweit die Kampfe der Weifen mit den Staufern und den von ihnen in Bayern eingesetzten Herzogen aus dem Hause der ßabenberger in Betracht kommen, auch recht verworren. Dass aber Ebran trotz der mancherlei Seitenwege, auf die er sich verirrte, sein eigentliches Ziel für längere Zeit doch ß ie völlig aus den Augen verlor, zeigt eine Anzahl in die Geschichte des XI. und der ersten Hälfte des XII. Jahrhunderts eingeschobener Absätze, in denen er sich mit der Geschichte der scheyernschen Grafen befasst, die bedeutendsten derselben heraushobt und ihre Gebietsteilungen berichtet, wobei sich zeigt, dass er im Zweifel ist, ob diese nicht schon in der frühesten Zeit auch Pfalzgrafen bei Rhein gewesen. So ist der Leser der Chronik mit den wichtigsten Geschicken des scheyernschen Grafenhauses vertraut, wann er an den Zeitpunkt gelangt, wo Ebran von der Erhebung °ttos von Witteisbach zum Herzog von Bayern spricht. Er thut dies zweimal. Das erstemal vorausgreifend bei der Erzählung der Belehnung Heinrichs des Löwen mit Ba yern im Jahre 1156, wo auf die den Herzog später treffende Ungnade des Kaisers hingewiesen wird, und diese Stelle erscheint, abgesehen von dem eine Art Beilage bildenden »Spruchbrief" Barbarossas, der das sog. kleine österreichische Privileg enthält, und von einer ganz kurzen das Kloster R anshofen betreffenden Notiz, die sich hieher verirrt hat, IV — L — als der Abschluss des ersten Teiles der Chronik (Bl. 69 b ). Das andere Mal setzt Ebran diese Notiz gewissermassen als Einleitung an die Spitze des zweiten Teiles, und sie lautet hier — ohne jede Lobpreisung des Geschlechtes, die so nahe läge — einfach und schlicht: „Der vorgedachte Keiser Friderich, als er absetzt Hertzog Heinrich von beiden Landen, Sachsen und Beyrn, verlech erBeyrn diesem Graf Otten von Scheyrn" (Bl. 72 b ). Blicken wir zurück, so sehen wir, dass die Anlage der Chronik eine sehr wohl überdachte ist. Die zwei Hauptziele, auf die es Ebran ankommt, sind erreicht: der Nachweis der Abstammung der Grafen von Scheyern von den Karolingern und damit die Zurückführung ihres Ursprungs in die graueste Vorzeit. Das äussere Gefüge ist ein sehr straffes ; umfangreiche Überschriften sowie einleitende und abschliessende Sätze, die fast refrainartig anklingen, 1 grenzen jeden grösseren Abschnitt als ein für sich bestehendes Ganzes ab und kennzeichnen seinen Zusammenhang mit dem Vorhergehenden und dem Nachfolgenden. Vom Beginne der bayerischen Geschichte an ist der Stoff nach den Bayern beherrschenden „Geschlächten" gegliedert, deren Ebran, wie wir sahen, vier zählt, 2 wobei die fremden Herzoge, deren „Stamen" er nicht mit Sicherheit erfahren konnte, nicht mitgerechnet sind. Im zweiten Teile ändert sich der Charakter der Chronik, indem die sprunghafte Art der Darstellung, die im ersten vorherrscht, durch ein stetes, regelmässiges Vorschreiten verdrängt wird. Die lange Reihe der Witteisbacher, die uns vorgeführt werden, sind nach genealogischen „Staffeln" geordnet, wobei der oberbayerischen Linie der Vortritt vor der nieder bayerischen, der pfälzischen vor der bayerischen eingeräumt wird. Von den durch die Teilung im Jahre 1392 entstandenen Linien wird in jeder „Staffel" zuerst die ingolstädtische behandelt, die schon vor ein paar Jahr- ' Z. B. Also ist genug gesagt von dem anfangk des römischen volks, und wi die stat Koni gestift ixnd gepawt wurdt (Bl. 11"); Nun ist zu sagen, aus was Ursachen das kaiserthumb entsprungen ist etc. (Bl. ll a ); Also ist kurtz gesagt, wie Beyrn zu dem heiligen christenlichen glauben bekert ist etc. (Bl. 32 a >; Nu hat ende die histori von den fursten, die von Garibaldo kumen sind etc. (Bl. 35 b ); Aus diesem handel kam Otto zu dieser keiserlichen krön (Bl. 53 b ); Also hat ende die rede Otto, so er thutvoner- störung der stat Troya und anfang der stat Kom (Bl. 9b); Also hat ende die rede Ottonis von den Frantzoscn (Bl. 17 b ). 2 Die Witteisbacher gehören zum vierten, da sie ja, wie Ebran meint, von den Karolingern abstammen. — LT — zehnten ausgestorben war, dann die Landshuter, die im Mannsstamme nur mehr auf zwei Augen stand, und zuletzt die Münchener, der, wie vorauszusehen war, die Zukunft gehörte. Von allen in der Chronik aufgeführten Wittels- fächern, denen E b r a n häufig eine längere oder kürzere Charakteristik widmet, nennt er auch die Frauen, soweit er diese erkunden konnte, und die von ihnen hinterlassenen Söhne, die dann die Glieder der nächsten Staffel bilden. Die Töchter werden in der Regel nicht namentlich aufgeführt, und wenn dies der Fall ist, nur die verheirateten. Die der zehnten und letzten Staffel angehörenden Pfalz er bespricht Ebran wie die früheren, von den Fürsten der Landshutischen und Münchener Linie, die ihm näher stehen und noch leben, uennt er nur mehr die Namen. Die Reichsgeschichte, die im ersten Teile der Chronik einen so grossen Raum einnimmt, tritt im zweiten ganz in den Hintergrund, kaum dass die Namen von Kaisern — selbst Friedrichs „des grössten Fürsten der Welt" — gelegentlich erwähnt werden. Auch bei den beiden Reichsoberhäuptern, die dem wittelsbachischen Hause entstammten, Ludwig und "■uprecht, hält sich Ebran fast durchaus innerhalb des Gebietes der bayerischen Geschichte, nur dass er bei Ruprecht der Versuchung, die diesem den Weg zum Königsthron bahnende Absetzung Wenzels ausführlich zu berichten, licht widerstehen kann. Durchbrochen ist diese Beschränkung a uf die bayerische Geschichte nur durch das Hereinziehen des dänischen Königs Christoph und der Witteisbacher in Holland, für welch letztere Ebran, wie noch dargethan werden Wird, eine besonders ergiebige Quelle vorlag; aber diese Fürsten durfte er eben nicht ausser Acht lassen, wenn er seinem Vorsatz gemäss von allen „Fürsten, Königen und Kaisern'' sprechen Wo Hte, „die von Graf Otten (von Witteisbach) komen sind". Da im allgemeinen die an die einzelnen Herzoge geknüpften geschichtlichen Notizen und Erzählungen vom XIV. Jahrhundert an häufiger und breiter werden, könnte man Sc hliessen, dass Ebran die Zustände und Ereignisse der ^genen Zeit und der dieser unmittelbar vorangehenden Periode ln besonders ausführlicher Weise darstellen werde. Das trifft jedoch nur für die Geschichte der beiden letzten Ingolstadter Herzoge einigermassen zu, nicht aber für das Folgende, as in der zweiten Redaktion der Chronik neu hinzugefügt wurde. Über Herzog Ludwig von Landshut und dessen Waffenbruder Friedrich von der Pfalz, auf deren Tugenden IV* — LH — und Taten Ebran in der Vorrede zu seiner Chronik mit so grossem Nachdruck hinweist, geht er verhältnissmässig nur flüchtig hinweg, weniger erzählend als charakterisierend , wie sich denn dieser ganze Abschnitt mehr wie die Plauderei eines auf hervorragende, ihm wohl bekannte Persönlichkeiten der jüngsten Vergangenheit zurückschauenden alten Herren denn als eigentliche Geschichtserzählung liest. Dem entspricht es, dass hier fast gar keine Jahreszahlen vorkommen, falsche Eigennamen angegeben werden, andere, und zwar nicht wenige, die dem Chronisten im Augenblicke nicht gegenwärtig waren, einfach durch N N ersetzt sind, l was in den früheren Partieen der Chronik nur ausnahmsweise geschieht, und dass die Neigung E b r a n s zum Anekdotenhaften, die schon vorher dann und wann — nicht etwa zum Schaden des Werkes, — zu Tage tritt, 2 nun die Oberhand gewinnt. Wir erinnern an die „wäre und schöne Histori" von der Wahl des Me seh bot (Jagiello) zum König von Polen und von dessen Bekehrung zum Christentum, an die Erzählung von der Verhandlung am Hofgerichte des Herzogs Johann von Neumarkt, an die von den Erlebnissen des zum König von Dänemark erhobenen Herzogs Christoph und des von diesem als Boten verwendeten treuen Murher, an die ansprechenden Züge aus der Jugend des Herzogs Ludwig des Reichen und seines damaligen Freundes, des Markgrafen Albrecht von Brandenburg, an die Einzelnheiten aus dem Leben des Kurfürsten Friedrich von der Pfalz. Was mochte den Chronisten veranlassen, gerade die Geschichte seiner Zeit so stiefmütterlich zu behandeln? Er lässt die Gründe hiefür selbst an ein paar Stellen seines Werkes deutlich erkennen. So sagt er in den zwei letzten Absätzen desselben, in welchen er, wie schon erwähnt, Herzog Georg nennt und die Söhne Albrechts III. aufzählt: „Der Histori mag noch nicht geschrieben werden", weil sie, so ist zu ergänzen, noch am Leben sind. Es war also die Ansicht Ebrans, dass es für ihn, der an einem der bayerischen Höfe ein hervorragendes Amt bekleidete, nicht schicklich sei, sich über Mitglieder des wittelsbachischen Hauses, mit denen ihn 1 Schon von Keller festgestellt. L. c. S. 137. 2 Es sei darauf hingewiesen, wie er die Geschichte des schlecht beratenen Königs Jerobeam (BI. 22^) und der Lukretia (Bl. 10"), sowie den Verkauf der dreissig Juden um einen Pfennig (Bl. 28 b ) hereinzieht. — Auch die Eindsmaul- und Schweppermannsage tragen anekdotenhaften Charakter. — LIII — ein Abbängigkeitsverhältnis verband, oder mit denen er bei Festlichkeiten und anderen Gelegenheiten in persönliche Berührung kommen konnte, in seiner Chronik sich zu äussern. Und daraus erklären sich die Bndpunkte der beiden Fassungen derselben, von denen in der Handschriftenbeschreibung gesprochen wurde. Aber auch auf fremde Fürstlichkeiten glaubte er solche Rücksichten erstrecken zu müssen. So will er nicht auf die Kriege und Heldentaten Herzog Ludwigs eingehen, weil es »zu lang" wäre, und weil er „darin Bescheidenheit" halten will, „niemand verletzen" und seinem Herrn „nit zu vil Lob geben will"; und man wird diese Zurückhaltung verstehen, w enn man bedenkt, dass das Lob auf Kosten des noch lebenden Kaisers Friedrich und des noch nicht lange verstorbenen Markgrafen AI brecht hätte erteilt werden müssen. Hier zeigt sich der feine, erfahrene Hofmann, dem es keine allzu grosse Überwindung kostet, von Dingen zu schweigen, derenBesprechung unnötiger "Weise empfindliche Stellen berührt hätte. Bei der Erwähnung von Begebenheiten und Personen, die bereits der Geschichte angehörten, streifte er zum Glücke diese v orsichtige Haltung ab und liess sich nirgend zur Parteilichkeit °der zur Unterdrückung von Thatsachen verleiten, die einzelnen Trägern des wittelsbachischen Namens und andern bayerischen Fürsten nach seiner Meinung oder in Wirklichkeit Zu r Unehre gereichen. Er stellt den Herzog Arnulf als einen r üchlosen Menschen hin, „darumb das er der Pfaffheit vil Schaden Und Unrecht getan hat", und unterlässt es nicht, von den Umtrieben der bösen Geister zu erzählen, durch die die Ausgrabung seines Leichnams aus der geweihten Stätte veranlasst w urde; er berichtet über die Hinrichtung der Maria von Trabant durch ihren Gemahl Ludwig den Strengen u nd weist ausdrücklich auf „die grosse Sund" hin, die dieser dadurch auf sich geladen; er erzählt die Ermordung des Kaisers Philipp durch den Pfalzgrafen Otto ziemlich ausführlich, im Gegensatze zu den meisten anderen bayerischen Chronisten, die über diese Untat kurz hinweggehen; ebenso erzählt er den gegen Ludwig den Bärtigen gerichteten Mordanschlag des Herzogs Heinrich, der doch der Vater des Vo n ihm so hoch gepriesenen „grossen Ludwig" war, mit a llen ihm bekannt gewordenen Einzelnheiten ohne jede Beschönigung. Die Lässigkeit der Wittel sbacker, infolge — LIV - deren ihnen grosse und reiche Länder, die ihnen zugefallen waren, wieder verloren gingen, wird von ihm schon in der Vorrede zur Chronik freimütig gerügt, dann noch einmal im Text, wo er darauf hinweist, dass die bayerischen Herzoge nach dem Aussterben der holländischen Linie ihres Hauses „vil Tag und Teiding" wegen der Teilung des kleinen Stra u- binger Erbes hielten und den bedeutenden holländischen Besitz fahren Hessen, „weil sich ir keiner darumb muet, darzu sie die nächsten maendlichen Erben gewesen sindt, das doch geschätzt mag werden für eine grosse Tragkheit, das ir Erben und Nachkomen mit Schmertzen gedulden müssen". (Bl. 100 a ). Die Absetzung des Herzogs Thassilo findet er ganz gerechtfertigt, und er kann die von diesem gegen König Karl an den Tag gelegte Treulosigkeit nur tief beklagen. „0 Hertzog Tassilo", ruft er aus, „wie hast du so übel gethan an dir selbst, auch deinen Nachkommen und dem Haus Bayern, dass du dich nicht in Gnaden des gerechten Kaisers gehalten! Hast dich ein Weib verführen lassen!" Bei der Darstellung der Geschichte Ludwigs des Bayern, bei der die Geschichtschreiber sich in der Regel entweder auf die Seite des Kaisers oder des Papstes stellen, befleissigt er sich vollständiger Neutralität, lässt aber insofern für Ludwig Sympathie erkennen, als er mit dessen Persönlichkeit anmutige Sagen in Verbindung bringt, die sie mit hellem Schimmer umgeben. Im übrigen hatte Ebran wohl nur sehr unklare Begriffe von den kirchenpolitischen Fragen, die die Taten und Schicksale Ludwigs bestimmten. Zu diesem Vorzug der Unparteilichkeit, den man der Ebran sehen Chronik zuerkennen muss, gesellt sich noch ein anderer, das ist die Sprache. Sie hält sich von der in der Literatur des XV. und noch mehr des XVI. Jahrhunderts so häufig vorkommenden Derbheit, die nur allzugern in Bohheit ausartet, vollständig fern und kann trotz einer gewissen Volkstümlichkeit im eigentlichen Sinne des Wortes als „gewählt" bezeichnet werden. Wie sich in der ganzen Chronik kein einziges Stück findet, das in ästhetischer oder moralischer Beziehung selbst ein empfindliches Gefühl verletzen könnte, so ist auch jedes hässliche oder an- stössige Wort, darin vermieden. Die Darstellungsform ist in manchen Partien eindrucksvoll, und zwar nicht etwa infolge Anwendung auf Effekt berechneter Mittel, sondern im Gegenteil gerade durch gewinnende Einfachheit und Schlichtheit, die allem Wortgepränge abhold ist. Wo sich Ebran für LV seinen Stoff erwärmt, wirkt er geradezu dramatisch, so insbesondere in der Erzählung von der Glanzzeit und dem traurigen Ende Ludwigs des Bärtigen und in der von dem oben erwähnten Eechtshandel am Hofgericht des Oberpfälzers Johann. Immer bemüht er sich, den Sachverhalt klar und durchsichtig zu gestalten, und wo es ihm in seinen Vorlagen hierin zu fehlen scheint, scheut er vor einer gründlichen Umarbeitung derselben nicht zurück, indem er einzelne Momente anders gruppiert, Überflüssiges weglässt, zur Verdeutlichung des Sinnes vermittelnde Sätzlein einschiebt, matte Redewendungen umschreibt oder durch passendere ersetzt. 1 Im einzelnen freilich zeigen sich auch bei ihm, trotz dieses Strebens nach Korrektheit, manche Mängel, stilistische Ungeschicklickheiten und syntaktische Entgleisungen, die jedoch bei dem damaligen Zustande der Schriftsprache leicht erklärlich sind. Störender als sie fallen die bei Nennung lateinischer Eigennamen ungemein häufig vorkommenden Endungsfehler auf? die mit Sicherheit daraut schliessen lassen, dass Ebran der lateinischen Sprache nicht kundig war, ja nicht einmal die Elemente derselben erlernt hat. Von einer pragmatischen Behandlung des Stoffes ist nirgend die Rede, und eine solche ist von unserem Chronisten auch nicht angestrebt; doch zeigt die von ihm durchgeführte Anordnung insofern einen Fortschritt gegenüber den meisten früheren Chroniken, als er die annalistische Aneinanderreihung der Begebenheiten aufgibt und innerhalb des genealogischen Rahmens, von dem oben gesprochen wurde, das sachlich Zusammengehörende zusammenstellt, wobei freilich verschiedene Mängel zu Tage treten, die erkennen lassen, dass Ebran wenigstens die Sammlung seines Materials rein annalistisch angelegt hatte. So berichtet er zweimal unmittelbar hintereinander nach zwei verschiedenen Quellen von der Schlacht auf dem Lechfelde (Bl. 52 b , 53*), zweimal von der Einsetzung des Kurfürstencollegiums, bei Karl dem grossen ' S. hiezu die Parallelen S. LIX ff. .. dj 2 So schreibt er z. B. Ernesto im Npn. (Bl. 64 ), weil er £orm so in seiner Quelle (Andreas, bei Leidinger S. 68JU, ™> Wort aber im Dativ steht, vorfindet; die Nominative .# ao Innocentio (Variante z. Bl 2% Hirc.no (Bl. 10*), gl (Bt J, Hiren am (Bl. 43-); den Genetiv: des Königs Latino (j£ o h ßativ: zu dem König Pharonis (Bl. 21») etc.- Bemerkt sei °« ° Gelegenheit, dass Ebran bei deutschen Eigennamen die ü endung in der Kegel weglässt. — LVI — und bei Otto III. (Bl. 45 b 57 b ), zweimal von der „Einnahme" der Stadt Regensburg zum Reich, unter Karl dem Grossen und Otto III. (Bl. 26\ 57 a ), bringt zweimal die Berechnung der Zeit, während der die Grafen von Scheyern des Herzogtums Bayern beraubt waren (Bl. 3 h , 72 b ), und dreimal die Thatsache, dass die Adeligen gern ihren Ursprung von den römischen Landvögten ableiten (Bl. 27 a , 27 b , 29 a ); auch dadurch werden "Wiederholungen veranlasst, dass Ebran bei Ereignissen, die wichtige Folgen nach sich zogen oder mit anderen sich später zutragenden in Beziehung stehen, auf diese hinweist und sie dann an ihrem Ort nochmals ausführlich erzählt. Einige wenige Stücke sind, um auch das noch zu berühren, ganz lose in den Text eingestellt, 1 was wohl darin seinen Grund hat, dass sie dem Chronisten erst in die Hand kamen, nachdem der betreffende Teil seines Werkes schon vollendet war. Zu diesen Verstössen kommen noch solche anderer Art, die Ebran durch Mangel an Sorgfalt und Genauigkeit verschuldet. Da ist zu lesen Ottonus für Otto (Bl. 5 a ), Hafelsburg für Habsburg (Bl. 75b), die hungerisch prod statt hungerisch port (Bl. 44 b ), Deserius und Desedri für Desiderius (Bl. 39 b , 40"), Augustus für Angisus (Bl. 3(5 a ), Anthinor für Antonius (Bl. 13% Sitropia für Europa (Bl. 4 b ), Egiptus für Epirus (Bl. 13"), die Agenes für Diagenes (Bl. 36 b ), Martin für Mars (Bl. 7 a ), der Akkusativ Drussam für Drusum (Bl. 13"), Kyronensis Delfin statt Viennensis D. {Bl. 86-\ usw. und wie wird erst mit Zahlenangaben umgesprungen! Auch hiefür einige Beispiele: Karl der Grosse stirbt 8(10 (Bl. 45"), Barbarossa beginnt seine Regierung lloü (Bl. 68 b i, Otto von Witteisbach wird Herzog von Bayern 1172. bezw. 1162 (Bl. 72"), Ludwig der Bayer wird König 1315 (Bl. 7b b ), der Hausvertrag von Pavia wird abgeschlossen 1334 (Bl. 81"), Konstantinopel wird erobert 14^7 (Variante zu Bl. 43"), selbst das Todesjahr des Herzogs Ludwig ist falsch angegeben — 1477 (Bl. 106 a ). Auch sachliche Irrtümer, Verwechselungen und Anachronismen aller Art kommen ziemlich häutig vor. So lässt unser Chronist rfip Ph'r!'r 1 Z ';äi i f e n ChW u Ppermannsa g e ; bci der Kindsmauls age , de S Wf ^ a erst "abträglich, wohl zu gleicher Zeit wie andel weil P Fhr?n n H 8age ' keMen S elcrnt > i8t <* ™ r deswegen fertigen W„ »♦ • a™ " un g ezw ™gener Weise, ohne an den, Ä a ührdoÄ^nTon Z nte mÜMeD ' " *» ***««*• Schlacht — LVII — König Heinrich I. zu Aachen gekrönt werden (Bl. 51 a ), bezeichnet Kaiser Konrad IL als einen Schwaben (Bl. 65 1 ), verlegt den Zwist des Königs Richard Löwenherz mit dem Herzog Leopold von Österreich in einen Kreuzzug der beiden gegen die heidnischen Preussen (Bl. 73"), spricht von einem Feldhauptmann König Heinrichs L, der ein „deutscher Herr" gewesen sei (Variante zu Bl. 51 b ) u. s. w. Er verwechselt Bernhard, den aufständischen Neffen Kaiser Ludwigs L, mit dem bayerischen Markgrafen Gerold (Bl. 46 a ), Bruno, den zum Papst (Gregor V.) erhobenen Sohn des Kärnthnerherzogs Otto mit dem kölnischen Erzbischof Bruno, dem Bruder Kaiser Ottos des Grossen (Bl. 52 a , 55 b ), bei der Erzählung der Sage von Herzog Ernst „von den wilden Seen" Kaiser Otto II. mit Otto I. (Bl. 54"), bei Erwähnung der Absetzung von drei Päpsten durch Kaiser Heinrich den Heinrich III. mit Heinrich IV., zugleich Papst Clemens III. mit Clemens II. (Bl. 66 a ), den bayerischen Herzog Heinrich IX. (den Schwarzen) mit Heinrich X. (dem Stolzen), Weif VI. mit Weif V. (Bl. 67 a , 67") u. s. w. Dass Ebran bei den die Grafen von Scheyern betreffenden Stücken in arge Verwirrung gerät, ist selbstverständlich, aber auch seine die Witteisbacher betreffenden genealogischen Angaben sind weder fehlerlos noch vollständig. Doch wäre es unbillig, alle diese und andere Irrtümer unserm Chronisten anzurechnen, denn mancher ist sicher auf Rechnung der Abschreiber zu setzen, und manchen fand er schon fehlerhaft in seinen Quellen vor. Und zu diesen wollen wir Uns nun wenden. IV. Die Quellen. Ebran sagt in der Vorrede zu seiner Chronik: „Was ich geschrieben von den Königen, Kaisern, Hertzogen und andern Herrschern, hab ich geschrieben funden, als ich des Anzeigen gib", und man sollte nun meinen, er gebe für jede Stelle seiner Chronik, die ja fast nur „von Königen, Kaisern, Hertzogen und andern Herrschern" handelt, seine Quelle an. Aber leider hat er seinen löblichen Vorsatz nur allzu oft vergessen, und je weiter er in seiner Chronik fortschreitet, desto seltener nennt er seine Quellen, und schliesslich unterlässt er es fast ganz. Einige zählt er selbst in der Vorrede auf, unter ihnen Otto von Fr ei sing, mit dem wir bei der Aufdeckung der Ebr ansehen Quellen beginnen wollen. Die betreffende Stelle lautet: „Es wirt von dem Anfang der Stat Babilonia, Trier, Rom und vondem Ursprung des franzosischen Volcks und iror König gesagt. Der Stet und Fürsten Histori hab ich etwas berurt, sovil ich der funden hab, und der vil genomen aus der Kronikn Bischof Otten von Freising, der am Geschlächt ein Margraf von Österreich gewesen, so er gesambt und in 8 Bücher geteilt, auf Begern des grössten Fürsten der Welt, Keiser Friederich des ersten". Und in der Tat zeigt sich, dass Ebran den grösseren Teil dessen, was er über die bezeichneten Dinge mitteilt, aus Ottos von Freising „Chronik" entlehnt hat, die er in der Regel gewissenhaft, unter Angabe von Buch und Kapitel, zitiert. Dieser Otto steht ihm als beschichtschreiber von allen, deren Werke er benützt, weitaus am höchsten, was sich, abgesehen von dem historischen Reichtum, der sich ihm in dem „Buche von den zwei Reichen" darbot, leicht aus der Geschichtsauffassung des grossen Mannes erklart, die eine so ernst denkende und so kirchlich gesinnte Persönlichkeit, wie unser Chronist war, im höchsten Masse anziehen musste. LTX — Man möchte erwarten, dass Ebran beider Wertschätzung, die er für das Werk des Bischofs hegt, sich bemuhen würde, von dem Wortlaut oder wenigstens dem Inhalt der von ihm daraus entnommenen Stellen möglichst wenig abzuweichen. Aber das trifft nicht zu, sondern Ebran verfährt auch hier mit derselben Freiheit, die er sich, wie oben erwähnt/ seinen Quellen gegenüber überhaupt gestattet. Dazu kommt noch ein anderes Moment. Ebran selbst sagt in der Vorrede, er habe seine Werke „zusammengetragen und gesambt mit Hilf zweier gelerten Briester" und es ist wohl anzunehmen, dass er, der nicht imstande war, den lateinischen Text Ottos zu verstehen, sich diesen wie auch den anderer lateinischer Quellen von ihnen übersetzen liess, und dass er dann die Übersetzung sich in seiner Weise zureclit machte. Dass bei einer solchen mindestens durch zwei Bande gehenden Wiedergabe der lateinischen Vorlage sich bedeutende Abweichungen von denselben ergeben und manche Unklarheiten und Irrtümer einschleichen konnten, ist leicht erklärlich, wir teilen im Nachstehenden, um das Verhältnis der Ebranschen Chronik zu dem Text des Freisingers zu veranschaulichen, in Parallelen drei Stücke mit, von denen das erste den Bürge - krieg zwischen Antonius und Oktavianus das weite die Bestrafung der in den Lotharschen „Ehebande^verwickelten Bischöfe und päpstlichen Legaten, das dritte die verräterische Rolle, die ein Graf von Scheyern bei dem Einfall der Ungarn im Jahre 955 spielte, und die viel besprochene Äusserung des Bischofs über die Bösartigkeit der Witteisbacher zum Gegenstande hat. Otto (171,16). Anno ab Urbe condita 710, interfecto Gaio Julio Caesare, Octavianus, qui testamento uomen et haereditatem avun- °uli aeeeperat, primo dolore" vindietam Caesaris apud Ebran (J, Bl. 12 b ). Weitter setzt Otto im dritten buech und am ersten capitel: Des jares von gepawter stat Rom im 700 und 10 jar, als nu Cesar Julius von den Römern ertodt was, do erlangt Octavianus den wirdigen standt und namen und eribschaft T 1 ■ ' nni deroorteeiu8dis8iraulans,cum und namen und enbscnarc Antonio, qui Brutum etCassium seines vorvordorn Juli. ob vinHW„™ fWari« anud ersten erzeigt er sich nit, 1 8. LV. LX Mutinum obsidione cinxerat, a senatu hoste pronunciato cer- tamen iniit eumque fugavit. Quo postmodum in gratiam recepto, simul cum ipso civile bellum parat, multisque com- missis praeliis, Pompeium tan- dem Gnei Pompeii filium in- terfecit, ßrutum quorjue et Cassium ad hoc, ut mortem sibi ipsis inferrent. coegit. Inde post multos trium- phos Romam veniens, 20 milia militum exauctoravit, 30 milia servorum dominis re- stituit, 6 milia, quorum domini non extabant, in patibulo affixit. Antonius vero repudiata sorore Caesaris Octavia, in Aegyptum se transulit, ibique copuluta sibi in uxorem Aegypti regina Cleopatra, Cae- sari rebellare attemptavit. Caesar domitis subjectisque sibi omnibus, contra Antonium quoque navale bellum parans, a Brundusio in Epyrum pro- ficiscitur. Congressi itaqueacer- rime, diuque, id est a quinta hora diei usque ad septimam, cum utriusque exercitus de- trimento ancipiti pugnarunt victoria. Sequens pars diei er leid oder smertzen hiet empfangen ab seines vorvordern tod und hueb an einen streit zufurn wider Antonius, darumb das Antonius von dem senat für einen veint was verkund, und macht in fluchtig; doch nam er in nachmal auf zu genaden und bestellt einen krieg mitsambt Anthonio zu füren mit Pompeyo. und do vil Streites auf beiden teilen beschehen, ward Pompeyus, ein sun des grossen Pompeyus, erschlagen, er bezwang auch die zwen Romer, Bruttus und Cassius, die ein ursach worden Cesar July tod, das sie in selbs den tod teten. Nach vil Überwindung und eroberung kam Octavianus gein Rom und absetzt 20 tausend aus der ritterschaft von irn ambten und wirden, und 30 tausendt aus den knechten macht er frei, und vil der herren lies er an die galgen hencken. Und do Anthonius kaiser Octavianus swester verworf und vorsmacht hete zunemen, zoch er in Egipten und nam zu gomahl die königin Cleo- patram, der vormal Cesar July das königreich Egipten hete übergeben, und fing an, Octavianus zu widerstreiten, und do im der keiser alle ding zu Rom het underworfen und gezämt, bereit er einen streit wider Anthonius und kom in Egipten und traten zu einander von beden teilen, und ward lang zeit gestritten, von der — LXI — cum sequenti nocte in victoriam Caesaris cessit. Caesar tnnc imperator dictus, quartum cum M. Licinio consul fuit. Antonius navali praelio victus, terrestre parans, con- gressu habito denuo vincitur. Dumque rursum Kalendis Sextilibus ad struendam clas- sem descendit, omnibus ad Caesarem cont'ugientibus, in Urbem Alexandriam suis de- stitutus, se recepit. Ubi dum imminere sibi cer- öeret Caesarem, gladio se inter- fecit. Cleopatra autem appositis ad mamillas serpentibus, mortua fuisse perhibetur. fünften stund des tags untz auf die sibenden stund des abendts, mit beder here grossem schaden, und der sig kert sich zu Octaviano und macht An- thonio fluchtig. Zu der zeit ward Octavianus Cesar imperator geheissen. und als Anthonius ward überwunden und die seinen all zu Octaviano flohen und ergaben sich, do bereit im Anthonius ein scheff und floch in die stat Allexander. Und als er daselben empfand, das im Octavianus nach- zoch, erstach er sich selbs mit einem swert, und, als man sagt, hab sein geniah 1, die königin von Egipten, aus hertzenleid slangen an ir prust gelassen, damit sich selbs ertödt. II. Otto (230, 31). At legati pecunia corrupti, negotium minime ad effectum perducentes, multis ditati mu- n&ribus, revertuntur, dicentes se pene nulluni in praefato re gno (sc. Francorum), qui canones sciret, invenisse. Quos Treverorum et Colonensium praesules subsecuti, dum a summo pontifice de facto iudi- °io rationem reddere coguntur, r ei inventi deponuntur, dum- Ebran (H W, Bl. 25 b ). Die legaten wurden mit gab zerritt und richteten nichts aus, sonder sie ausredeten sich und sprachen, sie hetten im gantzen reich nit ainen gefunden, der die canones oder geistliche gesetz verstuende, die zwen bischofe, da sie gen Rom kamen, im fusstapfen nach den legaten, wurden abgesetzt, und da sie lang arbaiten umb widerbringen Lotharii, LXII — que multis modis ad restau- rationem sui laborarent, exules in Italia, permissa sibi tan- tum laica communione, mori- untur. ellendiglich stürben sie am letsten in Italia, doch zugeben, das sie ainsten, wie ander laien gespeist werden, möchten das sacrament empfahen. III. Otto (238, 5). Hujus maximae concus- sionis auctor fuisse ex Baioaria quidam Skirensis comes me- moratur, qui tarnen perfidiae suae poenas solvens, dum Ungaros incaute eductos morti exposuisset, ab eis tanquam traditor necatus est. Porro terra ipsius in fiscum redacta, partim a rege inter ecclesias divisa, partim heredibus eius cum Castro Skirensi relicta, aeterno anathemati ab epis- copis addicata fuisse traditur. Ex hujus origine cum multi hactenus tyranni surrexerint, Otto palatinns comes, perfidi et iniqui patris haut dissimilis haeres, omnes priores malitia supergrediens, ecclessiam dei iisque in praesentem diem persequi non desistit. Das erste Stück ist eine erfreuliche Probe der in der Ebranschen Chronik zu Tage tretenden Übersetzungskunst, das zweite enthält eine der zum Glücke nur wenigen Stellen, die an stilistischer Unklarheit und Unbeholfenheit leiden, das dritte ist ein Beispiel der Art und Weise, wie unser Chronist dann und wann seine Quelle auch inhaltlich umgestaltelt. Er liest hier Dinge heraus, die in dieser absolut nicht zu finden sind, Ebran (J, Bl. 61 b ). Otto de Freisingen redt von diesen zweien grafen (Otto und Eckhart) und von irm vatter, graf Bernher, und spricht im 6. puech und 19. capitel: Dieser verfuerer der Hungern wider beirische land, sagen etlich, er sei gewesen ein merer und fuerer der graf von Scheirn, der doch seiner posheit engalt, wann do er die Hungern unverhuet hett übergeben dem tod, wardt er von in als ein Verräter ertoedt, nachmalen sein hab und guter ein teil von konig Otten under die kirichen geteilt, ein teil seinen erben mitsambt der burgk Scheirn gelassen. Weitter spricht Otto: Aus dises grafen Ursprüngen sind bisher vil tirannen erstanden, mit mer worten geredt. — LXIII — denn da steht nichts von einem Grafen Werner und nichts von dessen Söhnen. Die Gesta Friderici des Bischofs Otto scheint Ebran nicht gekannt zu haben, wenigstens hat er sie in seiner Chronik nicht benützt; er beruft sich zwar bei Erwähnung der im Jahre 955 gegen die Ungarn heranziehenden Streitkräfte des Königs Otto und seines Bruders Heinrich einmal auf „die andere histori" Ottos, 1 doch scheint hier eine Irrung vorzuliegen. Nach der Geschichte der Karolinger, die zum guten Teil aus Ottos Chronik entnommen ist, erscheint diese nur noch ein paarMal als Quelle, und man muss fragen, wie Ebran, der doch deren Wert zu schätzen wusste, dazu kommt, sich von ihr abzuwenden. Vielleicht wurde es ihm auf die Dauer zu mühsam, sich aus dem pragmatischen Gefüge des Ottonischen Werkes das für ihn Brauchbare auszuwählen, oder es wurde ihm die mit der Übersetzung verbundene Umständlichkeit ZU unbequem, kurz, wir sehen, dass er nun mit besonderer Vorliebe nach einer an einzelnen Stellen neben Otto bereits vorher herangezogenen Quelle greift, die eine Fundgrube abenteuerlicher „Historien" bildet, ihren Stoff chronikalisch in kleinere oder grössere Absätze gliedert und in deutscher Sprache geschrieben ist: nämlich nach der Chronik des Strassburgers Jakob Twinger von Königshofen. Dass diese Chronik eine der Vorlagen Ebrans ist war längst bekannt. So hat Hegel, der sie im VIII. und IX Bande der Chroniken der deutschen Städte herausgab darauf hingewiesen,* dass „das Reichsgeschichtliche, wie der Streit der Gegenkönig.; Ludwig von Bayern und Friedrich von Österreich, der Zug König Ludwigs nach Rorn^ de Absetzung König Wenzels und König Ruprechts Wahl meist wörtlich aus Königshofen geschöpft ist. Keller hat dann bemerkt, dass auch die sagenhafte Abstammung „der Grossen des Hauses von Triel von der Königin Semiramis, sowie „die Abstammung der Franken von den Sigambern ! S 1 ' f,3a - ^, „t »onn er von dieser Chronik spricht, . -' S. 195 ff. - Ebran nennt, ™°™ e ;™ D sonder n redet nur niemals den Namen Königshofen od J,n^ m _ von dem Kronatisteu de Straseburg. <-£« p loschen Drucke gekannt hat, die eine Art ggg£* s über diese Setzung derselben enthalten, ist nicht zu bestimmen. Drucke Hegel, 1. c. S. 192, 225. 8 L. c. S. 128. — LXIV — auf die Strass burger Chronik zurückzuführen sei. Aber auch damit ist die Zahl der aus dieser entlehnten Stellen noch bei weitem nicht erschöpft. Schon die allerersten Sätze, die von der Sintflut, vom Turmbau von Babel, von der Verteilung der verschiedenen von Noahs Söhnen ausgehenden Geschlechter u. s.w. handeln, gehören Könighofen an, und auch die Geschichte der Karolinger beruht, soweit nicht Otto die Quelleist, auf dem „Kronatisten de Strass- b u r g". Ebenso gehen die in E b r a n s Chronik sich findenden Papstfabeln und einige der an die ältesten deutschen Kaiser anknüpfenden Sagen, dann die Legende von Kaiser Philipp und seinen Söhnen sowie von den heiligen Laurentius und Sixtus auf Königshofen zurück; und wenn Ebran sich auf eine „Histori Heinrichs IV. 1 und eine Historia pape Innocentii des andern" 2 beruft, so ist dabei an nichts anderes als an die diesen Kaiser und diesen Papst betreffenden Stellen in der Kaiser- und der Papstchronik König s- h ofens zu denken. Unter diesen Umständen ist es sehr befremdlich, dass Ebran diese, die doch als eine der von ihm benützten Hauptquellen bezeichnet werden muss, in seiner Vorrede gar nicht nennt, wie er sie auch im Texte nur zwei oder dreimal flüchtig erwähnt — genau so wie es Königshofen mit den von ihm geplünderten Autoren gemacht. Vielleicht glaubte Ebran das aus diesem Entnommene als sein Eigentum betrachten zu können umgestaltete, dass manchmal Redewendungen stehen blieben spiele veranschaulicht werden. Königshofen (468, 24). In disen ziten do starp Matheus, der herre von Mey- gelon. do lech künig Ludewig das lant zu Lamparten hern Galeatzen, des vorgenanten Matheus süne. der Galeatz det gar vil wider den hobest, do mahtent sich der hobest und der künig von Frangrich und herzöge Lüpolt zusamene wider künig Ludewig, und der 1 Bl. 67». 1 Bl. 67b. , weil er es stilistisch so kaum einige Sätzchen und Auch dies möe-e durch Beimöge Ebran (J Bl. 78 a ). Zu der zeit, als könig Lud- biggeregirthett, starb Mathiasch, der hertzog von Maylandt, also verlech konig Ludbig dasselb herren Galeatzen, des vorge- gedachten Mathiasch sun. Das tat dem babst Johannsen LXV tobest lut Ludewig gein Avion, darumb das er hette Lamparten enweg gelühen, e er keyser were worden: wen der bobest meinet, ein römesch künig sülle kein reht haben in welschen landen, er were denne über berg komen unde keyser worden. Do der künig nüt gein Avion Kam uf den dag, also er geladen w as, do det in der bobest zu banne, uf die benne und uf des bobestes briefe gap der künig nüt. davon gap der bobest ein urteil, das der künig were ein unkristen man und ein kotzer am glouben, und trowete dem künige, er wolte in entsetzen v on dem riche und von allen sinen herscheften. der 22. zorn und vermeint, das kein romischer könig ge- walt hiet in welischen landen, ee er kam über die gepirg; darumb lued der babst den konig für gericht, und do er nit kam und ver- acht das gericht, do tett in der babst in den pan und droet im, er wolt in entsetzen von dem reich. II. Königshofen (S. 469, 9). Hienocb für der künig gein Rome und wart von den Römern herliche enpfangen. der bobest was vor gebetten, das er von Avion gein Rome kerne und den künig zu keyser kiönete oder aber ieman den gewalt onpfülhe, den künig zu krönende, das wolte der bebest nüt tun, do mahtent die Römer und der künig einen barfussen zu bobeste zu Rome, der barfusse mähte vil car- dinale und bischove und krönete künig Ludewig zu keyser, also er was 14 jor künig gewesen, dies geschach noch gotz gebürte 1328 jor. Ebran (J, Bl. 78 b ). Also besambt könig Ludbig gar gros ritterschaft und fuer mit macht durch welische land gein Rom, und er wardt gar wirdigklich empfangen von den Römern, die Römer tetten ein potschaft zu dem babst, der die zeit was zu Avion und patten in, das er kam gein Rom und könig Ludbig krönet zu keiser, das wolt der babst nit thun. do ward der könig mit den Römern zu rat, und sie machten einen parfusenmunich zu babst, der krönt in zu keiser. Das beschach nach Cristi gepurd 1328 jar. — LXVI — Ist die „Bearbeitung", die sicli der König shofensche Text durch Ebran gefallen lassen musste, auch nicht überall so durchgreifend wie hier, so kann die oben citierte Äusserung Hegels, dass unser Chronist „meist wörtlich" aus jenem schöpfte, doch nur für die wenigsten Fälle als zutreffend bezeichnet werden. Und nun kommen wir zu der dritten Hauptquelle Ebrans, aus der er wohl mehr entnahm als aus Otto und Königshofen zusammen, zu der Chronik von den Fürsten zu Bayern, der von Andreas von Regensburg selbst gefertigten Übersetzung seiner Chronica de principibus terrae Bavarorum, dem einzigen der zahlreichen Werke des Chorherrn von St. Mang, das unser Autor kannte. Er sagt darüber in seiner Vorrede: „Es hat auch Bruder Andre, convers des Cl osters Sand langen zu Regenspurg, auf Begern des hochgebornen Fürsten, Hertzog Ludbigs von obern Beyrn, der Königin Bruder von Frankreich, vil von diesem Gesch lacht, - von den Grafen von Schoyern und von Witteisbach — geschrieben, zu den Zeitn, als herrschen was im römischen Reich Keisor Sigmund, auch Kinig zu Hungarn und Beliem und Graf zu Lützelburg; dem ich vil hab nachgefolgt, 1 doch seine Capitl je lenger oder je kurtzer gesetzt, als du, Leser, findest, so du bed Samung der History gelesen hast." Ebran benützt diese Chronik schon fast an der ersten Stelle, an der er von der Geschichte des bayerischen Landes und Volkes handelt, als Quelle und behält sie als solche und als eine Art Leitfaden bei bis zu dem Teil seines Werkes, in dem er überhaupt aufgeschriebene Quellen verzichtet. Wie Königshofen für die Kaiser- und Reichsgeschichte, so ist ihm Andreas für die bayerische Geschichte der hauptsächlichste Gewährsmann, und zwar in viel höherem Masse, als er sich dessen bewusst gewesen sein mag. Das Stoffliche, das er bei Andreas vorfand, war ganz das, was er brauchte, und auch die Form, in die dies dort gefasst war, scheint ihm sehr wohl behagt zu haben, denn wir können einige Male ganz 1 In der ersten Redaktion (H, Bl. l b ) sagt Ebran: Andreas . . ■ „deme i ch auch in etlichen Worten nachgcvolgt hab". Er hat sich also in der zweiten Redaktion in diesem Punkte „gebessert"; aber selbst die hier gebrauchte Redewendung lässt nicht im entferntesten ahnen, wie viel er Andreas verdankt. - LXVII — deutlich wahrnehmen, dass er seine Erzählung aus Andreas entnimmt, trotzdem ihm die Quelle desselben bekannt war und vorlag. 1 Bei alledem aber erweist sich der die bayerische Geschichte enthaltende Teil der Ebranschen Chronik nicht etwa als ein Abklatsch der des Andreas, denn er hat, abgesehen von der planmässigeren Anlage seines Werkes, sehr Vieles, was jener ihm darbot, weggelassen oder völlig umgearbeitet und viel Neues hinzugefügt. So ist z. B. die beschichte Ludwigs des Bayern, der sowohl Andreas w 'e Ebran besondere Aufmerksamkeit zuwendet, bei beiden last völlig verschieden. — Natürlich verfährt er in stilistischer -Beziehung auch dem Andreas gegenüber in der gewohnten Selbständigkeit, wie man aus der nachstehenden Parallele ersehen mag: Andreas (625, 11), Man list in croniken zu Scheyron, dy mir bisher in. dewtsch sind ze hanton körnen, d as graf Eckart zu Scheyren w 'der kriegt umb das horezog- tumb in Bayren, und von der sachh wegen hab er dy Ungeren dreystund gefürt auf das reich. ■Da ward geteydingt, das im das herezogtum wider ward, Und er scholt mit allen den seinen faren gein dem heyligen grab. Und do das her chom Sein Constantinopel, da ward geraten, man scholt zu fuessen riechen. Nu het der vorgenant graf Ekhart puntschuech an ttüt roten ryemen, und damit w as er in dem her gar erKant. Und wo sy des nachtes Ebran (Bl. 62"). Und als man list in kro- niken zu Scheirn, so hat Eck- hardus die Hungern dreymal gefurt auff das reich und des landes zu Beim vil öd gelegt. Der krieg ward gescheid en also, das im das herezogtumb Beim versprochen ward von keiser Heinrich dem dritten, etlich sprechen dem vierdten, und er sollt mit allem seinen vermögen ziehen mit hertzog Gotfriden von Luttringen die herfart gein dem heiligen grab, und do die samung der kristgelewien kam gein Constantinopel, do ward geraten, ■r, ' So die Gründungsgeschichte Togernsees, die er nicht aus der J.Undatio Monasterii Tegernsee (Pez ITI S. 475 ft - .) entnahm, ? le er doch kannte; die Erzählung von dem Zuge des Grafen Eckart PUJIcUchuh nach Palästina, die er der Scheyrer Chronik entnonmien tlilhn.. - li • »........ •: V - ____ U i„J_____________L-:i-.L L-J. hab ' e n will, in Wirklichkeit aber nach Andreas gearbeitet hat. — LXYIII — lagen, da stekcht man ein schuech, zu dem sich dann vil volkches legert. Also kom auch das, daz man ein schuech macht in das panir, und under dem zaichen ward daz heylig grab gebunnen. Also empfie er den nam, das man in herczog Puntschuch nennet, und zu einer künftigen gedächtnüss, das Jerusalem zu fussen gewunnen ward, solt er und dy seinen füren den punt- schuech. Ich main, daz dy yczunt genannt sachh, das man daz heylig land gewunnen hat, sey geschochen under kayser Heinrich dem vierden, do Urbanus der ander pabst was und herczog Godefrid zu Lo- tharingia gewan Jerusalem. man solt zu fussen ziehen. nu hett der vorgenant graf Eckhart puntschuh an mit roten reinen gepunden, domit was er in dem here gar wol- bekannt, und wo sie des nachts lagen, do steckht er einen schuch auf, do legt sich allermeist volckh zu. darnach liess er den schlich in ein panir maln, und unter dem zeichen wardt das heilig grab gewunnen, als etlich sprechen, davon emphing er den namen, das man in hertzog Puntschuch nennt, und zu einer künftigen gedechtnus, das Jerusalem zu fussen gewunnen ward. Ausser den genannten drei Chroniken — von Otto, Königshofe n und Andreas — benützte Ebran für seine Arbeit noch eine ziemlich grosse Anzahl anderer, von denen die bei den „hohen und mindern Stiften ausser und inner Landes" eine Gruppe für sich bilden, und zwar nennt er in der Einleitung zur ersten Redaction seines Werkes die Chroniken von „Niederaltach, Man see, Tegernsee, Kremsmünster, von Seh eiern und And ex". Da er in der Yorrede zur zweiten Redaction der Chronik von den vier zuerst genannten schweigt, so ist anzunehmen, dass der aus ihnen gezogene Gewinn nur ganz gering gewesen sein muss, und das ist auch tatsächlich der Fall mit Ausnahme der Kremsmünsterer Aufzeichnungen, die er öfter unter dem Namen der bayerischen oder altbayerischen Chronik heranzieht und für die Urgeschichte der Bayern zu gründe legt. Ebenso verhielt es sich mit der Chronik von Benediktbeuern, mit der von Kastl und der von Jndersdorf, die nur je an einer einzigen Stelle citiert werden. Desto mehr hielt sich Ebran an die Scheyrer Chronik. Diese, die Abschrift des Textes einer alten in — LXIX — dem Kloster Schey rn aufgestellten „Regent en tafel", ging in zahlreichen Handschriften um 1 und erfreute sieb eines grossen Ansehens. „Nach dem Geiste der Zeit", sagt Hundt treffend, 2 „war sie bestimmt, den erlauchten Stamm (des Herrscherhauses) in strahlendem Glänze zu verherrlichen und möglichst mit solchen zu verknüpfen, deren Euhm, sei es ob kriegerischer Taten und Herrscherweisheit, sei es ob der Heiligkeit des Lebens, in Sage und Lied gepriesen ward. Die Abstammung der Schyren von dem grossen Kaiser Karl schien hiezu ganz vorzüglich geeignet." Kein Wunder, dass bayerische Chronisten mit Vorliebe nach dieser Quelle griffen, und dass auch unser Ebran gleich Andreas vielfach von derselben Gebrauch machte. Nur durch diese Quelle war er in den Stand gesetzt, die dunkle Periode von dem Sturz der Grafen von Sc heyern im 10. Jahrhundert bis zur Wiedererhebung derselben zur Zeit Barbarossas in der von ihm gewünschten Weise „aufzuhellen", und auch für die Geschichte der nächsten Nachfolger des ersten wittelsbachisehen Herzogs fand er in der Scheyrer Chronik noch Manches, das er glaubte verwenden zu sollen. Die Chronik von Andechs, die in Verbindung mit der von Scheyern genannt wird, ist wohl identisch mit dieser, 3 und was die Chroniken in Stiften „ausser Landes" betrifft, so meint Ebran damit zunächst wohl die österreichischen; vielleicht aber hat er auch italienisch? Chroniken in Monte Casino gesehen. 1 Eine Quelle besonderer Art ist die Relation über die Geschichte der letzten Sprossen der Wittelsb acher in Holland, die zur Orientierung der auf das holländische 1 Diese Chronik ist öfter gedruckt. Zuerst in der vom Abt Stephan von Scheyern veranstalteten Ausgabe des Chronikon Schirense Konrads von Scheyern, Ingolstadt 1623 S. 220 ff., dann von Hefner l* Oberbayerisehen Archiv, Bd. EI S. 188 ff, von Maffei in Deutingers Beiträgen zur Gesch., Topogr., Statistik des Erzbistums München und Freising, Bd. IV S. 410 ff. . . , . 2 Hundt, Kloster Scheyern, seine ältesten Aufzeichnungen und Besitzungen. (Sep. Abdr. aus den Abhdlg. der k. b. Akad. d. W. 111. u - IX. Bd. II. Abtg. S. 67.) . , , 3 Vgl Keller S 132. - Dieser hat bereits darauf aufmerksam gemacht, dass bei Ebran keine Stelle vorkommt, die auf die Benutzung einer Andechser Chronik hinwiese. Eine Chronik, die so bezeichnet Wlr e. an Je Chronik von Herzog Gottfrieds Horfahrt zu denken d "> Stein höwel nach seiner eigenen Angabe Verden | seht ha , aber »an ist sich eben nicht im klaren, welches der hier alle.»* >"^ facht kommenden Werke diese Verdeutschung ist.. Am meisten Wan s eheinl lc hkeit hat die Vermutung für sich, dass die in Rede stenena - LXXII — ecclesiastica und dem "Werk des Orosius zu Zeitberechnungen heranzieht, und auf Matthias von Kemnat, in dessen „Histori" man, wie er sagt, das Nähere über den Kurfürsten Friedrich von der Pfalz nachlesen könne. Schliesslich nennen wir noch als Quellen das „Zeitbuch" des Eike von Repgow, 1 das ihm wohl von derselben Seite her zugekommen ist, von der er den Sachsenspiegel erhielt, Paulus Diaconus, den er nebst Andreas für die Geschichte Theodolindens zugrunde legt, die Legenda aurea des Jakobus a Voragine, dann eine, wie es scheint, verlorene bayerische Chronik und hauptsächlich den von ihm selbst verfertigten Stammbaum der bayerischen Herrscher, den er häufig in seiner Chronik ohne weiteren Zusatz einfach abliest. Dieser Stammbaum, 2 dessen Anlage ihm angesichts der mancherlei Vorarbeiten Anderer, die er benützen konnte, nicht allzu schwer gefallen sein dürfte, wurde der Hauptsache nach vor Beginn der Chronik, gewissermassen als Grundlage derselben, gefertigt, im einzelnen aber während der Ausarbeitung derselben fortwährend verbessert und erweitert. Er bestellt aus drei Teilen, deren erster von den bayerischen Herzogen Theodo und Garibald sowie von dem Metzer Bischof Arnulf an bis zu den Söhnen Karl Martells reicht, während der zweite die Herzoge Otto und Thassilo, die „fremden" Herzoge und die Grafen von Scheyern umfasst, der dritte die „Geburtstafel" der Witteisbacher „Verdeutschung" die Uebersetzung von Robortus de S. Remigio (Druck im Recueil des historiens des croisados — Histo- riens oeeidentaux III, 717—882) sei, die sich ausserordentlich grosser Popularität und Verbreitung erfreute. Die Ueborsetzung erschien im Jahre 1482 bei Hans Bämler ,,in maentag vor Jeory 1482". Dieses Datum würde allerdings zu unserem oben S. XXXVII für die Beendigung der ersten Kedaktion von Ebrans Chronik festgestellten Zeitpunkt nicht stimmen, doch wäre ja möglich, dass unserm Chronisten die Uebersetzung in einer Handschrift vorlag. S. zur Bache den Artikel Stainhöwel in der Allg. d. Biogr und besonders Joachimsohn, Frühhumanismus in Schwaben in den Württ. Vierteljahrsheften 1896 S. 117. J Das Zeitbuch des Eicke von Repgow, ed. Massmann in der Bibl. des lit. Ver. zu Stuttgart, Bd. XLII (Stuttgart 1857). 1 S. oben S. XXXVIII ff. Vielleicht hat Ebran den Stammbaum gekannt, den Andreas von Regensburg um das Jahr 1425 dem Herzog Ludwig dem Bärtigen von Ingolstadt übergab, und auch wohl eine oder die andere Copie der mit poetischen Beischriften ausgestatteten genealogischen Wandmalereien im Alten Hofe zu München, die, wie man Grund hat anzunehmen, Herzog Sigmund anfertigen liess. (S. hierzu den Bericht E ö r i n g e r s im Oberbayerischen Archiv, Bd. XII (1851—52; S. 2GG ff.; Riezler, Gesch. Baierns, III S. 94!), 952). — Unverkennbare Beziehungen bestehen zwischen der Ebranschen Chronik mit ihren Stammtafeln und dem bei Rockinger Lxxni vom ersten Herzoge dieses Hauses an bis zu den Enkeln König Ruprechts, Herzog Georg von Bayern-Landshut und den Söhnen Alb rechts III. von Bayern-München zum Gegenstande hat. Manchmal nennt Ebran, der üblen Gewohnheit mittelalterlicher Chronisten folgend, Autoren, deren Werke er nicht in Händen gehabt, sondern nur in einer der von ihm benützten Quellen citiert fand, 1 und auch das kommt vor, dass er, wohl nur aus Unachtsamkeit, eine andere Quelle angibt als die, deren er sich thatsächlich bedient hat. 2 Ganz schweigsam verhält sich unser Chronist bezüglich der wenigen Quellen, die von ihm bei der zweiten Redaktion seines Werkes neu verwertet wurden und fast durchgängig schwer bestimmbar sind. Die Erkenntnis, dass auch Grabmäler, Erinnerungstafeln und Ähnliches als Geschichtsquellen dienen können, war Ebran nicht fremd, und Aventin erzählt, dass unser Ritter einen bei Trostberg aufgefundenen „römischen Stein" in Burghausen habe einmauern lassen. 3 Bei der Frage, ob einer der von ihm genannten Grafen von Scheyern Pfalzgraf bei Rhein „oder Pfalzgraf zu Witelspach oder Scheirn" gewesen, bemerkt Ebran, dass man sich, „um die Wahrheit zu erforschen" .... „bei den alten Gräbern der alten Pfalzgrafen bei Rhein" umsehen müsste (Bl. 61 b ). An einer andern Stelle berichtet er von einem römischen Denken der ersten Abteilung seiner oben S. XXXVIII citierten Abhandlung (München 1879) S. 58 nro 1 beschriebenen „Pawm des Geschlächts -"iuiieaen lör») ». fxs nro i uescimuuuncu „.■.<•..— -.-- - d er Herren von demllaws zu Bayern". Die Anordnung der beide se 'tigen Stammbäume weist einige auffallende Aehnlichkeiten auf • hi, ,.,!- i __ __ _ - - . . ..-»-. I _„ 1 -----.. ». ... a /. tiOTI HUTS! hier in -■"Ken ötammDaumc weist einige siuuuoiu» ~-----~—------ Wie dort (Tafel I bei J) sind die Namen der baye nschen *ursteii blauweisse, der Kar oll ngi sehen in blaugelbe Kreise gestellt auch die B*ime in dem „Pawm" machen an mehreren Stellen den Kindruck emei versificierten Umgestaltung des entsprechenden Ebranschen Ie* tcs ; (ta , 'Er beruft sich t B auf Augusün nach k°|»K^° t ° n f ™-4»), a„f Eusebius nach Otto von Freis.ng (Bl. 5») an Josophus nach Otto (Bl. 11*», auf die H.stori Virgih. nach Otto (Bl. 8»), auf Isidor nach den Auf Zeichnungen von Krems- i'iünster (Bl 25"), auf die Lamparter Histori nach Konignofen (Bl. 28>>). ' S. z. B. oben S. LXVII mit Anm. 1. „, n Aventin (in Kiezlers Ausgabe) Bd. IV, 2 8. 715.be Aufzahlung der in Bayern an der Salzach gefundenen Ilomersteine. Am .? p r *ten bei Burghausen ain stain, ist gefunden worden .,u \ro 8pe bei p fe in der erd . Herr Hans Ebran von Vüdenberg, Hertzog Georgen Hofmeister, hiMM» ^rghausen fueren ,| B8en un fe d oinma.irn- Er ist beschrieben ln den Kunstdenkmalen Bayerns, Lieferung XXIII, Bd. 1 »• *»«• — LXXIV — stein, aus dem er die Namen römischer, in Bayern eingesetzter ,,Landvögte" entnimmt (Bl. 27 1 '), von einem Bildwerk im Gotteshause zu Maurkirchen, das den König Heinrich I. und dessen Hauptmann zum ewigen Angedenken an die glückliche Schlacht gegen die „Polen" darstelle (Var. zu Bl. 51''), und von zwei festen Türmen, die Kaiser Otto II. bei einem Heerzuge gegen Gapua dort habe errichten und mit seinem Bildnis schmücken lassen (Bl. 55 b ); doch sind dies nur Anregungen, die er dem Zufall verdankt und nicht weiter verfolgt. Zum Glück verschmähte er es nicht, auch aus der lebendigen Quelle der Volkstradition zu schöpfen, aus der er nicht Arnpeck, wie irrtümlich angenommen wurde - uns zwei der verbreitetsten Sagen übermittelt hat: wir meinen die Sage von dem Feldhauptmann Seyfricd Sc h wepper ma n n in der Schlacht bei Mühldorf (Bl. 78 a ) und dorn Ritter Albrecht Rindsinaul, der in dieser Schlacht den unglücklichen Friedrich von Österreich gefangen genommen haben soll (Bl. 77 a ); ausserdem gehört hieher die Notiz von Herzog Otto dem Brandenburger und der Müllerin in der Greth lmühle (Bl. 82"), die Gründung des Klosters Seligen- tha 1 durch Ludmilla (Bl. 74''), die Gemahlin Ludwigs des Kelheimers (Bl. 74''), und manches Andere. Von der Stelle an, wo Ebran über die der achten „Staffel" angehörenden Witteisbacher berichtet, beruht seine Darstellung die Witte 1 sbach er in Holland ausgenommen 1 — für die fünf ersten Jahrzehnte des XV. Jahrhunderts wohl einzig auf mündlicher Überlieferung, für das Folgende zum guten Teile auf eigener Kenntnis der Dinge. Und das will sagen, dass wir hier aus sehr guten Quellen unterrichtet werden, denn unser Chronist war durch seine Familienverbindungen, seine hohe Stellung als Hofmeister, die örtlichkeiten — Landshut und Burghausen —, in denen er den grössten Teil seines Lebens verbrachte, in der Lage, sich über alles, was er wissen wollte, bei zuverlässigen Gewährsleuten zu erkundigen, und er selbst war ja Zeuge, zum Teile sogar Mitwirkender bei wichtigen geschichtlichen Ereignissen. Dem entsprechend erweist sich alles, was Ebran in diesem Teile seiner Chronik mitteilt, von wenigen untergeordneten Funkten abgesehen, als richtig und zutreffend, und wenn man sich über etwas beklagen wollte, so könnte es nur das sein, 1 S. oben S. LXX. — LXXV dass ein Mann, der in so vielen und wichtigen Dingen ein „Wissender" war, die Tugend des Schweigens gar zu streng übt. Aber die Gründe, die ihn dazu veranlassten, kennen wir ju. 1 Auch in den auf schriftlichen Quellen aufgebauten Teilen seines Werkes zeigt sich Ebran redlich bemüht, uns nur Wahres zu berichten, d. h., was er als wahr erkannt zu haben glaubt, und er lässt sich, um das Richtige zu treffen, nicht die Mühe verdriessen, seine Notizen und Erzählungen öfter aus mehreren Vorlagen zu combinieren. In einer Sache, in der sich verschiedene Ansichten gegenüberstehen, entschliesst er sich nicht leicht zu einer Entscheidung, sondern zieht es meist vor, die strittigen Stellen einfach mitzuteilen und es dem Leser zu überlassen, sich selbst eine Meinung zu bilden ; wo ihn seine Quellen im Stich lassen oder ihm keine sichere Handhabe zu bieten scheinen, sucht wo nicht stillschweigend darüber hinwegzugleiten oder gar die Lücke durch ein Phantasiegebilde auszufüllen, sondern bekennt offen, er habe über diesen Punkt nichts Gewisses geschrieben gefunden oder „erfahren mögen." Dann und wann lässt er sich in förmliche Auseinandersetzungen mit den Autoren seiner Quellen ein, an einer Stelle sogar mit Otto von Frei sing. Doch so gross ist seine Ehrfurcht vor diesem, dass er, gleichsam über seine Kühnheit erschreckend, am Schluss des gegen diesen erhobenen Bedenkens in die Worte ausbricht: „0, du hochgepreister Fürst Otto de Freising, mir ziemet nicht, dir zu widersprechen, ich wills befehlen den Bessern!" 2 Bei Andreas nimmt er sich schon mehr heraus, indem er dabei sichtlich den Abstand zwischen dem gebornen Fürsten Otto und dem „Bruder" Andreas auch auf deren Eigenschaft als Autoren übertrug. Schon bei Besprechung der Urgeschichte der Bayern, wo Ebran die Frage aufwirft, wer wohl nach den Fürsten Boamundus und I ngerom andus Bayern beherrscht habe, gibt er zu erkennen, dass er, soweit die älteste Geschichte des Landes in Betracht kommt, kein rechtes Vertrauen auf die Kenntnisse des Regensburgers hat, „Bruder Andre, Convers,' 8a gt er hier, „setzt in seiner Histori, so er gesambt ha t, dass nach Boamundus und Ingeroman d us zwen Hertzogen gewesen sein i n Bairn, Adelger us S. oben S. LH ff. Bl. 50». — LXXYI — und Theodo; und wann die zwen Hertzogen tod, oder wer das Fürstenthumb zu Bairn nach in besessen hab, das kau er bisher beschriben nit finden. Ich halte dafür, dass Bruder Andre des nit wissen gehabt, dass die Romer aus ihrer Macht und Gewalt die Landt in Germani besetzt haben mit Land tfogten, geborn Römer". 1 Und noch eine andere Stelle, in der sich Ebran „kritisch" gegen Andreas wendet, wollen wir hervorheben, weil der Schluss, zu dem er dabei kommt, so ungemein charakterisch für die naive Art und Weise ist, wie er sich über Schwierigkeiten hinweghelfen will. Es handelt sich dabei um den genealogischen Zusammenhang zwischen Herzog Arnold (Arnulf) und dem sächsischen Herrscherhaus, bezüglich dessen Ebran in der ersten Redaction seiner Chronik sagt: „Hertzog Arnold Hess nicht mehr leip- licher Erben, dann Frauen Adelhaidis, die ward vermehlet an Hertzog Heinrichen zu Sachsen, davon vor auch gesagt ist; aber als Bruder Andre von sanet Mangen in Regenspurg setzt in seiner Histori, die er gesambet hat, so war Frau Adelhaidis ain Muter gewesen Kaiser Heinrichs, das dermassen nit wol besteen mag der vil Jar halb, so sich von Hertzog Arnold und seinem Bruder Graf Wernher v er 1 offen haben bis auf Kaiser Otten den ersten, mit dem Graf Wernher gekriegt hat mit Hülf derHungarn; aberalsotlich mainen, so sei Frau Adelhaidis ein Gomahel gewesen Kaiser Otten des ersten . . . Nun hab ich die Mittelmass für mich genommen und gesetzt, solang bis ich die Warb ai t er faren mag".-' Dieses „Mittelmass", das Ebran öfter anwendet, schien ihm aber in der zweiten Redaktion doch noch nicht vorsichtig genug gewählt zu sein, und was thut er nun, um gewiss keinen Fehler zu begehen? Er fasst sich ganz kurz und sagt: „Hertzog Arnold liess nicht mer leiblicher Erben dann ein Tochter, die ward vermähelt einem Hertzogen von Sachsen". 3 Er lässt also einfach den Namen der bayerischen Fürstentochter und den des sächsischen Gemahls weg, und die Sache ist richtig. - 1 Bi. 27». - Variante zu Bl. 52 b . '■' J, Bl 52". — LXXVII — Dass auch die Scheyrer Chronik nicht überall verlässig Jst, erkennt er sehr wohl und spricht es auch aus, dass ihre Angaben „in etlichen Worten Zweifel tragen". 1 Alle kritischen Äusserungen Ebrans sind mehr im Tone eines Bedenkens als des Absprechens gestaltet 2 bis auf eine, in der er sich zu einer grossen, mehrere Blätter füllenden entschiedenen Verurteilung eines Autors aufschwingt, und das ist Gregor Hagen, der Verfasser einer bekannten österreichischen Chronik. 3 Dieser rückt die Urgeschichte Österreichs unter freier Erfindung wahnwitziger Fabeleien bis in die graueste Urzeit hinauf, erzählt in aller Breite wie sich in Stocheraum dem späteren Stockerau, der Heide Abraham von The o- nianaria niedergelassen, sich den Titel eines Markgrafen v on Judaeisapta beigelegt und nach mehr als elf hundert Jahren, nach einer manigfach wechselnden Reihe von Geschlechtern, einen Nachfolger gehabt habe — Herzog Peimau —, der zum jüdischen Glauben übergetreten. Das seien die iiAnfänge" von Österreich. Das Werk stand, wie uns Aneas Silvius versichert, 4 bei den Österreichern eine Zeitlang in hohem Ansehen, „weil sie sich darin bezüglich ihrer altehrwürdigen Abstammung gepriesen wähnen", geriet aber bei den Historikern doch bald in Misskredit und wurde namentlich von Aneas in seiner Geschichte Kaiser Friedrichs III. schonungslos als Lügengowebe und Weibergewäsch gebrandmarkt. Wir zweifeln nicht, dass Ebran von der Kritik des Italieners oder einer ähnlichen gehört hat, sonst würde er kaum den Mut gefunden haben, den heillosen Fabeleien des phantasievollen „Kronatisten" so energisch zu Leibe z u gehen, als er gethan. Doch unterscheidet er sich dabei in der Form sehr vorteilhaft von dem temperamentvollen Ä n e a s, »ndem er im Gegensatz zu diesem, der Hagen mit sehr We nig schmeichelhaften Namen belegt, von dem Autor gänzlich absieht und seinen Blick nur auf dessen Werk gerichtet hält, 1 Variante zu Bl. l a . ,. 2 Ebran ist grundsätzlich gegen Irrtümer, die er in seinen Quellen nridet, nachsichtig. So sagt er (Variante zu Bl. l a ): „Doch will ich die 't verachten, die da mancherlai geschriben haben (sc. was nicht richtig 8t ), dann das alter macht die irrsal" — welch letzterer Gedanke übrigens ei n Andreas entnommen ist, der sich seinerseits wieder auf Isidoru s ber "ft. Andreas S. 024, 14. ... " 8. zu dieser Chronik die Untersuchungen von Mayer im Archiv ™ r osterr. Gesch. Bd. 60 S. 293 ff, wo als ihr Verfasser der Wiener e chant Johann Sefner bezeichnet wird. - LXXVIII das er „als ein erticht, unnütz, ler theiding", . . . die mit der Wahrheit also nit besten mag" bezeichnet. Und damit thut er dieser Chronik, soweit die von ihm gerügten Abschnitte derselben in Betracht kommen, wahrlich nicht zu wehe. Aber er tadelt diese nicht nur, sondern widerlogt sie auch und erbringt aus der biblischen Geschichte, die ihm in Comestors Historia scholastica vorlag, den Beweis, dass „bis auf die Zeit, do Cristus an dem Stamen des heiligen Kreutz starb für alles m e n s c h 1 i c h s G e s c h 1 ä c h t e, und d o Titas und V e s- pasianus die Stat Jerusalem zerstörten" . . . „kein JudüberMeerkomense i". Damit war der Versuch Hagens, Österreich auf Kosten Bayerns ein so hohes Alter — „die Praeeminenz und Praecedenz", wie man später sagte — zu geben, als gänzlich haltlos dargethan und zugleich von Österreich der Makel, einst unter der Herrschaft von Juden gestanden zu sein, weggenommen. Entschuldigend sagt Ebran am Ende seiner Kritik: „So hab ich der vorgenanten Kroniken, die da sagt von dem land Osterreich, widersprechen müssen mit der Wahrheit und das nicht umb gehen mögen." Überblickt man alle die Stellen in der Chronik Ebrans, bei denen sich dessen kritische Ader regt, so bemerkt man, dass diese sich sämtlich auf Personen und Begebenheiten der Profangeschichte beziehen. Wo es sich um kirehengeschicht- liche Dinge handelt, steht er seinen Quellen vollkommen passiv gegenüber, und man hat das Gefühl, dass er es für eine Sünde hielte, an der Wahrheit ihres Inhaltes zu zweifeln. Bei dei Benützung von Legenden scheint er keine Ahnung davon zu haben, welch gewaltiger Unterschied in Bezug auf geschichtliche Glaubwürdigkeit zwischen der ältesten Gestalt, in der sie auftreten, und den späteren für bestimmte Zwecke und die Erbauung der Menge zurecht gemachten „Überarbeitungen" besteht, denn er nimmt sie, wie er sie eben findet. Aber diese hingebende Gläubigkeit passt ganz zu dem Bilde des Mannes, wie es vor uns steht, und ohne sie würde diesem geradezu ein Zug fehlen, den man unwillkürlich darin sucht. V. Die ersten Benutzer der Ebran- sehen Chronik und die Würdigung des Werkes. Aventin, der ungefähr ein Menschenalter, nachdem Kbran die zweite Redaction seines Werkes vollendet hatte, die Quellen für seine bayerische Geschichte sammelte, schilfert uns in anschaulicher Weise, mit welchen Schwierigkeiten es für ihn verbunden war, zu den Bibliotheken und Buch- gewölben der Klöster Zutritt zu erlangen oder deren Schätze z ur Ausbeutung geliehen zu erhalten. Und das, trotzdem ihm als bayerischen Hofhistoriographen kräftige Empfehlungen seines Fürsten zur Seite standen. Wir können daraus ermessen, wi e schwer es für Ebran gewesen sein wird, sich die für sein Werk nötigen Hilfsmittel zu verschaffen, und er muss na ch allen Seiten hin „gute Kundschaft" unterhalten haben, Uß i nur einigermassen zum Ziel zu kommen. Das konnte natürlich nicht im Geheimen geschehen, und es machte sich v °« selbst, dass er dabei mit Anderen, die auf gleichem Woge gingen, zusammentraf. Einen von diesen kennen wir: es ist der schon erwähnte Maler ll nd Dichter Ulrich Fürtrer, 1 der „auf Begehren und Gebot" de s Herzogs Albrecht IV. von Bayern-München im Jahre 147« seine „Histori, Gesta und Getat von den tl ' S. zu Fürtrer: A retin, Lit. Handbuch, I 8. 161 Nr. 21; Klu «khohn in der öfter erwähnten Abhandlung in den Forschungen 7 ;'! r d. Gesch. (1867) S. 210 ff; bpillcr, in der Zeitschrift für deutsches AItert um etc. 27. Bd. (Berlin 1883): Studien über Ulrich turtrer ; S . ^2 ff., be8ondera g. 208 ff'.; Bockinger, 1. c. IIB. 179 ".57 (über ^Umarbeitung der Fürtrerschen Chron.) und S. 197 nr. U; Wegela, ^esch. der deutschen Historiographie (München u. Leipzig 188») _b. 10&n\, «e» Artikel in der Allg. d. Biogr.; Riezler, Gesch. Baierns III S- 870 ff. u. 910 ff; Riezler, Bemerkungen über Fürtrer m seiner ^'eiitimiusgabe III S 508 ff — Die Arbeiten bezw. Editionen von 1"^' Hamburger, Peter, Henrici und Panzer, die aus- »«''hesslich Fürtrer, den Dichter, betreffen, kommen für uns hier nicht 1,1 Betracht. - LXXX — edlen Fürsten des löblich Haus von Baiern und Norigkau" begann und 1481 vollendete. Er ersuchte unsern Ebran um Material hiezu und erhielt auch solches. Er selbst sagt: „Under dem, als ich zusamen geklaubt hab dise Samlung der gegenwürtigen Croniken, ist mir durch den gestrengen, edlen und vesten Ritter Herr Hannsen Ebran zu Willdenberg mit ander vil schonen Croniken worden die Cronica und gantz Histori der Lender Hollandt etc., aus den diser gemelt her Hanns ain treffenliche und fürpüntige Croniken des fürstentumbs Bayren ersamlet hat", 1 und es muss unter diesen auch eine Abschrift dieser Chronik selbst gewesen sein. Fürtrer machte von den ihm so zu teil gewordenen Stücken reichlichsten Gebrauch, indem er nicht nur die ihm übergebenen Quellen benützte, sondern auch die Chronik seines Gönners häufig fast wörtlich wiedergab. Da das Werk Fürtrers bald nach seiner Fertigstellung oft abgeschrieben wurde, so fanden dadurch auch die Ebran entnommenen Stellen grössere Verbreitung, ohne dass man sie als solche erkannte. Aretin erwähnt zwar in seinem literarischen Handbuch (S. 163) unter den von Fürtrer benützten Autoren auch Ebran, geht aber nicht weiter darauf ein, und erst "Würthmann, der im V. Bande des Oberbayerischen Archives (Jahrgang 1844 S. 48 ff.) „Ausgewählte Stellen aus Ulrich Fürtrers ungedruckter Chronik von Bayern" mitteilte, hat unsere Einsicht in das zwischen den beiden Chroniken bestehende Verhältnis erweitert, indem er in den Anmerkungen auf die entsprechenden Stücke bei Ebran unter Citierung des Ö feieschen Druckes hingewiesen. In neuester Zeit ist die Sache durch die Abhandlung Kellers über Ebran, 2 sowie durch die Arbeiten Joetzes 8 und Lei- dingers 1 über Veit Arnpeck mehrfach zur Sprache gekommen, und wir können uns deshalb ersparen uns weiter damit zu befassen, zumal die von Spiiler vorbereitete Ausgabe Fürtrers sich noch eingehend damit zu beschäftigen haben wird- 1 Cod. germ. 43 B. 356. — Dass nicht etwa Ebran aus Fürtrer schöpfte, ergibt sich schon aus dem zeitlichen Verhältnisse ihrer Chroniken, denn Ebran war ja zur Zeit, als Fürtrer mit der seinigen begann, mit der hier in Betracht kommenden ersten Redaktion seines Werkes schon am Ende. Ö. oben SS. XXXVII 2 Besonders S. 109 ff. B Joetze, Veit Aernpeckch, ein Vorläufer Aventins, in den Verhandlungen des hist Vereins für Niederbayern, Bd. XXIX (Landshut 1893) S. 49 ff., insbesondere S. 83 ff., wo von den Quellen Arnpeck 9 die Rede ist. 4 Lei ding er , TJeber die Schriften des Bayerischen Chronisten Veit Arnpeck (gekrönte Preisschrift, München 1893), insbes. S. 71 ff- — LXXXI Ein ähnliches Abhängigkeitsverhältnis wie zwischen iürtrer und Ebran tritt auch zwischen diesem und dem eben genannten Arn peck zu tage, einem Priester in Landsflut, der im Jahre 1495 ein Chronikon Bajoariae 1 und eine deutsche Bearbeitung desselben 2 fertigstellte, ßass auch hier Ebran der Gebende, nicht der Nehmende ist, ei 'gibt sich sofort, wenn man bedenkt, dass dessen Chronik in ihrer ersten Redaction schon ungefähr zehn Jahre vorlag, als Arnpeck (ca. 1490) mit seinen Arbeiten begann; und auch die zweite Redaction des Ebransclien Geschichtswerkes wurde mindestens zwei Jahre vor den Arnpeck sehen Chroniken vollendet, so dass auch die Annahme, Ebran habe für diese etwas aus Arnpeck entnommen, von vornherein wenig Wahrscheinlichkeit für sich hat. 3 Und sie sinkt noch weiter, wenn man erwägt, dass Ebran sicher die ihm unbekannten Namen wittelsbachischer Fürsten, die er durch NN ersetzt hatte, nachgetragen haben würde, wenn er eines der Geschichtswerke Arnpecks, in denen sie ja enthalten sind, benützt hätte. Eragen wir uns, welche der beiden Redactionen des ^bran sehen Werkes Arnpeck vorgelegen, so scheint zuflächst alles auf die erste hinzudeuten. Insbesondere zeigt Sl °h, dass sich von mehreren wichtigeren Einschaltungen, durch w elche die zweite bereichert ist, 4 bei Arnpeck keine Spur findet, "fld dass sich bei ihm keine Stelle nachweisen lässt, welche au f die über den Tod Ludwigs des Bucklichen hinausgehende Weiterführung unserer Chronik (in der Handschrift J) z "rückzuführen wäre. Anderseits aber kommen in dem Arn- Peckschen Texte doch auch Stellen vor, die sich inhaltlich mehr °der weniger mit neuen Notizen in der zweiten Redaktion der * D ran sehen Chronik decken und zum Teil wenigstens ~ den Eindruck erwecken, als wären sie nicht unmittelbar au s Ebran entlehnt, sondern aus der gleichen Quelle abgeleitet.''' Bei dem Versuch, die Widersprüche zu erklären, kommen wir zu dem Schlüsse, dass Arnpeck ein Exemplar p* ' Gedruckt im Thesaurus Auekdotorum novissimus, ed. Bernh. ez > Bd. III (A„g. Vind. 1721), Col. 5 -472. Gedruckt bei Freyberg, 1. c. 1 S. 1-198. * Vgl Keller S. 122 ff. die M ■ So z ' B ' durch clie Erwähnung der Jungfrau von Orleans (Bl. 92«), p , otlz von der Ausbeutung des schwachsinnigen Königs Karl von dp« u lch durch Ludwig den Bärtigen (Bl. 93») und von der Entsendung tterzogg Ernst zur Taufe des Königs Jagiello (Bl. 99"). ' S. hiezu Keller S. 122. VI — LXXXII — der Ebranschen Chronik zuhanden hatte, in dem einige der die erste Redaktion erweiternden Zusätze bezw. die ihnen zu gründe liegenden Quellenabschriften bereits eingetragen oder eingelegt waren, während andere sowie die Fortsetzung und wohl auch die Vorrede noch fehlten. Auch Arnpeck hat unsere Chronik, und zwar sowohl unmittelbar als mittelbar (durch Fürtrcr), namentlich in den das XV. Jahrhundert behandelnden Partieen, auf das ausgiebigste benützt, sodass sie, obwohl sie nirgend genannt wird, 1 stellenweise geradezu als die Hauptquelle des Landshut er Chronisten erscheint, und merkwürdiger Weise trägt die deutsche Chronik desselben sogar eine ganz ähnliche Aufschrift wie die Ebrans in der Handschrift H, nämlich (nach dem Druck bei Freyberg): Diese nachvolgende Histori ist geschriben worden, als herseh et der dritt Friedrich, Rom: Kaiser vnd sein Sohn Maximilian, Rom: König, sagend von dem Land Ba- varia oder Norica genant vnd von den Durchlauchtigen Fürsten, die in dem Landt geherschet haben. 2 Noch merkwürdiger aber ist es, dass Arnpeck über ein Werk, das er mit solchem Eifer ausschrieb, die Bemerkung machen mochte, es sei „k ein o bewährte Histori", :i vielleicht allerdings nur deshalb, weil es in deutscher Sprache geschrieben war — aber desselben „Vergehens" machte sieh Arnpeck ja selbst schuldig. Stellt man die beiden Chroniken Arnpocks und die Ebrans nebeneinander, 1 so sieht man, dass sich die deutsche „Histori" des ersteren im wesentlichen teils als ein Auszug bezw. eine Zusammenfassung, teils als eine Erweiterung seiner lateinischen Chronik darstellt, und dass die Arbeit unsers Ritters von dem Punkt an, wo sie in die bayerische Geschichte einlenkt, zum guten Teil in jeder derselben ent- ' Er nennt von den ihm vorangehenden Bearbeitern der bayerischen Gesch. einzig Andreas: Nullua voro praedictornm nee quisquam alius praeter fratrem Andream .... Bavariae prineipum temporadesudavit. Pez, 1. c. Col. 5. * Arctin, 1. c. S. 167 Nr. 23 und Riezler, Aventins Werke HI S. 509 verweisen auf eine Chronik (in Cod. germ. 1587, 1588, 1589), die die gleiche Aufschrift hat; diese ist aber mit der deutschen Chronik Arnpecks, die noch in einer Reihe anderer Handschriften erhalten ist, identisch. 8. hiezu Joetze S. 71 mit Anm. 4; Leidinger S. 112 ff. 3 Joetze, 1. c. 8. 98. 4 Vgl. Kluckhohn, 1. c. S. 205; Joetze, 1. c. 8. 75 ff; Leidinger S 111 ff, — LXXXIII — halten ist, Ob Arnpeck, indem er sie in so weitgehender Weise ausnützte, einen literarischen Raub beging oder im Einverständnis mit Ebran handelte, ist aus nichts zu ersehen. Der Umstand aber, dass dieser in der Vorrede zu der zweiten Redaktion seines Werkes sich noch voll Arbeitslust zeigt und versichert, dass er noch in „steter Übung" sei, neues Material z u sammeln, dann aber doch, wenigstens soweit bekannt ist, m dem Jahrzehnt, das ihm noch zu leben vergönnt war, als Chronist gänzlich verschwindet, Hesse fast darauf schliessen, dass erstores der Fall war, und Ebran, nachdem er gesehen, w ie seine Chronik in denen Arnpecks, namentlich in der deutschen, gewissormassen aufgegangen, die Lust zu erneuter e igener Tätigkeit verloren hat. Aber wir wandeln hier im Dunkeln und wollen uns nicht weiter in Vermutungen ergehen, da wir hiemit auch ein Gebiet betreten würden, das zunächst, dem Herausgeber der Amp eckschen Chroniken zugehört. Wie ganz anders als A r n p e c k benimmt sich A v e n ti n ! *r nennt nicht nur, wie es sich gebührt, die Chronik Ebran s Untor den von ihm benützten Quellen, 1 sondern fügt der Erwähnung derselben auch einige rühmende Worte bei; er Sa gt nämlich: Johannes Eburanus, equestris ordinis a "ildeberga decurio (arx est quinque millibus Passuum a patria mea) oriundus, fuit praefectus Ur gusianae arcis, curatorque Haedovigae, uxo- 18 ducis Georgii, auspieiis imperatoris Friderici ef cii caesaris augusti, derebus Bojorum patrio Grmone magna cura et impensis perscripsit. Bezüg- ic 'i der Auspicia Friderici ist Aventin natürlich im Irr- jUö, indem er die in der Überschrift [der Fassung Hj enthaltene Wendung Diso nachvolgende Histori ist gesamlet JJ, ud geschri ben zu der Zeit, als geherschet hat ri derieh der drit etc., in der Eile falsch deutete. 2 i 'Aventin in Riezlers Ausgabe II S. 115; ebenso in der ritt ' 8dlen cl ""onik": Herr Hans Ebran von Willenberg, ein iV tr 0in '"eil von Abensperg, hof meis ter zu ßurkhausen , hat H °dwig, gebom auss Polen, hertzog Georgen gemahel, drit+ aU8S ilnll alien und bevelch keiser Friderichs des 'Uiih teut8 cb von den bairischen f ürsten geschriben, vil 8 " 8 j Uncl unkost darauf gelegt. Eiezlers Ausgabe, Bd. IV, - siim H 'erauf hat schon Kluckhohn, 1. c. S. 206 Anm. 2 aufmerk- n ür jf V acht Uebrigena kannte Aventin die Chronik Ebrans nicht höhn i Fassu ng II, sondern auch in der Fassung J. S. Kluck- n > Ludwig der Reiche etc. (Nördlingen 1865) S. 361. — LXXXIV - An diese Bemerkung: Aventins knüpft dann Öf e 1 e in der Präfatio zu seinem Drucke der Ebranschen Chronik an, 1 indem er bemerkt: „De impensis nihil moror; est enimhistori- cum Studium prae aliis in parandis testibus, id est monumentis litterariis, sumptuosum; neque etiam euram, quam adhibuisse memoratur, con- vello: sedmalim ego judi cium exactius delib utiu s- que adhibuisse prae illa plusquam anili creduli- tate, quam in hodoeporita Palaestinae facilius quam in vironobili militiae et aulae oficiis innu- trito excuses. Quae etiam causa mihi extitit, quod operis nonnisi postremam partem velut delibatim, quod eam solam defoecatiores oculi ferre hodie valeant, superiorum vero temporum terriculamenta (dubium imbecilliusne credita an conficta impu- dentius?) increduli oderint." Und nun führt er als Beispiel für die „altweiberhafte" Leichtgläubigkeit und Kritiklosigkeit Ebrans dessen Erzählung von den Teufeln an, die die Ausgrabung des Herzogs Arnulf, des Stammvaters der bayerischen Herzoge, aus dem geweihten Erdreich von St. Emmeram erzwangen. Das also soll der Grund gewesen sein, aus dem Üfele dem ersten Teil der Ebranschen Chronik den Abdruck versagte. Wir glauben aber, dass es hauptsächlich die Erkenntnis gewesen, aus der gerade hier stellenweise besonders stark verunstalteten Handschrift keinen einigermassen brauchbaren Text herstellen zu können, die für ihn dabei massgebend war, denn er hat in sein Sammelwerk gar Manches aufgenommen, was in Bezug auf Glaubwürdigkeit nicht besser fundiert ist als die von ihm gerügte Teufelsgeschichte Ebrans, die dieser ja nicht erfunden hat. In neuerer Zeit ist es Kluckhohn gewesen, der Ebran wieder zu Ehren gebracht hat. In seiner von uns öfter erwähnten Abhandlung kommt er zu dem Schlüsse, dass unser Chronist aus dem ihm vorliegenden Material gemacht hat, was daraus zu machen war, dass er mit seinen mangelhaften Hilfsmitteln Anerkennenswertes geleistet und ein von volkstümlichem Geiste durchwehtes Werk geschaffen habe, das „wie durch inneren Gehalt, so auch durch edle Einfachheit der Darstellung sich vorteilhaft auszeichnet." ' Oefele, 1. c. 1 S. 30a. — LXXXV — In ähnlicher Weise äussern sich auch andere, die Gelegenheit gehabt haben, sich mit Ebrans Chronik zu beschäftigen, so Wegele, 1 Keller, 2 sowie Leidinger und Joetze, wo sie in ihren Studien über Arnpeck auf sie zu sprechen kommen. Riezler weist in der unserem Chronisten gewidmeten Stelle seiner bayerischen Geschichte auf die Grenzen hin, die dem für seine historischen Studien nicht vorgebildeten Ritter gezogen waren, verkennt aber ebenfalls n icht die Bedeutung, die dem Werk Ebrans in der zeitgenössischen Literatur zukommt, wenn dieser auch „durch ausführlichere Aufzeichnungen über selbsterlebte Geschichte" der Nachwelt „ein wertvolleres Vermächtnis hinterlassen hätte". 3 Wir schliessen uns dem Urteil Kluckhohns an, aber mit der in den Worten Riezlers angedeuteten Einschränkung, u öd erblicken in Ebrans Chronik das Erzeugnis eines mit ^rnst, Eifer, Überlegung und Verständnis zu Werke gehenden Forschers, der, ein wissenschaftlicher Laie, sich keine Mühe r euen lässt, der Wahrheit auf den Grund zu sehen, daran aber häufig mangels des dazu nötigen Rüstzeuges behindert ist. In kultur- und literargeschichtlicher Beziehung kennzeichnet sich die Chronik als eines der hervorragenderen Sprachdenkmäler des XV. Jahrhunderts, als ein interessantes Dokument jür die geschichtliche Auffassung eines am Wendepunkt zweier Zeitalter in die Vergangenheit seines Herrscherhauses und "olkes zurückschauenden Mannes, der auf der Höhe des Sesellschüftlichen Lebens seiner Zeit steht, als eine auch für ^en Historiker der Gegenwart in manchen Funkten noch beachtenswerte Erneuerung und Portführung des von Andreas v °n St. Mang unternommenen Versuches einer bayerischen j^irstengeschichte, als eines der letzten auf bayerischem B °deu entstandenen Geschichtswerke der „alten Zeit" vor dem sie greichen Durchbruch der humanistischen Geschichtschreibung. ' Gesch. d. d. Historiographie S. 155. 3 L- c. S. 135 ff. : ' L. c. III S. 008 ff. VI. Die vorliegende Ausgabe. Aus welcher der drei bekannten Handschriften unserer Chronik der Text zu entnehmen sei, konnte nicht zweifelhaft sein: natürlich aus der Weimarer Handschrift (J), welche von Ebran selbst durchgesehen wurde, am vollständigsten ist und am weitesten reicht. Die von ihm in dieser Handschrift eigenhändig gemachten Zusätze (s. oben S. XXXIII) fanden, soweit dies ohne Störung der Satzkonstruktion geschehen konnte, Aufnahme in den Text, ausserdem in den Varianten, und die ersteren wurden, wie alle Stellen, die (H W gegenüber) in der Weimarer Handschrift neu sind, am Anfange und am Schlüsse mit Asterisken bezeichnet. Die wenigen Worte, die der Herausgeber zum besseren Verständnis einer fehlerhaften Stelle einschieben musste, sind in eckige Klammern gestellt. Von den drei Blättern der Stammtafel stammt das erste aus der Weimarer Handschrift, während die beiden anderen, die, wie oben erwähnt, in dieser fehlen, aus der Handschrift H, die sie allein enthält, entlehnt wurden; sie sind alle drei da eingefügt, wo sie in H stehen. Bezüglich der äusseren Form des Textes ist zu bemerken, dass ursprünglich beabsichtigt war, die abgeleiteten Stellen in kleinerem Drucke zu geben, wie dies bei der im ersten Bande dieser Sammlung erschienenen Ausgabe des Andreas von Regensburg durchgeführt wurde; doch glaubte man schliesslich davon absehen zu sollen, da es sich in vielen Fällen bei der grossen Freiheit, mit der Ebran seine Quellen benützte, als unmöglich erwies, Satz für Satz und Wort für Wort das Entlehnte von dem, was sein Eigentum ist, zu unterscheiden. In den Varianten wurden alle grösseren und kleineren stofflichen Abweichungen der Handschriften HW aufgenommen und zwar musste dabei H zu Grunde gelegt werden, da infolge der oben dargelegten Beschaffenheit von W eine genaue Wiedergabe, namentlich der längeren Stellen, nicht möglich - LXXXVII — gewesen wäre. Auch sonst enthalten die Varianten alles, was, für die Handschriften HW charakteristisch ist; nur die sprachlichen Formen und die häufigen sinnlosen Worte und Wortverbindungen in W wurden unberücksichtigt gelassen. In den Anmerkungen wurde, um das Verhältnis der Arnpeckschen Chroniken zu dem Geschichtswerke Ebrans deutlich erkennen zu lassen, überall auf die entsprechenden Stellen in den ersteren hingewiesen und dabei das Chronikon Bajoariae mit A, die deutsche Chronik mit B bezeichnet. Das gleiche wäre mit der Chronik von Fürtrer geschehen, wenn ein vollständiger Druck derselben vorläge. Was die Orthographie betrifft, so ist diese in der Weimarer Handschrift vollständig regellos; um wenigstens einigermassen System in dieselbe zu bringen, wurde jedes Wort in der einfachsten Form, in der es dort vorkommt, geschrieben. Das y wurde durch i ersetzt, das für u stehende v durch u; dagegen blieb das für u stehende w als charakter- ^tisch für die Schreibweise Ebrans stehen. Offenbare Schreibfehler des Abschreibers und Lässigkeiten des Autors wurden korrigiert und meist in den Varianten vermerkt. Diese naehvolget histori hat gesamblt ein /»■ W ritter, des namen hernaeh gesehrieben stet, 1 und aus den büehern getzogen, die man nennet in latein eroniekn, in dem namen des herrn, 5 gegen dem sieh alle knie piegen. 11 * Vorrede dieser histori. b Die histori ist angefangen zu der zeit, als geherschet hat der dritt Fridcrich, römischer keiser, am geschlächt ein hertzog von Osterreich; 10 sagt von dem landt Bavaria oder genannt Norcoa u nd von den fürsten, die in dem löblichen haws Ovaria geherschet haben, die gewachsen sind ^ u s dem edelen samen der sighaften, starcken "berwinder, dem grossen keiser Karl, am ge- l5sc hlächt ein konig von Franckreich. auch so wirt v °n dem anfang der stat Babilonia, Trier, Korn Utl d von dem Ursprung des frantzosischen volcks Un d irer konig gesagt. der stet und fürsten hi stori hab ich etwas berürt, 0 sovil ich der funden 30 c, , a S. die Überschrift von II in der Ilandschriftenbesehreibung, oben £ XXV; W ermangelt einer Uebersehrift, s. oben S. XXVII »Diese r°n yde fM( in jf und w bis auf dm unter c mitgeteilten Iassus. J>*H Stelle findet sich auch in H W und lautet dort [Bl. 1»]: Der fürsten 25dl u- histori hi »b ich berürt, sovil ich deren funden hab. und °f* histori hab i dise drei sünd morn sich von tag zu tag. 0, ir fürsten, geistlich und weltlich, wendet die grossen sünd, das nit der zorn gottes auf die cristenheit fall, ir müst warlich darumb antwort geben vor dem letzton gerieht, so himel und erden vor dem 30 ernstlichen richter ertzitern. der almechtig got verleich den toden die ewigen rüe und geb den lebentigen die genad des heilgn geist, dadurch sie erkennen den weg des frides!* 35 * Dem ich vil hab nachgefolgt — 7,11 vernichten am Rande von 0, der Hand des Schreibers. b Am Rande von Ebrans Hand die Glosse: Der pabst [notzentio der VI., vormal genant Steffnn, der led nit, das ainer mer pfarr het dann aine. 1 Andreas war Chorherr, später Dekan von St. Mang. ,q '-' Ludwigs des Bärtigen von Bayern-lngolstadt. — S. des Andrea 9 '* Vorrede xu seiner Chronika de principibus terrae Bavarorum bei I' ei " dinger S. 505 (lateinisch) und S. ~>9] (deutsch). — b [Die Chronik.] [Bl. 3 a | Von erst wirt gesagt von der stat Ba- belony und von der stat Trier, die ein haupt ist in G all La und Germany und angefangen wart zu üpawen von dem für st eil Trebeta" oder Trier, ein *un des konig Nynus" von Babilony, den etlicli Hennen den ersten konig in der weit. Darnach wirt gesagt von der stat Rom, die ein Qaubl, ist der weit, und von den Verkäufern der 'OstatTroya,Eneas,Priamus und Antenor, und wann die stat Rom ward angefangen zu pawn. Darnach wirt gesagt von dem Ursprung des frantzosischon volcks und iren konigen. Darnach wirt gesagt von dem land Bavaria '5o der genant Norica" und von denfürsten, die darin geherscht haben, die geteilt sind in vier stamen oder gesläehte bei Cristus geburde.' 1 der erst. s tanien erhebt sich an dem konig Woamandus und a " seinem bruder Ingeromandus, der ander erhebt Sl ch an dem hortzogen Theodo und Garywaldo, e der ^rit erhebt sich an dem fursten Ottilo, und der v i e r t stamen erhebt sich an keiser Karl dem ersten, ^ 0 er hertzog Tassilo von Beyrn absetzt von ( Qem fürstenthumb Bavaria und in ein cl oster verlies, es wirtauch gesagt f undgetzeigt derstamen ues vorgedachten keiser Karl. [Bl. 3 b J Wiewol B oben gesagt ist nit mer dann VonU vier stamen oder gesläehte, so sind doch vor der herschung July Zesser 1 und vor der ge- P u rde Cristi konig und fürsten in Bavaria lande gewesen, 14 aber von irennamen und histori kan ich "ishere nit vil geschrieben finden. es haben a uch etlicli mer fursten in Bavaria geherscht in 3 5 er zeit des obgedachten vierdten stamen von flächten aus Sachsen, Swaben und Osterreich, d a Trebeto II W. b Nynus oder Ninive H, oder Ninife in W Un, trichcn - c Nordgaw //. ' Nordgew W. d bei Cristus geburde 8 i,- H W - e Tassilo oder Garibaldi H W. f abgesagt IV. 40 i f e v °r W (corrig. von W\ in wiewob 1 . h von fehlt II W. j P der Hdschr. stand zuerst von der herschung des ersten keisers d „ V. dann durchstrich Ebran die Worte des ersten keisers und schrieb rT Uber Zesser. In II W hütet die Stelle so wie in ,1 mr dieser °>reüur. k in B avaria gewesen H W. die von den romischen keisern auf-und abgesetzt sind in dem land von dem tod hertzog Arnolt von Beyrn [an], *den etlich nenen ainen tiranten; und als diepairischhistori sagt, so ist er a *ein sun gewesen keisers Arnolfi. das wert b bis auf graf Otten von Scheyrn, dem war dt das landt B e y r n° verlihen von keiser Friderich dem ersten, als hernach gesagt ist pei demselben grafen Otten.' 1 Kghf. 242, [El- 4 a ]. Als die weit gestanden was nach Adambs !• 5 - 12 geschepft 2262 jar 2 nach der auslegung sand Augustin, und 10 ° ' ' dem darin gemeinklich nachgesprochen wirdet von andern, zu der zeit lies got die weit undergen von irer sünd und untugent wegen bei Noe zeiten, und nimandt lebentig beleih Kghf. 244,18dann Noe selb achtist. do lebt Noe dannoch nach der sinflus viei'dhalbhundert jar, und machten Noe und sein 15 drei sun Sem, Kam, Jaffet und ire kinder kinder in der zeit so vil kinder, das Noe vor im sach steen, ee er starb, 24 tausendt mann an 0 fragen und kinder, die alle von seinem Kghf. 244,25 sanien komen worden, das volck alles teilt sich in zweiund- sibenzick geschlächt, und aus verhengnus dos allmechtigen °2 gotts wardt jedem geschlecht sein besondere sprach an dem Kghf. 245,70 P aw ues hohen turn zu Babilony/ darnach musten sich die geschlächt allenthalben austeilen in die weit, dann sie nit genug narung mochten haben beieinander. Sem für mit seinen geslächten, der 28 (r was, in das teil der weit,25 das genannt ist Asia, Kam beüb mit seinen geschlächten, der 18 was, in dem teil, das genant wirt Affrica, so für a Die Worte: den etlich nenen — so ist er sind in J von Ebran an den Rand geschrieben. In II W: h. A. v. Bairn, der ain son gewesen ist kaisers Arnolphi. b In II durch Verlesen: Arnolphi 30 des vierten statt Arnolphi, das wert etc. c das land allain II. d Die Worte: als hernach — grafen Otton sind von Ebran über die Zeile geschrieben. In H W: als hernach bei demselben grafen Otten mer davon gesagt wirdet. In J folgt dann noch folgender durchstric/wne Passus: Und von dem tod des itzgedachten poesen hertzog Arnold bis 35 auff keiser Friderichn hat sich verlollen 200 und 25 jar ; also lang sind die edeln gefursten grawen von Scheyrn von irem vaterliehen land Bavaria Verstössen gewesen, als hernnch bei denselben grafen von Scheyrn gesagt wirdt. — Diese Stelle findet sich in W, von der Hand des Konrektors nachgetragen, in II fehlt sie hier. In J ist sie ausgestrichen, weil sie dort spater 40 in anderem Zusammenhange, in den sie besser passt, noch einmal vorkommt. e on H. f an dem hohen thuren zu B. // W. e zwaintzig II, 20 W. 1 Citiert. nach den Mon. Germ., Bd. XX. 2 S. zu dieser Berechnung Hegel, Königshofen S. 242 Anm. I. Königshofen hat die Zahl 2242, Otto von Freising (S. 133,10) die vontö Kbran angegebene Zahl 2262. — 7 — Jaffet mit seinen geschlächten, der [Bl. 4 b j 26 waren, 1 in das tei] der weit, das genannt wirdet Europa.* und in diesem teil ist nu Rom 3 und die cristenheit gelegen, diese ver- Eghf. 245,21 Wandlung der sprach und Zerstörung des paw an dem turn 5 zu Babilony, auch die teilung der dreier bruder, das geschah nach der sintlus 500 und 31 jar. Der vorgonant Cham, Noe sun, gepert Thus; 3 Thus Otto 133,24 gepert den starcken Nemroth. der Nemroth fing do an zu fyM- 245,25 pawen die grossen stat ßabiloni, und er macht sich selber 10 zu ainem konig und gebieter dem andern volck, dann er als 1 ' einen starckn, fraisamen leib hete, das im nimandt dort't widersprechn.' ! Nemroth gepert Bolus, Belus gepert Ninus, Kghf. 240,10 der thet vil namhafter ding, darumb nennen in etlich den ersten konig in der weit, wann von seinem vater ßelaws 10 und Nemoroth west mann uit so vil zusagen, wiewol sie vor im konig worden gewesen, bei des konigs zeiten kam auf die Kyhf. 247,4 erst abtgötterei, und das geschach also: do sein vater Belaws d starb, do macht er aus lieb ein pild und gleichnus nach seinem vater; dem pild ward grosse ero erpoten (Bl. 5 a ] von 20 dem volck, dem konig Ninus zu ern. was auch die leut verschallten oder misteten, 6 die zu dem pild entrunen, die "wurden frei und sicher. hiebei f namen die andern völcker beizeichen und machten auch pilder und gleichnus nach den menschen und thirn, die sie lieb betten, darnach verwandelent 25 sich die pösen geist in die pilder und redent mit den menschen. aus dem kam, das mann sie anpettet für götter. der konig Kghf. 240,23 ■Ninus pawt die grossen stat Ninif'e und macht sie dreier tagwaid weit. B er was der erst in der weit, der die waffen Otto 134,12 Bchmidte, und er fing von erst an, aus mutwillen und böser BObegier des gewalts das plut der menschen zuvergissen. er ■nacht auch die gerueten 1 ' weit ungerueich; das mocht' er gar leichtlicb thun, wann zu derselben zeit die menschen gar grob und wild worden, sie künden auch nicht vechten und hetten „. • Aus lf W statt Sitropiam in J. b als fehlt II. c also 5 das im niemand widersprechen dovft //. d Belus 11 W. e So auch in W; in 11: misshandleten. ' darab //. » und machet sie in dreien tagen waidweit II W. '' die rucbigen leut und weit unruebig II; die gerueten weit unruelich W. ' //* ,1 macht. 1 In der Verteilung der 72 Geschlechter auf die drei Söhne Noahs 40 kommt Ebran auf andere Zahlen als sie sieh bei Königshofen, Ekkehard und Comestor finden. 2 Königshofen : nn die cristenheit. 3 Quelle: Chus. — 8 — auch keinerlei hantwer" noch harnasch, wann, als Esebius b spricht, so waren sie mer umgeen c nach tierlichn sitten dann nach menschlichen, und als Ottonus' 1 de Freysing setzt in seiner kronikn im ersten puch und 7. und 8. capitl" und mit diesen' nachfolgenden worten geschrieben stet: 5 Otto, I, 8, do [Bl. 5 l> | Ninus was gestorben, regirt nach im Semira- 185,16 m j g) e - m grauggam weib, in dem teil des aufgangs" der sunnen. sie macht ir auch underthenig vil ander völcker mit streit. von dieses weibs graussamkeit mit wollust der häslichcn begier wellen wir nit sagen, wann vil ander haben davon ge- 10 sagt. b dieses weib nach dem tod ires vorgedachten mannes regirt' 32 jar. 1 in derzeit pawt sie auch die aller sterckisten k maur von gekochtem zigel aus laim umb die machtigen, edeln stat Babilony, ein haupt des erdreichs im 1 aut'gang m der sunnen. Otto 135,21 turbas spricht Otto: es sagen die von Trier, das Semira-15 mis von dem reich hab ausgetrieben und gestossen nach dem tod konig Ninus iren stewfsun, genant Trebeta," der im ein scheff bereit, darauf er und die seinen sassen. und fuer über mere in das teil der weit, genant Europa, 0 und er kam auf den Rein, als es got wolt, 2 und er für auf dem Rein p auf 20 und kam auf einen andern flus, genant die Musel. und er lies sich da nider' 1 bei dem wasser in einem gar schonen tal der ende Galie und fing da an zu pawen die wolgezirten, fruchtpern stat, [Bl. 6 a J ein haupt Gallie, und nennnt sie von seinem namen Trier, wer diese stat sei gewesen, wie 25 gros und wie mechtig, mag offenbar bewert werden aus irem vall und Zerstörung, es wirt do getzeigt von wunderlichen werken ein pallacy nach geleichnus der babilonischen paw gepawt von kochten ziegelen, und r noch so vest ist und in kein Otto 135,39 weis gebrochen mag werden, aber furbas redt Otto: do die 30 königin Semiramis irn sun Ninus den andern reitzet, das er sie beschlief, da wardt sie von im ertödt, und kam ir nach- im regiment. 8 a handwerck (handwerch) II W. h wie Eus. spricht H, wan Eus. spr. W. c so giengen sie mer umb H. (i Otto H. " und 35 achten und zwelften cap. II W. ' da mit disen IL « des aufgangs aus ü W stritt anfangs in J. h dieweil (wanl vil ander davon haben gesagt .ff W, l dieses weib regieret nach dem tod ires mannes vorgedacht H. k allerkostlichsten H W. ' im ergänzt aus II W. 111 aufgang aus II W statt aufgangn in J. n Trebeta genant II 40 ° Europa // W statt Eropiam in J. i> als es got - auf dem Kein von der Hand des Schreibers am Ramie xur Einfüguny nachgetragen. In II' und er fuor den Khein auf, und er kam etc. 'i alda liesa er sich nieder II. r und aus H W ergänzt. s und kam nach ir ins regiment IL 1 Otto: 42. 45 - Die Worte: als es got wolt aus Königshofcn S. OGS, 32. — 9 — Verrer zureden von diesem volck hab ich genomen aus der kronicken von Straspurg, die gesambt ist zu den Zeiten, als herschen was im romischen reich Karl der vierd, 1 um geschlächt ein konig von Pehem. der setzt auch 5 mit vil worten, wie Trabeta, ein sun des konig Ninus von Kghf. 698,20 Babilon, geflohen hab das weib Semiramis von irer schnöden vleischlichen begir, die sie zu im trug, und komen a über mere auf das erdrich, do itzo ligt die stat Trier, do ist er zu rote worden mit den seinen und sich do nider gelassen und 10 angetan-[Bl. 6 b ]gen zu pawen die vorgenanten stat Trier bei Abrahams zeiten nach der sinflus 800'- jar. b do hat sich Kghf. 700,72 das volck also vast gemert mit kinden, das ir als vil wardt, c das sie zu Trier nit landes genug betten; da pauwten sie das lande je furbas und machten von tag zu tag je furbas stet, lögeslösser und dörfer in diesem lande, und sonder bei dem Rein fingen sie an zu pawen die fünf namhaften stet Trier^ Kollen, Maintz, Wurms, Straspurg und Pasel. | also ist gesagt, das die stat Trier ein haubt ist in Galia und Germanj; wie- wol etlich ander setzen, das die stat Kollen und die andern, 20 darnach genant, von andern forsten und Römern gepawt seien, so ist doch der recht Ursprung hie von den von Trier. Fürbas setzt der itzgedacht kronatist im fünften capitl : do sich nu dewtsche lande am ersten erhueben von den von d Trier, Kghf. 701,5 do worden die von Trier gewaltig und herren und nomen jer- •^lichn zins und stewr von den steten und dorfern, die von irm volck gepawt worden, | und [BJ. 7 a ] schrieben irn titnlum also: »die grossen des haws zu Trier," davon sich etwan die pfaltz- grafen auch geschrieben haben „die grossen des haws zu ■frier", also ist genug gesagt, das man findt, das die grossen des haws zu Trier irn Ursprung genomen haben aus den konigen v on Babilon. zu geleicher weis so haben auch etlich graten, Kirsten und konig in Galia und Germani irn Ursprung und adel genomen von denselben grossen des haws zu Trier, als wian hernach vindet in konig Pipinus von Frauckreich und ns seiner eiterer väter histori. ... a und sei komon II. b so auch in W; siebenhundert und unftzig jar II. « das iren sovil worden H; das ir vil ward W. von fehlt II W. An ,„ 1 Die Abfassung der Chronik Königshofens erfolgte erst nach dem v-tode Karls IV. S. Hegel, Königshofen S. 170. 2 Bei Königshofen: 2000 Jahre „vor gote geburte". 7 — 10 — Kghf. 701,24 Aber furbas setzt der vorgenant kronatist do Straspurg: 331,2 in den zeiten pawen die von Trier einen tempel zu Eber- scheim"- nach heidenischen Sitten in Martis ern, 1 wan Mars b was der obrist abtgott in tewtschen landen, zu diesem templ furo die heiden von andern landen, als nu die cristen thunö gen Ach, Eom c oder anderen heiligen steten, der tempel ist verkert in ein wirdiges closter sand Benedicten orden. o Kghf. 316,11 [Bl. 7 a | Das erst d reich in der weit erhueb sich zu Babiloni durch den konig Ninus. das zerfurt Cirus und wendt Kalif. 317,1 das in Persia; das stund bis auf Allexandro, der zerfurt das 10 Kghf. 317,4 aus Persia 6 und wendt das in Kriechen. darnach brachten die Bömer das reich gein Rom, f do es noch ist und wirdet genannt ein hawpt der weit. | Born hat also seinen anfang und Ursprung, als man vindet in gestis Romanorum. 15 Kghf. 317,11 Nach der sinflus 1500 jar ward der weis mann Saturnus vertrieben von seinem sun Jupiter aus Kriechen lande, und er kam in Bali, do nu Born ligt. do waneten in dem erdrich vil menschen," die lebten als das viech, wann sie assen nur aicheln, kesten, obs, honig und milich, was das erdrich tregt20 ungepawt, und das sie on arbeit funden; ire kleider wardeu aus lawb und gras gemacht, sie westen auch umb kein sipschaft, je eins zu dem andern gieng, als das viech thut. do weist und lernt der vorgenant Saturnus das volck menschlich leben, körn, wein und hewser pawen und kleider machen; 11 25 darumb hielt in das volck für irn herrn' und für einen gott. [Bl. 8 a ] Aber als k Otto de Freysingen setzt in seiner kronicken im ersten buech und 24. capitl und mit diesen nachvolgenden Otto 139,42 worten geschrieben steet:' anno von dem regiment konig Nini m 920 2 jar, sprechn etlich, soll Helena den Kriechen empfurtao sein und verpintnus wider die stat Troja geschehen." nach dem volget ein zehen järigs geleger und ein mördlichs a Eberstain II W. b Martis, Mars aus II W statt Martins in J. c Born fehlt II W. d erst fehlt II W. ° aus genommen aus H statt in in J W. f wendet es in Unedlen, alda stuond es nit lang, da 35 brachten die Römer das gen Kom. IL g leut II W. h koren und wein bawen und klaider machen und heuser bawen. II W. ' ainen herien W. k als aber H W. ' steet ergänzt aus KW. m von dem regiment kinig Ninus anno tausent vierhundert und zwaintzig, sprechen etlich etc. _ // W. » soll Helena den Griechen entx>fuert sein 40 und verbundtnus wider die stat Tavia geschehen sein. II. 1 Bei Königshofen: in Mercurius ere. 2 Otto: 870. — 11 — nidorlegen der stat Troia. wer das begert zu wissen, a der less die histori Virgilij. und als etlich sagen, hab Ursprung genomen das römisch geschlächt 1 ' von dem starcken man Eneas, • r> dem fluchtigen, als aber ander sagen, es köm von dem uber- gebor oder Verräter des Vaterlandes Eneas, c der ein schwartz- kunstler was, als Virgilius schreibt, er' 1 hab sein weib den göttern geopfert, ein tochter konig Priamus.* Darnach im 25. capitl spricht Otto: Eneas kam mit Otto 110,27 10 schiffung in walhische lande f und nam des konig Latini 8 tochter, die behielt er mit streit wider Tornus.' 1 das geschach aus der ursach, das Latinus gemahl [Bl. 8 a ] ir tochter Laviniam 1 dem Turnus het versprochen k zu geben und gab sie doch Enee. und do nu Latinus gestorben was, regirt nach im Eneas drew Otto 141,38 ]i 'jar, und nach seinem tod hielt in das volck für einen got. nach im regirt sein sun Ascanius 28 jar, nicht geporn von Vgl. Rolev. Latini 1 tochter, sonder von der frawen Krewssa.' dieser pawt die stat, die er nennt Albam,™ und regirt daselben als konig der Albaner, und nach dos tod regirt Eneas" Silvius, des ersten Vgl. Rolev. 0 Eneas rechter sun, erst nach seines vatern tode geborn von otto 141 > 45 Latini" tochter, und wirdet darumb Silvius geheissen, wann Sß in muter ibrcht sere konig Ascanium 1 ' und beleih ver- porgen in den wälden, darumb er Eneas Silvius geheissen wordt, q in dewtsch als vil gesprochen „waldisch". dieser '■> Eneas Silvius regirt 29 jar, zw der zeit Heli bei [dem] isra- helischen volck herschet. nachmaln suchten die Latiner Otto 141,47 oder Albaner fruntschaft zu haben mit den Kriechen in siten und gepärden, und welhes geslächte minder brauchet der s mne scherfigkheit und der wort hübschigkeit, dieselben '^messen sie „barbaros", 1 ' ist in dewtsch züvermerken „grobheit". Nach Eneas Silvius kam [Bl. 9 S ] an das reich sein n 0 i cv . sun, der auch genant was Eneas, der dritt, regirt 31 jar, zu der , a zu wissen fehlt II W. b das romisch reich II W. c in 35 den Handschriften: Verräter Eneas das Vaterlandes statt Verräter des Vaterlandes Eneas. d er fehlt IL e Von Ebrans Hand steht hier an *'* Hand geschrieben: Etlich ander sprechen, als Treva gefangen bard, ~ il tailt Agamenos alle hab und gueter der Trever geleich aus den verretern ° ae r ubergebern das fäterlich land. (Fehlt II W.) ' Welschlandt II, 40 welsch land W. S Latini ans II W statt Latino in ,1. >> Turins H. Laviniam aus II W statt Lavinam in I. k widersprochen H, gesprochen W. i Latini aus II W statt Latino in J. m In der Iland- j'^ft Alban. « Eneas fehlt II W. » Latini aus II W statt Latino " J - p Aschkhanium 11. 1 ward genant H W. r barbarisch H W. 45 , , * Die diesem Abschnitt zu gründe liegende Stelle bei Otto ist sehr ' rei übersetzt, zum Teil etwas umgestaltet und eriveitert. — 12 — Otto 142,46 zeit konig Sawl. nach diesem kam Latinus, nach im Alba a und nach im Egiptus, nachmalen Capis, nach dem Carpenti b und darnach Tiberius; 1 von dem wart genant das wasser Teyfer, das wasser vor Alba 0 hies. nach Tiberio' 1 regirt sein sun Agripa, nach demselben Aremulius, 0 nach dem Aventinus, 5 darnach Procas und darnach Amulius. diss konig all Messen Silvius oder wäldisch von dem vorgedachten Eneas Silvius, den sein muter in den wälden orzoch. 3 Otto 14512 Nun volgt hernach im andern buech und f andern und dritten capitl: diser Amulius het ein bruder mit namen 10 Munitor, 81 der het ein tochter Eeham, die er der abbtgöttin Yesta ergeben hett zu dienen; aber do er sie berawbt irer junckfraw schaff und die geburt erkannt, darumb gebot er die zwindling kinder in das wasser zu werfen, diese sein die zwidling und brueder Remus h und ßomulus, der stat Eom 15 Otto 145,22 Stifter und pawer, anno von der herschung konig Ninus tawsendt dreihundert, nach der erstorung Troia 400 [Bl. 9 b ] 14 und nach Adam geschepfe 4484 jar, als in Juda Ezechias, aber, nach Augustini sag, sein sun, der gütigist konig Ezechias, 3 und in Israhel Osee oder Eacce der ander 1 20 Otto 145,15 regierten. k dise 1 zwen Stifter, mainen ctlich, sein" 1 des abgots Mars sun gewesen, darumb das sie solten der gantzen weit herschentumb" durch irn abgot Mars uborkomen kunftigklich, und nemen des zu zeucknus, das sie von einer wulpin, des Mars westi, 0 sölln genert worden sein 1 ' wider die natur, dar-25 umben sie noch ire hewser lupanaria, wolfgeschlupf, heissen nach deutscher zungen. ob das also sei, ist nit meines fur- nemens zu sagen; das bestät ich allein, das sie nit des abgott Mars noch eines andern menschen, sonder,' 1 als die wahrhaftigen a Albanus II W. *> Carpeus II W. <= Alba aus W statt 30 Alban in J (auch in Hj. d Tiberio aus II statt Tiberia in J. e Arnulis II, Amulius W. f im II. 8 Numitor II. In W eine Lücke, ausgefüllt von der corrig. Hand: Numitor. h Kemus aus II W statt Romus in J. ' Äser der ander W. k regierten aus II (regiert W) ergänzt. ' dise aus II W statt diss in J. m sein fehlt H W- $ J n herschung H W. ° dos Mars bestia IL p sein ergänzt aus H W. i sonder steht in den Handschriften sinnlos nach dem Satze: als die warhafftigen sehr, sagen und wurde von uns an die richtige Stelle hinaufgezogen. 1 Otto: Tiberinus. i0 2 Auch für diesen Abschnitt lagen Ebran ausser Ottos Chronik noch andere Quellen vor, aus denen er Zusätze entnahm; so, wie es scheint, Rolevinks Fasciculus lemporum und Eike. s Otto: Iiegnante in Judo, Achaz, vel iuxta Augustinum filio suo piissimo rege Ukechia. — 13 — Schreiber sagen, eines briesters, des abgots diener, sun gewesen seien, also hat ende die rede Otto, so er tlmt von erstörung der stat Trqja und anfang der stat Rom. Die konig oder herschor vor' 1 Enoas nennt Otto den Otto 139,37 Serston Itali, b Saturnus, Picus, c Faunus" und Latin us. 110,20 Nach dem vorgedachton ßomulns haben [Bl. 10 S J in Rom gehorschot sechs 0 konig, der namen und histori ich von kurtze underwegen lasse/ dann von dem sechston 8 und lesten konig wil ich ein kurtze meidung tun, aus was Ursachen er vom 0 reich Verstössen wordo. derselb konig was genant Tarquinius, Kghf. 820,4 der hochfertig oder hochmutig, der gedacht von erst, wie man die menschn peinigen oder martern sol. des konigs sun Kghf. 320,10 notzwang h einem Römer sein weib, die' was genant Lucrecia- dieselb fraw beruft das gemein volck, und mit schreien und 15 mit weinen klagt sie den mördlichn handl und sprach dar- nach k diese wort: „weihe fraw sich hernach entschuldigen wil gegen irm mann und frundten, das sie dos lasters unschuldig sei, die sol thfin als ich"; mit dem wort stach sie sich selb 0 zutode. durch die grawssamen tat wardt das volck so hitzig Eghf. 321,2 und zornig, und vertrieben den konig und seinen sun aus der stat zu Rom und erweiten senatores. und aus den machten sie zwen meister, den ward der gewalt ein jar bevolhen, das sie solten regirn das volck, 1 und nit lenger, domit sie sich _ |Bl- 10 b ] des gewaltes nit ubernämen. und die aller ersten Bolevink D zwen meister, die gesetzt worden, das bas m Brutus und Lucius; den zweien wardt auch zugegeben ein dritter mann, genant dietator, das der solt ausrichten den stroitpern handel, a iS bruder Cartusor orden N." de Kollen setzt. 1 und durch die o~ . a vor fehlt 11 W. b Zu Ttali am Rand von Ebrans Hand Offte Bemerkung: Nach dem bard das land Itali genant, als es dan noch hevt geiiont birt pis an das lampartis gepirg; etlich Schreiber bellen, er sei Mosses frcvnt gebessen (fehlt II W). ° Picus statt Pici in J; yrcus IL d Faunus aws W stall Fawin in J; Fanus in IL e siben 11 W. f <} ercn namen und histori ich von kurtz wegen zu melden 00 Underlass IL e sihenden 11 W. '■ bezwang // W. ' die fehlt II. darauf IL l das volck regiern II W. m Nach gesetzt worden s Jand; die waren; das wurde von Ebrans Hand ausgestrichen und dafür an d m Liand gesetzt: das bas. die waren .//. " N eingesetzt 4Q aus M< wo es heisst: als da ward [von] bruder N, carthauser ordens ^on Colon, gesetzt. In W hat der Corrector den Namen des Bruders, Wernor, genannt. . ' Die von Ebran angegebene Quelle ist, der Fasciculus temporum s Karthäuser Bruders Werner Eolevinck; die uns vorliegende Ausgabe 4g " sc cundum, primum exemplar, quod ipse vencrabilis autor propriis con- scr 'Psit manibus" etc., gedruckt %u Köln 1471, enthält die Stelle, auf die — 14 — meister und senatores und ir nachkomen vvardt geregirt bei Otto 166,11 400 jarn. und, als Otto redt im andern buech und a 46. capitel, die Hessen sich nit benfigen an irer wanung und enden, sonder sie begorten die gantzen weit zu einer provintz under sich zubringen; desshalb ward ausgeschickt der vermert Römer5 Pompeius mit einem grossem here. der ziig in Asia und bekriegt vast das gantz Orient in kurtzer zeit und macht underwörfig die konig derselben ende der stat Rom. und under andern kam er gein 1 ' Jerusalem und c gewang die stat und berawbt den tempel und fing der Juden konig, der auch was 10 obrister briester, Aristobulus genant, und schickt den gefangen gen Rom und bevalh die briesterschaft Hircano, Aristobulus bruder. Otto 167,10 dieser Hircanus nam auf Herodes, Antipaters suu, im zu helfen des jüdischen reichs notturft zu versehen, diser Herodes nam an sich eins tirannischon wuetrich art, [Bl. ll a ] und da 15 Hircanus 0 gestorben was, da viel er an das reich in Judo, er ward aber am ersten davon Verstössen, doch erlangt er das wider von den Römern als ein auslendor. wer weiter wil wissn der buetricheif Herodis, der less Josephum. | also ist genug gesagt von dem anfangk des romischn volcks, und 20 wie die stat Rom gestift und gopawt wardt. Nun ist zusagen, aus was Ursachen das keiserthumb entsprungen ist von Stiftung der stat Rome 693 jar, als auch Otto, 167,10 Otto setzt im andern puech und" 48. und 49. capitel: do Pompeius wider keret von Orient, kam er gein Rom und von 25 wegen der redlichen bekriegung, sig und Überwindung ward er mit grossem triumpf emphangen; dagegen ward Cesar Gaius Julius 11 als ein hawbtmann geschickt von dem senat 1 zu Rom in Galia und Grermanj. dieser Cesar Julius bezwang das sterckist volck in der weit, wan die Deutschen waren also 30 unverzagt zu k streit, das die Römer sprachen: „das voick furcht nit den dod". 1 und er bracht die lande under sich nit mit kleinem [Bl. ll b ], sonder mit grossem blutvergiessen des römischen volcks und noch mer mit listiger klugkheit und a am 46. c. 11 >> kam er gar gen // W. c und fehlt II- 35 d auf aus 11 W. e Hircanus aus II IV statt Hircano in J. f blut- girigkait 11, bittrigkhait W. e am 48 u. 49 elf. h kaiser Cajus Julius 11. ' von den senatores //. k zum streit II. sich Ebran bezieht, auf Bl. 25*; sie lautet: Dictator: isto dietator creatus fuit, ut consulcs preiret potentia contra inimicos. — AuchkO die Namen der ersten Konsuln sind Rolevinck entnommen. — Vgl. Eike S. 83. 1 Otto: Meminit etiam horum fortitudinis, et tantum imperterritae, ut mortem quoque vix timeat, Josei)hus etc. — 15 - verheislichen worten. und nachdem Julius Cesar über gesetzte zeit ausbeleib und des römischn volcks" zuvil in streit verloren hette, warde im durch ratte Pompeius und Marcelli die haubtmanschaft aufgesagt; das was ursach eines grossen kriegs. 5 und do Julius das vernam, zoch er in die stat Ravena und darnach zu den dewtschen landen und beklagt solh smacheit b und unere von den Römern den, die er c in kurtzlich d mit streit" hete undorworfen, und begert darumb irer hilf, und Otto 167,48 do nun Julius Cesar sich gesamet hete mit den galischen und W germanischen oder dewtschen landenkreftn und begirig was zumachen f wider Rom, do vleissiget sich Pompeius die stat zu retten und rueft [zu] hilf und beistandt durch seinen sun die konig und geslächt, so er vormalen B bezwungen hete 11 in orient. do komen zusamen 88 grosser hawffen, den streit Otto 1(1S,9 15 zu volfürn, streitpar männer auf baiden teilen geordnet,' jeder auf drei spitz, do biet man gesehen einen jämerlichen und erparmkliclien streit, do die herrn der weit under in selb ertrent und geteilt worden und miteinander grimmigklichen k stritten; ja, das icli war sag, [Bl. 12 a ] do biet man gesehen, 20 das die väter und kind, auch die brüder und brüder aneinander ertödten. dieser streit geschach auf einer eben bei Vassa in Campania.' 1 und do baide here m laug und grimmigklichen geschlagen betten, kert sich der sig zu Juli Cesar, und Pompeius ward fluchtig mit den seinen, von erst in Kriechen, 25 darnach in Egipten. 2 Julius Cesar brach auf die tuer an der Otto 167,35 schatzkamer zu Rom und nana heraus siben mal hundert tausendt und fünf und dreissig tausendt pfund" gold swär und zu newn- mal hundert tausendt pfund 3 Silber swär und begabt damit, die 0 im godint beten zu dem streit, und was da allein gewal- 30 tiger herr der stat Rom. und do er alle ding nach seinem Otto 168,19 willen geordnet bett, p zoch er nach den gerlochen Römern. und do er kam in Allexandria, schickt im der konig von Egipten entgegen zu liebkosung das haubt Pompeius und seinen harnasch, darab ward Julius Cesar' 1 sere weinen, der weis Kghf. 333,18 Vgl. Eike 100 05 * reichs // W. b schmach //. c denen, die er II, denen era W. 'i i n kurtzniss W. ° mit streit inen ff. f zuzenachnen 11. 8 eemallen W. h zue bezwingen liette W. ' geordnet aus II W statt geerndet in J. k grirnlich IL ' Campania aus II Wstatt Oampius W J. m s 0 i n W; in .1: sie baide, in II: diese baide. n pfund »OAver und in Zeile 28 ergänzt aus II. ° die, so ff. P und da er alle u 'ng geordnet het nach seinein willen II W. 9 darab ward er II W ' Otto: Tn campis Fassalicis. '-' Otto: per Cypruni in Aegvptuin. 8 Otto: 9000. — 16 — Katho erstach sich selber, das er nicht möcht sehen das ange- sicht Julius Cesar, als auch tetn vil ander weiser und miieh- Otto 168,39 tiger Römer, do nun Julius Cesar im höchsten stand was und [Bl. 12"] 52 streit mündlich und golücklich gesigt hete, Vgl.Mke 100 ward er mit wissen des Senats auf den tag, als er in den" rat 5 ging und in seinem sessel b sas, c überfallen und mit 23 wunden zu der erden geschlagen und ertödtet. Otto 171,16 Weiter setzt Otto im diittn buech und 11 am erstn capitel: des jares von" gepautor stat Rom im 700 und 10. jar, als nu Cesar Julius von den Römern ertödt was, do erlangt i0 Octavianus den wirdigen standt und namen und oribschaft seines vorvordern Julii. am ersten erzeigt er sich nit, als er' leid oder smertzen hiet emphangen ab seines vorvordern tod, und huob an einen streit zufura* wider Antonius, darumb das Antonius von dem senat für einen veint was vorkund, 1 ' und 15 macht in fluchtig; doch nam er in nachmal auf zu gonaden' und bestellt einen krieg mitsambt Anthonio zufuren mit Pom- peio. und do vil Streites auf beiden teilen besehenen, ward Pompeius, ein sun des grossen k Pompeius, erschlagen, er bezwang auch die zwen Römer Bruttus und Cassius, die ein 20 ursach worden Cesar Julii tod, 1 das sie in solbs den tod teten. Otto 171,22 Nach vil Überwindung und oroberung kam Octavianus gein Rom und absetzt m 20 tausent aus der ritterschaft von irn ambten [Bl. 13 a ] und wirden," und 30 tausendt aus den knechten macht er frei, und vil der horron lies er an die 25 galgen hencken. 0 und do Anthonius 1 ' keiser Octavianus swester verworf und versmacht q hete zunemon, zoch er in Egipten und nam zu gemahl die konigin Cleopatram, der vormal Cesar Julius r das konigreich Egipten hete übergeben, 1 und fing an Otto 171,26 Octavianus zu widerstreiten, und do im der keiser alle ding 30 zu Rom het underworfeu und gezürnt, 3 bereit er einen streit a den fehlt IL b in seinem kiniglichen sessel IL W. c Nach sas die Worte ward er versehentlich in J und W wiederholt. d und fehlt II. " von aus 11 W statt vor in ./. ' als ob er 11. e znfurn fehlt II W. '' erkennt II W. ' nam er in nachmals zu 35 gnaden auf II. k nach grossen in II IV eine IAiche. ' die Ursachen worden waren an Caesaris Julii tod //. >" setzet ab II. n und wirden fehlt IL ° vnd liss vil der herren an galgen liencken //• p Anthonius am II W statt Anthynor in J. 0 nian Claudium Drussum 0 die gantzen Galia, auch die lande Norcoa, 1 ' das ist Beim genant, auch dartzw'' Hungern, Dal- °niacia, Croacia. dieser Claudius Drussus, als man sagt, ward zu Maintz begraben ; sein grab wirdet daselb getzeigt in massen als ein hawfen von steinen, in solhcm ungowiter und pöser zeit stellt sich Varus Quintili nach romisch- [Bl. 14"] er art und siten mit dreien legion des römischen volcks r gar hoch- w fertigklich und geitig wider die undertan der Dewtzschen; aus dem volget, das er mit 3 seinen legion alle erschlagen ward Und vertilget, diese niderlegung der römischen ritterschaft,' als a Anthonium aus II W statt Antliinor in J. b zog IL ° wider- 35 e >nander // W. (l licrrc //, herren W. e Anthonium aus II statt Anthonio in J. f Anthonius aus II W statt Antliinor in ,1. « und ? u 'h imo ergaben //. h Anthonius aus IL W statt Antliinor in J. Alexandria // II 7 . k das im der kaiser nachzog II W. ' das gantz Asiam II W. «" allennenigclioh 22". » Astures aus II W statt Astutes 40*" J. o Drussum aus 11 W statt Drussam in J. P Nordgew II W. . Qartzu auch IL r volcks aus II, fehlt in J und W. s nach mit J w J und W sinnlos den; in II: mit sambt seinen legion allen. niderl. der römischen ritterscliafl't aus II statt niderlegung römische r itterschafTt in J, (romischer r. in W). 45 1 Otto: in Epirum. — 18 — man sagt, hab der keiser Octavianus so übel aufgenomen, das er darumb oft sein hawbt hab umb die wandt gestossen und gesproclien: „o Quintili Varus, du wirdest wider* geben die erschlagen legion"! 1 das was der swarist 1 ' und grawssamist streit zwischen der Eomer und Deutschen. Varus Quintili an 5 zweifei ist gewesen ein landvogt oder ha\°btman c der Kömer Oiio 17:1,1:1 über die eroberten Deutschen, es sagen die von Augspurg, es sei diser streit und schlahen bei oder in der stat besehenen, und zeigen des zu. getzeweknuss einen angeschürten pühl von den gepein der erschlagen, den si Perlen" heissen untz auf 10 heutigen tag, und haben darnach von dem namen Varus ein gassen genant Varus gassen. 02 vjif. , ^ 14b -| * Nacll der Verleg des römischen volckes schickt der keiser Octavianus seinen stewfsun Tiberi aus mit 12 0 schar und heren, der jedes was 6000 man, wider die 15 Deutschen; der kriegt drei jar, ee er die Deutschen bo- O/io 1734 tzwang - der ers °Wug und vertreib all fiirsten und herren, und do er die stat Augspurg erobert, nennt er sie Augusta/ dem keiser zu eren, die vor genant was Vindelica* *Zu der zeit ward auch von dem vorgedachton Römer 20 Tiberi aus Beyrn getriben der fürst Theodo«, der erst des namen; der floch mit wenig volcks zu den Ostergötten.« und V(ß. Kghf. er nam ein di e hawptstat in Beyrnlande und nennt die nach 702,2:i seinem namen Tiberina und erweitert die mit paw. 4 mit dem a Nach wider in Jsinnlos das Wort gesprochen, von uns gestrichen. 2° säurest II. = gewesen ain vitzthumb H W. d Perlaeh H- <= iarussgaasen II W. t in der Hsohr . Augustus. « Am Rande: ineodo, der erst des namen, von einem Kreis umgeben. 1 Ungeschickte Uebersetzung der Worte (Otto 173, 10): „Quintili Vare, reddes legionesl" 30 Vgl. Andreas, Chron. pontific. etc. bei Leidinger S. 6; Ghron. Ursp. m Mon. Germ. XX S. 173. — S. auch die Kxeerpta ex Gallica Instorta bei Massmann, Kaiserchronik III S. 321; die Augsburqer Chroniken Bd. 1S. 284 ff. und S. 351 ff. (VI. u. VII. Cap. der Küchlinschen Reimchronik); Unmm, deutsche Mythologie I 4 - S. 242 ff; Mezger, Ueber die Sage von S° einer Suevm- und RömerSchlacht bei Augsburg im 3. Jahresber. des hist. Vcrym Oberdonaukreise S. 35; Weilands Vorrede %u dem Exeerptum ex tfalhca historia m Mon. Germ., Bd. XXIII S 385 3 Vgl. Arnpeck A S. 30; B. S. 0. 1 Vielleicht nach der Kremsmunsterer Aufzeichnung (Loserth, Qe- i0 schichtsquellen von Kremsmünster, Wien 1872), wo es 8. 86 heisst: Norix . . civitatem aedißcans, Norieum appelavit, tarn urbem quam regionem. hacc vero civitas postea a Tiberio reparata Tiburtina est vocata, quae nunc latinc \mbropolis vel vulgariter Regenspurch . . . appcllatur. Vgl. Andreas S. 593, 27. Arnpeck A ti 31- B S 6 4y — 19 — ward Bayrn 1 den Römern undorworfen, und warde das land besetzt mit landvögten, geporn von Rom, als auch andere Jand in Germanj besetzt worden mit landtvogten. das wert bei 500 Kghf. 703,2 jarn und so lang, das die Römer an gewalt und reichtumb 5 abgingen und die Frantzi an gewalt und [Bl. 15 a ] reichtumb aufgingen. | der landvogt, so in Beyrn geherschet haben, hab icli sechs gesetzt nach den zweien fürsten Woamandus und Ingeromandus, als du hernach findest.* 112 In dem dritten buech und vierdten capitl spricht Otto : 10zwischen der zeit enthielt sich keiser Octavianus in der Otto 173,17 inderisten Hisponi in einer stat, Daracan 1 ' genant; daselben komen die legaten und gros botschaft aus India und Cithia 0 mit grosser gab und begerten des frides, und goschach eben als etwan bei dem grossen Alexander in Babiloni bei seinen 15 Zeiten, do entgegenten' 1 im all nation des gantzen nidt'istou occidentali, 0 auch ontgegent f im alle geschlächte von dem obristen orientali untz auf das aüsserist occidentali; mit welher underworfung und ergobung auch die Parti, g ein besonder volck, schickten im die streit panir, die sie heften "Odem hawptman der Römer, genant Grasso, etwan abgerungen 1 ' und in dem streit erschlagen. [Bl. 15 b .] sie setzten auch geisel und begerten des frides. also ward die weit underworfen dem römischen geschlächte bei keiser Octaviano. Und als die weit im 12. jare 1 in rue und frid was ge- Otto 173,22 25 Standen, wolt der keiser wissen, wievil er land, gegent, stet, * gslösser, märckt, dörfer und menschen Met; lies er ausgin die Beschreibung, also das ein jedes mensch solt ein zins pfennig auf das hawpt legen, k damit er des volcks in aller weit gewisse 1 anzahl möcht haben und'" wissen. under dieser ausgangen ■°beschreibung ward der heiler" Jhesus geporn, als dann das heilig ewangeli aufweist. 3 und wiewol Octavianus ein herr Otto 173,23 der weit was, so wolt er doch mit nichten 0 leiden, weder in ernst noch in schimpf, das man in sollt herren 1 ' heissen. ^5 a ^ e xwe ^ Absätze : Nach der niderlcg des römischen volckes — als du hernach findest fehlen II W. b In den Handschriften: der Daracan. f Scythia IL d entgegen H. ° inneristen occidentali H. entgegen II. e Parthi aus ff statt Porti in J. h angewunnen W. nun zwelf jar ff k legen aus II W statt ligen in J. ' ain gewisse 40 h "l m haben und fehlt II W. n in II hier und sonst immer neiland. o n i c hten aus 11 statt nichte in J. p ainen (ein) herren (herr) JJ w. ' In der Vorlage: dütschc lant. S. unten S. ;S5. 3 Das heisst die Darstellung des evangelischen Textes hei Oomestor. — 20 — Otto 174,15 In dem dritten buech und sechsten capitl ist geschrieben, das der heiler Cristus, der konig aller konig, ist" geporn in Betlehem des lands Juda, aus Maria, der junckfrawen, zu des keiser Octavia-[Bl. lü a ]nus Zeiten, und als er nu geherschet liet 32 1 jar. b und ist wol zu mercken, das das keisertumb 5 Octaviani ein vorbedevvtung gewesen ist des reichs Cristi, wann do Octavianus kam wider von Orient gein Rom, 0 als er im hett underworfen all konig, des geleichen all bürgerliche und kriegliche zwielauf gestillt bete, am achten idus des monats jener, da ward er in Rom mit driveltigem triumpfiO emphangen und Augustus geheissen. also ward Jhesus geporn, und beleih die gothoit diemutigklichen undor der menscheit verporgen. und des geleichen desselben tag, das ist acht idus des benanten monadts jenner, den tag wir nennen epifania, die obrist erscheinung, ward er von den dreien l- r > weisen, her von orient komen d durch beleitung dos sterns, mit driveltigen gaben angebotet und erschine" darnach offen- lich, der vor verporgen was, und ward August und konig Vgl. Otto aller konig erkLärt. zu denselben zeiten wurden die tore der 17.-1,22 s t a j; R om etwas errost aus dem langen ruen und stillstoen20 des frides, wiewol die ritterschaft [Bl. 16''] alzeit was geschickt und geornet zu dem streit, das, [wie] warlichen an zweifol zugelawen ist, ist beschohen des nowgebornen konigs Jhesu Cristi f [halber].« Otto 176,:) Im dritten buech und' 1 9. capitl: von der meuschwerdung25 des herrn im 15. jar ist darnach Augustus, der keiser Octavianus, des 58.' jars seines rogiments und keiserthumbs gestorben; im hat nach gevolget im reich sein stiefsun Tiberi. Vfß.Comcstor von Octavianus tode setzt ein andere kronicken: als ersieh bei Campania, k nit vorr von Rom ligond, beriimet, wie er würd 30 die stat Rom nach seinem tode märbolsteinen lassen, die er a Ist {nach lumig) aus II ergänzt; geporn in J versehentlich nach Cristus; in II lautet die Stelle: In dem dritten buch am sechsten capitel ist geborn Cristus, der kinig aller kinig, in Bethlehem etc. ü zwaiundviertzig jar II W. c wider von orient gen Rom kam. II << ward er von den 35 dreien weisen herrn, von orient komen etc. II; von den dreien w. herrn kunigen von orient W. e erschine statt des offenbar verschriebenen erschinen in der Hdschr. f Cristi aus H W statt Cristo in ,1. « Hier ist der Text etwas verstümmelt; es wurde nachgeholfen durch Ergänzung von halber, wie es auch schon der Corrector von W getan. h am 40 9. c. //. f im sechsundfunfzigisten //. k Campania aus H W statt Componia in J. ' Otto: 42. — 21 — hat funden von zigel gepawt, darumb sollt im mit gift vergeben sein worden, seines alters des 77. jars. 1 | vil lob wirdt im zugeschrieben. Octaviamis ist ein son gewesen des Senator Octavi, geporn von keiser Julius swoster, a aber ander iJ schreiben b von der Atthica, keiser Julius swester tochter. 2 es ist auch eben zu vennercken, das die drei keiser — Julius, Octavianus und Tiberius — ir jedweder den negsten nach im an das reich ansteendt [Bl. 17 a ] im zw einem son hat adoptiert oder geaigent und zw einem erben des reichs; und W also wirt Julius Cesar des Octavianus vater geheissen und Octavianus ein sun keiser Julii; so wirt Tiberius auch ein sun Octaviani geheissen aus der adoption und zuaigung. Es sagen gemeingklich die historischreiber, das die Frantzosen und ir konig auch irn° Ursprung genommen haben 15 von den Trojanern, das bestät Otto und spricht: do die Otto 139,48 fürsten der d Trojaner an ungewissen gesässen woneten, belieben ir manig in Scithia e und wurden zum ersten Sicenbri f genant; und nachmalen under dem keiser Valentinian wurden sie Francken von der fraisamkeit oder Francken von adl genant, s 20 wann Franco nach irer zungen heisset edel, weiter redt Otto von discm volck: es sprechen ander, das die Francken sein Otto 140,4 genont von Franco, einem fursten von Troja, 1 ' der bei Rhein' ist gesessen, und zeigen des zcucknus die stat, so er hab gepawen und nach veterlichem namen Troja genent, und den " a geborn von Julia, kaisers Julii Schwester II W. b oder, als •inder schreiben II W. c irn statt ir in der Udschr.; in E W fehlt das Pronomen. d der ergänxt; in II W: da die fürsten an nngew. ges. woneten. ■ Scithia aus II W statt Sithia in J. f Sicambri S W. e wurden sie genant Francken, nach irer zungen haists edel U; 'UFrankhen, und nach ir zungen haiset edle W. h Hietu am Rande von Ebrans Hand die Bemerkung: der ain sun gebessen, echter, und ain enickel des kiniges Priamus. (fehlt II W.) ' Rhein aus II W statt Hom in J. o- ' Bei Comestor heisst es: Mortuus est (Caesar) autem anno vite sue LXXVIl ajiud Acellam, civitatem Campane, gloriatus, se urbem niarmo- Tea/m relinquere, quam. laterieiam invenerat (Aehnlieh RolewinJc). — Da- v °n, dass er deshalb vergiftet worden wäre, ist dort nichts xu finden; es scheint eine Verwechslung vorzuliegen mit Tiberius, von dem Otto und A ( , Kbnigshofen xu berichten wissen, dass er in Campanien an Gift gestorben * u «et. _ Vgl. Eike 8. HO. 5 Oktavian war bekanntlich der Sohn des C. Oktavius und der Mia, einer Scliweslertochler Caesars. — 22 — Aus, Xantum geheissen, weihe stat, hinnach von den [Bl. 17 b ] Sarracenen zerbrochen und widerumb von den cristen auf- gepawet, untz auf hewtigen tag Xantis ist geheissen. do Otto 140,10 nu die Trojaner weit in der weit worden ausgeteilt, ist Anthenor a gewesen ein Stifter der stat Padaw, als Virgilius 5 und Lucanus schreiben ; etlicli meinen, die stat Pittanum b1 in Gallia, etlich Bassaw in Bavaria, aber das am gelawbigisten Padaw und Virgilius mainung 0 am einholligiston; aber als etlich ander sprechen, das es ein gedieht sei von Franco, das er die stat sollt gepawt haben, als oben ist meidung getan worden. io also hat ende die rede Ottonis von den Frantzosen; d aber Kghf. 622,1 etlich ander schreiben, die Trojaner haben sich nider gelassen in Hungern lande, das izund alten Ofen genant ist, und do verloren sie irn namen und wurden genant Sicemri. 8 Kghf. 622,5 Darnach über vil hundert jar, als man zalt nach gottes 15 gepurd 370 jar, do was ein keiser, genant Valentinianus/ demselben keiser und den s Römern wolten die Almani nimer [Bl. 18 a ] underthenig sein noch Zinsen, darumb gepot er, 1 ' welhes volck streit mit den vorgenanten Almanen und sie betzwüng, die wollt er zehen jar 1 frei lassen on all zins. darumb 20 machten sich auf die vorgenanten Sicembri" und stritten mit den Almanen und machten sie underthenig dem keiser;' darumb warden die Sicembri zehen jar frei, das sie keinen zins noch steur gaben, do gab in der keiser ein namen, das sie nit mer solten heissen Sicembri oder Trojaner," 1 sonder sie25 Kghf. 622,18 so iten heissen" Francken", do nu die zehen jar ein end namen, da schickt der keiser wider umb seinen järlichen zins, do erschlugen die Francken des keisers sendtboten und wollten nimer zinsen noch undertenig sein, do macht sich der keiser auf mit grosser 0 macht wider die Francken, die flöhen in dewtzse 30 Kghf. 622,27 \ m ü unc i W oneten etlich zeit in Turgen; p daselben wurden sie zu ratt und vermeinten auch einen konig zu haben als q andere völeker und erweiten einen man under in; der konig a X. ist gehaisson, welche stat, da nun die Trojer weit in Runter W) der weit warden ausgetailt, ist Antcnor etc. II W. b Pitania II, 3 ; > Pittanim W. c inainung aus II W statt minung in ./. d Frantzosen aus// W statt Frontzoseu in .1. ° Sicambri II \V. f Valentinianus aus II statt Valentinus in J. « den aus II \V ergänzt. h gebot der kaiser H W. ' zehen jar fehlt II W. k Sicambri oder Troyer II W. 1 dem kaiser underthenig II. m Sicambri oder Troyer II W. ''" 11 sie solten heissen fehlt II W. ° grosser fehlt II W. p Thüringen H, zue Dir gen W. 'i wie II W. 1 Otto: Pictavim. — 23 — was genant Paramundus, a der was der erst konig, den die Francken hetten. darnach [Bl. 18 b ] rawmbten die Francken &/hf. 623,10 das land Turgen 1 ' mit allen den irn und furn wider den 703,8 _ keiser und Kömer mit irm konig in die lande bei dem Rein :j und betzwungen do vil stot c und vertrieben die landtvögt und Hessen sich do nider bei dem Män rt und Rein und vermischten sich do mit den Dewtzsen: dieselben Dewtzsen wurden darnach 0 genannt Francken. also ist gesagt, warumb die Dewtzsen bei dem-%///. 624,17 Män f und Rein billich Francken heissen. aber die edeln bei 10 dem Rein, und g die darumb nit wissen, die lassen sich lieber nennen von dem Rein. Darnach furn die Francken mit hilf der Dewtzsen, die Ä W- ( >23,l sie betzwungen, in h Gallia bis an das wasser Ligerum und vertrieben und erschlugen die landvögt, die von dem keiser 5 und Römern in das landt gesetzt wurden zfigeleicher weis, als sie bei dem Rein getan heten, und Hessen sich do auch nider;' und was sie do k kind erworben mit den gallischen, die wurden darnach genannt Frantzosen oder Frantzüs 1 , als sie noch hewt genant werden, und mit dem niderlassen, das die Otto 213,8 ü Trojaner oder Sicemriani" 1 teten in Germani und Gallia, damit Q verluren [Bl. 19 a ] sie ir eigen sprach, das nimand weis, was dieselbig sprach gewesen ist. 1 Zw der Zeit gingen die Römer vast ab an reichtumben KgW- 623,7 Und gewalt, und die Frantzüs 0 gingen vast auf an gewalt 11 und reichtumb mit irm konig Pharamundo. p der vorgedacht Kghf. 024,26 konig Pharatnundus' 1 starb, als man zalt nach Christi gepurd 430 jar. nach des tod regirt sein sun Meranis 10 jar, darnach Xgty- G25 >l -ffiltrudis, desselben Meranis sun, regirt 34 2 jar, der lies ein Su n, was genant Clodoveus. der konig ward gar mächtig; er • ! °Was ein heiden und het ein frawen, die was heimlich ein cristin a Sacrement II Pharamund W. b Thüringen E, Durigen W. . stet und dörfer II W. d Main II. ° darnach fehlt II W. f teie %} d. s und fehlt H W. h bis in II. i nider, als sie bei o_ ^hein gethon H W. k do fehlt in H, in W sinnlos doch. ' Fran- o\" s JI > Frantzoss W. "> Sicambri H, Sioembri W. » da II, do W. iranckus H W. v Faram. (ivie oben) statt Sacrementa in der Hdschr. ' obgesieget // W. ' ein fehlt H W. k gottes II W. ' Der ganxe Passus: und er ward getauft — der konig in Frankreich fehlt II W. m der könig Kl — aus der l!5 tawf gehebt fehlt II W. n der könig Cl. regieret II W. ° das geschlecht aus II W statt des geschlechts in J. P das geschlecht des königs Sacramenta H W. in TT sind die Worte der marggraf stift infolge von Unachtsamkeit des Schreibers weggelassen. c durch die uaiden IT. A stau: und sie machten in II: die machten. c zu ainem h. IL I Amman IT W. f bekert II W. '> und von der •Newenstat fehlt II W. i lehre thäding //, lärtädung W; in Jsinnlos: Thare, Thare gepert fehlt E W. c dem land fehlt II. Il den andern patr. aus W\ ergänzt ß gepert fehlt II W. f gesät/, aus II W statt gesetzt in .1. « oder II W. h Piiarao aus II W statt Pharonis in J. ' der gab J. seine zwelf son TI W. k 12 sunen oder fehlt II W. ' Egipti fehlt II W. ' w ' Orosii historiarum ad versus paganos libri VIT, ed. Zangemeister (Lipsiae lö89) S. 3. 2 Comestor genauer: 430 Jahre. — 29 - kein mensch von den 12 gesohlächten erledigt mocht werden aus dem gewalt der konig von Egipten bis auf Moyses zeit, der erledigt die geslächt alle durch verhengnus des almech- tigen gottes. diezeit wurden die 12 geslächt genant die kinder 5 von Israhol, wann got gepot Jacob," das er nit nior sollt heissen Jacob, sonder er sollt heissen Israhel; nach dem namen wurden die geslächt 1 ' genant. Moyses ward 0 geben in Gomestor der wüst die 10 gepot und das gesotz, das die Juden und cristen baiton. nach Moyses tod ward Josee meister und richter 10 über das volck von Israhel, der fürt das volck auss der [Bl. 22 b | wüst, darin sie gelegen worden 40 jar, d in das gelobt lande. | aldo" wurden die 12 geslächt erst erledigt, das vor der itzgedachten zeit kein mensch komen ist von den ge- schlächten, das die weit an andern enden besessen liab, als- 15 dann der österreichisch k.ronatist gesetzt hat von dem lande zu f Osterreich. Noch will ich weiter farcn mit meiner rede, die ich zuthun habe, ee ich küm auf den beslus. von Moyses todo bis auf konig Salomon hat sich veiioffen bei 300 jarn, als man 2o v indet geschrieben in scolastica historia. do derselb weis Comcstor Salomon gestarb, do kam nach im an das reich Israhel sein sun lioboam, der gebot allem volck zusamen und begert an sie, das sie im gehorsam wem, als sie seinem vatern Salomon gewesen warden. B die gemein dos israhelischen volck antworten 25und sprachen: „dein vater hat uns gross bürde aufgeladen u ud hat uns hart gedruckt, die wir nit lenger tragen mögen; wüdu uns die 1 ' ringer machen, so gefellostu uns wol' zu einem konig", der konig sprach: „ich wil mich bedencken, und konibt über drei tag horwider". der konig sand nach k seines vaters Walten raten und bat sie, das sie im rieten, wie er dem volck antwort geben sollt, sie sprachen: „du sollt dir das 1 volck w 'lHg machen und sollt in wol geheissen und sollt in auch w ol thun, [Bl. 23 a ] so bist du gewaltiger herr und konig", darnach besambt'" konig ßoboam die jungen, die mit im auf- 3öertzogen worden, und fragt sie auch rats. die rieten im also u nd sprachen: „konig, du sollt dich gen deinem volck stellen ernstlich mit deinem angesicht und geperd, so werden sie dich hart fürchten, und du sollt also sprechen zu dem volck: a Jakob fehlt W. >> (die) zweit geschl. // W. » warden IT. 40 nach worden (waren H) in W eine Lücke, die vom Corrector aus- under in einen man zu konig, 1 ' was genant [ngerobam,* und IYj geschlächt beleih bei Koboam, die besassen Jerusalem, das was das ein geslächt, das komen was von Judas, und das halb 1 ' was komen von Benjamin ; die 1 L / 2 geschlächt wurden erst Juden genant, als sie noch [Bl. 23 a | hewt genant werden. 15 Noch ist gutlich zugelawbon, das kein Jud über meor komen sei, der' die weit an andern enden besessen hab, bis auf die zeit, da k Cristus 1 an dem stamen des heiligen krewtz Kghf. 345,32 starb für alles menschlichs geschlächto, und do Titus und Eicke S. /2 'Vespasianus die stat Jerusalem zerstörton. zu'" goloieher weis, 20 als Cristus verkauft ward um 30 d., also wurden 30 Juden umb ein pfennig verkauft und ausgesandt 2 in die weit, als sio noch hewt in alle weit geteilt sind. | die IG 1 /,," geslächt vielen wider aus dem gesetz Moysi und betten abgötter 0 an, darumb Wirke S. GS verhenget gott über sie, das sie der gros Allexander verslos 25 in den pergen, darin sie beleiben müssen bis auf des antecrist zeiten. | wer nu die vorgenant zeit rechen wil, die sich ver- loffen hat von Abraham 1 ' bis auf Moyses und von Moyses bis auf konig Roboam und von Roboam bis auf Titus und' 1 Vospasianus, der vindet warlich, das das land Beim oder 30 Osterreich kein Jud von ersf besessen hat. a klainea fingerlin (fingcrlc) TT W. b widor fehlt TT W. c werck aus HW statt werch in.T. rl noch vil Iicrter sein IIIV. e die XII geschlecht W. f ainen mann under inen zu kinig TT W. « Jung- erroboam // W. •> Die Worte: und das halb was komen fehlen IlW.äo 1 der fehlt II W. k da aus II statt das in .1. ' Jhesus Christus It. m und zu // W, " zehen W. ° und beteten abgöttorci an lt v von Abraham fehlt TT W. 'i und fehlt II W. ' von erst fehlt II W. 1 In der Vorlage heisst es richtig: scorpionibus. 40 '*' Die weitverbreitete Krxiihhmg, das* nach der Eroberung .Jerusalems dreissig .luden um einen Pfennig verkauft worden seien, soll sich xuerd in der Vindicta Salvatoris finden. Vgl. Enikols Weltchronik in Mori. Genn., Deutsche Chron., Bd. III, 1 S. 474. — 31 — Die rede, so der österreichisch kronatist weiter getan hat von der bekerung des landes Österreich zu cristenlicliem gelawben und ein teil des boyrischen erdrich auch darein zewcht mit seiner [Bl. 24 a ] rede, das aber mit der warheit 0 also" nit besten mag, das wil ich betzewgen mit der heiligen, warhaften geschrift. das land Bavaria oder Norcoa b ist allein durch den heiligen sand Ruprecht von Rogenspurg aus bis an die hungerisch gemerck, das wasser, genant Enns, bekert zfi kristenlichem gelawben, als dann die heilig, kristenlich kirchen 10 aufgenommen hat, und gesetzt von dem lieben heiligen, als man vindt in seiner legend, das hernach geschrieben stet bei dein hertzogen Theodo von Beirn. 1 und das land Osterreich y on der 1 ' Enns bis gein Brespurg ist allein bekert durch den grossen koisor Karl, als hernach mer davon gesagt wirdt in 15 desselben keiser histori. 8 Zum fünften, als der österreichisch kronatist weiter setzt, die sün des vorgedachten hertzogen Amnion haben das lande, genant das Osterlandt, [besessen| und haben das land geteilt 11 in drei teil, von Brespurg bis gein der Newnstadt und 0 von der Newnstadt gen Ens und von Ens bis gen Scherding: wer die Osterei einsehen kronicken list, der soll sie an dem ende für ein orticht haben und nit für |B1. 24 l '| die warheit, wann das lande Bavaria ist an dem ende nie geteilt worden bis auf die zeit des ersten keiser Friederich; der prach 0 das lande, dieselben zeit genant die beyrisch marich, aber itz genannt das lande ob der Enns, mit teiding von dem lande Beyrn und legt das zu der 1 marggrafschaft Osterreich und verkert das m ein hertzogtumb und verlihe K das marggraf Heinrichen T °n Österreich und macht in h zu einem hertzogen; der ist °der erst hertzog in Österreich gewesen, alsdann hernach bei demselben hertzog Heinrichen und seinem brfklor, marggraf Leopoldus, mer davon gesagt wirdt. 11 Das land Osterreich ist vor alten zeiten der Hünen gewesen und ist genant worden obern Panonia; und was underhalb 35 Brespurg ligt, das ward genant under oder nidern Panonia; a also fehlt H II''. h Norcoa ans U statt Narcoa in ./. c der aus 11 W. d llIK l habens demnach gctaiU iL ° bracht IT. > der aus II W. g verliho aus II stall vorlehe in ■!, verlcich in W. >' in « M * 11 stall im in J. 40 ' S. unten S. 43 ff 2 S. unten Bl. 48 b ff. , . „ ,,, :i S. unten Bl. 68* //'. und den „Spruchbrief heiser Fndenc/is Bl. (JQh # " — 32 - aber do der gros keiser Karl kriegt auf die Hünen siben jar, der erschlug und vertreib die Hünen ab diesem irm eigen erdrich bis gen Brespurg und besetzt dasselb erdrich mit cristen, als hernach bei demselben keiser und bei hertzog Theodo mer davon gesagt wirdet. 1 dann hab ich wellen 5 komen auf |BI. 25"] ein genügsame, wäre redt der nach- volgenden histori des landes zw Beyrn und Osterreich, auch der fiirsten, die in den landen geharscht haben, so hab ich der vorgenanten kronickon, die da sagt von dem land Osterreich, widersprechen müssen mit der warhoit und das 10 nicht umbgeen mögen. ' S. S. 31 Anm. 1 u. 2. — 33 — Nun vahet an die histori von den hertzogen, fürsten, konigen, keisern und andern herschern des landts Bavaria oder genannt Norcoa." :,: Beyrn ist genant Bavaria oder Norcoa, nicht allein Kremsm. Chr. 5 ain land, sonder auch ein konigkroich, wann es etvvan andere ,s S5 fürstentumb in im beschlossen und under im gehabt hat. ctlieh histori Schreiber sprechen, das volck der warheit 1 wirt von den hochen tewtzschen gescheidon oder geteilt und seind grober siten, und das erdrich, das sie bawen, als Ysiderus .ibid. s. 86 L 0redt, ist genant von einem kalten acker zugeleicher weis als ein schedlicher pawman, der unfruchtper frucht pawet,*'' [Bl. 25 b ] Man vindet auch." geschrieben in den büchern, die man nent zu latein kronicken, die do sagen von den landen, die ligen in Germani,' 1 und von dem land Beyrn. so lr >sind die chronickn Schreiber 0 einhellig und sprechen, das die Jbid.S.47,86 Beyren irn Ursprung genomen haben aus dem land Armeni. 2 do sind sie ausgezogen mit grosser macht und sind kümen in das land und funden darin pawrn volck, die sich nerton mit vischen und' jagen der wilden tier, und Hessen sich do nidor 20 Und nenten das land nach irm fürsten und herfürer Bavaria. nach demselben fürsten Bavario betzwang dasselb land Norix, des starcken Heroulis sun, und er fing do an zfipawen ein stat und menschlich wonung ,i und nent die stat und das land nach seinem namen Norcoa, als es noch hewt bei tag daselbon ^oumb genennt wirt Norcoa. 1 ' ' *auch sprechen etlich, er hab ge- pawet ein burgk auf einem perg, ist nach im genent worden Norixperg, itz genant Nürmberg. 13 * und als Orosius 1 und etlich a Norcoa aus II statt Norica in J. — Am Bande xwei Kreise w«< roter Tinte, in einem das Wort Bavaria, im anderen das Wort Norichs. • In II gemutete Wappenschilder mit den Beischriften Bavarus, Bavaria — Nordgew, Norix. *> Dieser Absatz kommt in II W weiter oben (Seite 25, Variante cj vor; in II ist er vom Korrektor liier durch Nachtrag wiederholt, c and, fehlt ji w. (i die in Germania ligen //. c cronatisten H W. f un( i m jt H W. e und menschlich wonung fehlt II W. 0 Norcoa fehlt II W. ' Die Worte: auch sprechen etlich — genant Nurmbcrg fehlen hier II W. (S. oben S. 25, Var. c). ' Wahrscheinlich ein Missverständnis: Verwechselung von veritas m it foritas. (Kremsm. Chr. S. 86: Eadam provincia Bawaria vocatur a , lf Populi feritate.) '-' Vgl. Andreas S. 592,41; Arnpeck A S, 26; B S. 5; die 'pernscer Oriindungsgcsc/i. bei Pez, Thesaurus, Bd. III S. 492. — Sepp, J? Berechnungen des Todesjahres des hl. Ruprecht. Beilage: „Die ältesten Röhrichten über die Einwanderung der Bayern" im oberb. Ar eh., Bd. 49, •' Vgl. Andreas 5.9.?,- Arnpeck A S. 26, 31. 4 Davon findet sich in Orosius nichts. — 34 — ander setzen, so hat Hercules* die weit durchfarn mit streit nach erstörung Troja 60 jar, das ist nach der sintflus 1967 jar und 1 ' vor der herschung Romuli 0 und pawung der stat Rom Kremsm.Chr. 431 jar, *und als die alt boyrisch his- |B1. 26"]tori setzt, so »S. 47,83 jj a ^ j^ or i x geherschet zu derzeit, als Gedeon richtet die kinder 5 von Israhel.*' 1 ' | aber wer das land am nächsten nach Norix besessen hab, kan ich bisher geschrieben nit finden;° jedoch stet zu Regenspurg geschrieben, das die stat gepawet sei' von dem keiser Tiberi.- zu geloicher weis setzen auch etlich, das die stat Augspurg gepawt sei von dem keiser Octaviano LO Augusto; 8 das mag dermas mit der warheit nit besten,^ dann die zwo gedachten stet vor vil jarn gepawt sein, ee di zwen keiser geporn sein, 1 ' aber die grossen stet hörn lieber sagen, das sie irn anfang haben von den römischen keisern' dann von mindern fürsten, darumb sie mit fursatz irn Ursprung setzen k 15 auf die ersten und grösten 1 keiser. Do aber die Römer diese land bezwungen und die keiser vil m darin woneten, dadurch haben die lande und stet vast aufgenomen von tag zu tag an" grossen, zirlichen" und mercklichcn 1 ' pevven. es haben auch etlich keiser und landt- 20 fögt, geporn von Rom, vil stet in Germania nach irem namen genent, so'' sie die betzwungen, r *als davor auch davon gesagt ist.'* 8 und die fürsten von Bairn haben von anfangk irn konigklichn stfil und ir furstlichs wesen gehabt zu Regenspurg,' als in dem ersten |B1. 26 h | und eltisten haws Bavaria, 25 bis auf keiser Karl den grossen. es u sprechen etlich, er hab die stat geben dem reich' 1 und sie begabt mit grosser freihcit, a Hercules aus II Wstatt Hercnlis in ./. '» und fehlt II W. c Romuli aus II statt Kamins/»./. J Die Worte: und als die alt boyrisch histori — von Israel fehlen II W. >> bisher nit geschriben rinden II W.30 1 das die statt gebaut sei worden IL s gesein W. b geborn worden II. ' keisern /ehlt II. k zum ursp. setzen II. ' grossen // W* 1,1 vil jar II W. » an aus II W statt on in ./. ° zirlichen fehlt II W. P inerckliehen aus Wy statt menschlichen in I II W. 'i wann statt so //. '' In II W nach bezwungen: als auch thet der 35 kaiser Octavianus Augustus, da er die stat Augs])iirg bezwang, die vor genant was Vindelica und nun genant wirt Augusta; zu gleicher weiss ist auch die stat Regenspurg genant worden nach dein kaiser Tiberio, da er sie bezwang. s als — gesagt ist fehlt II W. ' zu Regenspurg gehabt ff a es fehlt II W. v er hab die dem reich geben IT. |0 1 Vgl. Arnpeck A S. 21. ■ Vgl. Andreas S. 593; Arnpeck A S. 31; B S. (1. '■' Vgl. Arnpeck A S. 28; B S, G. 4 Dies ist bekanntlich nicht richtig; die Stadt Regensburg , wuchs wie andere Reichstädte allmählich in die Reichsfreiheit hinein, * ahne dass diese durch cvien bestimmten äusseren Akt begründet — 35 — als hernach in desselben keiser und hertzog Tassilo histori mer davon gesagt wirt. a aber als etlich ander sprechen, so war die stat Rogenspurg bei keiser Otten dem dritten an das reich komen. Die zwen fürsten 1 ' Boamandus und Ingeromandus hab 5 ich gesetzt für das erst geslächt in Bayrnlando; 1 wiewol vor auch konig und fürsten in Beyrnland geherschet haben, so kan man doch von irer gepurd und siptschaft so warlich nit geschrieben finden.° die zwen obgedachten fürsten, setzen etlich histori, das die auch kamen sein von Armeni,- und als 10 die histori' 1 in ßoyrn und |B1. 27"] bei dem Rein setzen de Kram.Gh.rA7 Straspurg, so hat Boamandus und sein bruder Ingeromandus" Kgsh. 330,6 einen horten streit gethan mit Julio Oesar; und als Julius f bosigt, do ward Boamandus ein diener und herfurer wider die Tewtzschen.' 1 11 Die redt, so ich gethan hab von den zweien ersten «eisern Julius 1 -' Cesar und Octavianus, hab ich darumb getan, das ich mög komen auf ein jarzal der zweier fürsten Boamandus und Ingeromandus. bruder Andre, 1 ' oonvers, setzt in seiner „ * statt: mer davon gesagt wirt m B; zu schon; Wschliefst den Safo " mit histori. b (Jeher diesem Absätze in .1 xie.ci rote Kreise, in deren einen Boamandus, in den andern [ngerotnandus eingesehrieben ist. In W ein leerer Raum, in fj ein Wappenschild, dem die Namen Boa-mundus und lin/erarnns beigeschrieben sind. ° so tnnn doch von ihrer gehurt und n» 8l P8chaft so warlich nit geschriben findet // W. '• historischreiber IL Lngramus II. In W eine Lücke, ausgefüllt von dem Correetor mit Jngeramandus. f .lulius aus II statt Julio in •/. s wie in f. Von hier an lautet der Absatz in II W abweichend: und als der vorgedacht bruder Andre, priester dos closters zu sanet Mangen zu .,- Ivc geiisj)urg, setzt in seiner histori, so er gesandet hat zu den Zeiten des grossen fürsten kaisers Sigmund, das nach den zwaien fürsten IJoamundo und '"gcromando gewesen sein Adalgerus und darnach Thcodo : und wann die zwen hertzogen tod scind, oder wer das füratentbumb Bavaria am nächsten °Rch inen besessen hab, das kan ich bisher nit geschriben linden, das steet aber also mit disen Worten geschriben. und wiewol ich in andern historien "•>von den zwaien fürsten nichts find geschriben, so hab ich doch demselben bruder Andre nachgevolgt als ainer glaubwirdigen person. aber a| s ich main und dessen nicht zwcifel trag, so ist zu der obgedachten 'Pprden wäre; erst um die Mitte des XIII. Jahrhunderts war die volle ■10 ,' lleil erreicht. - Möglicherweise geht die Noti- Ebrans auf Stellen der u Geste Caroli in, der Scholtenlegende zurück, wo es unter anderm von den Rzgensburgern lieisst: „Nulli homini servierunt vcl subsunt preterquam •JPostolice auetoritati ac imperiali maiestati"; dort wird auch behauptet, dass Kaiser Karl in der Stadt einen Magistrat eingesetxt habe, und dass . dessen Hechte von ihm herrühren. (Dürrwächter, l. c. S. 128/120.) 1 S. oben S. 5. — Vgl. Andreas S. 503; Arnpcck Ä S. 27; B S. 5. ' Vgl, ebenda. . 8 Die Sage von Boamundus (Boimunt) und Ingeromandus (Ingram) Kommt xuerst rar in der Regensburger Kaiscrkronik (Man. Germ., deutsehe Chroniken, Bd. 7, /. S So)'.' — 36 — Andr. 593,10 histori, so er gesambt hat, das nach Boamandus und Ingera- mandus zwen hertzogen gewesen sein in Bairn, Adelgorus und Theodo, 1 und wan die zwen hertzogen tod sein, oder wer das furstentumb zu Bayrn nach in besessen hab, das kün er bisher geschrieben nit finden, ich halts dafür, das bruder Andre des nit wissen gehabt, das die Römer aus irer macht und gewalt die landt in Germani besetzt haben mit landt- fögten, geborn Körner, aus dem vermischen, das die Römer mit den Dewsczen gethan, daraus volgt, das etlicli hochodl sprechen, sie sein von alter Römer [Bl. 27''|. 10 "Das sind die landfögt," die geherschet haben in B e y r n 1 a n d , g e p o r n R ö m e r. b *In der stat Helf'enburg, jetz genant Saltzburg, ist funden Fund. 'leg. ein stein, darinnen geschrieben:'-' zu der zeit keiser Octaviani ist in Beirnlandt vogt gewesen Fabianus, nach dem Anthoni, 15 nach dem Servius, | darnach Philippus, nach dem Enobasius und darnach Acquiünus und der andern mer, als etlicli setzen, das ich von kurtz undorwegen lass, wann ich noch bisher kein lauter wissen erlangen mögen, wie einer nach dem andern das land besessen hab.* u 20 zeit das land besetzt worden mit landvögten, geborn von Rom, von den kaisern und Römern als dann andere land in Germania, aus dem vermischen, das die lanvögt gethon haben mit den Teutschen, ist erstanden, das die hohen edlen sprechen, sie seien von alter Römer etc. (Uchcr _ diesem Passus in II zwei Wappenschilder mit den beigesetzten Worten"° Adalgcrus, Theodo, in W ein leerer' Kaum.) a Am Rande rote Kreise, ron denen jeder den Namen eines Landvogtes limschliesst, und zwar der Reihe nach von oben nach unten: Fabianus, der erst landtfogt von Beyron, ein Römer. — Anthoni, der ander landtfogt. — Servius, der drit. — . Phillippua der vierdt. — Fnolasius, der fünft. — Aquilinus, der sechst.™" b Diese Uebcrsehrift und der ganze folgende Absatz fehlen II W. c nach hab der ausgestrichene Satz: aus den lantvogten ist erstanden, das die hochen edelcn in (fermani sprechen, sie sein von alter Römer. 1 Vgl. Arnpeck A S. 44, 17; 11 S. S, 0. — Die Sage von Herzog , Adaiger findet sieh ebenfalls zuerst in der Kaiserchronik (S. 203). 2 Die Inschrift lautet nach, der Fundatio mon. Tegernscensis, l. e. S. 405: Tempore Augusti Caesaris fuit Fabianus rex Romanorum, Juvavensium et totius (Jcrmaniac, post hunc Antoninus, post hunc Sevcrus. — Vgl. das Bruchstück der jüngeren Passio S. Quirini inartgris (wohl ^ die Quelle der Fund. mon. leg.) bei Sepp, l. c, wo sich diese Inschrift ebenfalls findet; Arnpeck A 4,20 aller ersten keiser, die cristonlichn gelawben an sich Damen. die keiser gaben dem babst Sixtus™ 8 und sand Lorentz grossen schätz; umb denselben schätz wurden die zwen heiligen sand Sixtus und Laurentius 11 gemartert von dem «5keiser Decius, 4 darunib das sie das gros gut armen lewten gaben durch gott, [Bl. 28 a | als in Lamparter bistori ge- a Dieser Absatz trägt in BW die sinnlose lieber■schrift: Philippus, ain Homer, landvogt in Bairn, nach der er erst Christ kaiser (soll wohl heissen: nach der er Christi der erst kaiser,/. In II unter dieser Ueber- "0 schriß ein Wappenschild. b gewesen sei II W. ° Maximiano aus II W statt Maximiliane» in J. Dort heisst es am Rande (von Ebrans Hand): forte Maximiano. ä grossem aus H W statt grossen in J. a das ermelter kaiser Gordianus IT. ' Philippum und Quirinum aus tt W eingeschaltet g mag und frundt fehlt IT. b Pontianus ans TT 6 v(u>o es im Text heisst: Pontianus forsan; statt Panianus in J. ' statt ind in II: ime; in W fehlt beides. K der II W. • sovil vor H, also vor TP. m sanet Sixto II W, n s. Laurentz II, Lorentz TP. 1 Vgl. Arnpeck A S. 39 ff.: R S. 7; die Fundatio mon. . "hgernseemis l. c. S. 486; die kremsm. Chron. bei Loserth, S. 1, 33. ■ — ™Die i m Tea;t erwähnten Kaiser: Maximin Thrax (225—238), Qordianus III. (238-244), Philippus (241-249). a Vorlage: In dem ersten jore. — Die tausendjährige Gedenkfeier <*ea Reichsbestandes fällt in das Jahr 248. Vgl. Eike S. 140. .- ;l Sixtus II, /■ 25S. *> ' Decius (240-251). — 38 — Kalif. 354,20 schrieben steht. 1 der obgedacht Decius trug an, das die zwen keiser erschlagen wurden, der vator zu Rom, der sun zfi Fern, und er kam an das reich, das geschach nach gottes gepurd 311 jar. 2 Andr. 605,33 £> er i»nder sun des vorgedachten keiser Philippi, der 5 genant was Quirinus, wardt enthawbt 8 urab cristlichen ge- lawben von dem keiser Claudio 8 und in die Teyffern geworfen. 1 ' darnach ward er gar wirdigklichen begraben in den freithof Pantianus. 0 | der heilig leichnain sand Quirini ist in dem closter zii' 1 Tegernsee und dohin gepracht von den LO hertzogen Ockarus 6 und Albrechton, als hernach in derselben fürsten histori mer davon gesagt wirf. 1 etlich setzen, das f Philippus, landvogt in Beyrn, hab angefangen zupawen die stat Passaw. 5 * Aquiliuo, ein Römer, ist von den zweien keisern Dio-15 cletiano und Maximilio gesetzt zu landtfogt in Beyrn, und in der stat Laureacum, das itz Enns genant ist, do hat er gepeinigt die cristenmenschen. i; [do| das erhört der ritter Florian, — der wont in der stat Corium, das ist Zeysselmawr — das die cristen in der stat Laureacum gemartert wurden, kam er 20 [Bl. 29 a ] mit freiem willen dahin, und nach vi] niarter wardt er von dem buetrich und tiranden Aquilino ertrenckt.** *Von Cristus gepurdt 401 jar erbelten die Henen ain- drächtigklich Attilo zw könig. 7 darnach perueft konig Attilo ainen hof in sein hawbtstat Siccambria, jetz genannt alten Ofen, auch 25 kumen dahin die Grotten mit irem könig und auch die Ostergötten und machten freundtschaft und geselschaft als tirenten wider alles ertrich in Europa.'' von den wardt Bafaria vil und oft a vvnrd bapst und ward darnach enthaubtet ff W. b geworfen aus 11 statt gewavfon in ./. ° Forsan Pannonis ff. (1 zu fehlt II W- 30 e Odoacro //, Odoacrus W. '' das der Phil. // W. e nach ertrenckt in J die, ausgestrichenen Worte: ans den landrügten ist körnen, das etlich hochedel sprechen, sie sein von alter Roiner. Der Absatz fehlt 11 \V. h in der Handschrift Oropiam. 1 Diese Berufung auf die HistoriaL. fand Ebran bereits in seiner oJ Quelle vor. — S. die Lei/ende De saneto Sixto bei Griisse, I.e. S. 483 und die De saneto Laurentio ebenda S. 488. ■ Vorlage: 254 jor. :l Claudius II. (268 — 270). * S. unten S. 47. 40 8 Arnpeck A S. 40; B S. 7. c Quelle vielleicht die Vita S. Floriani bei Pez Str. rcr. Austr- Bd. I Col. 40 (oder deren Vorlage). Vgl, die Legenda aurca, ed. Grässe : De saneto Floriano S. 889; Arnpeck A S. 4H; B S. 8. ,- ' Die Erhebung Attilas (und seines Bruders Bleda) %um Hunnen- * & könig erfolgte im Jahre 433. — 39 — gepeinigt, als man list in sandt Sovori legent. | diser Attilo hett Vita Severini auch verschitt den mildton prunn mit dem saltzärtzt zw der zeit, als er die stat Helfenburgk erstört und ödt legt; die stat jetz genannt ist Saltzpurgk. der prunn wardt wider ge- 5 öft'endt durch die heiligkhait sandt Rupprecht, daraus dem löblichen haws Bairn vil guetz erstanden ist. L | von der wuetrigkhait Attilo vil ander schreiben | Gl. 29''], das ich von kurtz underbogen lass, denn sovil mer: do die Götten mit Vgl.Kiele 190 irem könig Attilo vil landt verderbton mit streit, mordt und Wprandt, macht der kaiser Fallantianus aus grossen sorgen ain pündtnuss mit den Götten. darnach begerten die Götten Eiche 189 an den kaiser, das er in ainen pischolf schickt, von dem sie underweist würden des rechten gelawben. do schickt in der Kicke 190 keiser lerer desardiganischen gelauben irsaltumbs; j das volck ISpelaib in dem ardiganischon gelawben pis auf keiser Hainrich, ftin geschlächt ain hertzog von Bairn; der pekert die zwai geschlecht, Henen und Götten, jetz genannt Unger und Winden, als hernach in des keiser istori mer davon gesagt birt.* a2 a Dieser Absatz feldt ebenfalls II W. 20 ' Vgl. unten S. 44. — Ebran hatte in Burghausen ganz besonders Gelegenheit, die dem Lande Bayern durch den Sahhandel erwachsenen Vorteile schätzen xu lernen. '' S. unten Bl. 58*. 40 [Stammtafel der bayerischen Herrschergeschlechter, 111. 1]. 1 Theodo," hertzog in Bairn, der ander. (laribaldus, hertzog in Paiern. j Theodo, hertzog in Paiern, Stifter zu Saltzpurg, der drit. Tlieodolinda, künigin zu Lamportcn. Theodoberti, hertzog in Paiern, hat Band Hai- meran gemartert. fraw Toda. Arnolfus, pischof zu Metis. Angisus, der gross, von dem havvs Trieb " Pipinns, der gross, von dem hawsTriel. Tragemen. Grennol- dus. LandMd,Baldran,EUiland,frawGeisbindis. Karlo Mortzel, paschart und tiranus. c Oekarus, hertzog in Purgundi. Albrecht, hertzog in l'aiern. Pipinus aus dem haws zw Triel und naehmaln künig in Franck- reich. Karolo- Gripho. manus, ain münich, stifter des kloster Fuld. Garibaldus, hertzog in Bairen. * In II: Theodo, hertzog in Bairn, stiffter zu Saltz- burg, hat von erst angenommen den hailigen, christliehen glauben durch under- vveisung des hailigen bischofs s. Kuprecht. Theodelinda, ;iingin zu Lam- barten. Theodobertus, hertzog in Bairn, Fraw Thada. hat s. Haimeran gemartert. b In II hier wie auch bei Pipinus statt Triel: Tirol, c In II wird Carolus Marcellus von links nach rechts als der erste aufgeführt. ' S. die Einleitung S. XXVI, XXXII, XXXIX, LXXII, LXXXVI f Dieser fursten histori volgt hernach, und wirt von erst gesagt von hertzogen Theodo und seinen Qachvolgern Garibaldo* und andern mer, wie die daneben in der figur b gesetzt sind; und ist der Sander stamen im Beyrnlande bei Christi geburd. darnach wirt gesagt von den grossen des haws z u Triol und von konig Pipinus von Franckreich, der ein vator ist gewesen des grossen 0 keiser Karl. 10 Wann Beyrn wider zu erblichen fürsten komen s e i.' 1 Theodo, der fürst, mit seinem beyrischen und noricaischen Eremsm. Chr. v olck anno Christi 508 jar, zu den Zeiten keiser Anastasi, hat 4S ausgetrieben die Römer, da bei alten Otting mändlich darnider _ gelegt; | das veldt wirt noch genantdas mordt oder streit veld. 1 | lr < er ist gestorben anno Cristi 565 jar. 2 a von hertzogen Garibaldo und seinen nachvolgern (nachkumen W), w 'e die etc. II W. b Diese „Figur" ist aus J entnommen, wo sie *"A einem, Pergamentblatt der Chronik vorangeht. In II findet sie sich 20 ^ n ^ * s ' ejra freier Raum für sie gelassen worden, der aber u nausgefüllt blieb. c grossen fehlt II W. d Nach dieser Ueberschrift ßndet sich in II W statt unseres Textes folgender Passus: Aber setzt wilder Andre, das zu der zeit, da man zalt von Christi geburt fünfhundert ainundneuntzig jar, da was sanet Gregori dos namens der erst g. oapst und an der zal der vier undsechtzigist; zu der zeit was Garibaldus 'jertzog in Bairn; etlich sprechen, er sei kinig gewesen in Bairnland; uer het ain tochter, die was genant Theodolinda. Theodolinda ward Vermeldet zu ainem kinig in Lainbarten, was genant Agilulphus. die Kinigin Theodolinda was ain christenliche i'raw und was bekert worden ;>q ? Uln glauben durch den hailigcn bapst sanet Gregori den ersten. Von ner an deckt sich der Text von H W, abgesehen von den noch weiterhin an 9egebenen Abweichungen wieder mit dem in J. fS. 42,13). p . | Vgl. Arnpeck A 47; B 9. — S. die 'Ausammenstellung der dieses reignis berichtenden Stellen bei Sepp, die bayerischen Herzoge aus dem 35 rf, Schl - <&»" Agilulfinger und die falschen Theodone im Oberb. Archiv, m - 50 S. 3 ff. ■ . s Gewöhnlich ist in den alten Chroniken das Jahr 532 als Todes- Mhr Theodos angegeben; Arnpeck A S. 40 setzt 537, ebenso B S. 59. - 42 - Garibaldus, anno Cristi 5G6, hat erlangt das reich Beyrn, etlich sprechen von den Frantzosen, und, als Paulus P.7)OTei«ÄJ77,diaconus, cardinalis, schreibt in histori Lampardia: Antorius, 1 o. HO der dritt konig an der zal [der] Lamparter, schickt |B1. 30 b ] sein erbor und gros botschaft zu Garibaldus, konig in Beim, 2 5 und pat den, das er im sein tochter Theodolinda gab zu eelichm gemahl; der bedt ward er gebert. von dem heirat Jhid.nie.35 ander vil schreiben, das ich von kurtz under wegen lasse, und do der konig starb im drittn jar seines reichs, 8 ward der konigin Theodolinda geben ein fürst des reichs Lamparde zu 10 Andr. 596 9 gemahl, was genant Agolopus. 4 die konigin was ein durch cristenliche fraw und was bekert zu cristenlichem gelawben durch den heiligen babst sand Gregori den ersten, die konigin hat vil guts getan an der phaffheit in Lampaiten. sie setzt etlich bischof und ander prelaten an ir wirdigkeit, die davon 15 fraulichen Verstössen worden. sie weist irn gemahl, den konig, von vil irsalischen a gelawben und kert die in cristen Andr. 59619 gelawben. der vorgedacht konig Agolopus viel in veintschaft gegen den Romern und was begierig zumachen 1 ' wider Rom, und do er über das wasser Padus 0 kam, da erschrack der 20 heilig babst Gregorius r,d also sere, das er aufhört von der aus- legung des propheten Ezechielis, als er setzt am anfang der ersten omeley 6 des andern teils über Ezechielem. 8 do schreib der heilig sand Gregori f stättigklich zu der konigin Theodolinda und bat sie, das sie frid macht und |B1. 31 a |25 irn man und 15 gemahl Agolopus ermanet, das er frid hielt durch Cristus willen, der den ewigen frid gemacht hat an dem stamen 1 ' des heiligen krewtz. das geschach, und ward in frid Andr. 596,35 gesetzt an sand Johanns tag z\° sunbenten. darumb ward der heilig sand Johanns' hoch geert von der konigin Theodolinda. k 30 a irsalischen aus II statt irsalischer in ■!■ b ain hcer zu machen II. 0 Padus aus II statt Podus in J. d s. Gregori II. e homelei B. { der hailig herr s. Gregori II W. g man und fehlt II. h am stamen II. > der hailig herr sanct J. II W. k Hier steht von Ebrans Hand nachgetragen: daraus ist erstanen, das die Lamparter sand Johans Baptisse halden füren (,!) iren patran. (fehlt II W). 35 1 Authari. 2 Vgl. Andreas 594; Arnpeck; A 50 B 11. 8 Paulus Diaconus: nach sechsjähriger Herrschaft. '' Agilulf oder Ago. 6 Gregor I. (590 — 604). S. zum Ganzen Dahn, Urgescli,. der germ. 40 und roman. Völker Bd. IV (Berlin 1SS9) S. 217 ff. G S. Migne, Patroloijia latina, Bd. 70 8. 394. — 43 — Wann Bayrnland zu cristenlichem gelawben* bekert sei. b Nach dem vorgedachten Garibaldus ist gewesen Theodo der drit c zu den zeiten des konigs Hildiwerti zu ¥nmckrewh.Leff.aurea887 5 und in dem andern jar seines reichs, 1 das was nach Cristi geburd 600 jar, 2 zu den zeiten was der wirdig vater sand d Ruprecht bischof zu Wurms, von konigklichem stamen ge- born, aber vil edler im gelawben, wann er was gütig, schlecht, 3 weis, gegen got andechtig, vol des heiligen geist, wann was 10 er das volck mit worten ermanet, das volbracht er mit den wercken. 0 zu. der obgedachten zeit schickt der hertzog Theodo von Beyrn, der drit, f aber etlich histori sprechen der ander des namen zu dem [JB1. 31 b ] bischof saud Ruprecht und lies den vleissig bitten, das er gerucht, sein land Bavaria 15 heim zusuchen und zuverkünden den seinen* den saugen weg des ewigen lcbons. und do der diener gottes die botschaft b ver- öam, verstund er wol, das es ein Schickung was von dem almeohtigengott; darumb sagt er gott und seinen genaden danck. Und do der wirdig briester gottes in Beyrn kam, do 20 sambt sich der hertzog mit grosser ritterschaft und ging dem briester gottes entgegen und emphing den mit freiden in seiner stat Regenspurg. do schuf sand Rnprecht im anfangk all menschen in der stat zu fasten. 1 er underweist den hertzogen himlischor heimligkeit und bestät in im den warn gelawben; «5 er schuf zuwidersagen aller abgötterey; darnach tawft er den bertzogon Theodo in dem namen der heiligen und ungeteilten drivaltigkeit. mit im ist getawft sein sun Theodowerti, k auch a christon glauben IL b bekert sei worden H. ° der ander , ** W. (So auch in .1, wo es dann durchstrichen und corrigiert wurde). J 0 Daran reiht sich in II W folgende Bemerkung: und als ich main, so ist 9J auch ain son gewesen des vorgedaebten hertzogen Garibaldi und ain bruder der kinigin Theodolinda, und zu den zeiten etc. d sand fehlt II W. e W ereken aus II W statt werchen in J. f der erst II W. „ r 8 seinen ergänzt aus II W. •> die botschaflTt fehlt II. ' Am Rande a 5 von Ebrans Hand: vnd zvwider sagen aller abtgöter. k Tbeodobertus 1 Vgl. Andreas S, SOG; Arnpeck A S. 56; B S. VI. — Quelle ist hier die Primogenia ßuperti, wohl aus der Legcnda aurca, Cap. OXCVII ^(Griisse S. 887 ff.) entnommen und bearbeitet. 2 Heber das Zeitalter des hl. Ruprecht herrscht bekanntlich Unsicher- «***. S. hiexu die Literatur bei Riezler, I Ä 92 Anm. 1, die seither noch ^reichert wurde; s. namentlich Sepp, die Berechnungen des Todesjahres fe* hl. Rupert, l. c. S. 419. — Die in unserem Text stehende Jahreszahl 600 i^ 1 ?* wahrscheinlich eine Abrundung der Zahl 612, die sich bei Andreas 8 - 596,42 findet. a Quelle: simplex. 9* — 44 — alles ir hofgesind und ritterschaft und damit ein gros volck. nach dem allen fi°igt sich der heilig sand Ruprecht" auf bet des hertzogen mit schiffung ab auf der DonavV durch alles Beyrnland bis an die gemerckt Pannoniae,'' in deutsch TJnger- land, und predigt allen castellen, märckten und dörfern und 5 erlewcht die mit warm gelawben als ein klare lucern. darnach nam der heilig bischof nach willen des hertzogen [Bl. 32 a ] die eigenschaft der stat Helfenburgk, itz genant Saltzburg, zu einem bistumb; daselben ving er an züpawen ein kirchen, c *do jetz das closter sand Peter ligt. er pawt 10 auch ein kirchen bei dem Wallersee.* x der hertzog Theodo gab im anfang zu. der stift alles das erdreich mit allen fruchten und guettaten, d das zwischen der Sali und der 0 Saltzach gelegen ist. darnach wurden die zeitlichen guter vast geniert aus miltigkeit des andern hertzogen Theodowarti. und der 15 wirdig lerer sand Ruprecht' ist wider g getzogen in sein heimet und hat h mit im widerumb gebracht vil frumer geistlicher person, darunder gewesen ist die cristenlich junckfraw sand Erndrawt. und dieselig heiligen junckfrawn hat er gesetzt mitsambt der besambung ander junckfrawen in das ober20 closter, das nu genant wirt auf dem Nunnenberg. | also ist kurtz gesagt, wie Beyrn zu dem heiligen 1 cristenlichen gelawben bekert ist, alsdan die heilig romisch kirchn auf- genomon hat von dem heiligen beichtiger sand Ruprecht. ] Zu den zeiten sand R8precht k ward widerumb gefunden 25 und geöffent der brun mit dem saltzärtzt zu Reichenhall, 12 der" 1 dann gar ein köstlicher schätz ist dem lande zu. Beyrn, auch andern landen, die daran [Bl. 32 b ] stossen. der brun was lange zeit ungepawt gelegen, den hett verschütt und öd a der hailig herr s. ßuprecht 77 W. b Pannoniae aus II statt 30 Pannoniam in J. '■ ain kirchen bei dem Wallersee 77 W. — Der in J nachfolgende Satx do jetz — ligt fehlt II W; ebenso der nächste er pawt — Wallersee. d guetern W. e der fehlt II W. f der wirdig herr s. lt. 77 W. e wider fehlt II W. >> hat fehlt 77 W. i dem heiligen fehlt II W. k zu den Zeiten Ituperti 77 W. ' Keichenthal 77. 35 m das 77 W. 1 Hier gibt _ Ebran seine Quelle ungenau wieder. Sie sagt: „Sed cum jam vir domini secundum postulationem ducis et populi sibi locum ad episcopalem sedem eligere aptum meditaretur, secus stagnum Walarii laci venit, ubi ecclesiam in honore principis apostolorum Petri construxit 40 et dedicavit". — Dann ist erst von der Niederlassung des Heiligen in Salzburg die Rede: „construxit ibi basilicam, quam in honore beati Petri apostolorum principis dedicavit". - Die Kirche am, Wallersee: Seekirchen. 2 S. oben S. 39. — 46 — gelegt Attila, der Götten und Hönnen konig, zu der zeit, als er in Germania vil stet mit rawb und streit verderbt," *als vor auch gesagt ist.* b Wann c sand Heimeran in Beirnland komen sei. 5 Zw den zeiten der zweier hertzogen Theodo und seines Acta Sanet. sun Theodowarti kam d auch der heilig bischof sand Heimeran & 490 gein Regenspurg 1 und was ausgetzogen von der statt Pictavia, 62 die da ligt in dem land Aquitania, in dem willen, das er das volck in Pannonia wollt bekern zu cristenlichem gelawben; 10 und das in seinem fursatz gesworn und verheissen hett, das er eindweders f in einem fridsamen leben sterben wollt, oder er wollt sein bluet in einem andechtigen streit vergiessen. do 15 der fürst Theodo vernomen hett des wirdigen bischof fursatz, do sagt er im, das es im hart muglich war, das er J 5dohin zufuessen b komen möcht der krieg halb, so zwischen sein und der Honen war; dartzw so 1 wären die Honen ein solich grimig volck, das sie in nit hörten 1 ' mit seiner lere, und im nit zürn, das er die pösen lieber (Bl. 33 a ] biet und heimsucht und die guten und milden verschmehen 1 wolt. und auf 20bet des hertzogen Theodo beleih er drei jar zu Regenspurg und thet™ vil vleis mit dem volck" an predigen 0 und guten werken, die er dem volck vortrug. Zu der zeit 1 ' ward des hertzogen Theodo tochter swanger* 1 jud. S. 491 von eines richters sun in der stat, was genant Sigobaldus. a 5und do die zeit kam, das sie schir r gebern solt, do fügt sie sich zu sand Heimran auf meinung rat von dem lieben heiligen zunemen, 8 und viel im zufuessen und legt im für ir sundt' und missetat und begert ablas über ir sundt. des a vil land und stet — verbrcnt und verödet H, vil 1. u. st. mit d 0 raub und streit verprent und verodt W. * als — ist (fehlend H W) W< von Ebrans Hand nachgetragen. ° wann aus II statt wenn in J. zu den zeiten hertzogs Theodo des ersten II W. " Patavia II W. In J : eindwers. « da das W. h zufuessen fehlt W. l so fehlt H W. k hörten mit seiner lere, und bat in, das er bei im '■' UD d seinem volle belib. wann im nit zäm, das er etc. II. ' verschmehen aus II W statt verscliämen in J. m het H. n bei dem volck II W. 0 mit pr. II W. v in der zeit II W, i haimlich schwanger II W. r bald II W. s von i, n zu nemen //. ' legt dem lieben hailigen ire sund für II 0 ' Ebrans Erxählung nach Meginfrids Darstellung der Legende in Mis Sanctorum, 23. Sept. (Äntwerpiae 1757) S. 489 ff. Vgl. Andreas °- 597; Arnpeck A S. 61 ff.; B S. 14. ? Er tvird Bischof von Poitiers genannt. — 46 — betrübt sich der wirdig vater sand Heimran gar sere, doch tröst er sie und sprach: „wan dein vater inne wirt, das du swanger bist und begert zuwissen, wellicher mann sich mit dir vermischt hatt, so antwort: die sundt, so ich verbracht Acta Sanct. hab, weis niemandt dann der bischof Heimran a und ich." 5 8. 492 d 0 b d er hertzog innen wardt, das sein tochter swanger was, und mit ernst an sie begert, wer sie geswengert hiet, c do sprach sie diese wort, die sie sand Heimran underweist hett. do verstundt der hertzog, sand Heimran hiet sein tochter beschlaffen, und des hertzogen sun Thoodobertus 1 [Bl. 33 b ] nam 10 zw im sein diener und überlief den heiligen bischof, da er was in seiner andacht und auf dem Rom weg zu sand Peter als ein pilgram. und er sprach grimigklichen: „swager, was thustu, warumb hastu gelestert mein einige swester, die konig- klich frawen, von deiner wollust? sie ist worden ein gelechter 15 unser veindt." d da sprach der gottes ritter e sand Heimran: „warumb wolt ich denen f schaden, die mir wol haben ge- than, wenn ich oft den 8 gefrumbt hab, die 1 ' mir übel haben gethan ?' darumb, du, Theobarte, den ich von lieb wegen nit furcht, noch von forcht nit lawgen, k2 kere ab deinen fräfelüO und halt auf deinen zorn und gee ein in die Vorsehung der warheit, das du nit vallest in den ewigen fluch, dann dir zimbt wol zu erforschen die warheit". der herzog was erzürnt und sties sein sper, das er in seiner handt hett, dem heiligen bischof in sein brüst und lies in darnach auf ein 25 leiter pinden und ein gelid nach dem andern abschneiden, damit er seinen geist aufgab als märtrer.' 1 | darnach kurtzlich wardt sein Unschuld geöffnet, darumb die hertzogen und alles volck gros 1 leid und rew hetten, und Hessen den lieben heiligen gar wirdigklichen begraben und pawten do ein kireben 30 in den [Bl. 34 a ] ern sand Heimran. und als etliche meinen, so haben die zwen fursten das bistumb zu.™ Regenspurgk für » s. Haimeran II. b unf j da II W. « hiet fehlt II W. A & H W missverständlich: ain geleicher unser feind. e richter W. f denen (den) aus H W statt denn in J. e den fehlt W, in II: die. h so &■ 3:> 1 gethon haben II W. k nit laugnen kan II W. 1 gros fehlt W. m zU fehlt E W. 1 Soll heissen: Landbert. 2 Quelle: Quem neque propter niinas timeo, neque propter timorem moneo. * 3 In der Nähe des Ortes Grub, an der Stelle, wo sieh die MangfaU von Norden nach Osten wendet. S. hiezu die Anmerkungen und Abbildung® 1 bei Sepp, Arbeonis ep. Fris. Vita S. Emmerani authentica (Bruxel» s 1880) S. 29 ff. - 47 - ir sünd und ir niissetat a gestift, wann derselb stift 1 ' ist im c anfang gewesen, do izundt ligt das closter sand Heimran. 1 Etlich sprechen, das diser stamen an dem hertzogen Theodobarti ein endt genomen hab; so meinen etlich, das er 5 ein vater sei gewesen der dreier nachgemelten fürsten, die sich gott ergaben. Von dreien brüdern, hertzogen in Beim. Die drei bruder Landfrid, Waldram' 1 und Eliland: 2 die Andr. 606,3 fürsten waren eins tags nach irer gewonheit an dem geidt e 10 und sassen in dicken stawdcn und dachten an die ewigen lusperkeit des himelischen paradeis und betrachten das kurtz zergeucklich leben hie in diser weit und wurden da zu rat, das sie in daselben ein wonung und closter pawen wolten, und zuhandt Hessen sie den waldt ausrewten bei dem wasser 15 Kolmanbach. die drei fürsten ergaben sich und dienten allein got, dem herrn. darnach pawten sie vier closter, mit namen Benedictenpeym, ;! Kochlarn,' Schlechdorf •' und Staffelsee. 0 | wer mer von die- [Bl. 34 b ] sen fürsten wissen will und von irer swester Geysel, der vindt des geschrieben in dem vor- 20 gedachten closter Benedictonpoyrn. 7 Chron.Bcncd. Bei dem vorgedachten geschlächt ist der heilig, war cristen- glawben in Beyrnland komen. wiewol vorhin mer konig und fürsten in Bavaria geherscht haben, so kan man doch von in so warlieh uicht geschrieben vinden, wie je f einer nach dem andern 25 das furstenthumb besessen hab; aber do sich die fürsten bekerten ZU. cristcnlichem gelawben, do stiften sie bistumb, kloster und andere gotzhewser, dabei man vil geschrieben vindt. Ton Albrechten, hertzog in Beim und Burgundi.« Nach den dreien fursten, h die sich got ergaben, hat 3 OBeirnland besessen Albreclit, ein hertzog von Burgundi. und a und ir missetat fehlt H. b und derselb stift R W. c am H W. d Waldran II W. ° geiaid II, jaid W. f je fehlt II W. * Diese Ücberschrift fehlt II W. b nachdem dise fürsten II. 1 Vgl. Arnpeck Ä S. 66; B S. 16; Andreas, Chron. generale S. 16 4h {mit Anm. 1 auf S. 17); Fastlinger, die icirtschaßlichc Bedeutung der ba gerischen Klöster in der Zeit der Agilulßnger (Freiburg 1903) S. 67 ff. 2 Vgl. Arnpeck A S. 79; B S. 16. — Zur Stifterfamilie, der die ^nannten atigehören, s. Fastlinger, /. e. S. 12. , ri '■' S. Fastlinger, /. c. S. 163. *" 4 Ebenda S. 164, 6 Ebenda H. 110. " Ebenda S. 142. ■ S. die Cronica videlicet struetura hujus (BenedictoburamJ mona- 6(e »'M bei Pez, Thes., Bd. III S. 598 ff. — 48 — als etlich meinen, so ist er ein swester sun gewesen der Andr. 602,16 vorgedachten dreier fursten und das land Beim ererbt. 1 der Albrecht hett einen bruder, was genant Ockarus, was elter an jarn, der besass Burgundi. die zwen fursten hetten nicht mer dann einen sun, der ward erschlagen in seinen jungen 5 tagn mit einem schaffzaglprett a an konig Bipiiuis hof von Andr. 604,3 Franckreich von einem andern jungen fürston. 1 ' 2 die zwen bruder zögen einsmals gein Rom, und bei [Bl. 35 a ] zwein tagen, ee sie gen Rom komen, do waren 0 die heiden in der stat' 1 gewesen mit grosser macht und fürten ein grossen rawb l0 daraus, die fursten wurden gar wirdigklichen emphangen von dem babst Zacharias 3 dem ersten; der klagt in weinet das ubl, das die heiden an der stat begangen hetten. und do der babst die klag also verbracht, do unlobten die zwen fursten der Römer lässigkeit und sprachen : „es ist gar zu 0 trag, wer 15 seiner veindt daheimendt sitzend f wartet". und sprachen furbas zu den Römern: „ir romischen helt der stat Rome, seit eingedenck ewrs namen und geschlächts, g des gewalt h noch niemandt enpflohen ist." mit den und mer worten wurden die Romer gestraft' und fingen wider hertz und empfingen 20 den segen von dem babst und zögen den veindten eilendt nach, und das beyrisch und burgundisch swert regirten den adler. und do sie an das mer komen, do fanden sie die veindt, mit frewden teilendt den rawb. k die zwen obgedachten fursten setzten ir hoffnung in gott und hueben an zustreiten 25 mit den heiden 1 und behueben" 1 den sig und komen mit grossen frewden wider gen Rom. do gaben die Römer den zweien herrn gantzen" gewalt, das sie von dem gewunnen gut nämen, [Bl. 35 b ] was sie wollten, do antworten die fursten, die da a schachzagel brot II W. b von ainom andern hertzogen // W. 30 c waren aus II statt worden in J. d aus der stat II W. B zu fehlt W. f sitzend aus II W statt sitzen in J. e geschüchts au? II W statt geschlächt in J. >' gewalt statt gewalts in .1. ' getrost II W. k die feind in freuden toben, tauten den raub II W. ' feinden // W. . m erlangten K » den gantzen gew. // W. '^ 1 Siehe oben S. 40 die Stammtafel I. — Fastlinger, l. e. 8. 156. — Vgl. zu dem Ganzen Arnpeck A S. 88 ff.; B S. 16. — De Fundatione monastcrii Tegemsee et translatione saneti Quirini Martyris a Roma ad locum eundem bei Pez, l. c. S. 475. - lieber die Persönlichkeit des Ockarus s. die Untersuchung Eiezlers: „Naimes von Bayern und OgieriO der Däne" in den Sitxungsber. des philos.-philol. u. hist. Gl. der Akad- der W. in München (München 1893, S. 743 ff.) 2 Das ist natürlich ein Anachronismus, da das Schachspiel in Deutschland nicht vor dem XI. Jhrt. in Aufnahme kam. 8 Zacharias (741—752). 45 — 49 — irdisch gut versmächten, und sprachen, sie warn aus irn landen getzogen durch gotz willen, und das sie etwas hältumb möchten erberben." da gab in der babst vil stück heiltumb, sonder b von sand Quirini leiclinam, der zu den zeiten gros zeichen thet. c 5 Der fürst Albrecht hat gestift die kloster Tegernsee, 1 Vgl. Andreas Münster' 13 und das closter zu sand 0 Polten 3 und gab des 605,36 heiltumb von sand Quirini zu dem closter Tegernsee. Nu hat ende f die histori von den fürsten, die von Garibaldo kumen sind, und fc ' vahet an die histori von den grossen des 10 haws zu Triel, als die da oben mit irer sipschaft gezeigt sind. Nu vahent an die histori von den grossen des haws zu Trieb Do man zalt von Oristi gepurd 680 jar, hl do was herschen Andr. 598,5 nn' romischen reich Constantinus der vierd"' und der sech- 15zigist romisch keiser.' 1 zu den zeiten was in Gallia gar ein mächtiger man, was genant Arnolfus 7 und was geporn von dem geschlächt, die genant werden die grossen von dem haws k zu Triel, davon sich 1 die pfaltzgrawen etwenn auch genent liaben. [ßl. 36 a ] der vorgenant Arnolfus™ entschlug 20 sich der weit und ward bischof zu Metis. der lies einen elidm sun, was genant Angissus, ns etlich sprechn Achilus. 4er Angissus gepert den ersten Pipinus. Andr. 598,22 Pipinus, der gros von dem haws zu Triel, hett sein wesen Andr.598,22 a m meisten zu Köln, er hett ein eelich weib, was genant Plech- Andr. 598,28 25 drudis, ;i bei der hett er zwon euch sun, Diagenem" und a erobern //, werben W. '> insonderliait II. c der zu denselben zeiten grosse wunder zaichen thet IT. d Altenmünstor // W. . «annd fehlt W. t aul cn( j //. tr nun II W. h jar fehlt W. ■ ]n "n aus II W statt in in J. k von dem grossen haus II W. ' sich • aus II stalt sie in j m Arnolfus (Arnolfuis) ans II W statt Arnolfi in J. Augustus W; ebenso in der nächsten Zeile. ° Diogenem II, Dragonern W. 1 Fastlinger, l. c. S. 156 ff.; die Klostergründung fällt in das Jahr '°6 und 757. 31- s Wie die Varianten zeigen, dcnld Ebran an Altomünstcr, Andrea« nd Arnpeck, 8. 92 nennen hier Jlmmünshr. '■' Vgl. Arnpeck A S. 92. 4 Bei Andreas: 070. 5 Constantin IV. (668-685). Bei Andreas: der 58. 40 , 7 S. oben die Stammtafel S. 40. — Arnulf, Bischof von Metx war Otach der gewöhnlichen Annahme) geboren 582 und starb am 16. Aug. 641. Ansigisil. p Pleetrudis. — 50 — Grennoldum." 1 der genant Pipinus drat ein weil von seinem geniahl und nam an sich ein schlafweib, die was genant Abheidis; 2 und da in darumb straft der heilig b sand Lamprecht, bischof zu Trier, do erschlug in zu tod Doto, c:i der egenanten Abheidis bruder. nu merckt Pipinus, das von 5 seiner sundt wegen der heilig briestor gottes gamartert was, des schämt er sich also' 1 seer, das er wider kam zu seiner olichen hawsfrawen 0 und lies Abheidis swanger eines kindts; und do die fraw des kindes genos, das ward genant Karolus Marcellus, ist als vil gesprochen „ein starcker mensch". 10 Andr. 500,0 Karolus Marcellus ist gewesen ein starcker, fraisamer man und hat ver- [ßl. 36''] triben seines vaters elich sun, Diagenem f und Grennoldus, g und er ist nach seines vaters tod ausrichter gewesen des konigkreichs in Frankreich, er ist auch gewesen ein tirandt und hat der pfaffheit vil schaden 15 und unrecht gethan. darumb geschach nach seinem tod, das dem babst Gregorio dem dritten* trawmbt, wie Karolus Marcellus mit leib und seel in die hell begraben war von den tewfeln. do schuf der babst sein grab aufzuthun. do fand man nichtz in dem grab, dann ein grosso slangen. [ den 20 Karolum Marcellum nennent etlich ein konig, des er nit was; er lies drei sun, das ist Pipinus, Karolomanus und Gripho. etlich sprechen, das Karolus Marcellus hab gebawt das alt schewblich kirchlein zu Alten Ötting. 1 ' 5 Andr. 599,23 Die drei sun Karolus Marcellus: Gripho wart erschlagen in 25 Andr. 509,37 einem streit nach seines vaters tode. 0 Karolomanus ward entzundt in gotlicher lieb und zoch gein Eom zu. dem 1 babst Zacharias dem ersten; der weicht in k zu pfaffen, do verkeret er sein kleid und ward ein munch und pawct ein closter auf dem perg Sorapte 7 ' a Gremoldum II W. b der heilig fehlt II W. ° erschlueg30 Dota in zue tod W. (Auch II: Dota). d also fehlt W. e frawen B, gemachel W. f In J: die Agencin, Diogenem II W. s Gremoldum //• 6 Am Rande von Ebrcms Hand: bei disem ist das kirchlein zu Oetting gebaut worcn (fehlt II W). 1 zum IL k in aus II W statt im in J- 1 Sirapti //, Soradte W. 3j 1 Drogo und Grimoald. - Alpheide. 3 Lambert war Bischof von Tongern (Andreas: von Trajekt); die Angabc, dass dieser auf Anstiften Alpheidcns von deren Bruder Dodo er- mordet roorden, ist eine Fabel. 4° ■< Gregor III. (731-741). 6 Vgl. Arnpeck A S. 97; Hundt-Gewold, Metrop. Salisb. III S. 40. 6 Oripho (Orifoj wurde 753 erschlagen. — Vgl. Arnpeck A S. SO. 7 S. hieui Dahn, Urgesch. der germ. und roman. Völker, Bd. III , S. 851 ff. 4D — 51 — in sand Silvester ern, und als Otto setzt, so ist er auch Stifter Otto 223,84 [Bl. 37 a ] des closter Fuld. 1 Und vor der oben gedachten zeit hetten die konig in Frank- Andr. 600,35 reich der herschung oder des regiments keinen gwalt 2 und hetten 5nicht mer dann den namen, a das man sie konig nennt; und wann ein gemeins gespräch was von gemeins nutz wegen des reichs, so was er der vodrist vor b der gantzn schare und grust die lewt als ein konig und ward im also auch hinwider gedanckt 0 und zucht erboten, und sass in einem 11 stull mit langem part, *0das es 0 also hett ein gestalt, sam er ein herr wer. und die ausrichter des pallatii gaben im ein gult, davon er und sein gesind des leibs narung heten. und ward ein man erweit, zu regirn das konigreich in Frankreich, und wann er nit wol regirt, so setzten die landsherren einen andern zu regirn, 15 alsdann zu der zeit Pipinus der grössten einer was, an dem der gewalt stund. 4 Pipinus schickt den bischoven sand Purck- harten von Wirtzburgk 8 zu dem babst Steffan dem andern 4 und lies den babst fragen in rates weis, ob der konig solt sein, der da müssig wer, oder der die purd gäntzlich [Bl. 37 b | °trüg mit ausrichtung des konigkreichs. der babst enpot hinwider: 8 der solt konig heissen, der am nutzperlichisten konigk- Hchen handl richtet, von der antwort wurden die Frantzus !r vil fro h und Hessen sich absolvirn von dem eid, den sie Otto 224,9 dem konig getan heten, und verstiessen denselben konig Hildrudis 5 Andr. 601,26 ^ in ein kloster, der dann dieselben zeit den konigklichen namen hett, und erhueben Pipinus, etlich von lieb, etlich von vorcht, Andr. 601,27 zu einem konig in Franckreich; der wardt von sand Bonifacius, oischof zu Maintz, gekrönet und gesalbt." er lies zwen sün, das ist Karolus den grossen 1 und Karolomanus. Andr. 601,32 () a namen aus II W statt nomen in J. b von IL c und ime ward auch also hinwider gedankt // W. d einem aus W statt einen in J. e cr j[ w i a ] g dann /M der zeit Pipinus hielt das kinig- reich in grossem frid und wirdigkait II W. « herwider II W. h wurden die frantzosen gar fro // W. ' mit namen Carolum den grossen II. ' Fulda wurde 741 auf einem von Karlmann geschenkten Grunde gestiftet. 2 Vgl. Arnpeck A 81. '■' Volradus, der bei Andreas als xweitcr Gesandter genannt wird, ist weggelassen. 4 Soll heissen Zaeharias, wie auch bei Andreas steht. 8 Childerich III. G S. zu der Salbung Pipins, die mit Unrecht bezweifelt wurde, Böhmer-Will, liegesta Maguntina S. 20 und die dort aufgeführte Literatur. Nun vahet anderdritt stamen in Bavaria oderNor- coaland an dem hertzogen Ottilo, etlich sprechen, er sei konig gewesen, und wirt da gesagt ein teil die histori von Ottilo und seinem sun Tassilo. es wirt auch eine kurtze meidung getan von dem5 frumen hertzog Ninus." darnach vahet an und entspringt der vierd stamen in ßeirnland aus dem edelen plut und samen keiser Kari dem grossen, zu den zeiten, als er den obgedachten hertzog Tassilo mitsambt seinem sunTheodo in ein klosterlü versties. und wie ich die sipschaft der keiser, konig und fursten, so b von kaiser Karolo ausgangen sind, bis auf kaiser Arnolfum gesetzt, habe ich c genomen aus der kronicken Ottonis. d nachmalen, bei hertzog Arnolden von Beim undl5 seinem bruder graf Wernher von Scheirn, teilt sich der stam entzwei, und wirt von erst gesagt von den säxischen (BI. 38 b ) fursten, und wie sie die grafen von Scheirn verstiessen von dem hertzog- tumb Beim und das land zu erbrecht besessen20 haben, darnach vahendt an die histori von den graven 8 und so vil ich der funden hab bis auf graf Otten von Scheirn, der genant wirdt der gross Otto, und ee ich kum auf desselben grafen Otten und seines bruders, f graf Bernher, histori, so wil'25 ich vor sagen von etlichn frömbden fursten, geborn aus 8 Swabcn und Österreich, die das land besessen haben von keisers Heinrichen tod bis auf keiser Friderichn den ersten; der verlech das land Beirn aus genaden dem vorgedachten graf Otten von30 Scheirn, als hernach bei demselben graf Otten gesagt wirt. h Vgl. Andreas Ottilo, von königlichem stamen geboren, [Bl. 39 ft ] ward 606,25. d as hertzogtumb Bavaria verlihen von konig Pipinus in Franckreich, wann er zu der ee hett frawen Hildrutis, die 35 a Nanus H, Nainus von Bairn W. b so entnommen aus II- 0 ich auch H W. d Ottonis aus H W statt Otto in J. e grafen allen H W. f bruders aus H W statt bruder in J. e so geborn seind aus //, und geboren auss W. h wirt fehlt H. - 53 - ein swester was Pipini. 1 | *diser Ottilo nennt sich von erst konig in Beyrn, das wolt konig Pipinus nicht leiden und betzwang Ottilo, das er sich nicht mer torft konig nennen der Beyrn, sonder hertzog in Beyrn. a * | zu den zeiten des Ottilo Script.XI, 6,9 5 ist sand Virgili in Beyrnland geschickt worden von konig Pipinns zu dem vorgedachten b hertzoge Ottilo. 02 der verlech im das bistumb Saltzburgk. | derselb Virgilius d ring do an Ibid. S. 8,20 zupa-fren das munster sand Ruperti und verbracht es in kurtzer zeit. 0 darnacli hat er erhebt den leichnam f sand 10 Ruprecht und mit im zwen seiner capelan, Chunald und Gisilari. | und als etlich meinen, 6 so hat diser hertzog Ottilo sand Bonifacio, h bischof zu Maintz, und sand Wilbold die 1 eigenschaft des erdreichs geben, 3 darauf das bistumb Aichstet gestift ist; aber etlich ander sprechen, die eigenschaft hab 15 geben ein graf in Beirnland. diser hertzog Ottilo, 15 - nach rat und underweisung sand Bonifacii, ertzbischof zw Maintz und bäbstlicher legat, hat er gestift [Bl. 39 b ] die klöster nidern Altach, 4 Maunsee/' Windberg. 0 er ist auch Stifter des klosters, Kremsm.Chr. gelegen bei der stat Gegenbach in Straspurger bistumb.' j ,s - 8S *v a Der Passus: diser Ottilo — hertzog in Beyrn fehlt II W. gedachten II W. « hertzoge Ottilo fehlt W. d sanct Virg. // W. in kurtzen jaren II W. t den hailigen leichnam II W. s Hier findet sich am Bande von der xweilen Hand geschrieben der Passus: pabst Greori der ander macht sand Banifatzi pischolf tzv Maintz ^5 auf bogern konig Pipinis von Franreich, avch ain lierr devtzcr land. uerselb Banifatzi, macht darnach tzbai pistvmb tzv Birtzborgk vnd Aichstet zv der tzeit von Kristvs gepvrd 755 jar vnd die tzbain heiligen fater sand Pvrhart tzv Birtzporgk vnd sand Bilbold tzv Aichstet. „ Glaser Banifatzi tzog tzv dem gravssamen folch, den Friessen, in mainvng, öl) die tzv bekeren tzv kristen gelavben; daselb empfeng er der marter krön (fehlt II W). '• Bonifacio aus H statt Bonifacii in J. 1 die fehlt W. k Die nun folgende Stelle bis: in Straspurger bistumh lautet in II W: er ist auch stifter der clöster Nidernaltach, Widimberg .. (Windberg W), Mansee; er ist auch Stifter des clostors, gelegen bei der • 5 stat Gengenbach in Strassburger bistumb, und etlicher merer. 1 Vgl. Arnpeck A S. 78; B S. 18. B 2 Vgl. Arnpeck A S. 93; B S. 19. — Quelle scheint die Conversio Bagoariorum in Mon. Germ. Her. XI oder eine Ableitung hievon. S. Mir 4 Sache Biezler / S. 106 '. 3 S. xur Gründung des Bistums Eiclistett Eiezler, das Bistum EieJistett und sein Slavensendrecht in den Forschungen xur d. Gesch., ß d. XVI. S. 400 ff. f . n 4 Fastlingcr S. 120; Hundt-Gewold II S. 1 ff. - Vgl. Andreas .. lj °(',26; Arnpeck A S. 80; B S. 18. " '• Fastlinger S. 134 ff.; Hundt-Gewold II S. 345; Arnpeck 4 'S'. 80, 93; B S. 19. ,, l! Eine um Jahrhunderte spätere Gründung der Grafen von Bogen. ö Hund-Gcwold III S. 338; Andreas S. 56; Arnpeck B S. 19. 5q ' Gengenbach in der Ortenau, unweit von Schuttern. Die Gründ- Un 9 des Klosters wird in einer angeblich von Karl dem Dicken aus- 'Jzsteltten Urkunde einem Dux Buthardus zugeschrieben. S. Hegel in ™-Chron. IX S. 750 Anm. 3. — Vgl. Arnpeck A S. 93; B S. 19. — 54 — *anno domini 745 hat der vorgedacht Bonifaci mit gonst hertzog Ottilo ausgeteilt die bistumb in Beirnland mit irn gerichten. 1 zu den zeiten Ottilo ist der heilig Waldarich ertz- Andr. 606,2 7 bischof zu Enns gewesen.* 2 * Ottilo lies einen sun, was genant Tassilo. b 5 *Nun wirt gesagt von hertzog Tassilo und seiner gemahl Lindburgis.* c Andr 607,2 Tassilo hett zu der ee frawen Lindburdis,* 1 eines konigs Kgshf. S. 402 tocbier von Lamparten, was genant Desiderius. ca derselb konig von Lamparten was dem bäbstlichen stul gantz wider-10 wärtig, darumb schickt babst Adrianus der erst 4 seinen legaten zu konig Karl und lies in hoch ermanen und bitten im hilf zuthun, wann er vast beswärt wer und aus eigem vermögen sich und die kirchen nicht beschirmen möcht widor den edelman Desiderium/ der Lamparter konig. und 8 do Karoluslö die ding alle ver- [Bl. 40*] nam, aus mancherlei ursach wardt er bewegt hilf zuthun babst Adriano. darumb besambt konig Karl ein gross volck, damit er zoch 1 ' wider die Lamparter. und in der stat Bafia belegt 1 er den konig Desiderium 1 ' und ving den und 1 seinen sun und verschickt sie in das eilend, y0 Kremsm. Chr. un d ward darnach kein konig mer in Lamparten.'' darumb S. 50 ward konig Karl mit grosser freiheit von dem babst Adrianus begabt, und darzu gab er im die zehendt, damit er seinen dienern londt, j alsdan die leien die zehent noch haben. a Der Passus: Anno domini 745 — zu Enns gewesen fehlt B.W.%» b Nach Tassilo heisst es in II W: und als etlich mainen, so ist Nanus auch sein son gewesen, die zween fursten Ninus und Tassilo: Ninus ward erschlagen in ainem streit, den kinig Carl thet in Hispania; etlich mainen, das Ninus auch ain son sei gewesen Ottilo. c Diese Ueberschrift fehlt II W. f| Limbnrgis H. c Dosiderius aus II W statt Descrius in J. f Desiderium aus II statt Desedri in J; in W»" fehlt der Name. k und fehlt W. h damit zog er II. ' erlegt II, gelegt W. k Desiderium aus II W statt Desedri in J. ' sambt statt und II. 1 Die Einteilung Bayerns in die Bistümer liegensburg, Frei sing, Salzburg, Lorch-Passau erfolgte bereits vor dem Jahre 739; eine Aender- ung dieser Organisation durch Errichtung des Bistums Eiehstätt zwischen 53 743 und 747. Vgl. Arnpeck A S. 85; B S. 18. 2 Vgl. Arnpeck A S. 101; B S. 22. 8 Vgl. Arnpeck A S. 102; B S. 20. 4 lladrian I. (772-795). 6 Vgl. Arnpeck A S. 102; B S. 20. 04 — 55 — Ab diesem handel hett Tassilo und sein gemahl Lind- Andr.607,10 burgis ein gros verdriessen. 1 nu a versach sich Lindburgis, b sie möeht ires vaters vangknus und eilend mit hilf irs gemahels gerechen, darumb bewegt si im man, den vorgenanten Tassilo, 0 s das er ein pundnus macht mit den Honen, und setzt sich wider Karl, d und er e vermeint mit im zustreiten. dawider Vgl. Andreas konig Karl auch mit grosser macht zoch durch Swabenland s - O0S,lO zu dem Lech f und damit Tassilo zustrafen; doch wollt er vor die gutigkeit versuchen gegen Tassilo, darumb schickt er einen iObischof zu im, etlich setzen, sand Burckhart von Wirtzburgk, und lies Tassilo ermanen des aides, den er im [Bl. 40 b | und auch seinem vatern Pipinus gethan hett auf den leichnam sand Dionisii. der bischof erweicht 8 Tassilo sein hertz mit vil senften worten, also das er mit im zoch zu konig Karl und 15Vemewet den aid; darzfi setzet er seinen sun Theodo zu geisel, -1 mit dem kam er wider zugenaden. aber als pald Tassilo heimkam zu seiner frawen, vergas er sich und thet den Honen vil hilf und beistandt wider den babst und wellisch lande. h2 0 Zu der zeit 3 macht konig Karl ein concilium gein Ingel- Andr. €08,23 heim an den Bein, und all kristenfursten daselben zu im komen.' und als Otto setzt in seiner cronicken, so kam Otto 226,16 bertzog Tassilo auch dahin mit grosser rilterscbaft. daselben w ard Tassilo aber vorklagt vor dem konig, k wie er den frid : ' fit gehalten biet, darumb er geisel gesetzt biet. 1 also ward Andr. 608,34 ■Tassilo von dem konig m und fürsten mit recht und urteil zum tod verdampt. nu was Tassilo des koniges" geporner freundt, Wann er ein swestersun was konigs Pipinus, und er lies in Hit gern töten" und fragt in, was er nu gern thun wolt. do ^0 a und 11 statt nu. b Tn H durchweg Limburgis. c iren mann tassilo H W. A kaiser Karlen II W. ° er fehlt II. f dawider saralet kaiser Carol ain grosse macht und zog durch Schwaben- la nd zu dem Lech, der mainung Th. damit zu straffen //. « erweicht 0r H W statt erweicht in J. h Welschland W. ' Und als Carolus an das 85 Kaiserthumb kam und die kaiserlich chron empfangen hett zu Korn, fachet er ain concilium gen Ingclh. an den Rhein, alda all Christen- pursten zu dem kaiser kamen II W. * kaiser II W. ' hiet fehlt ü W. m kaiser II W. n wie in m. ° derohalben er in nit goren hess tödten H. ^ * Ebran hat sieh in der nachfolgeneden Erxählung seiner Quelle 9egc?iüher durch willkürliche Kürzungen und andere Aendcrungen wieder 9rosse Freiheiten gestattet. 2 S. xurn Uanxcn Kiezler, / 8. 163 ff. n Ende Juni oder Anfangs Juli 788. — 56 — pat Tassilo den konig, a das er im der zeit vergunt, 1 ' darin er 0 sein sund möcht puessen; des wardt er gewert, und er wart in ein kloster gestossen d bei dem Rein, ge- [Blatt 41 tt ] nant Larich, 61 das er selber gepawt bett, und mit im sein sun Theodo. Der ander sun Tassilo, der genant was Günther, den 5 erschlug ein wildswein an dem geid, f und an der stat, do izund ligt das kloster Krembsmünster. aus der leidigen geschieht pawt hertzog Tassilo das egenant kloster und begabt das gar Kremsm.Ohr. reichlich, als man vindt in demselben kloster^ Krembsmünster S. 80 m it vil mer worten geschrieben. 2 1° Andr.609£6 Das ist der Tassilo, der den bischofstuel von Ens in sein •'' 7 stat Passaw 1 ' gesetzt hat und das bistumb gar reichlich begabt. Kremsm.Ohr. So entspringt ein frag: so nu zu Ens ein ertzbistumb S. 96 gewesen ist, wo ist dann' das zalpuech der erzbischof und auch das zalpuch der suffragani? die frag zu verantworten.' Jbid. S. 95 gewislichen zu der appostel zeiten ist der heilig bischof sand Emathorung [gewesen], der do geweiht ward von dem ewan- gelisten sand Marcus ; :i der schickt sein junger Sirinum und Euentum gein Ens. die haben do von erst angezundt das liecht des heiligen gela\°vben. das liecht ward pald erlescht 20 von den heiden und ward doch oft wider angezundt von andern k auf ander, als es gott wolt haben, und ward der dinst gottes heimlichen in den hollen steinen und wäldern verbracht mit grosser andacht [Bl. 41 b J und innigkeit. 1 | und wann man a kaiser II W. b 0 { ne ze jt unf ] we ü V erg. //. c das er // W. *° d Verstössen II W. '•■ Larisham II, Lariachham W. f geiaid // W- g in dem kl. II W. i> gen Passaw 11 W. ' ist nun // W- k andern aus H W statt ander in J. ' mit grosser andacht und innigkeit fehlt II W. 1 Thassilo wurde am G. Juli 78S xu St. Ooar als Mönch ein-™ gekleidet; später kam er nach Jumieges, dann nach Lorsch bei Worms- 2 De origine et causa fundationis monasterü Chremsmiinstrcnsis- — Vgl. Arnpeck A S. 100; B S. 22. - S. Fastlinger S. 128. " Die Quelle dieser etwas verdorbenen Stelle sagt (Loscrth S. 05): Ilaec ipsa civitas Lauroacum immo ecclesia sacrosaneta temj)oribus oJ apostolorum ad fidem catholicam est conversa. nam sanetus Petrus beatum Marcum cvangelistam in Aquilegiam destinavit, cjui ibidem sanetum Ermachoram et Fortunatum cum aliis convertit ad dominum, et Ermachoram in episcopum ordinavit. iste autem Ermachoras aliis praedicans fidem Christi intcr ceteros Syrum et Evencium convertit, * (juos Päpiam sive Ticinum direxit. qui ibidem verbum domini seminantes ctiam vicinis civitatibus, scilicot Veronensi, Brixinonsi et Laudanensi, quae Laureacum dicitur, praedicabant. itaque plurimis civitatibus ad viam veritatis conversis temporibus sneecssivis factus est Aquilogiiie patriarchatus, I^aurcaci vero archiepiscopatus. — Vgl. Arnpeck A S -12- * — 57 - der diener gottes gewar ward, so wurden sie mit manigerlei pein als die martrer gekrönet, das werdt bis auf die zeit sand Ruprecht; der bekert das land alles und rewt da gantz aus den a verdämblichen gelawben, als dan vor bei dem hertzog 5Theodo von Beim mer davon gesagt ist. 1 " Darnach aus grossem reichtumb, den das bistumb Saltz- burgk gehabt hat, ward das erzbistumb dahin gezogen. 0 hortzog Tassilo, wie hastu so übel gethün an dir selb, aucli deinen nachkömen und dem haws zu Beim, das du 10 dich nit in genaden des gerechten keiser" gehalten! hast 1 ' dich ein weib verfürn lassen, es ist gütlich zugelawben, das dich der keiser der höchsten ambtmann einen des romischn reichs gemacht hielt, nachdem du seiner 0 nächster mag [einer] gewesen pist. Er hat auch gestift die kloster Fölling, 2 Wesselprun, 3 Andr. 609,28 lr > Kremsmünster, 1 Pfaffenmünster, 5 Weltenburg, 11 Larich, 7 *Mattse, 8 Kremsm.Ohr. das frawenkloster zu Bassaw 9 und das frawonkloster im & 50 - 8S Kynisee. 10 er bracht aus dem birg des heiligen bischof sand Sremsm.Ohr. Valentin heiltumb und gab das in sein stift zu Bassaw\ f11 * S ' 50 Mer spricht Otto Frisigensis, 8 das zu den zeiten des Otto 224,17 «0 Vorgedachten hertzog Tassilo in Beim komen sei der hei- [Bl. 42 a ] lig bischof sand Corbinianus, 12 aus edlem stamen Seporn, und ward gar wirdigklichen emphangen von dem hertzogen Otto 224,27 Tassilo. und sand Corbinian ward von dem hertzogen geben h der bergk zu Freising, daselb er die ersten kirchen pa&t in 5 den ern sand Benodicten und macht ein sambung der münch. 1:i mrpas setzt Otto, das der hertzog Tassilo sand Corbinian Otto 224,38 a die statt den IT W. b nach gesagt ist IT W: aber zu den ^ß'tcn des vorgedachten fürsten Ottilo, hertzogen in Bahn, ist der hailig a n Waldurich (Waldarus W) ertzbischof zu Ens gewesen und sanet Virgili u J?u Saltzburg. <= des rechten kaisers W. d und hast 11 W. e sein II W. Der ganze Passus: Mattsee — stifft zu Bassaw fehlt H W. s weiter 8e tzt Otto von Freising 11 W. h verlihen II W. 1 S. oben S. 43. 3 ,-. 2 Hund-Gewold, III S. 78. " Ebenda S. 335; Fastlinger S. 145. 4 S. oben S. 56. 6 Hund-Gewold, III S. 50; Fastlinger S. 120. 0 Hund-Gewold, III S. 332; Fastlinger S. 152. 4q ,. ' Lorsch war bekanntlich nicht eine Gründung Tassilos, sondern 16 eines rheinischen Grafen Concor und seiner Mutter. 8 Hund-Gewold, II S. 344; Fastlinger S. 138. ,. 9 Kloster Niedernburg in Passau: Hund-Gewold, III S. 402; Fast- Un gcr S. 116. 45 "' Fastiinger S. 112 mit Änm. 6; Hund-Gewold II S. 166. 11 S. Eiezler, I S. 161. _ Kriechn wenig nutz schufen der kristenheit, c auch das reich etlich zeit ein weib geregirt bette, genant Hirena, d das doch wider alle bescheidenheit beschehen was, und auch betrachten den grossen 10 nutz, den konig Karl der kristenheit geschaffen 0 hett. und an dem weinnachtag, als konig Karl bei dem ambt der mess Andr. 601,34 stund und sein nit getraut, do kam babst Leo und setzt im ein keiserliche krön auf sein hawpt f und beruft in als ein romischn keiser. do schrien die Romer mit lauter stim: 5 i,Karolus, merer des reichs, der von got gekrönt ist, dem grossen, wünschen wir das leben und den sig!" nach dem lob ward er von dem babst gesalbt und gesegent. | *und mit dem keiser ward Arn, bischof zu Saltzpurgk, zu einem ertz- bischof geweicht und legatn gemacht. 2 mit dem kam das ü ertzbistumb gein Saltzpurg, das vor zu Ens und Passat gewesen was. g * | also kam das reich von den Kriechn zu den Kghf. 404,13 -cHntzosn und Dowtzsen, wann dieselbig zeit die konig in Frankreich tewtsch warn und auch am meisten woneten in te&tschn landen, [Bl. 43 b ] in den steten bei dem Rein. d aber doch behielten die Kriechen auch einen keiser bei in Kghf. 404,19 Zu Constantinopel, aber sein gewalt und gepiet was nit gros. | das reich werd bis auf den türkischen keiser, genant N., 3 der Erfurt das reich in Kriechn und zoch das under seinen gewalt zu den zeitn babst Nicolao, 1 ' 4 und als herschet im 1 r onnschn reich der drit Fnderich, romischer keiser. , . a beleidigt aus II W statt geleidigt in ,1. b in Kr. H, zue Kirchen IV. c d cr c hristenhait wenig nutz schuoffen H. d was genant «irena II W; Hirenam in .1. ° geschaltet het // \V. f in J: hawp. Per Passus: und mit dem kaiser — gewesen was fehlt II W. *> zu den feiten babst Nicolao fehlt II W; statt dessen hcisst es dort: zu den zeiten, 3 f« man zalt tausent vierhundert siben und fünfzig jar, und als regiert etc. lr n aus II statt in in J. r ' Der König sass über den Papst und seine Gegner anfangs JJ excmber 800 xu Gericht. j . 2 _Am., der im Jahre 785 die Weihe xum Bischof erhallen, war ereits im Jahre 708 xum Metropoliten erhoben worden. Muhammed II. (1451—1481). Nicolaus V. (1447-1455). 10* - 60 — Item als davor in der nachstn histori gesagt ist, das keiser Karl hertzogn Tassilonem von Beim in ein kloster Verstössen het 1 und das land Beim* eingenomen: das land Vgl. Andreas Beim behielt der keiser für ein kamer gut und verlech das 608,53 keinem b forsten, und er stift darin etlich gefurst grafschafts und vil ander herschaft und begabt damit sein edl knocht. 0 | *darnach besetzt keiser Karl das land Beim mit landtfögten. 2 der erst, genant Neaman, 3 ward erschlagn in Hispania im Euntzifal, der ander landtfogt, genant Gerhardus, 4 ward erschlagn von den Hönnen in einem streit, der drit landtfogt, 10 graf Geroldus, 5 ward gesetzt 806 jar von dem gedachten GestaCar.l79k eiser. d * | darnach furn die Hönnen mit grosser macht durch alles Beirnland und nomen das land auch ein und legten sich für die stat Tibe- [Bl. 44 a ] rina und vermeinten irn puntgenoss, Jbid. 180,181 hertzog Tassilo, zurechen. also kam keiser Karl auch e mit 15 grosser macht und lies ein prucken machen auf scheffern über die Donaw. daselben ward der stat geben der nomen Ratispona. und der keiser zoch mit seinem volck über die pruck und durch die stat und streit etlich tag mit den Hönnen und gesigt * auf dem erdreich und fleck, do itz ligt das kloster, 20 genant Weichsandpeter. g * ] in dem streit was bei dem keiser der frumb konig Tonatus von Schotten, dem zu. lieb der keiser das kloster zu den Schotten stift," und ist das erst und a zu Bairn II W. b kainem aus H W statt keinen in ■!• c Nach knecht in II W: und als etlich setzen, so gab er die stat Tiberina 25 dem römischen reich und begabt sie mit grosser freihait. die ursach, darumb das geschach, ist vor in hertzogs Tassilo histori gesagt. d Der Passus: darnach besetzt keiser Karl — von dem gedachten keiser fehlt II W. e auch fehlt II W. ' der namen geben H W. « auf dem erdreich — Weichsandpeter fehlt H W. 30 1 S. oben S. 55. 2 Vgl. Arnpeck A S. 118, 110, 120; B S. 23. 8 Vgl. Andreas S. 610. — Quelle Ebrans für die Notix, dass Naimes ein bairischer „Landvogt" ivar? Vielleicht eine der Chroniken, die er Fürtrer übergeben; dieser erzählt: „do lech der künigk (nach-J Tassilos Entsetzung) das landt zu Bayern dem fürsten Naynus zu regieren als ain gubernator, aber nit als ainem erben, es vermainen ettlich coronickschreiber, er sei gewesen ain bruder Thasilonis" etc.; auch hier ist dann die Rede von Gerold, mit dem Naimes in conftiser Weise zusammengeworfen wird. 8. xu dem Oanxen Eiezlcr, Naimes von Bayern 1 * und Ogier, der Däne, l. e. S. 713 ff., besonders S. 720 ff. 4 Soll heissen Gerold; er fiel am 1. Sept. 799 im Kampfe gegen die Avaren. S. Eiezler, I S. 177, 183. 6 Vielleicht meint Ebran Oraf Qotram, der im Jahre 802 fiel; oder ist ein späterer Gerold, der als Markgraf der Ostmark vorkommt, gemeint • * 0 Vgl. Arnpeck A S. 105 ff., B S. 23. — Die kurxe Stelle lässt nieh\ sicher erlcenncn, ob Ebran hiexu die weitverbreiteten Oesta Caroli Mag ni der Regensburger Schottenlcgende bexw. irgend eine Derivation derselben — 61 — eltist Schottencloster in allem Germania, und als etlich meinen, so hat den streit geübt fraw Lindburgis, die ein geborne konigin was von Lamparten und ein gemahel hertzogen Tassilo von Beirn, a dann sie vermeint im vater und gemahl zurechen. 1 5 Do nu der streit geendt was, do zoch der keiser den Elke. S. 250 Können nach durch alles Bairnland und b über die beirischn gemerck, das wasser, genant Ens. dasselb wasser schied die VglSremsm. Beim und Hönnen von einander zfigeleicher weis, als der Lech Chron. 86 thut scheiden die Beim und Swaben. und, als etlich setzen, 10 so hat der keiser daselben gekriegt 7 jar wider die Hönnen und vertreib sie ab diesem irm eigem erdrich, das sie hinder sich wich- [Bl. 44 b J en bis an die hungrischen port, c in tewtsch Prespurg, etlich sprechen bis gein Rab. 2 er besetzt dasselb Kremsm.Chr. erdreich mit cristen und nent es Osterland und befalch das s - 5L 06 ^land auch' 1 grafen Gerold, 3 * der auch vorgesetzt was [als] land- vogt in Beim von dem keiser. e * und nach dem graven Gerold f warde dasselb land Osterreich 8 von andern auf ander a und ein gemahel (hertzogen) Tassilo von Beim ergänzt aus H W. durch alles Bairnland und ergänxt. aus H W. c port aus H W statt ^Oprod in J. d auch fehlt II W. » der auch — von dem keiser fehlt II W. ' und nach ditz grafen tod H W. 8 Osterreich fehlt II W. benutzte oder sieh auf die das Andenken an den Sieg des Kaisers in allen Kreisen der Iiegcnsburger Bevölkerung lebendig erhaltene Tradition «.'"äitfe. Sie wurde im XV. Jahrdt. wieder aufgefrischt, indem man seit "1154 in der alten Kapelle sowie in Niedermünster am Namenstage Aarls des Grossen ein Hochamt feierte und der in der Schlacht bei Regensburg gefallenen Helden gedachte. Das zur Feier herbeiströmende Volk wurde durch ein eigenes in Nürnberg (in zwei Auflagen) gedrucktes Schriftchen und durch Predigten an die unter dem wunderbaren Beistand Gottes voll- : U Wachte grosse Tat des Kaisers erinnert. Es ist sehr leicht möglich, dass kutan, der ja häufig nach Regensburg, dem Sitxe seines Lehensherrn, und der seinen Besitzungen am nächsten gelegenen Stadt kam, seine Kenntnis einfach aus einer solchen Predigt schöpfte. — Die Verknüpfung dieser Sage mit der Geschicke des Herzogs Tassilo ist unserem Chronisten 00 ■eigentümlich. S. hierzu Dürrwlchter, Die Qcsta Garoli Magni etc. S. 127, **W. Die von uns an den Rand gesetzten Zahlen beziehen sich auf diese Ausgabe der Gesta. — Vgl. auch das Excerpt der Schottenlegende im ■Tractatus de limitibus parochiarum civitatis Batisp. des Conrad von i() n e S en berg ebenda S. 220. — Bezüglich der Gesch. des Begemb. Schottcn- u Klosters s. Walderdorff in den Verhandlungen des hist. Ver. für Oberpfalz u nd Regensb. Bd. XXXIV S. 195 ff. 1 S. oben S. 55. 2 S. zu diesem Avarenkricg Biezler, I S. 175 ff. — Der Wortlaut ^unserer Stelle stimmt am meisten Oberem mit Eicke von Kepgow. 8 Die den Avaren und deren Verbündeten abgenommenen Gebiete Wurden erst im Jahre 803 von Karl dem Grossen geordnet; unter den 7 *Mt der Verwaltung der Ostmark und der damit neu vereinigten Gebiete '''•Irautcn „Praefekten" erscheint auch ein Graf Gerold, der von Ebran mit cni oben genannten (S. 60) vcrwcclisclt wird. — 62 — zu Vögten und pflegern von den beirischen fürsten* besetzt untz b auf die zeit keiser Otten des ersten ;° der stift daraus ein margkraftumb. das stund bis auf die zeit keiser Friderich dos ersten; der verkert die margkgrafschaft in ein hertzogturab, als hernach bei margkgraf Leopoldon und seinem bruder, 5 marggraf Heinrichn, mer davon gesagt wirt. 1 Eike S. 251 Es setzen auch etlich, das 11 keiser Karl in dem" land ein grossen schätz funden hab, den etwan Attila, der Götten und Hönnen konig, versenckt hott, und er gab mildigklich aus das guet, damit zupawen purg und gotzhewser. | dasselb land was 10 vor der itzgedachten zeit gonant obern Pannonia, und was under Prespurg leit, was genant under oder nidern Pannonia. Vgl. Herrn, v. man vindt es geschrieben zu nidern Altach, das der keiser Alt. 369,48 dasselb kloster begabt hat mit [Bl. 45"] der herschaft Spitz, gelegen in der oborn Wochaw; f2 der geleichen hat er auch 15 begabt die bistumb und andere kloster in Beim, als sie dann dieselben gueter noch hewt bei tag haben in dem land zu Osterreich, und damit pflantzt er auch den heiligen cristen- lichen gelawben auf diesem erdrieb. Kghf. 406,2 Item als keiser Karl mit dem zu rue und frid kome 20 und die cristenheit vast und gross gemert hett, do hueb er an zupa&en an unser frawen münster zu Ach gar mit grossem vleis. er begabt auch das münster gar reichlich von gold silber und edelen gestein. und do dasselb münster gar bereit wardt, do kam babst Leo der »/* und mit im 300 und 6025 Otto 227,9 bischof, und der babst weicht das münster in den ern der Kghf. 406,9 mutergottes Maria, mit der aller willen und bestättung' 1 ward aufgesetzt, das das münster solt sein die hav/bt- kirchen in allem [Germania, der kaiser setzt 1 auch desselben mal auf mit bestättung k des babst, das furon zu 30 ewigen zeiten keiner mag keiser werden, er hab dann vor die a fursten fehlt II \V. b untz aus H W statt nutzt in J. c In II W nach ersten: der schied allererst das land gantz von den Hungarn und stift daraus R W. <• statt das in W wie. ° in seinem land W, in disem land E. { Buchaw II, Zuehau W. 9 nach Leo in J dasBo Wort der und ein * artiges Zeichen; beides fehlt II W. h bestättung aus H W statt bestättumb in J. ' setzet da II. k wie in h. 1 S. unten Bl. 68*>. — Vgl. Arnpeck A S. US. 2 De institutione monasierii Allaichcnsis in Mon. Qerm., Script. XVII S. 369,48, wo von der Bereicherung des Klosters durch Kaiser Karl die® Rede ist, ohne dass jedoch dort Spitz insbesondere genannt ist. — Zur Sache s. Böhnier-Mühlbachcr, Reg. Imp. I, 1 S- 513. 3 Auf Weihnachten 804. — Ob damals das Marienmünster wirklich vom Papste geweiht ivordcn, ist xweifelha/l. S. xum Ganxen Dahn, /. 0. III, S. 1107 ff. 4Ö — 63 — romischen kroon emphangen in unser frawen münster zu. Ach. | das thet keiser Karl allen Tewtschen zu ern und genaden. der keiser setzt auch [Bl. 45 b ] die sechs ambt auf Andr. 620,24 die nachbenonten sechs fürsten:" 1 von erst macht er die drei ßbischof von Maintz, Triel und Colon ertzkantzler zu ewigen zeiton eins jedn romischn konigs oder keisers durch alles Italia, Germania und Gallia, den pfaltzgrawen bei Rein b macht er ertzdrucksäs, den hertzogen von Saxson macht er crtz- marsclialck, den marggrafen von Brandenburg macht er ortz- !0kamrer; und nachmalen hat sich der hertzog von Peheim auch dartzu getzogen, das er des roiehs ambtman worden ist, c als man spricht, erbschenck. darnacli bei keiser Friderichn dem ersten oder seinem sun konig Philipsen ist Peheim gekrönt worden. | er gab auch wider an das romisch reich alle 15tewtsche land, die sein vorvordorn, die konig in Pranckreich, aus der kaiser und Römer gewalt gezogen hotten, und do er Kghf. 408,1 nu begund krauet werdn von dem grossen arbeiten und streiten, das or d verpracht hett, do vordert er zu im seinen eltisten sun Ludwig und emphal im seinen keiserlichon gwalt. darnach 2 °kurtzlich starb Karolus voller guter werck 0 und ward begraben in Kghf. 408,10 unser frawen münster zu Ach nach gottes gepurd 800 jar. f2 und lies drei sün, mit namen Ludwig, Karolus und Pipinus. 8 3 [Bl. 46 a ] Ludwig, der erst geporn sun, ererbt das römisch reich als der eltist, als es dan [sein] vater vor geordent hett. 4 Karolus 2 &ward konig in Franckreich, Pipinus ward konig in Hispani. h a sechs teutschen fürsten II W. b am Rein W. c ist fehlt II W. >' so er H, die er H W. « werck aus H W statt weich in J. ! 815 II W. « er verliess drei söne: Ludwigen etc. II; 40 tv W wie * w "*> docfl f clilt mit na,nen - h I' 1 H W lautet dieser Absatz: u IMe drei sön des grossen kaiser Karls: Ludwig der ererbt das romisch reich & ls der eltest, Karolus ward könig in Franckreich, Pipinus ward könig in Aquitania, vielleicht Hispania. (In Wfehlen die letzten xweiWbrte). — Von hier an bis zu dem von Kaiser Arnulf handelnden Absätze (S. 71) weicht j, * Weiter unten wird die Einsetzung des Kurfürstcncoltcgiums (bei J 5 Otto 111.) nochmals erzählt. Im übrigen scheint hier Andreas die Quelle x uscin, der ja S. 621,1 auch davon spricht, dass — einer „lewtschen cronik" zufolge — ,,'kayser Karl, genant der gross" . . „mit der fürsten willen und gunst ordinirot dy kurfursten römisch reyches". — S. zu den unter «cm Chronisten bezüglich der Neuordnung der Kaiserwahl herrschenden 0 Anschauungen Hegel in seiner Ausgabe von Königshofen S. 425 Anrn. 1. 2 Kaiser Karl starb bekanntlich am 28. Jan. 814. :> Pipin und Karl waren schon vor ihrem Vater gestorben; ersterer s 10, letzterer 811. 4 . l Dieses Sätzchen ans Otto 227, 24: quem ipse (pater) adhuc vivens 0 successorem ordinaverat. 64 — Kghf. 110,9 Zu dos keisor Zeiten kam ein erdpieden, und vielen zu Ach etlich kirchen und hewser nieder. Andr. 6ll,2ß Der keiser ward genant der gütig, | den man nie zornig Vgl.0.227,38 sach. wider den keiser setzt sich graf Geroldus, 1 landtvogt in Beim und Osterreich, den sein vater, keiser Karl, gesetzt hett zu einem vogt, darumb ward Otto 227,36 er von im geplent. darnach beruft keiser Ludwig ein hof gen Ach, da hat er seinem erst geporn sun Lothari be- volhen, mit im den keiser- lichen handl zurichten. 2 hie Otto, V, c. 34 ist zumercken, als Otto de S. 227,46 F re i s i n g schreibt in seiner kronicken im fünften puech und im 23. und 24. capitl: keiser Ludwig, anno Cristi 822. jare, schickt seinen sun Lothari in welische land zu der zeit, als die Römer miteinander krigten; und als er alle ding wol geordent hett, bereit er sich wider zu seinem vater zu- Kghf. 40S,H). farn in dewtsche landt. da °~ kam im potschaft, das der gestorben was zu Metz und da- 1 Statt Geroldus .sollte es heissen Bernhardus. — Vijl. Arnpeck A H. 120; B S. 24; die von Kockinger, /. e. S. 51 erwähnte Notix, die von Geroldus spricht, seheint Ebran entnommen xu sein. 2 Juli 817. — Vgl. Arnpeck A S. 120; B S. 24. H W. Die zwen kinig fielen in A. zoren und krieg, also das sie ainen grossen streit miteinander thetten und vil menschliches bluts unnutzlich vergussen. 1 sie starben baid aines gehen tods. 2 Bei diss kaisers zeiten IC wurden die Römer miteinander kriegen; davon gaben etlich böss Römer die stat Rom über dem soldan. die haiden vertrib der kaiser aus der stat und auss dem land und erschlug ir gar vil zu tod. zu den zeiten kam IC ain hagel und donnerschlag und mit dem hagel fuel ain eisen herab, das was funfzehen schlich lang und sechs hrait und zwaier schlich dick, auch kam ain erdbidem und wind,-?*'- das zu Ach etlich kirchen und heuser niederfuelen. diser A- kaiser ward genant der guetig, den man nie zornig saho. er X regiert fünfundzwanzig jare 3 IC und ward begraben zu Metis | und liess drei sön : Lotharium, Carolum und Ludwigen. Die drei söne des vorgedachten kaisers Ludwigen des ersten: Lotharius ererbt das kaiserthumb, Carolus ward hortzog in Aquitania, Ludwig 1 Vgl. Königshofen S. 408,27. 2 Pippin 33, Karl 30 Jahre alt- 3 Königshofen: Ludwig . . . • richsete mit sime süne Lothario 25 jore. eil? 54lß ilOP 410, 9 (HIß 6 4081 9 409P der Text in H W von dem in J so bedeutend ab, dass wir ersteren, da er sieh in den Varianten nicht gut unterbringen Hess, in den Parallelkolonnen rechts ganz mitteilen. 65 227 °- 2S, ■2-» ?28 J. selben begraben, 1 als er ge- herscht hett 25 jar. 3 >tO Und in dieser zeit ward der gedacht Lotha- [Bl. 46 h ] rius gefordert von dem babst Pascali; 3 von dem wardt er gar wirdigklicli emphangen und von im an dem heiligen ostertag zfi keiser gekrönt. 4 : > e und do nn Lotharius wider kam aus wellischen landen und vermeint zu regirn nach seines vaters tod, das befrembdet sein brüder, Ludwig und Karolo, das er sich hett krönen lassen zu keiser on irn willen, und sagten irm bruder einen streit, o ' zu. also geschach gar ein grimiger und grausamer streit, darin vi] menschen pluts un- nutzlich vergossen ward. | der anzal der erschlagen, als die histori sagt, hab ich nicht setzen wellen, wann es un- 75 gelewblich zuhorn ist. | und in dem kläglichen streit kert si ch der plutig sig zu Ludwig Und Karolo, und keiser Lotha- ,27l 'ius ward fluchtig und hielt sieh auf zu Ach. . _ Ebran wirft hier den aus Otto enterten Aufenthall Lothars in, Italien iit einem späteren zusammen und • s pttt, dadurch zwei zeitlieh weit von &nander entlegene Vorgänge als un- ywtelbar aufeinanderfolgend dar. £M'<'iu starh bekanntlich am 26. Juni *ö bei Ingelheim und wurde in Jlfc « bestattet. Vgl. Arnpeck A S.120. &. S. 64 Anm. 3 (rechts). 8 Paschalis I. (817-824). Die Krönung fand statt auf Ostern 823. II W. ward hertzog in Bairn; etlich sprechen, er sei kinig gewesen. Otto 220,27 Lotharius regieret das kai- sorthumb sechtzehen jar und Kgh.411,14.20 übergab das" seinem eltesten son Ludwigen, und warderain münch b inainemclosterBrumia. und da er sterben wolt, da, Kghf. 411,22 ward ain grosser krieg umb seinen leib und seel von den englen und teufein, also das man sähe, das der leib hin und her gezogen ward, da bat das gantz convent desselben closters got für in. da fluhen die teufel. | er verliess 0 drei sön, nemlich' 1 Lotharium, Ludovicum und Carolum. Carolus der ander, ain bruder des vorgedachten kaisers Lotharn, kam an das kaiser- thumb nach seines brudern son Ludwigen, der kaiser macht Kghf. 413,8 vil stift in welschen landen, | und er starb on manlich erben. Ludwig, hertzog in Bairn,Hess auch drei söne: Ludwigen, Carolum unclCarolomannum.[B1.25''] Die drei söne kaisers Lotharii, der ain münch ward: Ludwig, der ander des namens römischer kaiser, regiert funfundzwaintzigjar. zfi der zeit Kghf. 412,7 ward der kinig von Engelland und der hertzog von Aquitania erschlagen von den haiden Nomienus. 0 der kaiser thet Kghf. 412,1 ainen grossen streit mit den Römern und gesigt. zu den Kghf. 412,12 a gab das auf W. b und er ward ain munich W. ° Hess W. d sön, das ist W. ° Nomianne W. 66 — Da das der babst Servias 1 erhört, schickt er sein leg;ttn, a mitsambt den fürsten des|reichs die genanten drei briider zu- verrichtn, und das geschach Audi-. 612,7 nach des babstes heissen. Lo- tharius beleih bei dem römischen reich, und ein teil in Gallia — das land nach seinem namen genant wardt Lotha- ringen b2 — und das er und sein erben sollten romisch konig Otto 229,28 und keiser sein, der keiser Lothari regirt 16 jar 3 und gab auf das reich seinem sun Ludwig, 4 underward ein munch. Kghf. 412,7 Zu des Ludwig zeit ward der konig von [Bl. 47 a ] Engeland und der hertzog von Aquitani erschlagen von den Kghf. 412,1 heidn Nomyanne. er thet einen grossen streit mit den Kghf. 409,19 Römern und gesigt. der keiser Ludbig 5 lies den hertzog von Peheim taufen mitsambt seinen nachfolgern; also kam Peheim zu cristen gelawben. | der keiser starb an erben. a nach legaten ein sinnloses die in der Hdschr. b Lotharinges in J. ' Sergius IL wurde erst nachlwr Papst, im Jahre 844. — Vgl. Arn- peck A S. 121. 2 Lothringen hat bekanntlich seinen Namen von Lothars gleichnamigem Sohne. — Vgl' Arnpeck A S. 121. ' * Bezüglich der Zählung der Rcgicrungsjahrc dieses Kaisers s. etwa Weidenbach, Kalcndarium (Regensburg) S. 236. 4 Ludwig IL. 5 Quelle: künig Ludwig, des . . . keysers Ludewigen sun und des grossen Karies sünes sun. H W. zeiten regnet es blut in Italia, darnach kam ain grosser sterbend, der kaiser Ludwig 1 liessiC 409P den hertzogen von Böhem taufen* mit sambt seinen nach- volgern; also ward Böhem bekert zu christlichem glauben.[ er starb on erben, und das kaiserthumb fiel auf seines vaters bruder Carolum, b als vor auch gesagt ist. 2 Lotharius, des vorgedachten kaiser Ludwigs bruder, was herr ain tail in Franckreich und Lotharingen, der kinig nam zu 0. 230, der ee abts Hünbrechten 3 Schwester, mit namen Dietbergam; nun aus böser lieb,so er hett zu seinem schlafvveib, Waldraden mit namen, versucht er c , ob er ledig möcht werden von seiner haus- frawen Dietberga, rt und betrog den ertzbischofe zu Cölen, Günther, 1 und gelobt im, ob er in erlediget, so wollt er seines brfiders tochter nemen. Gun- tharinus rueft zu ime den ertz- bischove zu Trier, Tieganduni, 65 und samlet ain concilium zu Metz und stelten die kinigin inmitten. da kamen falsch geworben zeugen und über- wundten falschlich, verclagten umb den eebruch die kinigin. a nach taufen sinnlos und. h Karlman W. c er eingeschaltet aus \V. d Dietberga aus W statt Uietbergara in IL e Tiegendum W. 1 .S'. links Anm. 5. "■ S. oben 8. 65. 3 Hucbert von St. Maurice. 4 Günther (850-864). 6 Thietgaudus (847—868.) — 67 — J. Nu kum ich wider an die zwen brüder. Karolus a ' ward geteilt auf Franckreich, und das er und sein erben solten ,, konic- der Frantzosen sein, 40} ig wann bis auf die zeit sind die konig der Frantzosen dewtzsch gewesen. | das geschach nach abgang konig Karl , 2 der ein sun was des ersten und grossen keiser Karl. Ludwig wart zugeteilt Beim, Osterreich, Kärnten, b Krain, Steirmarch und etlich land mer, 3 und das er möcht haben konigklichn namen. also kam 0 Beim wider zu einem konig 29 ß9 oder hertzogen. dieser Ludwig hat vil streit verbracht mit den Winden und irm° fürsten Rascum, also genannt, und als er den uberbandt und in 0 DQn vencknuss bracht, lies er im s ®,8 die äugen ausstechen. 4 darnach als man zalt von Cristi gepurd 874 jar ist Ludbig 5 gestorben zu Frauckfurt und ward daselben begraben. a Karolo in J. in J. t im in J. b Karten 1 Karl IL, der Kahle (Calvus). — Vgl. Arnpeck A 8. 122. 2 Dieser Karl irar schon 811 gestorben. ' Vgl. Arnpeck A S. 122; B S. 24. 4 S. hiexu Riezler, / 8. 218 ff. — Vgl. Arnpeck A S. 122; B S. 24. 5 L/uawig der Deutsche, gest. 876, bestattet in Lorsch. — Die aus Otto übernommene falsche Zahl 874 bezieht sich dort auf Kaiser Ludwig IL, von deni am Anfange des betreffenden Absatzes die Bede ist. — Vgl. Arn- Peck A S. 122; B 8. 24. LT W. also ward die ee geschaiden, Otto 2,W,2ö und der kinigin buoss aufgesetzt, also nam er nachmals Waldradam, sein schlafweib, zu der ee, und ward der ertz- bischofe betrogen, und da das an den babst Nicolaum' kam, der schicket seine 1 legaten zu Lothario, ine zu strafen, die legaten wurden mit gab zerritt und richteten nichts aus, sonder sie aussredeten sich und b sprachen, sie netten im gantzen reich nit ainen gefunden, der die canones oder gaistliche gesatz verstuende, die zwen Otto 230,3.1 bischofe, da sie gen Rom kamen im fusstapfen nach den legaten, wurden abgesetzt, und da c sie lang arbaiten umb widerbringen Lotharii, ellendiglich stürben sie am letsten in Italia, doch zugeben, das sie aiosten, wie ander laien gespeist werden, möchten das sacrament em- pfahen. aber Lotharius nach maniger ermanung, nach zer- brechung seiner trew und ge- lubdnus, so er gethon hett in gegenwirtigkait der römischen kirchen, ward er am letsten von dem babst beraubt der Speisung des hailigen sacraments. Zu den zeiten samlet Otto 231,1 kaiser Ludwig sein ritterschaft wider die Saracen, die aus Affrica komen und verhergten die gegent Beneventanorum, a seine aus W statt seinen in H. b und fehlt W. c in der Handschr. das statt da. 1 Nikolaus I. (858 8671. — 68 J. Otto 282,0 Er lies drei sün: Karolomanus, Ludbig und Karo- lus ; a | die haben all drei nacheinander geherscht in Beirn- Otto 232,18 land [Bl. 47 b |. die teilten auch miteinander die land, die in ir vater Ludbig, konig in Beim, hett lassen. Karolomanus ward konig in Beim, er ward auch rom- Scripf. XFIfischer keiser, 1 | und er hett 366,11 vil lieb die stat Ötting, 2 dahin er auch bestät hat den stul Otto 232,82 des beirischen reichs. J und nach vil Überwindung und sig, und [nachdem er] sein land Beim gereicht 11 hett, traf in das paradis, und ward zu Ötting begraben mit königlicher zier und wirdigkeit. er lies aus einer edlen frawen, aber nicht eelich, mit namen Liutschwinda,einen sun, genant Arnolfus, den er als aus dem Ursprung nent nach dem heiligen sand Arnolfen 3 . Otto 232,37 Und alspald Ludbig 4 vernam, das sein bruder Karolomanus tod was, kam er in diehaubtstat Begenspurg und macht im all hern underthenig des landes a Karolo in .1. b gereicht: über ein ausgestrichenen geweitert geschrieben. 1 Verwechselung Karlmanns mit seinem Bruder Karl dem Dicken. — Vgl. Ampeck A S. 123; B S. 24. - S. hiexu Hund-Gewold, III S. 40 ff. — Vgl. Arnpeck A S. 123; B S. 24. 3 Quelle: Ouem de beati Arnolfi nomine,tanquam Karolorum, origine, Arnolfum voeaverat. 4 Ludwig III. — V(jl. Arnpeck A S. 123; B S. 24. E W. und fordert umb hilf seinen [131. 26 a ] bruder Lotharium, der seiner boshait halben die pein umb die schuld wol zalet, wann aus ungewonlicher hitz, auch von kälte verlor er vil volcks von seinem heer. nach- 0- 2"' dem kam er gen Rom und ward von dem babst Adriano, 1 welicher babst Ad rianus Nicoiao nachkam in der bapstei, gar ersamigelich empfangen, und erlernet von im, ob er der ermanung und geboten" seines vorfordern Nicolai underthenig und gehorsam were. 1 ' und da Lotharius fälschlich bestettet alle ding, so ime aufgesetzt waren, 0 mit allen fürsten, so mit im komen waren, d gab im der babst auf zeugknus seiner trew das sacrament und allen denen, die ime zugehorten. ,<; man sagt, da er wider haim- °- - kert, das alle, die mit falschem hertzen und vermailigter gewissen zum sacrament waren gangen, in jarszeit seien gestorben, er ward auch under- wegen mit kranckhait gestraft 4 1 Jr I* und starb zii Placentz in der stat. Der dritt bruder, der ge- i ' nant was Carolus, 2 [dem] ge- fuel die provintz in Pranckreich ^ gegen orientwertz; der Hess 0- » erbieten W, b in W sinnlos : underthänig war ungehorsam. c war W. d worden W. 1 Hadrian II. (867—872). 2 Er starb 863 ohne ehliche Nachkommen ; Ludwig der Stammler (Baibus) war dar Sohn Karls des Kahlen- Vgl. xu dem Irrtum auch oben die Stammtafel IL 69 «3,13 J. und regirt da das land Beim und begabt Arnolden mit dem hertzogtumb in Kärnten* und mit dem geschlos Mospurg. 1 Und als der jetzgedacht Ludbig auch gestorben was, ward der drit bruder Karolus b von dem babst Johanns dem 8. gekrönet zu keiser. 2 Zu der zeit überzögen die heiden das reich bei dem Rein und tetten darin gross schaden mit rawb und prant. do schicktn die fürsten zu im, das er kam und das land be- schirmbt vor den heidn. der keiser Kftrolus 0 beruft zu im die Lamparter, Saxsen, Beim, Swaben und [Bl. 48 a ] Franckn, und er kam mit einem grossem volck und fand die veindt Cristi in dem land. und damit er frid macht und den ge- lawben mert und plut ver- giessen der menschen vermit, gab er seins bnider Lothari tochter, fraw Gisla, irm konig, genannt Gotfrid, zu gemahl, und das land Frisia ward damit bekert zu dem gelawben. 3 er hueb auch den konig selb a us der tawf. | dieser keiser Karl ward genant der dritt a Vor Kärnten steht in J ausgestrichen Beim. » Karolo in J. wie in b. l ßiezler, I S. 226 ff. — Vgl. Ampeck A S. 122; B S. 24. Q ' Vgl. Arnpeck A S. 124; B „ * Vgl. Arnpeck A S. 124; B S. 25. H W. ainen sone, was genant Baibus, der a listbet. Nun ist zusagen von den kindern hertzog Ludwigs in Bairn; der liess auch drei söne: Ludwigen, Carolum und Caro- lomannum. Ludwigen gefuel Sachsen und Tbüringen, ligt begraben zu Franckfort, 1 Carolo gefuel Franckreich, 2 starb im dreitzehenden jar seines re- giments; Carolomanno gefuel Bairn,und ward römischer kaiser nach seines vaters bruders tod. 3 Der Carolus fuel in ainem Kghf. 414,11 bösen argkwon gegen seiner frawen , die genant was Rich- arda, das sie ir ee solt zerbrochen haben, also bezeugt sie ir Unschuld und gieng durch ain gros feur gantz un- verseert. darnach wolt sie Kghf. 414,17 nit mer zu irem gemahel, dem kaiser, und bawet ain closter, genant Teilhaim in Strass- burgor bistumb, in welchem closter sie hailig und selig starb. b 4 darin begeet man der a Baibus, der fehlt W. b und heillig und seilig starb si in dem closter, und begeet man etc. W. 1 Ludwig wurde an der Seile seines Vaters bestattet in der Kirche zu Lorsch. 2 Karl der Dicke, verwechselt mit Karl dem Kahlen. 8 Karlmann, verwechselt mit Karl dem Dicken. 4 S. hiezu Dümmler, Qesch. des ostfränkischen Reiches II, > Nach Saltzburg kommt in II W ein in J in anderer Fassung weiter oben (S. 72, 5 12) stehender Satz: und bot vil heb zu dem closter sanet Haimeran zu Regenspurg, welches er auch weiter bawet und gab dartzu den leichnam Diomsij. c es frassen 80' De dio loiss zu tod d seins reicus — i,u ^ 2 - f clllt H w - * Er ward begraben in das kloster s. Haimeran ; etlich sprechen, er sei begraben zu alten Oting bei seinem vater, und als Otto setzt in seiner chronica, so war kaiser Arnolph nit eelich goborn. f Die drei söne des r - k. A. sinngemäss ergänzt aus II W. Dort heisst es abweichend von J: oj. ?ie vier söne des römischen kaisers Arnolphi: Kndebaldns ward erschlagen "i einem streit von dreien grafen in Mcrhern, als Otto setzt. Ludwig w ard römischer kinig, Arnolph ward hertzog in Bahn, Wernher ward Pfaltzgrafe und grafe zu Scheirn. 1 Vgl. Konrads Chron. Sahir, in Man. Germ., Script. XVII S. 620; 4n C p deutsche Scheyrcr Chron. bei Ilefner S. ISO. — Die Notiz von der u Ib'bauung der Burg Scheuern durch Kaiser Arnulf ist bekanntlich eine Fabel; schon Arnpeck A S. 135 bezeichnet sie als opinionem suspeetam. 8 Auch dies ist unrichtig. — Vgl. Arnpeck A S. 127; B S. 26. 3 Vgl. Arnpeck A S. 127; B S. 26. Ar * Vgl. Arnpeck A S. 127; B S. 26, 27. 8 S. bei Hirsch, /. c. I, S. 417 den Excurs: „Ucbcr die Grabstätte u nd den Todestag Kaiser Arnulfs". - Vgl. Arnpeck A S. 128; B S. 27. „ " Arnulf hinterlicss von seiner Gemahlin Outa einen Sohn, den rfnfy Ludwig; ausserdem hatte er noch zwei uneheliche Söhne, Zwentibold u nd Katold. — Dass Arnulf und Werner Söhne des Kaiser gewesen, ist 11 — 74 — Andr. 612,42 Arnold und Beniner; so meinen etlich, das Conradus, der landgraf von Hessen, 1 auch sein sun gewesen sei. a Andr. 613,2 Ludbig ererbt das romisch reich. Arnold besass das Andr. 614,10 hertzogtumb in Beim, Bernher wardt graf zu Scheirn. 1 ' | *so setzn auch vil ander, das er auch pfaltzgraf bei Rein gewesen ; "> sei, 2 aber ich hab des noch kein warheit erlangen mögen, und als ich mein, so ist er gross graf gewesen des landes zu Beim und genant pfaltzgraf zu Scheirn oder Widelspach. aber als Otto de Freising setzt in seiner kronicken im 6. buech und am 15. capitel, so war Arnold und Bernher nicht keiser 10 Otto 235,36 Arnulfi sün gewesen. 3 und er spricht, das die Unger ainen streit mit ainem pairischen hertzog Leupold gehabt, der bard erschlagen, ain fater Arnold. | ist nun Lepold ain fater gebessen hertzog Arnold, so ist er auch ain fater graf Bernher von Scheiren, von dem unser heren hie sind, o, du hoch gopreister 15 fürst Otto de Freising, mir tzimbt nicht dir bidortzusprechen, » In II W heissi es statt dessen: Da entspringt ain grosse irrung. bischoffe von Freising setzt in seiner chronica im achten buch (soll heissen im VI.}, das der vorgedacht kaiser Arnolphus zwen si'me gehabt hab, das ist Endebaldum und Ludwigen, und setzt darnach, daa etlich sprechen, Cunradus, 20 der landgraf von Hessen, sei auch sein son gewesen, so sprechen auch etlich, er sei auch ain son gewesen kinig Ludwigs, und verschweigen hertzog Arnolden und seines brudern Wernhers an disem end, und schreibt doch an andern enden von dem jetztgedachten hertzog Arnolden, nemlich so spricht er in dem vorgedachten buch [Hl. 27 b ] am vierzohenden capitel 2o (soll heissen im 15.): Leoboldus, hertzog in Bairn, ain vatter hertzogs Arnoldi, ward von den Hungarn erschlagen, er setzt .auch in etlichen andern capitoln mer von hertzog Arnolden, als hernach gesagt wirt. nun setzen all ander histori bei den hohen und nidern stiften in Bairnland, die da sagen von disem geschlecht, sprechen, das der obgedacht Ludwig 30 und hertzog Arnold von Bairn, auch graf Wernher von Scheirn des vorgedachten kaiser Arnolfs sone gewesen seien, denen ich auch nachvolgen will mit discr histori und die sipschaft der fursten darauf gesetzt hab. '' Alles nun Folgende bis 7o,!J fehlt II W. unrichtig, doch schreibt Ebran dies seiner Quelle willig nach, weil er io dadurch auf einfache Weise den Zusammenhang der Grafen von Sehegern und damit der Willelsbacher mit den Karolingern darthun kann. — Vgl. Arnpeck A S, 135; B S. 27; die aus einem Gewoldschen Codex angeführte Notiz, bei Kockinger, l. c. 1, S. 51, die sieh auf diese genealo- gischen Fragen bezieht, ist wohl, tvie auch die nächsten riätze bis *W*" den Worten „und als ich main", aus Ebran entnommen, wenigstens ist sie identisch mit unserem Text. ' Konrad von Franken, der nachmalige König Konrad 1. • Z. B. Andreas S. 614, 12 und du deutsche Scheyrcr Chron- S. 190. ia :! Vgl. Arnpeck A S. 134 ff., wo ausser anderem die Behauptung, dass Herzog Arnulf und Werner Söhne Kaiser Arnulfs gewesen, als opini° erronca bezeichnet wird. — 75 — ich bils befolcben den beissern; aber fll barer antzaigen seind, dadurch man erkenen mag, das die tzbon prüder, hertzog Arnold und graf Bern her von Scheiron, kaisser Arnolfi sün gebessen, als man fint in irer istori. 1 * 5 *Arnoldus und Bernher haben gehabt zwo Schwester zu Andr. 614,6 eelichen gemahln, Angnesen und Beatrix, des konigs von Hungern töchter; die empfingen den heiligen gelawben durch die heilign tawf in Beirnlande. 2 * Ludwig, romischer konig, regirt allein in dewtzschen Kghf. 116,6 1 0landn. a bei des konigs Zeiten ward das reich 1 ' in zwei teil geteilt, das wert bis auf den grossen keiser Otten den ersten, 0 dann die Romer erhuoben einen [Bl. 50''] man,' 1 was genant Weringaringer, 0 der regirt Italilande f in keiserlichem namen, und wolten den Ludbig, romischen konig, nit haben zu einem* *5 keiser. und geschach darumb, das die Dewtzschen und Kghf. 416,10 Frantzosen den Römern nit, zu hilf komen, da' 1 sie die Lam- parter überzogen betten. Ludbig understundt sich das reich 1 Kghf. 416,21 wider zusamen zu k bringen und fuer mit grosser macht in welische lande und betzwang etlich stet, in dem ward er mit 20untrew hingeben und gefangen zu Bern, 1 und die Romer stachen im die äugen aus und schickten in wider heim in Almania. 3 er starb darnach kiirtzlich und ward zu Regens- Andr. 617,8 purg in sand Heimrans kloster begraben mitten im köre. 4 Etlich sprechen, das die sipp keiser Karls" 1 geschlachts Otto 235,38 2| j end genomen hab mit konig Ludbigs" tode," aber vil ander ßioinon nicht, sonder die lierschung des koisertumb hat mit a Der Absatz beginnt in II W: Ludwig, der römisch kinig, regieret sechs J ar und allain in teutschen landen. b das römisch reich II W. c des ersten fehlt II W. " keiser Karls aas II W 8 fott keisers Karl in J. » könig Ludbigs aus II W statt konigs Ludbig in J. n ''lach, tode in II IV: das mag mit der warhait nit bestecn, aber die • J5 oerrschung etc. v . ' Nämlich, in der deutschen Scheyrer Chronik. Vgl. Leidinger, Voit Arnpeck S. 80. ,, 2 strit, das vil menschen plut unnutzlieh möcht vergossen werden," 1 und darumb begert er allein zu hertzog Arnolden zekomen. das ward also von baiden teilen aufgenomen. do red konig Heinrich mit vil senftmutigen Worten mit hertzog Arnolden und sprach, er wer von einer gemeinen sambung 10 gefordert zu einem 0 romischen konig, das doch nit gesein möcht an sondere genad und Schickung des almcchtigen gotz- und ob er also erfodert wer worden, er wolt der erst gewesen sein, der seinen willen darein geben hott/ und mit v il verheislichn Worten uberredt konig Heinrich hertzog Arnolden, 15 das er seinen willen auch darzu gab, doch mit der under- scheid, das im konig Heinrich nachgab und bestätt, das er alle bistumb und gotzgab im land zu Beim zuverleihen hiet. g * * Dieser konig Heinrich lies drei sün, das ist Bruno, Kghf. 419.31 Otto und Heinrich. Bru- |B1. 52 a ] no ward bischof zu Kolen 20 und ist der erst gewesen, | der sich schraib hertzog zu Besfal. 1 ' | a darumb er dann belogt ward in der stat E. von kinig H. II W. Heinrich ain weiser, guetiger fürst II W. c wie er mit II W. das nit vil menschen bluts möcht unnutzlich vergossen werden qk^ W- ° einem aus IL f der seinen willen darzu geben wolt 11 W, ' g Hier slcld am Bande von Ebrans Hand gesehrieben: Tzv den tzeiten künig Hainrich bard das reich vbertzogen mit grosser macht von den haiden. v 'id in nöten des streit gelobt der künig zv ballen zv vnsscr fraven gotzhavs Mavrkirchen, ban in der tzeit gros tzaien da geschachen von der mveter gotz, die im aveh tzv hilf kam in dem streit, das er gesigt. ynd tzv ainer obigen godachnvs lie er sich, bie er in dem streit gebessen has, aveh seinen havbtman, ain herr des devvtzen orden, avfmachen in dein gotzhavs, als er gelobt het. etlich sprechen, er sei aveh hertzog in Pairen gebessen. h Hier ist von Ebrans Hand an den Rand og geschrieben: Disser pischolf Pruno hat das klostcr sand l'anttanus (soll heiasen: Pantaleonis) tzv Küllen gestift, er hat aveh sant reters stab Sein Kollen pracht. 1 S. hiexu Waitz, Jahrb. des d. Reiches unter Heinrieh I (Neue Bearbeitung) S. 54. — Was die in der Variante tj stehende Xotix betrifft, 40 *n s P riclli die älteste Sage von Herzog Heinrich von Bayern und der Ungarmchlacht im Jahre '.1-18. Eine in der Kirche xu, Maurkirchen sich ßndende Gedenktafel aus dem XVII. Jhdt. dagegen nimmt bcxug auf König Heinrich I. und seinen Heerführer Raboto. — Eine schlechte Abbildung «gr beiden Statuen in Eaders Bavaria saneta, Bd. I S. 164. — Die alten \KltT x f l 3urcn sind abhanden gekommen und durch solche von Ton ersetzt. »ighart, Gesch. der bildenden Künste im Königreich Bayern (München 1862) S- 121. _ Ebran hat die alten Statuen in der Kirche xu Maurkirclun w °hl selbst i/eseMn, vielleicht auch eine frühere, nun ebenfalls verloren gegangene entsprechende Inschriftentafel. — Vgl, Avcntin (Riexlers Ausg.), UI S. 8. — 78 — Kghf. 419,31 darnach ward er babst, genant Gregorius der fünft." Otto ward hertzog in Saxsen und darnach keisor, Heinrich ward hertzog in Beirn. a * Andr. 615,36 Der Arnold wirt gemeincklich gesetzt fur einen tirannen, darumb das er der pfaffheit vil schaden und unrecht getan") hat. er macbt vil gotzhewser öde, die sein vorfordern mit grosser zirheit begabt hetten, und er nam das gut und gab es den laien, darumb in sand Ulrich, bischof zu Augspurg, oft gestraft hett, der in auch aus der tauf gehebt het, aber er volgt im nicht, der lieb heilig bischof het im ein genannte 10 zeit erbeten von got, darin er sein sund gepust sollt haben, und do der tag kam, darauf im das zil gesetzt was von sand Ulrich, do veracht er die leer des wirdigen diener gottes, und do er gesundt was und sein nit getrawt, do kam der tewfel und erburgt in eines jämerlichen todes, und ward begraben 15 zu Kegenspurg in dem kloster. do setzen etlich, das der tewfel komen sei mit vil ungestümkeit, das die munich in [Bl. 52 b J dem kloster nit nie mochten gehaben und mfisten die leich wider ausgraben aus dem geweichten erdrich.'-' Hertzog Arnold lies nicht mer leiblicher erben dann 20 ein tochter,'' 3 die wardt vermähelt einem hertzogen von » Dieser Absatz fehlt hier TT W. S. unten S. 7.9, V/ir. a. h Hier heisst es ausführlicher in H W: Hertzog Arnold liesa nicht mer leiplicher erben, dann fravven Adelliaidis; die ward vermehrt 25 zu hertzog Heinriehen zu Hachsen, davon vor auch gesagt ist; aber als bruder Andre von sanet Mangen zu Regenspurg setzt in seiner histon, die er gesamlet hat, so wer fraw Adelhaidis ain muter gewesen kaiser Heinrichs, das dermassen nit wol bosteeu mag der vil jat halb, so sich von hertzog Arnold und seinem bruder, graf Wernhor, vorlofTen haben bis .jq auf kaiser Ütten den ersten, mit dem grafe Wernher gekriegt hat out hilf der HUngarn, aber als etlich mainen, so sei fraw Adelhaidis a ,n gernahel gewesen kaiser Otten des ersten, und zu der zeit, als hertzog Arnold mit kinig Heinrichen gericht ward, haben sie ire kind zusamen vermähelt, den vorgenannten kaiser Otten und frawen Adelhaidis. n un ;j5 hab ich die mittelmass für mich genomen und gesetzt, so lang, bis ich die warhait erfaren mag, als ich main, es soll zu Magdcnburg oder Zu Braunschweig gefunden werden in Sachsenland. 1 Hier toird Bruno, der Bruder Ottos /., verwechselt mit Bruno, de" 1 ,^ Sohn des Herzogs Otto von Kämthcn, der am 3. Mai 996 zum PaP ste geweiht uurde und sieh Gregor V. nannte. 2 liier hat Ebran seine Vorlage etwas gemildert; die dort vorkommende Stelle, die davon spricht, dass der aus dem Grabe genommen® Leichnam des Herzogs vom Teufel in den See bei Schcyern entführt worden ^ sei, mochte er nicht nachschreiben. —Arnpeck A S. 138, 141 ff.; B S.28/J- n Arnulf hinterliess vier Söhne (Eberhard, Arnulf Hermann und Ludwig) sowie xwei Töchter (Judith und Adelhaid). — Andrea**, dessen Chronik Ebran liier benutzt, nimmt an, Arnulfs Tochter s6% — 79 - Saxsen, als vor auch gesagt ist. 1 und do im hertzog Arnold Vgl. Andreas tod was, do kom konig Otto und Heinrich, sein bruder, und 614,13 nomen das land zu Beim ein als ir erib muterhalben, und als es hertzog Arnold auch vor bei seinem leben geordent het. a 5 dawider was graf Bernher von Scheirn, und er meint, b er V<ß. Andreas solt das furstentumb besitzen als der nagst mündlich erib. 618,13 graf Bernher fuer ab gein Hungern und bracht mit im Vgl, Andreas gar ein gross unzallich volck und nam das land Beim 617ßts auch ein und zoch bis an den Lech. 2 dasselben ward 10 gar hertigklichen mit den Hungern gestritten durch konig Otto, 0 als hernach bei demselben konig d Otton nier davon a Der Passus: Und do im hertzog Arnold — geordent het lautet II W: _ Da nun hertzog Arnold tod was und seiner tochter sün, die hertzogen von 15 Sachsen, Otto und Heinrich, das land zu Bairn eingenomen als ir niuetorlieh erb, als es dann hertzog Arnold vor hei seinem leben geordnet hett, darwider Was graf Wernher etc. ü dann er maint II. c gestritten durch sanet Ulrich, bischoven zu Augspurg, und kinig Otto II W. <• bei demselben kaiser mer davon gesagt wirt. II W. — Darauf fahren diese Tland- 20 Schriften fort: Fraw Adelhaidis, ain tochter hertzog Arnolds zu Bairen und ain gcmahel des römischen kinig Heinrichs des ersten, der genant Wirt der voglor, darumb das er ain waidman was oder gern vogel fieng. "nd als Otto von Freising setzt in seiner chronica, (S. 237), so seind die Haunen bei des kinigs zeiten gefaren in Sachsen, da begegnet inen *5 kinig Heinrich und legt ain gross beer darnider, und er liess den titel des Streits zu Mörsbeck in die kirchen aufschreiben, der jetztgedacht kinig Heinrich, am geschlecht ain hertzog von Sachsen, samlet gar grosso ritterschaft und wolt faren gen Born und kaiser worden, da . 8tfl rt> er auf der Romfart |Kgh. 419,9]. darumb wirt Heinrich viel gesetzt oU als kaiser, des er aber nit was und mit der warhait nit bosteen mag, dann von Arnolphen tod bis auf kaiser Otten den ersten ist kain kaiser gewesen, der Otto bracht das reich wider zusamen, das sich getailt nett in zwen tail, als dann hernach mer davon gesagt wirt in desselben Kaiser Otten histori. die edel kinigin fraw Adelhaidis ist stiftorin des öö closters Kngelburg, ein samung der junckfrawen, und dabei ain stifterin der chorhorrn Quitilingenburgk. fraw Adelhaidis «ebar drei sön bei irem goniahel, dein vorgedachten kinig Heinrich, das ist Primus, [Prunus], Otto und a n Herzog Otto von Sachsen, der der Vater Heinrichs L, von Bayern gewesen 40i 6 *' rcrmä hlt gewesen; ferner meint er, d,ass diese Tochter Adelhaid ge- wissen, und gibt dadurch auch noch Anlass zur Verwechselung derselben "fit Adelhaid, der zweiten Gemahlin Ottos des Grossen. Ebran nennt *« Tochter Arnulfs in II W ebenfalls Adelhaid, bezeichnet aber als ihren Gemahl den König Heinrich, L, Ottos des Grossen Vater; in J ^Jedoch will er vorsichtiger sein und verschweigt, um wenigstem keinen Fehler zu begehen, sowohl ihren Namen als den ihres Mannes; er sagt daher nur: die wardt vermiihclt einem hertzogen von Sachsen. — Vgl. Arnpeck A S. 143. 1 S. oben S. 76. r ft . 2 In Wirklichkeit Berthold, ein Sohn des Pfah.grafen Arnulf, "nickt des Herzogs Arnulf. S. über seine Parteinahme für die Ungarn Nuschberg, /. c. S. 170; 172. Vgl. Arnpeck A S. 151; B S. 32. — 80 — gesagt wirdt, a *[undj als vor gesagt ist, das graf Bernher von Scheirn das land zu Bairn auch het ingenoraen mit hilf der Hungern.* [Bl. 53 a ] Do ruft hertzog Heinrich von Beim zu seinem bruder konig Otten umb hilf, der kam aus Saxson und wenig 5 mit im nam er b der Saxsen, als die ander histori bischof Ottos 51 sagt, wann sie dieselben zeit einen streit hetten' 1 mit den Beliehnen, und dem 0 konig zoch gros volck zue aus Andr. 617,39 Franckreich, Swaben und Beim, und mit hilf dos andechtigen gebets zu got sand Ulrichs, bischof zu Augspurg/ ward gar 10 mächtigklich gestritten mit den Hungern auf dem Lechveldt, und der sig kert sich zu den cristen; das erbarb sand Ulrich von got, *wann das andechtig gebott hilft mer zu dem streit dann alle waffen, * g und die beiden wurden flüchtig, in dem streit ward erschlagen hertzog Conrad von Swaben 2 und 15 Diepoldus, saud Ulrichs bruder, ein graf von Tiligen, 11 und mit Andr. 618,5 hn 1 vil cristenmenschen. und was der Hungern gefangen wurden, die lies konig Ott an galgen hengon. graff Bernher Otto 238,5 von Scheirn floch ab gein Hungern, do ward er erschlagen als einer, der sie gefärlich verfürt biet. 20 Kghf. 410,16 Der Otto ward genant der erst und der gross, darumb das er als gross tat k geubet hat. er zwang welische land mit dem streit und bracht das reich wider zusumen, das sich geteilt hett in zwei teil.' 1 er fing auch [Bl. 53''] den letztn Heinrich, die selig fraw Adelhaidis ward begraben in dem closter Salso, 25 das gelegen ist am Khcin, und sie wirt gehalten für hailig. [Kgh. 421,12, 750,13]. die drei sön kinig Heinrichs und frawen Adelhaidis: Trunus ward bischof zu Cölen und ist der erst bischovo (Bl. 29 b ), der sich schrib hertzog zu Westphal. er ward darnach babst, genant Gregorius der fünft. Otto ward hertzog in Saxen, und er ward römischer kaiser, 30 Heinrich ward hertzog in Bairn. das was wider grafe Wernher von Scheirn; der maint, es solt das fürstenthnmb Bairn auf ine fallen und dasselb als der manlieh erb besitzen, diser graf Wernher fuor ab gen Hungarn und bracht mit ime gar ain gros unzalbars volck und nam das land auch ein und zoch bis an den Lech, als hiovor im andern 35 capitel auch gesagt ist. * und als vor gesagt ist — mit hilf der Ungarn fehlt II W. i> er fehlt II W. * bischof Ottos nach II W (bischof Ottonis, Ottens) statt bischofs Otto in ,1. d gehabt hetten H, hatten gehabt W. <> aber dem II. ( und mit hilf sanet Ulrich», bischoffen zu A. II W. n wann das andechtig geb. — alle waffen 40 fehlt II W. i> Di Hingen (Tillingen) H W. ' inen //. k ain grosse that IL 1 S. die Einleitunu 8. LXIII. — Vgl. Arnpeck A S. 146; B S. 31. '' Die fehlerhafte Bezeichnung „von Swaben" steht nicht in der Quelle. 3 Vgl. oben 8. 75. — 81 — Werüngari,"' der da regirt ltalia b in keiserlichem namen, und Andr. 018,29 schickt den gefangen in Beirnland auf ein burgk, genant Pabenberg, do must er in vancknuss sterben. 2 *derselb Kgh.f 419,1 itzgedacht letzte Berüngari und sein sun Albertus hat geregirt 5 11 jar. er ubernara ser die lewt in Italia, des im widerstandt Kijhf. 419,2 die edl, frumb fraw Adelheidis, die innhett und besas die stat Pafia, ir morgengab; darumb fing er sie und legt sie in liert vancknusse und gab damit den landtlewten ursach, das sie den vorgedachten konig Otten erforderten, der kam mit 10 grosser macht und erledigt die frawen aus vencknuss | und nam sie zu der ee anno domini 952 jar >und het hochzeit Kghf. 119,29 zu Pafia und fing Berüngari, als vor gesagt ist. aus diesem handel kam Otto zu dieser kaiserlichen krön. B * der keiser Andr. 619,4 Otto kriegt 14 jar d wider den hertzogen von Beheitn und legt !5das landt vast öd, darumb das derselb hertzoge sand Wentzla, seinen bruder, getödt hett. 8 Der keiser Otto setzt babst Johannem den 12. ab 4 von Kghf. 420,2 dem babstlichen stüel, e darumb das er als ein pös, ungefürtz leben fürt, und setzt babst Leo den achten. 5 und do der keiser Kghf. 420,6 20 aus Italia kam, [Bl. 54 a ] da stiessen die Römer babst Leo ab und setzten Benedictum den fünften ; r> der was anderhalb jar Kghf. 548,27 babst. do für der keiser wider gein Rom und fing den Benedictum und erburgt in 7 und setzt Leo wider an sein f wirdigkheit. nach babst Leo ward babst Johannes der 13. K 8 ; den babst fingen Kghf. 519,22 25 die Römer und schickten in gefangen gein 1 ' Campanien. do bier keiser Otto aber gein Rom und fing den potistat und vil der' Römer und lies sie an die k galgen nahen, 1 und er setzt den babst" 1 wider an sein wirdigkheit." ■ Bcringerum, Beringer II W. b in Italia II W. o Der ganxe d0 Passus : derselb itzgedacht letzte B. — zu dieser kaiserlichen krön fehlt II W. in II. ' der fehlt LT. * die fehlt H W. ' hencken // W. m er setzt Leo II. " in sein w. II. ' Bcreni/ar 11. '*' Im Jahre 966. '■' Im Jahre 9J5 halle Boleslaw von Böhmen seinen Bruder Wcnxel er mordet und die Verbindung mit Deutschland gelöst; erst 950 wurde er ,Jl tn öliisez Otten. :i er regirt 38 jar 1 und [_B1. 54 b ] ward nach Kijhf. 421,9 seinem tod begraben zu Meidburg, 8 das bistumb' 1 er auch Andr. 619,12 gestift hat. und er lies einen sun, was genant Otto der rod. Kijhf. lis,27 Und von keiser Arnolfi tod bis auf den itzgedachten >° keiser Otten regirten in Italia vier konig, die all genant waren Weringari und ein Lotharius. 1 | aber die fünf konig oder herscher werden nit gesetzt in die zal der römischen konig in Vgl. Andreas G-ermani, dergeleichon so werden die drei konig Ludbig der ' dritt und k Konrad und Heinrich, die ersten der namen, auch 20 nit gesetzt in die zal der konig in Italia. hertzog Heinrich Andr. 614,31 von Beim, ein bruder des vorgedachten keiser Otten, lies auch einen sun, was genant Heinrich Hetzl. 6 Keiser Otto des ersten Otten sun: er' eribt das reich Krjhf. 422,15 und besas Saxsen."' der keiser ward genant der rod. zu den 25 Zeiten furn die beiden über mere in Lamparten für die stat Mayland. also zoch keiser Ott mit grosser macht zu den veindten und streit" einen herten streit mit in, do wurden die Walhen fluchtig und der Tewtzschen vil erschlagen. 0 a vertriebne herzogin // W. >> von Wildenseen IL c Ernestus 3" aus II statt Ernesto in J. d des walds auf dem Norea ain michel- tail II c in Ö. // W. t haubtleuten oder pflegern II W. e z u Magdenburg begraben II. h welches bistumb //. ' Lotharius oms H statt Lotharis in J. k und fehlt IL ' er fehlt IL m Band- bemerkung von Ebrans Hand: disscr Otto bard gokrent von seinem •' fater in kindes alter tzv remischem kvng. " und het // W. 1 Die Quellen nennen hier Otto IL 2 Hier seheint Eliran neben Andreas aueh die bei Freyberg, Sammlung historischer Schriften und Urkunden, Bd. II (1828) S. 459 ff. gedruckt" Kastler Reim- Chronik benutzt xu haben, wo S. 4(13 von der Stiftung von Kastl, ■ 479 von der von Perehtoldsgadcn die Rede ist. — Vgl. Arnpeck B S. 33. •'' S. oben S. 62. 4 Otto : 37. regni suo anno . . . diem ultimum clausit. '• Vgl. Arnpeck A S. 154; B S. 32. tf e Diese Stelle scheint, wie wörtliche Anklänge verraten, eine Verstümmelung der Notiz bei Königshofen 422,13 xu sein, wo die Rede W f von der Schlacht bei Cotrone. — 83 — Zu [BL 55 a ] des keisers zeiten liottcn die Eömer gar Andr. 619,12 vi] krieg und auflewf in der stat zu Rom. nu hett der keisor mer dann einmal f'rid gemacht zwischen den Römern, der frid ward aber nit gehalten. a also fuer der keiser aber 5gein Rom und macht gar ein grosse Wirtschaft und lued die pesten Römer all. und do iderman zu tisch gesessen was, do stund der keiser wider auf von seinem tisch und begert, das man im die all nennen sollt, die den frid als oft b zerbrochen betten, do wurden vil mächtiger Römer von den tischn 10 aufgebebt 0 und für den keiser gefurt. der lies in ire hawbt abschlahen. darnach setzt sich der keiser zw tisch und tröst sein gest, das sie frölich wären und vast ässen. das ge- schach doch nit, dann die Römer waren also ser erschrocken. Zw des keisers zeiten was ein babst, genannt Johannes Kghf. 501,5 «5 der 16., 1 dem fetten die Römer vil schmacheit auf. darumb zoch er von in gen Tuschcan und schreib dem keiser umb hilf, und do die Römer das gowar worden, 11 da erschrocken sie und vielen dem babst zu fuessen und begerten genad von im, und wart ein guter frid zwischen des babst und der 20 Römer, der babst macht darnach vil köstlicher bücher. nach Kghf. S. 551, babst Johannes macht [Bl. 55 b ] keiser Otto den bischof von Jj'jy *j? g j 13 Kölen zi° babst, der seines vatern bruder was, 2 der ward genannt Gregorius der fünft, dawider machten die Römer einen babst, was genant Johannes der 17.' ! also für keiser Kghf. 551,17, Otto aber 0 gein Rom und f fing Johannem und stach im die äugen aus und setzt seinen frundt wider an s sein wirdigkheit. Zu den zeiten setzt sich auch ein stat wider den keiser, genant Gapa, 1 ' gelegen zwischen Rom und Napels. also zoch der keiser für die stat und nött sie, 1 das sie die rinckmawrn 30 alle muesten niderlegen. 1 ' 1 darnach lies der keiser zwen starck turn pawen für die stat und lies sein pildnus darein 1 hawen » aber der frid ward nit gehalten H W. b als oft fehlt II W. 0 aufgebebt von den tischen II W. A und da das die E. gewar .worden H W. » aber fehlt II W. f und fehlt IT. e in 11. 5h Oapa oder Bapa // W. ' und bezwang sie II. k niderlegen alda (da) II W. i daran H W. 1 Qcmeinl ist Johannes XV. (985 — 996). 2 Die gleiche Verwechselung wie oben S. TS. S. dort Anm. 1. Bruno wurde unter dem Namen Gregor V. am 3. Mai 996 xum Papst W gewühlt. 3 Johann XVI. (997- 998). * Der Inhalt dieses Absatxcs scheint die Wiedergabe einer mund- kcheriMitteilung xu sein, die dem Chronisten vielleicht gelegentlieh seiner Heise nach. Rom un( i Monte Gassino gemacht oder von jemand anderem, der a (iort war, xugebracht wurde. — 84 — Kalif. 422,8 nach seinem angesicht, *als man noch heut siecht."* der Andr. 6H),23 keiser Otto regirt L A2 jar,' und in sties 1 ' ein kranckheit an zu Eom und starb. 0 er ward' 1 begraben zu sand Peter, der ander Otto gepert den dritten Ottonem. Andr. Glf),27 Otto der dritt, ein sun des anderen Otten: [Bl. 56 a ] 5 Er eribt das römisch reich von seinem vatern. des keisers Otten hawsfraw was willig gegen" einem graten, das er loiplich unfug mit ir phlegen sollt, und do er solich übel nit thun wolt, do ward die keiserin sein ungenad habn f und kert des grafea frumkeit in übel und versagt in 10 gein dem keiser so vast, das im der keiser on verhorung das hawpt lies abschlahen. nun eines tags, do der keiser zu gericht sas und sein nit getraut, kam des graten witib und begert an den keiser gerichtes und pat zutragen, was der schuldig war, der einen menschen unrechtlich tödt. do sprach 15 der keiser: „wer der ist, der sol auch getöd werden." do sprach die witib: „keiser, du hast rechtlich geurteilt, aber du pist derselb, der meinen man hat heissen tödten von ver- sagens wegen deines gemahl". und do der keiser das also hört, do orschrack er g und gedacht in sich selber, was er 20 gethan nett, und gab der frawen gewalt über sich selber zu- straffen. do underkamen 1 ' das die bischof und fürsten, also das sie von der witib erburben frist zehen tag zuerfarn, darnach auf achtag, darnach auf 7 tag und zum vierdten auf G tag. in der zeit erfur der kaiser die warheit des handls, [Bl. 56 b ]'25 und er verprennt seinen gemahl, die keiserin, und löst sich selber mit vier vesten, 1 die er gab der vvitiben, k und sind gelegen im bistumb Lufensy und sind genannt 1 nach den tagen: die zehend,™ die acht, die sibent und" die sechst. 2 Kghf. 552,2 Zu den Zeiten was ein munich in Italia, der was als 3 geitig nach herschaftn 0 und nach guet, das er sich dem a als man — siecht (fehlend II W) von Ebrans Hand an den Bann geschrieben. '» da stiess in II. c das er starb //. d und ward // W. '•■ gegen fehlt II, mit einem gr. W. f da warf die kaiserin ain ungnad auf in IL f er seer // W. h underkamen a ^'" II W statt underkam in J. ' löset sich selbcrt vier vesten H "' k die er der wittib gab //. ' genambt //. "' die zehend [fehlend inJ) ergänxt aus II W. " und fehlt II W. <> nach der herrsebaft // "• ' Quelle: Otto der ander, des vorgenanten Otten sun, richsete m" ^ Otten, simo süne, 22 jor. 1 Vgl. Königshofen 8. 422,20. — S. über die Sage Grimm, Deutsche Sagen nro. 480 und Massmann, Kaiserchronik, III 10S4. - 85 - tewfl ergab; der gelobt im zu helfen, der munich und der towfl redent oft miteiander, und wart also vil kunst golcrt von dem tewfl, das der keiser Otto und der konig von Pranekreich sein schüler wurden und lernten die schwartzen 5 kunst von im. und der keiser half im, das er ein bischof ward, und darnach macht in der keiser babst. das ist Silvester, der ander des namen.' und da er also an die wirdigkeit was kumen, do fragt er den tewfl, wie lang er solt leben, do sprach der tewfl, als lang er wolt, doch also, das er nit kam lOgein Jerusalem; do was der babst fro und gedacht, er wolt niniermer gein Jerusalem farn. nu was ein kirchen zu Rom, die genant was Jerusalem, 2 do ging der babst auf ein zeit in der procession in dieselben kirchen und hielt [Bl. 57 a ] mess. do sach er, das vil tewfel kamen, und das er sterben Iß sollt, do erschrack er innigklichon von hertzen, doch ruft er gar" mit grosser vevr und andacht zu gott und zu allen heiligen; wie pöss er was gewesen, so wölt er doch nit verzagen an der milden barmliertzigkeit gottes, und er peicht sein sund vor allem volck und lies im abhawen seine b glider, 20 domit er dem tewfl hett gelobt und gedinet. dem babst wurden alle sein sund vergeben, als das in seiner legendt geschrieben stet. ;! Der keiser Otto der dritt nam den fursten von Beim die stat Eegenspurg und legt die zu dem reich und begnad «5sie mit ewiger froiheit; aber als c etlich ander meinen, so ist die gemelt stat an das reich geben worden durch den grossen keiser Karl zu. den Zeiten, als er hertzog Tassilonem von Beim absetzt von dem hertzogthumb und in ein kloster versties, als vor auch mer gesagt ist. 4 30 Der keiser Otto, als er begund alt und kranck werden, Kghf. 424,12 do betracht er, nachdem und er kein kind hett, das gros Ändr. 620,18 irrung orsteen möchten under [Bl. 57 h j den fiirsten umb das reich; darumb setzt er auf mit willen des babsts und der Römer, das furon' 1 kein kind das reich sollt erben von seinem 35 Vater, sonder es soll furpas alzeit ein römischer konig erweit a gar fehlt H W. b alle seine II W. c und als aber II W. hinfuran II. 1 Silvester II. (099 - 100:i). 40 2 Ecclesia sanetae Crucis, quae dicitur in Ilierusalem. " Vgl. Jansen Enikels Weltchronik, Mon. Genn., Deutsche Chron., III, ] - S. 434 ff. — S. daxu Döllinger, Die Papstfabeln des Mittelalters, II ''• 184. 4 Vgl. oben S. !SG. - 86 — werden zu einem künftigen keiser, und dieselben wal sollen Andr. 020,24 mit namen thun des reiche ambtlewt. und sind: a die ertz- bisehof Maintz, Triel, Kolen, pfaltzgraf bei Rein, hertzog zu Otto 241,8 Sachsen, marggrafe zu Brandenburg und der konig zu Beheim, das aber des konigs von Beheim nicht albeg not thut. 1 den h 5 keiser Otto nennt Otto de Freising 0 den ploichen todt der neiden, 2 | und regirt 18 jar und ward begraben zu Rom. 3 Andr. 014,37 Dieser hertzog Heinrich ward 4 auch genant Hetzel und Andr. 614,25 der gütig, ein sun hertzog Heinrichen von Beim, der ein bruder was des grossen Otten, und leit zu Regenspurg be-10 Andr. 614,38 graben zu sand Heimran. d und dieser Hetzel 0 ist ein vater des heiligen keiser Heinrich, der zw Bamberg begraben wardt. Andr. 621,8 [Bl. 58 a ] Heinrich, ein sun hertzog Heinrich Hetzl von Beyrn, ward erweit zu romischn konig 8 nach keiser Otten dem dritten und ist der erst gewesen, der von den kurfursten erweit 15 ward, das geschach, als man zalt nach Cristi gepurdt 1001 jar/' Andr. 621,13 Der keiser Heinrich der ander was ein guter crist und der geschrift wolgolert. er was auch gar diemütig 7 und dient gott f mit grossem vleis ; er tett auch viel guts an der cristenheit. er gab sein swester, frawen Geysel, dem beide- 20 nischen konig Steffan von Hungern und bekert in dornit zu cristenlichem gelawben. 8 etlich sprechen, die fraw Geysel sei sand Elspeten anfraw gewesen, der landgrafin von Türingen. Legende 155* Der keiser Heinrich lies ein grosse herfart rufen wider die Winden, die dannoch den gelawben nit hetten, und 25 a welche seind II. t> den nach II statt der in J. c Otto Frisingensis IL (1 in dem closter sanet Haimerans H W. e disscr JIctzel (fehlend H W) von Kbrans Sand zur Einschaltung an den Hand geschrieben. f dienet got tag und nacht II W. J Vgl. oben S. 03,3 und die Anmerkung hiezu. 30 2 Wieder unrichtige Wiedergabe der Quelle; es heisst dort: H" duo posteriores Ottones, quamvis brevitatis causa pauca de eis dixerimus, tarn feroces, tarn mirabilcs fuere, ut unus (Otto 11.) Pallida mors Sarraccnonim seu Sanguinarius, alter (Otto [II.) Mirabilia mundi diceretur. 3 Hier wird Otto III. wieder mit Otto Tl. verwechselt; der ersten 35 wurde bekanntlich in Achen bestattet. 4 Späte Anknüpfung an die Stelle S. 82, 21. 6 Vgl. Arnpeck A S. 157; B S. 33. " Die Wahl Heinrichs (durch die fränkischen, obcrlothringischen und bayerischen Grossen) erfolgte am 6. Juni 1002. *" ' Die Bezeichnung des Kaisers als „diemütig und der geschrift wolgelert" ist einer Legendensammlung: ,,Hie hebet an der Smnmertail der hailigon Leben" entnommen, die auch für das Meiste von Ebran über Heinrich und seine Gemahlin Kunigunde noch weiter Beigebrachte als Quelle _ dient. Dm von uns an den Rand gesetzten Zahlen 'beziehen sich 40 auf die Bämlersehe Ausgabe vom Jahre 1475. 8 Vgl. Arnpeck A 8. 159, B 33. — 87 — er giirt sand Adrianus, des martrer, swort umli nnd a zoeh zu den veindten, b und er schrei von hertzn und sprach die wort des David: „herr, rieht die, die mir schedlich sind! nim den harnasch und den schilt und kum mir zu hilf!" also ist 5 er eingangen in den streit, und er gesigt c und bekert die Winden damit zu cristenlichem gelawben. d dem keiser ward geoffent [Bl. 58 b ] von gott durch sein andächtigs gebet, das sand Georg und sand Lorentz bei im in dem streit gewesen warden und hetten im helfen streiten. 1 10 Der keiser Stift das bistumb zu Bamberg und begabt das mit Legende 15G b 40 tawsent gülden gelts jarlicher gült. 2 und do das münster gar Legende 159* bereit ward, do kam babst Benedictus und weicht das münster. 3 er rieht auch wider auf das erstört bistumb Hildesheim und Legende 155* macht sand Gothart bischoff dasclbcn. 1 er reicht auch vast c die 15bistumb Meidburg, Straspurg s und Saltzburg. demselben' stift gab er das erdrich mit allen gutaten, das genannt wirt im Lungaw, und dartzu vil mor urber. ,; er lies auch vil öder und brocher klöster widerumbon 8 pa&en in Beirnland, 7 die der pös hertzog Arnold und die Honnen erstört hetten, und er begabt die 20 klöster mit grossem gut. *Dieser gütig keiser was mit swerer kranckheit, dem gries Vgl.Lcg. 158 b und stein, beladen. 1 ' nun begab sich, das er auf ein zeit in das closter sand Benedicten kam, darinnen er begraben ist. dasselb klöster ist gelegen jhenhalb Rom zwo tagweit, genant mons Cassini. 1 ^>daselbs übet in die kranckheit gar swerlich, und zu der zeit, als der keiser in der nacht zu der -motten ging, da ruft er begierlich zu got und sand Benedicten in seinen grossen leiden, und da die kranckheit nachlies, da entschlief der » und fehlt II W. *> zu den Wenden IL c und hat gesigt IL d ° zu Christen glauben // W. « vast aus IL W statt vaa in J. f demselben aus IL statt denselben in J « widerumben fehlt II W. 1 Uic ganze Erzählung von c/er Krankheit und der Heilung des Kaisers fehlt II W und ist auch in J erst von der Hand des Schreibers nach- * 'Jetragen. ' Der Schreiber schrieb: genant N, Kbran schrieb darüber: a 5mon 8 Cassini. 1 Vgl. Arnpeck A S. 158. 3 Vgl. Arnpeck A S. 164 ff.; B S. 35. (In B: 4000 fl). 3 Das Münster wurde, im Jahre 1012 rollende! und am 6. Mai des 40 11 / " c ' s von c ^ cm Patriarchen Johann von Aquüeja geweiht. — Papst u Benedikt VIII. kam erst im Jahre 1020 nach Bamberg, wo er auf Ostern «*e neus Stephanskirche einweihte. — Vgl. Arnpeck A S. 170; B S. 35. 4 Ootlhard wurde Bischof ron Hildesheim im Jahre 1022. 6 S. hiexu Hegel in der Einleitung xu den Strassburger Chroniken 4*» St.-Ghron. VIII S. 16. 8 S. hiexu Hirsch, / S. 234. 7 S. hiexu Kiozler, / S. 430 ff. — 88 — keiser in der kirchen in einem stfil. da kam sand Benedict und namb im den stein aus seinem leib und legt im den stein in sein handt. und do der keiser erbacht, da danckt er got und sand Benedieten seiner gnaden, und er tet auch grosse opfer mit inniger andacht. 1 das zeichen wirt noch bis 5 auf hewtigen tag in dem gemelten closter gezeigt, als ich auch des warlich bericht worden bin in dem genanten closter. 2 * * Der kaiser nam dem closter Nansee fil ertrich und gab das dem stift Saltzpurgk, darumb in die munch pis auf heutigen tag hassen. a 8 * 10 Legende 156* Der keiser hett ein gomahl, was genant Kunegund, 4 und was eines pfaltzgrafen tochter. und do man die frawen die ersten nacht an das bette bracht zu dem keiser, do sprach er zu ir: „Kunegund, du solt wissen, das ich mein kewsch meinem gott und schöpfer gelobt hab, b die wil ich umb nichte 15 prechen." do das sand Kunigund [Bl. 59 a J erhört, do was sie gar fro und sprach: „dafür näm ich nit manig konigreich, wann ich hab die kewschheit auch gelobt, und wer dawider täte, der verdint damit gottes zorn." do sprach der keiser: „fraw, du sollt wissen, das got mit uns ist, wann wir sein gesammet 20 in seinem namen, und unser kewsch sol sein in geheim", und lobten got beide, 0 das er sie also -vätterlich fursehen hett. Legende 15 7* Die keiserin ward nachmalen versagt gegen dem keiser, wie sie ir ee biet zerbrochen' 1 mit einem ritter. 5 do sprach der keiser; „ich will der frawen nimor mer gesehen, 0 das sie25 mich also betrogen hat." und do sand Kunigund des keisers ungnad inne wardt, da was sie gar betrübt, doch tröst sie sich irer Unschuld und ruft zu gott mit andacht, das ir Unschuld geöffent würde, und sie wartot f eins tags, do g der i Dieser Absatz, fehlt ebenfalls II W. >> hab fehlt II W, c got 30 da bede II W. & gebrochen hett // W. " geschawen II W. ' wartet aus II stall ward in ,1 e das II W. 1 Vgl. Arnpeck A S. 167; Adalbcrti Vita Ilenerici in Mon. Germ., Script. VI S. 805 ff. — Auch in der von uns cilierten Legende lautet die Erzählung ähnlich, nur dass hier der Schauplatz des Wunders flach 35 Polen verlegt, ist. 2 Vgl. Chron. Mon. Casinensis in Mon. Oerm., Script. IX, S. 656. 8 Wenn hier Mondscc (Mansee) gemeint ist, so ist die Notiz ganz unrichtig; denn Mondsee, das dem Bischof von Itegcnsburg unterworfen war, wurde von Heinrich nicht verkürzt, sondern begünstigt. S. hiexii 40 Hirsch, II S. 233. — Wie es scheint, beruht Ebrans Angabe auf mündlichen Mitteilungen der Mönche von Mondscc. 4 Vgl. Andreas 621,22, Arnpeck A S. 162; B S. 33. 5 Hier ist die Erzählung, ivie sie sich in der Legende findet, gekürzt, indem die vom Teufel bei der Kaiserin gemachten Verjüliruugsversuclie 45 übergangen sind. — Vgl. Arnpeck A S. 174 ff; B S, 34. — 89 — keiser in seiner schlafkammer einig was, do kam sie zw im und grüst in, do wolt er ir nit dancken, er wolt sie auch nit ansehen, do sprach sie: „lieber herr, was ist euch geschehen?" do sprach er: „fraw-, das weistu wol." do antwort sie: „lieber herr, des 5 mann mich betzigen hat, des bin ich unschuldig, darurnb beger ich der gütlichen gerechtigkeit *und bitt euch [Bl. 59 b ] durch gott, ir wellet mir die gerechtigkeit a * widerfarn lassen. b der keiser vodert zw im die fürsten und herren, und er sas zu gericht und sprach: „ir sollt urteil sprechen über 10 ein weib, die ir oe zerbrochen c hat", und die edlen königin wardt für das gericht gefurt, und sie sprach mit lauter stim zu den fürsten: „ich bitt euch durch gottes willen, das ir euch mein Unschuld lasset erbarmen", do warn die fürsten all betrübt, und wollt keiner urteil sprechen, do sprach die 15 lieb Kunigund: „ich wil mich des höchsten gerichts trösten, das gott selber ist, und wil das urteil selber sprechen: ir sollt 12 gehieter seg 1 machen lassen, auf den will ich geen, und richten für die sach". das ward also von dem keiser aufgenomen, und des andern tags wurden die seg also gluendt 20 für die keiserin gelegt d in beiwesen des keisers" und der fürsten und alles seines hofgosindes. da sach sand Kunigund auf zu dem himel f und sprach: „herr Jhesu Criste, schopfer 6 himels 1 ' und der erden und erkenner aller hertzen, du weist, das ich unschuldig bin", und trat also auf die gluenden sege 25und sprach:' „herr gott, hilf mir, als unschuldig ich bin, und ich rieht hewt für keiser [Bl. 60"] Heinrich und für all mann, das mein nie keiner gewaltig ward", des schambt sich der keiser also hart vor den fürsten, das sie für in auch rieht, das er ir einen herten schlag an iren mundt k gab, das ir das 30plut davon ging, da hueb sie den schleir für den mundt, das blut sieht man noch hewt in dem schleir. und do die lieb Kunigund also gericht und unschuldig erfunden warde, do viel ir der keiser zufüssen und bat sie, das sie in zugenaden lies kumen. do sprach sie: „lieber herr, ir habt mein huld, 35 bitt 1 got umb gnad". das ungelück, das sand m Kunigund a Die Worte: und bitt euch — die gerechtigkeit fehlen E W. h mir widerfahren zu lassen II W. ° gebrochen II W. d wurden die gluende seg (also) für die kaiserin gelegt II W, ° kaisers aus E W statt keiser in J. f auf gen himel II. s ain schöpfer E, der 40 Schöpfer W. h himels aus IL W statt himel in J. ' und sprach ergänxt aus EW. k in den mund II W. ' bittend II. m sand fehlt U. 1 Eier und weiterhin wiederltoll in der Legende schar statt seg. 12 — 90 — zustuendt, das ir doch zum letzten gar a zu grossen ern kam, das beschacli durch den pösen geist, der albeg ein hindrer ist, wo gute werck b volbracht Süllen werden, 0 das doch villeicht ein verhengnus was von gott, domit ir beder kewsch und reinigkeit sollt geöfi'ent werden. ' r > Do nu keiser Heinrich empfände, das er sterben solte, do vordert er zu im die fiirsten und sprach zu in: „lieben hern, ir habt ewr trew alzeit an mir gehalten' 1 und habt mich alzeit hoch gcert, des mus euch got Ionen, nu ist das reich wol gemert mit ewr aller" hilf, wann als oft wir 10 gestritten haben, so sein wir doch an der mänschlacht unschul- [Bl. 60 b ] dig, wann got hat uns albeg geholfen, und er nam sand Kunigund bei der handt und sprach:' „als ir mir die junckfrawen geben habt, also las ich sie gott und euch, ein reine magt". mit vil mer guten wercken, f das alles zu lanck ^ zuschreiben war, 8 verdint der keiser und die keiserin, das sie bede nach irem tod erhaben 11 wurden und geheiligt sind, er regirt 24 jar. | Zu den zeiten keiser Heinrich und nach seinem bogern kam babst Leo der 9. in die stat liegenspurg und erhueb das 2Ü heilig gepein sand Wolfgang an dem 7. tag octobris, und des nächsten tags darnach erhueb der babst sand Erhart.' 2 Mit dem keiser Heinrichn nomen k die sächsischen fürsten Otto 2-11,19 ein endt im Beirnlande.' Otto nent diesen keiser für den gutigisten. 3 25 Vgl.Deg.l(>l h D° DU keiser Heinrich gestorben was, kam fraw Geisel, sein swester, in Beirnland und bracht mit ir iren sun, der auch genant was Heinrich, und ermont irn bruder Pruno, den bischof zu Augspurg, des versprechen, so er ir getan hett, wann der egenant bischof hett frawen Geisel, konigin 30 a gar fehlt II W. h werck aus 77 W statt wcrch in J. ° werden sollen EW. d gehalten aus II W statt behalten in J. B aller fehlt 77 W. f werken aus 77 W statt werchen in J. k nach war in II: damit verdint. h erhobt II W. ' Der Passus: zu den zeiten — Erhart lautet in 11 W yanx kurz: der kaiser Heinrich liess sanct 3 & Wolfgang erheben. k namen 77 W. ' in Beirnland, die von frawen Adelhaidis koicen waren II W. — Daran reiht sieh dann in II W J folgender in J durchstriclicnc Satz: Die vom Mänsee sprechen, dieser keiser Heinrich hab irem gotzhaws vil urber und grundt genommen und dem stift Saltzburg geben. (Dieser Satz, kommt in J oben schon einmal 4 S. S8,8 vor.) 1 So auch in der Legende aurea hei Qrässe S. 897. 2 Vgl. Andreas, Chron. Pont, et imp. S. 40. — Der Vorgang war im Jahre 1052, also unter Heinrich III. ,g 8 Piissimus. - 91 — zu Hungern, und irom sim Heinrichen gelobt zugeben alle guter, so sein |B1. 61 a ] bruder, keiser Heinrich, binder sein" verlassen het. | er was auch des willen das bistumb Bamberg Legende 161 b widorumb zuerstören.'' do erschein im eins nachts sein s bruder, keiser Heinrich, 0 in solicher grawsamer gestalt, das er also ser erschrack und dadurch in swäre kranckhoit viel. 11 do wardt von im geöffent sein arger fursatz; er ward auch dadurch gepossert in seinem leben. 1 ! also beleih ansteen das gelübd e und verheissen bischof Prunos. f 0 Nun hat ende die histori von den Sachsson, die das land Beim durch erbschaft und auch mit gewalt besessen haben. * Die lieb sand Kunigund [war] ein tochter pfaltzgraf Leg. aurea. Seyfrid, und ir muter was genant Hetweig; und do ir gemahl, der keiser, gestorben was, do opfert 8 sie auf alle ire keiser- 15 liehe bat und zirheit und stift zwei kloster und ward ein klosterfraw. 2 und do sie enphanclt den leiplichen tod, bat sie, das man sie legt zu irm bruder, 3 keiser Heinrich. 1 '* a hinder im IL b widerumb zu erfordern IL c Heinrich aus LI W ergänzt. a in ain grosse krankhait fuol H W. c gelübd 20 aus II W statt gelüb in J. f Prunos nach II statt Pruno in J (Prunus in W). e opfert statt obei't in J. h Dieser Absatz fehlt in, dieser Form II W. Er ist der Rest eines dort an den. nächsten Absatz unseres Textes sich anschliessenden Passus, welcher lautet: Diser pfaltzgraf Seifried (er wird in II W vorher nicht erwähnt) Hess ain tochter, was ge- ^• J nant Kunigund, die ward vermchelt dem hailigen kaiser Heinrichen, und als ich mein, so wer diser graf Seifrid ain son gewesen des vorgedaehten grafen Otten, nach ansohung der jar und herschung keiser Heinrichs, ich inain, ich wöll diser irrung zu end komen und der wahrhait bericht werden, bei den alten stiften der pfaltzgraven bei Rhein oder zu Scheirn oder Inders- ^"dorf findt man, das die lieb sanet Kunigund ain tochter pfaltzgraven Seifrids gewesen, ir muter was genant Hedwig, sanet Kunigund het got lieb Von jugent auf und dienet got tag und nacht mit beten, vasten und andern guten, andechtigen wereken, die zu gottes dienst gehorten, und behuelt „. [ r keuschhait, die het sie got gelobt, und da nun kaiser Heinrich, ir 0 gemahcl, starb, da bracht sie vil bischofe zusamen gen Bamberg und hess gar ain schöne mess singen und opfert da alle ire kaiserliche wat Und zierhait und legt da an ain schwartz klaid. volgends, nach rat der hischofe, stiftet sie zwai clöster und ergab sich und ward ain closterfraw. da fuert sie ain hailigs leben, und da sie sterben solt, da begert sie, das 40 man sie begrueb zu irem bruder kaiser Heinrichen, s. Kunigund lebet füuftzehen jar nach kaiser Heinrichs tod. 1 S. xu dem geschichtlichen Bruno Hirsch 11, S. 260 ff. 2 Kunigunde war eine Tochter des Grafen Sigfried von Lützelburg im Moselgau. Sie nahm nach dem Tode ihres Gemahles den Schleier in lodern von ihr gestifteten Kloster Kauf Ingen, bei Kassel, wo sie auch im Jahre 1031 starb. Bestattet wurde sie neben ihrem Gemahl im Dom zu Bamberg. 3 Bruder wird der Kaiser hier genannt in Anspielung auf die JosepliscJie, die ihn mit Kunigunde verbunden hatte. „Quasi sororem [eam] dilexit". — Vgl. Arnpeck A S. 184 ff. 12* — 92 — Nun kum ich wider an die histori der grafen von Scheirn , von den vor gesagt ist 1 , Otto und Eckhart." Andr. 616,21 [BJ. 61 b ] Otto ward pfaltzgrafe, 2 [ etlich sprechen bei Rein, aber ander sagen pfaltzgraf zu Widelspaeh oder Scheirn in ßeirn- land. die irrung hinzulegen und die warheit zuorforschen, '> mus geschehn bei den alten grebern der alten pfaltzgrafen bei Andr. 616,22 Rein, j tmd er hett gepawt die purgk zu Widelspaeh. b ;! Andr. 616,22 Eckhardt ward graf zu Scheirn. 4 | die zwen bruder ererbten den krieg von inn vater, graf Wernhor, um das hertzogtumb Beim und musten den krig mit armut ligen lassen, als vor 10 bei demselben graf Bernher auch davon gesagt ist. 5 | Otto de Freisingen redt von diesen zweien grafen und von irm vatter, graf Bernher, und spricht im 6. puech und 19. capitel: ° Otto, VI, 20 dieser verfQrer der Hungern wider beirische land, (1 sagen ' etlich, 0 er sei gewesen ein merer und fuerer der graf von 15 Scheirn, der doch seiner poshoit engalt, wann do er die Hungern unverhuet hett übergeben dem tod, wardt er von in als ein Verräter ertödt, nachmaln sein hab und guter ein teil f von konig Otten under die kirichen geteilt, ein teil seinen erben mitsambt der purgk Scheirn gelassen, j weiter spricht 20 Otto 238,0 Otto: aus dieses 8 grafen Ursprüngen sind bisher vil tirannen Andr. 616,23 erstanden, mit mer worten geredt. ,; J Eckhart lies drei sun: Arnolden, Otten und Konraden. 7 _ a Die Stelle: Nun kum ich wider etc. lautet in II W im Ansehluss an die Worte: Nun hat ende die histori von den Sachsen — besessen haben 25 (S. 91,10): und komb nun wider an die histori der grafen von Scheirn, die zwen sön grafe Wernhers von Scheirn, von denen vor gesagt ist, Otto und Eckhart. i> Dieser Absatz, -in II W ganx, kurz: Otto ward pfaltz- grave und hat gebaut die burgk zu W. " am 19. c. IT. d ßairn- land II. e e tii c h fehlt H W. f ein teil statt einen teil in J. 30 k dieses statt diesen in ,1. 1 Vgl. oben 8. 52. — S. über die. Schyrcn Arnpeck S. 231 ff. - Der Otto, der Pfalzgraf in Baiern tvurde, ist nicht, wie Ebran meint, der Bruder Eckarts I. — Otto IL (III.) —, sondern- Otto IV. (V.), e gest. 1156. 35 3 Otto IV. (V.) erscheint als Graf von Witteisbach seit 1115. 4 Eckart I. war Oraf an der oberen Jim und Paar; er und Otto II- (III.) waren natürlich nicht die Sühne des oben genannten „Werner", sondern zwischen ihnen und diesem liegen mehrere nicht sicher bestimmbare Zwischen- gheder. — S. die Stammtafel bei Huschberg, l. c; vgl. die bei Hundt, 40 Kloster Schcyem und den Excurs 11 bei Hirsch, /. c. Bd. II S. 422 ff- 6 S. oben S. 70. 0 S. die Einleitimg S. LXII. 7 Die Söhne Eckarts 1. sind (nach der Stammtafel bei HundV - Ulrich I, Otto IV. (V), Eckart III. iö — 93 — [Bl. 62 a ] Die drei sün Eckharden, des grafen zu Scheirn, teilten auch miteinander. Arnoldus wardt die grafschaft zu Andr. 616,24 Tachaw, Otto beleih zu. Scheirn, Conrado ward zugeteilt die grafschaft Päll und Falay. 1 von den dreien brüdern kumen als Andr. 616,25 5vil grafen, das man sagt, ir haben 34 turnirt auf einem hof zu Zürich, den hertzog Welfo von Swaben 2 gemacht het. a | wer die all mit namen setzen wolt 3 und ir histori berurn, das war zulanck ; auch so kan ich der bisher aller kein gewisse zal oder warheit nit finden, wiewol zu Scheirn und ^anderswo 1 " vil davon geschrieben stet. die grafen von Scheirn sind allenthalben gesessen in obern Bairn: zu Scheirn, Voburgk, Tachaw, Witelspach, Päll, Falay, Lantz- perich, auch an andern enden, die zu dieser zeit ein teil klöster und kirichen sind, auch etlich öde purgk und erbrochen. c 15 Under den kinden, die der vorgedacht grafe Arnold So]m -f r - ® ir - lies von Scheirn,' 1 der gein Tachaw geteilt ward, was einer y q i _indr. furnäm, genant Conradus. der graf wardt hertzog in Beyssen 635,12 und ward darnach erschlagen vor Meilandt | bei keiser Otten des andern zeiten. ° der Konradus lies f zwen sün, Conradum 20 und Amol- [Bl. 62 a ] dum. 4 Graf Otto, der geteilt ward gein Scheirn, lies under andern seinen kindern einen mandlichen helt, was genant Eckhart. 5 und do der heilig 8 keiser Heinrich starb, kam nach Soheyr. Chr. iwi an das reich Konrad der ander, ein hertzog von Swaben. G iai ib zu dem Konrado kam graf Eckhart 7 von Scheirn und er- v ordert an in das hertzogtumb Beim als ein rechter erb, davon a von Scheirn gehalten hat IL b zu Seheiren und Andex H W- etlich burgk öde und erbrochen II W. d Arn. v. Seh. Hess H. ■u\ i zo '* ; en, fehlend in ,1, entnommen aus 11 W. f er Hess H. B der dÜ h eilig f ch 'it E. 1 Auch hier wieder genealogische Irrtümer: Eckart 1. und ■Arnulf Ifi (Arnold) sind Brüder. — Von den Söhnen des letzteren erhielt h-onrad das Gebiet um die Amper und wurde der Begründer der ob Va °haucr Linie, Otto erhielt hauptsächlich Gebiete an der Mangfall und 0 das reich und des landes zu Beim vil öd gelogt, der krieg ward gescheiden, also das im das hertzogtumb Beim versprochen ward von keiser Heinrich dem dritten, 0 otlich sprechen dem vierdten, und er sollt mit allem seinen vermögen ziehen mit hertzog Gotfriden von Lattringen die herfart goin dem '-° heiligen grab. 3 und do [Bl. 63 a ] die samung der krist- geleubion kam d gein Constantinopel, do ward geraten, mau solt zu füssen ziehen, nu hett der vorgenant graf Eckhart puntschuch an, mit roten reinen gepunden, domit was e er in dem here gar wolbekannt; f und wo sie des nachts lagen, do '^ steckt er einen schlich auf, do legt sich allermeist volck zu. darnach lies er den schlich in ein panir malen, und unter dem zeichen wardt das heilig grab gewunnen, als etlich sprechen. e davon emphing er den namen, das man in hertzog Puntschuch nent, und zu einer künftigen gedechtnus, das 20 Jerusalem zufüssen gewunnen ward. | das stet also mit mer werten geschrieben zu Scheirn. aber die histori hertzog Gotfrid 8 sagt gantz nichtz davon; jedoch gibt das ein h anzeigen der warheit geleich, das die fürsten von Beim sider der zeit den puntschuch in irem schilt gefürt haben, * und 25 sonder der frumb hertzog Johanns von Beim, von dem hernach gesagt birt.' j * * in den kr. II. b so 80 n Eckh. — gefurt haben ff. 0 dem dritten oder vierten II W; in J: etlich sprechen dem vierdten, von Ebrans Hand an den Band geschrieben. d und da das beere kam ™ gen C. -ff W; so auch in ./, dann durch eine am Rande von Ebrans Hand angebrachten Korrektur geändert, toie im Text steht. ° was fehlt H. f wohl erkant ff W. « als etlich sprechen fehlt II W. h ein aus H W statt einen in J. ' und sonder — gesagt birt, von Ebrans Hand _, hinzugefügt, fehlt HW. — Hieher gehört ein ebenfalls von Ebran geschrie- ^ 1 Vgl. oben S. 70. 2 Ebran nimmt hier an den chronologischen Schwierigkeiten, die sich in seiner Darstellung ergeben, keinen Ansloss; die Regierungsxeit des . zuerst genannten Kaisers Konrad II. endet 1030, der in Rede stehende Kreuzzug beginnt 100(1. 3 8. oben S. LXXXI Anm. 7. 1 Vgl. Hund, Stammenbuch, I S. 134. — Die Erzählung von dem Bundschuh als Wappen ist bekanntlich eine der vielen im Mittelalter entstandenen Wappensagen, S. hiezu etwa Primbs, die Entwicklung des wittclsbaclrischen Wappens im Oberb. Archiv, Bd. XL1. S. 03; eine Art» 0 von Bundschuh lässt sich allerdings nachweisen auf den Siegeln des im Texte erwähnten Joh. von Mcumarkt (Uric. vom J. 1426). — 95 — Conradus, oin sun hertzog Conrads a in Rewssen, ward Seheyr. Chr. ein munich, und sein bruder Arnold besass Tochaw, und er 192 lies einen sun, genant Otto. 1 [Bl. 63 1 '] Otto, ein sun graf Arnolden, besas die burgk Sokeyr. Chr. 5 Widelspach, und er ward genant pfaltzgraf. der graf von ^ Scheirn ist ein Stifter des klosters Understorf | sand Augustin korherren. b2 der lies einen sun, was auch genant Otto. Pfaltzgraf Otto der jung und graf zu Witelspaeh 8 er- Scheyr. Chr. stach konig Philippen zu Bamberg, | der an das reich kam 10S 10 nach keiser Pridrich. das begäbe sich aus einer solichen ursach: ee und Philippus, hertzog zu Swaben, erweit ward zu konig, hett er sein tochter' dem pfaltzgrafen Otten versprochen zu einem gemahel; und do er gefodert ward zu benes zwischen Bl. Gl und 62 eingelegtes loses Blatt folgenden Inhalts: Man 15 mercht, das disser istorischreiber, der di istori Gotfridis gesambt hat, tzv fil frantzosis gebessen; es birt darin nit gefvnden, das kain ander geschlach getzogen sei dan die berden vnd hochgepreisten franos ; es ist gvetlich tzv gelavben, das avs den fir hevsser, Sasch, Fairen, Schbaben vnd Franchen, aveh avs den ander landen, die an die gemelten fir hevsser 2o stossen, fil grailen, heren, riter vnd knecht getzogen sein die herrfart bider die feint Kristi, nicht allain die Devtzcn, aveh Vngor, Pehaim, Pollen vnd fil der Kriechen, der istorischreiber melfc fll vnd oft, so ain riter avs Franchreich ain erlich vnd riterliche tat verprach, aber der vnsser goschbeigt er. das gibt mir bar antzaigen, das der riterlieh held graf 25 Eckhart von Schoircn aveh die rais getzogen ist vnd ain nierer gebessen der fuesgcngel. a Conrads ergänzt ans II W. b Dieser Passus lautet II W: Otto, ain son graf Arnolds, besass die Ffaltz bei Rhein und die grafschaft Wittelspach. der graf von Scheirn ist ain stiffter des closters Iudersdorf sauet Augustin ehorherrn. der liess etc.; in J vor ist ain 30 Stifter ein durch- Versehen des Schreibers eingeschobenes was, das wir strichen. 1 Quelle: Grauf Arnold, dem do Dachaw, hott ainen sun, hiezz Chonrad. derselb Chonrad hett zwen sün, Arnolden und Chonraden. der elter Chonrad ward ze ainem münch ze Scheyren. — Hier besagt die Quelle das nichtige; Ebran hat den Sachverhalt aus Flüchtigkeit verwirrt: 35 nicht der Sohn des „Rewssenhemogs" Konrad, sondern dessen Vater Wurde Mönch. — Der genannte Arnold (Arnulf) starb kinderlos. 2 Otto IV. (V), der Sohn Eckarts I. S. oben S. 92,3. Bezüglich der Gründung von Indersdorf s. Huschberg S. 233 ff.; Hundt S. 47 ff.; Wittmann (Die Pfalzgrafcn v. B.) S. 39 und Eiezler, IS. 598 mit Anm. 3. 40 - Vgl. Arnpeck A S. 239 ff.; B S. 50. 3 Otto VII. (VIII.) — Die ursprünglich viel kürzere Fassung der aus unbekannter Quelle geschöpften Erzählung (gedruckt hei Rockinger, l. c. Ab/lg. 3 S. 70) ist hier, wie es scheint, zum Teil in freier Ausschmückung oder nach einer Ebran bei der Niederschrift nicht mehr vorliegenden *5 Aufzeichnung aus dem Gedächtnis erweitert. — Vgl. Arnpeck A S. 241; IS S. 51. ' 4 Wohl die jüngere Beatrix, die dann einem Neffen des Papstes zugesagt wurde. - 96 - einem römischen könig, sagt er den heirat wider auf und sprach, er wolt sein tochter nit geben einem aussätzigen oder sondersiechen man. des schambt sich der graf also ser, das er swur, er wolt die schmachait* rechen, oder er wolt darumb sterben, und nam zu im 24 ritter und brecht 5 aus Beirnland und reit zu Witelspach aus der burgk hin gein [Bl. 64 a ] Bamberg, und als der konig zu. der nacht b geessen hett und an seiner rue was und wenig lewt bei im wurden, 0 darauf Otto sein kuntschaft het, rant der graf für die 11 her- berg des königs und viel ab und zwelf mit im und lief über 10 den konig in einer stuben. der viel under ein panck und schrei gar begirlichen zu dem grafen, das er in leben lies, aber es half im nit, dann der konig must also gechling von seinen handen sterbn, 1 und der graf kam furderlich aus der stat. darnach ward der pfaltzgraf Otto in die acht getan, und 15 er gab sich gantz in des reichs hende, und wardt im zu pues aufgesetzt, das er das zerprochen kloster Enstorf widerumb must pawen und stiften, und die burgk Witelspach must er niderprechen und ein kirchen daraus pawen in den ern der muter gotes, darumb das er den mort aus und ein die burgk e 20 getan hett. 2 der Otto ward auch darnach erschlagen umb den pösen handl, so er begangen hett an konig Philipsen. f [Bl. 64 b ]. Der Eckhart, ein sun des grafen Eckhart, der genant was hertzog Puntschfich, besas die grafschaft zu Scheirn, 3 und das hertzogtumb besas er nach seinem vatter nit, wie wo 125 seinem vatter das versprochen wardt von keiser Heinrich dem dritten oder vierden, als davor g mer davon h gesagt ist. 4 der Eckhardt lies einen sun, was genant Wernhart. ' a schmachait aus II W statt schamheit in J. h zu nacht IL 30 c waren H W. d In den Handschr. sein statt die. ° aus und ein in die burgk gethon het, auch ward irae die Pfaltz genomen. mit diesem handel kam die Pfaltz aus der grafen von Scheirn gewalt II W. f Philipsen aus II W statt Philippum in J. s hievor II. h davon fehlt W. 1 Am 21. Juni 1208. 3Ö 4 Von einer dem Pfahgrafen „vom licie/ie" auferlegten Busse war bekanntlich keine Rede, sondern Otto wurde ohne weiteres geächtet. Damit toird natürlich, auch das bezüglich des Klosters Ensdorf und der Burg Witteisbach (s. zu letzterer Riezler, II S. 38 Anm. 1) Gesagte hinfällig. -- S. zu dem Ganzen Winkelmann, Philipp von Schwaben und Otto von 40 Braunschweig Bd. I S. 464 ff'., 475 ff., 536 ff. 3 Eclcart I. hatte einen Neffen Eckart II. und einen Sohn Eckart III. ," beide waren kinderlos. Der spater xur herzoglichen Würde gelangte Zweig seines Hauses stammt von seinem Sohne Otto IV. (V.). * S. oben S. 94. 45 6 Diese irrtümliche Angabe Ebrans ist wohl durch die in der Seheyern- sclum Chron. S. 193 sieh findende Aufeinanderfolge der Namen Ott, Ekkart, Bernhart veranlasst. — 97 — Der graf Pernhart* von Scheiren lies zwen sün, Otto und Bernher, J von den hernach gesagt wirt, so die histori b von den fremdten fürsten end hat, aus Swaben und Osterreich geboren, und etlich mer, die das hertzogthumb Beim besessen 5 haben nach keiser Heinrichs c tod, der zu Bamberg begraben wardt. Als man zalt von Cristi geburd 1026 1 jar nach keisser Andr. 623,8 Heinrich dem heiligen, der zu. Bamberg begraben ward, [Bl. 65 a ] kam an das reich Konradus der ander, am ge- schlächt ein hertzog von Swaben, d2 nach rat keiser Heinrichn, 10 des er doch nicht genad het, dieweil er lebt. | der behielt das hertzogthumb Beim, 8 als davorn in graf Eckharten histori mer davon gesagt ist, 4 als man dann vindet, das der keiser Conradus etlich klöster in Beim begabt hat mit dem beirischen erdrich, als er auch getan hat zu nidern Altach 5 und Pruel, 1 ' 1 15 gelegen bei Regenspurg, auch etlich merer. man vindt auch Andr. 624,18 geschrieben, das bei der herschung des itzgedachten keisers" Conrad ein hertzog in Beim gewesen ist, genant Heinrich; 7 j wer der aber am geschlächt gewesen, oder ob im das land ein teil oder alles verlihen wardt von dem keiser, oder ob er 20 ein vogt oder stathalter des keisers in Beirnland gewesen sei, kan ich bisher geschrieben nit vinden. | derselb Heinrich ist Andr. 624,21 Stifter des klosters Osterhofen. 8 Nach keiser Konrads f tod, der das land Beim [Bl. 65 b ] besessen hat, von dem vor 8 gesagt ist, kam an das reich sein 25 sun Heinrich, der dritt des namen. bei des zeiten ist auch ein Andr. 624,22 hertzog in Beim gewesen, genant Kuno." | wer der von ge- a Wernher II W. b wann die h. II. c Heinrichs aus II W statt Heinrich in ■!. d Von hier an bis : als man dann vindet (Zeile 12) w 77 W abweichend: zu diesem kinig Cunrado kam graf Eckhard von Scheirn und erfordert als ain erb das hertzogthumb Bairn, als hievor j n desselben grafen Eckharten histori mer davon gesagt ist. der kaiser behielt das land sein lebtag, als man dann rindet, das kaiser Cunrad etc. "keisers aus II statt keiser in J W. f Konrads aus II statt Konrad in J. « vor fehlt II. 35 ' Soll heissen 1024; Andreas hat 1025. " Quelle : von Frankchen geboren, etlich schreibent'von Schwaben. 3 Er war Herzog von Bayern 1026 — 1027. 4 S. oben & 93. , ln 6 S. Hundt-Gewold, 77 S. 2. u " Ebenda, III S. 82. 7 Heinrich V. von Lülxelbwy 1018—1026. — Vgl. Arnpeck A S. IS? ; B S. 37. 8 S. zur Hache Eiezler, 7 S. 429; Hundt-Gewold, 777 S. 4 //". 4r — Vgl. Arnpeck A S. 187; B S. 37. ß " Konrad von Zütphen (1049—1053). — Vgl. Arnpeck A S. 187; — 98 — * schläclit gewesen, oder ob er ein sun gewesen ist des vorgedachten hertzog Heinrichn, oder von welichem keiser er in das land Beim gesetzt ward, kan ich auch geschrieben nit Andr.62-1,22 vinden, | dann allein" das Kuno einig was mit den Hungern, und er was 1 ' widersässig. darumb, als man zalt von Cristiö geburd 1050 i jar, vertreib in der vorgedacht keiser Heinrich der diitt aus Beim, c das er floch in Pannoniam; do starb er Andr. 624,24 im elend. 2 | der keiser d gab das hertzogtumb Beim seinem Otto 244,19 gemahl, der keiserin, die genant was Agneta. e3 | diese keiserin was des edlisten fürsten Galie, hertzog Wilhalm von 10 Andr. 624,26 Aquitania, swester, 1 als Otto setzt. | die keiserin hielt in das furstentumb mit gutem frid, diewcil der keiser, ir gemahl, lebt, darnach 6 eutschlug sie sich der weit und versmächt die keiserlichen krön und dint allein got, dem herren. [Bl. 66 a ] Nach des itzgedachten keiser Heinrichs todlö des dritten kam an das reich sein sun, auch genant Heinrich, Andr. 625,3 der vierd. derselbig keiser Heinrich verlech das hertzogtumb Beim einem hochgeporn, streitpern mann, genant Welfo, ,; geporn aus dem aller edlisten grafen geschlächt, gesessen in Kghf. 431,15 der vest Stawff, 7 gelegen in Swabenland. ] bei des keisers s 20 zeiten stund grosse irrung auf in der cristenheit, dann zu der zeit drei bäbst warn, die der keiser all drei entsetzt und in das elend schickt, und er macht den bischof zu Bamberg zu einem babst, f der ward genant Clemens; von dem babst ward er zum keiser gekrönt. | nachmalen machten die Römer 25 auch einen babst, genant Gregori der 7., der den keiser swärlichen verpen. ' nu hetton es vil bischof und ander fürsten a dann sovil EW. b und was auch II. c Bairnland E W. d und der kaiser 7/ W. e Agnes II W. f zum babst //, zue b. W. e verbannet E W. 30 1 Quelle: 1055 jar (statt 1053). - S. Kiezler, I S. 467-473. 3 Kaiser Heinrich III. hatte ihr Bayern nach dem Tode seines zum Herzog dieses Landes ernannten Söhnleins Konrad im Jahre 1055 über- °° geben. — Vgl. Arnpeck A S. 188; B S. 38. 4 Agnes von Poitou, die Tochter Wilhelms V. von Aquitanien. 6 Sie gab anfangs 1061 das Herzogtum freiwillig ab und nahm wahrscheinlich gleichzeitig den Schleier. . n c Weif I. (1070-1077). - Vgl. Arnpeck A 8. ISO; B 39. ' W 7 Verwechselung des Stammsitzes der Weifen mit dem der Staufer- (Vgl. Andreas, S. 626,24, welche Stelle Ebran, wie es scheint aus Versehen, an den unrechten Platz setzte). H Hier wird Heinrich IV. verwechselt mit Heinrich IE Die von diesem abgesetzten Päpste waren Benedikt IX., Silvester IE. und Gregor VLl * der neu eingesetzte Papst war Bischof Suidger von Bamberg (Clemens E-\- — Der Eeinrich IV. krönende Papst hiess Clemens EL, daher wohl die Irrung Ebrans. — 99 — in dowtzschen landen mit dem keiser und seinem babst. so warden etlich bischof und fürsten mit dem babst Gregorio wider den keiser. der irrung halbn begaben sich die fürsten und herron in grossen krieg und unrue, nämblich so zoeli der 5 obgedacht hertzog Welfo von Beim mit grosser macht [Bl. 66 b ] wider den keiser für die stat Augspurg *und wollt" nicht bcdencken die guttat, so im von dem keiser beschehen was, b * und belegt die. die statt ward im übergeben von der stat dienor. do lies er die statmawr niderprechon auf den grünt 10 und fuer da wider aus c mit einem grossen rawb. l er be- rawbt auch all pfaffen und kirchen, die es mit dem keiser hielten, umb die greilichen tat, so hertzog Welfo an der stat Augspurg begangen hett, thet in der keiser in die acht und beruft in ab von dem herlzogtumb in d Beim. - | darnach kam Andr. 625,8 15 Welfo wider in die genad des keisers, 3 also das der keiser seinen eltisten sun Heinrich bestät, das er nach seinem vater das hertzogtum zu erbrecht besitzen sollt. | Der krieg hett sich allenthalben geteilt in dewtzsche land so gross, das der keiser [in] nit mer gewenden mocht. 20darumb sagt man, das der keiser gebeten hab den frumen hertzog ° Gotfriden von Luttringen, das der ein herfart rufen lies wieder die beiden, die stat Jerusalem und das heilig lande, das da geheiligt worden ist durch das plut Cristi. mit der herfart namen die andern krieg vil endt; wer mer von 25 dieser geschieht wissen wil, f der less [Bl. 67 a ] die histori des itzgedachten keiser Heinrichen 4 und hertzogen Gottfriden. 5 a wolt statt wol in J. b Der Passus: und wolt — beschechen was fehlt II W. <= aus der stat II W. d in fehlt H W. ° hertzog aus II W statt hertzoge in J. f wil aus II W statt wel in J. °0 ' Quelle? Die Fassung der Notiz von der Einnahme Augsburgs ähnlich wie im Chron. Urspergcnse, dessen Benützung aber sotist nicht xu erkennen ist. — Die Erstürmung der Stadt erfolgte in der Nacht des 12. April 108S. Ami. Aug. in Mon. Qerm., Script. III, S. 132 — 133. — Vgl. Arnpeck A S. 191; B S. 40. "«> 2 Schon Ende Mai 1077 war Weif I. auf einem Reichstage xu Ulm als Majestätsverbrecher des Todes schuldig befunden und abgesetzt worden. 8 Weif I. erhielt im Jahre 1096 sein Herzogtum zurück. — Vgl. Arnpeck A 191; B S. 40. 4n ' Die Bemerkung, dass der Kaiser Herzog Gottfried zu dem Kreuz- ^ziy aufforderte auch bei Arnpeck B S. 40. — Die Geschichte Kaiser Heinrichs IV. wird nichts anderes sein als der diesen betreffende Abschnitt in der Kaisergeschichte Königshofens, Z. c. S. 132 ff., wo auch des Kreuz- Kuges Erwähnung geschieht. 6 S. oben S. LXX1. — 100 — Andr.625,35 Der vorgedacht hertzog Welfo und Dieno, bischofe zu Saltzburg, der am ersten munich a ist gewesen zu Nidern- Altach, zfigen auch über mere wider die heiden, und do sie Andr. 625,40 kamen gein Zippern, do starb hertzog Welfo; 1 so wardt der bischof mit untrew in der heiden hent geben und mit 5 Andr. 625,43 mamcherlei pein als ein martrer gekrönet. 2 der hertzog Welfo ist Stifter gewesen der gotzhewser Steingaden 3 , Altenmunster, 4 Altorf, b5 Reitenpuech 0 ' 1 , Weingarten. 7 Welfo lies zwen sün, Heinrich und Welfo. Heinrich und Welfo, gebruder, des vorgedachten hertzogen io Andr. 626,12 Welfo sun: Heinrich s ward genant der hochfertig, er hett zu der ee keiser Lotharius tochter, d der am geschlächt ein hertzog was von Saschxen, ° der an das reich kumen was nach Eiche S. 401 dem fünften keiser Heinrich. der keiser vermacht hertzog Heinrich und seiner tochter das land zu f Sachsen,das geschach 15 auf einem grossen hof, den der keiser hielt zu Mosperg. B ' J Andr. 628,8 Nach dem tod des vorgedachten keisers kam an das ls reich der dritt Konradus, ein hertzog von [Bl. 67 a ] Swaben. Andr. 628,25 des reichs gund im hertzog Heinrich nit, wann er selber gern a der zum ersten ain m. 77 W. b Altdorf fehlt II, in W ist 20 das Wort ausgestrichen. c Raidenbach und 77. hofen oder villeieht Ehingen //. h ain soliche losungsgeschrai H W. 1 In J: Wolf. k ernert IL ' Ebran wird hier die den Papst Innocentius II. hctreffeiuhn Stellen bei Königshofen im Auge haben; dort findet sich S. 563 ein Absatz mit rfo- üebersohrift: Dirre (Innocentius) wart zu Pulle gefangen. Die dem 0 Staufer Konrad von Seite des Papstes (zuerst Honorius lt., dann Inno- c enlius IL) erwaclisende Feindschaft halte jedoch bekanntlich ihren Orund 'nicht in den Apulischen Wirren, sondern in der allgemeinen politischen Lage und in den Absichten Konrads auf das Mathildische Erbe. Ucber- haupt herrscht hier und im folgenden grosse Verwirrung der in betracht 0 kommenden Thalsachen. 2 Heinrich X. war xu der Zeit, in der sich das Folgende zutrug, s ohon tot; er war, im besten Mannesaltcr, am 20. Oktober 1139 gestorben. " Neresheim im Jaxtkreise, Ellhofen bei Weinsberg. Andreas spricht 4(Vn W %V)e i Schlachten, von denen die eine bei Neresheim, die andere bei ''Mhofen stattgefunden habe; Ebran verbessert dies und bcricldet nur von einer Schlacht, nämlich der, die in der Hegel nach dem Städtchen Weinsberg benannt wird. Anwesend waren dabei auf staufischcr Seite Herzog Friedrich und König Konrad; Weif VI. wurde nicht getötet, sondern ^entrann mit einigen Bittern. — Vgl. Arnpock A S. 19S. 4 Leidinger (Andreas S. 538 Anm. 3) macht darauf aufmerksam, dass Andreas, dessen Chronik Ebran hier als Quelle vorlag, der älteste Zeuge Ü*™ 1 die Ucberlicfcrung der angeblichen Schlachtrufe: „Hie Weif! Hie Waiblingen.'" sei. — 102 — der weit: wer mit dem babst ist, der wirt goheissen Welfo, und die mit dem keiser sind, die werden geheissen G-ibling. | der zweier geschrei oder Sprichwort geprauchent sich vast die Walhen in Italia und Lamparten. Hertzog Welfo ward wirdigklich gefurt in das klosterf» Andr. 630,24 Steingaden und daselben begraben. 1 und hertzog Heinrich, der am ersten manigfaltig, mächtig und hoffertig was, der sucht genad bei konig Konradus, aber er erbarb der nicht, und er ward von dem konig in die acht gethan auf einem hof zu Würtzburg und das land zu Beim ward verüben 10 Andr. 630,29 marggraf Leopolden von Osterreich.'-' der marggraf Leopold was konig Konrads a briider von der muter, der vertreib hertzog Heinrich gantz aus Beirnland, also, das er Hoch b mit Vgl.Eicke 409 weib und kinden gein Sachsen, und kriegt mit hilf der Saxsen V<ß.Eickc4lO wider hertzog 0 Leopolden :i und bebegt dadurch konig Konradus, 15 das er zoch mit grosser macht wider die Saxsen. das ward undorkomen von [Bl. 68 b ] den bischofen und in frid ge- Vgl. Andreas setzt. a 4 zu den gedachten zeiten starb hertzog Heinrich, 5 und 630,49 man sa g t) w ^ e im wur( ie vergeben, und lies einen sun, was Andr. 631,6 genant Heinrich. nach dem tod Leopoldi ,; ward das land 20 Beim verüben seinem brfider Heinrich von konig Konrado. Andr. 632,42 Damach, als man zalt von Cristi gepurd f 1150 el jar, kam an das reich Friderich der erst, römischer keiser, h am Andr. 631,36 geschlächt ein hertzog von Swaben. zu dem kam hertzog Heinrich * der jung, der ein sun was des hochfertigen hertzog 20 Heinrichen, von dem vor gesagt ist. der hett das land zu Sachsen ereribt und erfordert an den keiser das hertzogtumb a Konrads aus IL W statt Konrad in J. •> in floh II W. c den hertzog EW. Der Passus : ab er als ander setzen — W. von Anhalt fehlt H W. e kaiser Friderichs s PruclibrierT. 1 Das Qanxe unter Mitbenütxung der nachfolgenden Urkunde. n 2 Der Herxog war dreimal vorgefordert worden: nach Worms (Jom, U79) t nach Magdeburg (Juni 1179), nach Kaina (August 1170), er niemals erschienen. 35 '' Zu Würxburg am 13. Jan. 1180. 4 Am 16. Sept. 1180 zu Altenburg in Thüringen. ° Die, Belehnung des Bernhard von Askanien mit Sachsen fand a 't am 13. April 1180 auf dem Reichstage xu Gelnhausen. , '' Eine Kirche war in Ranshofen schon von Kaiser Arnulf gegründet 40 n° '. *° m J an >' e H25 wurde durch Herxog Heinrich IX. und seine j emalUin Wulfhilde hier ein Augustinerchorherrenstift eingerichtet. Der >on Ebran citierte „Stiftbrief vom Jahre 1157 ist icohl identisch mit der « Hundt-Gewold, III S. 143 gedruckten Urkunde aus diesem Jahre. — 't/t- Arnpeck A S. 222; B S. 47. 45 T Das sog. Privilegium minus, gedruckt im Urkundenbuch des Landes ob der Enns, II S. 281. Vgl. den Text: lateinisch (aus Herrn. — 104 — nierer. wiewol der guter wechsel mit leiplicher stift mag kreftig beleiben oder nach a l weltlichem gcsetz zugehandelt werden, 2 mit keinerlei Widerspruch mögen zerrutt werden, doch das in gethanen sachen kein zweiü sei, das sol unser keiserliche macht underkömen. darumb sei wissenlichen allen cristen 3 5 und des keisertumb getrewen, gogenwürtigen und konftigen, wie wir mit hilf der genaden des, durch den bon himel auf die erden frid den menschen gesambt ist, 4 in einem gemeinen hof zu. Regenspurg zu unser fragen Maria tag, als sie geporn ist, in gegenwürtigkeit manicher geistlicher und weltlicher 5 10 fürsten den krieg und stos, zwischen unsers liebsten 0 [Bl. 70 a J oheim, marggraf Heinrich zu. Österreich, 7 und liebsten s nefen, hertzog Heinrichn zw Sachsen, lang ist geübt von des hertzog- tumb wegen von Beim, haben also zu ende bracht: der marggraf zu Osterreich '■> hat uns aufgeben das hertzogtumb 15 Beim, bl ° und dasselb haben wir zuhant in gfiet verlihen dorn hertzogen in Sachsen; aber derselb hertzog zu Sachsen il hat uns aufgebn die marck 12 mit allen iren rechten und allen gutaten,™ die marggraf Leopold gehabt hat 1 ' 1 von dem hertzogtumb in Beim, das aber in dem kein minderung geschehen 2 0 werde 1 "' der eer und wird unsers allerliebsten oheim, so haben wir mit rat und gerichte der fürsten, darin der hochgeporn Badislaus, hertzog in Beheim, das urteil goöffent hat, und das all fürsten bestät haben, die marck zu Österreich in ein hertzogtumb verkert und dasselb hertzogtumb mit allen seinen rechten 25 unserm egenanten oheim Heinrichen und seiner aller edlisten 0 a oder die nach II W. b zu Bairn LI. c allerliebsten, edlesten h. IL von Altaioh) bei Andreas " mar 9 s0 f^het an der ander etc. d Nach Otten stehen in J % X\r s ^ nn ^oser Wiederholung der Worte „und wann der erst Staffel" die v orte „und so der Staffel und lini"; wir haben sie gestrichen. e 1162 fad f In ^ W: verlecn er das ' an( l S acns en, darumb ir ver- ordern, die grafen von Scheyrn, gross krieg geübt lietten mit hilf der 35 i n ß ain un d vi] menschenblut vergossen. ff Der Passus: aber als etlich an aer sagen - genant Pernhart fehlt II W. " ward fehlt H W. 1 4 Leopold von Osterreich, die zwen fürsten zugen einsmals miteinander | in Prewssen, dem dewschtzen orden zuhilf, wider 25 a den etlich nenen ainen türantcn ist von Ebrans Hand an den Band geschrieben. b vor bis ein sinnloses und, das wir locggclasscn. 0 Der ganze Absatz fehlt H W. d Die Worte: der ander st. und lini fehlen II W. ° torschesten II W. 1 Vgl. Arnpeck S. 231; B S. 50. 30 2 Das Kloster Scheyern war bereits im Jahre 1123 und 1124 von Papst Calixt IL und Kaiser Heinrich V. bestätiyt loorden. S. zur Entstehuny dieses Klosters hauptsächlich Hundt, Kloster Scheyern S. 26 ff.; Biezler, I S. 508 ff. — Vyl. Arnpeck A S. 237. 3 Bei richtiger Bechnuny vom Tode Herzog Arnulfs bezw. Berlholds 35 bis zur Belohnung Ottos von Wittelsbaeh mit Bayern ergäben sich 242 bezw. 233 Jahre. — Uebrigens ist das ganze eine Wiederholung einer gleich auf dem 1. Bl. der Chronik (s. H. 6, Var. d) ausgestrichenen Stelle. 4 S. oben S. 70 K 92, 94. 6 In Wirklichkeit teuren es zwölf Heinriche, die aber von Ebran 40 nicht alle genannt werden; auch sonst ist die Aufzählung mangelhaft. " Herzog Otto hatte, abyesehen von einem früh verstorbenen Bruder Hermann, vier Brüder: Conrad, Friedrich, Ulrich und Otto (minor). 7 Quelle: hertzog Ludweig ain krön vnd ain trost vnd ain wunn alles landes vnd der pesten fürsten ainer, der do lebt. — Vgl. Arnpeck 45 A 8. 256; B S. 52. — 109 — die heidn. 1 und do sie geschickt wurden zu dem streit, do wolt der konig von Engenland nit leiden, das der hertzog von Osterreich sein panir fliegen lies; darurnb reis er im das nider und trett es in das kott; das wolt hertzog Leopold 5auf das mal nit rechen, untz do der streit geendt ward, da [Bl. 73 b ] ruft er zu allen Tewtschen, die do waren, und mit der hilf a besetzt er all Strassen, das der konig von Engeland nicht fuder mocht, b und er ward gefangen, und er must dem hertzogen von Osterreich die zwu stet Wien und Newenstat lOumbmawren mit seinem eigen gut. 3 aber als etlich ander sprechen, so sei der konig von Engeland kumen in Osterreich als ein pilgram und das land beschauen wellen, do sei er gefangen worden, der hertzog Leopold verkert den alten schilt mit den fünf adlern c und nam an sich den schilt mit *»der weissen Strassen durch das rot veld. s etlich sprechen, der fürst hab den schilt einer schönen frawen zu lieb an- genomen, die er sähe lachen mit einem roten mund und entzwischen sach plecken weis zendt. der Leopold ward nach seinem tod begraben in das kloster Newnburg; etlich sprechen, 20 er sei heilig, und geschehen zeichen bei seinem grab, * aber ander setzen, das sein vatter, der auch genannt was Leopold, von dem babst Innocentio dem achten an die zal der heiligen genomen [worden sei] im erstn jar seins babstumb. das ge- schach auf begern keiser Eriderich des [Bl. 74 a ] dritten." 11 * 00 a und mit derselben hilf IL und mit hilf W. b mocht aus H statt macht in J. c fünf lorchen II, fünf adlern (oder) lerchen W. d Der Passus: aber ander setzen — k. Friderich des dritten fehlt II W. 1 Die ganze Erzählung, die in der aus Ebran abgeleiteten bayerischen Regententafel noch fehlt (s. oben XXXVIII ff-), ist wohl aus dem Gedächtnis >! 0 oder nach ganz flüchtigen Notizen niedergeschrieben worden, wie die Angabe von einem gemeinschaftlichen Zuge Ludwigs des Kellicimers mit Leopold v °n Oestcrrcich und Riehard Löwenherx gegen die Preusscn vermuten lässt. Dudurig nahm bekanntlich teil an dem ägyptischen Kreuzzuge im Jahre ,,_ 1221, während Leopold und Richard den. dritten Kreuzzug (1189 — 1192) d& ■»rityemacht hatten, 2 Vgl, Hagen, Austriac Ghron. bei Pez, Scr. rer. Austr., Bd. I, yW. 1064; Arnpeck, Chrcm. Austr., ebenda, Gol. 1203. — Die Literatur zu diesem Zwist ziviselwn Herzog Leopold V. (VI.) und König Richard ist ver- .^•vichnet bei Huber, Geschichte von Ocsterreich, Bd. IS. 275 An/n. 1. — Von Neueren s. besonders Toeche, Kaiser Heinrich VI. S. 250 ff., 558 ff. 8 Vgl. Hasen, l. c. Cot. 1064; Arnpeck, Ghron. Austr., ebenda, Vol. 1203. 1 In der Tat ist es nicht Leopold V., der heilig gesprochen wurde, sondern der 1136 verstorbene Markgraf Leopold III. (IV). S. das Summarium u ^anonizationis saneti Leopoldi Marchionis Auslriaci bei Pez, Script, rer. — 110 — Nun kura ich wider auf die histori von dem vorgedachten hertzog Ludbig von Beirn, a der auch der ander hertzog an der zal in Beim gewesen ist von diesem geschlächt der grafen von Scheirn. der Ludbig erlebt, 1 'das die grafen von Scheirn all mit todt vergingen, und Obern-Bairn, darin die grafen 5 Andr. 636,34 gesessen waren, viel alles auf in mit rechter erbschaft. 1 | er het zu der ee frawen Ludmilla, eins konigs tochter c von Beheim; die fraw hatt vor im gehabt graf Albrechten von Andr. 636,31 Bogen. 2 der hertzog hat angefangen und gepawt die purgk Sch - Chron. un( j aycij stat zü a Landshut. 3 | er vertreib, die grafn von 10 Wasserburg und Klingberg, das sie abfliihen e gein Hungern, und er besas ir grafschaft. 4 der fürst ward erstochen zu Kelheim' von einem unbesinten menschen. 5 * das begab sich also, das der fürst spacirn ging auf dem gestat der Tuna&; do ward das arm, unbesint mensch gereitzt zu zorn, von 1& jungen edeln lewten also ser erzürnt, das er den fürsten anlief und ein messer in in stach, und an derselben stat ist gepawt ein kirchen in den ern des heiligen plut Cristi. g0 * a an die hist. des vorged. hertzog L. v. B. HW. h in den Handschriften ererbt. c des kinigs tochter IL a zu f en u j/. o all 20 fluhen H W. f zu Kelhaim fehlt II W. s Der Pass/ts: das begab sich also — in den ern des heiligen pluts Cr. fehlt H W. Austr., Bd. 1 8. 592 ff., wo sieh auch die Kanonisationsbulle (6. Jan. 1484) des Papstes Innocenx VIII. (1484 — 1492) und ein Verzeichnis der von dem Heiligen ausgehenden Wunder findet. — Von „Zeichen", die im Jahre 25 1469 geschahen, erzählen die Nürnberger Jahrb. des XV. Jhdts. in Slädte- Chron., Bd. X S. 314. 1 S. über das Aussterben der scheyrisc/icn Linien Riezler, II S. 13; übrigens fiel das Besitztum des letzten Zweiges des Geschlechtes, der erst im Jahre 1238 ausstarb, nicht mehr an Ludwig, sondern an dessen Sohn'ov Otto. — Vgl. Arnpeck A S. 257; B 8. 52. 2 Ludwig war vermählt mit lAidmilla, Tochter des Herzogs Friedrich von Böhmen, der Witwe des Grafen Albrecht III. von Bogen. Vgl. Arnpeck A 8. 257; B. 8. 52. 3 Vgl. Hermani Altach. Annales in Mou. Germ., Scr., Bd. XVII™ S. 386, Arnpeck A 8. 259; B S. 53. — S. Heigel in der Einleitung zur Landakuter Ratschronik in St.-Chron. Bd. XV. S. 248. 4 S. zu der Fehde des Herzogs Ludwig mit dem Grafen Konrad von Wasserburg Eiezler, // 8. 58. — Vgl. Arnpeck A S. 265; B S. 54. 5 Die Ermordung des Herzogs geschah am 15. Sept. 1231. Vgl. Eiezler, 40 II S. 59 ff. und die dort aufgef. Lü. Ebran scheint einer lokalen Tradition gefolgt zu sein. — Vgl. Arnpeck A 8. 265; B S. 54. G Ludwigs Sohn Otto Hess an der Stelle, wo der Mord geschah, die Johannislcirche erbauen. S. Stoll in den Verhandlungen des hist. Ver- für Niederbayern, Bd. VI S. 332. ■*>» — 111 — und er ward [Bl. 74 b ] begraben zfi Scheirn | bei seinem vater. * iwfr. 637,70 darnach ving an die Ludmilla zu pawen und stiften das Jarfr. ft9ff,42 kloster zu Säldentall bei Lanshut, a 2 | * und sie gab [im] vil gut und dörfer, gelegen vor dem Peheimer wald bei Furt; aber in 5 den grossen kriegen derselben zeit der ketzer in Beheim ist das öd gelegt und tregt izund holtz und grass. die fürstin ergab sich in das closter, und sie starb darin. 3 die fraw ist mermal gangen gein Rom und die heiligen väter gebeten umb antlas zu irem kloster Säldental. 4 am jüngsten sprach 10 der babst zu ir: „gee hin an das gestat des mers, und sovil du des gries an deinen geern tragen machst, also vil soltu antlas haben bei deinem gotzhaws* hertzog Ludbig lies einen sun, was genannt Otto. *Der dritt Staffel und lini vahet an. b * Otto, ein sun hortzog Ludbig, c nam zw der ee pfaltzgrafen Andr. 637,19 Heinrichs tochter, 5 und er besas darnach diePfaltz zu erbrecht 1 '] durch gunst und bestattung keiser Priderichn des andern, also kam diePfaltz [Bl. 75 a ] zu dem furstentumb Beim.' 1 der fürst Andr. 637,27 Was im anfang gar ein frumer, gerechter richter; er lies einsmals e Sah. Chr. 194 °funfzigk rawber enthaubten. 7 darnach von lieb wegen, die er Andr. 637,29 a Nach Lanshut in H W der in etwas abweichender Fassung in unserm Texte Zeile 6 folgende Satz: und ergab sich in das closter und erstarb darin. — Alles, was nun bis Zeile 12 noch folgt, fehlt — mit 25 Ausnahme des eben angeführten Satzes — in II W. b Diese Aufschrift fehlt II W, c ü., ain son Ludwigs (Ludwig) II W. d also kam die Pfaltz wider zu dem furstcnthunib Bairon, die der graf Otto von Scheirn, von dem vor auch gesagt ist, verwurekt hett mit dem, das er kinig Philipsen erstach, II W. ° ainsmals auf ain tag H W. 30 • Vgl. die Scheyr. Chron. S. 194; Arnpeck A S. 265; B S. 54, 2 8. Hermani Ann. Alt. in Mon. Genn., Bd. XVII S. 391, 47. — Die Stiftungsurkunde vom Jahre 1232 neu abgedruckt bei Kalcher, •Die Urk. des Klosters Seligenthai in Landshut in den Verh. des hisl. „ r V er. für Niederb., Bd. XXIX S. 181 nr. 1. — Vgl. Arnpeck A S. 260. 5 : ' Sic starb am 5. Aug. 1240 und wurde zuerst in der St. Afra- fapclle zu Landshut, später, 1259, in dem Kloster Seligenthai beigesetzt. Häutle, Ceneal. der Wittelsb. S. 3. — Vgl. Arnpeck A S. 266. — Dass s ic selbst als Nonne in das Kloster eintrat, ist zu bezweifeln. ,„ l Wohl loieder nach lokaler Tradition. 6 Otto vermählte sich mit Agnes, der Tochter des Pfalzgrafen Heinrich des Langen. 6 S. zur Erwerbung der Pfalz durch Otto Kiezlcr, IIS. 45 ff- Vgl. arnpeck A S. 206. 268; B S. 53, 54. , r "' Dieser Satz lautet in der Schcyrer Chr.: Anno domini MCCXXXIy Vö hertzog Ott enthauptet wol fünfzig reuber zu Vernbach. — Vgl- Arnpeck ■4 8. 268; B S. 55. — 112 — hett zu kaiser Friderichen dem andern und seinem sun, a konig Konrad von Jerusalem, ward er von dem babst Innocentio dem vierten * oft b verkhund in den pan; darumb c ward der fürst die pfaffheit vast hassen, und er setzt übl zu übel, und 30. Nov. an sand Andreastag, als man zalt 1255 jar, do er gein der 5 nacht frölich was mit seiner gemahl und hofgesinde, do viel er hin d und verschied 0 eins jähen tods. 2 | etilen sprechen, er hab die grafen von Pogen vertrieben in welische land und die Scheyr. Chr. grafschaft besessen; 3 | er lies zwen sün mit namen f Ludbig 194 und Heinrichen und ein tochter, genant Elisabet. l0 *Der vierd Staffel und lini hebt sich an den zweien fürsten. s * Andr. 637,35 Die zwen sün des vorgedachten hertzog Otten, Ludbig und Heinrich, 1 teilten das land Beim nach ires vaters tod. Ludbig [Bl. 75 b ] besas die Pfaltz bei Rein und Obern-Beirn | 15 Andr. 637,30 mit dem Norcua, *do ward Beim von erst geteilt; 1 ' 5 * | so besas Heinrich Nidern-Beirn. Andr. 638,1 Ludbig hett drei frawen zu der eo. und die ersten lies er enthawbten zu swäbischen "Werd | von versagens wegen." Andr. 638,11 und do der frawen Unschuld geöffnet ward, pawt er ein kloster 20 mit namen Fürstenfelden 7 zu pues [ umb die grossen sund, so Andr. 638,1 er' verbracht hett. | die fraw was am geschlächt ein hertzogin Andr. 638,3 von Brabant, *genant Maria. k * und bei der andern frawen s Andr. 638,5 hett er einen sun, was genant Ludbig, j und bei der dritten a zu seinem son II W. >> offenlich H. c darnach T^.25 d hinumb und H. ° starb II W. f mit namenfehlt II W. e Diese üeberschrift fehlt II W. '• do ward — getailt fehlt II W. ' die er // W. k genant Maria fehlt II W. 1 Innocentius IV. (1243—1254). — Vgl. Arnpcck A S. 269; B S. 55. 30 2 Am 20. November 1253 zu Landshut. — Vgl. Arnpeck A S. 270; B. S. 56. 0 Der letzte Oraf von Bogen starb im Jahre 1212. —■ Vgl. Arnpeck A S. 260; B S. 55. — S. Riezler, // S. 15. ' Ludwig IL, der Strenge und Heinrich XHI. 3 ;) 5 Am 28. Marx 1255. — Vgl. Arnpeck A S. 271; B S. 56. 6 Maria, Tochter des Herzogs Heinrich IL von Brabant und Lothringen. — Die Hinrichtung derselben geschah am 28. Jan. 1256. — S. zur Sache Kiezler, II S. 110 ff. — Vgl. Arnpock A S. 274; B S. 56. 7 S. zu der Erbauung des Klosters Bürstenfeld (westlieh voiiVJ München) Eiezler, II S. 112 ff. — Hundt-Gewold, II S. 226. - Vgl Arnpeck A S. 274; B S. 58. " Ottos zweite Gattin war Anna, eine Tochter des Herzogs Konrad IL von Schlesien-Glogau; sie schenkte ihm ausser dem im Text genannten Sohn auch zwei Töchter, Maria und Agnes. 45 — 113 — frawen, 1 die konig Rudolfs, des grafen von Habspurg," tochter was, hett er zwen sün, das ist Rudolf und Ludbign den Jüngern, der obgedacht pfaltzgraf Ludbig hat auch gepawt die vest Andr. 638,9 Fridborg 2 | wider den bischof und burger zu Augspurg. I der Andr. 638,12 5 fürst ward begraben in das kloster zu Fürstenfeld. Und sein bruder, hertzog Heinrich von Nidern-Beirn, Andr. 638,20 hett zu der ee eines konigs tochter von Hungern. 3 | der Heinrich hat gepawt die zwei petelkloster zu Landshut, 4 und er ward [Bl. 76 a ] nach seinem tod b begraben zu Säldontal. 10 Und ir beider 0 swester, fraw Elisabet, ward vermählet Audi: 637,25 konig Eonrad von Jerusalem, der ein sun was keiser Friderich des andern/' 1 der vorgedacht Heinrich lies drei sün: 0tten, Andr. 638,25 Ludbig und Steffan. Hie hat ein ende der vierd' 1 Staffel und lini und 15 vahet an der fünft. 6 Die drei sün pfaltzgraf Ludbigen: Ludbig der elter ward Andr. 638,14 zu Nürmberg in einem hof angerurt f mit dem spere von einem grafen von Hochenlo, 8 das er starb. 0 Rudolf ward pfaltzgraf, | Andr. 641,30 der het zu. der ee eins konigs tochter von Engeland. 7 | bei Andr. 641,38 20der frawen het er drei sün: Rudolf, Rupertum und Adolf. Ludbig, der jünger, hat gehabt zwo frawen; die erst was eins konigs tochter von Bolon, die ander ein gräfin von Holondt. 8 dieser fürst von Beim ward erweit zu [einem] Kghf. 465,6 römischen konig von dem bischof zu Maintz und von dorn '° bischof zu Triol h und von dem marggrafen von Brandenburg und von' dem konig zu. Beheim, und ward wider in erweit a Habspurg aus II W statt Hafeslpurg in J. h nach seinem tod fehlt W. c beider fehlt R W. d der erst H W. « der ander II W. 30 k- an Kerennt W. ff von ainem von Hohenloe H W. h von den u oischoffen von Maintz und Trier IL ' von fehlt H. 1 Mechtilde. 2 Um 1264. Vgl. Arnpeck A S. 274. 3 Elisabeth, Tochter des Königs Bcla IV. von Ungarn. Vgl. Arn- 35 Peck AS. 277; B S. 58. 4 Das Minoritatklosler und das Dominikanerkloster. — S. Heigel in der Einleitung x.ur Landshutcr Ratschronik in St.-Chron. XV S. 249.; ■Kiezler, // S. 215 u. 217. — Vgl. Arnpeck A S. 270. 6 Vgl. Arnpeck A S. 269 ff.,; B S. 55. 4q r . ° Ludwig (Etcgans, der Wohlerzogene), der älteste der Söhne ^udwigx des Strengen; er starb am 23. Nov. 1290. — Vgl. Arnpeck A 8 - 276; B S. 58. Rudolf I. war vermählt mit Mechtilde, einer Tochter des Königs -adolf von Nassau. Aus dieser Ehe stammten vier Söhne: Ludteig, Adolf, 45 Rudolf IL, Ruprecht I. — Vgl. Arnpeck A S. 291; B S. 68. 8 lMd?cig IV. war in erster Ehe vermählt mit Beatrix, einer Tochter «es Herzogs Heinrich III. von Schlesien- Qlogau, in zweiter Ehe mit Margareta, einer Tochter des Grafen Wilhelm III. von Holland etc. — Vgl. Arnpeck A S. 319; B S. 96. — 114 — hertzog Friderich von Osterreich von den andern [Bl. 76 b ] drei kurfürsten. 1 das geschach nach der menschberdung Kfjhf. 465,12 Cristi 1315 jare. 2 und nach der wal zugen die zwen erweiten konig zufeld mit grosser macht für die stat zu a Franckfurt, und die stat was mit konig Ludbigen. so lag der von Oster- 5 reich zu der andern seiten 3 mit seinem here, und das wasser, genant der 1 ' Mann, was zwischen ir, das sie nit zusamen Kghf. 46ö,i8 mochten, darnach kamen die zwen fursten zusamen in Swaben- land bei der stat Eslingen und stritten daselbs miteinander, das auf beden seiten vil volcks erschlagen ward, und rawmbten 10 bed teil die walstatt, also das man nicht west, wer den sig behalten hett. 4 | darnach zocli hertzog Friderich heim gein Österreich und warb 0 sich bei dem konig von Hungern und Kyhf. 467,1 bischof zu Saltzburg. d | der konig von Hungern 6 schickt im zu lieb 2200 gläfen f und 4000 pogenschützn. | so sambt er 15 aus seinen landen und mit dem bischof zu Saltzburg 1800 gläfen und 24000 man zufassen, und er zoch* mit der grossen Kghf. 467,5 macht herauf in Beim. 5 | hie enzwischen sambt sich konig [Bl. 77 a ] Ludbig auch mit einem grossen here, wann der konig von Beheim, der bischof von Triel und' 1 der burgkgraf20 von Nürmberg und ein graf von Hennenberg, die herren all, schickten konig Ludbig 1900 gläfen und 18000 man zufüssen. 6 » zu fehlt H W. b c ] er f ehu H 0 bewarb H. d von Saltzburg umb hilf IL e U nd aer k. v. ü. 11 W. < glanen II, glänen W. — Zu gläfen am Bande von Ebram Hand bemerkt: „Forte glänen, sonst 2u speerreiter. e und er zoch also II W. b und fehlt II. 1 Königshofen: von dem hisehove von Köllc, von dem herxogen von Peyern und von dem herxogen von Sahssen. ' Bekanntlich im Jahre 1314, wie es auch bei Königshofen heisst. „ Q Friedrich wurde am 19. Oktober gewählt von Herzog Rudolf von Sachsen, ö Herxog Heinrich von Kärnten, der sich die Vertretung der böhmischen Stimme anmasste, und von Pfalxgraf Rudolf, der auch den abwesenden Erxbischof von Köln vertrat. Die Wahl Ludwigs fand am 20. Okt. statt. — Vgl. Arnpeck A S. 319; B S. 07. 35 3 Bei Sachsenhausen. 4 Vgl. Malhiae Nüwenburgensis Chron., ed. Studer (Bern 186$) S. 61; die xweite bayerische Fortsetzung xur sächsischen Weltchronik in Mon. Germ. Deutsche Chron. II S. 337; Arnpeck A S. 320; B S. 97.— Bas in Rede stellende Treffen bei Esslingen fand statt am 19. Sept. 1316- ^ 6 S. xu den Rüstungen Friedrichs Pfannenschmid, Die Schlacht bei Mühldorf etc. in den Forschungen xur deutschen Gesch., Bd. Hl S. 44 ff. — Die genannten Verbündeten Friedrichs sind der König Karl von Ungarn und Erxbischof Friedrich von Salxburq. — Vgl. Arnpeck A S. 322; B. S. 99. , 6 Bei Königshofen andere Zahlen: 1500 glefcn und drissig tusent* fusgenger. — S. xur Sammlung der Streitkräfte Ludwigs Pfannenschmid, l. e. S. 48 ff. Die im Texte genannten Helfer sind König Johann von Böhmen, Erxbischof Balduin von Trier, Burggraf Friedrich von Nürnberg und Bertold VU. von Henneberg. — Vgl. Arnpeck S. 323; B. S. 99. — 115 — die zwen obgedachten erweiten konig kamen zusainen mit Vgl. Andreas grosser macht nachend bei Müldorf 1 und stritten do mitein- MOfl ander einen herten streit an sand Michelstag,' 2 und konig Ludbig behub den sig, und der hertzog von Osterreich ward 5 gefangen und gross ritterschaft mit im, auch wurden ir vil erschlagen. 3 Do nu der streit geendet ward, do wurden die ritter und knecht aus Peheim, Beim und Franckhen vast kriegn, a dann jeder b wolt den freidigen hertzog von Österreich gefangen !0haben, do sprach der fürst: „des kriegs will ich euch wol bescheiden; tragt mir für ein jeder seinen wappen rock und die kleinat, die er auf dem hawpt gofurt hat, so wil ich den zeigen, dem ich vancknuss gelobt hab". und do nu die kleinat für den fursten von Osterreich gebracht wurden, do klopft er 15auf ein kuemawl und sprach: „das kuemawl kund ich hewt weder mit stechen noch schlahen von mir bringen; dem hab ich gelobt", das was ein beirischer |"B1. 77 b ] edelman, genant Ringsmawl. c * Der hertzog von Osterreich ward einem bevolhen, genant 2 °Weigl, vitztomb, der fürt in auf ein geschlos für den Peheimer Wald, genant Trawsnit/ 1 dasolben lag er etlich zeit" und ward geschätzt, der hertzog von Osterreich must sich hoch verschreiben für sich und sein erben, 7 nimer mer nach dem reich zustellen, wider keinen hertzogen von Beim ; darzu mussten *& all edel, die gefangen wurden aus Osterreich, ir guter zu lehen eniphahen alzeit von dem eltisten hertzogn in Beim, als sie a zancken IL b ein ieder LI. c gen. Kingsmaul oder Rindts- maul W. o n * S.xv/r Sehlacht bei Mühldorf besonders das Bruchstück einer deutsehen u Chronik, das unter dem Titel „Der Streit xu Mühldorf'' in Böhmers Fontes rer . Austr., Bd I S. 161 ff. gedruckt ist. — Von neueren Darstellungen der Schlacht s. Biezler, II S. 335 ff., der auch S. 338 Anm. 1 die über diese Schlacht erwachsene Quellen- und. Gesehichtsliteratiir angibt, und 3 Pfannensehmid, l. c. 57 ff. — Vgl. Arnpeck A S. 323; B 8. 90. 8 Andreas: Michels abent. 3 S. xu den Verlusten Pfannensehmid, l. c. S. 70 ff. 4 Albrecht von Rindsmaul, Pfleger zu Neustadt an der Donau. ■J. fannenschmid, der die an die Schlacht von Mühldorf sich, anknüpfenden 4q bQQen einer eingehenden Untersuchung unterworfen hat, kommt (S. 78) *W dem Schluss, dass die in Bede stehende Erzählung zum ersten Male ''u Veit Arnpeck (A S. 324; B S. 100) auftaucht. Da aber Ebran vor Arnpeck geschrieben hat, ist er an Arnpecks Stelle xu setzen. — Vgl. die arianten der Sage bei Pfannensehmid, l. c. S. 7S Anm. 1. 45 6 Vgl. Arnpeck A S. 325; B S. 100. 6 Bis zum Frühling 1325. ., "' Aus einer verlornen baiir. Chronik? — Vtil. Arnpeck A S. 325; B S. 101 ff. . . — 116 — dann die noch haben, er gab auch derselben lehn vil dem purgkgrafen, die sie auch a noch leichen; darzu begabt er das purgkgraftumb'' mit grosser freiheit. er macht auch aus dem c von Hennenberg einen gefürsten grafon. 1 die obgemelten brief hat wider geben hertzog Ludbig von Obern-Beirn, der königin 5 bruder von Franckreich, keiser Friderich dem dritten, am geschlächt ein hertzog von Osterreich, zu der zeit, als sein sun mit ihm kriegt, der genant was der pucklot hertzog; d und ward im doch dadurch nichtz geholfen von dem konig Friderich. Darnach für konig Ludbig [Bl. 78 a ] hin gein Ach und 10 Andr. 641,33 lies sich krönen, 6 - und desselbenmals vertreib er seinen bruder, pfaltzgraf Budolf, f umb das 8 er wider in gewesen was mit dem hertzogen von Osterreich. Budolf floch gein h Engellandt, do starb er im ellendt. Des grossen streits auf konig Ludbigs teil was ein obrister tö hauptman der frum ritter herr Seifrid Schwepfermann. auf den ritter wartet konig Ludbig 1 etlich tag, das er nit wollt streiten; und do der ritter kam und die veind von erst beschawt, do wurden im die fues zitternt in den Stegreifen, das im die sparn klängen; do ward von vil jungen rittern und knechten20 gar spöttlich darzu geredt, und sprachen k : „hat der konig als lang auf den man gewart! er wirt dem hertzogen von Österreich nit' vil Schadens damit thun". konig Ludbig hueb den streit an m nach rat und underweisung des frumen ritters. 3 Andr. 640,8 und zu der zeit, als der streit geschach, do was gar ein grosse 25 tewrung, also das ein schaff körn galt 5 U Begensburger a auch fehlt HW. b genadt (begnadet H) er das burggrafen ambt W. c dem aus H W statt den in J. « hertzog fehlt LI W. ° krönen mit der romischen chron II W. t Kudolf fehlt II W. e In J im das (Schreibfehler); darumb das II W. b in E. E. ' wartet der kinig II W. 30 k und sprachen fehlt H W. l nu W. "> fieng den str. an H W. Berthold von Henneberg war bereits von Kaiser Heinrich VIL in den Stand eines geforstetem Grafen erhoben worden. Er gehörte zu, den vertrautesten Räten Ludwigs, der ihm auch die Pflegschaft über die an Ludwig den Jüngern verliehene Mark Brandenburg übertrug. — Vgl. Arn- 3o peck A S. 326; B S. 102. - Die Quelle des Ganzen? ■nrr t, Krönu "9 Ludwigs halle bereits am 25. Nov. 1314, bald nach der Wahl, stattgefunden. — Vgl. Arnpeck A S. 320; B S. 97. Von dieser Sage gilt dasselbe wie von der über den Ritter Bings- maul oder Rindsmaul. Auch von ihr ist bis jetzt eine frühere Auf- 4° Zeichnung als die bei Ebran nicht zu finden. Die Inschrift auf der viel besprochenen „gemalten Tafel" in Kastei, wo Schweppermann bestattet ist, war Ebran jedenfalls unbekannt. Von der Eiergeschichtc, die zuerst bei Meisterlin zu lesen ist, weiss er ebenfalls noch nichts, wie er überhaupt von Meistorlins Chroniken gar keine Kenntnis hat. S. zu der i° Persönlichkeit Schweppcrmanns und der sich an seine Person knüpfenden Sagen Pfannenschmid, l. c. S. 83 ff. — Vgl. Arnpeck S. 324; B S. 102. — 117 — pfening. 1 der krieg zwischen der erweiten konig a hett gewert bei 9 jarn. do nu konig Ludbig zu rue kam und das reich allein hett, do hielt er gute gericht. Zu der zeit, als konig b Ludbig [Bl. 78 b ] geregirt hett, starb Kghf. 468,24 5 Mathiasch, der hertzog von Mailandt ; c also verlech konig Ludbig dasselb land herren Galeatzen,'' des vorgedachten Mathiasch sun; 3 das tet dem babst Johannsn der 22. e3 zorn und vermeint, das Kghf. 468,26 kein römischer konig gewalt Met in welischen landen, ee er kam über die gepirg. darumb lued der babst den konig 10 für gericht, und do er nit kam und veracht das gericht, do tett in der babst in den pan ' und droet im,* er wolt in entsetzen von dem reich, also besambt konig Ludbig Kghf. 460,70 gar gros s ritterschaft und fuer mit macht durch welische land gein Rom, und er wardt gar wirdigklich empfangen von den 15 Römern. 5 die Römer tetten ein potschaft zu dem babst, der die zeit was zu. Auian," und patten in, das er kam gein Rom und konig Ludbig krönet zu. keiser; das wolt der babst nit thun. do ward der konig mit den Römern zu rat, und' sie machten einen parfusenmunich zu babst, der krönt in zu 0 keiser, das beschach nach Cristi gepurd 1328 jar. fi | der babst regirt nicht lenger dann als lang k keiser Ludbig in Italia was, do ward er wider abgestossen, und der vorig babst kam wider a *i sein wir- [Bl. 79 a ] digkeit; 7 der hueb erst an zu. pannen Kghf. 460,19 o r a zwen kinig II. b und kinig II W. c starb der hertzog 0 Matigasch von M. H W. <• Galeatzen aus H W statt Calixten in J. der 22. (fehlend H W) von Ebrans Hand in J an den Rand geschrieben. un aus II W statt in in J. e gar ain grosse IL >' Avion II. nach und in J ein sinnloses das, das wir gestrichen. k lang fehlt W. o-. 'S. zu dem Zusammenhang dieser auch sonst bezeugten Teuerung vinit der Schwcppermanuschen Eier sage Pfannen schmid, /. c. S. 102 ff. — v üL Arnpeck A S. 320; B S. 98. * Vgl. Arnpeck A S. 326; B S. 103. :l Johann XXII. (1316—1334). — S. über diesen Konflikt Ludwigs mit dem Papste Biezler, II »S T . 348 ff. D " Am 23. Man 1324. 5 Am 7. Jan. 1328. ,. e Der wirkliche Verlauf der Dinge war bekanntlich ganz anders; ata Weihe zum Kaiser erhielt Ludwig am 17. Jan. von dem Bischof Jakob iQ V n' 1 . C&stello, die Krone setzte ihm der Führer der QhibeUincn in Rom, bewrra Colonna, auf; erst am 12. Mai wurde dann der neue Papst, der wiorit Petrus Rainalucci, der sich Nikolaus V. nannte, aufgestellt. yehn Tage darauf, am 22. Mai, wurde dieser geweiht, bei welcher Oe- c genluiit Papst und Kaiser sich gegenseitig die Kronen aufs Haupt setzten. 4 5 ~~ Vgl. Arnpeck A S. 329; B S. 105. _ 7 Nikolaus V. unterwarf sich Johann XXIII. in Avignon am aö - August 1330. — Vgl. Arnpeck A S. 330; B S. 107. — 118 — mit ernst wider keiser Ludbign; al | *das pannen werdt bis auf des keisers tod. b * *Der keiser herschet gar gewaltigklich durch dewtzsche und welische lande, 0 * und er macht guten frid. dem keiser stuend grosser reichtumb zue, dann er überlebt die andern 5 herren von Beirn d all und besas ir land Nidern-ßeirn. 2 im viel auch zue die marich zu Brandenburg und die grafschaft zu 0 Tirol, die verlech er beide seinem eltisten sun, genant Ludbig. 3 im vielen auch zue die land Holandt, Hönigaw, Seelandt und die herligkeit über die Friessen, die verlech er auch seinen zweien sün, Albrechten und Wilhalm.' der keiser 10 hielt seinen hof am meisten zu Nürmberg und Münichen, dadurch die zwo stet gar gros aufnomen an reichtumbn und kostlichen powen. Da der keiser vernam, das sein bruder, pfaltzgraf Rudolf, tod was, do schickt er nach seinen drei sönen und gab in 15 wider die Pfalz, und was darzü gehörte Keiser Ludbig, do er geherschet hett 32 jar, reit er eins tags aus zw Understorf und wolt jagen, do viel er hin und starb eines jähen tods an peicht [Bl. 79 b ] und pues und im pann; das geschach nach der menschwerdung Cristi 1347 20 Andr. 644,30 jar." und er ward gefuert gein Münichen und daselben begraben in unser fravven pfarkirchn. | und lies f sechs sün: Ludbig, Steffan, Albrecht, Wilhalm, Ludbig der Römer und Otto. a wider kaiser Ludwig durch teutsche und welsche land R W. ■ b das pannen werdt — tod fehlt II W. » der keiser — welische lande 25 fehlt H W. d von Bairn fehlt II W. e zu fehlt II W. f er verliess II 1 Die letzte grosse „ Verfluchung" des Kaisers erfolgte am 13. April 1346. — Vgl. Arnpeck B S. 105. 2 Im Jahre 1341 nach dem Tode Johanns, des letzten niederbayerischen Herzogs. — Vgl. Ampeck A S. 337; B S. 108. .. . 3 Ludwig wurde mit Brandenburg durch Urk. vom 24. Juni 1324, mit Tirol durch Urk. vom 26. Febr. 1342 belehnt. 4 Hennegau fiel nach dem Tode des kinderlosen Grafen Wilhelm IV- von Holland als Frauenlehen sofort an Margareta, die Gemahlin Ijndwigs; mit Holland, Seeland und der Herrschaft Friesland wurde sie am 15. Jan. 3J 1346 vom Kaiser belehnt Bald darauf stellte Ludwig seinem vierten Sohn Wilhelm bezw. seinem fünften Albrecht diese Länder als Erbe in Aussicht- 6 Durch den Hausvertrag zu Pavia vom 4. August, 1329. — Vgl. Arnpeck B S. 107. 0 Indersdorf (einige Meilen nw. von München) wird hier auch von vi dem Verfasser der zweiten bayerischen Fortsetzung zur sächsischen Weltchronik (l. c. S. 339) genannt. — In Wirklichkeit ritt Ludwig am 11. Okt. 1347 von Münclien aus auf die Bärenjagd nach Fürstenfeld, M* ihn bei dem, Dorfe Puch der Tod ereilte. S. das Quellenmaterial &«* Kiezler, H S. 499 Anm. 3. — Bezüglich der Grabstätte Ludwigs s. die bei, 40 Häutle, 1. c. S. 8 Anm. 2 aufgeführte lAtcratur. — Vol. Arnpeck A S. 340; B S. 111. — 119 — Mer a ein histori von keiser Ludbigen, ee er römischer konig erweit wardt. Des jars, als man zalt 1312 jar, b ist abgangen Otto, Andr. 639,15 konig zu Hungern und hertzog in Beim, 1 und lies einen sun, 5 was genannt" Heinrich, der was d bei 14 tagen alt. 2 derselb konig Otto empfalch an e seinen letzten zeiten seinen sun, den egenanten Heinrich/ und auch seins bruders Steffan 3 kind, Heinrich 84 und Otten; 5 der ein was bei acht jarn, der ander bei fünf jarn, seinem vetter," hertzog Ludbigen von Obern- loBairn. dawider warn sam all dinstlewt und ritterschaft in Andr. 639,27 Nidern-Beirn und meinten, die kinder und ir furstentumb dem hertzogen von Osterreich 7 zuempfelhen, domit die kinder und das lande paser versorgt s war. und als sich hertzog Ludbig besambt von [Bl. 80 a ] Obern-Beirn und wolt das furstentumb 15 Nidern-Beirn mit gewalt einnemen, dawider sich auch besambten die Nidern-Beirn mit hilf des hertzogen von Osterreich und zugen hertzog Ludbig entgegen und stritten mit im bei dem dorf Gameistorf;" do behueb hertzog Ludbig den sig und dacht im das land underthenig als einem vormundt. | darnach Soviel das land auf in mit rechter erbschaft, als er keiser ward, als oben mer davon gesagt ist und auch hernach gesagt wirt 1 ' bei dem jungen fursten hertzog Johannsen von Nidern-Beirn im 9. capitel. •Die drei sün hertzog Heinrichen: Otto, Ludbig und Steffan. 25 Zu den zeiten, als man zalt 1308 jar, ging ab mit tod Andr. 638,31 konig Wella von Hungern 10 on mändlich erbn. do ward a noch mer II W. b jar fehlt H W. ° der was gen. H. d und Was II. « in 5. f seinen sun, den genanten Heinrich, fehlend in •\(\ h l Rundschriften, sinngemäss ergänzt aus Andreas, e und Heinrich II W. aya gesagt ist H W. 1 Otto III. von Niederbayern starb am 9. Sept. 1312. — Vgl. Arnpeck A S. 283; B S. 64. 2 Heinrich, geb. am, 26. August 1312. g- 3 Stephan L, Ottos III. Britder, war am 21. Dex. 1310 gestorben. 4 Heinrich, geb. am 29. Sept. 1305. 5 Otto, geb. am 3. Jan. 130 7. G Bei Andreas : Oeheym. ' Friedrich dem Schönen. 4 0 8 Vgl. zur Sache ßiezler, II S. 293 ff. , 9 Am 9. Nov. 1313. — Gammelsdorf, drei Stunden nördlich von Moosbiwg. j 10 Bela IV. von Ungarn war Ottos Orossvater mütterlicherseits. Der setzte Arpade ivar Andreas, der am 14. Juli 1301 starb. — Vgl. Arnpeck 4 8. 282; B S. 62. — 120 — hertzog Otto von Beim von den landtsherren zu Hungern gefodert zu einem konig in Hungern, der fuer mit grosser ritterschaft ab und ward gar wirdigklich empfangen und Andr. 039,1 darnach gekrönet a zu einem konig; 1 und do er etlich kurtze b [Bl. 80 b ] zeit regirt, do fing in ein mächtiger landsherr zu 5 Hungern 02 und behielt in lang in vancknus und wolt in nit ledig lassen, dann er näm zu der ee sein tochter. dos wolt der konig nicht thün und ward mit hilf eins dieners ledig aus der vancknus, das er heimlich kam von dannen, und zoch durch verre land — Balachey, Keissen und Bolon — als ein armer 10 freihart d und kam gein Presla, do ward er erkant und verraten, und er ward zum andern mal gefangen von einem hertzogen in Bolon; desselben tochter nam er zw der oe und kam mit frewden wider in Beim ' ! und kam nit mer gein Hungern. 0 Der konig Otto und sein briider gaben dem land zu 15 Nidorn-Beirn gross freiheit und die gericht zukaufen, die man nent hofmarch. 4 Konig Otto ward nach seinem tod begraben zu Säldentall und lies einen sun, der f was genant Heinrich. Ludbig 5 ging ab an leiplich erben. 20 Steffen hat zu der ee konig Johannsen von Peheim tochter; 0 bei der hett er zwen sün, Heinrichen und Otten. a und nachmals gekr. II. b kurtze fehlt H W. <> in H. II W. d freihart aus II statt freiheit in J. ° in Hungaren H f der fehlt II W. 1 Otto III. lehnte die ihm angebotene Kimigskroue zuerst ab, erklärte 28 sieh später aber doch zur Annahme derselben bereit und wurde am (j. Dezember 1305 zu Stuhlweissenburg gekrönt. * Er wurde gefangen von dem Wohooden Ladislaus von Siebenbürgen, in dessen Gefangenschaft er über ein Jahr lang blieb. — Vgl- . Arnpeck A S. 283; B S. 03. ö 3 Otto ivurde an einen russischen Orossfürstcn (wahrscheinlich Michael Jaroslawitsch) ausgeliefert und kehrte, nachdem die Ungarn einen anderen König in der Person Karl Roberts von Anjou gewählt hatten, im Februar 1308 nach Bayern zurück. Hier feierte er, zu Straubing, am , 18. Mai 1300 seine Hochzeit mit Agnes, einer Tochter des Herzogs Heinrich III. von Ologau-Schlesien. — Vgl. Arnpeck A S. 283; B. S. 03. 4 Freiheitsbrief („die Ottonische Handfeste") vom 15. Juni 1311) gegeben von Herzog Otto für sielt und seine Neffen. - S. hiezu Kiezler, H S. 511 ff., wo auch die einschlägige Literatur angegeben ist. — Vgl. Ar n " .g peck A S. 284; B. 8. 64. — Von dieser „Freiheit" und den daraus fliessenden Rechten hatte Ebran in seiner Eigenschaft als niederbayerischer Edelmann und Hofmarkbcsitzer natürlich genaue Kenntnis. — Unter den mit den „Freiheiten" beliehcnen Edelleuten befand sich auch ein Ebran (Heinrich Ebran). ,e 6 Ludwig HI., -|- 13. Mai 1206. — Vgl. Arnpeck A S. 285; S 8. M- " Stephan L, vermählt mit Judith, einer Tochter des Herzogs Boleslaus III. von Schweidnitz in Schlesien. Er hatte von ihr acht Kinder, darunter vier Söhne, von denen die zwei im Text genannten ihn überlebten. — Vgl. Arnpeck A S. 280; B S. 65. — 121 — [ßl. 81 a J Hie hat endt der funft a Staffel und lini und vahet an der sechst. 1 ' Die drei sün pfaltzgraf Rudolfs: 0 Ruperti der rot, Rudolf und Adolf. 5 Do nu keiser Ludbig hört, das sein brüder R°idolf in Andr. 642,4 -Engelandt gestorben was, 11 und do er sach die fruetigkeit seines bruders 0 kinder, sagt man, er hab also gesprochen: „der kinder vater hat wider uns getan und nit die sün. eia, warumb solten sie dann tragen die ungenad irs vaters? das sol nicht 10sein!" und er teilt mit in und gab in wider die Pfaltz und was darzü gehört, und die teilung und teilbrief wurden gemacht und gefertigt, als man zalt 1334 jare, des freitags^. August vor sand Oswolstag. 1 Die drei fürsten haben die Pfaltz vast erweitert an reiches tumb, und besonder' Rupertus der rot;* i der ward darumb Andr. 641,41 also genant, das er ein rots hör hett; der starb an leiplich erben. Rudolf lies ein tochter. :! Andr. 641,40 Adolf lies ein sun bei der hertzogin von Cecili,* was Andr. 642,1 2 » genant 11 Ruperti Adolf.* 4 [Bl. 81 b ] Das sein die (> si°in, die keiser Lud big gepert 1 aus zweien eelichen frawen, der königin von Bolon und einer gräfin von Hollondt. k -> Die 6 fürsten ererbten alles Obern- und Nidern-Beirn Andr. 645,2 5 von irem vater, keiser Ludbig, darzu die land: die marggraf- a der ander H W? b der dritt H W. e Rudolf.s aus IT statt «■udolf in J. d in E. im eilend tod was H W. bruders aus 11 W statt bruder in J ' sonderlich //, sunder W. " kinigin von Öicilia ti W. b der was gen. IL * geborn II. k Holland! II W. 1 Hausvertrag von Pavia vom 4. Aug. 1329. - Vgl. oben S. 118 14 S Arnpeck A S. 293; B S. 69. 2 Rupert I. (Rufus). — Andreas statt ein rots bor: ein roten part. — Kgl Häutle S. 19. - Arnpeck A S. 294; B S. 69. gc n . 3 Rudolf IL hinterliess aus seiner ersten Ehe mit Anna, der Tochter ttos H m von Xärnthm etc., eine Tochter Anna. Seine zweite Ehe mit Iwgarelha, einer Tochter König Friedrichs IL von Sicilien (aus dem üause Aragonien), blieb kinderlos. — Vgl. Arnpeck A S. 294; B S. 70. Adolf hinterliess einen Sohn Ruprecht IL Adolf aus seiner Ehe 40 FL nß> }9 anle > Tochter des Grafen Ludwig VII. von, Oetlingen; die Angabc wram, jemr sei mit einer „hertxogin von Cecili'' vermählt gewesen, beruht a W einer Verwechselung mit Adolfs Bruder Rudolf IL (S. die vorhersehende Anmerkung). — Vgl. Arnpeck A S. 294; B S. 69. " S. oben S. 113 Anm. 8. U — 122 — schaft zu Brandenburg, Hollondt, Henigaw, Seeland und die herligkeit in Friessen, auch die grafschaft zu Tirol, und als etlich sprechen, so haben die Fürsten die land geteilt, als man zalt 1349 jar; a das sol geschehen sein zu Landsperg. b 1 | und wie die sechs fursten die land alle besessen haben, davon» will ich meidung thun. Ludbig der eltist ward marggraf zu. Brandenburg und hertzog in Obern-Beirn, 2 und im ward vermähelt des letzten grafen Meinharten von Tirol tochter, die genant was Mawltasch, darumb also genant, das sie als ein c ungeschaffen weib was. :i 10 darzu ward im verlihen die grafschaft zu Tirol von seinem vater keiser Ludbig. 4 bei der frawen het er einen sun, was Vgl. Andreas genant Meinhart. | der marggraf Ludbig was gar' 1 ein hoch- 646,13 gelobter fürst in allem romischen reich, und er starb, dieweil sein sun Meinhart ein kind was. 1"' [Bl. 82 a ] Und sein bruder Otto ward nach im margkgrat Ändr.647,37 zu Brandenburg. 5 | der Otto verkawft die marich zu Brandenburg keiser Karl dem vierdten, am geschlächt ein konig von Behem, umb zweimal hundert tawsent guldein. ,; die summa gelts ward im halb bezalt, domit zoch er heim gein Beim 0 20 und setzt sich auf ein geschlos, genant der 1 ' Wolfstein, gelegen auf der Iser undter Landshut; daselben vertreib er sein zeit bei einer mülnerin, genant Gredl; die müll wirt noch hewt 8 genant Gredleins müll. 7 Steffan besas auch Obern-Beirn und ein teil in Nidern- 25 Beim. 8 dem fürsten ward vermähelt eines konigs tochter a 1449 II W. *> nach dem Wort Landsperg in H W: aber den tailbrief hab ich nit gesehen ; doch will ich meldnng thon, wie die fürsten die land besessen haben : Ludwig der eltest etc.* « also ain II. d gar . fehlt II W. c i n Bairn II. t der fehlt II W. « heut fehlt II W. ÖU 1 Teilung zu Landsberg vom 13. Sept. 1349. S. zur Sache Kiezler III S. 28 ff. — Vgl. Arnpeck A S. 342; B S. 112. '-' Diese zwei Länder erhielt er in dem genannten Vertrage gemeinsam mit seinen Brüdern Ludwig VI. (dem Römer) und Otto V. — Vgl. über Ludwig: Arnpeck A S. 343 ff.; B S. 112 ff. m 3 Mit dieser war er (in zweiter Ehe) im Jahre 1342 vermählt worden- — Vgl. ArnpeckA S. 345; B S. 113. 1 S. oben S. 118,6 mit Anm. 3. 6 In der Teilung vom 24. Dex. 1351 fiel Oberbayern und Tirol - 7 Vgl. Arnpeck A S. 354; B S. 115 und besonders die ausführliche Stelle aus einer Chronik bei Kockinger, /. c. I S. 80 ff. l0 8 Stephan II. erhielt in der Teilung vom Jahre 1353 die bessere Hälfte von Niederbayern und nahm nach dem Tode seines Neffen Meinhard auch Oberbayern (und Tirol) in Besitz. — Vgl. Arnpeck A S. 368; B S. 128- — 123 — von Ceeili; al aus der gepert er drei sün :. Steffan, Priderich und Johannsen. Albrecht und Wilhalm besassen b ein teil c des nidern landes zu Beim mit der stat Straubing und darzu Hollandt, 5Honigaw, Seelandt und die herligkeit d in Friesen. 2 Ludbig der junger, genant der Römer, darumb also Andr. 645,5 genant, das er zu Rom geporn ward, starb in der jugendt an (148,18 leiplich erben. 03 Dem vorgedachten f Albrecht ward vermähelt N N.; bei Andr. 651,15 iOder het er drei sün: Wilhalm, Albrechten und Johannsen, | und ein tochter, was [Bl. 82''] genant 8 Margareth. 4 die fraw ward vermählt hertzog Johannsen von Burgundi und graf zu Flandern ; 5 der gepert aus ir den grossen Philippen, hertzog in Burgundi. G widerumb so wardt vermählt hertzog Johannsen von Burgundi löswester, die auch genant was fraw Margreth, dem erst gepornen sun hertzog Albrechten, der genant was Wilhalm, könftiger graf zu Holondt. ■ Die zwen sün hertzog Steffans, h Heinrich und Otto, s Andr. 640,46 erhueb.en einen grossen krieg miteinander im nidern land zu 2oBeirn, und hortzog Heinrich der jung, ein sun konig Otten y on Hungern/ 1 was ein helfer hertzog Otten, und rawbten und Prenten gar starck gegen einander. | und hertzog Heinrich der Andr. 640,22 a Sicilia II W. b besassen aus II W statt besas in J. c ain Eichel tail H W. " herrsohaft II. « Jn H W: Wilhelm und Ludwig 'Oder junger, genant der Böraer, darumb also genant, das er zu Koni geborn ward, starben in der Jugend on leiplich erben. f der vorgedacht II W. s was genant fehlt II W. » Steffens aus H statt Stephan in J. _ ' Elisabeth, Tochter des Königs Friedrich IL von Sicilien (aus dem w Uau S6 Aragonien). 2 Wilhelm und Albrecht erhielten in der Teilung von 1353 die ändere Hälfte von Niederbayern (mit Straubing) und die holländischen Provinzen. — Vgl. Arnpeck A S. 354; B S. 115. ... " Ludwig der Römer starb am 17. Mai 1365. — Vgl. Arnpeck ■ iiiA S. 353; B S. 115. j_ 4 Er war zweimal vermählt; Kinder hatte er nur aus der ersten -&he mit Margareta, einer Tochter des Herzogs Ludwig I. von Bricg in 'jehlesien. Sie rjebar ihm ausser der von Ebran genannten Tochter noch ar ei andere. —' Vgl. Arnpeck A S. 354; B S. 115. " Johann „dem Unerschrockenen". 0 Philipp „den Outen". 7 Am 12. April 1385. 8 Heinrich XIV. und Otto IV., die Söhne Stephans 1. 0 Heinrich XV., der Nattemberger, Sohn Ottos III. 14* 40 — 124 — elter bet vil hilf von koaig Karl von Peheim, 1 das im doch b nicht wol zimbt, nachdem die beid fursten seiner swester Andr. 641,4 sün warn. 2 | und do die zwen jungen fursten sahen, das sie dem alten nicht vorgesten 0 mochten, do ruften sie umb hilf zu keiser Lud big; und auf ir pete zoch der keiser mit grosser 5 macht zuveldt für die stat Straubing und lag dort acht wochen zu veldt f | so lag des konigs sun von Beheimb ll auch Andr. 641,15 zfifeldt enthalb der Donaw. also wardt [ßl. 83 a ] der krieg Andr. 641,21 gericht durch den keiser und konig von Beheim. i darnach kurtzlich 6 stürben die drei fursten 5 und wurden j auch . zu 10 Säldental begraben, und hertzog Heinrich der elter lies ein sun, was genant Johanns. 11 Hie hat ende der sechst f Staffel [und lini und vahet an der sibendten. B Andr. 647,23 Pfaltzgraf Ruperti Adolf, ein sun Adolfi. der pfalz- 15 graf hett einen herten veldtstreit mit einem hertzogen von Sachsen. 7 den streit behueb er zwier, und zum dritten mal lag er nider und wardt gefangen' 1 von dem hertzogen von Sachsen; 8 von der 1 vancknus mocht er lang k uit ledig werden, zum letzten gab in der hertzog von Sachsen dem 20 romischen konig Karl, der auch konig was zu Beheim. darumb hett man vil tag und teiding, und ward also erledigt, das der romisch konig seins vaters prüder Rudolf tochter nam zu der ee. also kam der egenant pfaltzgraf Ruperti zu a hilf und Zuflucht II W. *> dannocht II, demnach W.%> c vorgesigen II. •' von Beheim, genant Oarolus (Karl> // W. e kurtzlich fehlt II W I der drit // W. e der viert II W. I> und ward er gef. II W. ' und von dieser (der) II W. k lange zeit II W. 1 S. xu diesem Krieg (im Jahre 1332) Kiezler, II S. 405 ff. — ^ Statt König Karl sollte es heissen König Jonann. Vgl. Heinricus Beb- 30 dorfensis bei Böhmer, Fontes, rer. Germ., Bd. IV S. 519; Arnpeck A S. 286 ff.; D S. 65 ff. 2 Johann von Böhmen war der Schwiegervater Heinrichs XIV. 8 Die Belagerung währte von 6. Juli bis 20. August 1332. j * S. xu diesen Friedensverhandlungen Eiezler, II S. 407. 36 6 Heinrich XIV. am 1. Sept. 1339, Otto IV. am 14. De». 1334, Heinrich X V. am 18. Juni 1333. — Vgl. Arnpeck 287, 288, 289; B S. 66,68. s Nach lläutle noch einen »weiten. Heinrich, der jedoeh schon am 25. April 1340 starb. 1 Krieg Ludwigs des Brandenburgers mit dem falschen Waldemar, 40 m welchem. Ruprecht IL Adolf unter der Leitung Günthers von Schwarx- burg auf 'Seite seines wiüchbaehischcn Verwandten kämpfte. * Sept. 1348. S. Wiirdinger, Kriegsges h. der Bayern, I S. 8. — Vgl. Math. Nüwenburgensis, ed. Böhmer in Font. rer. Germ Bd. IV S. 260; Arnpeck A S. 294; B S. 70. 4Ö — 125 — seiner erledigung. und von des heiratgöts wegen und seiner erledigung worden etlich gslösser und stet a vor dem wald und auf dem Norcoa dem [Bl. 83''] konig zu Beheim geben. 1 | der pfaltzgraf Riiperti Adolf lies ein sun, was genant Ruperti. 5 Graf Meinhart von Tirol, ein sun margkgraf Ludbig von Brandenburg, 2 der was junck, do sein vatter starb. 3 des fiirsten Andr. 646,15 understfinden sich ein herr von Abensperg und ein herr von Laber 4 und auch etlich dinstlewt von Obern-Beirn und regirten den jungen fursten nach irem b gefallen, darob die 10 andern forsten von Beim und sonder hertzog Steffan der elter s ein gros misfalen hetten, und darumb stellten sie c dem fursten vast nach, und eins tags, als er was zu Ritterswerd, 6 das gelegen ist auf der Um ob Geisenveldt, bei dem von Abensperg/ und sein nit getrawt, | do kam hertzog Steffan und Andr. 646,21 15 sein sun, auch genant Steffan, 7 und belegten den Meinhardt. 8 | und do sie etlich zeit vor dem geschlos gelegen warn, do kam hertzog Friderich, 9 der auch ein sun was des eitern hertzogen Steffan, und bracht mit im vil ritter und knecht und rannt eins tags ungewarnet für das geschlos und half 2 0dem Meinhart aus dem geschlos, und zugen beid fursten hin gein Nurmberg zu dem burgkgrafen. und, als etlich sprechen, [Bl. 84"] so sind ritter vor dem gslos geschlagen worden, alsdann das gslos noch he&t bei tag Ritterswerd genannt wird. | nun wolt bischof Perichtolt von Aichstet graf Meinhart heimlich Amir. 646 27 0 a stet und Schlösser B. b irem aus B statt iren in J. c so stelten sie IL < l Ritterschwert, das gelegen ist auf der Um, gesamelt bei dem von Abensperg II W. 1 Die Heirat des röm. Königs Karl mit Anna, der Tochter Rudolfs IL, ''-«te bereits am 4. Marx 1349 stattgefunden; die „Erledigung" Ruprechts 00 erfolgte erst 1353. S. hiexu Häusser, Oesch. der Rheinpfalx, I S. 163; wezler, III S. 34.; Würdinger, / S. 25. 2 Die nachfolgende Erxählung ist xum grössten Teile, wie toörtliche Anklänge und Uebereinstimmungen erkennen lassen, aus Andreas genommen, doch muss Ebran noch eine weitere Quelle vorgelegen haben; einiges ° scheint auch auf örtlicher Tradition zu beruhen. — Vgl. Arnpeck A 8 - 352; B S. 113. - S. xum Ganzen Eiezler, III S. 56 ff. 3 Er war hei dem Tode seines Vaters etwa 18 Jahre alt. i * Die Bäupter dieser Partei waren Ulrich, Freiherr von Abensberg, Ulrich von Laber und der herzogliche Dienstmann Ililpolt vom Stain. 6 Stephan IL " Jetxt Kottingwörth. 1 Stephan III. 8 Vgl. Würdinger, I S. 43 Anm. 1. " Friedrich, der auf Seite Meinhards stand. — 126 — von dannen fuern hin in das pirig, do wurden sie gefangen ' vom pawrenvolck und gein Ingolstat gefurt. daselben wart mit teiding begriffen, das der Meinhart etlich jar zu Munichen sollt beleiben und geregiert werden durch seinen vetter. 2 daselben beleih graf Meinhart nit lang und kam heimlich von r> dannen in das pirig. 3 | da gab im sein muter, die genant was Mawltasch, hertzog Rudolfs von Osterreich swester zu der ee.' | Andr. 646,83 da lebt er nit lang und starb auf der burgk zi°i Tirol und lies keinen leiplichen erben. Andr. 646,33 Nun was die egenant Maultasch den fursten von Beim 10 hässig," darumb schickt sie nach dem vorgedachten hertzog. Rudolf von Osterreich und macht im das land underthenig, 6 wiewohl die grafschaft Tirol keiser Ludbig vormalen seinem sun, marggraf Ludbig, und allen seinen erben verlihen hett darumb ward zwischen der fursten von Beim und Österreich 15 gros unfrid," [Bl. 84''] und hertzog Steffan der elter und sein zwen sün, Steffan und Friderich, legten sich für Müldorf 7 mit einem here, darumb das der bischof von Saltzburg 8 mit dem hertzogen von Österreich was. hie ontzwischen sambt hertzog Rudolf auch ein gros volck und zoch herauf bis gein20 Riedt 9 und was im willen b Müldorf zu. retten, und do die ürsten von Beim vernomen, das der hertzog von Osterreich das land zu Beim erlangt hett, do prachen sie auf von Müldorf 010 und zögen im entgegen und warn begirig zustreiten mit dem hertzog von Österreich, do aber der hertzog von 25 Osterreich vernam, das die herren von Beim heften aufgeprochen, do sprach er: „ich hab meinen willen volbracht und hab mir genug than, darumb ich auszogen bin," und kert sich widerumb und zoch heim gein d Osterreich, und do die herren von a hässig und feind H W. b und was willens II. ° auf von 30 M. aus W statt vor M. in ■]. d hin in 0. H, hin gen O. W. 1 Am 16. Juni 1362. 2 Stephan IL, einen Oheim Meinhards. 3 Am 21. Okt. befand er sieh bereits auf der Burg Tirol. _ -g 4 Margarcta, die Schwester des Herzogs Rudolf IV. von Oestereich! ö Meinhard hatte sich mit dieser bereits im Jahre 1358 vermählt. 0 Margareta übergab am 26. Jan. 1363 Tirol den Herzogen von Oesterreich als ihren nächsten Verwandten und Erben. — Vgl. Arnpeck A S. 352; B S. 114. , 0 S. hiexu Riezler, 111 S. 67 ff.; vgl. auch Zauner, Chron. von* Sahburg, Bd. II S. 465 ff. ' Am 5. Juni 1364. S. x um Ganzen Würdinger /, & 51 ff- 8 Ortolf von Weisseneek. 9 S. Riezler, III S. 82. .« 10 Ende August. i0 — 127 — Beim hörten, das der hertzog von Österreich ir land ge- rawmbt liett, do zfigen sie auch nit mer für Müldorf, und der krieg belag also" in dem jar, als man zalt 1364 jar. | und ward nachmalen mit teiding gefunden, > das die grafschaft dem 5 hertzogen von Osterreich beleib, und ward den. [Bl. 85 a ] fürsten etlich pfantschat't dargegen ledig gesprochen. Die drei sün des eitern hertzog Steffan, *so er gepert het aus der konigin von Cili, 1 '* teilten miteinander, sovil in ir vater am land zu Beim hett lassen. c 10 Hertzog Steffan ward zu geteilt 3 des obern landes ein Andr. 649,17 teil mit der stat Ingolstadt und etlich stet und gslösser im pirig und in Swabenland.' 1 und im ward vermähelt ein hertzogin von Andr. 649,23 Mailandt, 3 aus der gepert er einen sun, was genant Ludbig, Andr. 649,26 und ein tochter, was genant fraw Elisabet; e die ward ver- 5 mähelt dem grosmachtigen konig Loys von Franckreich. 4 | der fürst ward genant der gütig und dient f gern schönen frawen und reit vil und weit zu den turnirs höfen und macht 8 gros schuld. s und do im sein gemahl h starb, nam er zu der ee e in' gräfin von Kleff, ,; bei der hett er kein kind. Hertzog Friderich ward ein teil zugeteilt des nidern Andr. 649,18 landes zu Beim mit den steten Landshut und Burgk- hawsen; 7 dem fürsten hertzog Friderichen ward auch ver- Andr. 649,23 mähelt ein hertzogin von Meilandt; 8 aus der gepert er einen g a Von „belug also" an heisst es statt dss in J Stehenden in H W: d u Dd die grafschaft Tirol bolib dem hertzogen von Osterreich dieser krieg geschach in dem jar, als man zalt tausent dreihundert vierundsechtzig, und ward nachmalen mit thoding gefunden, das die grafschaft den hertzogen von Osterreich belib. b so er — von Cily fehlt H W; am Ramie n c Vmi ' Ebrans Hand: Nach prvder Andre confers allda angefallen. c het ou Verlassen II, lassen het W. " und in Schwabenland fehlt H W. ? Margreth II W. f und er d. 77 W. e turnirshöfen, er macht H W. da nun sein gem. 77 W. » ein aus II W statt einen in J. 1 Im Frieden von Schärding am 29. September 1369. — S. die »Entschädigungen" der bayerischen Herzoge bei Kiezler, III S. 8S. 0 '-' Teilung com 7.9. November 1392. — S. den Anteil Stephans Hl. b ei Riezler, 77/ S. 165. - Vgl. Arnpeck A S. 369; B S. 129. 3 Thaddaea, Tochter des Herzogs Barnabas Visconti von Mailand. — Vgl. Arnpeck A S. 369; B S. 129. ^q * Bekanntlich mit Karl VI. von Frankreich. cu " Vgl. mit dieser Karakteristik die in der Augsburger Chronik, M-Chron. IV S. 92, 13. b Elisabeth, Tochter d£s Orafen Adolf V. von Kleve. 7 S. Riezler, 777 S. 165. — Vgl, Arnpeck A S. 394; B S. 142. ^g v . "In zweiter Ehe: Magdalena, Tochter des Herzogs Barnabas Visconti von Mailand. Friedrich hatte von ihr ausser dem genannten Heinrich noch einen Sohn namens Johann und drei Töchter. - 128 — Andr. 649,31 snn, was genant Heinrich, und zwo tochtor. [ der fürst was weis und [Bl. 85"] mändlich und übet mer herschaft dann sein reichtumb getragen möcht. er tet weit und kostlich reis, dadurch kam der fürst in gross schuld. 1 Andr. 649,16 Hertzog Johannsen ward auch ein teil zugeteilt des 5 Andr. 649,37 obern lands mit der stat München und das land Norcoa. 2 dem fürsten ward vermählt ein gräfin von Görtz; 8 aus der gepert er zwen sün, Ernsten und Wilhalm, und ein tochter, 4 ward vermähelt konur Wentzla von Beheim. | der fürst ward genant der frumb und gütig hertzog;" dem was wol mit jagen und 1° der valckenpeis, und kam auch in schuld Die vorgedachten drei fürsten von Beim fürten einen grossen krieg wider den bischof von Saltzburg '■' und die von Regenspurg und all reichstet; darumb die reichstot mit gewalt und hereskraft zngen durch das land zu Beim von 15 Augspurg aus bis gein Abach" und tetten grossen schaden mit rawb und prant und prachen dem adel vil geslösser und sitz. 7 und am wider heimziehen wurden ir vi] erschlagen auf dem Lechfeld von den fürsten; 8 auch so ving her- [Bl. 86 a ] tzog Friedrich den bischof von Saltzburg und hielt den etlich 20 zeit in vancknus." darnach 10 ziigen die reichstet mit grosser macht auf den von Wirttenberg; dem verderbten sie sein land b mit rauwb und prant. dem kam zu hilf pfaltzgraf Kuperti, der darnach römischer konig ward, mit einem grossen gereissign zewg. der von Wirtenberg zoch zu den veindten, do er sie 25 mit frewden fand rawben 0 und prennen. und er nett einen herten a der fromb und einfeltig h. II W. •> und verderbten im sein land H. c fand mit rauben H W. 1 Vgl. Kiezler, III S. 170 f. — Arnpeck A S. 394; B S. 143. a S. Riezler, 111 S. 165. — Vgl. Arnpeck A S. 435; B S. 171. 30 3 Katharina, Tochter des Grafen Meinhard VI. von Gör». 4 Sophie. 6 Pilgrim II. von Pucheim. c Quelle? — S. zur Sache Eiezler, III S. 133 ff.; Würdinger, I S. 97 ff.; Zauner, Chron. von Salzburg, Bd. II S. 476 ff. — Vgl. Arn-3& peck A S. 395; B S. 142. 7 Vgl. die Augsburger Chron. in St.-Chron. IV S. 81, 2. — D tC , Streitkräfte der Städte kamen in Augsburg zusammen auf Conversio Pauli (25. Jan. 1388) und traten dann ihren Zug nach der Donau an. 8 Das ist nicht richtig ; der Augsburger Chronist Burkard Zink sagt 40 in seiner Chron. - St.-Chr. Bd. V S. 34 — ausdrücklich: „doch so kamen sie alle mit gottes hilf wol haim . . . on schaden." 9 Diese Gefangennahme des Erzbischofs war schon vorher (Ende Nov. 1387) erfolgt und war einer der Anlässe zum Wiederausbruche des Krieges- — S. Andreas 648,21; die Mühldorfcr Annahm in St.-Chron. XV S. 386;tö die Augsb. Chron. in St.-Chron. IV S. 80, 2; Königshofen S. 837; Ulmann Stromer in St.-Chron. I S. 39. i0 Nämlich im Sommer 1388. — 129 — veldstreit mit den reichsteten und gesigt, 1 und ward des städtischen^ volcks vil erschlagen und gefangen, b und ein junger von Wirtenberg ward auch erschlagen. 2 aus dem krieg entsprang dem graten von Wirttemberg grosser reichtumb. 8 5 Die drei sün hertzogon Albrechts, des graten zu Hollandt: Wilhalm besas Hollandt, Henigaw, Seeland und Friessn. Andr.651,37 und er het bei seiner elichen frawen Margaretha, der hertzogin von Purgundi, 1 ein einige tochter, was genant fraw Jacoba, die wardt vermähelt dem erst gepornon son des konigs von lfJ Franckreich, der genant was kyronensis Delfin. 5 [Bl. 86 b ] Albrecht besas ein teil des nidern landes zu Andr. 651,18 Beim mit der stat Straubing uud lies keinen elichen leip- üchen erben." Johanns ward bischof zu Lütich: 7 und als man zalt Andr. 652,15 1; Jvon Oristi gepurd 1408 jar, ward hertzog Johanns von den v on Lüttich zu Mastrig c belegert. in dem geleger warden ^e von Lüttich so freisam, das sie den frawen, die aus der s tat von armut getriben wurden, ir gewant bei der schäm abschnitten und auch etlichen die prust abschnitten.' 1 nun «0 wolten hertzog Wilhalm, sein bruder, und hertzog Johanns von -Burgundi dem egenanten Johannsen nicht helfen wider die v on Lüttich, aber do sie hertzog Hansen in solichen nöten c sahen, do komen sie im unwissent zuhilf mit grosser macht und stritten mit in also ernstlich, 8 das der von Lüttich sam 5 keiner oder wenig lebentig davon kamen, die zal der dotten w as ob dreissig tawsent männer/ Der fürst hertzog g Johann s n überlebt sein zwenbrüder, und Ber. S. 12 . a In den Handschriften sinnlos: römischen .7, rheinischen H W. 30 Unt * gefangen fehlt II W. c Mastrich II W. A und, als etlich sprechen, die prust abschniden W. ° in färlichen noten II. { mann E. hertzog fehlt H W. ,„ ' Schlacht hei Weil am 23. Aug. 1388. S. die Augsburger Chron., (bt.-Ckr. IV)_ S. 87; Ulmann Stromer, /. c. S. 42; Königshofen S. 839. 3c * Virich von Württemberg. 8 Aus der Beide und den Lösegcldcrn der Gefangenen. B * S. oben S. 123,14; Vgl. xu Wilhelm IL Arnpeck A S. 357; r... , Dauphin Viennensis. (Johann, Herzog von Touraine etc., Sohn iQ 0n *9 Karls VI. von Frankreich). 6 Vgl. Arnpeck A S. 357; B S. 117. 7 Arnpeck A S. 358; B S. 117. , 8 Schlacht bei FÄch, (Othce) am 23. Sept. 1408. — Vgl. Arnpeck A s - 358. 15 ° Von hier an ist Quelle die Historia de comitatu Holandie, et ä„. ter Ptüippus, dux Burgondie, factus füit primus tutor Holandie et f °Rtea comes Holandie etc. Es ist dies ein chronikartiger Bericht aus der ecl er eines Zeitgenossen der Jakobäa, der darlegen soll,'„wie es gekommen, 130 — er gab auf das bistumb" in dem eoncili zu Kostnitz. 1 und er kam gein Dortrack in Holland und hiet geren aufgenomen die haupt- manschaft und landfogtei der durchlewchtigen [Bl. 87 a ] fragen Jacoba, hertzogin inBairn und gräfin zu Hollandt, und mocht das ßer. S. 13 doch b nicht erlangen noch f'ridsamliclr' behalten von wegen der» widerständigkeit der von Lüttich, die die frawen Jacoba und ir niuter Margrethen 2 in hut und irni gewalt d hetten, und wolten durch sich selbs regirn und herschen. do das vernamb hertzog Johanns von Beim, der macht ein e freuntschaft mit vil Hollendern und hueb do an zukriegen wider die von 1 - 0 Lüttich f und verderbt in vil geschlösser und dörfer und was er fände auf dem landt darnach kamen sie zu einander g in der stat Wierenliecht 3 in Flandern des letzten tags 1 ' des monats Juli, hertzog Philipp von Burgundi und fra\°v Jacoba, auch ir muter. daselb ward ein eelich heirat durch den hertzogen von 15 Burgundi gemacht zwischen hertzog Johannsen von Brabant und fraw Jacoba nach dem tod des vorgedachten Delfin, der frawen Jacoba erster mann ; 4 der heirat geschach mit erlawben des babst Martini des vierdten, 5 nachdem siebruder- und swesterkind waren. Do kam hertzog Johanns von Brabant in Hollandt,'20 als man zalt 1418, [Bl. 87 b ] mit vil fürsten, grosser herren a und er gab das bistumb auf //. >' doch das II W. c frid- lich H W. rt in irem gew. II W. » c ] a macn t er ein H. { mit denen von L. II. e kamen sie zusamen II W. h den letsten tag II W. l in Holland gen Hag H, in Holland Hag zu W. *° dass die reichen Provinxen Holland, Seeland, Henner/au und Friesland an den Herzog von Burgund gelangten' 1 . Das Schriftstück wurde durch, den Altöttingcr Probst Dr. Friedrich Maurkircher, der nach dem Tode Karl* des Kühnen von Burgund von den Herzogen I/udwig von Bayern-Landshut und Albrecht TV. von Bayern-München als der Führer einer Gesandtschaft^ nach Holland, geschickt worden mar, von dort %ur Instruktion der Herzoge nach Bayern herausgebracht und in einer Abschrift unserm Ebran mit- ff 6 ' teilt. (S. oben S. LXIX ff.). S. über dieses in einer (kr k. Staatsbibliothek in München gehörenden Tegernseer TTdschr. (Cod. lat. 19487) erhaltene Schriftstück Löher, Jacobäa von Bayern und ihre Zeit, Bd. I (NöTor lingen 1862) S. 414—416. Gedruckt 'ist es bei Löher, Beitr. zur Gesch. der Jakobäa von Bayern, Bd. I (München 1865) S. 12—28. Die V0H uns an den Band gesetzten Seitenzahlen beziehen sich auf diesen '-Druck- Die Bearbeitungen des Berichtes von Ebran, Arnpeck (A und B) und, Fürtcret sind zusammengestellt bei Leidinger; lieber die Schriften Veit Arnpccks (München 1893) S. 130 ff. Vgl. auch Aventin, Annales, III S. 502. 1 S. hiezu Löher, Jakobäa I S. 358. 2 S. oben S. 123,14. 8 Biervliet. — S. zu den dort geführten Verhandlungen Löher, Jak. I S. 327 ff. ' 4 4 Er war am 4. April 1417 gestorben. S. xu der Dispensation <**' Brautleute Löher, l. e. S. 357 ff. 6 Martin V,, wie es auch in der Quelle heisst. — 131 — und ritterschaft* und nam zu einem b elichen gemafiel die frawen Jacoba in beiwesen irer muter Margaretha. und do die hochzeit verbracht c wardt, do ward hertzog Johanns von Brabant d gefurt durch Hollondt, Henigaw und Seelandt, und üwiderumb ward gefurt fraw Jacoba in Brabant als ein fürst und fürstin der oben benanten land. und dieweil beleih hertzog Johanns von Beim zu Dordrackh mit frid on krig. e x das mochten nit geleiden die von Lüttich. f und durch ir Bei: S. 14 verwerrung, 8 und versagen besambt hertzog Johanns von 1( J Brabant ein gross, unzalper here der ritterschaft und namb im fuer, hertzog Johannsen von Beim gantz zuvertreiben aus Hollondt. und er umbiegt die stat Dordrackh 2 des andern 26. Juni tags nach sand Johanns tag gotztaufer. h und do er sechs lochen vor der stat gelegen was und wenig oder nichtz aus- 1; jgericht hett, do zoch er dannen an sand Lorentzen tag, und 10. August ß r verlos seiner edellewt viel und on zal seines volcks. 1 und do sie grossen schaden [Bl. 88 a ] auf beden teilen getan betten But rawb, prant und manschlacht, do kam entzwischen hertzog ■Philipp von Burgundi und macht einen Med mit solher 0 Underscheid, das hertzog Johanns sollt regirn etlich stet und ^eis in Holland!, do die rieht beschlossen ward, do gaben die zwen forsten, einer dem andern, den fruntlichen kus zu e mem zeichen des fridts. geschehen sind die ding, do man zalt l4iy j ar des 19. tags k des monets hornung. 1;! Dawider waren aber die von Lüttich, das der frid ge- Bei: S. 15 Wacht was worden, darumb sie dann erstachen herren Wilhalm v °n Berckem, der pesten m rate einer hertzog Johannsen von Trabant, das geschach zu Burgfeldt" in beiwesen des fürsten v on Brabant, 4 wann sie gaben dem ritter schuld des frids, der gemacht was worden, darnach, als man zalt 1422 jar, an , a mit vil fursten, herrn und grosser ritterschaft // W. b einem Tmt H w _ c vo i hrac i,t H. ä von Brabant fehlt II W. » und ° n krieg II f das mochten die von L. nit leiden H W. « uber- 35 f ln d Un K II W. ii nach s. Johans gottes täufers tag II. ' Laurentzen ii u f lc ' ne *' a ' n gute anzal seiner edelleut verloren, und da sie etc. II, j nd vil und an zal seiner edelleut verlos er W. k den 18. tag II W. tebruarii II. m c i er bösen II. » Burckfell (Purckfell) H W. Quells: Quietus sine guerra. 4(j S. xu der Belagerung Dordrcchts Löher, l. e. S. 377 ff. jp . Friede xu Workum (Löher, S. 393 ff.); beschworen wurde dieser rtede von Jacobäa, ihrem Olieim und ihrem Gemahl am 13. Febr. 1419. ,,. S. xu der Ermordung des Wilhelm von der Berge xu Bergen ^ l °ns) am S ; Marx 1419 Löher, II S. 27 ff. — Der Herxog von Brabant ar dabei nicht anwesend, aber er weilte in der Stadt. — 132 — ff). Novbr. sand Elisabet nacht stundt auf das mere und dio a fortüri 1 durch den windt, und verdorben in Hollondt mer dann b 72 pfarkirchen, vil° klöster und dörfer. Zu der zeit betrachten und erkannten die lev/t von [Bl. 88 1 '] Lüttich, das es zimlich und pillich war, das der 5 frid gemacht was worden, und mit grosser gütigkeit und Ber. S. 18 geduld lebten sie gegen hertzog Johannsen von Beim, darnach, als man zalt 1424 jar, ist abgangen hertzog Johanns, 11 und die sag was, im war vergeben worden von einem ge- Be>: S. 17 heimen seinem diener. 2 derselbig ritter ward darumb in 10 Hollondt gefierteilt. 51 der fürst ward genant der mild hertzog,* dann er keinem menschen nie nichtz pettlicher 0 ding versagt hett. von frawen Jacoba wirt hernach im sechsten capitel mer gesagt. Andr. 641,22 [BL 89 a ] Hertzog Johanns, ein sun hertzog Heinrichen des Andr. 641J25 eitern: auf den viel alles Nidern-Beirn; der lebt nicht langl 5 und starb in seinen jungen tagen, und viel das land Nidern- Beirn mit erbschaft auf keiser Ludbigen, als vor auch gesagt ist. 5 Hie hat endt der sibendf Staffel und lini und vahet an der acht. e Ruperti, h ein sun pfaltzgraf Ruperti Adolf, 10 zu den zeiten20 keiser Karl des vierdten, am geschlächt ein konig zu Beheim- Kghf. 492,24 Der keiser erbarb von den fürsten, das er seinen sun "Wentzlaus zu romischem konig macht, dieweil der keiser Kghf. 495,18^°^ etlich sprechen, er hab darumb geben reiche gab. er Urk. 255,40 thet vil übels an dem reich, namblich das er das römisch 2 reich entliet k7 mit dem, das er Meylandt und das land a die fehlt EW. b d arm aus H statt wenn in J. c und vil H ^ rl Johans von Bairn H W. <■■ pillicher //, büttlicher W. ' viert II J* • ' der fünft H W. b Eupertus II. ' pfaltzgraf Adolphs H W. entglidet II, englid W. ä 1 0MeZfe:Exmagnaventorumintemperieetnimiaelacione maris factum est undosum diluvium. — Das war am Tage sancte Elisabeth vidue 14Sf*> - 8. xu Johanns Tod Löher, l. e. II, Kapitel IV (S. 155 ff-) ' Johann starb am 6. Januar 1425. — Vgl. Andreas 6'. 653. oft " S. hiexu Löher, II S. 162. 4 Aber auch der Unbarmherzige (Jean sans pitie). , , 6 Johann L, ein Sohn Heinrichs XIV.; s. oben S. 118,6. — '9' Arnpeck A S. 290; B S. 68. " Ruprecht III., ein Sohn Ruprechts II. Adolf. , $ 7 Diese Anklage ist, wie schon Hegel bemerkte, ein Auszug aits « Absetzungsurkunde der Kurfürsten, und diese ist, wie wörtliche ^> e k einstimmungen zeigen, unserm Chronisten neben der Königshofener Chron für seinen Bericht über das Nachfolgende vorgelegen. Sie ist xuletxt 9 druckt in den Reichstagsakten, Bd. III S. 255, wo auch die frühf $ Druckorte angegeben sind. — Vgl. Arnpeck A S. 298 ff.; B S. 71 ff- — 133 — Lamparten, das dem heiligen reich zugehört und das pest urber a ist des reichs, darin der von Maylandt 1 ein diener und ambtman was des heiligen reichs, den er nun dar- [Bl. 89 b ] auf einen hertzogen und zu Paffia" einen grafen gemacht hat, ^und hat wider seinen titel und gelimpfen gelt genomen. so Kqhf. 495,23 hat er auch um gelts willen dick vil ungeschrieben brief Urk. 256,8 geben, die mit seinem insigil verfertigt oder 0 versigilt worden, und mochten die darein schreiben, was sie wolten, davon gros sorg ist, das das heilig reich an seinen wierden vil ent- l 0rawbt d sei worden, so hat er auch kein achtung 0 gehabt der Kqhf. 495,28 grossen, swärn krieg, die lang zeit bisher in tewtzschen landen Urk. 256,8 gewesen sind/ und hat nimandt keinen frid weder auf dem land oder auf dem wasser gehabt, er hat auch unmenschlich Kqhf. 495,32 piit seiner selbs hand und mit andern Übeltätern, die er bei Urk. 250,20 5l Qi hett, erwirdigklich 8 pfaffen,' 1 geistlich lewt und auch vil ander erber lewt ermört, ertrenckt, verprennt mit swebl und Sle jämerlich wider recht getödt, das doch einem römischen k°mg unzimblich zuthtin ist, das im vil und 1 oft von den Eghf. 496,6 kurfursten furgehalten, zugeschrieben und ermont ward zu Urk. 256,24 2 0pesserung seines lebens. und umb die und ander [Bl. 90 a ] Kghf. 497,1 sein k gross Übeltat ward Wentzlaus von den kurfursten für Urk - 2o,,< gericht geladen, und do er nicht für gericht kom, do wardt Xghf. 497,10 er mit recht und mit 1 urteil von dem römischen reich ab- Urk. 257,21 gesetzt, das urteil also lautt: 2 „und absetzen mit diesem unserm Urk. 258,2 Urteil, das wir thun und geben in dieser geschrift, den vorgenanten herren Wentzlaus als einen unnutzen, verschmäch- Jchen, 3 unachtpern entlader'" und unwirdign handthaber des edigen römischen reichs von demselbigen römischen reich" ud von aller wirdigkeit und ern, 4 die darzu gehört, und v erkunnen° allen fürsten, grafen, herren, 1 ' ritter, knechten, au ch allen stetten, landen und lewten des heiligen reichs, das 16 ü un furon irer aide und hulde, die sie des vorgenanten q herren f a urbar H W. t> Paffia iPafia) aus H W statt Passi in J. c ver- 3 5-f/ w ° der t clllt H ' d enthaubt ff w - ° ru8tun g H- f siDd gewesen £ W- b erwirdigklich steht in der Ildschr. sinnlos, offenbar infolge eines jpreibfehlcrs, vor hett; wir haben das Wort, entsprechend dem Text in den ^hstagsakten (S. 256, 21), und dem Text in W hinter hett gesetzt. ftkb w 0der H W - ' und f Mt H W - " sein i Mt H W ' ' mit 40 tri ■ ¥ W - m entlader ergänzt aus H W. » von demselbigen ,, um,s chen reich fehlt II W. « verkünden H W. p herren fehlt H W. v orgedachten H W. Giovanni Qaleaxxo. Das Urtheil fehlt bei Königshofen. 45 Quelle: versumelichen. geh ' (> - lle ^ e: un( l von alle der wirde, eren und herlichkeid, darzu 6 orende. — Was von dem Urteile bei Ebran noch folgt, weist mehrfache u>eic hungen und vum Schlüsse eine willkürliche Kürxung auf. — 134 — Wentzlaus person als von des heiligen reichs wegen gethan haben, gentzlich ledig sein und furon nicht mer gehorsam sein Kghf. 497,19 sollen", das urteil und sententz ward geben zu Landtstein an Urk. 258,19 sün, das ist Ruperti, 11 Friderich, Ludbig, Johanns, Otto und Stefan. a den zwaiundzwanzigsten tag des monats ausrüste II W. h Rupertus H- c urlockt H W. d stet und Schlösser ab II W. « was willens B- ! 14 pferd H. s dann er sich hart vcrzert hett II W. h Rupertus II 1 Der Tag der Absetzung war nicht der 12., sondern der 20. August, o wie auch bei Königshofen steht. 2 Die Wahl Ruprechts zum König fand schon am nächsten Tage, am 21. August, statt. 3 S. zu dem Krier/a König Ruprechts mit Wenzel (beginnend Schlacht bei Brescia (21. Okt. 1401) Häusser, I S. 232 ff. „, 6 Auf Schloss Landskron bei Oppenheim. - Arnpeck A S. 300; BS." • ^ 1 Er war vermählt mit Elisabeth, einer Tochter des Burggrafen Friedrich V. von Nürnberg. — Arnpeck A S. 297; B S. 75. - 135 — [Bl. 91 a ] Ludbig, ein sun hertzog Steffans: 1 der fürst ward genant der hochfertig, wann er gar stoltz und übermütig was gegen anderen fürsten und was doch diemütig gegen den armen. Die tochter hertzog Steffan, fraw Elisabeth,* 2 ward ver- 5 mähelt zu dem grosmächtigen konig Loys von Franckreich, wann die zeit lebt Franckreich gar in grossem reichtumb. es ward a uch dabei gesehen gar grosse und überflüssige hochfart. *es begab sich viel zeit, so die konigin wolt reiten an die valckenpeis, das mit ir auf warn die fürsten, grafen, herren, ritter und 10 knecht auf vier tawsent pferdt. so dann der konig wolt ausweiten, so begab sich oft, das all gassen zu Paris vol warn, also das der konig je zu zeiten must wider umbkern, das er v °r dreng nicht auss mocht; also grosse herschaft lag stäts zu n °f- es begab sich auch vil zeit, das an einem freitag verkauft w ard visch umb fünf oder sechs tawsent guldein. b * Hertzog Ludbig dint bei seinem herren und swager, dem konig. der gab im ein gräfin zu einem ge- [Bl. 9l b ] mahel un -d darzu ein grafschaft, genant Martani. 8 der konig hett zu Zeiten abganck in c dem hawpt, d also das er dadurch c verirt wardt seiner vernufft. der ursach halben wurden die fürsten und herren der krön Franckreich oneinander hassen f umb den gewalt der regirung, die bei dem konig zu hof lagen, darzu begab sich ein irrung zwischen hertzogen Johannsen von ßurgundi und des hertzogen von Orliens, also das man sagt, ■ das der hertzog von Orliens hiet einem ritter sein frawen beschlafen über irn willen; derselb ritter was des von Burgundi diener. darumb understuendt sich der hertzog von Burgundi, Ull d bei einer nacht, als der hertzog von Orliens B zu Paris aus dem konigklichen hof gieng, lief er über in und ermört a Frau Margaretha II W. b Der ganze Passus: Es begab sich v » zeit — umb fünf oder sechs tausent guidein fehlt B.W. » in aus Ji w statt ein in J. d haupp J. e darin II W. f hüssig W. v on Orliens fehlt II W. 3g S. über Herzog Ludwig : Lang, Gesch. H. Ludwigs des Bärtigen , { Ingolstadt (JS21), Häutle, Archivaltsehe Beiträge %. Qesch. IL Ludwigs ^ Bärtigen im Oberbayer. Archiv, Bd. XXlUl u. Bd. XXXII; Kiezler, S 37? a ? 1 vcrseh - Stellen. — Vgl. auch Andreas S. 653; Ampeck A Weh i ' ^ ®' *30 ff.; die vierte bayerische Fortsetzung zur sächsischen 4 0ö«e p nik in Mon - Germ ; deutsche Chroniken, Bd. II S. 367 ff. — s ich . xa ^ wi y Ebrans, die mehrere sachliche Irrthümcr enthält, stützt wie alles I * w ^ naß h »sein" e * M « Lücke, ausgefüllt von dem * °rrehtor mit „majestät". •> aufschueb aus H W statt ausschlueg in J. da s fehlt H W. <" die sach H. « bitt E W. ' etlich stet n d Schlösser ab E. e etlich vil jar H. b darnach iieng er an ^ Ue pauen W. « auch fehlt E W. 35 * Georg von Gundelfingen /Arnpeck A S. 381; B S. 134). Johann von Ecidcek. j^ . . Die hier genannten Gegner sind nur die wichtigsten der mit uwig "Krieg führenden Stände; weitere sind genannt bei Eiezler, 111S. 263. ^ 1 Vgl. Andreas S. 150 ff, 376 ff. Arnpeck A S. 382; B S. 135 ff. 40 «■ -Lang S. 98 ff.; Eiezler, /// S. 250 ff. j^ In dem Frieden, den König Sigmund am 2. Okt. 1422 xuRegens- <*g verkündete. S. Eiezler, El S. 262 f. — Vgl. Andreas S. 376; Arn- Pe * Ä S. 383; B S. 135. l^ b Die Stiftungsbriefe für das Ingolstädter Pfründenhaus vom Jahre 45 ^ 4 u - 1438 bei Söltl, Fromme Stiftungen der Wittelsbaelier S. 48, 49. Vgl. Arnpeck A S. 383; B S. 136. 1 Eiezler, III S. 307. — Vgl. Arnpeck A S. 383; B S. 136. 15* — 140 Darnach über vil jar begab sich ein krieg [Bl. 95 b ] zwischen des fürsten und seines suns, der auch genant was Ludbig, der pucklot hertzog. der sun drang den vattern von vil stetten und gesehlössern; er nam a die ein und besas die wider seinem vatter. darnach belegt er den vattern in der» stat Newnburg b mit hilf seines swagers, marggraf Albrecht von Brandenburg und burgkgraf zu Nürmberg, und lag 0 davor 1« wochen und gewang die stat mit stürm und fing darin seinen vatter. * Darnach kurtzlich d starb der jung fürst, und sein swager, 10 marggraf Albrecht, kam e eilend und fürt den alten fiirsten hin, heim gein Fianckhen. f 2 der marggraf hielt vil redt und teiding mit dem alten fürsten, auf meinung, das er im sollt wider geben und bezalen, was er seinem sun hiet gelihen und mit im dargelegt, der herr wolt davon nimandt keiner redt stat thun, h also namb in der marggraf eins tags fuer gar mit ernstlicher redt und sprach: „ir müst mir gelt geben, oder ir müst in meiner gewalt sterben." der fürst sprach '• „nim ein swert in dein handt und stich das in mich und sprich, ich will gelt von [Bl. 96 a j euch haben, als oft wil ich 2 sprechen, ich wil dir nichtz geben als' lang, bis mir die seel ausgeet, wann du hast weder recht noch gelimpf zu meinem leib oder gut." k Und do der alt fürst etlich zeit in des marggrafen gwalt gewesen was, understund sich herzog Heinrich und* 0 hielt vil tag und teiding mit dem margkgrafen,' und ward beredt durch ir beider teil rate, das in hertzog Heinrich ledig macht von dem margkgrafen umb 32,000 guidein JB 1 * wissen hertzog Ludbigs landschaft. und do in hertzog Heinricn ledig macht und in das Beirnland pracht, ervordert er an lD die gemelten summa guidein, das er im die wider gab, so wolt er in füren lassen, in weihe stat er begert. do antwur im hertzog Ludbig, er hiet in umb nichte™ gebeten, er w oi a und nam KW. b Neuburg (Neuwurg) II W. c er lag &• ^ * kurtzlich fehlt K W. e kam fehlt W. f Nach Franckhen " II W die Worte: und het im willen, er wolt in schätzen. g re j^ und fehlt K W. >' kain redt stat thun n, niemand red stat thun ' 1 als fehlt W. k und gut H W. 1 mit dem marggrafen umb zw« unddreissigtausend guldin (W: 32 guldin) mit wissen hertzog kudwS 4.0 landschaft. und da in hertzog Heinrich ledig macht von dem marggr* 1 etc. EW. m nichts II W. 1 S. %wm Oanxen Riezler, III 8. 335 ff. Vgl. Arnpeck Ä S. 389, B S. 139. — Ludicig ergab sich am 4. Sept. 1443. ^ 2 Ludioig wurde nach dem Tode seines Sohnes von dem Markgral ^ nach Cadolxburg, datin nach Ansbach verbracht. — 141 — im auch nichts wider geben, also lies er den alten fürsten gegen Burgkhawsen furn, do lag er etlich kurtz zeit und starb 1 an peicht und pues a und im pann 2 und ward zu Reitenhaslach begraben, do er was über die 80 jar seines alters. 5 Dieser fürst hett oft geredt mit weinenden äugen: „wer mir das gesagt hiet in meinen jungen tagen, das ich als b vil fei- [Bl. 9(j"j aen sollt, ich het nicht gelawbt, das mich all dewtsch fürsten darzu hetten bringen mögen", und 0 als ein ländlicher und mächtiger fürst was er an barschaft. 3 also 0 geschieht den, die mer getrawen in sich selbs haben dann in gott. Heinrich, ein son hertzog Friderichs. der fürst ward genant der fridlich, 4 und er was ein ernstlicher, 4 gestrenger achter, der herr dient unser frawen, der nnitergottes, mit gantzem vleis und erdt sie in Sonderheit all sambstag mit vil g"t<'n, e andächtigen wercken f . und wann er bei frawen ward, ^° hielt er sich gar mit erber, züchtiger gepärt 8 und siten> desgleichen musten auch thun all sein diener. 5 Der fürst tliet zwo reis gen Prewssen, dem dewtzschen orden zuhilf 6 wider den konig von Polon und sein brüder, ertzog Witolt und den Scbwiderbalen 7 — die zwen dannoch •cht in kristen gelawben waren h —, als die tewszen herren 1 den grossen streit [ßl. 97 a ] verloren hetten und der frumb, crist- , ctl hochmeister, am geschlächt einer von Junging, und mit 01 600 krewtzerherren erschlagen wurden. s 25 c on p. und on bnss II, an peucht und an pues W. •> also W. Sw UUS W cr 'J änxt - d ernstlicher und II W. « guten fehlt eeh t ' wcrcuen in J- !»■ B: Worten. s gar erber mit zuchtigen S . II yjr u dannoch haiden waren // W. ' zu den zeiten, als die "«wehen herrn H W. * cristlich aus H stattpri&t in J. 30 a, Er starb in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai 1447. — Vgl. Ar npeck A S. 390; B S. 140. ^ Er war von seinem Beichtvater unmittelbar vor seinem Ende von Kirchlichen Censuren losgesproclien worden. 35 4 ?gl : Arnpeck ß S. 140. Hei Häutle Beinamen: Der Reiche, Niger, der Schwarze. 3gg . r, ?}' xu dieser Karakteristik des Herzogs die bei Arnpeck A S. 396, s ein i r 145 ' ~ Sie ist eine der Hauptquellen, die Kluckhohn (in des r* er!ce ü °er Inidwig den Reichen) und lliezler bei der Zeichnung 4q &arakterbildes Herzog Heinrichs vorlagen. 4 c. S-hiexu Würdinge*j S, 213; Riezler, III S. 265. — Vgl. Arnpeck °- 398; B S. 146. s WladislausJagcllo; Swidrigiello war sein Bruder, Witolt sein Vetter. irr. Sehlacht bei Tannenberg am 15. Juli 1410, in der der Hochmeister lc h von Jungingen gefallen war. — 142 — Hertzog Heinrich hielt solhen guten frid in seinem land: wann die kauflewt oder ander in sein land komen, so sprachen sie: „wir sein in den rosengarten* kumen; wir sein sicher und bedürfen keines geleits mer". zugeleioher weis sprachen auch die rawber, wann sie in sein landt kumen: „lasst uns 5 aus dem land eilen, wann der hertzog last keinen rav/ber leben, wo der betreten wirdt. man hächt a auch die wolf als wol in dem land als die rawber oder diep". der fürst regirt auch gar b löblich und nützlich im selber und seinen undertanen, er ward reich und mächtig, desgeleicli sein land und lewt. 10 solich regiment fürt er allein mit den seinen und mit den pesten und weisisten, so er in Beim fandt. er lies auch nicht gest in seinen rat, und wann er rats bedorft von den gelerten, so vodert er zu im etlich sein prelaten und auch ab den stiften, als Kegenspurg, Freysing und Bassaw. t5 Mit dem guten frid und regiment sambt der fürst einen grossen schätz, den vor- [Bl. ( J7''] her lange zeit kein fürst als grossen 0 nie gehabt hett; den sehatz legt er allen zw Burgk- hawsen in den turn. 2 der herr hett gros lieb zu dem rotwild und lies das gar wenig vahen, darumb wardt des wilts unsäg- 2 ° lieh vil, d das 6 den lewten, armen und reichen/ vil schad davon geschach an irm treid 8 und andern fruchten, er het auch vil Juden allenthalben in seinem land, 1 ' die wurden kurtz nach seinem tode ausgetriben.- 1 der fürst hett vil krieg in seiner jugendt mit hertzog Ludbig von 1 Obern-Beirn, des-2 geleichen die andern fürsten, als dann davor k in desselben fürsten histori mer davon gesagt ist. 4 Der fürst hertzog Heinrich überlebt hertzog Ludbig u fl " nam an sein land als der nächst erb nach der sipp zu rechen- der hertzog 1 het zu einem gemahl ein hertzogin von Osterreich, 3 des frumen konig Albrecht swester;' 1 aus der gepert er ein en » henkt H. »> gar fehlt EW. c als grossen fehlt 3 T ^j d gar unsäglich vil W. e das es H. f reichen und armen II W. e ^ schaden thet an irem getraid H. h in seinem land allenthalben • „§ 1 in II W. ^ davor fehlt W; II: hie vor. 1 der fürst H W. 1 Anspielung auf König Laurins Rosengarten. r , 2 S. über diesen Schatz Kluckhohn 8. J5 ff.; Eiezler, III $■ 3 " 3 S. hiexu Kluckhohn S. 36 ff.; Eiezler, Ul S. 372 ff. 4 S. oben S. 139. *,$ • S. xu dem Ingolstädter Erbfall Kluckhohn S. 12 ff.; Uiezlcr, !"■ S. 349 ff. — Vgl. Arnpeck A S. 400; B S. 147. 11 Er war vermählt mit Margareta, einer Tochter Albrechts IV- V. Oesterreich, einer Schwester König Albrechts II. — V(jl. Arnpeck A S- 39 > B S. 146. — 143 - sun, was genant Ludbig," *und zwo töchter; 1 die elter ward vermähelt hertzog Otte)j von Beim, die ander ward vermähelt graf Ulrich von Wirtemberg. b * [Bl. 98 a ] Ernst und Wilhalm, hertzog Johannsen sün. 5 hertzog c Ernst was gar ein starcker herr; er hett sein wesen am meisten zu München. 2 die zwen brüder gewunnen ein gross vechten auf dem gefild wider hertzog Ludbig den eitern. 3 in demselbigen vechten wart hertzog Ernst gesehen für all ander als ein ritterlicher helt. 4 10 *Noch mfis ich meidung thun ein wäre und schöne histori. zu den tagen des grosmächtigen fürsten konig Sigmund z u Hungern und Beheim, auch darzu römischer konig, nachmalen keiser, ist bekert das gros hertzogtumb in der Littaw z u kristen gelawben. dasselb land het zu der zeit drei herren, 1R A* °Qie waren brüder: der eltist was genant Meschbot, der ander "itolt und der dritt genant Schwiderbal. 5 die drei brüder fürten täglichen krieg wider den tewstzen orden in Prewssen und auch ander kristen land. in der zeit begab sich, das der konig von Bolon, der genant was N. N., (i an leiblich erben 7 0 abging, also künden sich die beiboten und sesselherren [Bl. 98 b ] des konigreichs Bolon, nicht vertragen einer ainhelligen wal Urnb einen konig; namblich so wolten die grossen Bolon haben den hertzogen von der Mas, s so wolten etlich ander haben zu. konig, !) also das drei waren in der wal zu konig. Und zu den zeiten was ein grosser sesselherr und beibot, was genant Wialücha, dem herren was bevolhen und eingeben Q ie burck und stat Krackaw und des reichs krön, do nun der , a ainen sun, was genant L., der ward genant der reich oder gros 3n? e , rtzo K in Bairnland H W. b und zwo t. — graf Ulrich von W. °v fehlt II W . o hertzog fehlt H W. 1 Sie gebar ihm ausser Ludwig noch zwei früh verstorbene Söhne Und drei föchtet; von diesen wurde die eine, Johanna, an Pfalzgraf Otto I. v °n Mosbach, die andere, Elisabeth, an Graf Ulrich V. von Württem- o, üe rg verheiratet. 2 Vgl. Arnpeck A S. 438; B. S. 174. a Die Schlacht bei Alling am 19. Sept. 1422. i Vgl. Arnpeck A S. 382; B S. 135. '' Ebran meint Jagello und dessen Bruder Swidrigielo; Witolt war, 4ß * e schon bemerkt, ein Vetter Jagellos. — Vgl. zum Ganzen Andreas S. 409. . b Ludwig L, der Grosse, König von Ungarn und Polen, der am u - Sept. 1382 starb. Soll heissen: ohne männliche Erben; denn er hintcrliess zwei Töchter. Zicmowit IV. fZicmaszko), Herzog von Masovien. 45 n " ^ ine Xl °eüe Partei wollte zum König den Markgrafen Sigismund von Brandenburg, eine dritte Hedwig, die ältere Tochter des verstorbenen wnigs; letztere wurde am 15. Oktober 1384 gekrönt. — 144 — stathalter merckt die wider Wertigkeit der landlewt, das sie sich nicht vertragen mochten eines konigs, do vordert er zu im die bischof, sesselberren und grossen beiboten, und er sprach: „ir wist, das drei sind fürgenomen zu konig in Bolon ; nun de-w-cht mich gut, das wir die all drei Hessen ansten und der 5 keinen erweiten zu konig, und das wir zu konig nämen einen, der ausser unsers gelawben ist", er ward gefragt, wer der war; er antwort und sprach: „der eltist hertzog in der Littavr, genant Meschbo; das möcht der gemeinen kristenheit, auch dem konigreich in Bolon gros zu gut komen". die 10 meinung gefiel den herren allen wol, doch sover und er den heiligen gelawben wolt annemen. Die Bolon schickten hin in [Bl. 99 a ] die Litta& ir trefflich botschaft zu dem Meschbo und Hessen im verkonden, das er zu konig in Bolon erbelt war worden, doch sover das er den 1« kristen gelawben an sich wolt nemen und der heiligen kirchen wolt gehorsam sein, dieser Mescbbo beriet sich mit seinen brüdern und landlewten, und er fandt im rat, das er das konigreich sollt aufnemen. darnach ward er durch hochgelert geistlich person des heiligen gelawben underweist, und er 20 ward mit grosser wirdigkeit von den bischofen der krön gar wirdigklichen getawft und darnach gekrönt zu konig in Bolon, und ward im in der tawf ein ander namen geben, Ladislaus. darnach bekert der konig des landes fil in der Littaw zu. kristen gelawben. al 25 Diser vorgedachter hertzog Ernst von Beim ward geschickt zu der tawf und krönung von dem romischen konig Sigmunden; diesem fiirsten ward grosse reverentz erpoten bei der kronung. b * der Ernst lies einen sun, was genant Albrecht. Wilhalm was weis und regirt wol 2 und hielt köstlich30 hof und was in allen dingen gar ein geordnter fürst, er was vil bei keiser Sigmund, der nutzt in vast in den zweien con- a Hier ist von Ebrans Hand an den Rand geschrieben: aber sein sun, kvng Kasmi, pavt stift, kloster- und pfarkiren. aber das gemain folch ist noch grob, vnd so ain pavr gefragt birt: „b aS gelavbst?" so ist sein antbort: „ich gelavb, bas der kvnig gelavbt". b Diese ganze Erzählung fehlt H W. 1 Jagello erhielt die polnische Krone unter der Bedingung, dass er Christ werde, sich mit Hedwig vermähle und die Rechte d,es . polnischen Adels, insbesondere des kleinpolnischen, bestätige. Seine Taufe fand zu Krahau statt am 15. Febr. 1380, seine Vermählung »»*' Hedwig ebenda, drei Tage später. 2 Vgl. Arnpeck A S. 440; B S. 175. — S. die KarakterisM dieses Fürsten bei Eiezler, HI S. 290 ff. — 145 — cili zu Kostnitz und [Bl. 99 b J zu Pasl; er was vil stathalter des keiser. 1 ime ward" gemeingklich aufgelegt die romisch krön, ob er keiser Sigmund überlebt. 2 dem fiirsten was auch gar wol mit jagen und mit b peissen. er lies einen son, was 5 genant Adolf. Und der zweier fiirsten swester, fraw Sophia, ward ver- mähelt zu konig c Wentzlaus zu Beheim. 3 und do derselbig konig mit tod verging, do hub sich an die husserei in dem Königreich zu' 1 Beheim durch etlich doctores und falschen pro- !0pheten. derselben gela\vben und fürnemen was die konigin ln 3 anfangk ein aufhalterin und beschirmerin, darumb sie ir bruder, hertzog Ernst, eins tags straft, das veraeht sie und sprach, sie wolt in dem gelawben storbn. 4 do gab er ir e wen herten packenstreich, 0 und floch damit aus dem land zu 5 Beheim. *die königin hett am letzten ir wesen zuPrespurgk; "° lebt sie gar eins geistlichen leben und speist all tag vil a rmer lewt und starb daselben und ward begraben in ir cappellen, die sie gepawt hett. 5 etlich sprechen, das sie grosse pues auf s ich selb gelegt hab. f * Do nun die fürsten von Beim, die in Ho- [Bl. 100 a ] landt geherschet betten, mit todt abgingen, do namen an s in erbschaft ^eis die vier fürsten von Beim, — Ludbie;, Ernst, Wilhalm und ■^inrich — das Nidernlandt zu Beim mit der stat Straubing h und weiten vil tag und teiding. zum letzsten teilten sie das land ain vier teil 0 , und die grossen land Holandt, Henigaw, Seland Und Friessen Hessen sie all verloren werden, das sich ir keiner a rumb müet, dartzu sie die nächsten mändlichen erben gewesen mdt, das doch geschätzt mag werden für ein grosse tragkheit, as ir erben und nachkomen mit schmertzen gedulden müssen. 7 30 c , a ime ward aus LT W statt und ward in J. b mit fehlt II W. tfem kinig IL a zu fehlt LI W. • backenschlag H W. f Der ffssus : die königin hett — auf sieh selb gelegt hab fehlt LI W. s an Witt 3. h ]sf ach Straubing in II das Wort „ein". 35j, 0 * & Kiezler, III S. 270, 300; Kluckhohn, Herzog Wilhelm III. rl -Bayern, der Protektor des Baseler Konzils in den Forschungen zur a - Gesch., Bd. IL 2 Vgl. Vilus Ebersberg bei Oefele, LT S. 729. 3 S. oben S. 128,8. 40 * Vgl- Arnpeck A S. 440; B S. 175. st Sophia starb am 26. Sept. 1425 zu Pressburg , und ist dort bettlet im, Dome bei St. Martin. S. zu dem Straubinger Erbfolgestreit Eiezler, III S. 271 ff. 7 Vgl. A S. 867; Arnpeck B S. 176. — 146 — Als vor gesagt ist 1 von frawen Jacoba, pfaltzgrafin bei Rhein, hertzogin in Beim, gräfin zu Hollandt," Henigaw, Ihr. S. 16 Seelandt und ein fraw der Friessen: die fraw Jacoba ward zu 1 ' viermalen vermähelt; der erst was der Telfin, der erst geporn son des konigs von Frankreich, 2 der ander was hertzog 5 Johanns von Trabant, 1 ' der drit was hertzog Hünifrid von Klasester, des konigs Heinrich von Engellandt 4 bruder. das geschach also, das die fraw durch valsch rät ver- [Bl. 100 b ] fürt wardt, das sie den hertzog Hünifrid namb, dieweil hertzog Jolianns von Brabant noch lebt, und sie wolt sich damit 10 entschuldigen, das hertzog Johanns ir nahater, gesippter frundt Her. S. 17 was. aus dem heirat erstund gros krieg, manscnlacht und klägliche armut. Her. S. 18 Und hertzog Philippus von Burgundi, der zu diser zeit genent wirt der gros Philip, vereint sich eins kampfs 15 mit hertzog Hünifrid; aber Hünifrid wardt vermerekt, das er dem kämpf nicht nachkam, als man vindet mit vil mer worten geschrieben in der histori, die aus Hollandt gebracht ist nach dem tod hertzog Karls c von Burgundi, den der hertzog von Luttringen und graf zu Widamund B in einem streit erschlugen 20 mit hilf der edelen Swaben, als man zalt von Cristi gepurd 1477 jar, das ich von kurtz underwegen las. Bcr. S. 27 Zum letzten namb fraw Jacoba einen grafen, was genant Frantzia von Bersilia. d 6 und do hertzog Philip von Burgundi des heirats in wart, zoch er in Hollandt und ving den grafen und legt 25 in in ein herte vancknus. der ward darnach erledigt mit der underscheid, das fraw Jacoba ledigklich übergab 7 die land mit namen Hollandt, Heni- [Bl. 101 a ] gaw, Seelandt und Friesen hertzog Philippen e bis an ein grafschaft, die sie behielten, davon sie des leibs narung nett. 3 ° Bar. S. 28 Also ward auch die edel hertzogin Jacoba vil gediemütigt und genidert: die egonant Jacoba ward könftige konigin zu Frankreich, und zum letzten ist sie worden ein fraw zu Barsilia. und a Hollandt fehlt II W. b zu fehlt II W. ° Karls am H W statt Karl in J. d Francisca von Barsolon II W. 6 Philipsen von Burgundi H W- 1 Fortsetzung der oben, S. 129,27, begonnenen Erzählung d 61 " Geschichte der Witteisbacher in Holland. » S. oben S. 129,8. ■■' S. oben S. 130,20. 40 * Herzog Humphrey von Qloucester, Bruder Heinrichs V. von England- . Von hier ah bildet wieder der oben (S. 129 Anm. 9) besprochene, unserer^ Chronisten von dem Propst Maurkircher überbrachte Bericht die Quelle- 6 l'audemont. n Franz II. von Borselen. 45 7 Quelle: resignavit libore. — 147 — aus grossem trübsal viel sie in die kranckheit der dirsucht, und als man zalt 1436 jar an sand Dionisi tag, ist sie gestorben und 9. Okt. ward in Hollandt bei irem anherren, liertzog Albrecht, begraben. Dise histori von hertzog Johannsen und fravven Jacoba 5 hat mir aus Holandt gepracht 1 der wirdig doctor Friderich Mawrkirclier, dieselben zeit brobst zu Altenötting, nachmalen bischof zu. Bassaw. 2 [Bl. 101 b ] Hie hat ein ende der 8. a Staffel und liui und vahe t an der 9. b 0 Die sechs sön des romischen konigs Rupert!, * die also genant waren: Rüpertus, Fridrich, Ludbig, Johanns, Steffan und Otto. c * Der erst son, Rfipertus, 3 zoch' 1 mit Johannsen von Bur- gundi ■' zu dem grossen streit, den konig Sigmund von Hungern 5 thet mit dem türkischen keiner, den fürsten sties ain kranck- heit an, das er nit gar 0 zu dem streit 3 kam, und zoch also krancker heim gein Amberg. do starb f er und wart daselben begraben." Desgleichen starb Friderich auch an leiblich 8 erben. 7 Ludbig ward pfaltzgraf h und entricht sein brüder von der Pfaltz mit anderen steten, geschlössern und herschaffen in Beim und bei dem Rhein. 8 der pfaltzgraf verlos gar vil guter wtter und knecht bei dem streit, den der graf von Bidamund tfl et, das der Pfaltz lang 1 geschat. k!) *dieser pfaltzgraf not o„ „ a der fünft II W. b der sechst II W. c die also genant — öi > oteffan und Otto fehlt II W. <* der eltist zoeh H W. e gar nit II W. starb aus II W statt starib in J; so auch in der nächsten Zeile. * .leiblich fehlt II W. b pfaltzgraf als der eltist H W. ' lang zeit a W. k geschadet hat H W. 30 7 ' ^' °^' cn ^' 1^9 Anm. 9. Maurkiroher harn am 30. April **J7 aus Hollandt nach Landshut zurück; um diese, Zeit wird Ebran seine Abschrift der in Bede stehenden „Histori" erhalten haben. 2 Maurkiroher wurde am 18. Okt. 1479 zum Bischof gewählt und st arb am 21. Nov. 1485. Steindelii Chron. bei Oefele, 1 S. 540. ^ c, : ' Ruprecht Pipan. — Vgl. Andreas S. 117, 650; Arnpeck A °° *>• 297; B S. 74. — 8. Häusser, l. c. I S. 258 und Anm. 60 S. 259. 4 Graf Johann van Ncvcrs, später Herzog von Burgund. 0 Bei Nikopolis (25. Sept. 1396). _ ° Ruprecht starb am 25. Jan. 1397 zu Amberg und ist dort in ^q «*. Martin begraben. 7 Friedrich starb (vor dem 7. März) 1401. ,. s Ludwig III. — Die erwänhnte Länderteilung fand statt am 3. Okt. **"}. S. Häusser, S. 263. — Vgl. Andreas S. 123; Arnpeck A S. 300 ff.; B S. 75. 45 o ' v 9l- Arnpeck A S. 301; B S. 76. — S. hiezu Würdinger, I «• 147. Gemeint ist die Niederlage, welche fünfhundert pfälzische Bitter am 2. Juli 1431 b e i Bouligneville erlitten. — 148 — den niargkgrafen von Baden 1 mit heres kraft, das er rnust etlich stet und geschlosser zu lehen eraphalien von der Pfaltz. a2 * der Ludbig lies drei sön, das ist Ludbig, Friderich und Rupertus. fßl. 102 a ] Der viert sun, Johanns, was gar ein frummer fürst, er pet all tagzeit, b als ein priester thun soll, er was 5 vast jächzornig und was doch gantz frumb. 3 der fürst erbarb von gott mit seiner andacht gros sig über sein veindt, wann er gewang grosser vechten viere wider die Beheim in der husserei, das geschach nie keinem dewtzschen fürsten in den kriegen allen, und zu Hilkersivwt wurden der beheimischen 10 ketzer erschlagen 18u0 auf einer walstat, das war das gröst vechten under den vieren. C4 der fürst hett die d gewonheit: wann er wider die veindt wolt ziehen," so legt er sich vor an die venigt'' und padt gott umb sig, wann das andeehtig gepet hilft mer zu dem streit dann all Waffen. '5 Der fürst sas eins tags zu gericht und bei im vil guter ritter 8 und knecht. do kumen für das gericht zwo junckfrafren, die klagten im rechten, 5 wie in ein eribgut von irem vater war zugefallen ; h dasselb gut war lehen von hertzog Johannsen. das gut hiet sein genad seinen türlniteren' verüben und ine 20 damit irer dinst gelondt. dadurch wären sie von irem väterlichem erb entsetzt an recht, und hoffen, es soll mit recht erkannt werden, das [Bl. 102''] sie wider an ir väterlich erb gesetzt werden, der fürst kam, vor seinen raten und mannen angedingt im rechten, und antwort, das lehen war im ledig 25 worden und zugefallen, nachdem und kein mändlicher erb verbanden war, der das manlehen verdienen möcht; und k das lehenstück hiet er widerumb verlihen und damit gehandelt, als lehensrecht war, *und hofft, es sol mit recht erkannt werden, das er damit gehandelt hab, als lehensrecht sei.' * 3° a dieser pfaltzgraf not den margkgrafen — von der Pfaltz fehlt TL W. b alle horas LI W. c vieren aus IL W statt vierden in J. d die atts II W ergänzt. e wann er wolt wider die veindt ziehen II W- f venig H W. e richter IL h haimgefallen IL ' den thurhuetern II W. k Nach „und" sinnlos in JH „was" (fehlend in W). ' und io hofft — lehensreeht sei fehlt R W. 1 Bernhard I. 2 S. hierzu Häusser, l. c. S. 293; Würdinger S. 145 ff. " S. x,u diesem Fürsten das über ihn zusammengetragene Material in der Abhandlung Mayers, „Die Grabstätte des Pfalzgrafen bei Rhein und * v Herzogs in Bayern Johann von der Oberpfalz" in den Verhdlg. des kist. Ver- von Oberpfalz u. Regensb. Jahrg. 1850. — Vgl. Ampeck A S. 311; B S. 88- 1 Schlacht bei Hiltersried am 21. Sept. 1433. — Vgl. Andreas 8. 482; Arnpeck A S. 312; B. S. 89; die Beil. bei Mayer, l. c. S. 324 ff- , — 3. Eiezler, III S. 289; Würdinger, I S. 189. 4 6 Die Anekdote auch bei Arnpeck A 3. 313; B S. 90. — 149 — mit den und mer worten setzten die a peid teil zu recht, darauf "ward zu recht erkannt, das hertzog Hanns den zweien junck- frawen umb solich ir sprach nichtz schuldig sei; dann einer was undter den raten, das was ein Zenger von Schneherg, 1 & der wolt nit urteil sprechen. *also wolt in der fürst nit "vertragen, er sollt je auch urteil sprechen."* der sprach: „so ich dann urteil sprechen sol, so sprich ich zu recht, das der hertzog und sein lehenmann, die die urteil gesprochen haben, des tewfels ewigklich sein." hertzog Johanns sprang auf in deinem jähen 0 zorn und sprach: „Zenger, du hast mich und mein rät verletzt, d darumb soltu swärlich gestraft werden." alle, die do waren, die erschrocken ob der redt, und etlich des Zengers gut frundt [Bl. 103"] hieten in geren dannen geschoben, do wolt er nit fliehen, in der zeit nett sich der 5 fürst bedacht und vodert zu im sein rät und auch den Zenger und sprach: „Zenger, du hast ein grobe und unbilliche redt getan 8 wider mich und mein rät, und beger an dich, das du uns underscheid gebest, warutnb du die red gethan habest, wann ob f du uns nit genugsam underscheid gibst, wellen wir 0 dich strafen nach rat unser rät." der Zenger sprach : „genediger herr, was ich geredt hab, das ist war; und sag also!: den zwein junckfrawen ist ir rechts vaterlich erb durch die urteil 8 genomen worden on alle ursach; damit wären sie wol ver- heirat worden und zu ern kumen, aber also haben sie nichtz «5 mer, und die ein müst laufen gein Eegonspurg und die ander gein Nürmberg in die gemeinen frawenhewser, h und was sie süntlicher werck verpringen, das müst alles hertzog Johanns puessen". der fürst bedacht sich ein kleine weil in im selbs und sprach:' * „warlich, warlich, die götlich warheit und 0 gerechtigkeit ist in deinem mundt", k und er gab den zwein junckfra&en ir erb 1 wider. Der herr starb als ein frumer, m cristenlicher fürst 2 und lies einen sun, was genant Kristof. o- a sie II W. b also wolt der fürst — auch urtail sprechen / e '*ft II W. — Das Folgende bis xu d>m neuen Salz in Zeile 9 ist in W verstümmelt. » gehen II, gächen W. d verletzt am II W statt geletzt in J. e a j n grobe red und unbillich gethon II W. f wann Wo H w. e durch die urteil fehlt H >' in die huorheuser H W. a (] un d sprach fehlt II W. k die gotlich gerechtigkait ist in deinem " mund und die warhait H W. ' erbguet II W. '" frumer fehlt H W. 1 Wohl Johann Zenger, der öfter unter der Umgehung des Herzogs Benannt wird; so z. B. bei Andreas S. 483. 2 Johann starb im Benediktincrkloster Kastei am 13. März 1443. — 150 — [131. 103 b ] Hertzog Otto war ein rewtervatter. der fürst half margkgraf Albreclit Ton Brandenburg und burgkgraf zu Nürmberg einen lierten krig treiben wider die von Nürm- berg und ander reichstet. 1 der lies vier sün: Otto, Ruprecht, Johans und Albrecht. 5 Steffan 2 lies auch vier sün: Friderichn, Ludbig, Bupertum und Johannsen. Ludbig, ein sun des vorgedachten hertzog Ludbig. 3 Der fürst ward genant der pucklat hertzog, wann er was gar ein ungeschaffener mensch von aller gelidmas. er 10 het einen kurtzen leip, über die mass lange pein, und auf seinem ruck trug er einen grossen hoffer, a und er was doch weis und listig. Der sun viel in ungenad des vaters, also das man sagt, er wolt in enterben; und er hett einen paschart, b '' dem biet 15 er gern geben etlich stet und gslösser. der fürst beklagt sich über seinen vatern gegen seinen frundten, auch gegen der landschaft, c und mit hilf hertzog Albrecht von Beirn r ' und ander seiner frundt nam er das gantz Oberlandt alles ein, all stet und gslösser bis on La&bing' 1 und Newnburg. 6 darnach 20 reit er hin für das gepirg und erfordert dieselben stet und geslösser," aber in wolt nie- [Bl. 104 a ] mandt einlassen. Zu der zeit nam er zu der ee margkgraf Friderichs tochter ;' der gab im zu heiratgut die stet und geslosser, so er und hertzog Johanns von Beim seinem vatter vor etlichen jarn 25 hett angewunnen/ mit namen Parichstein und die Weiden, a über die massen ainon grossen hofer H W. b bastart H, bestant W- c und der landschaft R W. d Lauingen H. ° Newburg II "• f abgewannen II. ' Herzog Otto L, der Mosbacher. — lieber seine Stellungnahme WJ 3° dem Kriege des Markgrafen gegen Nürnberg s. St.-Chron. II S. 439, V> — Vgl. Ärnpeck A S. Hl 7; B S. 95. 2 Stephan, der Zioeibrücker. Von seinen Söhnen ist hier nicht gc~ nannt Stephan, der verschiedene hohe geistliche Würden bekleidete und am 4. Sept. 1485 in Köln starb. — Vgl. xn Stephan, dem Vater, Arnpeck rf£> A S. 314; B S. 92. 8 Ludwigs, des Gehärteten. — Vgl. Arnpeck A S. 390; B S. 140. 4 Wieland, den ihm Cauetta, die Tochter seines Rates Wieland Swelher, geboren hatte. .„ ° Albrechts III. 4U 0 S. xu dem Krieg Würdingor, I S. 239 ff. — Ludwig dem Aelteren blieb nur Neuburg, Lauingen, Schärding, Wasserburg und die Herrschaft in den Alpen. 7 Er vermählte sich mit Margarcta, der Tochter Friedrichs I- von it. Brandenburg, am 20. Juli 1441. — 151 - Lauff, stat und geslosser, jedes halbs, und Hilpoltstein, gsloss und stat, gantz, darzu Härspruck. 1 Darnach über etlich jar belegt er die stat Newnburg *mit hilf seines swager marggraf Albrecht von Brandenburg a * und 5 gewan die mit stürm und ving darin seinen vatter, als vor auch mer davon gesagt ist, 2 und lebt darnach nit lang und ward zu Ingolstadt begraben. 3 [Fortsetzung der Chronik in der Weim. Handschrift.] Lud big, ein sun hertzog Heinrich, ward ertzogen auf der Opurg zu Burgkhavv'sen, 4 und er het sein wesen do bis auf die dreissig jar. 5 der fürst was gar ein gerader, starcker man;' ; e r übt sich vil mit ringen, steinwerfen, im kurtzen und langen swert was er meisterlich; auch sucht er zu zeiten kurtzweil mit weidenheit und jagen, das er auch mit sorgen thun must 15 vor seinem [Bl. 104 b ] vatter. dieser fürst lebt in gantzer gehorsam gegen seinem vatter, wiewol im von etlichen seinen h'undten und andern geratten wardt, das er sich erheben sollt Und nicht lenger do zu Burgkhawsen beleihen; aber er wolt seinen vatter nicht begeben und beleidigen, ich mae; mit w arheit gesagen, das ich nie gesehen oder gehört hab von Pursten solhe gehorsam, und dabei gellten vil mangl an gelt, piärdten und kleidern aus karckheit seines vatters. 7 der fürst Was ein rechte tugendt und eins mandlichen genmts. und nach dem sterben hertzog Heinrich übet sich der fürst über Ql e mass vil mit rennen, stechen, turnirn und mit allem ritter- s p!l) des täglich vil gephlogen ward an seinem hof. Darnach über etlich zeit reit der fürst seinem vetter, Pialtzgraf Friderichen oder genant hertzog Friderich, einmal g e m Speyr 8 zu lieb und das ander jar gein Wurms." zu den 30 a mit hilf — A. von Brandenburg fehlt H W. J Genauer bei Lang, l. c. S. 196j Eiezlcr, III S. 33S. 2 S. oben S. 140. ■ 3 Ludwig starb am 7. April 1445 xu Ingolstadt und wurde dort 35 Lieben Frau begraben. , * S. über die Jugend des Herzogs Eiezler III, S. 369,Kh\ckhohn (Ludwig JT wiche) S. 27 ff. und den 2. ISxeurs S. 361: Wildönberg und Aventin UOe r L. des R. Jugend. - Vgl. Arnpeck A S. 400 //'.; B S. 148 ff. Ludwig war dreiunddreissig Jahre alt, als sein Vater starb. 4q l . ' Gerühmt wird des Herzogs „stolxer Leib" in einem bei Kluck- an > /. c. S. 384 mitgeteilten Beim. S. hiexu Kluckhohn S. 29. . "Im August 1451. — Fürstentag wegen der Beratung über die „Arro- £ °V;" Friedrichs und andere wichtige Angelegenheiten. Menzel, Regesten 45 Gese/j. Friedrichs des Siegreichen etc. in den Quellen etc., Bd. II S. 222. » . ' Lm Juli 1453. — Es handelte sich hier um die Austragung der Späne rtedrichs von der Pfalx mit Mainx, Veldenx und Baden. Menzel, l. c. S. 24 7. — 152 — zweien tagen kumen vil fürsten, grafen, freien und grosse ritterschaft. daselben, bei dem tag zu Speir, ward dem fiirsten der namen geben von dem gemeinen volck, das man in nennt den reichen hertzog von Beim; das geschach der ursach halben, das der fürst als einen grossen [Bl. 105 a ] fürstlichen hof hielt. ° Zu der zeit was ein anschlag widor hertzog Friderich und die Pfaltz von vil fürsten und grafen bei Rein und auch ander enden, das geschach darumb, das sich hertzog Friderich understundt in der Pfaltz zuherschen, als war er rechter pfaltz- graf, zu. der zeit, als seines bruders son Philippus ein kind lü was. 1 auch so kriegten die grafen von Lützlstein und die von Lichtenberg mit den graven von Leiningen, und hett jeder teil etlich fursten, die im in dem krieg beistandt teten. es hetten auch die von Lützlstein und Liechtenberg den von Leiningen einen gereisigen zeug im veldt nider geworfen, und l5 junckher Schaffhart von Leiningen ward gefangen und zu. Lützlstein in einen turn gelegt, darin er lag lenger dann jar und tag; der wardt erledigt zu. der zeit, als hertzog Friderich Lützlstein gewan und die grafen aus diesem land vertreib. 2 den gedachten anschlag und aufrur legt nider hertzog Ludbig 20 mit dem, das er sich erkennen lies und aussprach, das er der Pfalz zuhilf komen wolt mit 12000 werlicher männer; mit dem belag die aufrur auf das mal. 3 Der fürst was werlich [Bl. 105 b ] und zerlich. des fürsten understunden sich etlich fürsten zubekriegen, als marggraf 25 Albrecht von Brandenburg, hertzog Wilhalm von Sachsen und zwen grafen von Wirtenberg und die reichstet on die von Nurmberg nit' 1 ; aber er gesigt wider die all mit krieg und am jüngsten mit streit, 5 und er beschirmt sein landt mit dem swert. und sollt ich den krieg allen nach lengs schreiben, als 30 ich auch west zuthun, wann ich alzeit dabei und mit gewesen bin, und was sich darin begeben und verloffen hat im lande zu Francken und Swaben", war zu lanck, und ich wil darin halden bescheidenheit, nimandt verletzen und meinem herrn in diesem handl nit zu vil lob geben: der sig get von gottj 3j 1 Friedrich I. regierte vom 13. Aug. 1449 an als Vormund seffl** Neffen Philipp, vom ü. Sept. 1451 an als Kurfürst. 2 S. xu diesen Kämpfen Würdiuger, // S. 73 ff. a S. hiexu Kluckhohn S. 57, Riezler, 111 S. 375. yig * S. Beil. II xu den Jahrbüchern des XV. Jhdts. in St.-Chron. % S. 305 ff.: Die Neutralität der Stadt Nürnberg im Kriege gegen Berxog Ludwig von Bayern 1459 — 62. 6 Schlacht bei Giengen am 19. Juli 1462. 0 Die Geschichte dieses Krieges bei Würdinger, II S. 3 ff. — 153 — der warlich scheinperlich mit uns gewesen ist, dann sovil ist die warheit, das der fürst zu sibenmalen ist aufgewesen mit wagenpurgen und oft mit gantzer macht, und auf das meist hat er gehabt auf 20000 man und auf das minst 6 oder 7000 5 man, wol geschickt zu krieg, aus Beim, Beheim, Osterreich und aus der Slesi, auch von andern landen gut dinstknecht. das kriegen [Bl. 106 a ] werdt bei sechs jarn und endet sich z u der zeit, als man zalt 1462 jar. 1 und der fürst kam damit z " rue und frid, und all umbligende land und fürsten hetten 10 gros aufsehen auf diesen fürsten. hertzog Ludbig het den grössten fürstlichen hof und gepraucht den a sein lebtag gantz a Us, deshalben ward er auch genant der gros hertzog in Beim. Der fürst ist auch Stifter der unifersetet zu lngolstat. b2 Der fürst beschlos sein ende cristenlich von dieser weit *u dem ewigen leben, und er wardt begraben in das closter Säldental in dem jar der mindern zal im 77 jar. 3 er hett gepert aus seiner gemahl, der hertzogin von Sachsen, einen son, was genant Georg, und ein tochter, genant Margret. 01 2o Noch raus ich eines melden: nach dem sterben hertzog Heinrich warden die zwen fürsten hertzog Ludbig und niarg- graf Albrecht vil zeit bei einander und heten vil fruntlichs ^esen mit rennen, stechen, tantzen, jagen und mancherlei kurtzweil/' sie lagen auch alle nacht bei einander an einem Pett. die fürsten [Bl. 106 1 '] heten auch gewonheit, wann sie «usamen komen in die stet zu tagen, so riten sie gern spacirn ln der nacht mit singern und bohrten den frawen und rottirten Sl ph dann und sprengten gegen einander und rissen sich do P 11 * einander, das wenig gantzer kleider an in und im grafen, herren, rittern und knechten beleih, des nam im ein alter 30 a „den" ist, wie es seheint irrtümlich, ausgestrichen. b der fürst — Jp Ingelatat am Rande von Ehrans Hand nachgetragen. c genant Margret beigesetzt von Ebrans Hand. ,. ' Ebran rechnet hier von i486 an, in welchem Jahre Herzog Ludwig jg lli Feindseligkeiten mit dem lieber fall der Reichsstadt Dinkclsbühl begann, i 2 S. Riezler, III S. S49 ff. — Das Eröffnungspatent des Herzoqs "Utert mm 2. Jan. 1472. — Vgl. Arnpeck Ä S. 409. 3 Ludwig starb am IS. Jan.. 1479 in Landshut und wurde begraben £'Kloster Sclü/ental. — Vgl. Arnpeck A S. 412; B S. !56; die Lands- 4 0 m *r Ratschronik in St.-Chron. Bd. XV S. 322. j... 4 Ludwig hatte aus seiner Ehe mit Amalia, der Tochter des Kur- X y St . Kn Friedrich IL von Sachsen, ausser den genannten Kindern noch wej Töchter, Elisabeth und Anna, die vor ihrem Vater als Kinder gelben waren. - Vgl. Arnpeck A S. 401; B S. 149. 45 k , ° H- %U dem Freundschaftsverhältnisse der beiden Fürsten Kluck- "onn S. 66 ff; Riezler, /// 376 ff. 16 — 154 — ritter, herr Wilhalui von Rechperg, war. der redt eins tags zu beden fürsten mit den worten : „ir herren, ir tragt ein korb vol Unglücks veil, wann ir in halt werdt ausschütten!" diese zwen fürsten koraen von erst in unbillen bei den zweien tagen zu Speir und Wurms, von den vor gesagt ist, 1 dann marggraf 5 Albrecht hielt es mit den fürsten und der parthei, die wider hertzog Friderich waren, die hässigkeit und veintschaft mert sich von jar zu. jar, und namb ab fruntschaft und geselschaft zwischen der zweier fürsten, dadurch der gross schätz, so hertzog Heinrich gesambt hett, gemindert wardt. 10 Marggraf Albrecht ist der verbegenest fürst gewest, krieg anzufallen, desgleichen sein zeit nicht gelebt hat; er hat all sein nachpern bekriegt: den bischof von Wirtzburg, die hertzogen von Sachsen, [Bl. 107 a | die von Nürmberg und die andern reichstet, auch hertzog Ludbigen, als davor gesagt ist. 15 dieser fürst marggraf Albrecht was meister im rat, er was meister auf der pan, er was meister im veldt, er was auch albeg bei den ersten und vödristen in stürmen und streiten; aber wenig sig hett er. was ward dem fürsten zu Ion umb sein swäre müe und arbeit ? nicht mer, dann das sein leib hertigklich 20 geschossen, gestochen und geslagen was worden, auch so warden dardurch vil witiben und waisen und armer lewt gemacht. Dieser fürst hat gar einen weisen vatter gehabt, marggraf Friderich und burgkgraf zu Nürmberg. der het vier sun gepert aus seiner gemahl, die ein swester was hertzog 25 Heinrichen von Beim. 2 den sünen sagt er jedem, was er für ein man war, und marggraf Albrecht legt er auf, er würd ein scheff verfilm oder eins gewinnen, er riet im auch am todpet, er sollt die fürsten von Beim in fruntschaft und gutem willen behalten, so möcht [es] ime hart mislingen. der fürst 30 marggraf Albrecht starb zu Eranckfurt [Bl. 107 b ] zu der zeit, als keiser Friderich den grossen hof hielt und seinen sun Maximilianus romischen konig macht; 3 do ward im von dem keiser und den fürsten ein gar schöne begencknus und opfer gehalden. Hertzog Albrecht, 4 ein sun hertzog Ernst, was gar ein 35 wolgeschickter herr von aller glidmas und ein tugentsamer, 1 S. oben S. 151,29. 2 Markgraf Friedrieh I. war vermählt mit Heinrichs Schwester Elisabeth. ^ ,g a Maximilian wurde xu Frankfurt xum König gewählt am 16. Febr- i486; Albrecht starb am 11. Mär% dieses Jahres. * Albrecht III. — Vgl. über ihn Arnpeck A S. 441; B S. 176 ff- — 155 — gütiger herr. er liet vil lieb zu jagen und sonder zu der valckenpeis; er sucht auch vil kurtzweil in ruanicherlei seiten- spil, des er auch selbs vil kund, er het vil lieb zw frawen und sonder zu einer frawen, was genant Bernawerin; 1 die 5 überwandt in in seinen jungen tagen, das er sie als ein schlafweib bei im hett. 2 des verdros den vatter, hertzog Ernst, und wardt eins tages, das hertzog Albrecht nicht anheim was, [da] ving er die frawen und wolt ir einen man geben haben, do begert sie eines von a Degenberg, do erzörnt der fürst, 10 und in einem jähen zorn lies er sie trencken zu Straubing, darumb viel der sun in grinügen zorn gen dem vatter. das ward underkomen durch ir rät, uud die zwen fürsten [Bl. 108 a | stiften der frawen zu Strawbing zwo ewig mes, 3 werden bis auf hewtigen tag genant der Bernawerin nies, darnach über 15 etlich zeit namb der fürst zu geraahl ein hertzogin von BraAvnschweig. 4 Die Beheim hieten den fursten hertzog Albrechten gern zu einem konig gehabt und beton deshalb ir botschaft bei dem fürsten zu Kam, 5 die zeit und konig Lasla ein kindt was. aber 20 er wollt des konigreich nicht aufnemen, der irrsal halb, so sich hielt in dem gelawben. (i die Beheim hieten den fürsten sonderlich lieber gehabt dann ander darumb, das er die behemische sprach gar wol künd, die er gelernt het bei konig a Handsohr.: vom Degenberg. 25 ' Vgl. Arnpeck A S. 439, 441; B S. 174. — S. xur Sac/ie Eiezler, ■dgnes Beruauerin und die bairisehcn Herzoge in den Sitx.-Ber. der hist. Gl. der b. Akad. d. W. 1885 S. 285 ff.; Lipowsky, Agnes Bernmierin ; Horchler, Af/nes Bernauerin in Gesch. u. Dichtung (Progr. der Real- 8( . schule Straubing, 1883, 1S84). 2 Kiezler nimmt eine kirchliche Ehe an. :! Agnes xvar in der Nikolauskapelle der Karmeliter in Straubing bestattet worden, und hier stiftete Albrecht (am 12. Dez. 1435) eine ewige Messe für die Verstorbene. Der Vater des Herzogs, Ernst, besiegelte den , Stiftungsbrief dieser Messe, baute eine Kapelle auf dem Kirchhofe zu a St. Peter in Straubing und stiftetet dort einen Jahrtag für Agnes. 4 Albrecht vermählte sieh am 22. Jan. 1437 mit Anna, einer Tochter des Herzogs Erich I. von Braunschweig-Grubenhagen. — Vgl. Arnpeck A S. 441, 442; B S. 177. a,, 6 Am 24. Aug. 1440 fand zivisehen Albrecht und den böhmischen Crossen in dieser Sache eine Tar/satzung zu Cham statt, Iliezler, 111 S- 332. — Vgl. Arnpeck A S. 441; B. S. 170. " Der Herzog erklärte, seine Entscheidung bezüglich der Forderung der Böhmen, dass er die Baseler Cojnpaktaten schütze und sieh um die 45 ^'Mi'kennung und die Weihe liokyxauas (als Erxbischof von Prag) besähe, von den Beschlüssen des Baseler Konzils abhängig machen zu rvollen; doch bewogen ihn auch noch andere Gründe zur Ablehnung der ihm angebotenen Krone. Wichtige Aktenstücke über die Wahl Herzog Albrechts Hl. v on Bayern xam Könige von Böhmen s. bei Freyberg, /. c., 111 S. 0 ff. IG* - 156 — Wentzla. 1 der fürst viel in swiire kranckheit, die man nent potogra, darin er starb, der fürst hat gestift das kloster auf dem perg, der etwan genant ward Andex, daselb er begraben ward. 2 der fürst gepert aus seiner gemahol, der bertzogin von Brawnschweig, fünf sün: Johannsen, Sigmundn, Albrecht, 5 Cristofn und Wolfgang, and zwo töchter. 8 Adolf, ein son hertzog Wilhalm, starb in kindes alter, 1 und sein teil des furstentumb viel auf den vorgedachten hertzog Albrecht mit rechter eibschaft. [Bl. 108 b | Nun hat endt der 9. Staffel und lini, undlO vahet an der 10. Staffel und lini der vorgedachten f ü r s t e n. Der drit son konig Ruprecht, genant Ludbig, gepert aus seiner gemahl, der N.N., drei sön: Ludbig, Friderich und Ruperti." Ludbig 0 ward pfaltzgraf; der fürst besas die Pfaltz in l 8 gutem frid; er was gütig, weis, mildt und ein löblicher fürst gen got und der weit, im was wol mit allem ritterspil, und er treib das selber vil. der fürst rieht den krieg zwischen marggraf Albrecht und der von Nürnberg und der andern fürsten, grafen und reichstet, darin thet er grossen, embsigen 20 vleis; die rieht geschach zu Bamberg. 7 der fürst gepert aus seiner gemahl, der bertzogin von Sophei, s einen son, was genannt Philippus. Dieser pfaltzgraf Ludbig starb in sein jungen tagen, und sein prüder Friderich, der genant wirt der froidig hertzog, widerstund sich der Pfaltz und des jungen fürsten Philippus, der noch ein 1 Albrecht war am Hofe der Schwester seines Vaters, der König 191 Sophie von Böhmen, erzogen worden. 2 Albrecht starb am 29. Febr. 1460 zu München. S. xur Gründung ^ des Klosters Andeehs Kiezler S. 837. — Vgl. Arnpeck A S. 439, 443; B S.1"*-' 8 In dieser Aufzählung fehlt Ernst, f 1400, ein älterer Albrech', der im Jahre 1445 als Kind starb, und eine Tochter. — Vgl. Arnpeck ■& S. 442; B S. 177. , 4 Adolf, geb. im Jahre 1434, starb (nach Hantle) 1441. — *9 gfi Arnpeck A S. 440; B. S. 175. '., 6 Diese Söhne stammten aus der zweiten Ehe Ludwigs TU- ir f l Mechtilde, einer Tochter des Grafen Amadeas von Savoycn und Fürsten von Achqja; ein älterer Huprecht (f 1426) von seiner ersten Gemahl 111 ' Blanka, Tochter des Königs Heinrich IV. von England, ist übergangen- ^ " Ludwig IV. — Vgl, zu ihm Arnpeck A S. 302 ff,; B S. 77. • S. über das Verhallen des Pfalzgrafen zu den Kriegsparteien <** Beilage I in St.-Chron. Bd. II, insbesondere in Bezug auf den Bamberg« Tag S. 365; am 6. Juni 1449 Hess er seine Absicht, diesen Tag M* " ' suchen, ankündigen, am 13. August starb er. s $ " Er war vermählt mit Margareta, einer Tochter des ßcrx°il Amadeus VIII. von Savoyen. — 157 — kind was, und regirt die Pfaltz, als ob er rechter pfaltzgraf were, mit verwilligen etlicher [Bl. 109 a ] landsherren und lehenmänner der Pfaltz. Von diesem fürsten und all sein bistori schreibt nach leng Mathias von Kemnaten, ein prister, 1 deshalb thfit nicht 5 not, des fürsten bistori züberurn, dann sovil: es war zw den Zeiten ein bischof zu Maintz, der lebt in grossem reichtumb, was am geschlächt einer von Pickenpach. 2 der herr hett ein Sprichwort, das er vil redt gotz greden willen: „ich hab sorg, hertzog Friderich werd gelück zusten, er understet sich und 10 reforrnirt die klöster in der Pfaltz, das mir zugehört." er starb in gutem wesen und het die Pfaltz gemert und gereicht und darumb vil erlitten, in stürmen und streiten was er albeg bei den ersten und vodristen, deshalb vil guter ritter und knecht bei im und in seinem dinst tod beliben. J 5 Der drit prüder, genant Rfipertus, ward bischof zu Kolen. :1 aus diesem bischof erstund gros unrue dem stift mit grossem krieg; er ward uneins mit den thumherren und der stat zu Kolen,' deshalb sich der bischof gab a in schütz und schirm b hertzog Karl von Burgundi und nam den auf zu vogt, und 20 der hertzog [Bl. 109 b ] erlangt ein bestätung von dem babst N7' und do das die herren vom capitl gewar wurden, erweiten sie einen landgrafen von Hessen ,; zu bischof. deshalb ruft der gedacht Rfipertus zu seinem nowen vogt umb hilf, der kam mit grosser macht, als man sagt ob den 30 000 männer, 7 und «5 er logt sich für die stat News; darin was der itzgedacht land- gi'af von Hessen und het bei im vil guter ritter und knecht. m dieser aufrur ruften die thumbherren und die bürger der stat Kölen zu keiser Friderich umb hilf; der kam auch mit . a Nach „gab" in der Hdschr. nachmals durch Verschen des Schreibers : rf 0si c ]]. b j n der Hdschr. scherm. ' Matthias von Kemnath war Hofkaplan Herzog Friedrichs und Professor der Eloquenz an der Universität Heidelberg. — Vgl. oben S. 3. — S. « Friedrich Arnpeck A S. 303 ff.; BS. 77 ff. in. ; , ' Gemeint ist hier der Erzbisehof von Mainz Dietrich Schenk von ' ° J,j rbach, dessen Mutter eine Bickenbaeh war. ;l Ruprecht wurde Erzbischof von Köln am 30. Marx, 1463. — Vgl. ul >er ihn Arnpeck A S. 307; B S. 81. . ' S. xu dem Ganzen die Einleitung zu „Christianus Wicrstraais {..ttistori des Belegs von Nuis" in St.-Ghron. XX S. 481 ff. und den daselbst u angehängten Literatur-Bericht S. 015 ff. Vgl. Matthias von Kemnath S. 00 ff. " Papst Sixlus IV. (1471—1484). ^ " Ruprecht wurde am 24. März 1473 entsetzt und die Administration «es Erzbistums dem Landgrafen Hermann von Hessen übertragen. 7 In Wirkliclüicit ca. 13000. — 158 — vil fürsten und des reichs steten, und der keiser legt sieh in nähet zu des hertzog von Burgundi here, und geschahen zwischen beder here vil grosser schlahen und Scharmützeln, das vil menschen tod belieben, der hertzog lag vor der stat lenger dann jar und tag 1 und künd der nicht gewinnen; aber5 die in der stat leden gros not an speis und tranck and assen vil rosvleisch a 2 und hielten hert als frumb lewt. die tzeit sas der pfaltzgraf oder genant hertzog Friderich mit erhaben schilt und wardt zu im, aber nimandt [Bl. 110 a ] tet im [etwas].' 1 der krieg ward gericht durch einen cardinal, 4 also das der 10 keiser und der hertzog an einem tag miisten aut'prechen und heim ziehen, diese histori hab ich nach kurtz geschrieben, wann sich in dieser tat vil begeben hat. Dieser bischof Ruprecht ward gefangen von dem land- grafen von Hessen, und er starb in vancknus. 5 das was die v> ursach, darumb der bischof und capitlherren und die von Kölen uneins wurden, dann der vorig bischof, am gcscblächt ein graf von Mürs,' ; der hett bei fünfzig jarn geregirt und in der zeit gros krieg gefurt und des stifts gueter vast alle vorsetzt den capitelherren, auch der stat Kölen und vil andern 20 mer, und Riipertus understund sich, die 1 ' guter durch eigen gewalt einzuziehen, dartzu hett er hilf und boistandt von seinem bruder, hertzog Friderichon, 7 und er meint die pfant- schaft biet sich nun abgedint, und was sie nun lenger von den gütern einnemen, das war wuecher. er hett auch etlioh stet 2 und geschlösser gewunen mit hilf seines briidern hertzog Friderichn. [Bl. 110 b ] Hertzog Johanns, der vierd son konig Ruprecht, gepert einen son aus seiner gemahl, der hertzogin von Pombern, wardt genant Kristof. dieser fürst ward konig zu Tenmarckh,3 Sweden und Norbeden s durch hilf seines vettern hortzog » hi der Handschrift : roschvleisch. b //* der Handschrift : der. 1 Die Belagerung begann am 29. Juli 14 74 und endete am 10. JuniH ZP - S. Wierstraats-Chronik S. 573, Zeile 1035—1075. ,,r. : ' Vgl. Matthias von Kemnai S. 127. ' Aleminder, Bischof von Forli. " Kr starb im Gefängnis zu Blankcnstein am 26. Juli 1480. '• Theodorich IL von Mors (1414-14(13.) ' S. hiexu Häusser, l. e., 1 S. 383 ff. . s . 40 Johann war in erster Ehe mit Katharina, einer Tochter *~ Herzogs Wratislaw VIL von I J ommcrn, vermählt. Er hatte ausser Christ<>P> 1 aus dieser Ehe noch fünf Söhne, die alle als Kinder starben, und eine Tochter. Christoph wurde zum Konig von Dänemark erwählt am 10. &f rw 1440, zum König von Schweden am 4. Okt. desselben Jahres, zum König W%g Norwegen am 4. Juni 1441. - Vgl. zu Christoph Arnpeek A S. 314; S S. •-"• — 159 — Heinrieb von Beim, der lech im 10000 guidein. so bracht er auch auf von andern seinen frundten und landlewten ein merckliche summa, damit er sich rust in das konigreieh zufaren. und ein frumber ritter, Albrecht Murher, 1 der wagt sein leben 5umb des herren willen, und er fuer vil aus und ein gen Tenmarckh, und je zu zeiten als ein bot. und so er in das 'and kam, bekleit er sich als ein aussetzig mensch, dann es was bestelt von konig Erich,- wo der Murher betreten wurd, so sollt man in vonstundan trencken. nun ward er eins tags 10 betreten als ein bot, und waren die brief bei im funden, als er heraus aus dem konigreieh fuer. do lasen die Tennen die ubergeschrift „dem hertzogen von Perg" für „Beim", mit dem ward der gut ritter erledigt aus der grossen not. und do nun der fürst in das land kam, must er umb das konigk- [Bl. lll a J *5 reich streiten mit hilf vil der T?nnen und der Dewtzschen, und er gesigt den streit, darnach was er gewaltiger herr Und konig. Der konig het einen Tennen zu marschalck, der was genant herr Ulrich Faxsel, 3 ein ritter, der was ein gav ernst- 20 nch und trostlich man. er hett albeg 300 stareker fuesknecht, die stätes auf in wartenden, der hielt dem konig den rucken, der meistert die Tennen und bracht sie zu gehorsam ; das kam dem konig gros zu gut. Dieser konig ist der miltist konig gewesen, davon ich je 5 gehört hab, wann er niemandt unbegabt lies, der in heimsucht, und sonder sein landlewten gab er reiche gäbe, dem Murher gab er die herschaft Tenesperg' und verschreib im auf der herschaft 18 00U guidein. also thet er auch andern rittern und knechten, die im dienten im lande zu Beim. Der konig led auf ein zeit grosse not in der see, also das ein scheff under im prach; und dem konig ward geholfen auf ein kleines scheffloin, und ertruncken vil lewt, und dem konig ward gros gut verloren in der see. 5 der konig starb an erben. [Bl. lll 1 '] Hertzog Otto, der fünft son konig Buprecht, Sepert aus seiner gemahl, die ein tochter was hertzog Heinrich ' Ein Albreeht Murher, Hofmeister, genannt unter 1448 bei Primbs, die Paulsdorfer S. 158. — Vgl. auch Hund, Stammenbuch, II S. 178. 2 Erich, der entthronte König, der Oheim. Christophs. •{{),- '' Olaf Axelson. — S. Christenscn. Dansk Statsforvaltung in det J °- Arhundrede (Kobenhavn 1903) S. 56; Berckmann, Stralsundcr a/ 'ron., ed. Mohnike und Zober (Stralsund 1833) S. 188. ' Tannesberg bei Vohcnstrauss in der Obcrpfalx. "' Chronik des Franziskaner-Lesemeisters Detmar, eil. Orautolf, (Hamburg 1830] S. 102. — 160 - von Beim, vier sön, das ist Otto, Rupertus, Albrecht und Johannsen. 1 Otto beleih on gemahel und besas Newmarckht, Mos- pacli und etlich stet vor dem Wald und bei Rhein, dieser Otto was albeg ein helfer des reichen hertzog in seinen kriegen. 2 b Rupertus ward bischof zu Regenspurg und starb in seinen jungen tagen. :! Albrecht ward bischof zu Straspurg. ' Und Johanns ward thumbrobst zu Augspurg, der fuer walfard auf das heilig land, das geheiligt ist durch das plut 10 Cristi, und er starb zu Jerusalem. 5 Hertzog Steffan, der sechst son konig Ruprecht, gepert auch aus seiner gemahel, einer gräfin von Veldentz,' 1 vier sön: Friderichen, Ludbig, Rfipertum und Johannsen. Friderich was gutig und guter siten und gantz fridlich 15 mit allen menschen; er lies vier sön, das ist N. N. N. N. 7 Ludbig 8 ward genant der swartz hertzog von Veldentz; er ving vil krieg an mit der Pfaltz und hertzog Friderichen und trat doch albegen davon mit grossem schaden [Bl. ll2 a J und verderben, dieser Ludbig gewan die stat Maintz ; ' mit 20 ablaufen bei einer nacht und fuer wider daraus mit einem grossen rawb zu der zeit, als die zwen grafen von Nassaw und Eisenburg 10 umb das bistumb Maintz kriegten. Ludbig 1 Otto L, der Mosbacher, war vermählt mit Johanna, einer Tochter Ilcinrichs x des Reichen von Bayern-Landehut. - Vgl. Arnpeck A S. 317; B S. 05. 25 2 Otto IL von Moosbach, — Vgl. Arnpeck A S. 318; B S. 95. '■' Rupert, geb. 1437, Administrator von Regenspurg seit 1457, starb 1465. — Vgl. Arnpeck A S. 318; B S. 96. ' Albrecht, Bischof von Strassbury seit 14 78, starb 1506. ,— Vgl- Arnpeck A 8. 318; B S. 96. 3 ° r ' Johann, Domprobst zu Augsburg seit 146S. Er trat im Jahre 1486 aus Verdruss darüber, ilass er nicht zum Bischof gewählt worden ivar, eine Pilgerfahrt nach Palästina cm und starb am 4. Okt. des Jahres in Jerusalem. S. die Ghron. von Hector Mülich in St.-Chron- XXII S. 271. — Vgl. Arnpeck A S. 318; B S. 96. 3& 0 Stephan, der Zwcibrüclcer, toar vermählt mit Anua,~der't Er blockte)' des Grafen Friedrich III. von Veldeuz. 7 Friedrich, mit den Beinamen Oynonotus (der Ilundsruclcer), der fromme Herzog. Er starb am 20. Nov. 1480 und hintcrliess fünf Söhne- — Vgl. Arnpeck A S. 315; B S. 03. 4Ü " Ludwig I. von Zweibrücken - Veldenz. — .S f . über seine Kriego mit Kurfürst Friedrich Häuaaer, 1 S. 343 ff., 355 ff. 358 ff., 380 ff- — Vgl. Arnpeck A S. 316; B S. 04. 0 Siehe zur Eroberung von Mainz durch den Erzbischof Adolf VOf . Nassau, den Herzog Ludwig von Veldenz und den Grafen von Königstein *■ St.-Chron. Bd. XVIII S. 51 und die dort S. 80 ff. von Hegel *»' sammengestellten und besprochenen Quellen. 10 Adolf von Nassau und Dietrich von Isenbury. — 161 — was ein helfer des von Nassau, so was der pfaltzgraf oder genant hertzog Friderich ein helfer des von Eisenburg, diezwen herren von Beim haben den reichtumb des stift Maintz erstört, der Ludbig, genant der swartz, lies auch vier sön, N. K N. N. 1 5 Bfipertus ward bischof zu Straspurg.'-' Johanns ward bischof zu Meidburg. 3 Hertzog Georg, ein son hertzog Ludbig des grossen, des liistori mag noch nicht geschrieben werden; aber sein swester, fraw Margreth, i ward vermähelt pfaltzgraf Philippen. 10 Die fünf son hertzog Albrechten: Johans, Sigmund, Albrecht, Cristof und Wolfgang; der histori mag auch noch Bit geschrieben werden, und ir zwo swester ward eine vermähelt hertzog Ernst von Sachsen, die ander dem marggrafen von Montaw/' '5 ' Ludwig starb am 19. Juli, 1489 und hinterliess nicht vier Söhne, sondern fünf, von denen einer, Philipp, dam Vater allerdings schon im August des Jahres nachfolgte. - Rupert, seit 1440 Bischof von Strassburg, starb 1478. Vgl. Arnpeck A S. 315; B S. 93. *« ;i Johann, seit 1464 Erxbischof von Magdeburg, starb 1475. Vgl- Arnpeck A S. 315; B S. 92. 4 Margarcta wurde am 17. April 1474 mit Pfalxgraf Philipp dem Aufrichtigen vermählt. — Vgl. Arnpeck A S. 309; B S. 81. - S. zu Georg ebenda A S. 413 ff.; B S. 156 ff. «Ö •"' Johann IV., f 18. Nov. 1463, Sigmund, f 1. Febr. 1501. Albrecht 111. (IV.), f 18. Marx, 1508, Christoph, f 8. Aug. 1493, Wolfgang, t 24. Mai 1514. — S. noch S. 156,5 mit Anm. — Von den Schwestern der Genannten wurde Elisabeth im Jahre 1460 mit dem Kurfürsten ., Ernst I. von Saclisen vermählt, Margarcta 1463 mit dem Markgrafen " Friedrich I. Qonxaga von Mantua. Eine dritte Schwester, die ins Moster trat, ist von Ebran nicht genannt. Glossar. Die Sprache der Ebran 'sehen Chronik weist, soweit die Grammatik in betracht kommt, jene Mannigfaltigkeit und Regellosigkeit der Formen auf, die wir an den Sprachdenkmälern des ausgehenden Mittelalters gewohnt sind. Diese Eigenschaften zeigen sich besonders auffallend in der Konjugation der starken Verba, in der Abschleifung der Endungen bei den schwachen, in der überaus häufig vorkommenden Weglassung der Endungen — am meisten der Genetivcndungcn — bei den Substantiven und in der nachlässigen Beobachtung der Kongruenz. Die copia verborum ist keine besonders reiche, bestimmte Wörter und Wendungen machen sich als Lieblings-Wörter und Ausdrücke stark bemerkbar, Fremdwörter finden sich nur ganz vereinzeint. Von den Zeitwörtern regieren noch viele, die später transitiv wurden, den Genetiv; von älteren Konstruktionen ist besonders die Verbindung des Hilfszeitwortes mit dem Infinitiv z. B. die stat ward angefangen zu pawen, sie waren umgecii, er ward weinen) hervorzuheben. Der Satzbau ist, abgesehen von einzelnen Nachlässigkeiten und Ungeschicklichkeiten fast durchweg sehr einfach und klar. Grössere Perioden fehlen fast ganz; in den rein erzählenden Stellen herrschen Hauptsätze oder kurze Satzgefüge vor, die durch d:e continuicrenden Partikeln „und" und „do" miteinander verbunden werden. — Das nachfolgende Glossar hat zunächst den rein praktischen Zweck seltener vorkommende und veraltete Wörter zu erklären, dann aber auch den, ein Bild des von Ebran gebrauchten Wörterschatzes und der karaktcristischen Wortverbindungen zu bieten. Von der Citierung aller Stellen, in denen die von uns aufgenommenen Wörter und Ausdrücke vorkommen, wurde dabei abgesehen, wie sich dies auch schon durch die Rücksicht auf den zur Verfügung stehenden Kaum empfahl. Friedrich Roth- Ab adv. iueg er Hoch ab 76,13. 80,19. 110,11; erfuerab 79,7.— praep. über 10,13. tuegen 55,1. Don 32,2. 61,11. 142,14, aber adv. tuteber 10,1. 17,21. 55,24. 76,2:?. ferner 41,21. abganck in dem hawpt Gkbvcdjen im S\op\, Ciki)irnhan£t)eit 135,19. abg een an gewalt und reichthumb abnehmen 19,; 1.23. jtetbett 105,6. 119,3. 120,20. 132,8. 143,20, abgecn mit tod 119,25. 145,21. abgang Xt>i> 07,10. abgewungen abgewonnen 19,20. abkeren etwas c§ aufgeBen, fahren tafien 46,20. ablas über eine sundt SSci'^citjunfi (jiefiir 45,28. ablaufen eine stat fie erobern, fl^ 5 mimten 160,21. abs cb Iahen abjdjlancu 83,11.8 U-- absetzen —er absetzt felU ab 10,23. abstossen (stv.l einen babst tfjn abfegen 81,20. 117,22. abtgott Wbqutt 10,4. abbtgöttm 12,11. - 163 — a b v al 1 en (vom ross) oBfteigen 90,10. a o h t i s t — selb achtist *u artjt 6,14. aindrächtigklich adv. cinftiin ntfg 38,23. ainsten adv. einftmalS, bereinft 67,24. albog adv. (aKertüegS) immer 72,2. 86,5.90,2.12.154,18.157,12.159,20. 160,5. albegen 160,19. all gau-s 3,4. 61,1.6. 62,20. 63,6. 122,14. alle die weil conj. folmtgc 24,7. als wie, 3. 33. 3,33. 10,14. 13,28. 22,5. 42,2. 58,16. 125,21. 132,17. 148,5.30. 152,30. — fo (Beim adj. unb adv.) 0,12.11,24. 50,10. 58,18. 93,4. 116,21 u. ö. also fu(adv. dem.), 3. 93. G,36. 31,5. 85,7 9. 90,14. 121,7. 135,19. 150,14. 158,10. 8 ltr SSerftärhmg bc§ adj. unb adv., j. 33. 9,12. 24,24. 85,2. 96,3.13. Slbfd)(iefjeab, x. 33. 9,17. 13,2. 14,10. 22,11. 24,28. 44,21. 59,21. 124,8. 141,9. 146,31. Eonttnuferenb, ,v 33 60,15. 60,20. 149,5. ambt - ambt der mess 59,11. absetzen jem. von seinen ambten und wirdon 16,24. des reicbs ambtlewt bie 9?eid)<5tuürben= Irriger 86,2. des reichs ambt- mann 57,12. 63,11. des reicbs diener und ambtman: ser- vitor et officiatus 133,2. amen f. bie Slmrne 101,21. an präp. oljnc 6,18. 18,5. «6,29. 77,11. 118,10.121,16. 141,9. 159,33. a n d e c h t i g, — andechtig gegen got 43,9. andechtiges gepet 24,11. 80,9.13. 87,7. 148,14. andech- tiger (®ott wohlgefälliger) streit 15,12. and. wercke 01,33. 141,15. ander — der ander bcr groeite 12,20. 25,2. 41,5. 42,23. 43,5. 51,16. 84,4.5. 85,7. 86,17. 101,4. 107,14. 110,2 u. 8. aneinander, oneinder = ander 15,21. 135,21. a " getanen uerfcßrieben fratt gefangen 127,29. a ngeschutt aufgcfdjüttet 18,9. a ig es igen jemandem über liegen 24,8.9. an gewinnen s. gewinnen, fngezundt angejünbet 56,19.21. a iiheim adv.batyeim,juh>ufe 155,7. a nkomen jemanden feiner [jabljnft Werben 71,6. 20,22. 123,7. 106,6. il)ti anlaufen (stv.) jemanden i()it ans foffen 110,16. anlegen sich bie Wüftuno anlegen 138,13. anneinen ein land e§ in 93efiii nehmen 142,29. 145,21. anpetten (schwv.) anbeten 7,26. anruren jem. mit dem spere ifjn anrennen, treffen 113,17. an seblag .Uoftcnanfdjfag, S3ercd) nnng 137,24.28. ansteen lassen jem. iljn beifeite fteljen (äffen, uoit iljm abfcfjcn 144,5. etwas beleibt ansteen tomnit nid)t sur 8lu3fü(jrung 91,8. ansteend an das reich bie SReidjSregierung antretenb 21,8. anstellen einen krieg tfjn luntänfig (burd) Sdiorbnung eineS SBaffenftifl ■ ftanbeS) beilegen 139,18. anstossen — einekranckheit sties in an ergriff ifnt 84,2. 147,15. an tbort s. an t wort, an t las ?(blafs 111,9.12. antragen (stv.) einen (feinblidjen) 9(nfdjlag madjen 37,6. 38,1. antragen jemandem etwas e§ iljm juridjten, ouftijten 134,19. an t wort geben fid) OcrantWortcu 4,20. respondere 20,31. antbort 144,36. anvahen anfangen — er, es vahet an 33,1. 40,9. 52,1.6. 58,8. 107,14, 111,14. 121,2. 124,1.4, 117,0 u. b. Sßtur. sie vahent an 49,11. 52,21. — anfallen 136,6. arbeiten fid) müljcu, anftrengen im Kampfe 71,1«. arbeiten und streiten 63,17. ardiganisch arrianifd) 39,14.15. arg adj. frcoelljoft 01,7. auch so continuierenbe part. cbenfo, ferner 128,19. 152,11. 154,21 u. ö. auf für an: ein ort liegt auf der Jser 122,22. 130,8. auf der Jim 125,13. auf faren auf dem Kein Strom aufwärts fatjvcu 8,20. aufgeben (stv.) jemandem etwas c3 if)m übergeben 66,15. 104,15.18. refignicren 1.30,1. aufgeen an gewalt und reichtumb ■umeljmcn, in bie ,£)ül)e foinmcn 19,6. 23,23. aufhalten jemanden ifim Unter= fdjlupf (Aufenthalt) gewähren 138,8. a u f h a 11 e r i n SBcgütiftigcrtit 145,11. — 164 — aufheben jemanden (5|3art. auf- gehebt)i(m gefangen lucgfü()ren83,10. auf lauf gujammenlauf 138,26. ©ttibörung 72,23. 83,2. auf legen jemandem die krön on= nehmen, glauben, betfi ifjm bie fi'ronc äufallen tuerbc 145,2. brobfiejeujen 154,27. aufmachen aujftetlcn (ein Stciu= bilbni§) 77,31. aufnemen intr. (^Sriit. sie nomen auf) luadjjcn, gebeifjeu, in bie öbfje fommen 31,10. 34,10. 44,23. 118,12. aufnemen tronf. on fiel) reiften die landfogtei 130,3. annehmen ein angebotenes königreich 144,10. 155,20. jemanden zu vogt 157,19. einen Vorschlag 77,7. 89,10. aufnemen etwas übel: aegre ferre 18,1. aufrur f. Stieg, ffirtegägetummei 152,23. 157,27. aufschreiben den titcl des streits in eine kirchen in itjr eine ©ebent tafcl crridjteu 79,25. aufsehen — sein aufsehen haben auf jem. auj ifjn adjtcu, fid) itad) iljtn ridjteu 153,10. aufsetzen etwas eS bcrorbucn, befummelt, statuere 62,29. aufsetzen jemanden i[)u einlegen (im föegenfa&ju ab(cjjen) 6,1. aufsetzen jemandem etwas cS il)tu auferlegen 67,3. 68,19. 06,17. a u f t u n jemandem schmachheit ifjm Sdjmad) gufügen 83,15. ausbeleiben — er beleih aus blieb au§ 15,2. Vgl. beleiben. ausgeteilt in der weit jerftreut, auäcinanbergeiuorfcn 22,4. ausgin auägefjen 10,26. auslender alienigena 14,18. ausreden sich — sie ausredeten sich rebeten fid) auä 67,13. ausrewten (schwv.) 47,14. errewt aus 57,3. ausgerewt 82,4. ausrichten einen streitpernhandel einen ®rieg fuhren 13,27. aus- richter des königreichs ©uber= nator, 50,14. ausrichte!'des palatii SKajorbumuä 51,11. ausrichtung SSenualtung, {Regierung 51,20. iiusserist (sup.) äufjcijt 10,17. aussetzig mit bem StuSfag behaftet 159,7. Babstei f. Sßctbfttum, bäbftltdje 'SSSürbe 68,12. packenstreich 145,14. backenschlag 145,31. ballen mallen, luallfaiten 77,27. ban (wan) beim 77,28. pan f. (S3al)n) SEurnterbfafc 154,17. pan m. Sann 112,3. 117,1.1. 139,28. pann 118,20. 141,3. daspannen 118,1. panck f. »auf 96,1 1. bar adj. itmßr 75,1. paradeis 5}Sarabie§ 47,11. parad is ftatt paralis,Sd)laqflufj6S,19. bard liuub, würbe 11,37. 13,30. 71,12. 77,26. parschaft, barschaf t Weib 136, 30. 141,9. part SBart 51,9. bas umä 141,35. 30 ; mar (erat) 13, 25. 77,31. 137,39. paschar t. SJaftovb 150,15. bas ta rt 150,27. paser beffer 119,13. pat, päd t s. hi tten. bat s. w a t. patran Sßatron 42,35. pawen bauen, einen SBau erridjtcn 0,10. 41.9. sie pawten 9,13. 46,30. gepawt 9,20. gepawet 33,25. ge- bawt 50,23. gepawen 21,24. weiter ])awen (einen bau) i()it bergriS&ern 72,7. — paw (Sing. u. Sßtuv.) 6,22. 18,24.eine stat nimmt auf an pewen 34,20. 118,13. pawung ©rbouungS 1,3. pawer (Stifter und pawer) (irbattcr (einer Stabt) 12,16. — pawen, ha wen bebauen ben SJuben 25,20. 33,9.11. p a wm an: eultor 33,11. pawrn volck 33,18. 126,2. pewlich s. unter legen, ungepawt unbebaut (Dom Erbreidji Lü, 21. (uou einci' Salzquelle) 14,29. bebogt bewegt 102,15. 136,5. bed, bedc' beibe 4,10. 17,2.4. 37,10. 90,4.17. 103,16. 114,10.11. 131,17. 154,2. 158,3. peid 140,1- bed, bet, bedt, pete s. pete. beleihen, bevelhen (5|$rät. bo- valch, %axl. bevolhen). befelchen einem etwas cä iljm (jur 33 e * urteilung) iibcrlaffcn 75,1. bef. einem den gewalt ifjiu bie Weqicruuq iibtt* tragen 13,22. 24,26. die briester- schaft 14,12. ein landt 61,14- eine burgk 113,26. bef. einen jemandem ifjn biejem jjur iBeiuad)- uug übergeben 115,19. begeben jemanden i()it uerloffe" 151,19. begegnen einem (im krieg) i') 1 " entgegentreten 101,1.1. — 165 — bogen cknus f. ifcrauergotteäbicnft 154,34. b e g e r e n (schwv.) dos f rides (JyriebeitS) 19,13.22. heg. an den kciser ge- richtes Dem ifim bic geriefeii()cit) jemands 89,20. 131,2. 28. beizeichen nemen an etwas fid) biefcä 311111 SBcifnief neunten, eä iiiid)= ntjmcn 7,23. pokert Befefirt 39,16. beklagen etwas bciriiber (tagen 15,6. bekleit — er bekleit sich »erlteibet fid, 159,7. l) elegen (schwv.) Belagern 51,19. 99,8. 125,15. 151,.". 'neben bo= legem 77,1. 129,16. beleihen bleiben 30,26. 101,2. s 45icit. er beleih 6,13. 11,22. 20,12. 30,12. 45,20. 76,13. 91,8. 126,5. 127,5.131,6. 139,28. 160,3. peiaib 39,15; belib 6,26. belieb 21,16. 158,4. Sßart. beliben 157,14. beleidigen jemanden ifjit mi)V Ijcuibelu 59,5. beleitung ^Begleitung , gülji'ung bei igen (Sßrät. belag) «t ©übe tomnicu 127,3. 152,23. bellen = wellen, mollen 13,31. bereden (5)5art. beredt) feftfejjen, nitSnmdjen 140,27. perg in. s. pirg. Perlen ber Sfkriad) (in StuqSburg) 18,10. benugen — sich lassen benugen genügen 14,3. her SJiir 70,26. b ord = werd Wert, Icucv — berd und hochgepreist 95,17. beredt - er beredt tve&ret 101,7. bereit — gar bereit ganj fertig= gcftetlt 62,24. 87,11. Sßrät. er bereit (lüftete) ein scheff (@d)tff) 8,18. 17,8. einen streit (Stieg) 16,31. 17,18. berufen, periiefen (^nrt. beruft) jem. ifjn auSrnfen mit Augustus namen 17,17; als keiser 59,13. ber. einen hof (ilvekfiSUcrfammlunq) 38,24. 04,14. 105,14. ein beer 69,18. das gemein volck (33o(tä= uerfaunnhmg) 137,6. besambung von junckfrawen ,ftm= Deut 44,20. besamen, besamben — be- samben sich fid) ruften, ein £icer fammeht 119,14.15. besamen ein volck, ein höre 54,17. 131,9; gros ritterschaft 117,12. rate 29,34. bescheiden jem. einer sache ifjm über fie ?lu§funft geben 115,11. bescheiden heit/". SÖiHigfctt 59,9. beschliessen etwas in sich c§ in fid; fdjlieficn, enthalten 25,18. 33,6. beschreibung (IcnfitS 19,27.30. beschreien jem. (tßrät. erbeschrei) itjit anHagen 13S,7. besigen iutr. fiegen 35,13. besitzen etwas e§ in S3cfi|j neunten 52,20.81,6. 91,11.110,12. 111,16. 112,9. 118,6. 140,4. beslus m. ©djluf;, ©übe 29,18. besonder adv. befoubevä 2,15. 121,15. pessern beffcrii 91,8. pesserung 133,20. pest sup. — der pest ber Befte, ßerüorragenbfie 83,6. 108,21. der pestc und weisiste 142,12. bestäten, bestatten, be< stetten ($rät. bestät, bestätt, S($art. bestät) Betätigen 12,28. 21, — 166 — 15. 68,18. 77,16. 99,16. 104,24. in jemandem den gelavvben bestiiten ßcfeftigcn 43,24; den stul des reichs nach einem ort bestäten 68,14. be- stiittung ffleftcitigung 62,27.30. bestätung 157,20. bestelt angeorbnet 159,8. bestreiten bcf riegelt, ^vät. er bestreit 17,21. bestr'it 25,26.5ßort. beseiten 17,15. beswärt bcbrcingt 54,13. pet — er pet Betete 118,5. peteSBitte 124,5. bcdt/. 42,7. bet 4-1,2. 45,20. gepet f. 139,4. pete 1kl oster äJtenbitantcnlloftec 113,8. pett Söctt 153,24. todpet 151,29. pettliche ding Sittgefudje 132,12. büttliche ding 132,28. betzeichen einen brief (paginam) mit einem Siegel: aigilli impres- sione insignire 105,20. betzigen gc-ueljcii, befdjulbigt 89,5- betzwingen, ^rät., er betzwung 23, 5.13. 25,10. Coiij. betzwung 22,20. bewegen, %iäi. er bewegt 6ett>og 55,4. 71,13. $art. bewegt 54,17. b e w e r e n (schwv.) — etwas offenbar beweren: liquide probare 8,26. pfarkiren ucvfdjricbcu fratt pfar- kirchen 144,34. phaffheit, pfaffheit /. ©eif> Udjteit, Wenig 42,14. 50,15. 78,5. 112,1. pfaffen 133,15. phlegen Pflegen 84,8. qjart. ge- phlegen 151,26. biderpraep.iuiber, gegen 95,21. bider- zusprechen m rüibcrfpredjen 74,16. bie=nne 77,30. p iegen biegen 1,5. pild 11. SBilb (plafttfdje Sßadj&übung) 7,18.21.23. pildnus nach dem angesicht (in ©teilt) 83,31. pilgram Sßilger. 40,13. 109,12. pillich billig — zimlich und pillich 132,5. unpillicli 138,11. bils — ich bils id) mill'ä 75,1. pirg ©ebirge 101,8. birg 57,17. pirigw. 120,6. 127,11. gepirg 117,9. 150,21. die perg 30,26. 134,14. birt = u>irb 13,31. 39,18. 95,16. 144,35. pis big präp. 13,31. 39,15. pischolf SBljdjof 39,12. 53,24. pist — du pist bift 57,13. 84,18. bitt = bittet 89,35. bitten— ^röt. er pat, padt 42,6. 56,1. 84,14. 117,16 148,14. plecken die zendt Me QftfineBlinteti löffelt 109,18. pleich adj. pallidus 80,6. bon = Don 104,7. port 24)or - die hungrisch port (bei SJSicfjburg) 61,12. posheit, boshait büje T()at (opus pravum) 08,4. 92,16. pös, pöss, böss böje 17,27. 45,18. 64,11. 76,6. 81,18. 85,17. 87,18. pracht m. Sßradjt 2,23. pracht, bracht gebracht 77,36. 104,14. brechen brechen (SjJrät. erprach, brach, %ax\. brochen) lucgneljmeu 31,24. 103,5. prechen die keusch bn§ ©elübbe ber Sleufdjfjeit brechen 88,16.— jetftörett ein klostci'87,17. geslösser (Sargen) 128,17. breclien einem das svvert aus der handt es ifjm entroinben 138,20. brief m. SSerfdjretButtg 116,4. Ur- f'unbc 105,19. unbeschriben brief SBtonqitetbriefe 133,6. briester 2,13. 3,19. 13,1. 14,11- 43,19.21. 50,6. priester 148,5. p rist e r 157,4. brobst ^ropft 147,6. brochmonadt ^uni 27,2. pruck, prucken, iüriktc 60,16. 19- prunn, brun Quelle 39,2. 44,26.28. pucklotadj. gibbosus 116,8. 140,3. pucklat 150,9. pucch, puch, buech, buch 1,3. 8,4. 10,28. 17,11. 19,9. 92,13. puessen (schwv.) büfjcn 56,2. 78,11. 149,28. pues, buoss st. 67,3. 96,16. 112,21. 118,19. buetrichkeit s. wuetrich. pühl m. SMiljel, §ttgel 18,9. pündtnuss, pundnus«. ^öihibiti^ 39,11. 55,5. puntgenoss 00,14- puntschuch iBunbfdjufi, 94,14. 25- purd f. Söürbe 51,19. purgk, burgk 92,20. 93,14. 95,4. 96,6. 108,2. 126,8. büttlich s. pettlich. Kelten f. ffciltc 25,4. ke ren — sich von jem. uoit ifiltt 0P* fallen 30,10. der sig kert sieh z« jem. 15,23. 17,4. 65,27. 71,1"- 80,12. keren etwas in etwas es uerlimnbeln 42,17. 62,4. keren frumbkeit in übel 84,10. kesten ßaftauien 10,20. keusch st. Seufdjfiett 88,14.21.90,4. kind — Sßlut. kind 23,17. unter 167 — •Ion kindon 93,15. mit kinden 9,12 102,14. mit kindern 93,22. kirich .fiircfje 92,19. 93,11, klag f. 2eicr= iammlung 144,32. i8ifdjof8i)erjamm= (ung, Sijnobc 06,29. künftig, könftig adj. ffinftig 86,1. 94,20. 104,6. 146,32. können — ich kan 47,23. 93,8 136,22. Eonj. ich kün 36,4. Sßrät. ich kund 115,15. 143,20. 155,3.23. 158,5. ich kundt 73,11. c o n v o n t n. (8Röndj8coni)ent) 65,15. °°nvers,conversus (SaienBruber) 2,30. 4,1. 35,18. conf ers 127,29. k °stlich, costlich adj. foft&ar 136,31. tofttoietig 128,3. 137,30. 139,22. 144,30. ' kost ung — auf sein kostung auf leine Soften 137,21. kr cid ßofung (im .ffrienc) 101,18. ''esmen falBen 24,13. kresm. st. , w- gemeintes Salböl 24,16. k r e \v 1z e r h e r r e n SeUtfcßBerren 141,24. kr iegen .ftrieq füfjrcn auf jem. 32,1. wider jem. 139,15. mit jem. 137,36. 152,11. umb etwas 100,23. kriegen äanfen, ftreiten 115,8. krieg m. Qa.nl, ©treit 05,10. 115,10. krieglewt Sölbner 137,26. kriegisch adj. [taitfücfjtig 72,29. krieglich adj. incgcrifd) 20,9. k i" i s_t e n 1 i c h, c h r i s t e n 1 i c h, cristenlich regelmäßig für rttnftlitf) S . 58. 43,1. 47,20. 58,16.22. 62.18. 71,15. 87,6. 153,14. kristgcleubion — die kristg. KfjriftgtäuBigen 94,11. kron.atist, cronatistßljrcmift 10,1. 20,11- 28,19. 29,15. 31,1.16. clironikn Schreiber 33,15. kroon f. Ärone 63,1. kun tschaft haben auf etwas e§ ouSfpärjen, fiel) barüOer oerae= wiffern 96,9. kurtz — vonkurtz bei' ®iir*e wegen 36,18. 39,7 42,8. 140,22. nach kurz 158,12. kurtzlich adv. in Mrje 24,29. kurtzlich adv. in furjer Seit 46,27. 63,20. 75,22. 124,10. 131,7. 134,7. 140,10. furg oorfjer 15,7. Tagweid f. Sagreife 87,24. tagzeiten: horac canonicae, gu benen ber Sßriefter feine Wcbctc öer= ridjtcn folt, 148,5. daheimendt adv. baf)cim 48,16. dann adv. al8,g. 33. 3,23. 0,14. 24,25. 46,5. 138,10.141,10. 148,15.152,17. 154,20. 155,22. 158,5. — außer 13,8. 120,7. nur 149,3. dannen adv. tjinroeg 131,15. 149,13. von dannen 126,1.5. dann och adv. bainalS noch 0,14. 24,5. 108,2. 141,20. darab betriiber 15,34. daselb adv. 17,26. 57,21. 72,26. 150,3. daselbs 87,25. 114,9. 139,20. daselben 55,21. 00,17. 61,10. 79,9. 87,14. 102,6. 122,22. 120,5. 147,17. 152,2. tausentig — das taus. jar ba§ 1000. 3al)r 37,12. davon adv. tum ba ouS 139,8. teiding, theiding, theding Serirag 31,26. 127,27. ©erebe, ©cjrf)iuiiti 27,18. haben, halten tag (Xagfajjuiiflcit) und teiding (58erßanblungen) 124,22. 140,26. 145,24. halten redt (58cfpvcd)unnenl und teiding 110,12. mit teiding finden auf (ihimb tum Unterljanb* hingen feftfe&en, Beftimmen 127,4. mit teiding begreifen abmaetjeu 126,3. Telfin Saitpljin 110,4. dergleichen, desgoleich ebenfo 141,17. 142,10.25. 147,18.— wie 154,12. thumherren Sonttjcrreu 15^,17. thumbrobst 160,9. thustu — was thustu? tuft bu? 46,14. dick adv. oft 133,6. diemutig 80,18. 135,3. die- mutigklichen adv. 20,12, — 168 — diep $>ieb 142,8. tierlich adj. tierifd) — tierliche sitten: mores beluini 8,2. dieweil conj. rociCjrenb 97,10. 98,12. 122,14. 140,9. adv. lmtcrbcfjcii 131,(3. 138,21. dinstknecht Solbncr 153,ß. dinstlewt abeliqe SeßenSträaet 125,8. tirant, tirandt Utyrann 6,3. 50,15. tirent 38,27. dirsucht Sdjurinbfudjt 147,1. diss pron. für diese (ipiur.) 12,6. d o regelmäßig für ba§ feltene da. conj. temp. nlä, j. 93. 5,23. 8,6. 11,14. 15,5. 20,7. 24,13. 34,17. 42,9. 45,13. 121,5.6. 137,29. 143,27. 157,21. 159,13. pronominal adv. temp., j. SB. 7,8. 9,24. 15,11. 16,10. 22,24. 43,19. 46,7.8. 124,4. 126,27 133,22. 145,8. 155,9. adv. loc, ^ 33. 8,27. 9,9. 23,5. 33,17. 56,19. 141,2. 145,16. 147,17 149,12. 151,10.18. adv. loc. wo 9,8. 10,18. 47,2. 128,25. 3;n SSerbinbung mit bem SRclcitto: die do 33,13. der do 56,17. dod m. £ob 14,32. die dotten Stotcu 129,25. dorft s. dürfen, törst sup. äu torsch tiifjn 108,21. (Schmeller I 623, Lexer I 1428). trackheit Srögtjeit 2,26. trask= heit 145,28. trawmen trciumen — im trawmbt 50,17. trefflich adj. anfebnlid) 144,13. treiben, $rät. er treib 136,20. treiben ritterspil 156,17. treid n. (Betreibe 142,22. trencken tronf., ertränfen 155,10. 159,9. dreng ©ebränge 135,13. treten — er drat von seinem gemahl er üerliefi fie 50,1. $rflt. er trett 109,4. sie traten zu einander (im krieg) traten einanber gegen= über, griffen fid) an 17,1. drew brei 11,14. drewhundert 12,17. drivaltigkeit trinitas 43,27. 103,25. driveltig breifad) 20,10. trostlieh adj. mutig 159,20. tugendlich s. wol'pürend tun («ßrät. tet, tett, $art. gethan gethon, gethün) — tun jem. in die acht 96,15. 99,13.102,9. in den pan 117,11. jemandem beistandt 55,17. 152,13. ein potschaf t zu jem. 117,15. namhafte ding 7,13. ein versprechen 90,29.ein gelubdnis 67,29. meidung 143,10. ein mort 136,1 tun den mort aus und ein die burgk fid) jur SScrübuug bes 9)}orbe§ ciuä einer beftimmteu SBitrg auf beti SBcg madjen uub baruad) in fie JUrucffetjren 96,21. tun ein niderlassen in einem land 23,20. es thut nicht not ift nicht nötig 157,4. tun ein opfer 88,4. ein redt 35,15. 139,5. ein reis eine .fteerfavt 108,22. 141,18. eine «Reife madjen 128,3. tun schaden 69,13. 128,16. 131,17. schaden und unrecht 50,16. einen streit 64,5. 65,38. 66,22. 147,14. 23. ein übel eine Sünbe begeben 84,9. tun übel an sich selb fid) jclOjf fdjaben 57,8. tun ein urteil 133,25. vleis 45,21.150,21. die wal (keiser- wal) 86,2. zeichen ',S!Bunber^id)cn) 49,4. etwas tut jemandem zorn 117,7. durch präp, —durch (um) Cristus, durch gotz willen 42,27. 49,2. 89,12., durch gott 37,26. 89,7. — durch infolge 131,8. durchcrist enlich adj. christia- nissimus 42,11. dürfen — sie dürren 105,11- dürfen, turn 105,30. Sßrät. er torft 53,3. dorft 7,11. turn £urm 6,22. *p(ur. turn 83,31. dürren s. dürfen. tzaien oevjdjricben ftatt tzaichen 5Sunber,seicfjeit 77,28. tzbai, tzbain, tzben s. zwen. tzei uerfdjricben ftntt tzeit 137,38- Eben — die eben Gtbenc 15,21. ebig adj. einig 77,30. ewigklich adv. 149,9. edlist sup. cbelft 98,10.19. cigenschaf t —jem. dieeigenschatt einer sache geben fie tfim S ltllt Eigentum geben 53,13.14. etwas als eigenschaft nemon 44,8. cindweders (uetfdjriebcn eindwers) entroebet 45,11. eingeben jem. eine burgk fie tb 111 überiaffen 139,8. 3ur 93en>ad)i"i3 anoertrauett 143,26. eingeen bineingetjeu 138,6. einig adj. eingig 46,14. 129,8. einig sein allein fein 89,1. einig sein mit jemandem e§ mit iljm [jnlten 98,4- einsmals einftmnlS , einft 48 ' 108,24. 111,19. — 169 — eilend n. SBeriannung 54,20. 55,3. 98,8.23. 121,27; ellendiglich adv. elenb, fieinmtloS 07,22. elter comp, älter 48,3. 125,10. 126,16. 127,7. 143,1 lt. ö. der eiterer viiter (SJorfafjren) hi- stori 9,.'i5. jemand» clterer a n- herr 94,1. — eltist snp. 34,25. 03,18.24. 99,10. 115.20. 122,7. 143,15. 144,8. embsig adj. emftg 156,21. empfelhen = beleihen (s. dort.) 119,12. 5ßrät. emphal 63,19. em- pfalch 119,6. empfinden (stv.) mcvfcu 17,9. cnphinden 91,16. empfüren (schwv.) entführen 10,30. 1 1,27. 16,13. 20,11. empfahen ein phangen 57,22. 03,1. 65,8, 67,26. emphahen 115,20. on- phangen 70,10. Sßrät. empfeng 53,30 neben emphing 37,19. 43,21. 94,19. ende £mtb, ©einet, ©egenb 8,23. 14,3. 30,17. 31,23. Stelle in einem Solid) 31,22. 71,23.24. an andern enden anberortS 152,8. °ngolten entgelten 92,10. enikel ®nlel 21,32. e nickiin 70,14. enpflohen eutflofjen 48,19. e npieten (stv.) entbieten 51,20. en t^e gnen jemandem : oecurrere 19,1516. e ntgliden («ßavt. entglidet): dis- membrare 132,30. e nthalb präp. mit gen. jenfeitä e nthälten sich fiel) aufhalten 19,10. entladen (Sßrät. er entliet) fdjnbtqcn, wrmiben 132,20; entlad er ©clinbigci' 133,27. ent ''auben: spoliare 133,9. entrichten jem. mit etwas i(;ii bamit iifjfinben, »ufriebenftellen 147,1!). °ntrinen, Sßrät. er entrun 7,21. ^ntzundt entjünbet 50,20. ntz wischen adv. baattnfdjen ] °9,18. 131,18. untcrbeffeit 120,19. entwischen 114,18. ei-bacbt eiumdjt 88,3. gelten — sie erhellen enimltlten «5,23; erbelt erwäfjtt 144,15. tr ber nufcbnlid), bonestus 42,5. eöt'bav 133,10. 111,10. er berben erwerben 49,3. SBrät. erer- barb 80,12. 102,8. 132,22. 148,0. er erbnrb 84,23 erburgen (achwv.) enin'ircieu ,8,15. 81,23. er dp ie den, erdbidem Cirbbebeu 01,3.22. erdrich , erd rieh , ertrich ber ©rbboben 10,20. 33,9. 82,4. ©runb ltnb SBoben 44,12 53,13. 78,19. 87,10. 88,8. 97,14. eine befiimmte ©teile 9,8. 00,20. ©«Biet, Smtb 10,18. 20,12. 28,26. 31,3. 32,3. 58,1. 61,11.14. 02,19. alles ertlich in Europa alle Sftnber ©uro^ag 38,28. ein haubt des erdreichs eine .£>Miptffnbt, ein Witteis (ntutt ber SBelt 8,14. erdt — er erdt eljrt 141,14. erfaren (SrfunMgung etnjtefjen 84,23. erfordern, erfodern, ervor- dern jem. zum könig il)n lonljleit 77,12. 81,9. gum .kommen auf= forbern, evocare 105,14. etwas an jemanden eS von ifjm »erlangen 93,25. 102,27. 140,30. erfordern stet und geschlosser fie »um offnen ber Zok aufforbern 150,21. ergeben sich (gott) ber SBclt entfngen, fid) beut Äloftcrlcbcn nübmcn 47,0.29. 91,38. ergeben sich in das closter 111,7. erhaben — mit erhaben schilt wardten tampfgerüftet gutunrten 158,8. erheben fjeilig fpredjen. tyart. erhebt 53,9. erhaben 90,17. ijkät. er er- hueb 90,20.22. es erbebt sich fjcbt an, entfielt 5,18.19.21.22. 9,23. 10,8. erheben einen krieg 123,19. erhören f)Breu 4,18. 38,18. 00,3. 88,16. eriben erben 82,24. 84,6. 102,27. erib st. bei' C£rbe 76,4. 79,3.0. eribschaf't 16,11. rechte erb- s chaf t redjtmäjjtge @r6fdjaft 110,0. eribgut 118,18. in erbschaft weis nuf ©ntitb beS ©rbredit* 145,21. erkennen — sich erkennen lassen jn «feinten geben 152,21. erlangen an jemandem etwas fid) mit i()m bnrüber Dcrftmibigcn 108,3. erlangen ein land e§ betreten 120,2:>. erledigen befreien 29,1.3.12. 81,10. 124,22. 146,20. 152,18. 159,13. erledig u ng ^Befreiung J 25,1.2. erleiden traiif. biilben, gefdjeijen (äffen 139,26. erlernen etwas von jem.: exqui- rere 08,14. erleseht mtäflclöfdjt 50,20. 17 170 — ermanen jem. einer sacho iljit mit ■•Jcadjbntcf bnran erinnern 55,11. s ^rät. er ermont 90,28. Sßart. er- mont 133,19. erraelt crwaßut 37,33. ermört ermorbet 133,16. — er er- mört ermorbete 135,29. e r n — in den ern (jur ©Ijrc) sand Benedicten 57,25. des heiligen plut Cristi 110,18. sand Heimran 46,31. der nvutergottes 62,26. 96,19. sand Silvester 51,1. dem keiser zu eren 18,19. allen Tewt- schen zu ern und genaden 63,2. etwas kommt jemandem zu grossen eren gereicht ihm ju grojjer (Sfjre 90,1. zu ern kumen in anfteiubige 93erbältniffc lonrmen 149,24. ernst — mit ernst nad)briicfücb, ftreng 46,7. ein ernstlicher (und gestrenger) richter 4,31. 103,12. 141,12. ernstliche (barfdje) redt 140,17. ernstlich streiten erbittert tätni>fen 129,24. ein ernstlich und trostlich man ein energifdjer unb mutiger SOccmn 159,19. erobert — die eroberten Dewt- schen bie unterworfenen ®. 18,7. erparmklich adj. Erbarmen er= regenb, lacrimabilis 15,17. errost üerroftet 20,20. ersamigelich adv. honoritice 68,13. ersehe in — er erschein erfd)icu 91,4. erst adv. — am ersten ^nerft 16,12. 21,17. 100,2. — von erst perji 15,24. 26,13. 30,31. 52,17. 53,1. 58,19.63,4.107,11. 112,16. 154,4. zum ersten 21,17. zum allerersten 24,19. ersteen entftehen 39,6. 85,32.157,16. erstanen Uerfchrieben ftatt entstanden 42,34. ersteen grosse ding befteben, uolfbringeu 3,27. erstören jerftören 39,3. 71,5. 87,13. 87,19. 91,4. 161,3. erstörung 12,17. 13,2. 34,2. erticht crbidjtct 27,18. 31,22. ertödten töten, Sßräl. sie ertödten 15,21. qjart. ertödtet 16,7. ertödt 8,32. 16,10. 70,26. 92,18. ertrent — ertrent und geteilt jertrennt, jerfatteu, uerfeinbet 15,18. er tz drucks iis 63,8. erwirdigklich adj., SBeiroort bei qetftlicbcn SJkrfonen, reverendus 133,15. erworben — sie erworben erzeugten 23,17. erzoch ijkät. eijug 12,8. orzörnen gomic) werben 155,9. etwan adv. einftmotS, ehemals 19,14.20. 25,17. 33,5. 62,8. 156,3. et wenn adv. uor Qeiten 49,18. etwo adv. gtemlldj 139,17. Vahen an s. anvahen. valekonpeis S^ogcljagb mit Ratten 128,11. 135,8. 155,2. v.alckncr 9t6rid)tcr unb Pfleger ber für bie 33ogctjagb oermenbeten gölten 139,25. vallen (SJJrät. viel, fuel) in einen argkwon 69,16. in vuintschaft 42,18, in den ewigen fluch 46,22. zu fuessen 45,27. vallen in ein kranckheit 73,10. 91.6. 147,1. 156,1. in ungenad 101,3. 150,14. in grimigen zorn 155,11. ein land vällt auf jemand mit erbschaft 132,16. 156,8. vancknuss, vanf,'k n us , venck- nuss — jem.in vencknuss(©efäng 5 ni§) bringen 67,24. in vancknuss sterben 81,3. 158,15. erledigen jein. aus vencknuss 81,10. legen jem. in vancknusse 81,8. 137,3. jemandem vancknuss geloben geloben, fid) ilim jtt ftellcu 115,13. — ©efnngen- jd)Qft 55,3. 120,6.9. 124,19. 128,21. fangen (atv.) — fangen hertz Jpei'ä fai'fen 48,20. f.anlehen unter Ucberreidjuug einet, gähne oerliefieneS ;tteid)§lcbcn 25,13. 26,14, vast adv. febr 23,23. 24,24. 44,14- 54,13. 62,21. 87,14, 112,4. 125,12. 148,6. vast essen 83,12. sich eines Sprichworts vast gebrauchen e§ häufig im ßkbrautf) faben 102,3. - vast beinatje 158,19. fater, vatter 74,13.14.26.vete r- lich adj. 21,24. vechten Substantiv, verb. Xrcffcit, Srhladjt 143,8. 148,8. 12. vechten auf dem gefild gelbjdjladjt 143,7- veld, veldt — zuveld ziehen 124,6. in das veldt rücken ftclj tn§ grete (ouä ber ©tobt (jinauS) begeben 138,27. jem. niderwerfen im veldt ihn auf ber Snnbftvoftc anfallen unb überwältigen 152,1-'- veldtstreit 124,16. 129,1. veni gt s legen. verantworten (sehwv.) beantworten 56,15. v erbe gen (sup. verbegenest) W& tuegen 154,11. 171 verbringen, verpringen fsfcv.) einen bau 53,8. I 39,23. den dinst gottes 56,23. eine hochzeit 131,3. eine klag 48,14. vil streit (kriege) 25,32. 07,20. gros streit und plut- vergiessen 58,15. arbeiten und streiten 63,18. eine sundt 46,4. suntliche werck 1 19,27. verdacht werden bcnrqu>ü(jut luer Ben 134,20. v erdämblicli adj. berbammenS toürbig 57,4. verdriessen substant. verb. Sßer= brufj 55,2. v erfüren jem. gefährlich iljit aß= fi(l)flici) faljd) [ttfjretl 80,20. ein schetF c§ jum ©djettern Bringen 154,28. Vorführer 92,14. v ergeen mit todt (Don einem ©e= fdliedji) auäftcr&en 110,5. (Don einem einzelnen) fterben 1 15,8. v ergunt oevqonntc (Koni.) 56,1. v erheislich — verheisliche Worte SSerfpredjungen 15,1. 77,14. verhengnu's f. R-iuinnq [(©otteS) 6,20. 29,3. 71,17. 90,4, v er h en ge n verb. 30,25. verborgen (sehwv )UerWÜften 67,38. verhorung SSerfjöt 81,11. Verkäufer SBerräter. 5,9. Verkeren etwas — Deroubcru den schilt (bog aSa^cn) 109,13. Der iuanbeln einen (beiden) tempel in e 'n closter 10,7. verkeren die ■fiarggni(schalt Österreich in ein nerzogtumb 31,27. 62,4. 103,7. 104,25. das kleid und ein inunch werden 50,28. reichtumb und «ochfart in arnmt 136,11. Ve rkunnen berfünbeu 133,30. verkünden 144,14. verkund Her tünbet 16,15. verkhund 112,3. Ve *leihen — Sßrät erveriech 52,29. 53,6. 60,4. 82,3. 98,17. 103,8. 1( )3,10.18. 107,21.22. 117,5. er verlihe 31,28. Spart, verlihen 52,34. 103,20. 107,23. 122,11. verleihen etwas in guet (zu gut): concedere m beneiieium 104,16. 105,1. Ve rlieren — fprät. ich verlos 24,5 101.15. 131,16. 136,17. 147 21. •Plnr. sie verluren 23,21. Ve floffen Sßart. Don verlaufen (bei einem Beitraum) 28,11.15.17. 29,19. -0,27. 108,9. 136,25. 152,32. verlos s. verlieren v or mailigt Bcfiectt 68,27. v errnehelt, vermähel t oetl)ciralet 91,25. 145,6. 146,4. 161,12 u. ö. vermeinen, vermainen iniin fdjen, niiffeiT? fein 22,32. 55,6. 60,14. 61,4. 65,13. 139,20. einer Beftimm- 1cn Sfnfidjt fein, meinen 117,7. verraerekt werden — er wurde vermerekt dass er etc. = c§ mürbe Bcmctft, erfonnt, bafs er ic. 146,16. verinert adj. Berüfimt 14,5. vor mit — er vermit er uenuiebe 69,25. vernewen erneuern 55,15. vernufft SSemunft — dervernufft verirt werden injinuiii werben 135,20. verpannen bannen (Dom SPapft), SPrät. er verpen 98,27. verp in ten (SPra't.erverpant)sich zu jem. mit Unit ein iBünbuiS fdjücficu 136,4, verpintnus öuiib (con- ju ratio) 10,31. verprechen (stv.) ain erlich und riterliche tat 95,23. verr adv. fern 20,30. adj. 120,10. verrer adv. com]). 9,1. verrichten (SSerfeinbete) auSföljnen 66,6. vorsagen (schwv.) jemanden il)n anfdjtoärjen, uerlcumbeu 84,10.18. 88,2:!. 112,19. 131,9. verschitt, verschütt berfdjüttet 39,2. 44,29. versehen sich (joffen, SPrät. er versach 55,2. versigilt mit Siegel Derfc()cu 1.33,7. verslos — er verslos Dcrfd)Iofj, (jieit gefangen 30,25. versmehen, v e r s c h m e h e n (schwv.) bcrftfjmäljen 45,19. Erntet verschmäeht (versmächt) 49,1. 98,13. Spart, versmacht 16,27. versch mäch lieh adj. 133,26. versteen (Sprät. er verstund) cr= (.ernten, merten 43,17. vertragen sich eines königs fidj über feine fönljl einigen 144,2. vertragen jemand i()n iibcr()cBcu, bi§= penfieren 149,6. vert reibe n, Sprcit. er vortreib 18,17. 32,2. 61,11. 76,12. 98,6. 102,12. 110,10. 116,11. 122,22. verwerrung Beunruhigung, Uiu- treiben, 131,9. verworf 16,27. verzeren brnndjen um Unfriebeu -ui fiiften sich feine 134.22. verworf Derioarf «Kittel Der. vest f. SBttrq 113,3. viech n. ä»ie§ 10,19.23. 17* — 172 vil adv. fein 08,13. 72,0. — oft 137,6. vinden finben — er vindt 47,19. 47,27. 56,9. 02,13. 97,15. 101,5. fir üier 95,18.19. vitztomb vicedominus 115,20. vleissigen sich fid) bemühen 15,11. vleism. $y(eifj2,U. 62,23. 86,19. fliehen, «JJrät. er floeh 17,9. 18,22. 76,13. 80,19. 98,7. 102,13.116,13. 136,4. 145,14. $ßfor. sie flohen 17,8. fluhen 22,30. 65,17. Sßart. geflohen 17,19. geflochen 15,31. flüchtig werden (in ber crftf)riebcu ftatt für 12,35. furnemen jemand. ifjnpflJebeffeffe" 140,10. jemanden mit gericht U)" gerid)tlich belangen 139,27. furnemen jem. iii Stuäftcbt nc()iiien 144,4. furnemen sich etwas e- ftd) tiornet)men, 131,10. furon = furan in ßufuuft 62,30. 85,34. 133,32. 134,2. fursatz m. SSorfn^ 34,15. 45,10. 45,14. 91,7. fursehen jemanden für ibn forgcit («Part, fursehen) 88,22. fuss — zufussen ftreiten 71,lu- zu füssen ziehen 94,13. eine etat zu füssen gewinnen 94,21. je™/ zu fuessen vallen 45,27. 83,1"' 89,33. im fusstapfen fofort, »<»= mittelbar barnad) 67,19. fues- gengel gufigänger, Äriegcr 5 11 gufj 95,26. Gantz nichts gar ntdjtS 'W^' gar adv. fcfjr 139,25. Uoltcnbä 147,1»' geaigent oder adoptiert 21,0. 173 — gebann =; gewann 72,16.22. gebert s. gewer t. gebessen gemefen 21,31. 74,18. 75,4. 77,3(X 95,10.25. gechling adv. jätj, rafdj 96,13. gedachnus, gedechtnus f. ©e= bädjtnig, SJnbenfen 77,30. 1)4,20. gedenken erbeuten, erfinben 13,11. gedieht irrige, unrocujre Sefjauptung gediemütigt gebemütigt 146,31. geendt oeenbet 61,5. geer Jviifj 111,11. ge essen gegeffen 96,7. gefallen— ein land gefällt jemandem fällt ifjni »u, wirb iljm *u teil, ißrät gefuel (19.8.11.13.70,18. ein Lind gefällt (%m\. gefiel) auf jemanden 70,5. gefärlich adv. (jiutcrliftiq 80,20. ge feil es tu gcfäflft bu 29,27. gegen, gein, gen präp. mit bem Sictt. gegen 1,5. 3,27. 13,17. 29,36. 69,17. 136,3; naefj (lokal) 14,12. 17,21. 45,7. 61,13 76,13. 79,7. «1,25. 83,16. 96,6. 111,8. 116,10. 122,20. 126,20. 1)7,17. 151,29. gcgcnwirtigkait,gegenwürtig- keit ©egcmimrt, ?lniüefcn§ett 67, 31. 101,10. gegenwärtig adj. ie|t Icbcnb 104,6. uortiegcnb 105,19. geh adj. jöf>, ^lüpd) 64,8. gehaben nie Sfauje erlangen 78,18. geheissen — jemandem'wol geh. •Out ©uteS uerjnredjen 29,32. geholfen tjeffen 73,11. gehorsam /: ©eßorjamieti 151,16. 151,21. Senig adj. l)iib[üd)lig 17,30. 84,31. 6 e Jaid, gejaidt.'goid, geidt, Jaid n. gngb 17,9.32. 56,6.26. '0,20, gelawbon ©tauben 2,9. 44,6. 47,26. Ju il9 u. ö. am gelau bigis ten 0111 gUmoroitrbigfien 22,7, unge- Ie w blich adj. mtqlaub(iri), un- Slautuuirbiq 65,26. II eger n . Belagerung 10,32. Bleich adj. glei'd) 107,11. zu ge- leicher weis cBcnfo 9,31. 23,15. _ °°.20. 33,10. 34,9. 61,8 feeJeiden bulbcn, 131,8. ge . ] u ^ ©lieb 46,26. gelidmass ©lieber 150,10. glidmas 154,36. feeinnpf (@if m) pj),„. SBixiiafeit 133,5. « u fl, SefugniS 140,22. ' fcelondt gelotint 118 21 142,4! gcjcrjctjen laffen geluck ©tuet 3,31. 136,21. 157,9. ungelück 136,22. gelücklich adj. 16,4. geluet adj. gtüfjenb 89,17. gluendt 89,19. gluend 89,24. gemahl ©emcipn 58,4 (m.). 84,26 (m.). SOJeift fem., j. 43. 112,6. 153,17. 154,25. 156,22. 158,29 159,35. gemeingklich gemein klich adv. allgemein 6,11. 21,13. 78,4. 145,2. gemerck, gemerekt ©renge31,8. 44,4. 61,7. ge n ad, g n a d . 9118 Xitel: sein konigklich genad 139,2. sein (be§ ,§eräog§) genad 148,20. — aufnemen jemanden zu genaden fid) mit it)m uer|öljncn 16,16. bitten got umb gnad 89,35. jemanden seiner gnaden dancken ifnn für (eine ©nabc bauten 88,4. Valien in ungenad 101,1. jemands genad haben 97,10. die kaiserin ward sein ungenad haben uuirbe itjm ungnöbig, feittblidj geftnnl 84,9. sieh in jemands genaden halten 57,10. in jemands genad komen 55,16. 99,15. jemanden zu genaden kumen lassen 89,33. genad suchen, be- geren 83,18. 102,8. ungenad tragen 121,9. thun etwas jemandem zu ern und genaden 63,2. tun etwas mit hilf der genaden gottos 104,7. werfen ein ungnad auf jem. 84,35. genidert eniiebrigt 146,32. genos — sie genos geuaS (etneö .ffinbcS) 50,9. er genas er geuäfe 139,4 genugsam adv. genügenb , fjiii= länglidj 149,19. geöffent geöffnet 44,26. geoffenBarl 46,28. 87,7. 88,29. 90,5. 91,7. das urteil ist geöffent uerfünbef 104,23. geornet gelüftet 20,22. geordent angeorbnet 63,24. 79,4. in Orbnnng gebracht 04,28. 72,11. ein geord- nter fürst 144,31. gepein (©ing u. 5J}Iur.) 18,10. 90,21. geperen(Uom äKann) erzeugen 7,7. 7,8. 84,4. 121,21. 123,1. 128,7. 142,31. 153,16. 156,4. 158,29 u. 8. geburde, gepurde, gepurd gepurdt f. 5,17. 28,11.14.17. 129,15. 134,4. 146,21. gepet ©cbet 24,14. 148,14. geplent gebteubet 64,13. gepurd — es gepurd gebüfjrt 58,19. 174 — gerad mo(geiuad)[eit 151,11. gereche n röchen 55,4. gere issig ein Skrittencv L37,22. ©. and) zewg. geren adv. gern 130,2. 119,13. gericht ßkriri)t§barfett 54,3. gerid)t= lidjc ttnterfudjung 81,14." gute gericht halten bie 3(cd)t§pf(cge gut [janbljabcu 117,3. gerichtigkeit ©ereebtigteit 3,37. gericht adj. gerecht, ttnfeljulbig 89,32. geruet s. ruebig. geruhen fiel) fjcrbeilaffen — er ge- rucht (Sßrät. (Sonj.) 43,14. gesagen jagen 151,20. gesambt ftfttt gesant 104,8. gesäss SBotjufi^ 21,16. 73,5. gesatz, geaetz 28,2.10. 29,8. gesch aden (Sßrät. es geschat) fdjnben 147,23. geschaiden, gescheiden gc= fdjicbcn 2,25. 25,19. 33,8. 67,2. der krieg ward geschaiden bei= gelegt 94,7. geschbeigen jefjnicigen 95,24. g e s c h e p f e, gesehepft, g e- schophe n. ©rjefjaffiiuq 6,10. 12,18. 28,11. geschickt adj. bereit, gerüftet 20,21. wolgeschickt n>ot)( gebaut 154,36. gcschliicht, geschlecht, ge- siächt, geschlächte, gesch lach — bie Stämme bc§ jübifdjen 58oHeS 29,1.4.7.12.13. 30,10.12.13.14.23; die von den Söhnen Noas (sprachlich unterschiedenen) abstammenden Geschlechter 6,23.25.26. 7,1. — gens (stamen oder geslächt) 3,17.29. 4,5. 5,28. 24,22. 30,8. 35,5. 47,21. 75,24. 98,19. 110,3. 138,4. 141,23. 157,7. 158,17. natio 1,9.1.4.20. 2,2. 95,17. 97,8.18.26. 100,12. 102,24. 107,18. 112,22. 116,7. 122,18. 132,21. populus 11,3.28. 15,13. 39,17. geschlos, gslos ;t.,^luv. geslösser, gslösser @d)lofi, SSurg 9,15. 19,26. 69,5.115,20.128,17.130,11.13-1,12. 139,7. 147,20. 158,26 it. 8. geschreiben bejcljvcibeit 3,23. geschrift ©dji'ijt (()[. Sdjrift) 27,19. 31,6. ©djriftftitrf, UrEitnbe 133,25. gesegent gefeguet, gerueitjt (bttrd) JBejeidjnung mit beut fteeug) 59,17. gesehen jemands iljit fefjen, att= jetjen 88,25. ges ein üerftärtteö sein 77,10. geselschaf t ©emeinfdjaft, Siinbitiä 38.27. Umgang 151,8. gesigen fiegett 37,5. 60,20. 65,10. 66,24. 77,29.87,5. 152,28. gesigen gewinnen den streit (bie Sd)laef)t) 16,4. 159,16. ge sprach —■ ein genicins gespräch von gemeins nutz wegen des reichs iT?eiet)§Dcrfaminluug 51,6. gest Oßhtr. uon gast) grembe, s 2(tt'- is lünbcr 142,13. gestalt — es hett ein gestalt ein StuSfefjen, bett ©etjetit 51,9. gestat ©eftabc der Tunaw 110,14. des mers 111,10. gesteen (ißrät. gestund) ju ftefjen tommen, foften 137,22. gestorben (stv.) fterben 29,21. geswengert s. swanger. gesworn gefdilUDren 45,10. geteilt jerftreut in alle weit 30,23. geteilt werden auf Frankreich biefcä bei einer Xeilttng ermatten 67,4; geteilt werden goin Scheint 93,21; der krieg ist geteilt allenthalben in dewtsche land ()at fiel) überall t)itt berbreitet 99,18. getragen ertragen, erlauben 128,3- getrawen — sein nit getrawen fid) nirfitS bevfetjeu 59,12. 78,14- 84,18. 125,11. getrawen st. SSertrauen 141,10. getzewgnus SBetoeiS, argumentum 18,9. zeugnus 21,23. gewalt, gwalt in. — in jero- gewalt sein in feinen Rauben [eW 140,25 ; in jemands gewalt sterben 140,18. jem. in hut und gewalt haben 130,7. gewalt =TOae()t 59,26. Dicgicnuiii, -fjerrjdjajt 59,29. 63, L6- ©rlaubniä, greiljeit be§ fcanbelnS 48.28. .söerrfebci'befitgiüä 13,22. 1 1 7,8. der königliche, kciserliehe gewalt (3Kadjt6efugni8) 21,26.63,19- ©eroalttätigteit um ©egenfafe S n 9ied)t) 103,2. eigen gewalt @lgen s mnefjtigteit 158,21. gewalt der herschung oder des reginients •ätuSübttno ber ^Regierung 51,*- 135,22. des gewalts sich über- nemen feilte 9Jcae()t mifibraudji' 11 13,2'1. gewalt geben jemand über sich 81,21. der gewalt stet afl ) einer cjvvalt jemandem liegt tu 51,16. eine stat mit (SSaffengeroolt) gewinnen . 7 ^*"' gewaltig mäd)tig 9,24. ein fc waltiger keiser 71,3. ein gewai tob herr und könig 159,16. der keia™ 175 — herscht gewaltigklich 118,3. gewaltig werden einer frau : coire. 89,27. gewang s. gewinnen. gewenden den krieg ilju unters binden, o6fteHen 99,19. gewert, gebert werden dergepet (bedt) ßtaiucitjuinq einer SBitte er= [jnltcn 5(i,2. 139,4. gewidembt (von einer geistlichen Stiftung) mit ©infommen au§ge= ftattet 25,43. gewinnen, Sßrät. er gewang 14,9. 134,11. 140,8. 148,8. $art. ge= wunnen 48,28. angewinnen ge- schlösser und stet abgewinnen 189,16. 150,26. gewis liehen adv. genrifj, ftcljcv 56,16. gewissen f. 68,27. gläfe (von glävin bic San^e), bei äufjätylung ber ftrtegSmacbt Sanjen» teiter, Speerreiter 114,15. gönnen — %x' o h 15,38. gros mächtig — der grosmächtige könig vonFrankreich 127,15.135,5. guido in ©ulben 122,19. 135,15. 137,24. 140,31. gult redditus 51,11. 87,11. KU tat beneficium 104,19. gutig- keit /. ©ütc 55,9. gut ig ist SU P- 90,25. gutlich gelauben ßwn, u(nte SBebenfen glauben 30,16. 57 .11. 73,4. 95,18. " "ahen t)ängcu 81,27. man hächt .142,7. h altu m b n. «Reliquien 49,2. heil- tumb 49,3.7. 57,18. 72,11. han — ich han tjabe 3,7. handthaber ©ebirmer, manutentor 133,27. hantwer, handwerck fratt ant- werck ©efebofs, SSurfmafdjine 8,1. harnasch jjamifdj8,1. 15,34.87,4. hart adv. fdjiocrlidj, faum 3,12. 45,14. 154,30. fet)r 29,26.38. 89,28. hässigkeit ,§afj 154,7. hässig feinblid) gefinnt 126,11. hastu haft bu 46,14. 57,8. haupt, haubt $auptftabt, TOttcU Quillt 5,3.9. 8,14.24. 9,18. 10,13. haws 2anb. Vor alten zeiten sind vier grosser dewtzser land gewesen in Germani, die man ge- nent hat die vier newser, als sie noch hewt bei tag genennt werden: das ist Sachsen, Beim, Swaben und Francken 25,6. haws Baiern, Bavaria, Norica 1,11. 2,16.22, 2,25. 57,9. haws zu Trier (Triel) 9,27.30.33. 24.27. 41,6. 49,10. 49,12.18. die fir hevsser Saseh, Fairen, Schbaben und Francken 95,18. heben ( s ,part. gehebt) aus der tauf 78,9. «ßmt. er hueb 89,30. hei den — der beiden £>cibc 23,30. heidenisch adj. tjcibnifdj 10,3. 71,18. 8(1,20. heil fr §ei!aub 19,30. 20,2. heiligen ($art. geheiligt) (jeilig fj)i'ed)cn 90,17. heilig adj. in äkrbinöunq mit sand, j. 58. 44,2. 50,3. 68,27. heimet st. Heimat 44,16. heimlichen adv. in ber Stille, in SSerborqenljeit 56,23. heirat m. 42,7. 96,1. 130,18. 146,12. eelich heirat 130,15. helt (Sing. u. $lur.) Jpelb 48,17. 93,22. 108,1. 143,9. h engen tjänqcn 80,18. hengen — on willen und hengen jemands: sine concessu et per- missione 105,10. herforn firieq füljreu 137,26. her sehen (schwv.)l,8. 35,6.36,11. 49,13. 58,11. 59,29. 65,2. 68,5. 107,17.108,13. 118,17. herscher — konig oder herscher 13,4. herschaft mit obriqtettlid)en SRedjteu uubScfuqntfjen »erbunbencägrößeres* iöefi&tum 62,14. 147,20. 159,28. collect, für bie am Jpofc oorübcr= gc£)enb ober ftänbig anroefenben .gierten unb ©befleute 135,13. herschentnmb der gantzen 176 weit Settljerrfdjaft 12,23. hersch- ung [Regierung 0,29. 12,16. 34,3. 51,-1. 75,26. 97,16. herligkoit §errfd)aft 72,13. 118,9. hört adj. u. adv. fjart 30,6.8.9. 35,1.2. 81,8. 82,28. 101,15. 115,3. 124,16. 128,26. 137,3. 116,26. 150,3. heftig 89,29. hortigk- lichen adv. [djroer bcbrücft 28,33. (jeftig 79,10. hertigklich 151,20. Iiiot Mite, g. S3. 15,16.19. 16,13. 19,26. 28,16. 45,18. 88,24. 94,3. 117,8. 135,25. 140,14. 148,20. 150,15. 155,17 neben hett uiibhet. h.imelisch adj. ()immlif• 121,18.19. 124,11. 144,29. 148,3. 150,6. 161,4 u. 9. laster ©djmad), Sdjaubc 13,17. laufen über jemanden it)ii ttoei fallen 96,10. 135,29. überlaufen jem. 46,11. lawgen leugnen 46,20. lech s. leihen, ied — erled litt, erlitt 72,20. I58,ö- 159,30. ledig frei — lcdig werden 124, 1;>- 148,25. ledig machen 110,28. ledig sein 134,2. ledig lassen ait8 »« ©cfangenjdjaft entlnfjeu 137,15- ledigklieh adv. libere 146,2" 177 legen — das erdreich pewlich legen ben ©oben urbar madjen 82,5. einheer darnidor legen 41,14. "9,25. ein land öd legen uermüften 81,14. 114,6 111,6. einen brun verschütten und öd legen 45,1. ein land zu einem andern legen 103,5. jemandem sein sundt und missetat für legen beidjten 45,27. l>ues auf sich legen 115,11). ein zins pfennig auf das haupt legen eine ®op[fteuer eittritfjteu 19,28. sich an die venigt legen 31t tit= ßriinfrigetn ÖSebet auf bie Sinkt fallen 118,14. legen jemanden in vancknns 81,7. 137,4. jemand oder etwas in den turn 142,18. 152,17. legen sich für ein gschlos oder eine stat 126,1.7. 157,25. legen sich in die nähet zu dem feindlichen here 158,1. legem sich vor einer stat fic um= fcffliefien, belogern 72,21. lohen — I eben mann 149,8. 157,2. Iehens recht 118,29. lehenstück 148,28. manlehen 118,27. 'eichen üerleifjen ein lehn 11(1,2. Sßrät. er loch ließ 159, 1. J eidig jidj. traurig, betrübenb 56,7. "'p Seit) 150,11. leiplich adj. 121,16. 123,8. 129,12 tt. 'er adj. nictjtSfagenb, unbegrünbet lernen tetjren 10,24. jesen - er lesslefe 11,2.14,19 99,25. lest — der lest lefcte 13,8. 58,23. 'estern (scliwv.) in ©djmad) Bringen letzten — zum letzten gutebt 124,20. J 45,24. 146,23.33. am letzten ,.145,15. !!° — er lie — liess 77,30. 'sbkosungfJreunbfdjaftSBejeugung ,. ,:i i33. "egon - er leit Hegt 62,12. 86,10. l'egen zu hof 135,13. vor einem gesehloa oder einer stat 125,16. ■. 140,7. 158,4. gefangen ligen 137,8. iir Ull g aj e f erttn „ nn grteggßebarf M Z' 23 - 'stbet, Iis8betli8belnb,ftammelnb , - ber Stammler 69,3. 70,18. 'ondt — e r londt loßntc 54,24. jüeern f. £ampc 14,6. "ed _ er lued (lnb) jem. zu einer Wirtschaft ((Mtmaßl) 83,5. vor . gericht 117,!). 1Us PerkeitSufrßarfeit,3Bonne 17,1 1. Mach verschrieben ftatt macht 137,39. machen — machen wider jemanden gegen ifjn Äricg führen 15,11. 42,19. machen einen anschlag (Seredjnung) 137,2-1. einen auf- lauf (motus) 72,23. einen babst 83,23. jemand zu babst 83,21. 117,19. jemand babst 85,6. zu romischem könig 132,23. sich zu einem konig 7,9. jemanden einen hertzogen und grafen 133,4. aus jemandem einen grafen 116,3. machen bücher 83,20. ein pild und gloichnus nach jem. 7,18. beizeichen bei etwas cS nadjafjmcn 7,23. einen frid 118,4. 131,19. 132,6. ein pundnus 55,5. freunt- sebaft mit jem. (ein 33iinbni3) 130,9. freundtschaft und goselschaft mit jem. (ein SSünbniä) 38,27. einen hoirat 130,16. machen jem. flüchtig 16,16. ledig (frei) 140,28. gotz- hewser öde machen (berauben) 78,6. machen ein hof (ein SEurnier) 93,6. kinder 6,15. schuld (Sdjulbcn) 127,17. 137,33. ein stift 65,24. ein teilung und teilbrief 121,11. machen jemand oder etwas unter- thenig 8,8. 22,22. 119,19. 126,12. machen ein Wirtschaft ei u (#aft= maß! ucranftalten 83,5. witwen und weisen 154,22. es macht sich bcqab fid), trug fid) gu 138,33. m iichtigklich adv. — mächt, streiten mit grofjcv Xapfcrfeit tämpfen 80,11. mit grojjen Streits fräften 134,10. mag m. SBlutSoertoanbter, affin is 37,14. 57,13. mändlichkeit Wauuöaftigfcit 3,37. mändlich adj. uub adv. mann ßaft, tapfer 3,21. 16,4. 41,13. 93,22. 128,2. 141,9. 151,23. män- lich 71,16. — mändlich im ©egenfafc ga »eifilidj 79,6. 119,26. 145,27. 148,26. ebenfo manlich 65,26. mang pronominaladj. mandjet58,14. manich 104,10. manig 21,17. 67,28. 88,17. manhoit glcidjbcbcuteub mit mändlichkeit 3,27. manigerlei pronominaladj. \m\u cfjerlci 57,1. mänigklich jcber, jeDermann 71,8. manschlacht f. boniicidium 90,11. 131,18. 146,12. — 178 märbelsteinen adv. iitarmorftei= nett, «ott 9Rarmt>rfiein gemadjt 20,31. marich f. TOorf (©rengtattfa) 31,25. 58,22. 118,7. 122,17. mass — in massen als in bcr ßte= ftolt wie 17,26. dermaa fo 34,11. über die mass über nlk ältafjen, geut,} ungewöfjnlidj 150,11. 151,25. meinung — auf meinung in bei' Slöfidjt, tuideiiä 45,26. 140,13. meistern jem. feiner .'perr Werben 159,22. m eistergewägtesStaate obertjaupt: bei ben STJöinern (ffonful) 13,22.25.14,1. meister und richtcr beim SSolte 3§rael 29,9. meister sein uor^üfllid) bewanbert jein im rat 154,16. auf der pan (im £ur= tuet) 154,17. im veldt (im Krieg) 154,17. meisterlich sein 151,13. mensch n. SBetfon 19,27. 110,15. menschberdung /'. äRenfdjtuerb* ung IM,2. merclit — man mercht mertt 95,15. mercklich adj. ftattlid), anfehulid) 34,20. 159,3. merer — merer und Euerer 92,15. merer der fusgengel 95,25. merer des reichs 17,18. nies (Sing. u. $lur.) fflieffe 155,13.14. metten f. matutina(sc. hora) fjrü^s meffe 87,26. michl adj. grofi 82,3. milich Wild) 10,20. miltigkeit S-rcigebigtcit 44,15. mildt, mild adj. fegeutycnbeiib 39,2. freigebig 132,11. sup. miltist 159,24. mildigklich adv. freigebig 62,9. mindern (schwv.) ein land e3 Uer= ((einem 25,44. min st — auf das minst minbefte 153,4. mistun etwas ölkftt. er mistet) üct'= fdjiilbcn, uerbredjen, SBöjeä tun 7,21. mittelmass f. — die mittelm. zwischen zwei dingen bie SJJitte, baä (Ergebnis beS WittelS 73,35. 4 mittem'tag 9fttttag, Silben 25,39. monet TOonat 131,24. mördlich adj. mürberifd) 10,32. 13,15. müll f. fUlüblt 122,23.24. mUlli er in «Müllerin 122,23. muter halben mütterlicherfeitS 79,3. mutern (schwv.) jem. i(m ltcibrcit, jtiitgcu 101,21. Nachkome 9(mtSnadj[olger 14,1. nachkomen dem kämpfe mit* helfen im fliege 146,17. nach mal adv. ltadjnnitö, jpätcv 16,16. nachmals 67,4. nach= malen 11,26. 21,18. 52,15. 88,23. 92,18. 98,25. 127,4. 143,12. 147,6 u. ö. nachper Wcidjbav 154,13. nächst adj. nfidjft 145,27. negst 21,7. nahat adj. ncib 146,11. in nähet in bie 9iii()e 158,1- nachend adv. uaf)c 115,2. nachvolget nadjfolgcnb 1,1. namb s. neinen. nämblich adv. näm(irf) 99,1.132,25. 143,22 11. Li. nefe «Reffe 104,12. negst s. nächst. n e m e n nehmen, Sßrät. er namb 71,15. 88,2. 146,9.23. 154,8. 155,15. sie nomen (nahnien) 9,24. 60,13. 79,3. nemen an sich (an 5 nehmen) eins wuetrich art 14,14. einen schilt (SBajJben) 109,14. den kristen gelawben 144,10. nennen (schwv.), s 45r«t. er nent 33,23. «ßart. genent 33,26. 34,22. nichte - umb nichte um nidjtä, um feinen SJkeiS 88,15. mit nichten 19,32. niderlegen (schwv.), die rinek- mawrn 83,30.31t tiidjte machen, ji' Cgitbc bringen den anschlag und aufruhr 152,20, befiegen 136,15- niderlegen n. subst. verb. $&' ftoning 11, l.nider legung SJicbei- lagc 17,32. niderleg f. 18,13. nider ligeniutr., unterliegen 124,18. nidrist sup. ttieberft 19,15. nomen s. nemen. nomen VJfatue 60,17. nonzeit Qeit um äftittag 131,6. noricaisch adj. — bcyriscb.es und (= öden noricaisch volck 41,12. nötten nötigen, SJJrät. er nött. 83,29. er not 147,23. notzwingen notzüchtigen, ^riit. er notzwang 13,13. nu nun, faft auf jeber Seite ein JJCtn»' TOal al8 glictwort, ftlS ton«- nuiercnbe ^avtifel ober 0I8 8tb0- ftntt jet/.t gebraudjt. , nutzperlic'h frudjtbar, erfprieB» 0 ' 51,21. Ob conj. wenn 77,4.12. 145,3. präP' oberhalb 125,13. wegen 149,1»' über, mefjr atä 157,24. o brist sup. oberft 10,4. 14,11-1»,1'' 20,15. 179 ous Obft 10,20. occidentali n. Slßcnbfnitb 19,16. 19,17. °ifcnlich, ofenlich adv. ijffent» M) 20,17. 138,7. oinolei Sluäleguitg eiueS getftltdjen £erte§ 42,28.' homelei 4=2,82. on präp. ofjne 10,21. 22,20. 70,4 ii- ö. bis on MS auf 150,20. 152,27. «gl. an. 0n einander s. aneinder. Orient n. SRorgenlctnb 14,7. von dem orientali 19,17. orientier tz 68,36. 70,19. R ais, reis f. .ftecrfabri 95,25. 108,22. 141,18. Seife 128,3. r a .t, r a 11, r 01Sat. — durch rattc Jemands auf befielt 3tat §in 15,3. «ach rate jemands 76,9. 91,37. "7,9. 103,3. nach rat und under- Weisung 53,15. mit rat und gewichte der fürsten: de consilio et judicio principum 104,22. rat nemen fudjcu 45,26. jemanden in ratesvveis fragen ifju um feinen SRat TOgcn 51,18. jem. rats fragen '•^,35. zu rat werden (itarf) uor= Mjfle^enber Beratung) Befdjlicfeeit ?»9. 22,32. 47,12. 59,5. 117,18. "n rat finden befdjlicfjen 144,18. rauben berauben 138,9. ' e ßhen rennen 28,16. 30,27 e «hen riidjcn 60,15. 61,1. t % A. 109,5. echt—mit recht und urteil auf öe :" SSege bcS 3Jed)te§ 55,26. ?* 1 ' recht, zu recht erkennen 14 8,22.29. 149,2. sprechen zu recht 149,7. klagen im rechten nu T beut 3ied)t3iueg 148,18. im r °ehten angedingt auf ben ©e= "ajtätaii qclabeit 118,25. setzen f u recht feine @ad)e bor ©eridjt ^'bringen 149,1. — recht adj. r «tytna'jsig 93,26. 110,6. 119,20. üe n reben — er red, redt rebet '*> 2 > 21,20. 33,10. 92,12. er red eöete 77,8. sie redent rebeten \'fh 85,2. geredt gerebet 116,21. 35 ; 149,21. redt, red st. /: Wiebe) äuäciiiauberfejjung — eine beugsame, w <'ire redt 32,6. h™a§nung 35,15. SBemerfung g».5. 119,12.17. ©nradjuennbgcn Uirfr h ' ul J' ~~ redüclie bekriegung ] j o, 1 . 90 ' eifolgicirfjc .ffriegfüljruitg 112,29. 71,14. regiment Siegtentug 8,33. 69,12 regiren, 5ßart. geregirt 14,1. 59,8. 81,4. 117,4. 158,18. reichen ditare (58,18. 72,9. 87,14. 157,11. reichlig 24,20. reisson — $rät. er reis 109,3. reiten - SJJrflt. er reit 96,6. 118,17. 138,15. 150,21. 151,27 u. ö. remen iJJiemeu 94,14 rennen (^Jrät. rant) über einen ifju überfallen 138,17. rennen tur= liieren 153,22. rewten s. ausrewten. rewtervatter 150,1. r i c h t f. fricbtidjer StuSttag 131,21. 156,21. richten königlichen handl ba§ 9tmt cineä ffönig§ ausüben 51,22. keiserljehen handl 64,17. richten streitende parteien äiuifdjeu ifjncn einen Sluägleid) tjcrbcifüfireu 78,33. den krieg richten jum fricblidjen SSfaStrog bringen 124,9. 139,17. 156,18. 158,10. ring adj. gering 29,27. ritterspil Xurntcre unb anbere ritteriidje Übungen 151,25. 156,17. i'od adj. rot 82,14.25. rosvleisch Sßferbefleifdj 158,7. rot st. s. rat. rottiren sich fid) in Sotten (Samptyartciett) auffieden 153,26. ruck m. Süden 150,12. ruebig adj. ruljig, im ßuftanbc bei' 3fufje (cbenb 7,37. geruet (luie ruebig) 7,31. unruebig 7,37. un- gerueich 7,31. rufen ein herfart aufrufen ,^u einer foldjcn 86,24. 99,21. zu jemand umb hilf iljn um £>üfc anrufen 80,4. 124,4. 157,22. 27. rust — er rust (Sp'rät.) rüftete .159,3. Saug gottfeüg 43,15. selig 80,25. frumb (und) selig 24,1. sälig und heilig 58,28. hailig und selig 69,28. saltzärzt ntineralifdjeg ©al,} 39,2. 14,26. saru conj. al§ luenn 51,10. adv. fo= Diel luie 129,24. sam lnofit für samonlich (jämllid)), pfeon. ju ad 119,10. sambung, samung /'. Sdjar. 9D?enge 94,11. sambung (flöfterlidjc) der manch 57,25, der junckfrawen 79,35. SScrjammlung ber ©rofjeu bc§ SteidjS 77,9. samung derhistori @efd)id)K6ud) 4,10. ©efctmtljei! ber Stnmefenben 138,28. - 180 samen (Sßart. gesambt, gesamniet), samlen (ißart. gesamblt, ge- samlet): ein concilinra66,29. saraen ein chronick eine joldje oerfaffen 2,3. 9,2. 76,27. ein histori 1,1. 2,27. 3,20. 35,29. 95,15. samlen und schreiben 1,27. samen ucr^ einigelt, »ujotninentun 88,20. sich samen ein £>eer jufammenjteticn, fiel) ruften 15,9. '13,20. 114,18. samlen die ritterschaft zu einem heereszug 67,35. ein gros volck (.^eer) 126,19. einen schätz 142,16. schachzagel bret Sd)ad)brctt 48,30. schaffzaglprett 48,6. schämen sich einer sache — er schambt sich 89,27. 96,3. _ schare f. Sd)Qr, s 3JJeuge 51,7. Scharmützel HetnereS ftiefedjt 158,3. schätzen jemanden Ifjn mit einer beftintmten Stuftage betafteu 115,22. scheff n. ©djtff 8,18. 17,8. 154,28. 159,31. $Iur. scheffer 60,16. schefflein 159,32. schein adj. jd)ön 4,15. scheinperlich adv. tot(nd)lid), niie bei Wugcitfdieiu ergibt 3,33. 153,1. scherfigkeit der sinne (Seifteä- traft 11,29. s che wblig adj. runb, treiäförmig 50,24. schicken fügen 136,49.22. schiff un g (coli.) £d)iffc 11,10. 14,3. schilt vi. SBappen 109,14. schimpf Sdjcr,^ 19,33. schir adv. batb 45,25. schlaf weib coneubina 50,2. 66,19. 67,5. 155,6. seh Iahen, s Iahen fdjtogen 115,16. ^nrt. geslagen 30,2. 154,21. — subst. verb. Sdjtodit 18,8. 158,3. s chmachai t, smacheit Sdjmad), ©d)mtbe 137,9. Unbill 15,6. 83,15. 96,4. schreiben, Sßrät. ersclircib, schreib 42,24. 77,20. 83,16. schreien, %t'ai. er schrei 87,2. 96,12. schuch Scbuf, 94,16.17. Schwachheit des leibs Hraufijeit, ßkbredjlidjfeit 76,8. seh wem — übel seh wem fludjen 4,21.23. «ßriit. er swur 96,4. sog (SJJIur.) Sägen 89,17.19.24. sehen — SBrät. er sach 6,17. 64,8. 85,14. 89,21. er sähe 37,14. 64,26. 65,13. 109,17; man siecht 84,1. seider conj. jeit 26,23. 58g(. seind. sein =sind 121,21. 142,3. seind = sind 25,20. 33,8. 35,32- 52,39. 70,29. 75,1. 79,23. seind conj. feit 26,9. selbst —selb 15,17. 57,8.69,32. selbs 16,21. 47,10.13. 71,15. 130,8. 133,14. 119,28. selber 16,1.56,4.84,21.27. 1-12,9. 156,18- se 1 be rs 28,3. senft adj. jnujt, begütigeub 55,14- senft mutig adj. 77,8. ser adv. fetjr 91,6.96,4. seer50,7. sero 11,22. 15,34. 42,21. 46,1. sesselherr Senator 143,20.26. 144,3. setzen iutr., schreiben (Don einen 1 Sd)riftftcuer) 8,3. 9,4.22. 13,28. 16.8. 31,16. 41,21. 42,22. 55,10- 61.9. 62,7. statuere 405,8. setzen sich wider jemand fid) gegen iljii empören 55,5. 61,8. 83,2 (• setzen jera. ihn nennen 19,7. setze" jem. mit namen feinen s )iaiue" aufführen 93,7; setzen geiscl 19,21- jem. zu gcisel 55,15; jem. zu r0 ~ girn iijn al§ Wegeilten einjejjen 51,1 *• zu einem vog't 61,11. setzen u°" babst, bischof und ander prclate» in ir wirdigkeit fie tu if)r 9(ttlt ein jefeen 42,15. 59,3. 81,23.27. 83,2»'- setzen ein ambt auf jem. cä Wj" übertragen 63,3. setzen jem- > n sein erb 148,24. setzen jem- ™ einen tirannen it)it al8 foldjcn 6** tradjtcu, 6ejeidjnen 78,4. eine sacb in frid Betzen 42,29.102,17. P 1 "' ein zil (eine grift) setzen 78,J-* setzen einem die kröne auf Q8» haupt 59,42. setzen seine hoffn« 1 * in gott 48,25, in den könig v} e \ konig 71,12. setzen ubl zu u b< j, eine fdjltmme Xat uad) ber an -\ begeben 112,1. setzen fürsten • einer ügur fie in einer Stanuuj 11 '», aufführen 107,8. die sipps clli ": (eines geschlechts) setzen P* l c „ einem Stammbaum Berge '^.{j 52,13. setzen (faffen) ein o»Pg je langer oder kürtzer ' setzen sich auf ein gescü 422,21. sider, sieder adv. 26,22. präp. feit 91,24. sighaft adj. fiegeeid) haftiger adv. 17,21- sinllus /'. Sintflut 6,1" 27,2. 28,1.11.17. sinttlus singer Sänget 153,26. 2(5-8' sir fpäter 1,13. 9.11. 10,16- 34,2. — 181 l PP A Sippe 75,24. sipschaft 10,23. 49,10. 52,11. 74,33. sipt- sohaft 35,7. sipptschaft 107,8. gesipptadj.BIutguerwanbt 146,1 L. Jtz gbelfifc 128,18. Iahen s. schlahen. lange f. Sdjlangc 17,12. 50,20. '»achoit s. schraachait. Wortzon Sdjmer^n 16,13. 0 1 d a n Sultan, (mofjamebanifdjer ©errfdjer) 64,13. 'ollen — du sollt 29,31.36,88. «8,14.20. soltu follft btt 111,11. ,f >nder adv. Befonber« 2,20. 9,15. 7 1,10. 94,26. 125,10. 159,2(1. «tSBcfonbere 49,3. adj. Befonber 2,13. 3 ,23. 77,11. conj. funbcni 11,17. 12,29. 22,25. 25,17. 29,6. 33,5. 5 3,4. 67,12. 85,35. sonderlich a dv. BefonberS 155,22. ,0 .ndorheit SlBfonberung 28,1. In Sonderheit BefottbcrS 111,14. 0 1 d e r s i c e li adj. — aussätzig oder sondersiech 96,2. '°!er conj. [ofern 144,15. pitz Sdjladjtorbmmg 15,16. 'Pottlich adv. fpüttifd) 116,21. Pruch Wujpnicl) 149,3. na m m. ©cfdjlcdjt (gens) 52,17. 8 1 amen m. (Sing. it. Sßtur.) «-21. 5,16.18. 41,5. 43,7. 47,3. H'.7. 57,21. Stammbaum 5,25. „ er stamen des heiligen krewtz ,30,18. 42,28. tat f. Stätte 56,6. 110,17. Stobt, &•8.1,16. 56,12. SBIut. stet, g. 58. 9t 1 ! 18. 59,24. »t adj. 6eftäiibig, aubaitcntb 3,10. S*»ts adv. immer 135,13. stätes i 59 ,2l. stättiglich adv. auf ./>« Stelle, fofort 42,21. L eeh en fleineS Xitrnier 151,25. 1 5:1,22. Gen (Sßrät. stund, stuendt) — sie «endt ftdjen 58,18. 107,12. ° e greif Steigbügel 116,19. ,t° rb end m. Sterben, Seudjc 60,3. 1430 Ut S " P ' bet ftäv!fte H ' 12 ' Ue wf Sun © tieMn 8(17 , 18( i4. !tifi\ f8Un 20 ' 28 - *}*} ba§ @tifl 11,12. , .- --» Stift lei l'Hche (f.), 47,1. (m). stift: institulio u c orporalis 104,1. ss m. — der krieg und stoss: et controversia 104,11. * a .len jem. ifm fabeln. »eifert U5,12 4,12. 48,20. jurcd)t= 50,3. 78,9. stre iten rümpfen, SJSrät. er streit 60,19. 82,28. er strit (Conj.) 77,5. - streit m. Sirieg 8,8. 15,2.8. 39,9. Sd)lad)t 16,4. 18,8. 60,10. 115,3.7. 116,15. 152,29. mit stürm und streit 72,22. mordt- oder streitveldt 41,14. den streit vol- füren 15,14. verbringen 25,32. füren 16,11. bereiten 17,19. — strcitpar adj. 15,15. streit- per 3,21.38. 98,18. streitper händl friege 3,38. 13,27. swager Sd'pimgcr 46,13. 135,16. 140.6.10. 151,4. s wanger 45,23. 46,3.6. 50,8. go- swengert 16,7. svvär, s wer adj. fdjtucv 15,27.28. 87,21. 91,0. 133,11.154,19. 156,1. — swarist sup. 18,4. swärlich, s wer lic h adv. 59,4.87,25. 139,25. .119,11. swärlichen adv. 98,27. swartz fdjtoarj, niger 160,17. 16.1,4. swebl Sdjiuefei 133,1(1. sweren s. schwer n. swert Sdnucrt 17,11. 48,22. 87,1. 138,18.19. 140,19. 151,13. 152,30. swester Srtpueftcr 16,26.21,4. 46,14. 47,19. 53,1. 86,20. 90,27 126,7. 142,31 145,6. 154,25. seh bester 76,25. swester tochter 21,5. swester sun 48,1. 55,27. 76,25. 124,2. bruder- und swesterkind 130,19. süllen füllen 90,3. sunbenten — zu sunbenten = sunwenten gur, Stmncinucnbc 42,29. Übel, ubl n. Ungtürf 48,13. llitred)t, 59,1. Sünbc 84,10. 112,4. u ben (schwv.)l)aitbcln,ttin 58,5. üben den streit ben .ftriefl ucrurja d;cii fagitare) 61,2. üben den krieg und stos Erleg flUjren 104,13. 108,11. üben gross tat 80,22. üben herschaft Stuftoanb madjen 128,2. die krankheit übet jemanden gitfilt tljn 87,25. über präp. mit acc. gegen 135,26. uberbandt s. überwinden. überflüssig adj. übcrmiifjiq 135,7. 136,10. übergeben «erraten 99,8. über- geber oder Verräter 11,5. ubergeschr if t Übct'fdjrift, Ütttf« fdjrift 159,12. überkomen erhalten, errcidienl2,23. überlaufen s. laufen. überlegen ein kloster cS mcfjr, al§ £>ertcmtmen ift, burdj (Sittlagerung bcfditucven 139,24. - 182 n bernenie n sich des gewalts [eine (5)ematt mifjtiraudjett 13,24. übernemen jemanden itjn Bebrütten 81,5. übe räch Iahen Ü6crfd)lagen, eine 58ered)ttung machen 137,21. iiberteil en jem. iljn Bei einer £eil= nng uBeröorteilen 137,17. überwinden jem. ifjn überführen 66,32; Bcfiegen ($röt. uberbandt) 67,23. 76,11. ifin an firi) fcffel« 155,5. überziehen (*ßrät. sie Überzügen) das reich einfallen in ba§ SHeicB 69,11. umbiegen eine stat fic emfdjlicjjcn 131,12. unachtper adj.: negligens 133,27. unbesint adj. irrfinnig, Uerriictt 110,13.15. unbillen (unwillen) SKifsfjeliigfcit 154,4. nnbird (unwird) ©djtuad), Süi|> ßanblung 72,20. und = als 106,4. 1157,38. 155,19. under, undter präp. nntcrl)al6 122,22. under den dingen untcr= beffen 24,3. underbegen,underwegen lassen etwas e§ unterlaffcu 36,18. 39,8. 42,8. 146,22. underkomen etwas ifjm üorBeugcn, e§ (burdj 35ajiuifd)enfianbe(n) uer= (jinbern 84,22. 102,17. 104,5. 155,12. underscheid f. SBcbinguug 77,15. 131,20. Sefdjeib, U'rilarung 149,18.19. understeen sich etluaä Wagen, fid) baran mad)en: mit nadjfolgcnbem gn= finitiü 75,17. 137,27,152,9.25. mit baranffolgenbcm burd) ,,und" angc= fnityftem ©a)j 76,21. 125,7. 135,27. 140,25. understeen sich einer per- son oder sache fid) ifjrcr Bemächtigen, fic in feine §anb bringen 76,3. underweisen jem. itju letjrcu — himlischer heimligkeit ihn in bic TOljfterien ber chriftlidjen Sicligion einführen 4H,23. $art. underweist 39,13. 46,8. 144,20. underwerfen, Sßrfit. er unterworf 17,22. 72,18. underwörfig machen jem. ifjn untertau madjcn 14,8. unee — an der unee sitzen in nrilber l£Be (eben, fmrerei treiben 4,25, unere ©d)mad), .ft'rtintung 15,7. unverhuet adv. incaute 92,17. unverscheiden! icke n adv. ofjne Unterfdjieb, indifferenter 105,3. unverwandelt adv. oljne 9Boubel, ftetig 2,22. unf nicht per s. f nicht per. unfug — loiplicher unfug Uttgudjt 84,8. ungef urt adj. auäfchiueifcub, gottlob freudtjaft 81,18. ungelewbli ch s. gelawben- ungenad s. gen ad. ungopawt s. pawen. ungerueich s. ruebig. ungeschaffen adj. fjüftlirf) 122,10. 150,10. ungestumkeit Ungcftüm, ßätlf 78,17. ungezämbt s. zämen. u n 1 o b e n labetn, ^ßrät. sie unlobten 48,14. unsig Unglücf im Ädege, 9iteberfo8 e 136,14.21. untz präp. mit acc. biä 17,3.18,10- 19,17. 22,3. 62,3. conj. 109,5. u nzal lieh ungäfjlig79,8. unzalp er 131,10. urber (Sing. u. ^htr.) 3in? l»nt> (Sintünf tc tragenbeä ©ruubftütf 73,1 •>• 87,17. 90,39. SSafallenlanb 133,2- urlewgen Stieg füfjren 134,10. l ' r " lewg Stieg 76,11. urphed (Stb, fid) für erlittene ® l " fattgenfdjaft uidjt rädjen jU Itmfleii 137,15. Wald — in den wälden Ufi°' 12,8. wäldisch (silvius) ber im 2B< ll " c SeBenbe 11,24. 12,7. walfard 583attfa()rt 160,10. r . Walken bie SBälfchen (Bier3 tal1 / euer 82,29. 102,4. walhisc 1 adj. 11,10 welisch 64,25.75,1»- 112,8. 117,8.13. 118,4. 134,1«' wellisck 55,18. 65,12. 72,1»- welsch 65,25. Welschla« 0 11,38. 55,34. . w an, wann conj. beim 7,14. !'',.' 14,30. 21,20. 28,22. 43,8. <*£' 88^20. 92,16." 103,12. 135,5. 140(2?' 148,14 it. ö. — ba, weil, S- 54,13. 58- '134.22- 2,13. 7,32. 33,5. 152,31. 159,25. . „. Wimen = luofmen 10,18. w a ung SBoljnung 14,3. m war adj. luabr 47,21. mit wW£ (luafjrcnt) glawben 44,6. — * ^ lieh adv. ücrläffig 47,24. flW»j luürbig 88,7. tuabrtjaftig 3,33. Wi 183 warlichen adv. wafjrljaftig,tuirfe lief) 20,22. glctußwttrbig 25,41. mit warne it 151,19. war 5ßräl. nun sein: ward 10,21. 153,20 ii. ü. word 6,1!) 7,33. 15,18. 1(1,21. 25,9. 29,11 u. ö. wurd 96,8. demj. wer (Wäre) 29,23. 51,10. 77,9.12. wardt — er wardt wartete 158,9. sie wartenden {warteten, ffnnbcn bereit 159,21. *as= war, 3. 8. 6,9. 18,19. 43,5 50,2. 60,21. 78,14. 91,13. 113,11. 322,10. 132,9. 141,4. 152,11. 161,1. wat (Jieiuanb, Sfleibitnq 91,36. bat 91,15. w e b e g t = bewegt bewogen 137,15. weiden'heit Igttgerei, äBeibwerl 151,14. w e i;h e n tronf. - er weicht lucifjt 50,28. 62,26. 87,12. geweicht 59,19. w ei not weinenb 48,12. 59,1. Weisen und lernen unterweifen 1111b lehren 10,24. w eisist sup. Hon weise 142,12. w 8 1 i s c h, w e 1 s eh s.Walhen. w ende n trnnj., übcrfüßreit, berfejjen 10,11. wenden die sünd liert)üten, r «bftelleit 4,27. w c r b e 11 sich bei jem. fiel) (streit frnfte Derfdjaffen 114,13. w erden — er wirdet (Wirb) 6,11. !0,12. 17,26. 24,28. 32,5 11. B. •Wirt 1,15. 6,27. 35,2. 41,1. 52,17. '8,3. 88,5. 97,2. 107,3. 116,22. 132,13. 156,25 11. ü. wir dt 81,14. 5 2,28. 142,7 u. ö. — 9?c6en ward (HSrät.): warde 15,3. 19,1. 89,32. Wart 85,2. wardt 46,28. 51,27. (, 0,11. 119,2. 137,3. 142,20 it. 8. Word 71,18. woren (für luot= b «0 50,34. 8ron bouern - es werd 59,27. w erdt 57,2. 118,1.158,7. wert 6 »5- 19,3. 75,11. 139,17. Sßart. gewert 117,1. 136,7. ; e flieh wefirfiaft 152,22.24 * erl t/. SSelt 2,5. es e n — sein wesen haben, feinen ■»ofjnfili Daten 143,5. fruntlichs Wesen liaben mit jem. mit il)in in "«»bfrhnftücfjcm SBeriefc frefjeu 53,22. sterben in gutem wesen u>o£)I borbercitet 157,11. * e s t s. w i 8 s e n. ![?|ti bestia, £icr 12,25. |d f- Strafe — bei der wid des «awpts 103,13. wider bringen »übst. verb. — das widerbringen iemands: restau- r.itio, restitutio 67,21. widersagen der abgötterei ihr ofifoge« 43,25. widersässig Quffiänbig 98,5. widerständigkeit 3Siberftrc= ben, SSiberftnnb 130,6. widersteen jemandem Hjm eut= gegentreten 81,5. widerstreiten jemandem : re- bellare 16,30. widerwertigkeit f. Uneinig- fett 141,1. widerwärtig adj. fernblieb 54,10. willen m. ßSittbünfeit 15,31. SBor- fafc 45,8. ©tnwitttgung 76,24. 77,13. 77,15. 85,33. 108,3. willig sein be§ SBiUcnS fein 84,7. bereit fein 137,19. willig werden 71,14, willig machen jemanden 29,32. willigklich adv. freiwillig 72,18. im willen (wi(Ien3) sein 126,21. 134,14. 137,1. Winden SSenben, ©loben 39,17. 67,21. 72,12. 86,25. windisch 58,3. wird — eer und wird : honoretgloria 104,21. wirdigkeit/; geiftlichc SBürbe, geiftlidjeS 9Imt 42,15.59,4. 81,23.28'. 85,7. 117,23. tünigliche Söürbe 133,29. geierlidjfeit 68,21. 144,21. wird ig adj. — den wirdigen standt jemands erlangen in beffen SSürben ltnb flferf)tc eintreten 16,11; wirdig SScituort bei geifflidjen s }Ser[üntich,fctten, ,^.53. 43,6. 44,16. 46,1. 78,13. 147,5. wirdigs closter 10,7. w i r d i g k 1 i c h adv. feierlich 65,8. 102,5.117,14. 120,3. wirdigklichen adv. (wie wirdigklich) 38,8. 46,30. 48,11. 57,22. 76,16. 144.22. Wirtschaft/, ©nfrmafil 83,5. wissen — weistu tuetfjt bit 89,4. ir wist 144,1. %xä\. er west 7,15. 10,22. 114,11.136,1.138,24. Konj. 152,31. witib Söittue 84,13.17.23. Sßtur. witiben 154,22. wolfgeschlupf SBolfäbau 12,26. wolgeschickt s. geschickt, wollen — wellen 32,5. wildu li'iflft bu 29,27. er well tuolle 3,39. 137,10.26. wolpurend — wolpurende und tügentliche zeugen : testes idonei 105,21. word s. war und werden. — 184 - w u et rieh 14,15. buetrich 38,22. wuetrigkhait 39,7. buot- richeit 11,19. wu 1 p i n SBölftn 12,24. wurtzen Söui^el 28,21. Z a 1 b u c h Sud) mit bem Sßer*etc(j= ni§ bei- ginftmfte 50,11.15. SSiel» leirfjt ücrfdjrieCicn ftatt s a 1 b n c h. am s. ziemen, ä m e n (schwv.) unterwerfen. $art. gezämbt 72,12. gezämt 16,31. un- gezämbt ixictjt unterworfen, frei 25,5. !imges 1 ossen gufainmcncjefcf)(offen, jujammengebörig, contiguus 58,1. ehenrit $Iut. Me Sehnten 5 1 ,23. eichen 3Bunbeneid)en 19,1. 88,5. 109,20. eit — alzeit immer 152,31. auf ein zeit einmal, einft 130,15. 159,30. die zeit bamalS 158,7. dieselben tzeit bamalS 147,0. in der zeit nmfjreub biejer ßeit 158,18. je zu Zeiten, zu Zeiten manchmal, bann unb mann 135,12.18. über etlieh zeit nad) einiger 3^it 151,27. 155,14. vil zeit oft 135,8.14. 153,21. zu der zeit, zu den Zeiten bamalS 152,0. 157,5. 100,22. zwischen der zeit unterbeffen 19,10. endt «piur. ßätjuc 109,18. erbrechen (stv.) die ee (©je) 69,19. 88,21, 89,10. den frid 83,8. ein gepot 103,13. ein land 25,11. eine Ordnung bleibt unzerbrochen : constitutio inconvulsa manet 105,18. zerbreehung der trew 07,28. e r f ü r e n (schwv.) jerftören 59,28. ergencklich adj. Herqänglid) 47,12. er lieh sumptuosus 152,24. errütten — Spart, zerrutt (convul- sus) beeinträchtigt, ju nidjte gemadjl 104,3. zerritt (corruptus) 67,11. e w g — gereissiger zewg berittene Slbteilunq, ©djar (equitatus) 128,21. 152,15. zeugknus — zeugnns der trew biird) 8eug|djaft eroracfjter 3cad)löei§ ber Treue 08,22. ziehen s }3rfit. er zooh 1 7,10. 50,2.. 54,18. 55,7.1 1. 59,28. 60,18. 01,5. 71,7. 72,3.15. 79,9. 80,8. 82,27. 99,4. 101,10. 124,5. 147,13; er zug 11,6. liunj. er zug 101,7. Plur. s. zugen 71,4. 100,3. 108,24. 114,3 119,17. 125,20. 134,15. er zeweht etwas er giefjt etmoä (jerein 31,1. z lernen — im zäm giemte 45,18. iui zimbt, tzimbt 128,15. darein 26,12. (Eonj.) 46,23. 71,16. 121,2. z i in lieh gejiemenb 137,7. /, i r h c i t /'. ©djmuct, StuSftattung einer firdjc 78,7. ©tfjnunf' einer grau 91,15.37. y, o r e u geinbfdjaft, Qttnetractjt — zoren und krieg 04,2. z u n i g u n g Stboption 21,12. z u <• h t erbieten ISljre ertneifen 51,9. zuhandt, zuliant adv. fofort, fo- glcid) 24,10. 47,11. 58,3. 71,10. 104,10. z u s t e e n (SJJrät. zuatuend) — es stet jemandem glück, unglück zu cS wirb it)iu ©lud, Ungtürf gute« 90,1. 157,9. reichtumb 118,5. z w e n , z w e c n 6eim niasc. 13,22. 16,20. 34,12. 48,4. 53,10. 83,30. 97,1. 129,27. 131,22. 153,20 u. Ö- z w o beim fem. 31,12. 75,5. 87,24. 113,21. 128,1 u. Li. zwu beim fem. 109,9.— tzbai jiuci 53,20. tzbain 53,27. tzben 75,2. zwidling Qntfttinge 12,15. zwind- ling 12,11. z w i e 1 a u f — kriegliche zwicla"' Sürgcrfriegc 20,9. zwier adv. jtoeimal 124,17. zwinge n bezwingen 80,22. zwischen priip. mit gen. 18/&- 4.5,15. 76,11. 83,19. 104,11. IW M 117,1. 138,1. 140,2. 158,3 U. ">• SRtt beut dat. 83,3. Vorbemerkung: Deutschland ist als Ländername nicht aufgenommen, ebenso wenig Bayern, ausser wo dieses unter der Bezeichnung Bavaria, Norcoa, Norica oder als Oberbayern und Niederbayern vorkommt. Die bayerischen „Landvögte" und sämtliche bayerischen Herrscher, welchen Titel sie auch immer führen, dann sämtliche Witte Isbacher der bayerischen Linie stehen unter Bayern, die Witteisbacher der pfälzischen Linie unter Pfalz. Die Patriarchen und Stammväter, sowie die Führer, Richter, Könige und Propheten des israelifischen Volkes stehen unter Juden, unter Rom die sagenhaften und geschichtlichen Könige dieser Stadt, sowie die römischen Kaiser und die Päpste. Die Bischöfe sind unter dem Namen ihres Bistums eingereiht. Personen- und Ortsregister. Aachen 10,6. 58,24. 62,22. 03,2. 64.65,31. 76,22. 116,10. Das Münster daselbst 62. G3. Abbach (bei Kelheim) 128,16. Abensberg, Ulrich, Freiherr von 125. Adam 6,9. 12,18. 28,14. St. Adrianus 87,1. Ägypten 15,25.16. 17,1. 28. Könige von 15,32. 28,30. 29,2. Königin Cleopatra 16,28. 17,11. König Pharao 28,25. Afrika 6,27. 67,38. Agamemnon (Agamenus) 11,37. Alamannia 70,17. 75,22. Alamannen, die 22. Alba (Fluss) 12,4. Alba, Stadt und Bewohner 11. Alexander der Grosse 10,10. 19,11. 30,25. Alexandria 15,32. 17. Altdorf (Kloster) 100,8. Altenofen 22,13. 38,25. A tomünster (Kloster) 49,6. 100,7. Altotting 41,13. 50,24. 68. 70,8. . 73. 147,0. Amberg in der Oberpfalz 147,17. Ambrosius, Graf in Bergamo 72,17. Ainmon s. unter Oesterreich. Amper (Fluss) 58,2. Andechs (Berg und Kloster) 3,16. 93,27. 156,3. Andlau (Kloster) 69,26. Andreas, Chorherr von St. Mang in Regensburg, der Chronist, 2,30. 4,1. 35. 30,5. 41,22. 76,25. 78,26. Anhalt, Bernhard von s. unter Sachsen. Antenor 5,10. 22,5. Antonius, der Triumvir, 16. 17. Apulien (Pullen) 101,5. Aquileja, Patriarch von, Pilgrim I. 105,22. Aquitania 45,8. 64,35. Der Herzog von, 65,36. 66,20. Herzog Wilhelm von, 98,10. Arfax 28,4. Armenien 25,24. 33,16. 35,9. Asia 6,26. 14,6. 17,15. Asturier, die 17,20. Augsburg (Augusta, Vindelicia) 18. 34. 58,33. 99. 113,4, 128,16. 160,9. Der Perlach (Perlen) 18,10. — Die Varusgasse 18,12. Bischof von, 113,4. Bischof Bruno 90,28. 91. Bischof St. Ulrich 78. 79,18. 80. St. Augustin, der Kirchenvater, 6,10. 12,19. 28,13. 18 — 186 — Augustiner Chorhorrn 95. Avignon (Avian) 117,10. Babylon, Stadt und Keich, 1,16. 5,6. 0,22. 7,9. 8,14. 10,9. 19,14. Könige von: Ninus (der Aeltere) 5,0. 7. 8. 9,5. 10,9. 12,10. Ninus „der andere" 8,31. Semiramis 8. 9,6. Ihr Stiefsohn Trabeta (Trebeta, Trier) 5,5. 8,17. 9,5. Baden : Markgraf Bernhard I. 148,1. Bamberg, Stadt, 81,3. 86,12. 87. 91,35. 95,9. 96,7. 97. 156,21. Bist. 87,1.0. 91,3. Bisch. Eberhard II. 105,24. Bisch. Suidger 98,23. Basel (Pasel) 9,17. 145,1. Bayern: Land (Haus) Bavaria 1.2. 5. 22,7. 25. 31. 33. 34,25. 35,32. 37,2. 38,28. 43,14. 47,23. 52. 108,10. Land Norcoa, Norica, Nordgau 1,10. 2,17. 5,15. 17,24. 25. 31,0. 33.37,2.41,11. 52,1. 82,3.112,16. Norcoa für Oberpfalz oder Teile derselben 82,3. 112,10. 125,3. 128,6. Oberbayern (Oberland) 2,35. 3,18. 4,3. 73. 93,11. 110,5. 112,15. 116,5. 119. 121,24. 122. 125,8. 127,10. 1.28,0. 142,25, 150,19. Niederbayern (Niedorland) 73. 107,2.112,17. 113,6.118,0. 119. 120,16. 121,24. 122,25. 123. 127,20. 129,11. 132. 145,23. Die bayerische Mark 31,25. „Landvögte" (sagenhafte und geschichtliche) : Antonius 36,15. Aquilinus 30,17. 38. Enolasius (Enobasius) 36,16. Fabianus 36,15. Gerhardus 60,9. Geroldus 60,11. 61,15. 64,9. Naimes (Neaman, Nanus, Ninus) 52,0. 54. 60,8. Philippus 36,10. 37. 38. Servius 36,16. Sagenhafte Herzoge und Beherrscher Bayerns: Adaiger 35,31. 30,2. Albrecht (von Burgund) 38,11. 47. 48. 49; seinen Bruder Ücarus s. unter Burgund. ßavarus 25,25. 33,21. Boamundus (Woamundus) 5,18. 19,7. 25,33. 35. 30,1. Ingramus (Ingeromandus) 5,19- 19,8. 35. 36,1. Naimes s. unter den Landvögten. Norix 25. 33,21. 31. Geschichtliche Herzoge (Könige) : Herzog Adolf von München 115,5. 150,7. Herzogin Agnes, die Gemahlin Kaiser Heinrichs III., s. unter Deutschland, Kaiser etc. (Heinrich HL). Herzog Albrecht I. von Straubing- Holland 118. 123. 129,5. 147,3. Seine Gemahlin Margareta, Tochter des Herzogs Ludwig I. von Brieg in Schlesien, 123,9. Seine Tochter Margareta s. unter Burgund. Herzog Albrecht, der Junge von Straubing - Holland 123,10. 129,11. Herzog Albrecht III. 144,29. 150,18. 154,35.155. 156.101,10. Seine „heimliche" Gemahlin Agnes Bernauer 155. Seine Gemahlin Anna von Braunschweig 155,15. 156,4. Seine Töchter 156,6 und unter Sachsen (Herzog Ernst) sowie unter Mantua (Markgraf Friedrich'. Herzog Albrecht IV. 150,5.101,11. Herzog Arnulf der Böse (Arnold von Scheyern) 6,2. 52,15. 73,30. 74. 75. 70. 77. 78. 79. 87,18. 108.0. Seine Gemahlin Agnes von Ungarn 75,0. Seine Tochter 78,21. Herzog Christoph, der Kämpfer, 156,6. 101,11. Herzog Ernst von München 128,8. 139,12. 143. 144. 145. 154,35. 155. Herzog Friedrich von Landshut 123.1. 125,17. 120,17. 127. 128. 137,18. 141,11. Seine zweite Gemahlin Magdalena, Tochter des Herzogs Barnabas Visconti von Mailand, 127,23. Seine Töchter 128,1. König Garibald 5,20. 4L 42. 43. 49,8. Seine Tochter Theodo- linde s. unter Langobarden (König Authari). Herzog Georg, der Reiche, von Landshut 153,18. 101,7. Heinriche, Herzoge von Bayern, 108,14. Herzog Heinrich I. 77,19. 78,2. 79. 80. 82,21. 80,9. — 187 Herzog Heinrich IL (Hetzel) 82,23. 86. Herzog Heinrich V. von Lützel- burg 97. 98,2. Herzog Heinrich IX. (fälschlich statt Welfs IT.) 99,16. 100,9. Herzog Heinrich X., der Stolze 100.101.102. Seine Gemahlin Gertruds, Tochter Kaiser Lothars IL, 100. Herzog Heinrich (von Babenberg) XI. 81. 02,6. 102,21. 103. 104. 105. Seine Gemahlin Theodora 105,1. Herzog Heinrich XIL, der Löwe 102. 103. 104, 107,20. Herzog Heinrich XI IT.von Nieder- bayern 112. 113. 119,23. Seine Gemahlin Elisabeth,eineTochter des Königs Bela IV. von Ungarn, 113,7. Herzog HeinrichXIV., derAeltere, von Niederbayern, 119,8.120,22. 123. 124. 132,11. Herzog Heinrich XV., der Natternbcrger, von Niederbayern, 119. 120,19. 123,20. 124. Herzog Heinrich XVI., der Reiche, von Landshut, 128,1. 138. 139. 140. 141. 142. 145,23. 151. 153,20. 154. 159,1. Seine Gemahlin Margareta, Tochter des Herzogs Albrecht IV. vonOestcr- reich, 142,30. Seine Töchter s. unter den Pfalzgrafen (Otto I. von Mosbach) und unter Württemberg (Ulrich V.). Jakobäa von Holland 129,8. 130. 131. 132,13. 146. 147,4. Herzog Johann I. von Niederbayern 119,22. 124,12. 132,14. Herzog Johann 11. von München 123,2. 128. 143.4. Seine Gemahlin Katharina, Tochter des Grafen Meinhard von Görz 128,7. Seine Tochter Sophie s. unter Böhmen (König Wenzel). Herzog Johann Hl. von Straubing- Holland, erwählten Bischof von Lüttich s. unter Lüttich. Herzog Johann IV. von München 150,5. 161,10. Herzog Konrad von Zütphen (Kuno) 97,20. 98. 108,15. Herzog Leopold IV., Markgraf von Oesterreich, 31,32. 02,5. 102. 104,19. 108,14. Herzog Ludwig L, der Kelhoimer, 108. 111. Seine Gemahlin Ludmilla 110. 111. Herzog" Ludwig II., der Strenge, 112. 113. Seine Gemahlinnen: Maria von Brabant 112 ; Anna von Schlesien-Glogau 112,23; Mathilde von Habsburg 112,24. — Sein Sohn Ludwig (Elegans) 112,24. 113,16. Herzog Ludwig III. von Niederbayern 113,13. 119,23. 120,20. Herzog Ludwig IV. s. unter Deutschland, Kaiser etc. Herzog Ludwig V., der Brandenburger, 118. 122. 125,5. 126,14. Seine Gemahlin Margareta Maultasch 122,9. 126. Herzog Ludwig VI., der Römer, 118,23. 123,0. Herzog Ludwig VIT., der Bärtige von Ingolstadt, 2,31. 4,2. 116,5. 127,13. 135. 130,29. 137. 138. 139.140. 141. 142.143,7.145,22. 150. 151,5. Seine zweite Gemahlin Katharina, die Witwe des Peter von Evreux, Grafen von Montagno, 135,17. Herzog Ludwig VIII., der Höck- rige, von Ingolstadt, 116,8. 140. 150. Seine Gemahlin Margareta, Tochter des Kurfürsten Friedrich I. von Brandenburg, 150,23. Herzog Ludwig IX., der Reiche, von Landshut, 2,28. 3,25. 4,17. 143,1. 151. 152. 153. 154. 100,5. 101,7. Seine Gemahlin Amalia, Tochter des Kurfürsten Friedrich IL von Sachsen, 153,17. Seine Tochter Margareta s. unter den Pfalzgrafen (Philipp dem Aufrichtigen). Herzog Meinhard, Graf von Tirol, 122. 125. 120. Seine Gemahlin Margareta, Tochter des Herzogs Albrecht II. von Oesterreich, 126,7. Herzog Odilo (Ottilo) 5,21. 52. 53. 54. 57,28. — Seine Gemahlin Hiltrude 52,35. Herzog Otto I. von Witteisbach 6. 52.97,1.103. 107. 108.111,1. S. auch Scheyem, Grafen. Herzog Otto IL 111. 112. Seine Gemahlin Agnes 111,16. Seine Tochter Elisabeth s. unter Deutchland, Kaiser etc. (Konrad IV.). 18* — 188 Herzog Otto III. von Nieder- bayem, König von Ungarn, s. unter Ungarn. Herzog Otto IV. von Niederbayern 119,8. 120,22. 123. 124. Herzog Otto V , der Faule, Markgraf von Brandenburg, 118,23. 122. Seine Geliebte, die Gredl auf der Gredleinsmühle in Wolfstein, 122,23. Herzog Sigmund 156,5. 101,10. Herzog Stepban I. von Niederbayern 113,13. 119. 120,21. 123,18. Seine Gemahlin Judith von Scbweidnitz in Schlesien 120,21. Herzog Stephan II. von Niederbayern 118,23. 122,25. 125. 126. 127,7. Seine Gemahlin Elisabet, Tochter des Königs Friedrich II. von Sicilien, 122,26. 127,8. Herzog Stephan III. von Ingolstadt 123,1. 125,15. 126,17. 127. 128. 135. 137. 139,9. Seine erste Gemahlin Thaddaea, Tochter des Herzogs Barnabas Visconti von Mailand, 127,12. Seine zweite Gemahlin Elisabet, Tochter des Grafen Adolf V. von Kleve, 127,19. SeineTochter Elisabet (Isaboau) s. unter Frankreich (Karl VI.). Herzog Tassilo 5,23. 26. 35,1. 52. 54. 55. 56. 57. 58. 60. 61,3. 85,27. — Seine Gemahlin Luit- purgis (Lindburgis) 54. 55. 58,5. 61,2. — Sein Sohn Tbeodo 26,15. 52,10. 55,15. 56,4. Sein Sohn Günther 56,5. Herzog Theodo I. 5,20. 18,21. 35,31. 36,3.41. — Theodo (II.) III. 31,12. 32,5. 43. 44. 45. 57,5. — Sein Sohn Landbert (fälschlich Theodobertus genannt) 46. — Seine Tochter Outa 45. 46. Herzog Theodobert 43,27. 44,15. 45,5. 46 (hier verwechselt mit Landbert), 47,4. Weifen als Herzoge von B. 108,14. Herzog Weif I. 98,18. 99. 100. Herzog Weif IL 100,9. Herzog Wilhelm I. von Straubing- Holland 118.123,3. Herzog Wilhelm 11. von Straubing- Holland 123. 129,6. Seine Gemahlin Margareta, Tochter dos Herzogs Philipp des Kühnen von Burgund, 123,15. 129,7. 130. 131,2. Herzog Wilhelm III. von München 128,8. 139,13. 143,4. 144,30. 145,22. 1.56,7. Herzog Wolfgang 156,6. 161,11. Belus (Belaws), Sohn Nimrods, 7. St. Benedikt 57,25, 87. 88. Benediktbeuern (Kloster) 47. Benediktinerorden 10,7. 108,4. Benevent 67,39. Berchtesgaden (Pertoltzgaden, Kloster) 82,6. Berg, Herzog von, 159,12. Bergamo 72,16. Berge, Wilhelm von der 131,26. Bergen (Mona inden Niederlanden^, 131.28. Bethlehem 20,3. Biervliet (Wierenlicht) 130,13. Boamundus s. unter Bayern, Herzoge, sagenhafte. Bogen, Grafen von, 112,8. Graf Albrecht von, 110,8. Böhmen (Bcheim), Land und Volk, 66. 80,8. 95,21. 111,5. 115,8. 145. 148. 153,8. 155. Böhmerwald, der, 25,41. 111,4. 115,20. 160,4. Herzog von, 63,10. 66,5. König von, 86. Herzog Boleslaw I. 81,14. Herzog Boleslaw III. 120,21. Herzog Friedrich 110,7. König Johann 113,26. 114,20. 124. König Karl s. unter Deutschland, Kaiser etc. (Karl IV.). Herzog Ladislaus II. (Badislaus) 104,23. König Ladislaus I. 155,19. König Sigmund a. unter Deutschland, Kaiser. König Wenzel I ., der Heilige, 81,15 König Wenzel IV. s. unter Deutchland, Kaiser etc. Borselen (Barsilia) 146,33. Franz II. von, 146. Seine Gemahlin Jakobäa s. unter Bayern. Brabant 131,5. Herzog Johann von 130. 131- 146. Seine Gemahlin Jakobäa s. unter Bayern. Brandenburg, Markgrafschaft 118,7. 122. Markgrafen von, 63,9. 86,4. Markgraf Albrecht Achilles 140. 150,2. 151,4. 152,26. 153. 154. 156,19. Markgraf Friedrich I. 138,32. 139. 150,23. 154,24. Seine Ge- 189 — mahlin Elisabeth, eine Tochter Herzog Heinrichs von Bayern- Landshut, 154,25. Markgraf Ludwig (Sohn Kaiser Ludwigs des Bayern) s. unter Bayern, Herzoge (Ludwig V.). Markgraf Otto, der Faule, Ludwigs Bruder, s. unter Bayern (Otto V.). Markgraf Waldemar 113,25. Braunschweig 78,37. Breslau (Presla) 120,1 I. Brixen Bist. 73,9. Bisch. Hartmann 105,21. Brutus, der erste röm. Konsul, 13,25. Brutus, der Verschwörer, 10,20. Burghausen 127,21. 141,2. 142,18. 151. Burgund: Herzog Ockarus (fabelhaft) 38,11. 48. 49. Herzog Johann (auch Graf von Flandern) 123. 129,20. 135. 130. 147,1.3. Seine Gemahlin Margarete, Tochter Hzg. Albrechts L von Holland, 123,1.1. Seine Schwester Margareta s. unter Bayern, Herzoge (Wilhelm IL). Herzog Philipp 123,13.130.131,19. 110. Herzog Karl der Kühne 110,19. 157. 158. Byzanz, Griechenland und Griechen 10. 11,27. 15,24. 59. 95,22. Kaiser von, Änastasius I. 41,12. Constantin IV. 49,11, Constantin VI, 20,4. Irene (Hirma) 59,8. Caesar C. Julius (/csser) 5,29. 14. 15. 16. 21. 25,31, 35. — Attia seine Schwestertochter, 21,5. Campania 15,22 (falsch statt Thes- salia). 20,30. 81,25. Cantabrer, die 17,20. Capua (Gapa) 83,28. Cassius 1(5,20. Cato 10,1. Cetium 38,19. Chaldaea 28,7. Cham s. Ham. Cham in der Oborpfalz 155,19. Ohiemsee (Frauenkloster) 57,10. Christus 4,22. 19,30. 20. 30. 37,10. 42,27. 09,23. 71,8. 89,22. 95,21. 99,23.100,3.110,18.1.18,20.100,11. St. Ohunald 53,10. Chus 7,7. Constantinopol 59,20. 91,12. St. Corbinian s. Freising. Corium s. Cetium. Crassus 19,20. Croatia 17,25. Cypern (Zippern) 100,4. J»achau (Tachau) 93. 95,2. Dalmatia 17,24. Dänemark (mit Schweden u. Norwegen) 149,33 158,30. 159. König Christoph 158,30. 159. Sein Marschall UlrichAxelson 159,19. König Erich 159,8. Degenberg, einer von, 155,9. Deutschland, Kaiser und Könige : König Albrecht IL 142,31. Kaiser Arnulf 0,5. 52,13. 08,25 09,2. 70. 71. 72. 73. 74, 75,3. 79,31. 82,15. — Seine Gemahlin Annette v. Griechenland (fabelhaft) 73,1 7. Sein Kebsweib Liut- schwinda 68,24. Seinen natürlichen Sohn Zwentibold (Ena- baldus) s. unter Lothringen. Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) 1,28. 2,5. 0. 31,24. 52,29. 02,3. 03,12. 95,10. 102,23. 103. 104, 105. 100,3. 107. Kaiser Friedrich IL 111,17.112,1. 113,11. König Friedrich der Schöne, Gegenkönig, 114. 115. 110. 119. Kaiser Friedrich III. 1,8. 59,30. 109,24. 110,0. 154,32. 157,28. 158. König Heinrich I. 76. 77. 78. 79. 80,27. 82,20. — 8eine Gemahlin Adelhaid (fabelhaft) 70,33. 78. 79,21.80. - Sein Hauptmann 77,3.1. Kaiser Heinrich IL 39,15. 52,28. 78,27. 86. 87. 88. 89. 90. 91. 93,23.97. Seine Gemahlin Kuni- gunde 88. 89. 90. 91. Ihr Vater Pfalzgraf Seyfried 88,12. 91. Ihre Mutter Hedwig (Heitwig) 91. Ihren Bruder Heinrich s. unter Bayern, Heinrich V. Des Kaisers Schwester Gisela (Geysel) 80,20. 90; ihr Sohn 90. 91,1. Kaiser Heinrich III. 94,8. 90,20. 97,25. 98. Seine Gemahlin Agnes 98,9. 108,15. Kaiser Heinrich IV. 94,9. 90,27. 98. 99. Kaiser Heinrich V. 100,1 I. Kaiser Karl L, der Grosse, 1,14 5. 25. 26. 31,14. 32,1. 34,26 35,1. 41,8. 51,29. 52,8. 54. 55 190 56.1. 57. 58. 59. «0. 61. 62. 63. 64,11. (17,12. 75,24. 76,2. 82,11. 85,27. Hein Sohn Karl 63. 67,10 Sein Sohn Pipin 63. Kaiser Karl IL, der Kahle, 64,30. 65. 66. 67. Kaiser Karl I IL, der Dicke, 65,28. 68.6!). 70.71. Seine Gemahlin Richardia 69. 70. Seine Nichte (irrtümlich) Gisela 69. 71. Kaiser Karl IV. 9,3. 122,18. 124. 125,3. 132. 134,13. Seine Gemahlin Anna, eine Tochter des Kurf. Rudolf IL von der Pfalz, 124,23. König Karlmann 65,29. 68. 69. 70.2. 71,1. 73,16. König Konrad T. 74. 71'). 82,20. Kaiser Konrad IL 93,25. 91,2. 97. Kaiser Konrad III. 100,18. 101. 102. 103,2. Sein Sohn Friedrich 105,26 König Konrad IV. 112,2. 113,11. Seine Gemahlin Elisabeth, eine Tochter Herzog Ottos IL v. Bayern, 112,10. 113,10. Kaiser Lothar I. 64. 65. 66. 70,15. 71. Sein Sohn Karl 65,18. 68,33. Kaiser Lothar von Supplinburg 100. Seine Tochter Gertrud s. unter Bayern (Heinrich X.). Kaiser Ludwig L, der Fromme, 63. 64. Kaiser Ludwig IL (Lothars I. Sohn) 65. 66. 67,36. König Ludwig der Deutsche 64. 65. 67. 68,8. 69. König Ludwig der Jüngere 65,28. 68. 69,7. König Ludwig, das Kind, 73. 74. 75. 76. 82,19. Ludwig IV., der Bayer, 113,2. 114. 115. 116. 117. 118. 119. 121. 122,12. 124.126,13.132,17. Seine Gemahlinnen: Beatrix von Schlesien-Glogau 113,22. 121,22. Margarcta von Holland etc. 113,22. 121,23. Kaiser Maximilian I. 154,33. Kaiser Otto L, der Grosse, 62,2. 75,11. 77,19. 78. 79. 80. 81.82. 83,22.86,10. 92,19. 94,2. Seine Gemahlin Adelhaid 78. 81,6. 90,37. Kaiser Otto IL, der Rote, 82. 83. 84. 93,18. Kaiser Otto III. 35,3 84. 85. 86. Seine Gemahlin (fabelhaft) 84. Kaiser Philipp von Schwaben 63,13. 95. 96. 111,29. Seine Tochter 95,12. 96,2. König Rudolf von Habsbnrg 113,1. König Ruprecht von der Pfalz 125,4.128,23.132,20.131.147,10. 156,13. 158,28. 159,31. 160,12. Seine GemahlinFlisabet,Tochtcr des Burggrafen Friedrich V. von Nürnberg, 134,25. Kaiser Sigmund, König von Ungarn und von Böhmen, Graf von Lützelburg, 2,30. 4,6. 35,30. 138. 139. 143,11. 144. 145. 147,14. König Wenzel IV. 128,9. 132,23. 1.33. 134. 145,7. 1.56,1. Seine Gemahlin Sophie, eine Tochter des Herzogs Johann IL von Bayern, 128,8. 145. Dillingen, GrafDiepold von, 80,16. St. Dionysius 55,13. 72,11. 73,28. St. Donatus (Tonatus) 60,22. Donau (Strom) 44,3. 60,17. 110,14. 121,8.' Donauwörth (schwäbisch Word) 112,19. Dordrecht (Dortrack) 130,2. 131. Drusus 17. Kber 28,4. Ebersheim (Kloster) 10,2. Ehingen 101,25. St. Ehrentraut (Erndrawt) 44,19. Ellhofen (Ehenhofen) 101,13. Eichstett, Stadt, 58,32. Bist. 53. Bischof Berthold I. (Perichtold) 125,24. Bischof Johann IL (von Heideck) 139,14. Bischof Willibald (Bilbold) 53. Elilant, bayr. Klostergründer, 47,8. St. Elisabeth s. unter Thüringen. St. Emmeran (Heimeran) 45. 46. Enebaldus s. unter Lothringen. Engelberg (Kloster) 79,35. England 116,13. 121,6. 136. König von, 65,35. 66,18. Heinrich V. 136,5. 146,7. Sei» Binder Humphrey von Glou- eester 14(>,(i Seine Gemahlin Jakobaea s. unter Bayern. Richard Löwenherz 109. Ensdorf (Kloster) 96,17. Enns (Fluss) 25,36. 31. 61,7. Enns, Land ob der 31,26. 73,7. 103. Enns (Laureacum), Stadt, 27. 31,20. 38. 56. 59,20. — 191 - Bistum 5-1,4. 56. 59,20. Bisch. Waldarich 51,3. 57,29. St. Erhard 90,22. St. Ermarchora (Emathorung) 56,17. Ernst, Herzog von den wilden Seen 82. Esslingen 114,9. Europa (Sitropia, Eropia, Oropia) 7,2. 8,19. 38,28. 58,14. Eusebius (Esebius) 8,1. St. Eventinus 56,19. Flandern 130,13. St. Elorianus 38,18. Franco s. Troja. Franken, Land u. Volk, 21. 22. 23. 25,9. 26. 69,20. 95,19. 115,8. 137,35. 140, L2. 152,33. Frankfurt a. M. 67,28. 69,10. 114,4. 154,31. Fränkisches Reich: Könige : Childerich 1. (Hildrudis) 23,28. Childebert II. (Hildiwerti) 13,4. Childerich III. 51,24. Chlodowech (Klodoveus) 23,29. 24. Seine Gemahlin Chrotochildis (Gothillis) 23,30. 24. Faramund (Pharamund) 23. 24,23. Karl der Grosso s. unter Deutschland, Kaiser. Karlmann, Karls des Grossen Bruder, 51,29. 58. Morwich (Meranis) 23. Pipin, der Kurze, 9,31. 24,28. 41,7. 48,6. 50. 51.52,34.53. 55. 58,10. Hausmeicr: Karl Martell(Marcellus)50. Dessen Sohne: Gripho 50. Karluiann 50. Pipin s. unter Pipin, König. — Pipin, der Mittlere, 49. 50. Seine Gemahlin Plektrudis 49,24. Seine Nebenfrau Alpha- idis(Abheidis)50. Deren Bruder Dodo 50,4. Pipins Söhne Drogo (Diagenes) 49,25. 50. Grimoald (Grennoldus) 50. Frankreich (Gallia), Land und Volk (Franzosen, Frantzüs), 1. 5. 8. 9. 14,29. 17,23. 19,5. 21,14. 22. 23. 24. 42,2. 43,1. 49,15. 50,14. 51. 58. 59. 63. 66. 67. 68,35. 69. 70. 71. 72,10. 75,16. 80,9. 95. 98. 135. 136. 137. 146,32. Könige von, 59,22. 63,15. 85,3. Karl, den Kahlen, s. unter Deutschland, Kaiser etc. Karl HL, der Einfältige, 70,32. Karl, den Dicken, s. unter Den tsch - land, Kaiser etc. Karl VI. (bei Ebran irrtümlich Loya) 127,15. 135. 136,18. 137. 146,5. Seine Gemahlin lsabeau, eine Tochter Herzog Stephansl II. von Bayern-Ingol- stadt, 2,32. 1,4. 116,5. 127,14. 135. 136,29. 137. Karls Sohn .Johann (Dauphin) 129,9. 130,17. 116,4. Dessen Gemahlin Jako- bäa s. unter Bayern. Karlmann, Sohn Ludwigs des Stammlers, 70,25. Ludwig, der Stammler (Baibus), 69,1. 70. Ludwig III. 70,27. Freising, Stadt, 57,24. 58,32. Bist. 142,15. Bisch. St. Corbinian 57. Bisch. Otto 1,26. 2,2. 8. 10,27. 11,9. 13,14. 16,8. 17,14. 19,9. 20. 21,15. 22,11. 51,1. 52,14. 55.22. 57. 64,19. 73. 74. 76. 79.23. 80,6, 86,6. 90,24. 92. 98,11. 105,23. Friedberg (bei Augsburg) 113,1. Friesland (Frisia), Land und Volk, 53,29.69,30. 71.118,9.122,2. 123,5. 129,6. 145,26. 146. Fulda (Kloster) 51,2. Fürstenfeld (Kloster) 112,21. 113,5. Fürth im W. 111,4. CJamelsdorf (bei Moosburg) 119,18. Geisenfeld (bei Vohburg) 125,13. Gengenbach, (Kloster) 53. St. Georg 87,8. Giebling s. Waiblingen. Ghibellinen (Parteiruf) 101,19. 102,2. Gisela (Gcysel), Schwester der Klostergründer Lantfried, Elilant und Waldram 47,19. St. Gisilari 53,11. Goten, die, 38,26. 39. 45,1. 62,9. - Ostgothen 18,22. 38,26. Griechen, Land und Volk s. unter Byzanz. Gundelfingen, Georg von, 139,6. Hagen, von Ebran als der „österreichische Kronatist" bezeichnet, 26,11. 27,17. 28,18. 29,15. 31. 32,9. Harn (Cham) 6. 7,7. Härtfeld, das, 101,20. Heidelberg (Heidelburg) 134,24, St. Heimeran s. Emmeran. Helena (von Troja) 10,30. 192 Helfenburg s. Salzburg. Henneberg, Graf Berthold von, 114,21. 116,4 Hennegau (Henigaw) 118,8. 122,1. 123,5. 129,6. 131,4 145,25. 146. Hercules 25,25. 33,22. 34,1. Hersbruck (Härspruck) 151,2. Hildesheim Bist. 87,13. Bisch. St. Gotthard 87,11, Hilpoltstein 151,1. Hiltersried (Hilkersreut) 148,10. Hispani s. Spanien. Hohenlohe, Kraft von, 113,18. Holland 118,8. 122,1. 123,4. 120,0. 130. 131. 132. 145. 146. 147. Die Herren dieses Landes aus dem Hause Witteisbach s. unter Bayern. Hucbert, Abt von St. Maurice, 66. Hungern s. Ungarn. Hunnen (Hünen, Henen, Honen, Haunen) 31,33. 32. 38,23. 39,17. 45. 55. 58,(5. 60. 01. 02. 79,21, 87,19. König Attila (Attilo) 38,24. 39. 45,1. 62,8. Um (Donauzufluss) 125,13. Indersdorf (Undersdorf, Kloster) 91.29. 95. 118,18. Indien 19,12. Ingelheim 55,20. Ingeroinandus s. unter Bayern, Herzoge, sagenhafte. .Ingolstadt 126,2. 127,11. 139,20. 151,7. 153,13. Isar (Iser, Fluss) 58,1. 122,22. 139,8. Isidorus 25. 33,9. Israeliten s. Juden. Istria, Markgraf von, Engelbort 105,27. Italien 10,18. 11,38. 63,7. 65,12. 66,1. 67,23. 75. 80,22. 81. 82. 84.30. 101,8. 102,4. 112,8. 117. 118,4, Könige von (s. auch unter Bom): Die Berengare 82,17. Berenger I. 75,13. Berengar II. 81. Dessen Sohn Adalbert (Albert) 81,4. Lothar 82,17. Jaffet 0,10. 7,1. Jerusalem 14,9. 30. 85. 94,21. 99,22. 100,11. König Konrad IV. von, s. unter Deutschland, Kaiser etc. Jesus s. Christus. St. Johann, der Täufer, 42. Josephus d. Geschichtschreiber,14,19. .luden (Israeliten), Land und Volk, 11,25. 12. 14. 20,3. 27. 28. 29. 30. 31,6. 142,23. Patriarchen und Stammväter: Abraham 9,11. 28. 30,28. Benjamin 30,14. tsaack 28. Jakob (Israel) 28. 29. Joseph, der Träumer, 28. Juda 28,23. 30,13. Führer, Richter, Könige und Propheten: Antipatcr, Statthalter von Idumea, 11,13. Aristobulus 11. David 87,3. Elias 11,25. Ezechias, König von Juda, 12. Ezechiel 42. Facce, König von Israel, 12,20. Gideon (Gedeon) 34,5. Horodes 14 Hircanus IL 14. Hoseas, König von Israel, 12,20. Jerobeam 29. 30. Josua 29,9. Moses 13,32. 29. 30. Behabeam 30. Salomo 29. Saul 12,1. Jupiter 10,17. 37,13. Kärnthcn, Herzogtum 07,14, 69,1. Herzog Heinrich IV. 105,26. Kastl (Kloster) 82,6. Grafen von 82,5. Kolheim 110,13. Kemnat, Mathias von, 3,19. 157,4. Klingberg, Grafen von, 110,11. Kochel, (Kochlarn, Kloster) 47,17. Kolmanbach, der 47,15. Köln, Stadt, 9. 13,28. 49,24. 77. 157. 158. Pantaleonskloster daselbst 77,34. Erzbisch, von, 63,5. 86,3. Bruno 77. 79,37. 80,27. 83,21 (von Ebran verwechselt mit einem andern Bruno). Dietrich IL (von Mors) 158,17. Günther 66. Hermann IV. (von Hessen) 157. 158,14. Ruprecht, ein Sohn des Kur* fürsten Ludwig III. von der Pfalz, 148,3. 156,14. 157. 158- Königshofon, bezeichnet als „Krona- tist von Straspurg" und „bei dem Rein de Straspurg", 9. 10,1. 35,10. Konstanz(Kostnitz)130,1.138,2.14.5,l. 193 — Köttingwert (Riiterawerd) 125,12. Krackau 143,27. Der Kastellan von, 143,26. Krain, Herzogtum 07,14. Krcmsmünster (Kloster) 2,29. 56. 07,15. Labor, Ulrich von, 125,7. Lahnstein (Landtstein) 134,3. St. Lamprecht s. unter Tongern. Landsberg (Lantzporieh) am Lech 93,12. 122,4. Landshut 110,10, 111,3. 113,8. 122,22. 127,21. Langobarden, Volk und Land (Lamparten), 13,31. 41,27.42. 54.61,3. 69,19. 72,15.75,16.82,16. 102,4. Lamparten = Herzogtum Mailand 133,1. 134,17. König Agilolf (Agolopus) 41,27. 42. König Authari (Antorius) 42,3. Seine Gemahlin Theodolinde 41. 42. 43,32. König Desiderius 54. 55,3. 61,4. Sein Sohn 54,20. Seine Tochter Luitpirgis s. unter Bayern (Tassilo). Lantfrid, bayerischeiKlostergründer, 47,8. Latiner oder Albaner s. Alba. Lauf 151,1. Lauingen (Lawbing) 150,20. Laureacum s. Enns. Lech (Fluss) 25,37. 55,8. 61,8. 79,9. 80,35. Lechfeld 80,11. 128,19. Leiningen, die von, 152,12. Schaffried (Schaffhart) von, 152,16. St. Leonhard 24,21. Lichtenberg, die von, 152,14. Lithauen 143,13. 144. Jagello (Meschbot) s. unter Polen. Herzog Wittold 141,20. 143,16. Loire (Liger) 23,13. St. Lorenz 37,22. 87,8. Lorsch (Larich, Kloster) 56,3. 57,15. Lothringen 66. 72. Herzog Gottfried von Bouillon 94. 95,15. 99. Herzog Konrad von Franken, Kaiser Ottos I. Schwiegersohn, 80,15. König Lothar IL (König von Ripuarien) 65,18. 66. 67. 68. Seine Gemahlin Dietberga 66. 07,3. Sein „Schlafweib" Wald- rada 66,18. 67,5. Herzog Renatus IL 146,19. König Zwentibold (Enabaldus) 72. 73,34. 74,20. Lucanus 22,6. Lucius(Tarquinius Collatinus) 13,26. Lucretia 13,13. Lungau, der, 87,16. Lüttich, Stadt, 129. 130. 131.132,5. LÜttich, Bist. 129,14. 130,1. Bisch. Johann (der Witteisbacher) 123,10.129.130.131. 132.147,4. Liitzelstein 152. Lützelstein, die von, 152. Magdeburg, Stadt, 78,36. 82,13. Bist. 82,13. 87,15. Erzb. Johann, ein Sohn dos Pfalzgrafen Stephan von Simmern, 150,7. 160,14. 161,6. Mähren (Merhern) 73,35. Herzog Rastislaus (Raseum) 67,22. Mailand, Stadt und Herzogtum, 82,27. 93,18. 132,20. 133,2. Herzog Galeazzo Visconti 117,0. — 133,2. Herzog Matteo Visconti 117,5. Main (Fluss) 23. 114,7. Mainz, Stadt, 9,17. 17,20. 160,20. Erzbist. 160,23. 161,3. Erzbischöfe von, 63,5. 76,22. 86,3. Erzbisch. Adolf (von Nassau) 160,22. 161,1. Erzbisch. Arnold (von Seelcn- hofen) 106,2. — Sein Stellvertreter Reinoldus 106,1. Erzbisch. Bonifacius 51,27. 53. 54,1. Erzb. Dietrich von Erbach 157,7. Erzbisch. Dietrich von Isenburg (Eisenburg) 100,23. 161,2. Erzbisch. Peter (von Aichspelt) 113,24. Mantua, Markgraf Friedrich I. Gon- zaga, 161,13. Seine Gemahlin Mar- gareta, Tochter Herzog Albrechts III. von Bayern-München, 101,13. Marcellus, der Konsul, 15,3. St. Marcus 56,18. Maria, die Mutter Gottes, 20,3.24,19. 62,27. 104,9. Mars 10,3. 12. Masovien (Mas), Herzog von: Zie- mowitz IV. 143,23. Mastricht 129,16. Mattsee (Kloster) 57,15. Maurkirchen, 77,28. Merseburg (Mörsbeck, Mosperg) 79,26. 100,16. Metz (Metis), Stadt, 64. 60,30. Bisch. Arnulf (Stammvater der — 194 — Karolinger) 49. 68,27. Sein Sohn Ansigisil (Angissus, Achi- lua) 49. Mondsee (Mänsee, Nansee, Kloster) 1,30. 53. 88,8. 90,38. Montecassino (Kloster) 87,24. 88. Moosburg 58,32. — 69,5. Mosbach 160,3. Mosel (Musel, Fluss) 8,21. Mühldorf 115,2 126. 127,2. München 118. 126,3. 128,6. 143,6. Münster s. Altomünster. Murher, Albrecht von, 159. Kahor (Nachor) 28,6. Neapel (Napel) 83,28. Neresheim 101,14. Neuburg a. D. (Neunburg) 140,6. 150,20. 151,3. Neuburg (Kloster) 109,19. Neumarkt i. Oberpfalz 160,3. Neuss 157,25. 158. Neustadt (Newenstat) in Oestr. 27,11. 31. 109,9. Niederaltaich (Nideraltach) 1,30. 53. 62,13. 97,14. 100,2. Niederpannonien s. Ungarn. Nimrod (Nimroth) 7. Ninive 7,27. Noah (Noe) 6. 7,7. 28. Norcoa, Norica s. Bayern. Norix s. Bayern, Herrscher von. Norixperg a. Nürnberg. Nonnannen 65,38. 66,21. 70,29. 71. 72,5. König Gottfried 69,29. 71,3. Nürnberg 33,27. 113,17. 118,11. 125,21. 149,26. 150,3. 152,28. 154,14. 156,19. — Norixperg 33,27. Burggrafschaft von 116,3. Burggraf Friedrich IV. vonHohen- zollern 114,20. 116,2. Burggraf Friedrich V. 125,21. Burggraf Friedrich VI. s. als Markgraf Friedrich I. unter Brandenburg. öetavian s. Rom, Kaiser Augustus. Ofen s. Altenofen. Oppenheim 134,24. Orleans, die Jungfrau von, 136, Orleans,Hzg. Ludwig von, 135.136,1. Orosius 28,13. 33,27. Osterhofen (Kloster) 97,22. Osterland = Oesterreich. Oesterreicb, Land (Markgrafschaft bezw. Herzogtum) und Volk, 5,35. 26. 27. 28. 29,16. 30,31. 31. 32,7. 58,22. 61. 62. 64,10. 67,14. 82,8. 97,3. 103. 104. 105. 109. 114,13. 115,25. 116,7. 126. 153,5. Oesterreichische Fürsten als Herzoge in Bayern 5,35. 52,27. 97,3. Sagenhafter Herrscher: Amnion 27,8. 31,17. Herzog Ernst 184. Herzog Friedrich den Schimon s. unter Deutschland, Kaiser. Markgraf, bezw. Herzog Heinrich s. unter Bayern, (Heinrich XL). Markgraf Leopold III. 109,21. Seinen Sohn Otto, Bisch, v. Freising, s. unter Freising. Markgraf Leopold IV., Heinrichs Bruder, s. unter Bayern. Herzog Leopold (V.) VI. 108,23. 109. Herzog Rudolf IV. 126. 127. Ostgothen s. Gothen. Oetting s. Altötting. Padua 22. Pähl (Fäll), Grafschaft, 93,4. Palestina 160,10. Pannonia s. unter Ungarn. Päpste s. unter Rom. Paris 135. 137. Parkstein (Parichstcin) 150,26. Parther, (Parti) die, 19,18. Pagsau, Stadt, 22,7. 38,14. 56,12 58,32. 59,20.. Kloster Niedernburg bei Passau 57,16. Bistum 56,12. 57,18. 59,20. 142,15. Bisch. Friedrich (Maurkircher) 147,6. Bisch. Georg (von Hohenlohe) 138,4, Bisch. Konrad I. 105,23. Pavia (Bafia, Pafla) 54,19. 81. 133,4. Paulus Diaconus 42,2. l'eleg (Vallech) 28,5. Persien 10. 37,5. König Cyrus 10,9. Pfaffenmünster (Kloster) 57,15. Pfalz 96,33. 111. 112,15. 118,16. 121,10. 147. 148,2. 152. 156. 157. 160,18. Pfalzgrafen bei Rhein 9,27. 49,18. 63,7. 86,3. 92,3. Adolf 113,20.121.124,15. SeineGe- mahlin Irmengard, Tochter des Grafen Ludwig VII. von Ottingen, (bei Ebran fälschlich eine sicilische Prinzessin), 121,19. 195 — Albrecht, Sohn Ottos I. von Mosbach, Bisch, von Strassburg s. unter Strassburg, Bisch. Christoph, König von Dänemark s. unter Dänemark. Kurfürst Friedrich I., 3. 4,17. 148,3. 151,28. 152. 154,7. 156. 157. 158. 160,18. 161,1. Friedrich, Sohn König Ruprechts, 134,20 147. Friedrich, der Hundsrüeker, Sohn Stephans von Simmern, 150,6. 160. Seine Söhne 160,16. Heinrich IV. 111,16. Johann der Oberpfälzer, 94,26. 134,26. 139,13. 147, LI. 148. 149. 150,25. 158,28. Seine Gemahlin Katharina, eine Tochter des Herzogs Wrafcislaw VII. von Pommern, 158,29. Seinen Sohn Christoph s. unter Dänemark. Johann, Sohn Ottos I. von Mosbach, Dompropst in Augsburg etc., 150,5. 160. Johann, Sohn Stephans von Simmern, s. unter Magdeburg, Erzbisch. Konrad 105,26. Kurfürst Ludwig III. 134,26. 147. 148,3. 156,13. Seine Gemahlin Mechtilde, Tochter des Grafen Amadeus von Savoyen, 156,14. Kurfürst Ludwig IV. 148,3.152,10. 150. Seine Gemahlin Margareta, Tochter des Herzogs Amadeus VIII. von Savoyen, 156,22. Ludwig von Zweibrücken-Vel- denz, der Sohn Stephans von Simmern, 150,0. 100. 161,4. Seine Söhne 101,4. Otto I. von Mosbach 134,26. 143,2. 147,12. 150,1. 159,34. Seine Gemahlin Johanna, Tochter Heinrichs XVI. von Landshut, 143,1. 159,35. Otto IL von Mosbach 150,4. 160. Kurfürst Philipp 152,10. 156. 16.1,9. Seine Gemahlin Margareta, eine Tochter Ludwigs des Reichen von Landshut, 153,18. 101,9. Rudolf I. 113. 110. 118,14. 121. Seine Gemahlin Mechthilde (irrig als englische Königstochter angeführt) 113,19. Rudolf IL 113,20. 121. 124,23. Seine Tochter Anna s. unter Deutschland, Kaiser (Karl IV.) Kurfürst Ruprecht L, der Kote 113,20. 121. Kurfürst Ruprecht IL, genannt Adolf, 121,20.121. 125,4. 132,20. König Ruprecht III. s. unter Deutschland, Kaiser. Ruprecht Pipan 134,20. 147. Ruprecht, Sohn des Kurfürston Ludwig III., s. unter Köln, Erzb. Ruprecht, Sohn Ottos I. von Mosbach, Administrator von Regensburg s. unter Regensburg, Bisch. Ruprecht, Sohn des Pfalzgrafen Stephan von Simmern, s. unter Strassburg, Bisch. Seifried (irrtümlich als Pfalzgraf benannt) s. unter Deutschland, Kaiser (Heinrich IL). Stephan von Simmern-Zweibrücken 134,26. 147,11. 150,6. 100,12. Seine Gemahlin Anna, Erbtochter des Grafen Friedrich III. von Veldenz, 100,13. Pharsalus (Vassa) 15,22. Piacenza (Placentz) 68,32. Po (Padus) 12,20. Poitiers (Pittanum, Pictavia) 22,6. 45,7. Polen, Land und Volk, 95,22.120,10. 143. 144. Herzog von (Glogau-Schlesion) Heinrich III. 120,13. König Jagello (Meschbot) Ladis- laus 111,19. 143. 114. Sein Bruder Swidrigiello (Sohwider- bal) 141,20. 143,16. König Ludwig I. 143,19. Polling (Kloster) 57,14. St. Polten 49,0. Pompejus der Grosse 14. 15. 16,19. — Sein Sohn Pompejus 15,12. 10. St. Pontianus 37,11. 38,9. Pressburg (Brespurg), „bungriseho Port", 27,13. 31. 32.3. 61,13. 02,12. 145,15. Preussen, 108,25. 141,18. 143,17. Jungingen, Ulrichvon, Hochmeister des deutschon Ordens, 141,23. Priamus 5,10. 11,8. 21,32. Prül, (Kloster) bei Regensburg 97,14. Prüm (Brumia, Kloster) 05,8. <^uedlinburg(Q,uitilingonburg179,30. St. Quirinus 37,9. 38. 49. Raab 61,13. Raitenbuch (Reitenpuech, Kloster) 100,8. — 196 — Raitenhaalach (Kloster) 141,4. Ranshofen (Kloster) 103,22. Ravenna 15,5. Rechberg, Wilhelm von 154,1. Regensburg (Stadt) 2,31. 4,2. 31,7. 34. 35,3. 43,22. 45.58,21. 68,31. 72,6. 73. 75,22. 77,1. 78. 85,24. 86,10. 90,20. 97,15. 104,9.106,4. 128,14. 149,25. R., genannt Tiberina, 18,24. 25,30. 60. — Genannt Ratispona, 25,31. 60,18. St. Emmeram (Heimeram, Kirche und Kloster) 46,31. 47,2. 72,8. 73. 75,23. 78. 86,11. St. Mang, Augustinerchorherrenstift, 2,30. 4,2. 35,28. 76,26. 78,26. Schottenkloster 60,23, 61,1. Weihsanktpeter 60,21. Bistum 46,32. 142,15. Bischof Hartwich IL 105,25. Ruprecht, Sohn Ottos L, des Mos- baehers, 150,4. 160. Bisch. St. Wolfgang 90,21. Regu (Reu) 28,5. Reichenhall 44,26. St. Remigius 24. Reu s. Regu. Reussenland (Reissen) 93,17. 120,10. Rhein (Strom) 8,20. 9,16.21,22. 22,1 (als Xantus bezeichnet). 23. 35,10. 55,21. 56,3. 59,24. 69,12. 70,5. 74,5. 80,26. 117,21. 152,7. 160,4. Ried 126,21. Rindsmaul, Albreeht von, 115,18. Ritterswerd s. Kottingwörth. Rolevinck, Werner, der Verfasser des „Fasciculus temporum," 13,28. Rom und Römer 1,16. 5. 6,1. 7,3. 9,20. 10. 11,3. 12,15. 13. 11. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 22,17. 23. 25. 26,9. 27. 31, 36. 37. 38. 41,13. 42,19. 46,12. 48. 50,27. 58. 59. 63,16. 64. 65,40. 66,23. 67,18. 68,9. 72. 75. 79. 81. 83. 84,3. 85. 86.7, 87,24. 98,25. 111,8. 117. 123,7. Jerusalemkirche 85,12. Peterskirche 27,12. 46,12. 84,3. Sagenhafte Herrscher (von Rom und Italien): Aeneas (Eneas) der alte 5,10. 11. 13,4.; der junge (Silvius) 11. 12,7. Des alten Gattin Lavinia 11. Agrippa 12,5. Alba 12, 1. Amulius 12. Aremulius 12,5. Asoanius 11.; dessen Mutter Kreusa 11,17. Aventinus 12,5. Capis 12,2. Carpenti 12,2. Egyptus 12,2. Faunus 13,5. Italus 13,5. Latinus 11. 12,1. 13,5. Numitor (Munitor) 12,11. — Seine Tochter Rhea Silvia 12,11. Picus 13,5. Procas 12,6. Remus 12,15. 13,6. 34,3. Romulus 12,15. 13,6. 34,3. Saturnus 10. 13,5. Tiberius 12. Turnus 11. Geschichtlicher König: Tarqui- nius Superbus 13. Sein Sohn 13. Kaiser: Augustus (Octavianus) 16. 17. 18. 19. 20. 21. 25,32. 34,10. 35,16. 36.14. Sein Vater Octavianus 21,4. Claudius II. 38,7. Decius 37,25. 38,1. Diocletian 38,15. Gordianus III. 37. Maximianus 37,1. 38,16. Philippus 36,16. 37. 38. Sein Sohn Philippus der jüngere 37. 38,2. Tiberius 18. 20,28. 21. 25,29. 34. Titas 30. Valentinianus I. 21,18. 22. Valentinian III. 39,10. Vespasianus 30. Päpste: Adrian s. Hadrian. Benedikt V. 81. Benedict VIII. 87,12. Bonifacius IX. 134,6. Clemens IT. 98,21. Clemens III. (Gegenpapst) 99,1. Formosus 72. Gregor I. 41. 42. Gregor II. 53,24. Gregor III. 50,17. Gregor V. 78,1. 80,29. 83. Gregor VII. 98,26. 99,2. Hadrian T. 54. 55,18. Hadrian II. 68. •Tnnocenz II. 101. .Tnnocenz IV. 112,2. .Innocenz VI. 4,37. Jnnocenz VIII. 109,22. Johann VIII. 69,9. Johann XII. 81,17. Johann XIII. 81. Johann XV. 83. Johann XVI. 83. — 197 — Johann XXII. 117. Leo III. 58,2G. 59. 62,25. Leo VIII. 81. Leo IX. 90,20. Martin V. 130,19. Nikolaus I. 67. 68. Nikolaus V. 59,29. Nikolaus V. (Gegenpap3t) 117. Pasealis I. 05,7. Sergius IT. 60,1. Silvester II. 84,30. 85. Sixtus IT. 37. Sixtus IV. 157,20. Stephan IT. 51,17. Zachariaa 48. 50,27. ßoneevalles (Kuntzifal) 00,9. St. Ruprecht 31,7. 39,5. 43. 44. 53. 57,3. S.icheen, Land und Volk, 24,4. 25,8 20. 58,30. 69,19. 78.37. 79,24. 80. 82,25. 91,10. 92,25. 95,18. 100. 102. 103. 107. Sächsische Fürsten in Bayern 5,35. 52,18. 90,23. 91,10. Herzoge von Sachsen 03,8. 78,21. 80,3. 124. 154,14. Herzog Bernhard von Anhalt 103,20. 107,23. Herzog Ernst I. 161,13. Seine Gemahlin Elisabeth, eine Tochter Herzog Albrechts III. von Bayern, 101,12. Herzog Heinrich den Stolzen s. unter Bayern, Herzoge. Herzog Heinrich den Löwen s. unter Bayern, Herzoge. Herzog Lothar s. unter Deutschland, Kaiser, etc. Herzog Otto (Vater König Heinrichs I.) 70. Herzog Werner (Bernhard) s. unter Scheyern, Grafen. Herzog Wilhelm III. 152,20. Säldenthal s. Seligenthai. Salach (Sali, Fluss) 44,13. galah (Salle) 28,4. Salzach (Fluss) 44,13. Salzburg (Helfenburg), Stadt, 36,13. 39. 44,8. 59,20. St. Feter daselbst 44,10. Kloster Nonnenberg (Nunnenberg) 44,21. Das Münster 53,8. Bistum bezw. Erzbistum 44,9. 53,7. 57,6. 59. 73,10. 87,15. 88,9. Erzb. Arn 59,18. Erzb. Eberhard I. 105,22. Erzb. Friedrich III. 114,10. Erzb. ürtolf 120,18. Erzb. Pilgrim IL 128. Bisch. Thiemo (Dieno) 100. Bisch. Virgilius 53. 57,29. Saracenon, die, 22,2. 67,37. 71,5. Sarut s. Serug. Schärding 27,15. 31,20. Scheyern — Burg, bezw. Kloster, Grafschaft, 2,34. 3,17. 73. 91,29. 92. 93. 94. 90,24. 108,2. 111,1. Grafen bezw. „Pfalzgrafen" von, 3,18. 52. 91,29. 92. 93. 94. 95. 96. 97. 107. 108. 110. Luitpold (Markgraf) 74. Arnulf s. unter Bayern, Herzöge. Sein Bruder Werner 52. 73,30. 74. 75. 76.29. 78. 79. 80. 92. 94,1. 108,7. Dessen Gemahlin Beatrix von Ungarn 75,6. — Werners Söhne: 1) Otto 91,27. 92; sein Sohn Seifried 91,20. 2) Eckhart 92. 93,1. — Eckharts Söhne: a) Arnold von Dachau 92,23. 93. — Arnolds Sohn Konrad, Herzog in Keyssen 93. — Konrads Söhne Konrad 93,19. 95,1; Arnold 93,20. 95,95. — Arnolds Sohn Otto IV. (V.), Pfalzgraf, der Erbauer von Indorsdorf, 95. — Dessen Sohn Otto VIT. (VIII.), der junge, der Mörder Kaiser Philipps, 95. 90. 111,27. b) Konrad 92,23. 93,3. c) Otto, Graf v. Scheyern, 92,23. 93. — Ottos Sohn Eckhart Puntschuch, 93. 94. 95,25. 90,23. 97. Sein Sohn Eckhart 90. — Dessen Sohn Wernhart 96,28. 97,1. — Dessen Söhne: Otto, der Grosse, Herzog in Bayern, 97,1. 103,17 (s. unter Bayern, Herzoge); Bernhard (Borner) 97,2. 103,18. 107; Friedrich 108,16; Konrad 108, 16; Otto, der Jüngere, 108,17. Schlehdorf (Kloster) 47,17. Schlesien (Slesi) 153,0. Schwaben, Land und Volk, 24,5. 25. 20. 55,7. 01,9. 69,20. 80,9. 95,18. 97,3. 101. 107,18. 114,8. 127,12. 137,35. 140,21. 152,33. Schwäbische Fürsten als Herzoge in Bayern 5,35. 52,27. 97,3. Herzog Friedrich IL 101. Schwarzburg, Graf von, 138,29. Schweppermann, Seifried von, 116. Scythia (Cithia,) 19,12. 21,17. Seeland 118,9. 122,1. 123,5. 129,0. 131,4. 145,25. 146. 198 - Seligenthai (Säldenthal) 111. 113,9. 120.18. 124,11. 153,16. Selz, (Salse, Kloster) 80,25. Sem 6. 28,3. Serug 28,6. St. Severinus 39,1. Siceambria s. Altenofen. Sicilien (Ceoilie) 101,5. Sigambrer (Sicembri, Siconbri, Franken) 21,17. 22. 23,20. Sigobald 45,24. St. Silvester 51,1. Sorakte (Sorapte, Sirapte) 50,29. Spanien (Hispani, Hisponi). 17,20. 19,11. 54,28. 60,8. 63,25. Speier 151,29. 152,2. 154,5. Spitz (Herrschaft) 62,14. Staffclsee (Kloster) 47,17. Staufen in Württemberg 98,20. Steiermark 27,5. 67,15. Steingaden (Kloster) 100,7. 102,6. Stockerau (Stockoraw) 27,1. Strassburg, Stadt, 9. Bistum 24,20. 53. 69,26. 87,15. Bisch. Albrecht, ein Sohn des Pfalzgrafen Otto I., des Mosbachers, 150,5. 160. Bisch. Ruprecht, ein Sohn des Pfalzgrafen Stephan von Simmern, 150,6. 160,14. 161,5. Straubing 123,4. 124,6. 129,12. 145,23. 155. Sulzbach, Grafen, von 82,6. St. Syrus (Sirinus) 56,18. Tännesberg in der Oberpfalz 159,27. Taragona 19,11. Tegernsee (Kloster) 1,30. 38,10. 49. Teilheim s. Andlau. Tharah (Thare) 296. Thüringen (Turgen) 22,31. 23,3. 69,9. St. Elisabeth, Landgräfin von, 86,23. Thüringer Wald 25,41. Thus s. Chus. Tiber (Teyfer, Fluss) 12,4. 38,7. Tiberina s. Regensburg. Tirol, Schloss, 126,8. Tirol, Grafschaft) 118,8. 122. 126. 127,4. Meinhard, Graf von, 122,9. Tongern Bischof von: St. Lamprocht 50,3 (fälschlich als Bischof von Trier bezeichnet). Toscana (Tuschcan) 83,16. Trausnitz im Thal 115,21. Trient, Bisehof von, 105,25. Trier, Stadt, 1,16. 5,3. 8. 9. 10,2. Trier (Triel), das grosse Haus zu, 9. 24,27. 41,6. 49. Erzbischof von, 63,5. 86,3. Erzbischof Balduin 113,25. 114.20. Erzb. Thictgaudus 66,27. 67. Troja, Stadt und Bevölkerung, 5,10. 10,31. 11,1. 12,17. 13,3. 21.22. 23 20. 34 2. König Franc'o 21,22. 22,9. Türken, Osmanen: Sultan Bajazet 147,15. Sultan Mohammed II. 59,27. Ungarn, Pannonia, Land und Volk, 17,24. 22,13. 31. 39,17. 44,4. 45,9. 61. 62,19. 74. 76. 78,31. 79. 80. 92. 94,5. 95,21. 98 107,34. 108,12. 110,11. 120. Oberpannonia3l,34.62,11. Nieder- pannonia 31,35. 62,12. König von, 75,6. König Bela IV. 113,7. 119,26. König Karl f. 114,14. König Otto III., Herzog von Niederbayern, 113,12. 119. 120. 123,20; seine Gemahlin Agnes (von Glogau-Schlesien) 120,13. König Sigmund s. unter Deutschland, Kaiser. König Stephan der Heilige 86,21; dessen Gattin Gisela 86,20. 90. Ladislaus, Woiwode von Siebenbürgen (,,Landsherr" von Ungarn), 120,5. St. Valentin 57,18. Vallech s. Peleg. Valley, Grafschaft, 93,4. Varus 17,28. 18. Varusgasse s. unter Augsburg. Vaudemont, Graf von, 147,22. Venedig 134,22. Verona (Pern) 38,3. 75,20. Vesta 12,12. Virgilius, der Dichter, 11. 22,5. Vohburg 93,12. Graf Diepold von, 105,27. Wachau (Landschaft) (52,15. Waiblingen 101,19. Walachei (Balachey) 120,10. Waldram, bayerischer Kloster- gründor, 47,8. Wallersee 44,11. Wasserburg, Grafen von, 110,11- Weiden in der Oberpf. 150,26. Weigl, Vicedom, 115,20. Weingarten (Kloster) 100,8. Weif (l'arteiruf) 101,18. 102,1. — 199 — Wolfen 9.1,6. 108,1.4. Weif I. s. unter Bayern, Herzoge. Weif II. s. unter Bayern, Herzoge. Weif VI. 100,10. 101. 102,5. VVeltenburg (Kloster) 57,15. Wenden (Winden), die, 30,17. 58,3. 07,21. 72,12. 86,25. 87,6. Wessobrunn (Wesselprun, Kloster) 57,14. Westphalen (Besfal) 77,20. 80,29. Wien 109,9. Windberg (Widimberg, Kloster) 53. Wittelsbach,Burg,92,7.93,12.95,4.96. Witteisbach, Grafschaft, 74,8. 95,28. Pfalzgraf Otto, von, s. unter Scheyern, Grafen von. Woamundus (Boamundua) s. unter Bayern, Herzoge von, sagenhafte. Wolfstein an derlsar 122,21. 139,7. Worms (Wurms) 9,17. 43,7. 72,26. 151,29. 154,5. Württemberg, Grafen von: 152,27. Graf Eberhard II. 128. 129,4. Sein Sohn Ulrich 129,3. Ulrich V. 143,3. Seine Gemahlin Elisabeth, eine Tochter Heinrichs des Reichen von Lands- hut, 143,2. Würzburg, Stadt, 102,10. Bist. 53. Bischof Burkhart 51,16. 53,28. 55,10. Bischof Gottfried IV. (von Limburg) 154,13. Xanten (Xantis) 22,3. Xantus (Fluss) s. Rhein. SJeisselmauer 38,19. Zenger (von Schneeberg) 149. Zürich 93,6. Berichtigungen. S. LH, Zeile 18 sind die Worte „an die Erzählung von der Verhandlung am Hofgerichte des Herzogs Johann von Neumarkt" xu streichen. S. LXXIV, Zeile 5 lies „Ungarn" statt „Polen". 5. LXXXI, Zeile 26 lies „des Buckligen" statt „des Bucklichen". S. 10, 41 lies „Treva" statt „Tavia". S. 21, 20 lies „franco" statt „Franco". S. 22, 1 ist das Komma nach „Aus" xu streichen. S. 31, 30 lies „als dann" statt „alsdann". S. 37, 4 lies „Gardianus" statt „Gardianuse". 8. 39, 1 ist das Marginalcilat „Vita Serverini" xur Vermeidung eines Missverständnisses xu streichen und von dort weg neben Zeile 38, 28 xu setzen. S. 56, 15 stünde das Fragezeichen nach „suffragani" vielleicht besser nach „verantworten" statt des Doppelpunktes. J. P. Himmer'sche Buchdruckerei, Augsburg. •2 & 2-a 08 .SP _o QD |8 © QJ QJ j3 CD a CO P. d % b£ ha -ä o o ' N l 9 03 p ei o CO CO a S ^ N od -a gc CD Sa ja o fl © Q 88 g ü CG c3 Du O 5; ,a N OQ d s J3 © Ph e. - a s bO-a o cd N C '---- O O ^j CD cu ~ """l <£ to ■so : Kf tß ■13 § ™ ^3 > p -^ C 1) -S o S^J Ü H O © £3 C G -= Es '5 2 3i >*-* o -: CD «C © ^^ i M Sg».s B £ a H e m £c »J3 c" o Oh +3 M cd Q fe -B m io jf-S-ü.; K 2 e o — pq-B S CK S —" s rn HH Cd o B g c5 CD tR nes, kai erlilien humb m gern Heinri dritte W) > -r, P a -H ,-4 faß H 1-4 B ^ T3 O '~ CD xa CD © ■H CD CO ra hß 0J T3 0 03 O 13 93 M O 1h 1j »i g « x CO '. 03 OS (D ja ta p ■+J o W b 33 *-• Ol OB p OQ TD N 'c3 b p CO CQ '3 bßW O BÖ P ! "Ä ü J3 ffl S^= S^ w ..9 S ja S 2' ß B co'iSr . CD cd , J3 M ö s O u c3 cd cd a a CD >A . - 9 B ja;» g O .3 •E a es - § rw '3 5P W| B CD (Stammtafel der bayerischen Herrschergeschlechter Bl. II) Geburtstafel von Otilone bis auff Heinricum liertzogen in Sachsen und Bairn. Ottilo, hertzog in Bairn. Carolus der 69 Gros, römisch kaiser. Carolo- mannus. Tassilo, Nainus, hertzog in hertzog in Bairen. Bairn. Ludwigd.erst Carolus, kinig Pipinns, diss namens, zu Franck- kinig in röm. kaiser. reich. Hispania. Günther. Theodo. Lotharius, Carolus, kaiser und der ander darnach ain diss namens, münich. röm. kaiser. Carolus, der dritt, römischer kaiser. Ludwig, der ander kaiser. Ludwig, kinig. Lotharius. Carolus. kinig. Ludwig, kinig. Cunrad, landgraf zu Hessen u. röm. kinig. Ludwig. Ludwig, hertzog in Bairen. Carolus. Caroloman- nus, kaiser Enebaldus, Ludwig Arnold us, Wernher, marggraf. der blind, hertzog in pfaltzgraf kinig. Bairn, der und graf zu böss. Schein). Bruno, von erst bischof zu Cöln und ist der erst, der sich schrib hertzog zu Westphalen, darnach ward er babst. Otto der ander, römischer kaiser. Fraw Adelhaidis, ain tochter Arnolden von Bairn, sagen etlich histori, sie sei ain muter gewesen kinig Heinrichs des ersten; so sprechen etlich. sie sei gewesen -ain gemahel kinig Heinrichs; so mainen etlich, das sie sei gewesen ain gemahel Otten des grossen, aber ich hab gesetzt die mittelmass, so lang bis ich komm auf ain warhait. Otto ward rö. kaiser, genant d erst u. gros. Heinrich ward hertzog in Bairn. Seifrid, pfaltzgraf. Heinrich, S. Kunigund, hertz.in Bairn, kaiser der genant Heinrichs wurd Hetzel. gemahel. Otto, pfaltzgraf. Eckhard, graf zu Scheurn. Cunrad ward hertzog in Beissen. Eckhart, graf zu Scheuren mit dem bundschuch. Arnold, Otto, Cunrad, graf zu graf zu graf zu Tachaw. Scheuren. Pol. Otto Heinrich, Bruno, Fraw Cunrad, Arnold Eckhart, der drit, röm. kaiser, bischofl" zu Geisel, ain von graf zu röm. kaiser. der hailig. Augspurg. kinigin. münich. Dachaw. Scheurn. kaiser Cunrad der ander besass das hertzogthumb Bairn nach des vorgedachten kaiser Heinrichs tod. Diss seind die forsten, die das Bair- land besessen haben von kaiser Heinrichen tod, des hailigen, bis auff kaiser Friderichen des ersten hersch- ung, das machet 126 jare. Heinrich, Hertzog in Saxen und Bairen. hertzog Heinrich, Stifter [von] Osterhofen. Hertzog Cuno. FrawAgnes, kaiserin, ward verlihen das hertzogthumb Bairn von irem gemahel, kaiser Heinrichen dem dritten. Otto, pfalzgraf und graf zu Wittelspach, erstach den römischen kinig Philipsen zu Bamberg, etlich sprechen, es habs sein son gethon, auch genant Otto. Welph, am geschlecht ain Schwab, ward verlihen das hertzogthumb Bairen von kaiser Heinrichen dem vierten. Heinrich, Welpho, hertzog in hertzog Bayren, der in hochfertig. Bairen. Bernhard, graff zu Scheuren. Leoboldus, margraf zu Oesterreich, dem ward verlihen das hertzogtumb Bairn von kinig Cunrad den dritten zu der zeit, als er den vorgedachten hertzog Heinrichen abruefft von Bairn. Heinrich, hertzog in Bairn und marggrave zu Oesterreich, ain bruder des vorgedachten Leobolden. Blatt III.*) in das hertzogthumb Bairn von kaiser en vertrib von baiden hertzogthumben lie stat Mayland erstöret het. der oben- n wirdig eloster s. Benedicten orden. I-] romb hertzog; er ist anfang und erbawer iahe!, fraw Ludamiila, ain geborne kinigin r ward erstochen von ainem onbesinten -•Ihaira. ] Pfaltz bei Rhein von kaiser Fnderichen ben kaiser Friderichen und seinem son )centii des fünften, der verkündigt ine in 1 und setzt übel zu übel, und an sanct eines gehen und ongewarneten tods und an n. Ludwig, (Ludwig n.) pfaltzgraf bei lihein,hertzo"; (Stammtafel der bayerischen Herrschergeschlechter, Blatt in.*) [Werner.] Etlich bairisch chronick und historien sagen, daä disem graven Wernher auch verlihen worden sei das hertzog- thumb Saxen von dem vorgedachten kaiser Friderichen dem ersten, von dem Wernher Ursprung genomen haben die fürsten von Sachsen des alten geschlechts, die kaiser Sigmund abrueft von dem hertzogthumb Saxen. [Otto L] Disem graten Otten von Scheuren ward verlihen das hertzogthumb Bairn von kaiser Friderichen dem ersten, als er hertzog Heinrichen vertrib von baiden hertzogthumben Sachsen und Bairn zu den zeiten, als der kaiser die stat Mayland erstöret het. der obengedacht Otto verkert die bürg Scheuren in ain wirdig closter s. Benedicten orden. [Ludwig I.] Diser hortzog Ludwig in Bairn ward genant der fromb hertzog; er ist anfang und erbawer gewesen der bürg und stat Landshut, und sein gemahei, fraw Ludamilla, ain geborne kinigin von Böhem, ist stiffterin des closters Seidenthal, er ward erstochen von ainem onbesinten menschen zu Kelhaim. [Otto IL] Disem hertzog Otten von Bairn ward veriihen die Pfaltz bei Ilhein von kaiser Friderichen dem andern, und aus lieb, die er het zu demselben kaiser Friderichen und seinem son kinig Cunraden, fuel er in ungnad des babsts Innocentii des fünften, der verkündigt ine in den bann, darumb ward er die pfafhait hassen und setzt übel zu übel, und an sanct Andrestag, als er gesund und frölich was, starb er eines gehen und ongewarneten tods und des in dem bann. Stephan (Stephan I.). Heinrich, (Heinrich XIII.) hertzog in nidern Bairen. Ludwig (Ludwig in.). Fraw Elisabeth, ain ge- mahel kinig Conrads zu Hierusalem. Otto, (Otto III.) kinig zu Hungaren. Ludwig der elter (f 1290). Ludwig der junger, röm. kaiser. (Ludwig IV.). Otto (Otto IV.). Heinrich Heinrich Otto (Heinrich XIV.). (Heinrich XV.). (Otto V.). Ludwig der Römer (Ludwig VI.) Wilhelm (Wilhelm I.). zu Holland (Albrecht I.). Stephan (Stephan II.). Johannes (Johann I). Johannes (Johann III.). Albrecht (Albrecht II.). Wilhelm (Wilhelm II.). Joannes (Johann II.). Friderich (LandahntenBls). Stephan (Stephan III.). Ludwig, margraf zu Brandenburg (Ludwig V,). Menhart, graf zu Tirol. Ludwig, (Ludwig II.) pfaltzgraf bei Rhein,hertzog in ob. Bairen. Rudolphus, pfaltzgraf. Adolph. Rudbertus (Ruprecht I.). Fraw Jacoba, Fraw kinigin gräfin zu Hol- zu Böhem land,Henegaw (Sophie), und Seeland. Wilhelm (Wilhelm III.). Adolf. Ernst. Heinrich der fridlich (Heinrich XVI.). Fraw kinigin zu Franckreich (Eli»abeth). RupertU3 Adolph (Huprecht II.). Rupertus, pfaltzgraf und römisch, kinig (Huprecht III.). Rudolph (Rndolf II.). Fraw kinigin zu Böhem (Anna, Gemahlin Kaiser Karls IV.). Albrecht Ludwig (IX.), der guetig der gros (Albreoht III.). hertzog in Bairn. Ludwig (Ludwig VII.). Ludwig Otto, Stephan, Johannes Ludwig Friderich Rudpert der bugglet. (der Mosbacher). (d. Zweibriickcr). (der Oberpfälzer). (Ludwig III.). (Ambergensis). (RuprechtPipan). Wolfgang. Christoff. Alb recht Sigismund. Joannes Georg. Joannes, Albrecht, Rupertus, Otto (Johann), (Ruprecht), (Albrecht IV.). (Johann IV.). (Domprost in Augsburg). bischof zu Strassburg. bischof von Regenspurg. (Otto IL) Bischof von Bischof von Maidenburg. Strassburg. Fridrich Ludwig Christoff der Rupertus, der guetig. der schwartz. milt, kinig zu bischof zu Denemark, Cölen. Schweden u. Nord wegen. Friderich Ludwig, der fraidig pfaltzgraf (Friedrich I.). (Ludwig IV.). Philippus, pfaltzgraf. »Anmerkung: Die bei den Namen stehenden in der Handschrift in rohen Umrissen gezeichneten Wappen wurden hier weggelassen. — Das in Klammern stehende ist von dem Bearbeiter der Chronik beige- ug . ei den unten von Friedrich dem Gütigen, von Ludwig von Veldenz und dem Kurfürsten Philipp ausgehenden Linien fehlen in der Handschrift die Namen.