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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
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In ähnlicher Weise äussern sich auch andere, die Ge-legenheit gehabt haben, sich mit Ebrans Chronik zu be-schäftigen, so Wegele, 1 Keller, 2 sowie Leidinger undJoetze, wo sie in ihren Studien über Arnpeck auf sie zusprechen kommen. Riezler weist in der unserem Chronistengewidmeten Stelle seiner bayerischen Geschichte auf dieGrenzen hin, die dem für seine historischen Studien nichtvorgebildeten Ritter gezogen waren, verkennt aber ebenfallsn icht die Bedeutung, die dem Werk Ebrans in der zeitgenöss-ischen Literatur zukommt, wenn dieser auchdurch ausführ-lichere Aufzeichnungen über selbsterlebte Geschichte" derNachweltein wertvolleres Vermächtnis hinterlassen hätte". 3

Wir schliessen uns dem Urteil Kluckhohns an, abermit der in den Worten Riezlers angedeuteten Einschränkung,u öd erblicken in Ebrans Chronik das Erzeugnis eines mit^rnst, Eifer, Überlegung und Verständnis zu Werke gehendenForschers, der, ein wissenschaftlicher Laie, sich keine Müher euen lässt, der Wahrheit auf den Grund zu sehen, daran aberhäufig mangels des dazu nötigen Rüstzeuges behindert ist.

In kultur- und literargeschichtlicher Beziehung kenn-zeichnet sich die Chronik als eines der hervorragenderen Sprach-denkmäler des XV. Jahrhunderts, als ein interessantes Dokumentjür die geschichtliche Auffassung eines am Wendepunkt zweierZeitalter in die Vergangenheit seines Herrscherhauses und"olkes zurückschauenden Mannes, der auf der Höhe desSesellschüftlichen Lebens seiner Zeit steht, als eine auch für^en Historiker der Gegenwart in manchen Funkten nochbeachtenswerte Erneuerung und Portführung des von Andreasv °n St. Mang unternommenen Versuches einer bayerischenj^irstengeschichte, als eines der letzten auf bayerischemB °deu entstandenen Geschichtswerke deralten Zeit" vor demsie greichen Durchbruch der humanistischen Geschichtschreibung.

' Gesch. d. d. Historiographie S. 155.3 L- c. S. 135 ff.: ' L. c. III S. 008 ff.