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der Druck bei Üfele als eine Mischung des Textes vonW und W. 1 Warum öfele sich auf den Abdruck deszweiten Teiles der Chronik beschränkte, 1 hat er in der Vorredehiezu selbst auseinandergesetzt, und wir werden in anderemZusammenhange darauf zu sprechen kommen.
4. Vergleich von H und W.
Vergleichen wir die beiden Münchener Hand-schriften miteinander zunächst in Bezug auf den Inhalt,so ergibt sich, dass sie sicli ursprünglich vollständig decken.Was in W mehr steht, ist von dem Korrektor nachgetragen,und zwar sind es nur zwei Stellen, 2 die er der noch zu be-schreibenden Handschrift J entnahm. In der Form dagegenunterscheiden sich diese zwei Handschriften sehr wesentlichv on einander. Der Schreiber von H schrieb seine Vorlagemit Verständnis ab und besass die grammatischen Kenntnisse,
Elisabeth und Ocfele nimmt dies in seinen Text auf (8. 310«) i ebensoheiast der Gemahl dieser Prinzessin in W fälschlich Loya (iJ 1. 91 ),Werdenstein und Oefole (S. 310") hat Carl .Auch kleine Um-gestaltungen, Auslassungen von Wörtern und dergleichen erlaubte sich0e feie, wo ihm der Text verdorben schien.
1 Ein schwerer Irrtum ist in Bezug auf diesen Druck A r et 1 n inmeinem literarischen Handbuch für die bainsche Geschichte «Li(München 1810) begegnet, wo es in der Aufzählung bayerischer Chroniken8- 148 heisst: „Cronick von dem (l) Fürsten ans Bayern, beschribenv °n Herrn Johan von Wilnberg (Wildenberg); so ist der litele 'nes in der Münchener Centralbibliothek befindlichen Manuskripts,(Pol. 86 Seiten). Dieses Werk ist auch zu Lands hu t durch N. Wurm!»<i lahre 1501 in 4, nebst einer grossen Stammtafel gedruckt worden. —Neue Ausgabe- Ex Cod. MS. Werdensteiniano Bibhoth. Bavancae eruitatque edidit A. Fr (!) Oefele. Ocfele benutzte eben das oben an-geführte Manuskript, kannte aber die gedruckte Ausgabe nicht undWeit daher das Werk für ungedruckt". Der hier Oefele gen «hteVorwurf ist gänzlich unbegründet, denn dos von A re tin angefuh UManuskript (unsere Handschrift W) und der Wurm sehe Druck and,R» schon ein flüchtiger Vergleich zeigt, etwas gänzlich verschiedenes.D 'e Behauptung Are tin s, die von andern nachgeschrieben wurde ist"« BO zu erklifren, dass sein Blick beim Aufschlagendes Wurm schenDl '«ckes zufällig 'auf einige Stellen gefallen .st die mit in alt lieh^sprechenden bei Ebran Ähnlichkeit haben. Der Druck, auf den1,1 neuerer Zeit von Kiezler wieder aufmerksam gemacht worden, ist"""von Leidineer in einem Neudruck veröffentlicht: Stamm dei^•graten bei Rhein und Herzoge in Bayern, 1501 in der Sumünog.-Holzschnitte des XV. und XVI. Jahrhunderts in getreuer Nachbildung,^'assburg 1901 " , ,
Qu ' Bl. l« (Berechnung der Zeit, während der die Grafen vonfeheyern von der Herrschaft über Bayern ferngehalten w »™n) umBl ; 18b (Etymologie des Namens Bayern); diese beiden Nachtrag,^igen, dass Werdenstein die Chronik Inder Weimarer Fassungkannte; doch muss er eine andere Handschrift als .1 vor sich gehabt Haben,'" «er die erstere Stelle nicht, wie «lies in J der Fall, ausgestrichen ist.