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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
Entstehung
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Heinrich waren anwesend, und des letzterenHausfrau"verteilteden dritten Dank". 1 Doch Hess sich Ebran durchseine Beziehungen zum Herzog so wenig wie andere seines-gleichen davon abhalten, diesem gegenüber, wenn es darauf an-kam, die landständischen Rechte mit Nachdruck auszuübenund zu verteidigen. So sehen wir Ebran im nächsten Jahre(1488) als Mitglied eines Bundes niederbayorischer Adeliger,der sich einer von Georg den Ständen vorgelegten Forderungeiner neuenunerhörten" Steuer widersetzte.-' Als äusseresBundeszeichen stifteten sie in der Martinskirche zu Landshutein Fenster, in das sie ihre Wappen setzten.

Als der Herzog am 19. September 1496 zu Friedrichs-burg in Hessen sein Testament machte, 3 das, für den Faller keine männlichen Erben mehr erhielte, seine TochterElisabeth als Erbin bestimmte, wurden als Testamentvoll-strecker mehrere Fürsten, Grafen, Herren sowie die Rentmeisterund Pfleger an den bedeutendsten Plätzen des Herzogtums auf-gestellt, unter letzteren unser Hans Ebran und sein BruderHeinrich, der zuerst Pfleger in Rain, dann in Schroben-hausen, zuletzt in dem wichtigen Ingolstadt war.

Die nächsten Jahre vergingen in der dumpfen Schwüle,die dem Ausbruche eines Gewitters vorauszugehen pflegt. Diekriegerischen Vorbereitungen, die der Herzog allenthalbentraf, erstreckten sich natürlich auch auf Burghausen undschufen Ebran noch in seinen letzten Tagen neue, schwereSorgen.

Den Tod des Herzogs Georg und den Beginn desKrieges erlebte er nicht mehr, sodass ihm die schwere Wahl,welcher der beiden Parteien er sich anschliessen solle, erspartblieb. Wann er aus dieser Welt schied, ist nicht bekannt,doch muss es zwischen dem März 1501 und dem Sommer 1503gewesen sein, da er laut einer Urkunde vom 22. März des

1Tournierregister" S. 81, 83; die den Dank verteilendeGemahlin des Heinrich Ebran war dessen dritte Frau Anna vonW eis spr lach.

2 Arnpeck bei Pez S. 421.

: ' Vollständig gedruckt bei K r c n n e r , Baverische Landtagsver-handlungen in den Jahren 1429 bis 1513 Bd. XIV S. 63 ff; derSchluss des Testamentes mit den Namen der Testamentsexekutorenin dem Specimen Diplomatarii Bojoarici bei Oefele II S. 269, woinfolge einer Kommaverschiebung Hans Ebran als Pfleger zu Kuf-stein (statt zu Burghausen) und Heinrich P2bran als Pfleger zuWasserburg (statt Ingolstadt) aufgeführt ist.