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Gegenden nur noch verderblicher um sich, und Christophwurde im Jahre 1487 von den mit dem neuen ErzbischofJohann unzufriedenen Domherrn selbst auf den Stuhl deshl. Eupert erhoben. 1 Die Folge davon war, dass er undseine Anhänger vom Papste mit dem Bannflüche belegt undaller Würden und Pfründen entsetzt wurden. Wie peinlichmüssen diese Dinge den mit Leib und Seele der Kircheergebenen Hans Ebran berührt haben!
Bei seinem Landesherren schadete ihm die Bannung seinesBruders nicht, denn Herzog Georg stellte sich aus verschiedenenGründen auf dessen Seite 2 und unterstützte ihn, solange erdies ohne die Gefahr, selbst in den Bann zu fallen, thuukonnte. Im Jahre 1491 starb Christoph, fast von allenseinen Anhängern verlassen, in der von Burghausen nichtallzu weit entfernten Stadt Mühldorf.
Um diese Zeit wurde Ebran zu den Ämtern, die erbis dahin schon inne hatte, auch das eines Pflegers zuBurghausen übertragen, wodurch sich der Kreis seinerWirksamkeit noch erweiterte. Sonst wissen wir von ihm nichtmehr viel zu berichten. Er scheint seine Tage in stillerThätigkeit hingebracht zu haben, deren Spuren sich fast ganz ver-wischten; doch finden wir seinen Namen öfter in Urkunden ihmbefreundeter Adelsfamilien, in denen er bald als Siegler, baldals „Thädigungsmann" bei Streitigkeiten genannt wird. 3
Seine Stellung brachte es mit sich, dass er bei manchenGelegenheiten, bei denen der Landshuter Hof nach aussenhervortrat, in der Umgebung seines Landesherren erschien, wiedies auch der Fall war bei dem Regensburger Turnierim Jahre 1487. 4 Er stand bei demselben unter den vornehmenEdelleuten, die bei Herzog Georg an der linken Seite desTurnierplatzes hielten. Auch seine Gemahlin und sein Bruder
1 Zauner, Chronik von Salzburg, Bd. ril (Salzburg 1796) 8. 161,202; Arnpeck bei Pez S. 419.
2 Christoph Ebran war am Mittwoch nach Jakobi (28. Juli)1479 zum Rate des Herzogs G e o r g ernannt worden. Neub. Kopial-buch nro. 79 S. 24^.
: ' So in den Nothaftschen Urkunden im ReichsarchivMünchen. — Eine Urkunde vom 24. Februar 1500, in der er und seinBruder Heinrich durch Schenkung einer Taferne und mehrerer Lehenin Helchenbach einen Jahrtag im Kloster Geisenfeld stifteten,ist aufgeführt von Trost, Gesch. des Marktes Geisenfeld im überb.Archiv Bd. XXXVII S. 126.
4 S. zu diesem Turnier Gemeiner, 1. c. III S. 751 ff; das„Regensburger Tournierregister von 1 187" bei Freyberg, Samml.histor. Schriften und Urk , Bd. III S. 71 ff.