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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
Entstehung
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erstgenannten Jahres noch einen Verkauf abschloss, 1 im August1503 die Regensburgischon Lehengüter, die er nochinnegehabt, auf seinen Bruder H einrich übergingen. 2 Ebenso-wenig wie sein Todesjahr ist uns seltsamerweise der Ort über-liefert, wo seine Gebeine ruhen.' 1

Ziemlich gleichzeitig mit ihm wurden die fürstlichenFrauen abgerufen, denen er solange seine treuen Dienste ge-widmet hatte: die Herzogin Hedwig starb am 18. Februar 1502zu Burghauson, 1 die Herzogin Amalio genau dreiviertel,]ahrspäter zuRochlitz in Sachsen/' und zwei Jahre darauf folgtedie noch in jungen Jahren stehende Pfalzgräfin Elisabethnach. Seine Gemahlin Barbara muss ganz kurz vor ihmoder nach ihm gestorben sein. ,;

Da Hans Ebr ans Ehe kinderlos gebliehen war, so fielenseine Güter, soweit er nicht darüber verfügt hatte, an seinenBruder Heinrich,' den Begründer der Linie Scherneck, dervon allen Söhnen Ulrich Ebrans allein noch am Leben war.Er hatte unter den Drangsalen des Landshute r Erbfol

krieges, bei dem er eine zweideutige Stellung einnahm, schwerzu leiden. Anfangs Juli (3. Juli) 1504 wurde die BurgWildenberg von dem in Diensten Herzog Albroch tsstehenden Thomas von Löffel holz erobert und ein SohnHeinrichs, der Freisinger Kanonikus Ulrich, gefangen ge-nommen. 8 Die Auslösung des Gefangenen und dos Schlossessowie die mancherlei Opfer, die der Krieg sonst noch vonHeinrich forderte, verursachten ihm empfindliche Eiubussenan Yermögen, die er nie mehr ersetzen konnte. Seine Söhne

1 Hans Ebran verkauft an diesem Tage seinem BruderHeinrich, Pfleger zu Ingolstadt, zwei Güten auf der r Jaferne zuWildenberg und auf der Pfarrkirche zu Lindkirchen. (Nothaft-sches Urkundenreg. Bcichsarchiv München.)

2 Keller 8. 1)9.

3 Wahrscheinlich wurde er in Pattendorf bestattet. Vgl.oben S. XVI Anm. 5.

4 Bei der Notiz von ihrem Tode sagt Staindl (.Oefolo 1S. 5-12 a ):Li berat a ex carcere, inaliumsaeculum transi vit".

5 Sie ist begraben im Dome zu Meisson, wollte also auch imTode nicht mehr auf die bayerische Erde, von der sie sich gleich nachdem Hinscheiden ihres Mannes abgewandt, zurückkehren.

,; Wir werden Hans Ebrans Tod in das Jahr 1502 setzendürfen; in diesem Jahre scheint auch Barbara gestorben zu sein, daum diese Zeit von einem ihrem Vetter Sigmund von Paulsdorfvermachten Legat die Rede ist. Primbs, 1. c. IM.

7 S. über ihn Hund, S. 67.

8 S. die Ephemerides Belli Palat. Boici bei Oefele IIS. 481 a und die im I. Bd. der Verhandlungen des bist. Ver. von Niederb,gedruckteGeschieht und Kriegshandlung" vom St. Georgstag 1504bis Weihnachten J 505, S. 48 ff.