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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
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III
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in

Dinge geriet. Als der dadurch hervorgerufene Zustand uner-träglich geworden war, wurdenTheidigungsverhandlungen"zwischen den Parteien eingeleitet, deren Ergebnis Ulrichnicht mehr erlebte. 1 Er starb am Lorenztage (10. Aug.) desJahres 1455 und wurde in dem Ebr an sehen Erbbegräbnissezu Rohr bestattet;-' ein ewiges Licht in der Kirche zuEbrans hausen bewahrte bis in die Gegenwart herein dasAndenken an ihn und seine zweite Gattin. 3

Unter den sechs Söhnen, die aus der zweiten EheUlrichs entsprossen, war Hans der älteste. Sein Heran-wachsen zum Jüngling und Mann fällt in die verhältnismässigruhige Periode der bayerischen- und Reichsgeschichte zwischen^Hussitenkriegen und den grossen Kriegen der Jahre1458 bis 14(52.

über seinen Bildungsgang wissen wir nichts, doch istnach allem anzunehmen, dass sich seine Schulkenntnisse von wissenschaftlichen wollen wir nicht reden über dasbescheidene Mass, mit dem sich damals die meisten seinerStandesgenossen zu begnügen pflegten, nicht hinausgingen.Gas Schwergewicht der Erziehung von seinesgleichen ruhte inder Anleitung zum Tummeln des Bosses, zur Führung derWaffen, zum fröhlichen Weidwerk und zu höfischer Sitte, undes ist anzunehmen, dass er, wie viele andere jungen Leutevonaltem, edlem Stammen", diese Schule an einem Fürsten-oder Herrenhofe durchmachte; vielleicht zu Landshut, Ervermählte sich, wann ist nicht bekannt, mit Barbara, einerTochter Wilhelm von Paulsdorfs zu der Küren, 4mit der er in glücklicher Ehe lebte."

' Gumppenbergsohe Fa milienge seh. S. 108.,.,'"' £ ein Epitaph in Mon. Boic., Bd. XVI, Tab. V nach S. 98 undbei Dalhammer, Tab. IV nach S. L34. -- Am Montag nach St.Urbanstag 1 155 (26. Mai) stiftete er eine ewige Messe, die in der Georgs-kapelle des Schlosses Wildenberg gelesen werden sollte. Mitgesiegelthaben von seinen Söhnen Hans und Heinrich. Die in dem Stiftungs-brief genamiteHausfrau" Ulrichs,die Gewolf in", ist seine ersteGattin, die Degenbergin (Gebwolf und Degenberg sindeinsGeschlechts"). Gedruckt ist die Urkunde bei Dalhammer S. 130 f. Eine archivalische Notiz über diese Messe dd. 8. Sept. 1873 von Dr.K-ar] Roth lindet sich in den Krinnerschen Papieren.

" Gumppenbergsche Farn i lien gesch. S. 102. Äusser-ten! war von Ulrichs Söhnen Hans, Heinrich, Sebastian undlobst im Karmeliterkloster zu A bensbe rgfiirihn ein ewiger .lahrtag (mitvigu und Seelamt) im Jahre 1458 gestiftet worden. Dalhammer S. 129.Hund S. I>(>; Priinbs, Gesch. und Genealogie der Pauls-u orl er in den Verhandlungen des bist. Vereins von Oberpfalz undKegensburg, Bd 40 (188G) S. 61.

6 Keller S. 96.

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