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Geschlechtern des Landes 1 zählte und den bayerischen Herzogenschon manch treuen Diener gestellt hatte.
Sie war in die Hauptlinien Lau terbach und Wiltlenberggespalten, welch letzterer unser Chronist angehörte. Sein Vaterwar Ulrich, jener Ulrich Ebran, der nach der ErzählungAventins bei der Aufdeckung der gegen Herzog Heinrichvon Landshut im Jahre 1410 gerichteten Verschwörung derLandsh uter Bürgerschaft eine Rolle spielte.'-' Dieser vermähltesich in erster Ehe mit einer von Degenberg, in zweiter Ehe,im Jahre 142G, mit Elisabet, der Tochter des Hans vonGumppenberg, der sich am Hofe Ludwigs des Bärtigengrossen Ansehens erfreute, das wichtige Marschallamt desHerzogtums erblich an seine Familie brachte und seinem Landes-herrn im Krieg und Frieden die wichtigsten Dienste leistete/'
Nachdem bereits im Jahre 1411 die Hofmark Pattendorfan die Ebran e gekommen war, 4 legte dieser Ulrich den Grundzu einer neuen wichtigen Erwerbung, indem er im Jahre 1447von seinem Schwager Konrad von Gumppenberg, derein schlechter Haushalter war, die Hälfte des SchlossesScherneck käuflich an sich brachte/' Doch konnte er seinesneuen Besitzes nicht recht froh werden, da er durch dieseninfolge der Händelsucht Konrad von Gumppenbergs inunaufhörliche Streitigkeiten wegen der für das Schloss aufzubring-enden Baukosten, der „Verwahrung" desselben und ähnlicher
' S. Einzinger, 1. c. S. 200. — Johann Holland von Eggen-felden, „Persevant und Ehrenhold" Ludwigs den Gehärteten, erwähntin seinem zu Ehren des bayerischen Tournieradels verfassten „Spruch"(bei Hund, Stammenbuch I, Einleitung, zuletzt - etwas abweichend —gedruckt in der Verli. des h. Ver. für Niederbayern, Bd. VII, 1860, S. 125)der Ebrane mit den Worten:
„Es kamen zu derselben Frist,Do man Tournierens pflegen ist,Geritten die frommen EbranVon Wildenberg."Bezüglich der „Stiftsfähigkeit" der Ebrane s. Dalhainmer, 1. c. S. 129.
- Aventin (Riezlers Ausgabe) III S. 487. — Hans Ebranschweigt in seiner Chronik ganz von diesen Landshuter Vorgängen,vielleicht, wie Kiezler (Geschichte Bayerns) III S. 205 Anm. 3 bemerkt,wegen des unerfreulichen Zusammenhangen seinei Familiengeschichtemit denselben.
: ' S. zu diesen zwei Ehen Ulrichs Hund S. 60; die Geschichteder Familie von Gumppenberg (München 1881) S. 102. Ueberdie Persönlichkeit des Hans von Gumppenberg ebenda S. 88 ff.
4 Siehe die Abhandlung über die Grafen von Abensberg in denVerhandlungen des Hist. Vereins für Nieder!)., Bd. XIV S. 120. — DerKaufbrief datiert vom 26. Mai 1411.
'Hund S. 66; die Gum ppenbergsche Fami liengesc h.S. 106; der „Gerichtsbrief" trägt das Datum des 4. Dez. 1447; die Kauf-summe betrug 1432 Gulden; die Wiedereinlösung war vorbehalten.