Druckschrift 
Revers Beeder Hoch-Fürstlichen Durchleuchtigk. Ernsten Markgraffen zu Brandenb. u. Wolffgang Wilhelm Pfaltz-Graffen bey Rhein de dato Düsseldorf d. 21. Juli 1609
Entstehung
Seite
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(59)legien, Alten Herkommen, Gewonheit, Recht und Gerechtigkeit, auchdurch dieselbe erhaltenen Käyserl. Decreten, Recripten und Endurthei-len, im geringsten nicht nachtheilig seyn: Erstlich, weilen es gegen dieErb-Verbündnisse de Anno 1496. sub num. 17. Zweytens / gegen bey-der Chur= und Fürsten außgehändigten Reversal de Anno 1609. sub n. 1.Drittens, gegen die mit Ihrer Hoch-Fürstl. Durchl. paciscirten con-ditionen de Anno 1668. als wobey Dieselbe so hoch und theur sincerirtund gnädigst angelobt, Dero Land-Ständen bey ihren Freyheiten, Pri-vilegien, Alten Herkommen, Gewonheiten, Recht und Gerechtigkei-ten, dem Vergleich de Anno 1649. und den Land-Tags-Abscheidenund Reversalen zu manuteniren, und darwider nichts thun noch gesche-hen zu lassen: Wozu dann Land-Stände auch passivè durch vorerwehn-te Erb-Verbündnusse de Anno 1496. verbunden seyn. Zu geschweigen,daß ohne dem keiner paciscendo & transigendo juri alicujus tertii absentis &inauditi etwas derogiren kan oder mag / und Land-Stände vielmehr sichsothanen Vergleichs zu erfrewen haben, und das jenig, was sie durch dieschwäre Controversias in puncto successionis Juliacensis von ihren Frey-heiten, Privilegien, Alten Herkommen, Gewonheiten, Recht und Ge-rechtigkeiten etwa verlohren, ihnen nunmehr jure postliminii restituirtwerden müsse / juxta claram literam instrumenti pacis, art. 3.Juxta hoc universalis & illimitatæ amnistiæ fundamentum universi &singuli sacri Romani Imperii Electores, Principes (compræhensa immedia-ta imperii nobilitate) eorumque Vasalli, Subditi, Cives & Incolae, quibusoccasione Bohemiæ Germaniæque motuum vel fœderum hinc inde con-tractorum ab una vel altera parte aliquid praejudicii aut damni quocunquemodo vel praetextu illatum est, tam quoad ditiones, bona feudalia, subfeu-dalia & allodialia, quam quoad dignitates, immunitates, jura & privilegiarestituti sunt.Auß welchem allem / weilen die gravamina, so Land-Stände außdiesem ersten Articul anerwachsen/ und der grosse Verlust ihres so wohdurch die Käyserl. Decreta, Rescripta, und Endurtheilen / als per viamcontractus, transactionis Reversalium, Pactorum, Conditionum, und son-sten durch die Land-Tags-Abschied acquirirt und erworbenen klarenRechten / Sonnenheiter am Tag ist / so wird ein jeder impassionirterleichtsamb erkennen können, daß Land-Ständen vorerst diesen pri-mum Articulum, worvon die übrigen gravamina haubtsächlich depen-diren, deß also genanten Haupt- und Neben-Recess, nicht annehmenkönnen.Weilen nun pro secundo, das gewöhnliche der Land-Ständen juramentum, welches alhie sub n. 13. beygehet, nichts unzulässiges, vel N. 13.quod possit esse contra bonos mores aut vergere in dispendium animae autpræjudicium tertii, in sich begreifft, sonderen ein jeder auff die Union,als worinnen die conservation der Land-Ständen Freyheiten / Privi-legien, Alten Herkommen, Gewonheit, Recht und Gerechtigkeit alleinbestehet, mittelst seines Eyds angewiesen wird, und dann Land-Ständsolches gewöhnliches juramentum so wohl unter Ihrer Hoch-Fürstl.Durchl. als Dero Herrn Vatteren Höchstseligster Gedächtnus, jederZeit / und zwar mit Dero gnädigsten Wissen / und ohne die geringstecontradiction bey den Land-Tagen und Land-Tags-Handlungen, un-verrückt abgelegt, so gar, daß die beyde Hertzoge Höchstseligster Ge-dächtnusse, Wilhelm von Gülich, und Johan von Cleve, selbst nicht al-lein bey Fürstlichen Ehren und Treuen, sonderen auch an rechter ge-schworner Eyd-Statt, unter anderen in der offt angezogener Erb-Ver-bünd-H2