Druckschrift 
Die Anlage eines Central-Bahnhofs und die Gestaltung des Eisenbahnnetzes in und um Düsseldorf nach Verstaatlichung der Eisenbahnen : mit Rücksicht auf den internationalen Verkehr und die Verbindung mit dem Rhein
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen
 

24

Die Rheiiiscliifffahrt.

Hier ist nicht der < >rt, um die grosse Frage der allgemeinenVerbesserung der Schiff&hrt dieses grossen and schönen Flusseszu besprechen, Ich will nur bemerken, dass nach meiner Ansichtdie Regulirung des Rheins durch * 1 i<, bei seiner Quelle befindlichenSeeen sein' erleichtert wird. Aber in Folge meiner Erfahrungen inBetreff der Regulirung der Flusse hege ich die Besorgniss, dassdie Art und Weise, in der eine grössere Tiefe fllr die Sohifffahrtbei kleinem Wasser bewerkstelligt wird, ein System, durch welchesdie Lage des Flusssands eines Fahrwassers geändert und derselbedurch die Gewalt des Stroms an <lie Hier gedrängt wird, nur aufKosten der Fähigkeit des Strombetts, Hochwasser aufzunehmen,erreicht wird. Das jetzt übliche Verfahren ist namentlich dann

prinzipiell verwerflich, wenn, wie es hier der Fall ist, ein FlussTreibeis führt, und aus den wärmeren südlichen Gegenden nach

den kälteren des Nordens fliesst Bei einem ungünstigen Zusammentreffen von Umständen können dadurch die schlimmsten Folgen

entstellen.

Aber an dieser Stelle uiuss ich mich mit meinen Erörterungenauf die Nähe von Düsseldorf beschränken, auf die Notwendigkeitund die geeignete Lage eines Hafens und einer Brücke über den Rhein.

Im Jahre 1H73, nach einem 18jährigen Aufenthalt hier, undhäufiger Beobachtung des Rheins, seiner Schifffahrt und des Treib-eises auf dem Rhein, machte! ich den Vorschlag, dass der Hafen ander Gohsheimer Insel angelegt werden soll. Nach weiterem 7jährigem

Studium dieser Sache nuiss ich an diesem Vorschlag festhalten, undempfehle desshalb das auf dem Plan Nr. 2 angegebene l'roject.Der Zustand des Damms dem Rheinufer entlang, die ge-ringen der Schifffahrt gebotenen Verladungs-Bcqucinlichkeiten, dieSchiffbrücke, welche soviel Störung für die Schilffahrt und Anlasazu Unfällen gibt und die Anhäufung von Sandbänken am westliehen Fnde der Brücke verursacht, sind ganz primitive Einrich-tungen. Es nimmt desshalb alle unparteiischen Sachverständigennicht Wunder, dass der Schitffahrtsverkchr in Düsseldorf ein immerschwächerer wird, obwohl diese Stallt als Verschitl'ungsort so sehrgeeignet ist, nicht nur wegen der in der Nähe liegenden Fabriken,sondern auch wegen der grossen Industriebezirke in Elberfeld,