— 23 —Ich zweifle nicht daran, dass ein ruhiges und sorgfaltiges
Studium der Pläne Nr. 1 und Nr. 2 jeden praktischen Fachmannüberzeugen wird, daas bei dem gegenwärtigen Verkehr, vor Allemaber bei Betrachtung der künftigen Zunahme des Verkehrt unter einemvereinfachten, und deshalb billigeren Betrieb, der Herstellung eineszweckmässigen Oentralbahnhofs in jeder Beziehung die grünte Bc-achtung geschenkt werden mUBS. Derselbe soll eine gehörige Längein der Mitte des Terrains haben, welches zwischen dem Wehrhahnund der Ueberf'ührung bei der Buscher Mühle liegt, und zwar so,das» die erforderliche gerade Linie für die Bahn vom Bahnhof ausan diese beiden Stellen hergestellt werden kann. Von denselbenaus biegen dann die Geleise nach den verschiedenen Richtungenab, zwei davon in scharfen Curven. Der Bahnhof muss mit Perronsfür die Ankunft und Abfahrt im Niveau des Fussbodens derBisenbahnwaggons versehen sein, damit die Passagiere bequem,schnell und gefahrlos ein- und aussteigen können. Der Stationsraummuss selbstredend überdacht, und nach meiner Ansicht mit zweck-mässigen Anbauten an der Westseite und später, wenn nöthig, auchan der anderen Seite versehen werden. Auf beiden Seiten sind imStrasson-Niveau breite Zufuhren für Fuhrwerke aller Art und fürdie Tramways anzubringen, und zwar mit gedeckten Räumen fürdie Fuhrwerke.
Ich wiederhole, dass, wie schon oben bemerkt, im Gegensatzzu vielen anderen Hahnhöfen, bei deren Anlage nicht genügendTerrain vorhanden war, und welche jetzt von anderen Gebäudeneingeengt sind, so dass eine Erweiterung beinahe unmöglich ist,hier das Terrain für den zukünftigen Centralbahnhof glücklicherWeise noch nach keiner Richtung hin bebaut ist, welche den allge-meinen Plan irgend beeinflussen könnte. Auch ist noch genügendRaum für durchgehende Geleise und etwa erforderliche Güter- undKohlen-Stationen da. Es steht desshalb dem Entwurf eines mögliehst zweckmässigen Plans für einen Centralbahnhof nichts imWoge, der nicht nur dem allgemeinen Verkehr, sowie den An-sprüchen der Militärbehörden, sondern auch den künftigen An-forderungen Düsseldorfs, dieses grossen Knotenpunktes der dreigrossen Hauptlinien der Provinzen, vollständig genügen würde.