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Ein Büchlein von der Liebe : nebst dem Schwanengesange des Verstorbenen und zwey Zugaben
Entstehung
Seite
263
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Von der Liebe.

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weil uns vor den Dornen grauet, und es grauetuns vor ihnen, weil es uns am lebendigen Glau*den fehlt; wir solten daher immer mit den Ap>?

steln beten:HErr, starke uns den Glauben!"

Denn ohne Leiden gelangen wir nicht zur Selig-keit ! Paulus und Barnabas gingen umher/

,,stärkten die Seelen der Jünger und ermahntensie, daß sie im Glauben blieben", und erin-, nerten sie,daß wir durch viele Drangsale müftsen in das Reich Gottes eingehen." In seinemBriefe an die Römer lehret uns Paulus, daßLeiden eine Bedingung der Seligkeit sey.Sindwir nun", sagt er,Kinder, so sind wir auchErben, nemlich Gottes Erben und MiterbenChristi, so wir anders mit Ihm leiden/

auf daß wir auch verherrlichet werden mit Ihm." vm»

41. Je mehr der feigen, durch die Sündegeschwächten Natur, vor dieser Lehre grauenmag, desto mehr bedürfen wir daß sie uns ein»gcschärfet werde. Wir müssen unserm eignenWillen absterben, denn nur durch ihn wurdenwir Feinde Gottes. Unser ganzes Verderbenliegt nur in ihm. Nur durch den Willen sindwir was wir sind. Er ist die Hauptkraft imMenschen und im Engel. Durch den gutenWillen sind die guten Engel selig und heilig;