Von der Liebe.
261
Bewußtseyn dieser Schwäche, weil Christus zuihm sagt: „Laß dir an Meiner Gnade genügen,„denn Meine Kraft ist in der Schwache am voll-kommensten ; darum rühmet er sich am liebsten„seiner Schwachen, auf daß die Kraft Christi in„ihm wohnen möge."
zg. Wenige gelangen hienieden zu der Se-ligkeit dieser lautern Liebe, deren Wille vollkom-men vereint mit dem Willen Gottes, nichts willals was Er will, alles will was Er will, undweil Er eS will, deren höchstes Ziel, für welchessie erglühet, nicht der Himmel sondern GottSelbst ist! Die da mit dem königlichen Sängerrufet:
„Was Hab' ich im Himmel?
„Was Hab' ich auf Erden als nur Dich?
„Ob mir Leib und Seele verschmachten, sobleibt
„Meines Herzens Trost und mein Erbtheil doch
„In Ewigkeit Gott!"
2,Kcr.XII,g>
Ps, LXXll24, 25.
zg. Gleichwohl sind wir alle zu dieser lau-lern Liebe berufen, denn in ihr bestehet die Voll-kommenheit, und der Sohn Gottes rufet unsallen zu: „Ihr sollt vollkommen seyn, gleichwie„euer Vater in den Himmeln vollkommen ist."Ma»h.v.4s.
Xi
I