Von der Liebe.
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Wunsche Ihm ähnlich und immer ähnlicher zuwerden, wird je mehr und mehr, in dem wel-cher dieser heiligen Uebung obliegt, sich zu einemvollständigen Ideale ründen, durch welches dieeinzelnen Züge des Gottmenschen sich zum leben-athmenden Gemählde gestalten, welches daö In-nerste dcS Herzens bewahret und heiliget, undihm Rath und Licht gewährt, wenn er in vor-kommenden Fallen sich fragt: Wie würde deinHeiland in diesem Falle geurthcilt, geredet, ge-handelt haben? Wer nicht mit leitendem Wun-sche daß die Antwort seiner natürlichen Neigungschmeicheln möge, dieses Orakel — man ver-zeihe mir den Ausdruck — befragt, der wirdRath und Licht erhalten. Eifrig im Dienste Got-tes , wird er nie vergessen, daß Uebung derNächstenliebe Gott der wohlgefälligste Dienst sey;aber er wird auch bewahrt bleiben vor weichli-cher Menschengefälligkeit, die von der achtenMenschenliebe oft eben so , ja weiter entfernt ist,als mürrische Strenge. Derselbige Apostel derda sagt, daß er „sich allen gefällig mache, daß„er nicht suche seinen Nutzen, sondern den Nu-„tzen vieler, daß sie gerettet werden", der sagt-Kor.x.zz.anderswo: „Strebe ich nun nach der Gunst der„Menschen, oder nach dem Deyfall GotteS?
„Oder suche ich den Menschen mich gefällig zu
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