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Von der Liebe.
19. Jede Seele die sich Gott zu heiligen vonganzem Herzen wünschet, und sich Ihm in De-mut darstellet, wird gewiß von Ihm heimgesucht,aber nicht immer auf fühlbare Weise.
20. Gottselige Lehrer, welche mit den We-gen Gottes bekannt waren oder bekannt sind,stimmten und stimmen alle darin überein , daßmanche Seelen mit dem labenden Gefühl derGnade oft und reichlich erquickt werden, undandre nicht. Manchmal werden solche die nochschwach im Glauben und in der Liebe sind, un-aussprechlich erfreuet, da hingegen andre, wel-che schon stark sind im Guten, gleichsam in derDürre gelassen werden. Die noch zarte Pflanzebedarf der wassernden Hand, indeß eine andre,die schon tiefe Wurzeln schlug, desto mehr erstar-ket, wenn sie durchwittert wird vom scharfenOstwind und von des Mittags sengendem Strahl.Der Schwache wird erfrischt mit Labsal; derStarke wird geprüft mit Leiden der Seele, aufdaß er bewähret durch Trübsal desto vollkomm-ner werde. Jedem gibt Gott nach seinen Be-dürfnissen, und zu Seiner Zeit.
21. Unser Heiland stellet«: Sich als wolte Erdurch den Flecken Emmaus durchgehen, auf daß