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Ein Büchlein von der Liebe : nebst dem Schwanengesange des Verstorbenen und zwey Zugaben
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183
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Von der Liebe.

lende Spinnengewcbe unsrer Eigenliebe berühren,sogleich, mit reuigem Gefühl derselben, für denNächsten beteten. So wie alle näheren Verhält«nisse, in welchen wir mit andern stehen, unsAnlaß zu noch mehr Uebung der Liebe gegen sie,als gegen solche mit denen wir weniger Berüh-rungspunkte haben, geben sollen, so müssen wirauch sowohl die erlitnen als die gegebnen Belei-digungen als solche Anlässe betrachten, diese mitinniger Reue und Demut, jene mit herzlicherVerzeihung, und mit dem demütigem Gefühl,daß wir weit mehr als die Kränkung die unsschmerzt, verdienet haben; und daß es ja jcham-lose Eigenliebe eines stolzen und bösen Herzenswäre, wenn wir, die wirdie Langmut unsersHErrn als unser Heil achten sollen", nichtNachsicht mit unserm Bruder hätten, der mituns zu gleichem Heile berufen ward. Würdenwir nicht das furchtbare Gericht fürchten müssen,welches den unbarmherzigen Knecht traf, der sei-nen Mitknccht einer geringen Schuld wegenängstigte und ihn in den Kerker werfen ließ,nachdem ihr gemeinschaftlicher Herr ihm eine un-geheure Schuld erlassen hatte?Also wird euchMein himmlischer Vater auch thun", sagt un-ser Heiland, nach Erzählung dieses Gleichnisses,

s.Pet.III,

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