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Ein Büchlein von der Liebe : nebst dem Schwanengesange des Verstorbenen und zwey Zugaben
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184
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184 Von der Liebe.

„wenn ihr nicht vergebet von Herzen ein jegli-xviiiA-Z6/,cher seinem Bruder seine Fehle."

77. Aber sowohl in unfciedlichen als in an-dern Verhältnissen, können wir manchmal un-fern Nächsten nicht ansprechen, weil wir ihn injenem Falle mehr erbittern, in diesem ihn belä-stigen würden. Nichts aber darf uns hindernihn zu lieben! Nichts kann uns hindern für ihnzu beten! Eine gottselige Mutter gab einergleichgesinnten Tochter, die einen Weltling zumManne hatte, diesen Rath r „Meine Tochter,„sprich mit deinem Manne manchmal von Gott,„aber öfter mit Gott von deinem Manne!"Menschen die in falscher Sicherheit dahin leben,so gern ihre Busse aufschiebcn, verschließen derernsten Erinnerung das Ohr, wie ein böserSchuldner sein Zimmer, aber das Ohr Gottesneiget sich immer zur frommen Bitte.

7g. Unsre Fürbitte ist nie vergeblich, wennauch ihre Frucht an demjenigen für welchen wirbitten vereitlet wird. So wie der Friede dendie Jünger Jesu einem Hause wünschten in wel-ches sie hincintraten, auf Kindern des Friedensberuhen, wofern aber solche nicht im Hause wa-cuk.x, z,6. pen, sich wieder zu ihnen wenden solte, so der-