Von der Liebe.
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bares Leben führen, die äussern Pflichten desChristenthums erfüllen, auch dem Gottesdienstebeywohnen, und Theil nehmen am Mahle derLiebe, in welchem Er Sich Selbst den Seini-gen hingibt; solche sicht man Groll hege» gegenihren Nächsten. Lasen diese Selbstbetrognen dennnie, hörten sie nie, wasder Sohn Gottes sagte:
„Wenn du deine Gabe auf den Altar opferst,
„und wirst allda eingedenk, daß dein Bruder„etwas wider dich habe; so laß allda vor dem„Altar deine Gabe, und gehe zuvor hin, und„versöhne dich mit deinem Bruder; und alsdann„geh und opfere deine Gabe." Sonach ist es,nach Seiner Lehre, nicht genug, daß wir selbstim Herzen keinen Groll gegen den Nächsten he-gen, wir sollen auch, in so fern es von uns ab-hängt, nicht zulassen, daß unser Nächster etwaswider uns habe, sondern aus Liebe zu ihm dieEmpfindung aus seinem Herzen auszureuten su-chen, die ihn, so lang er sie hegt, von Gottentfernt. Wie empfahl Er die Liebe zu den Fein-den! Wie übte Er sie! Hören wir Ihn! „Er„hat Worte des ewigen Lebens!" „Liebet eure 2°h.vt,6s.„Feinde; segnet die euch fluchen; thut wohl de- x
„nen die euch hassen; betet für die so euch belei-digen und verfolgen. Auf daß ihr Kinder seyd„eures Vaters, Der in den Himmeln ist, denn
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