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Von der Liebe.
nachstellt. Gleich einer glatten Schlange die sichzwischen Blumen windet, schleichet die Täuschungihnen nach, in angenehmen Gefühlen und sanf-ten Rührungen, die im Garten der Phantasieihr Spiel haben, auch wohl ans Herz gehen,nicht aber ins Innere dringen, nicht auf denWillen wirken, daher sich bald wieder verflüch-tigen.
6. Die Religion, welche uns wunderbargroße und wunderbar schöne Ideen von Gott,von unsrer Natur, von dem Verhältnisse zwi-schen Gott und uns, von der unendlichen LiebeGottes, von unsrer hohen und ewigen Bestim-mung gibt, und uns göttliche Schriften einhän-diger, welche uns von diesen hehren und uns sowichtigen Gegenständen, mit kindlicher Einfaltund übermenschlicher Hoheit Kunde geben, undderen ganzer Inhalt sich auf die früh angedeu-tete, immer in Heller und Heller werdenden Ver-heissungen angekündigte Zukunft und endlich er-folgte Erscheinung des Einen beziehet, Der,Gott und Mensch, den Himmel und die ErdeMit einander verbindet, und das Wort desohne Ihn unauflöslichen Räthsels unsers Da-seyns ist; Dessen Erscheinung, Geburt, Lehre,Wandel auf Erden, Hingebung in den Tod für