Von der Liebe.
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Kraft, auf glanzende Gaben und auf Begün-stigung äusserer Umstande stüzt, sich auch zumMittelpunct des Strebens seiner Nebengeschöpfezu machen erkühnen will. Solche wollen nichtallein sich nur um ihre Achse bewegen, sondernauch die andern sollen um sie kreisen. Daherdie Herrschsucht von allen Leidenschaften die ver-derblichste, welche auch mchrentheils andre Lüstemit gewaltigem Umschwünge belebt, weil siealles allein haben will.
10. An solchen, nichts mehr scheuenden,schamlosen Ungeheuern, sehen wir das mensch-liche Verderben in seiner graunvollcn Blosse.
11. Ohne Liebe zu Gott ist keine wahreLiebe. Lassen wir uns anziehen von Ihm, „er-„geußt die Liebe zu Gott sich in unsre Herzen,
„durch den Heiligen Geist , Der uns gegeben Nöm. v, §-„ward", so wird unser ganzes Wesen von Liebsdurchdrungen. Dann „lieben wir Gott unfern„HErrn, von ganzem Herzen, von ganzer See-
/,le, von ganzem Gemüt und aus ganzem Ver-
- . . ^ Mark. XII,
„mögen, und unfern Nächsten wie uns selbst." s<>,s--Gott mehr als unfern Nächsten und als uns selbst.
12. Ist unser Ich unser Abgott — und