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nicht ausdnickcn, und da sie alle regelmäßig abwechseln und unter einander verbunden sind, so erhält man solcher Gestaltnicht nur eine ganz vollkommene und genaue Darstellung der geätzten Fläche, sondern auch ein treues Bild des natürli-chen Gefüges der Masse, wie sich dasselbe durch die Aetzung ausspricht (i).
Die neunte Tafel zeigt nun einen solchen unmittelbaren Abdruck von einer großen, auf den gehörigen Grad geüb-ten Fläche an der Eisenmasse von Elbogen, die ich ihres autographischen Vorzuges wegen, und da sie das zusam-men gesetzteste Gefüge zeigt, nach welchem sich jenes der übrigen Massen am besten vergleichend beschreiben läßt, als Norm
(i) Obgleich die Möglichkeit des Vorkommens von wahrhaft meteorischem Gcdiegeneisen ohne solchem Gefüge nicht geradezu in Ab-rede gestellt werden kann, zumahl wenn dasselbe — was jedoch nicht wahrscheinlich ist — von einer bloßen Zustands-Modift-cation des reinen Metalles, und bloß von einer regelmäßigen mechanischen Lagerung und Fügung der Grundtheilchen, nichtaber von einer besondern und eigenthümlichen, chemischen oder mechanischen Verbindung mit andern Stoffen, einem eigenenMischungs- und regelmäßigen Mengungs- und Absondcrungsverhältniffe äbhangen sollte; so ist doch merkwürdig, daß dasselbenoch bey allen Gediegcneisen-Maffen gefunden wurde, deren meteorischer Ursprung, wenn gleich nicht — so wie von der Agra-mer — factisch erwiesen, aber doch der vollkommensten Ähnlichkeit wegen mit dieser und nach allen physischen und chemischenCriterien unbezweifelbar ist, und selbst bey den kleinen, mechanisch eingemcngten Massen von Gediegeneisen in Meteor-Stei-nen — in so ferne dieselben nur Größe genug hatten, um darauf ohne Veränderung ihrer Struktur (durch allzustarke Flet-schung z. B.) untersucht werden zu können — dagegen keine Spur davon bey solchen, die jenen Forderungen, eine ähnlicheHerkunft zu bewähren, nicht vollkommen entsprechen, und die auch nur in so ferne noch ihres Ursprunges wegen mehr oder-weniger für problematisch angesehen werden, als sie zum Theil an Orten gefunden worden sind, wo man keinen Grund hatnatürliche Eisenlager in der Nähe, oder die frühere Existenz von Eisenhütten zu vcrmuthen, und es sich zur Zeit nicht wohlbegreifen läßt, wie sie dahin gekommen, oder durch welchen irdischen Prozeß sie dort gebildet worden seyn konnten: wie jeneMassen von Aachen, Mailand, Cilly, Kamsdorf, Florac u. m. a., die übrigens aber auch des als eigenthümlich und charak-teristisch (obgleich wohl nicht minver gewiss»» Restriktionen) für jene» Ursprung angesehenen Gehaltes an Nickel erman-geln, und daher um so billiger bezweifelt werden. Indes; waren wir, trotz wiederhohlten Versuchen, doch auch nicht imStande, eine Spur jenes Gefüges an den uns zu Gebothe stehenden Stücken vom Cap'schcn und dem Peruanischen Eisenzum Vorschein zu bringen, obgleich dieselben aus ganz verläßlichen Händen erhalten worden sind — so daß über deren Echt-heit hinsichtlich ihrer Herstammung kein Zweifel Statt finden kann — und da doch über deren unbezweifelbar meteorischen Ur-sprung — für welchen selbst das andere als entscheidend betrachtete Criterium, nähmlich der Gehalt an Nickel, und zwar ineinem ganz ähnlichen quantitativen Verhältnisse, und die meisten übrigen physischen und chemischen Eigenschaften, Bürgschaftzu leisten scheinen — vorlängst abgesprochen ist. Es fragt sich demnach noch, ob das Erscheinen dieses Gefüges als ein unbe-dingtes und beständiges Merkmahl des meteorischen Gediegeneisens zu betrachten sey; und beynahe eben so sehr steht es inFrage, ob es demselben, wenigstens streng genommen, ausschließend zukomme. Denn einerseits läßt sich die Möglichkeit ei-ner ähnlichen Zustands-Modifikation und einer gleichen Tendenz zur Krystallisation, so wie eines ähnlichen Mischlings- undMengungsverhältnisses mit ähnlichen Stoffe» (mit Schwefel zu Eisen- und Mas-'^kies; mit Kohle zu Stahl und Graphit;mit Silicium, Magnesium, und vielleicht selbst mit Nickel), je »»choem oreses oder jenes als nächste Ursache jener Erschei-nung zum Grunde läge, bey terrestrischem und künstlich --»zeugrem regulinischen Eisen nicht läugnen, im Gegentheile beweisenerstcres deurliche Axzcigc» -in»-; „nd zwar g»»z ähnlichen krystallinischen Gefüges, im Bruche mancher Roheisen-Stücke, letz-teres (nur wie es scheint, mit Ausnahme des Nickels zur Zeit noch) die Resultate mehrerer Analysen verschiedener Arten vonRoh - und Frischeisen-Massen (man sehe was hierüber Herr Professor Hausmann in dem gehaltreichen Aufsätze — 8z»e-cimen Li'^stslloZrsxkriae metallui-Aicao — vorgelesen i»> May 1818 in der königl. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göt-tingen, und abgedruckt in den neuern Schriften derselben, Bd. 4, 1820, in beyden Beziehungen vorgebracht hat), anderer-seits zeigt beynahe jedes künstliche Rohheisen (so wie nahmentlich auch das Cillier, des Fundortes wegen für problematisch an-gesehene, metallische Eisen) eine, obgleich nur entfernt ähnliche, und keineswegs so regelmäßige Figurirung, und zwar stetsund in mannigfaltig abweichenden Modifikationen, die sich auch nur schwach, bloß oberflächlich und gewöhnlich sowohl nach demSchliffe als nach der feinen Politur, durch Aetzung aber (unfern Erfahrungen nach) keincsweges vollkommener und en ims-i-eliek (wie auch Daniell's Versuche lehren — mit deren Resultaten man übrigens die unsrer Aetzungsversuche mit deinMeteor - Eisen verwechselt zu haben scheint — wohin wohl auch das, durch eine ähnliche Procedur bewirkte und auf gleichemPrincipe beruhende, Moiriren dcS verzinnten Bleches zu zählen seyn dürfte) ausspricht: inzwischen hat doch Gillet de Lau-mont, seiner Versicherung nach, an einem Stücke durch Kunst geschmolzenen, reinen, regulinischen Eisen, von besondersdeutlich blätterigem Gefüge (en Kranck lumes), tiefe, glänzende Streifen (cke8 sti-ies xrokonä68), die sich sogar ebenso (?) und zwar unter gleichen Winkeln, wie am Elbogner Eisen, durchkreuzten, durch Aetzung erhalten.
Nichts desto weniger dürfte denn doch das Erscheinen jenes Gefüges von der Art und Beschaffenheit, wie es sich am Agra-mer Eisen, als Prototyp, und diesem ganz ähnlich, und »nt nur sehr unbedeutenden Abweichungen bey der Böhmischen, Kar-pathischen und Mexikanischen derben Eisenmasse zeigt, für daS Meteor-Eisen charakteristisch, und demselben ausschließlich ei-genthümlich seyn, so wie dasselbe auf ein MischungS- und Mcngungsverhältniß, auf eine Vereinigung und Absonderung vonBestand- und Gemengtheilen nach einem bestimmten Affinitäts- und Krystallisationsgesetze, und auf einen Prozeß hinzudeu-ten scheint, auf welche wir von nichts ganz ähnlichem, auf unfern Planeten vorkommenden, nach Analogie schließen können.