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Sechste Tafel.
Erste Figur.
Einer von den großen Steinen von dem Steinfalle bey Stannern, 2 Pfund 12 Loth schwer (i). Vollkommenganz, und durchaus überrindet.
Es ward derselbe am 29 . May im Verfolg des angeordneten Aufsuchens der gefallenen Steine, ganz nahe andem Marktflecken Stannern selbst, ziemlich im Mittelpunkte des befallenen Flächenraumes (und zwar kaum 500°westlich von der Kirche von Stannern, und bey 5000° vom äußersten Puncte in N., und bey 4000° vom äußer-sten Puncte in S., wo die entferntesten Steine gefallen waren) ausgefunden, und an die Untersuchungs-Commissionabgegeben. (SituationS-Plan Nr. 26 .)
Die Gestalt dieses Steines scheint beym ersten Anblicke höchst unregelmäßig zu seyn, denn viele große, unförm-liche und zum Theil ziemlich tiefe Eindrücke, die offenbar vom Verlust an Masse durch später- Zersprengung und gleich-zeitige Lostrennung mehrerer Stücke, vor der Rindebildung im Ganzen, herrnbr-.,, verunstalten die Flächen, ver-drücken die Kanten und unterbrechen deren Richtung, so daß der Stei», zumahl derselbe gegen das eine Ende hin et-was verschmälert, und hier von zwey Seiten her stark zusammen gedrückt ist, keilförmig erscheint. Inzwischen ist dochdie verschoben dreyseitige oder die unvollkommen und sehr ungleichseitig vierseitige prismatische Grundgestalt unverkennbar,und an der einen Endfläche deutlich ausgesprochen, und die Ähnlichkeit mit den oben beschriebenen und Figur 2 und 5auf der vorigen Tafel abgebildeten Steinen nachweisbar. Man kann nähmlich vier Seiten- und zwey Endflächen, diezum Theil von ziemlich scharfen, wenn gleich sehr ausgeschweiften, und hie und da unterbrochenen Kanten begränztwerden, deutlich unterscheiden.
Zwey der Seitenflächen, die sich gegen über stehen, sind sich fast ganz gleich; sie sind breiter als die übrigen, undlänglich - viereckig. Gegen das eine, obere Ende sind sie nur wenig verschmälert, aber vertieft und abgeplattet, weilder Stein hier so zusammen gedrückt ist , daß er kaum einen Zoll dick erscheint; gegen das andere, untere Ende sindsie etwas mehr verschmälert, aber convexer, wie denn der Stein hier 3 Zoll dick ist. Sie sind sehr uneben, voll gro-ßer, zum Theil ziemlich tiefer, aber sanft sich verlaufender Eindrücke.
Die dritte, zwischen jenen liegende Seitenfläche ist gegen das untere Ende fast so breit, wie die beyden vorherge-henden, nach oben aber sehr verschmälert, weil der Stein von den andern Seiten her so stark zusammen gedrückt ist.In der Mitte ist sie etwas vertieft, sonst flach und ebener als jene, da sie nur wenige, zwar große, aber sehr seichteEindrücke von gewöhnlicher Art hat. Die vierte, der letztem gegen über liegende Seitenfläche endlich ist unvollkom-men, oder gleicht vielmehr einem breit gedrückten Rande. Sie ist sehr schmal, sehr uneben und convex, und bildetmit den beyden breiten Seitenflächen, zwischen welchen sie liegt, undeutliche, sehr verdrückte, unterbrochene und abge-rundete Kanten. Sie gleicht sehr der unvollkommenen vierten Fläche des Figur 2 s auf der vorigen Tafel dargestell-ten Steines, und noch mehr, ihrer ganzen Beschaffenheit nach, der schmalen Fläche an dem daselbst Figur 4 abgebilde-ten Steine.
Die obere Endfläche ist undeutlich und unbestimmbar, oder vielmehr sie erscheint, weil der Stein von zwey Sei-ten her so sehr zusammen gedrückt ist, bloß als ein breiter, abgerundeter Rand. Die untere Endfläche dagegen bildeteine vollkommene, etwas verschobene und ungleichseitig vierseitige Fläche, deren ziemlich spitze Ecken den Seitenkan-ten , und die ziemlich scharfen Kanten den Seitenflächen entsprechen, und die mit der gleichnahmigen Fläche der obenbeschriebenen Steine, Figur 2 und 5 , große Ähnlichkeit zeigt. Sie ist ziemlich stark ausgehöhlt, und durch etwaskleinere, aber stärkere Vertiefungen als die übrigen Flächen, uneben gemacht.
t>) In dem, dem Situations-Plane angeschlossenen Verzeichnisse der aufgefundenen Steine, wird das Gewicht, wahrscheinlichweil nur nach Erinnerung geschätzt, da das Verzeichnis; mehrere Monathe später ausgenommen wurde, nur auf 2 Pfund an-gegeben.