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Siebente Tafel.
«^/ie Abbildungen auf dieser Tafel haben die Darstellung und Versinnlichung der innern Beschaffenheit der Steinmaffeeiniger, der in dieser Beziehung ausgezeichnetsten Meteor-Steine, des Aggregats-Zustandes derselben und ihrer we-sentlichsten Gemengtheile zum Zwecke, und in Hinsicht dieser letztem insbesondere, die Darstellung des allgemeinsten,auffallendsten und sehr wesentlichen, nahmlich des mehr oder weniger kugelichten, porphyrartig in der übrigen Stein-masse erscheinenden, erdigen Gemengtheiles, und zwar in den verschiedenen Graden seiner Ausbildnng, die von einerkaum erkennbaren Ausscheidung bis zu dessen ausgesprochenstem Zustande — als olivinartige Substanz im sibirischenEisen — Uebergänge Nachweisen lassen, und deren sich oft mehrere, nicht nur in verschiedenen Steinen eines und des-selben Niedcrfalleö, sondern selbst in einem und demselben Bruchstücke, beysammen finden (i).
Alle bisher bekannten, eigentlichen Meteor-Steine, sind gemengte Massen, und alle authoptisch mir davon ^be-kannten I- (2), nach Zeit und Ort des Nicderfallcns verschiedene, nur mit Ausnahme jener von Alais, Erxle-ben, Chassigny (Langres), und zum Theil jener von Chantonnay, welche ein ganz eigenthümliches Anse-sehen, selbst im Ganzen (3) haben, und beziehungsweise auch der von Stannern, lassen viererlei) Gemengtheile,selbst dem freyen Auge, und gewöhnlich sehr deutlich ausgesprochen, erkennen.
Zwei) dieser Gemengtheile sind erdiger, zwey davon metallischer Natur.
Der eine erdige Gemengtheil hat ein mehr oder weniger mattes, mageres, und, nach der verschiedenen Feinheitund Gleichförmigkeit des KornS — das vom groben bis zum äußerst feinen, dem unbewaffneten Auge kaum unterscheid-baren, abweicht — und nach dem mehr oder minder dichten und festen Cohäsions-Zustande — der vom leicht zerreib-lichen bis zum schwer zersprengbaren und Funkcngeben geht — und in so ferne derselbe nicht — was jedoch selten undnur stellenweise der Fall ist — eine besondere, faserige, späthige oder blätterige Textur zeigt, ein mehr oder minder
(1) Um eine deutliche Ansicht von dem so sehr verschiedenen Aggregats-Zustande der Steinmasse sowohl, als insbesondere von demso sehr abweichenden, wechselseitigen, quantitativen Verhältnisse der Gemengtheile, und von deren mannigfaltigen Beschaffen-heit und Zustand zu gewinnen, ist es durchaus nothwcndig, an jedem Meteor-Steine oder an einem Bruchstücke von demselben,eine Bruchstäche schleifen und polieren zu lassen; doch must dieses mit der Vorsicht geschehen, daß bey der Behandlung so we-nig Feuchtigkeit und so wenig Schmirgel, oder sonstiges Schleif - oder Polier-Pulver, als nur immer möglich, angewendet,letzteres aufs vollkommenste sogleich weggewaschen, und das Stück dann schnell und gut getrocknet werde, um das eigenthüm-liche Ansehen nicht durch eine fremdartige Substanz, oder durch beförderte Oxydation des enthaltenen Eisens, mehr oder min-der verunstaltet zu erhalten.
(2) Nahmentlich Bruchstücke von Steinen von den Vorfällen bey Ensisheim, Verona, Tabor, Laponas (Breffe), Lucs, Maur-kirchen, Sigena, Eichstädt, Charkow, Barbotan, Siena, Aork, Sales, Benares, L'Aigle, Apt, Eggenfeld, Glasgow,Doroninsk, Alais, Timochin, Westen, Parma, Stannern, Lissa, Tipperary, Charsonville, Berlanguillas, Toulouse,Erxleben, Chanronnay, Limerik, Agen und Chassigny (Langres), als von welchen auch ähnliche Belege sich notorisch im Be-sitze öffentlicher Sammlungen oder bekannter Privat-Eigenthümer befinden. Es sollten und werden wohl auch von noch meh-reren Vorfällen neuerer Zeit, vielleicht von 20 bis 3 o außer obigen, derley Belege vorhanden seyn und sich in den Händenvon Privat-Besitzern befinden, die aber leider nicht verläßlich bekannt sind.
( 3 ) Ein Ansehen, wodurch sie sich nicht nur unter sich, sondern auch von allen übrigen bisher bekannten Meteor-Steinen so sehr
unterscheiden, daß man sie wohl nicht leicht für solche erkennen möchte, wenn nicht einerseits ihre factisch erwiesene Herkunftund die Haupt-Resultate der chemischen Analyse, und andererseits selbst einige, wenn gleich nur einseitige, und oft nur inUebergängcn nachweisbare, oryktognostische Verwandtschaft hinsichtlich einzelner Gemengtheile, oder irgend einer Zustandsver-änderung der Masse bey andern, unbezweifelbaren Meteor-Steinen, für sie das Wort sprechen und gewisser Maßen Bürg-schaft leisten möchten. (So z. B. das stellenweise Filzig-Faserige der Grundmaffe der Steine von Eggenfeld, Maurkirchen,Benares, Parma, Siena, und das zum Theil Unausgesprochene und Undeutliche des kugelichten Gemengtheiles bey so vielenMeteor-Steinen, für jene von Stannern; — die individuelle Beschaffenheit dieses letztem Gemengtheiles bey vielen andernMeteor-Steinen, und die Ähnlichkeit darin mit der Hauptmasse jener von Chassigny, für diese; — die Ähnlichkeit derSubstanz der in vielen Meteor-Steinen vorkommenden Adern und Gänge, für die von Chantonnay, und zum Theil vonAlais; — endlich die bey manchen Meteor-Steinen hie und da erscheinenden spathartigen, schillernden Stellen, für jenenvon Erxleben.)