wähle, obgleich dieses Vorrecht, an sich und der Folgerungen wegen, der Agramer Masse, als Prototyp, ge-bührte (i).
Bey Betrachtung dieses Abdruckes fallen nun auf den ersten Blick oben erwähnte Streifen auf, welche, da sic aufder geatzten Fläche die tiefsten Stellen ausmachcn, hier unabgedruckt und weiß, und nur durch ihre Bcgranzuiig —durch jene erhabenen Einfassungslinien — bezeichnet erscheinen, in so ferne nicht einige zart erhaben punctirt, gestri-chelt oder gestreift Vorkommen. Da sich diese Streifen häufig durchschneiden, durchkreuzen, und folglich sich wechselseitigund hinsichtlich ihrer Vcrtheilung sehr unregelmäßig unterbrechen, so erscheinen sie von sehr verschiedener Ausdehnung inder Länge, und zwar hier von einer halben bis zu sieben Linien, und beynahe in allen denkbaren Zwischeumaßcu; da-gegen zeigen sie nur wenig Verschiedenheit in der Breite, die nur zwischen H und ^ Linie abweicht, und nur bey einzel-nen wenigen H oder eine ganze Linie beträgt. Bey etwas genauerer Betrachtung findet man bald, daß diese Streifenregelmäßig und genau, aber ungleich an Menge und ganz unordentlich in der Aufeinanderfolge, einer drcy- und zumTheil einer vierfachen Richtung folgen; daß die nach einer Richtung gehenden unter sich einen vollkommenen Parallelis-mus beobachten, und daß sie sich nach diesen verschiedenen Richtungen regelmäßig und unter bestimmten Winkeln durch-schnciden oder unterbrechen. Die eine dieser Richtungen geht (nach der Lage der Fläche, in welcher dieselbe hier vor-gestellt ist — mit dem schmälern Theile nach oben —) vollkommen senkrecht. Die Streifen welche ihr folgen, schei-nen von allen übrigen am häufigsten und am gleichförmigsten vertheilt vorzukommen, sind auch unter sich am gleichför-migsten, die schmälsten, zärtesten, und am schärfsten gerandet oder bcgränzt. Die andere Richtung geht schief von derRechten zur Linken abwärts, so daß die Streifen — welche im Ganzen minder zahlreich, ziemlich gleichförmig vertheilt,aber ungleichförmiger unter sich, meistens länger und etwas breiter (so daß an Masse im Ganzen das ersetzt wird , wasetwa an Menge gegen erstere gebrechen möchte), und nicht so schnurscharf gerandet sind — die ersteren meistens unter ei-nem Winkel von 60° (nur selten unter einem merklich davon abweichenden und dann doch immer zwischen 56 und 65°fallenden Winkel) durchschneiden. Die dritte Richtung geht jener entgegen gesetzt, schief von der Linken zur Rechtenabwärts, und die derselben folgenden Streifen sind noch weniger zahlreich selbst als letztere, dagegen meistens bedeutendlänger, und im Durchschnitt auffallend breiter (so daß sich das Verhältniß der Masse gegen jene wieder auszuglcichenscheint), viel ungleichförmiger vertheilt, noch weit ungleichförmiger unter sich, weniger scharf und sehr ungleich begränzt— so daß sie in ihrem Verlaufe nicht selten ungleich breit, hie und da bauchig und geschweift erscheinen — und siedurchschneiden die Streifen der senkrechten Richtung sowohl, als die der andern schiefen, unter ganz ähnlichen Winkelnwie diese jene, so daß durch ihre wechselseitige Durchkreuzung Dreyecke gebildet werden, die theils, und zwar meistens,vollkommen gleichseitig, theils gleichschcnklich (wo zwcy Winkel gleich sind, z. B. — 62 zum dritten — 56°), theils,obgleich nur selten, ganz ungleichseitig sind (z. B. mit Winkeln — 56, 60 und 64°). Außer diesen zeigen sich ähn-liche Streifen, aber in ungleich geringerer Menge, meistens partienweise von 3 , 4 bis 8 und 9 zusammen gereiht, dichtan einander, und sehr ungleichförmig verteilt. Diese sind höchst ungleichförmig unter sich, bald kurz, bald lang, voni bis 6 , und selbst von 9 Linien Länge, aber bedeutend breiter als alle vorigen, von ^ bis zu einer vollen Linie, imVerlaufe übrigens oft sehr abweichender Breite, und meistens sehr ungleichförmig begränzt, so daß ihre Ränder oft sehr-ausgeschweift und gebogen erscheinen. Ihre Richtung geht (bey obiger Lage der Fläche) schief von der Linken zur Rech-ten abwärts, also gleich jener der Streifen der dritten Richtung, aber nicht parallel mit dieser, sondern unter einemWinkel von beyläufig 27° mit derselben sich kreuzend, und demnach die Streifen der beyden übrigen Richtungen unter-andern Winkeln als diese durchschneidend, woraus nun wieder mehr oder weniger ungleichseitige Dreyecke, und zwarvon dreyerley Art erwachsen, die aber nicht zahlreich Vorkommen, da der Streifen dieser Richtung verhältnismäßig nur'wenige, und diese meistens partienweise zusammen gehäuft sind ( 2 ).
(r) Es war nicht möglich, von dieser und den übrigen Gcdiegeneisen-Massen, ähnliche, zur Bekanntmachung geeignete au-tographische Darstellungen ihres Gefüges auf der Stelle zu bewerkstelligen, indem die Zustandebringung viele Zeit raubendemechanische Vorarbeiten und Vorkehrungen nothwendig gemacht hätte. Sie sollen für eine künftige Veranlassung vorbereitetwerden. Vorläufig finden sich von denselben auf der achten Tafel mit möglichster Genauigkeit aus freyer Hand lithographischnach der Natur gefertigte Copien.
(2) Um sich eine deutliche Ansicht und eine leichte Unterscheidung dieser, verschiedenen Streifen nach ihrem meist schnurgeraden, aberoft unterbrochenen Laufe, von den verschiedenen Richtungen welche sie verfolgen, von dem Parallelismus den sie hierinhalten, und von ihren häufigen Durchkreuzungen, zu verschaffen; thut man am besten, wenn man alle Streifen einer jeden
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