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Beyträge zur Geschichte und Kenntniß meteorischer Stein- und Metall-Massen, und der Erscheinungen, welche deren Niederfallen zu begleiten pflegen
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Sien

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a.

^?asselbe Stück von dem Steinfalle bey Siena in Italien, welches der ausgezeichneten Form wegen bereits auf-er zweyten Tafel von einer andern Ansicht gegeben worden ist, von einer polierten frischen Bruchflache dargestellt, diemit zwei) Rändern an die Außenriude stoßt, und, auf etwa 1 Quadrat - Zoll Oberfläche, bey vollkommener Abglät-tung, aber etwas matter und ungleichförmiger eigentlicher Politur, die innere Beschaffenheit der Steinmasse zu erken-nen gibt.

Es zeigt dieselbe einen ziemlich festen Eohasions-Zustand, der jedoch wie eine zweyte frische, aber rohe Bruch-flache noch besser erkennen läßt ziemlich nahe anö Zerreibliche gränzt, und einen, zum Theil mehr oder wenigerfeinen, hie und da etwas undeutlich ausgesprochenen, verworrenen, zum Theil aber einen sehr grvbbrvckligcn, und sehrauffallend ausgesprochenen, breccieartigen, im Ganzen daher sehr ungleichförmigen, aber ziemlich festen Aggregats-Zustand ; eine abgesehen von dem breccieartigen Gemengtheile körnige Textur von äußerst feinem Korne, undim Ganzen eine merklich, obgleich nicht sehr stark und etwas ungleichförmig, vorwaltende Grundmaffe von ganz mat-tem, erdigen Ansehen, und licht aschgrauer, aber mehr ins Schmutzig - und Gelblich-Graue als ins Bläuliche ziehenderFarbe, welche dem andern Gemengtheile, anscheinend, zum Cemente dient.

Sie unterscheidet sich demnach, außer der kleinen Verschiedenheit im Cohäsions-Zustande und der Farbe, von je-ner des vorigen Steines durch das mehr offenbare Vorwalten der Grundmaffe, und durch ein, wenigstens zum Theil,deutlicheres Hervortreten des andern (olivinartigen) Gemengtheiles.

Dieser erscheint nähmlich hier, theils in eben so verschieden gestalteten und eckigen, mehr oder weniger scharf imGanzen jedoch durchaus schärfer- begräuzten, ganz ähnlichen Flecken von verschiedener Größe, derselben Dichtheitund Festigkeit, gleichen, obgleich meistens mehr ins Dunkle bis ins Dunkelblaue und Bräunlich- und Schwärzlich-Graueziehenden Farben-Tingirungen, und ähnlichem fettigen Glanze, wie die ausgezeichnetem Massen dieses Gemengtheiles injenem Bruchstücke, und überhaupt in den Steinen von Stannern; theils aber auch schon, wie in den meisten andernMeteor-Steinen, in größern oder kleinern, rundlichten oder ovalen Massen von bestimmterer Absonderung und noch grö-ßerer Dichtheit, die demnach auf der rohen Bruchfläche unverbrochen, als erhabene Körner, zum Theil selbst als Kü-gelchen erscheinen. Mitunter zeigen sich der Art Massen, selbst schon von einigem Grade von Durchscheinenheit und vongrünlich-grauer ins Lauchgrüne fallender Farbe, und Graf Bournon und Klaproth bemerkten selbst in Bruch-stücken von Steinen dieses Herkommens ganz durchscheinende, ja vollkommen durchsichtige'»" von gelblicher undgrünlich-gelber Farbe und fast vollkommenem Glasglanze (i).

Don den metallischen, dem bewaffneten, so wie selbst dem freyen Auge zwar deutlich erkennbaren, aber nur spar-sam erscheinenden Gemengtheilcn zeigt sich der eine das Gediegeneisen nur in einzelnen, zerstreuten, meistensäußerst zarten Puncten oder Körnern, von licht eiseugrauer, ins Silberweiße fallender Farbe, und starkem metallischenGlanze, und zwar auf der rohen Fläche als kleine Zacken, auf der polierten als Pnncte oder kleine, äußerst zart zackiggerandete Fleckchen; der andere das Schwefeseisen theils in eben so zarten und zerstreuten einzelnen Körnern,theils in kleinen Partien feinkörnig, und hie und da zu etwas größern Massen bröcklig angehäuft, von zinkgrauer, baldins Nöthliche, bald ins Speisgelbe ziehender Farbe und ziemlich starkem metallischen Glanze ( 2 ).

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(1) So daß demnach dieser Gemengtheil hier in allen Graden von Ausbildung, Ausscheidung und Absonderung, von dem unvoll-kommensten, kaum von der Grundmaffe unterscheidbaren Zustande, wie bey den Steinen von Stannern a xotiori (und zumTheil bey jenen von Parma, Ensisheim, L'Aigle u. a.), durch die vollkommneren Mittelzustände, wie a xoriovi bey den Stei-nen von Benares, Timochin (Tabor, Barbotan, Eichstädt u. a.), bis zu dem vollkommensten, wie bey manchen andern Me-teor-Steinen O potiori aber im sibirischen Eisen), in Steinen von einem und demselben Ereignisse, zum Thell selbst in ei-nem und demselben Bruchstücke vorkömmt.

( 2 ) Der geringe Gehalt an eingemengtem, regulinischem sowohl als geschwefeltem, Eisen spricht sich übrigens sowohl durch das ziem-lich niedere specifische Gewicht (" 3,3 bis 3, 4 ), als durch die äußerst schwache Wirkung der Steinmasse aus den Magnet aus;inzwischen ist der Total-Gehalt derselben an Eisen nicht unbedeutend, und beträgt nach Howard bey 35, nach Klaprothetwa 28 Percent (als durch die Operation erhaltenes Oxyd). Da nun, nach einer oberflächlichen Schätzung, das sichtlich ein-gemengte Gediegeneisen kaum 4 bis 6 Percent, das eben so vorhandene Schwefeleisen aber nur wenig mehr betragen dürfte,vom eingemcngten Oxyde sich aber nur wenig Spur findet; so muß ein bedeutender Antheil jenes Gehaltes in den erdigen Ge-mengtheilen chemisch gebunden oder verlarvt enthalten seyn.

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