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An der einen Seite der vorgestellten Fläche dieses Bruchstücks aber erscheint dieser letztere Gemengtheil als einebedeutend große, dreyeckige, gleichsam ausgeschiedene, isvlirte Masse, obgleich nicht sehr scharf begrauzt, von beynahelavendelblauer Farbe, und ein ganz ähnlicher, nur ungleich kleinerer, aber mehr dreieckiger und schärfer begränzter Fleckzeigt sich auf der andern Seite (i).
Zum Theil mit freyem Auge, mehr aber doch mit Hülfe einer Lvupe, entdeckt man in diesem Gemenge äußerstzarte, einzelne, matte, schwarze Körner (2) (wohl größten Thcils Eisenoxyd, vielleicht auch Chromeisen) , und ebenso zarte, aber hie und da zusammen gehäufte, mehr oder weniger glänzende Metalltheilchcn von zinkgrauer, theils insNöthliche, theils ins Gelbliche fallender Farbe (Schwefeleisen) (3), ziemlich häufig eingestreut; von regulinischem Ei-sen findet sich aber an diesem Stücke, so wie überhaupt in den Steinen von Stannern, keine Spur (4), und ebenso wenig eine Andeutung von Rostflecken, die (wie bereits oben erwähnt worden ist), wo nicht ausschließlich, doch vor-zugsweise das mechanisch eingemengte Gediegeneisen und dessen Umgebung zu begleiten pflegen.
Von Adern und Gängen, oder von einer andern Zustandöverschiedenheit der Steinmasse (von welchen oben in derEinleitung zur Erklärung dieser Tafel die Rede war), zeigt sich an diesem Stücke ebenfalls keine Spur, und überhauptzeigte, unter so vielen gesehenen Bruchstücken, nur eines das Vorkommen von erstem in den Meteor-Steinen vonStannern.
(1) Ich verweise auf das, was in Hinsicht der beyden erdigen Gemengtheile und dieses letzteren olivinartigen insbesondere, m derEinleitung zur Erklärung dieser Tafel im Allgemeinen vorgebracht worden ist, und bemerke hier nur noch, daß sich dieser un-vollkommene Grad von Ausscheidung und Figurirung desselben ganz genau so, auch Key andern Meteor-Steinen (z. B. beyjenen von Siena, Ensisheim, L'Aigle u. s. w.), und nicht selten in Verbindung mit vollkommneren Graden von Ausbil-dung desselben finde. Auch ist bemerkenswerth, daß an einem kleinen, etwas über 4 Loth wiegenden, beynahe ganzen, mitbesonders dünner, nur wenig und weitzcllig - aderiger Rinde bedeckten Steine von Stannern, von welchem ein Stück abgebro-chen worden war — die ganze Masse ausschließlich aus diesem letztem Gemengtheile zu bestehen scheint, indem die ganze,doch bey i j Quadrat-Zoll betragende Oberfläche der quer über den ganzen Stein ausgedehnten Bruchfläche ein ganz gleichför-miges Ansehen hat, und einen festen Cohäsions-Zustand, eine ebenso dichte, äußerst feinkörnige Textur, und eine licht la-vendelblauc Farbe zeigt.
(2) Auch in dieser Beziehung verweise ich auf das, in Betreff dieses mikroskopischen und unbeständigen Gemengtheiles, oben in
der Einleitung Gesagte, und bemerke nur, daß die Menge desselben auch hier nur höchst unbedeutend ist, und bey dem durchdie Analysen ausgewiesenen Eisengehalte dieser Steine (mit Inbegriff des Schwcfeleisens ^ 27 bis 82 Percent) kaum in An-schlag gebracht werden kann; daß übrigens die Atome davon keinesweges mit Rinde-Substanz verwechselt werden können.
( 3 ) Von diesem Gemengtheile finden sich an andern Stücken dieser Meteor-Steine nicht selten beträchtliche Partien und Massen(häufiger und ungleich größere als bey irgend einem andern, mit Ausnahme jener von Parma, und etwa der von Benares,Maurkirchen und Lissa) eingemengt, wie bey Beschreibung eines zweyten, auf dieser Tafel dargestellten, und in dieser Bezie-hung besonders ausgezeichneten Bruchstückes, gezeigt werden wird.
(4) Dieser Mangel an Gediegeneisen, wodurch sich die Steine von Stannern mit jenen von Chaffigny bisher ausschließlich (dennvon jenen von Alais ist es zweifelhaft, und von jenen von Agen erwähnter Maßen unrichtig) von allen bisher bekannten Me-teor-Steinen auszeichnen, spricht sich auch durch das bedeutend geringere specifische Gewicht aus (^: 3 , i bis 3,2), welchesnur bey jenen von Alais noch geringer ist (— 1,4); dagegen jenem der Steine von Benares, Eggenfeld, Parma, Siena,Maurkirchen, als den, jenen von Stannern in jeder Beziehung nächst verwandtesten Meteor-Steinen (wo dasselbe zwischen3,3 und 3,4 schwankt) —>die auch nur einen geringen Gehalt an Gediegeneisen zeigen — am nächsten kömmt. Bey den »lei-sten übrigen Meteor-Steinen steht dasselbe zwischen 3,5 und 3,7. Vom Ensisheimer ist das specifische Gewicht mit 3,23zu gering angegeben worden, wie nach der ausgezeichneten Dichtheit der Masse dieses Steines und dem nicht so ganz unbe-deutenden Gehalt an Gediegeneisen zu vcrmuthen war, und beträgt nach eigener Wiegung 3,480 bis 3 ,440. Eine merkwür-dige Abweichung in dieser Beziehung zeigt die Masse der Steine von Chaffigny, deren specifisches Gewicht — bey gänzlichem Man-gel an mechanisch eingemengtem Gediegeneisen, und selbst an Schwefeleisen — nach eigener Ueberzeugung, doch 3 , 55 o beträgt.)Noch bestimmter äußert sich übrigens der Mangel an Gediegeneisen bey diesen Steinen von Stannern durch die gänzliche Un-wirksamkeit der Masse sowohl als selbst der Rinde auf die empfindlichste Magnetnadel, die nur von letzterer an einzelnen sel-tenen Punkten kaum merklich in Bewegung gesetzt wird, und aus der fein gepülverten Masse und Rinde nur äußerst wenige,einzelne mikroskopische Körnchen anzieht, die allem Ansehen nach Eisenoxydul sind. Da übrigens der Total-Gehalt an Eisender Steine von Stannern nach den Analysen Moser's, Klaproth's und Vauquelin's zwischen 27 und 3 s Percent be-trägt, das eingemengte Schwefeleisen im Durchschnitt nach einer oberflächlichen Schätzung kaum 5 Percent der Masse, daKeben so vorhandene Oxyd aber kauin so viel betragen kann; so muß der größte Antheil des Gehaltes in den erdigen Gemengetheilen chemisch gebunden (als Oxyd nach Moser und Pauquelin), oder in irgend einem Zustande verlarvt enthalte^seyn.