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Von mechanisch eingemengtem Oxyde oder ähnlichen Partikelchen findet sich nur äußerst wenig, und nur sehr wenigekleine Stellen von schmutzig graulich-gelber, ins Bräunlich- und Röthlich - Gelbe verlaufender Farbe, geben die Gegen-wart von Rostflecken zu erkennen.
Von Adern, Gängen oder einer anderweitigen Zustandsveränderung der Steinmasse findet sich aber, weder an die-sem , noch an irgend einem der mehreren von mir gesehenen Bruchstücke von Steinen dieses Herkommens, auch nurdie entfernteste Andeutung.
Benares.
ausgezeichnetes, 4 ^ Loth schweres Bruchstück eines, wahrscheinlich ursprünglich ziemlich groß gewesenen Steinesvon jenen, welche am 19. December 1798, Abends, bey Krakhut in der Nähe von Benares in Bengalengefallen sind, und welches die kaiserl. Sammlung 1807 von dem jüngst verstorbenen Charles Greville aus Lon-don zum Geschenke erhielt (1).
Es ist dasselbe von einer der größer», rohen Bruchflächen dargestellt, welche das Innere der Steinmasse auf einerAusdehnung von etwa 2 Quadrat-Zoll Oberfläche, und auf H-, 1 bis 1Z- Zoll und mehr Entfernung von der äußer-sten mit Rinde bedeckten Oberfläche des Steines zeigt.
Der Cohasions -Zustand der Masse im Ganzen ist nur wenig fester und dichter als bey den Steinen von S Lan-nern, und merklich geringer als bey jenen von Siena. Die Grundmasse für sich ist selbst ziemlich leicht zerreiblich,und zerstiebt beym Versuche, Feuer zu schlagen; übrigens ist sie sehr feinkörnig, doch minder so als jene der Steine vonSiena. Der Aggregats-Zustand ist ziemlich locker, und bey weitem mehr als bey den Steinen von Stannernund Siena, da die Gemengthelle größten Theils sehr ungleichartig sind, und der eine sehr ausgeschieden und meistensscharf abgesondert ist; übrigens fein sandsteinartig, hinsichtlich des einen; grob körnig und kugelicht, hinsichtlich deö an-dern Gemengtheiles; und im Ganzen von mandelsteinartigem Ansehen.
Die Grundmasse, die sich, obgleich sie nicht sehr bedeutend über die übrigen Gemengtheile vorwaltet, doch als sol-che wegen der Ausgeschiedenheit und scharfen Begrenzung dieser, sehr deutlich ausspricht, und gewisser Maßen als Ce-ment derselben erscheint — hat ein ganz mattes, erdiges, rauhes, mageres Ansehen, und eine sehr licht, nur etwasschmutzig aschgraue, stark ins Weiße fallende Farbe.
Der olivinartige «-mengtheil, der beynahe fast die Hälfte der Steinmasse beträgt, erscheint hier auf der rohenFläche in Gestalt vieler, mehr oder i»->n,aer über die -Oberfläche bervorragender, zum Tyeil kleiner und sehr kleiner, zumTheil aber auch bedeutend großer (von der Größe eines Hirsekornes oder kleinen Nadelkopfes bis zu der einer großenErbse von bis 22 Linie im Durchmesser, und selbst noch mehr), selten stumpfeckiger und bloß abgerundeter, ge-wöhnlich ovaler oder rundlichter, meistens aber vollkommen kugelförmiger Massen, wovon die kleinern und die minderscharf begränzten und weniger kugelicht ausgeschiedenen fester und inniger von der Grundmasse eingeschlossen sind, undgleichsam in dieselbe übergehen, die größern und vollkommen kugelicht abgesonderten aber bisweilen so lose sitzen, daß sieleicht aus derselben heraus fallen oder ausgebrochen werden können. Erstere sind gewöhnlich von Partikelchen der Grund-masse eingehüllt, und haben demnach wie diese ein mattes, rauhes, erdiges Ansehen, und eine gleiche, nur etwas dunk-lere Farbe; letztere, zumahl die vollkommen kugelichten dagegen, haben meistens eine ganz glatte, schwach und etwasfettig glänzende Oberfläche, und eine schiefer - oder bräunlich-graue, bisweilen schmutzig lauch- oder vlivengrüne Farbe.Gebrochen zeigen erstere zwar ungleich mehr Festigkeit, Dichtheit und Härte als die Grundmasse, doch bey weitem nichtso sehr wie letztere, welche ziemlich leicht Funken am Stahle geben, und deren scharfkantige Bruchstücke selbst etwas dasGlas ritzen, oder dasselbe wenigstens matt machen; auch zeigen diese einen vollkommenen, flachmuschelichen Bruch, in-
(r) Obgleich dieser Steinfall ziemlich bedeutend und ergiebig war, auch von ansäßigen Engländern das Factum gleich an Ort undStelle untersucht, bekannt gemacht und'viele Steine nach Europa versendet wurden; so finden sich doch nur wenige Bruch-stücke im Besitze bekannter Anstalten oder Sammlungen. So meines Wissens nur im Pariser Museum, im Nus. brit. zuLondon, in DeDrse's, Blumenbach's und Klaproth's Sammlung, wohin sie wohl sämmtlich durch T r e v i l l egekommen sind.