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Beyträge zur Geschichte und Kenntniß meteorischer Stein- und Metall-Massen, und der Erscheinungen, welche deren Niederfallen zu begleiten pflegen
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56 ( 1 ) aufzuweisen hat, die in verschiedenen Ländern und zu verschiedenen Perioden, nach ganzverläßlichen Nachrichten entweder sichtbar niedergefallen oder zwar bloß zufällig aufgefundcn,aber, nach aller Wahrscheinlichkeit und Analogie, allgemein auch als solche anerkannt sind;und zwar in so bedeutenden Massen, das; deren Gesaiiiliitgewiclt beynahc drei) Zentner erreicht.

Viele von diesen neu acgnirirten, frühzeitig erhaltenen md jene, früher schon in; kaiserl.Cabinette vorhanden gewesenen, so wie manche einzelne in hiesizen Privat-Sammlungen befind-liche und mehrere von entfernten Besitzern gefälligst mir zur llnsicht mitgctheilte, ausgezeich-

masse. Und unstreitig war dieser Vorrath damahls schon, als wohl kaum jenand an daö Zusammensammeln dieser rath-selhaften Natur-Producte noch dachte, der reichhaltigste und in Hinsicht der Größe und Vollkommenheit der Stucke bereitsder kostbarste in seiner Art, wie er denn auch, und zwar schon viel früher 1798 Hrn. I). Chlad ni, der damahlsnur die sibirische Masse und de» bey Maurkirchen gefallenen Stein kan»e, Gelegenheit verschaffte, sich in seinen bereitsbekannt gemachten Muthmaßungen über die Natur und den Ursprung deser Masten, durch die Wahrnehmung ihrer über-einstimmenden Abweichung von allen terrestrische» Fossilien und der msfallenden Aehnlichkeit derselben unter sich, zu be-stärken, und einige Jahre später 1801 - des Hrn. v. B u ch's Assmerkjamkeit erregte, und, auf dessen Mittheilungdes Gesehenen, einer ähnlichen, entscheidenden und zu jener Zeituoch sehr gewagten, auch lange nach der Hand nochlebhaft bestrittenen Aeußerung des Hm. Pi et et, in einer Versa,'»ilung deS National-Jnstitutes zu Paris, zur Bekräfti-gung diente; so wie auch ich demselben die Kenntniß zu danken hette, die mich ein ganz unerwartet vorgelegtcs Bruch-stück von jenen um Staunen, gefallenen Steinen, auf der Stelle aU identisch und folglich gleichen Ursprunges mit jenenMassen erkennen machte, und die mir Muth und Zuversicht gab, diese vortheilhafte Gelegenheit zur vollsten Selbst-Überzeugung und zur möglichsten Ueberzcugung Anderer zu benutzen und ohne Furcht mich zu compromittiren, die Schrittezu machen, welche nöthig wäre», mn eine ämtliche und förmliche Unterftchung des FactumS, so schnell wie möglich, ein-zuleiten. Die sorgfältige Aufbewahrung und Aufstellung dieser, theils zufillig (der Eisenmassen aus Sibirien und Norwe-gen und des Stein-Fragments von Eichstädt) oder bey irgend einer Gelgcnheit (der Metall-Masse von Agram und deöSteines von Labor) erhaltenen, theils selbst absichtlich und relativ um sshr hohe Preise beygeschafften (deS Stein-Frag-ments von Maurkirchen und des Steines von L'Aigle) zweydeutigen Fossilin, zeugen übrigens von der Aufmerksamkeit undWerthschätzung, welche die Wiener Naturforscher diesen Natur-Produetenzu jener Zeit schon zollten, indeß so manche vonjenen oben erwähnten vierzig ähnlichen, materiellen Belegen solcher EreignssH, von welche», notorisch, theils ei» Frag-ment, meistens aber ein ganzer Stein, theils selbst die ganze niedergefallew Masse und zwar gewöhnlich mit authentischenNachrichten von glaubwürdigen Männern, oft selbst mit förmlich abgefaßtn Urkunden, einem wissenschaftliche» Vereinezur Beurtheilung, oderCabinetten und öffentlichen Anstalten zur Aufbewahung eingcscndet worden waren, in Verlust ge-riehen; so daß nicht nur an diesen vermeintlich sichern Bestimmungöplätzen sich gegenwärtig keine Spur mehr von densel-ben findet, sondern selbst nur von drcy derselben kleine Fragmente in Privm-Besitz nachweisbar noch vorhanden find. Sokam einer von den bey Roa in Spanien ,488 gefallenen Steinen, in das.,igl. Museum zu Madrid; einer von jenen ausder Gegend von Schleusingen , 552 , in das Herzog!. Mussum zu Rudolstadt; der 3 g Pfund schwere, , 58 , in Thüringengefallene Stein (nebst der im Archive znDresden noch aufbewahrten Urkunde) und der -v Zent, schwere, ,647 bey Zwickaugefallene Stein, in die Kunstkammer nach Dresden; einer voi jenen ,b 54 auf der Insel Fünen gefallenen, in das königl. Natu-valien-Cabinett zu Kopenhagen; der in demselben Jahrhunderte in Mailand gefallene Stein mit dem Settalianischen Cabinette,in welchem derselbe ursprünglich aufbewahrt gewesen, in de Ambrostanische Bibliothek daselbst; der im Cänton Bern 1698gefallene, in die dortige Stadt-Bibliothek; der Stein voi Tcrranova in Calabrien ,755, in die königliche Bibliothek zuNeapel; jener von Sigena in Aragonien ,778, in das köiigl. Museum zu Madrid (ein kleines Fragment davon befindetsich im königl. Museum zu Paris); und der 6^ Pfund schpere, ,775 bey Rodach gefallene Stein, in das Herzog!. Natu-ralien-Cabinctt zu Coburg. So wurden mehrere von der vielen und großen, ,668 im Veronesischen gefallenen Steinen,der damahligen Akademie zu Verona vorgelegt, und gegerwärtig scheint, wie bereits erwähnt, nur ein kleines Fragmentmehr davon verhanden zu seyn, und so wurden Bruchstücke von den bey Nicorps i» der Normandie ,760 und von jenenbey Lucs 1768 in Frankreich gefallenen Steinen, der Pcriser Akademie eingeschickt, und nur von letzter» finden sich der-zeit noch einige kleine Fragmente im Besitze von Privaten.

<,) Nähmlich 27 Stein- und 9 Metall-Massen. Von ersterei möchten derzeit, ,820, im Ganzen etwa 40 notorisch undnachweisbar in Händen bekannter Besitzer indeß, wohl kenn, mehr als 84 als materielle Belege von Ereignissen derArt deren doch dermahl beynahe , 5 o seit unserer Zeitrecinung zur nähern Kenntniß kamen, und hinlänglich beurkundetfindvon letzteren etwa ,2, gleichen, obgleich nicht factisc» erwiesenen Ursprunges, als Stücke oder in Fragmenten , vor-handen und noch irgendwo aufbewahrt seyn. Von ersteren besaß das Pariser Museum , 8 , 5 , nur ,8; das brittische Mu-seum in London , 8 , 9 , ,,; und von den vorzüglichsten Pmat-Sammlern (zu welchen insbesondere auch Heuland UndSowcrby in London gehören, deren Sammlungsstand nir inzwischen zur Zeit nicht specicll genug bekannt ist) Klap-roth , 9 ,o, ro; La Väter in Zürich ,8,», Blum <nbach ,6,2, DeDröe in Paris ,8,8, 26; Chlädüi1,8,9, 27.

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