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Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
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Stadtchronik.

*bi. 36'b. unde die hufscre mit duchern, so sie bests * mochten. Da ginckime das folck cngeyn bifs bie die Edern. Die priestere hattin sichalle angethan mit messegewanden unde drugen das heyligthum. Darworen auch alle schillere 1 ) mit eyner erlichen procession, auchalle kertzin unde phanen. Da lutc man mit allin glocken. Da hubman an zu syngin: advenisti, desiderabilis, quem expectabamus, etc.;mit andern lobesengen. Unde fürten en yn mit grosfser cre,wirdikeid unde herlicheyd. Da gab er die benedictione uwer diestad, unde unfser liebin frauwin vil applafs; unde bestedigete, wasvormalfs gegebin was. Da schickte man eme nach geyn Marpurg 2 )unde lifsen den brieff holen 3 ). Dusfse ynfurunge geschach uff denJuni 9. 9. tag defs brachmondes, Primi et Feliciani martirum, unde efs waszu der tzyt fritag nach pinxsten.1503. In demselbin vorgenanten jare do man schreib 1503, do

buwete man die ussersten Wasserporten [widder]"). Wantc sie wasvormalfs darnidder gevallen; unde fyl am tage, alfs doch vilwanders ufs unde yn was, unde doch von godes gnaden nymande

1. Juni 25 fr. keyn schade geschach. Im seibin jare herhub sich die pestilentz 4 ),u. Dez. 25. zum applafs. Unde starp mench mentsche bifs zum christage; do

i504Febr.2i/ horte efs gantz uff. Darnach in der fasten quam das sterben underApr. 6. die swyne. Da worden die todin suwe getzogin vor die Geifsmar-porten, hinder den Hoenstock 5 ), vor dy Lynnerporten, vor dieDichportin, bie den dich, in die Flutarcken, vor die nuwenstad,unde derglichin in alle wynkele umbe die stad; dartzu worden ervile in der stad bie dy mure unde in die alden kellere getzogin;das dan grosfsen gestanck von sich gab. Da wart den vonFranckenberg von etzlichin priestern 6 ) unde gelertcn gesaget undegeschreben, das sie verschaffin wulten, sulch b ) wuhel, oifs undegestanck von suden brocht worde in n[orden|. Wante der suden-wynd brenget alle k[ranckeid]. Hirumbc han die alten vormalfsd[cn] c ) wuhel unde oifs alletzyt brengin lasfsin in norden, das ist*bi :s6a. geynsid der Ed[ern| d ), * e ) 7 ) genant der aide Froischpuel. Aber derraith was zur seibin tzyt stossig unde worin nicht gar eynfs, undedarbie unbesorget. Hirutnbe bleib der wuhel unde gestanck ligg e0.Auch woren etzliche lüde, die holtin pestilcntzkledere an andern

") Hs. ohne Lüche; Begislcr Nr. 304 widder. b) so. «) Hs- be-

schädigt (Loch). Ergänzungen nach Hs. S. d) Beschädigt. 0) L'toW-

zahl 35.

') Zu den Schülern der Frankenbergcr Lateinschule gehörte 150Ü—1504auch Eobanus Hessus (Eoban Koch aus Halgehausen bei Ilaina). 'Begiert' wurdesie von Jakob Jlorle v. Fr.; 1498 WS. zu Erfurt immatrikuliert: Akten d. Ert-Univ. 2, 207 Z 17 (Hurle); 1501 Baccalarius. Vgl. Wigand Lauze, LebenPhilippi Magnanimi 1, 429; Krause, Helius Eobanus Hessus 1, 16 ff; KrauseHessenland 6, 3. ') Juni 13 traf man schon in Frankfurt Anstalten <*

seinem Empfang; s. v. Lersner, Chronica d. St. Fr. 2 II, 5. 3 ) AchnliC' 1

hatte die Stadt Murburg 1502 Juli 13 zu Ulm von Baimund eine TIrk. crhalten>die zu gewissem Gottesdienst der Pfarrkirche l.OOtägigcn Ablafs gewährte: Vor-zeit ha. v. Justi Jahrg. 1838, 356; vql. Büchintj, Mitt. aus Marbiirgs Vorzeit 71t-l ) Vgl. Begister Nr. 160. 6 ) Vgl. oben S. 400 Z. 3 f. ») Darunter

Gerstenberg? ') Bie zu Bl. '.35' gehörigen Nummern des Begister» (161, 1°^'

305) sind Nachträge. Vgl oben S. 468 Anm. 15.