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Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
Entstehung
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Stadtchronik.

der personen, nicht tzytlich gut adder gelt, sundern die vernunfftigen lip-heber des gemeynen nottzes die tzogin sie vor unde sattzstin sie zu ampten ')•Dardurch 2 ) ist en vil heylfs, troists, ere unde guts entstanden : '), so dassie nicht unbilche verthint haben das regement der gantzin werlt')-Aber darnach, du die gyrheid under sie quam unde ickelicher syneneigin nottz suchte, do verloren sie die lande widdcr 5 ). Derglichenbo in eyme konnigriche, in eyme furstenthutn, in eyncr graveschafft,in eyner hirschafft, in eyme cloister, in eyner stad adder in eynerickelichin versammenunge der gcmeyne nottz undcrliget unde dereigin nottz uffstehit, das wirdet verstrauwet, vergeet unde verdirbetgeyn god unde die werlt gar unde zumalc. Uff das man nu mögewissen, wy vor altin jaren dusfse selige stedde Franckenberg durchden gemeynen nottz in grosfse ere unde in hirlichin richdom ge-kommen, gestanden unde gewest ist 6 ), hirumbe so han ich, Wigan-dus Gerstenberg, genant Boddinbendirs, uff eyns ickelichin ver-stendigen historiographi unde herfarende chronographi verbesserunge '),willen zu schriben von den geschichten disser stad, wilche ich dal)ufs vilen altin chroniken, historien 8 ), legenden, woren schrifften 8 ), sigeln*bi. 3'h. unde *brieffin, bewertin copien unde glouphaftigen registern zu-sammengelesen 8 ) han unde der stad zu eren geschenckt. Also biddeich eynen ickelichin frommen burger adder burgerfskynt, die itzufltam leben sint adder hirnehist zukünftig geboren werden, das siewullen getruwelichen darzu geneget syn (alfs cyn ickelicher vorgodde auch des schullig ist), der stad gemeynen nottz zu hant-haben, zu bessern, zu buwen unde in eynickeid guts regemeritshelffin haltin. Unde ist Franckenberg angefangin, uffgefurt unde ge-buwet wurden, alfs hirna geschrebin steit 9 ).505. Nach gots geburt do man schreib funffhundert unde funff jare 1 )>

do was eyn konnig zu Doringcn unde Hessen, genant Hermifrid, deihatte eyne gemaheln, die hifs Malaberga unde was konnig Hunerichstochter Wandalorum. Alfs die gestarp, do nam er eyne ander frauwen,genant Chrotildis"), dy hatte vormalfs gehabt eynen konnig Gothoruni,genant Amalaricus 12 ). Unde sie was konnig Clodoveus tochter vonFranckrich, den sent Remigius touffte 13 ). Dusfse Chrotildis hatte firebrudere, genant Diderich, Lodomir, Lotharius unde Hildebert. Die deyl-tin das Frencksche rieh, so das Diderich wart konnig an dem Ryne, daitzunt vile bisschthumme sint 14 ). Defs geschach efs zu eyncr zyt, daskonnig Diderich mit syme swoger, konnig Hermifride, uneynfs wart, undequamen zu pheden. Hirumbe tzoch konnig Diderich mit gantzermacht ufs sampt syme bruder, konnig Lothario, unde tzogen uwer irenswoger in Hessen unde in Doringen '*). Unde hattin vile stridc undereynander. So quam efs zu gutlichin tagen. Defs 16 ) gingen dietzwene konnige, Diderich und Hermifrid, spattziren uff der stad muren,

') Lehr. 13 Z. 10—13. ') Vorl.: durch Ättilius. 3 ) Vgl. Lehr. 13

Z. 21 f. 4 ) Das. 13 Z. 6—5 v. u. 6 ) Vgl. das. 21. ") Vgl. fr™'

burger Chronik S. 27 (bei der für Lehr. 15 benutzten Stelle) Z. 15 f Limpurg i»<jstat . . . (stunt) in gar grofsen eren u. selichcit . . . von richtome; Z- ""herlicheit. ') Vgl. Lehr. 3. 8 ) Vgl. das. 2. <>) Vgl. das. f

10 ) Vgl. das. 26. u ) Vgl. das. 27. 12 ) Vincentius 22, 34 Z. 1-*:

18 ) Vgl. Lehr. 26 f u. 26. ,4 ) Vgl. das. 27. ">) Vgl. das. 21 V

") Vgl. das. 28-30.