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Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
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387
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Stadtchronik.

387

crafft der Christen gelegin han l ), undc geyn die Sassen gestredinUnde zuletzst sie allerdinge uwerwonnen unde zu dem rechtin gloubenbracht han 2 ). Also was Franckenberg die porte der Christen undedarumbe *auch die hohe porte goddes, des ewigen hern. Darnach *bi. ab.a 'fs die Mentzschin, die Colschin, die Padebornschin, die Nassauw-schin, die Czigenhaynschin, die Walteckschin, die Wittzsteynschinunde andere hern des lants zu Hessen fygent gewest sint 3 ), du wasFranckenberg auch eyne gute porte, an dem ende des lants ge-' e gin, alfs man hirnach wole hören sal. Hirumbe so mag man dievorgeschrebin worte der stad Franckenberg nicht unbilche zulegin 4 )Unde 5 ) sprechen: ipse edificavit portam domus domini excelsam; he hatgebinvet die hohin porten des hernhufses.

Wucher konnig nu die seligin stedde Franckenberg von irstgebuwct habe, undc zu was getzytin das gescheen sie, unde borumbes *e F"ranckenberg genant wart, unde wie vile lyngen unde stammeder hern sie besessen haben, unde wy lange ickelich stam sie erp-hch innegehabt habin, sal man generaliter (das dudet: in das ge-■^eyne) verneinen 6 ) Von irst ist Franckenberg gebuwet von konnig•Jideriche zu Franckrich 7 ), unde darumbe ist sie Franckrichfs gewesthie 200 8 ) jaren. Darnach gehorte sie in das hertzogthum von Doringenunde Hessen, das stund vilna 200 jare. Darnach quam sie mit demgantzcn lande an das Romsche rieh, das stunt bie 100 unde 18 jaren.Darnach geh orte sie in die graveschafft unde auch in die marg zuHessen, das stunt bie 90 jaren. Darnach gehorte sie in das fursten-thum unde auch in die hirschafift zu Hessen, das stunt 121 jare. Dar-nach quam sie in die lantgraveschafft zu Hessen, alfs man hirnachw °l hören sal").

Mit was sonderlicher fryheid unde gnade die konnige, die'Urslen unde hern die stad Franckenberg getziret haben, unde sov °n alder herbrocht unde darumbe genant ist der staid aide her-kommen undc lobeliche gewonheyd, sal auch in dufs buchelyn'"nidde yngetzogin syn, uff das die jungen bürgere unde ire nach-kommende mögen * wissen den altin frommen wifsen bürgeren vernunfft- *fli. 8'«.!chin Z u fulgen 10 ). Bo") auch 10 ) die altin bofslichin, versumelichen undejn iren eigen nottz dorlichin 11 ) gehandelt heften, das die jungen'^nach-kommende sich darvor hüten"), nicht yderman synen eygen nottz, sunderer stad gemeynen nottz walden 12 ), nach dem exempel des vernunff-'gen fursten genant Ligurgus 18 ), der dan alletzyt stunt nach demgemeynen nottze"), alfs das gar schone beschribet Justinus in syme1 itten buche ufs der historien Trogi Pompei. Auch schribet von imeent Augustinus in dem tzweyten buche genant von der Stad goddes andem 16. capitele '*). Von dissem fursten Ligurgo namen die eddeln°mere exempla' 6 ) unde sahin nicht ane die gepurt, nichtt die gestalt

' K ;/'- unten is. öi)d, ovo, auo. -; vyi. l^enr. oa u. oü. ) ygi>-

pten Hl. 13'b. ♦) Vgl. Lehr. 2. 5 ) So wie oben. B ) Vgl. Lehr. 3f

VJ al man wissen). 7 ) Vgl. unten S. 389 f. 9 ) Vorl. 210; ebenso unten

394. »1 Vgl. Lehr. 3f; marg zu Hessen 87 u. 92; herschaff 135 am Ende,

W 177. io, vgl das. 1. ") Vgl. das. 209 f. '«) Vgl. das. 13 Z.

iq~ 5 v - u - '*) V(ß. das. 12. li ) Vgl. das. 12 Z. 10—9 v. u. ,h ) Das.

d Z,. ^_7 tej Vgl das. 13 am Ende: der edle Ks. Octavianus nahm

x empl a von Ligurgus U nd den alten Hörnern.

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