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Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
Entstehung
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*So») wir nu gehört haben das heilige leben unde wundertzeichin sent Elisa- *Q bi. 245.

t)et h 1 ), so geburt sich auch etzwas vorter zu schriben von den 8 ) willlder-

Wercken goddes, die gescheen sint durch dy vorbede des seligen tasten

(antgraven Ludewigs, der sent Elisabeth hufswirt gewest ist. — Man lefsit

•J 1 sent Elisabeth gelefse, an dem 5. buche 8 ), unde auch in der legenden

üufs seligen tasten, an dem 6. buche*), wie das vile andechtiger mentschin

en seligen fursten anriffen in iren noden, alfs eynen heiligen man, Unde wie

^•eselbin auch gar vile herhört wurden, Unde wie die monche zu Reyn-

Srtfsborne sulche wunderwercke verachtedin unde versumetin uffzuschriben;

Qartlurch god der herre vertzornet wart Unde sine Straffe uwer die monche

Qe _th 6 ) mit roube, verdruckunge unde vile widderstants, wante die tzucht

seistUchs lebens unde der goddesdinst auch ubbel gehalden wart 0 ). Hirumbe

Wirt god zumal vile ertzornet, wan die 1 )) tzeichen unde die wunderwercke ver-

wegi n blibent unde verdrucht werden, die god der herre der werlde unde den

, .en zu troiste, zu heile unde zu selikeit tut durch des verdinsts willen der lieben

e 'hgen. Wante efs ist mogelichin, das die usserweltin heiligen uff dem ertliche

Seeret werden von den luden, wilcher name unde verdynunge geschrebin sint in

em hymmele 7 ). Nu geschach efs zu eyner tzyt 8 ), das eyn gut siecht eyn- [1292].

rT d 'S m an was na bie Ordorff gesessen, der hatte eynen soen, der was stom gebom.

a he das kynt vile unde gnung zu manchem heiligen gelobete, unde efs allefs

'cht enhalff, zuletzt wart he vermanet in eyme geschichtet) 9 ), das he sin kynt

Gute zu dem grabe defs milden fursten, an dem achten tage unfser liebin frauwen Sept. 15.

herbeste, genant nativitatis. Alfs he nu bie dem grabe sin gebeet mit

slser ynnikeid unde mit heifsin trenen gesprochin hatte, (nu moget ir hören *vil *B1. 246 1 .

sise wunder), da sprach das kynt zu sime vater: 'geen wir heym; gib mir zu essen,

Wi 1H S e rt'. Der gude man wart unmefslichin fro, unde wulde mit syme kynde

kel " e y m geen. Da begeynete eme eyn monch in dem monster, der was groifs-

Wi j ' unc ' e was genant her Hinrich von Emeleyben; dem sagede he das grosfse

ij , ertze ichen. Der keiner hatte kleynen glouben dartzu unde verboit eme bie

„ , e u nde bie gude, das he swege unde des nommermehe gedechte 10 ). Des enmochte

i D j lenger erliden, das die ere synfs lieben dyners alfso verdrucket wurde

d un " a ncknemikeid. Hirumbe verhengede god in syme tzorne, das'^kortzlichin

nac h, in der nacht des heiligin apostelfs unde evangelisten sent Mathei"), Sept. 20.

m a ) Mit verzierter Initiale. b ) Hs. wan man die; Leben Ludwigs wenne

" an di zeichin.....vordrucket, di got. «) So L. L. Hs. 'C.

f, ) Biese Namenform hier immer. ') Der Eingang ist dem der unten

'"Wenden 'Tugenden des Bruders Kurt, G Bl. 259, nachgebildet. Ursprünglich

mossen sich diese unmittelbar an die 'Wunder der h. Elisabeth' an. ") Dictr.

' D «. Vgl. Anm. 5. 4 ) Leben Ludwigs (6, 1) 69 u. (6, 2) 73. Vgl

nm. 5. 6) Unmittelbare Quelle ist wohl die Landeschronik oben S. 188 f (nach

7 S'j s - 189 Anm. 1). ") Leben Ludwigs, von hier an alleinige Quelle, 74

t'.Jf. i) L. L. 74 Z. 12—19. 8 ) Vorl. (76 Z. 14 f): '1292'. 8 ) Soll

^iscn: gesichte. 1°) 76 Z. 21 bis 77 Z. 1. Vgl. unten S. 342 Anm. 3.

' u Z. 21 u. 23 f. ") 77 Z. 2 f.