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Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
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335
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Wunder Elisabeths.

335

ürmeken unde sprach: 'nym unde drinck den tufel'. Du wart geschin, das durchr" ' la 'f s etzwas nidderging alfs eyn stucke von eyme bornende a ) brande; unde Uff".' erm e übe hyn unde her, so das die jungfrauw schrey unde selczen geberde anSlc h nam unde unsynliche wereke dreyb, das man meynte, sie were besessen. Dasverte 2 jar lang. Darnach wart sie gefurt zu sent Elyzabeth, unde wart uff er grapgesetzt; da wart sie amechtig. Du wart er gegeben enwenig broits unde wywasfser;as asfs unde dranck sie uff dem grabe. Vonstunt wart sie gesunt unde herloist, inS"ynwirtickeyd vile fulekes; die lobeten god unde sent Elyzabeth. Alsus lefsit man1,1 der historier) genant Lombardica 1 ).

I *1)) 2 ) .....[Eync frauwe was in Engelant, etc.]c) 3 )..... '"[fehlend. Bl.].

63 ......| * gesaget, sie were heylig; ich engloube aber an sie nicht, want *B1. 244.

J- 11 byn bie erme grabe gewest; das ruwet mich gar sere'. Da sageten sie eme von

( er frauwen, die 7 wochen was toid gewest 4 ). Do ging er widder umbe unde sagete

_ eis ter Curde von Margburg, wie sent Elyzabeth eme nicht helffen wulte. Do sprach

, r: S^ng zu myme kynde sent Elyzabeth unde bidde sie mit ernste, unde sprich, ich

abe dich dargesant'. Da ginck der blinde zu erme grabe, unde sprach: 'heilige

r auwe sent Elyzabeth, hilft' mir, das ich sehen, durch dynes lieben bichtvaters willen,

'eister Curts, der mich hergesant hat'. Alfso lag er in grosfser andacht uff erme

sabe; unde entslyff. Da er nu herwachte, du sach er gar wole. Do wart er fro,

OQe sprach; 'frauwe sent Elyzabeth"), du heyliges wyp, ich wil bie dir bliben, dywile

leben'. Unde wart eyn guter mentsch. Alsus lefsit man in dem buche genant

r: >ssionaIe sanetorum»).

, 64. Efs geschach auch eyn grofs wunderezeichin in dem lande zu Ungarn, in

' «oubtstad des kunnigrichs, genant Trigona 6 ). In derselbin stad worin czwey eliche

j. e i gar erbar, frumme unde wol herkant, die hatten eyne junge tochter, die starp.

rumbe betrubetin sie sich usfsermasfsen. Des nachtes, alfs die frauwe von grosfsem

trubnisfse müde wart unde entslyff, da quam er vor, wie das sie das dode kynt in

chlant fragen sulten, unde in dem lande zu Hessen zu sent Elyzabeth grabe wallen

ten. jj a jjg f rauwe herwachte, du sagete sie erme hufswirte, was er vorkummen

'S. D c f s morgens, a if s man das kynt begraben sulte, *da nam der man das kynt *B1. 244'.

«je machte sich mit syner husfrauwen uff den weg. Du ryffen en die lüde nach

'Ue verwundertin sich. Alfs sie nu 30 tagereyfse in grosfser mudickeyd gegingen,

J* ^ ac '' g°il iren stareken glouben ane, unde durch die vorbete sent Elyzabeth gab

loh " kynde das leben widder. Da wurden die eidern gar hoch herfrauwet, unde

etin goddes wunderwereke, die da an erer tochter gescheen worin durch sent

yzabeth ere. Unde czogen vorters unde brochten die lebennigen tochter geyn

in" lU ^ zu clem S f abe sent Elyzabeth. Alsus schribet her Diderich von Doringcn

beii\ me ^' buche'). Auch steint efs in dem buche der Wunderezeichin sent Elyza-

„ '• Darnach czogen sie widder heym in Ungarn 9 ). Defs verwunderte sich das

f r e ' <0 nnigrich, unde lobetin god, unde hersuchten vortmerfs alle jar die heiligin

^j a v ^ u sent Elyzabeth, unde quamen grosfse schare fulekes ufs Ungarn alle jar geyn

2ll J» ur S 10 ). Do dasselbe kynt grofs wart, du wart efs mit des kunniges 11 ) tochter 12 )

a nd "P^" '" ^ cs herezogen 13 ) zu Beyern hoff gesaut' 4 ). Unde was so eynfs ynnigen

entigen lebenfs, das der herezog zu Beyern unde sine eliche gemahel hulffen eme

s a ) so. b) Hier ist in der Hs. ein Blatt ausgeschnitten. c ) S. oben

• 334 tn. Arm. 4. ") Hs. Elyzabet (Ende der Zeile).

I . ') Jac. 766 f Nr. 3. 2 ) An die 5 vorigen Nummern schlofs sich viel-

icht hier, als 1. Stück des verlorenen Blattes, das Jac. 766 Nr. 2 entsprechende

bet l ^& an '> ^ as e i nz ig e der historia Lombardica, das jetzt bei G. fehlt. Es

<j e . "' einen Cistercienser Heinrich in einem Kloster Hildcsheimer Sprengeis,

zui?r n l J r °l ser Schwäche und schweren Schmerzen durch wiederholtes Gelöbnis

unhi^ etfl nach allerhand Zwischenfällen dauernd geheilt ward. s ) Quelle

gekannt. *) Her Frau m Engelant ? ») Unbekannt. G ) Vor-

!, 2J ; in Strigonensi (Strigoniensi) civitate metropoli Ungarie: Strigau a. d. Grenze

■Steiermark (bei Fridau)? ') Dietr. 8, 14a: Suppl. v. Mencke 3006 Z.

y—A2, 38—33, 29—17 v u 8 ) Mir. 84 Nr. 43. ") Dietr. a. a. 0.

f t \ W—ie v. u. ">) Eigener Zusatz. ") Bela IV. 12 ) Elisabeth.

J Heinrich XIII(I). ") Heinrich. Elisabeths Gemahl, regierte in Nieder-

"y en h zu Straubing.